entlang der wilden küste…

entlang der wilden küste vorerst bis ilfracombe. ilfracombe besticht durch seine steilen klippen, viktorianische architektur und eine charmante hafenatmosphäre,

u.a. durch die auffällige statue “verity“ des britischen künstlers damien hirst (eine 20 m hohe und 25 t schwere bronzefigur einer schwangeren frau, die ein schwert über rechtsbücher hält), sowie die st. nicholas kapelle aus dem jahr 1321, auf dem lantern hill mit blick auf den historischen hafen (ab dem 15. jh. diente die kapelle auch als leuchtfeuer und ist noch heute ein funktionierender leuchtturm – gilt als der älteste des landes).

ein weiteres, einzigartiges highlight in seiner art sind die tunnels beaches in ilfracombe. diese historischen strände sind ein netzwerk aus handgehauenen tunneln, die zu einzigartigen geschützten stränden und einem viktorianischen badebecken führen, das von den gezeiten beeinflusst wird – eine spektakuläre kulisse aus meer, klippen und naturstein.

nach dem kurzen stadtrundgang wurde ein wenig gewandert. in lynton begaben wir uns auf den „valley of rocks nature trail“

der uns rund 6 km erst an der küste entlang, dann bergab in die stadt lynmouth und nach einem kleinen rundgang wieder zurück und hinauf auf die klippe führte.

dafür bedienten wir uns der historischen „lynton and lynmouth cliff railway“. eine fahrt mit der höchsten und steilsten wasserbetriebenen standseilbahn der welt, die seit 1890 in betrieb ist  – wir haben es sehr genossen.

der nächste tag begann mit einer kirchenbesichtigung, der „church of st. george“ in dunster. mit dem bau wurde bereits im 11. jh. begonnen, sie stammt aber überwiegend aus dem 15. jh. eine wunderschöne kirche mit kreuzförmigen grundriss und großartigen schnitzereien.

als nächstes stand ein besuch im „dunster castle“ auf unserem programm. dunster castle war ursprünglich eine mittelalterliche burg und wurde später in ein herrenhaus mit weitläufiger gartenanlage umgebaut, das im laufe seiner langjährigen geschichte von nur zwei familien bewohnt wurde, bis es 1976 dem national trust zur verwaltung übergeben wurde.

ein besuch der „glastonbury abbey“, eine der ältesten und ehemals reichsten abteien englands, darf natürlich nicht fehlen, wenn man in somerset unterwegs ist. die ruinen selbst sind eindrucksvoll und werden von weitläufigen grünflächen umgeben, die die einstige pracht der abtei erahnen lassen. im kleinen museum auf dem gelände gibt es zudem viele interessante informationen zur geschichte der abtei und zum leben der mönche im mittelalter.

weiter ging es in die mendip hills, auch mendips genannt, ein wunderschönes naturgebiet mit tiefen klippen, kalksteinformationen und höhlen. hier, im norden von somerset und in der kleinstadt cheddar, stand einiges auf unserem programm und daher campierten wir zwei nächte im „cheddar bridge touring park“. ein platz für ruhesuchende, d.h. adults only, ein zentraler ausgangspunkt für alle aktivitäten rund um cheddar und moderne, sehr saubere sanitäreinrichtugen –👍

zuerst „cheddar gorge & caves“ – gough’s cave (hier wurde auch der „cheddar man“ entdeckt, eines der ältesten vollständigen skelette großbritanniens und wo auch der berühmte cheddar käse gereift wird)

– museum of prehistory – cox’s cave (eine moderne multimedia-erlebniszeitreise, die die geschichte der entstehung und entwicklung der höhlen durch die kraft des wassers präsentiert)

– jacob’s ladder & lookout tower.

am nächsten tag machten wir noch eine ca. 9 km wanderung am cliff-top walk. ein dichtes aber sehr schönes programm mit vielen interssanten besichtigungen.

cheddar sollte man nicht nur wegen dem käse besuchen.

von cheddar ging unsere reise weiter in richtung bath und die römischen bäder. am weg dorthin machten wir noch einen stopp in wells. die „wells cathedral“ ist eine richtig beeindruckende kathedrale aus dem 15. jh. von außen schon ein hingucker, mit ihrer kunstvoll verzierten westfasade, aber ganz besonders wird es, wenn man hineingeht. die berühmten „scissor arches“, ein gotisches kunstwerk aus stein das den zentralen turm stützt, buntes licht das durch das riesige bleigefasste jesse-fenster strahlt, die wells-uhr, das zweitälteste uhrwerk großbritanniens das noch in gebrauch ist und so vieles mehr – einfach eine herrliche atmosphäre.

 

besonders lohnenswert ist die „chained library tour“. nur sehr kleinen besuchergruppen wird eine bemerkenswerte sammlung früher drucke und handschriften gezeigt, wobei die bücherregale und -ketten besonders beeindrucken.

der zweite besuch in wells galt dem „bishop’s palace and gardens“, direkt neben der kathedrale gelegen und seit über 800 jahren sitz der bischöfe von bath und wells. und ja, der name hält was er verspricht – ein kleiner palast mit zugbrücke, wassergraben und verwunschene gärten rundherum. im inneren palastbereich sahen wir bei einer geführten tour u.a. das bischöfliche arbeitszimmer, den krönungsmantel (ein speziell entworfener chormantel, der bei der krönung jedes monarchen getragen wird) und die  prächtige bischofskapelle.

als nächstes werden wir bath besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

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