die letzten tage unserer mehrmonatigen reise durch irland, wales und england waren angebrochen.
wir fuhren zum crosby beach, am strand der mündung des river mersey, nördlich von liverpool. dort befindet sich „another place“ eine skulptureninstallation des künstlers antony gormley. sie besteht aus 100 eisernen figuren, die nach dem körper gormleys gestaltet wurden, und sich über einen langen strandabschnitt erstrecken. die figuren, mit blickrichtung über das meer zum horizont, vermitteln die vorstellung des unendlichen und ein gefühl von einsamkeit und nachdenklichkeit. besonders bei wechselnden gezeiten wirkt die szenerie immer wieder anders, wenn einige der figuren teilweise im wasser stehen oder vom sand fast begraben sind.
von dort aus machten wir einen abstecher nach „dunham massey“, ein nobler landsitz, ein intimes familienhaus und eine kulisse für politik, arbeit und freizeit. die geschichte von dunham massey ist in erster linie die geschichte zweier großer familien, der booths und der greys. die kombination aus geschichte, natur und architektur machte unseren besuch zu einem interessanten erlebnis.
weiter ging es nach manchester, um der stadt einen kurzbesuch abzustatten. wir begannen mit dem „national football museum“, das für mich, im gegensatz zu ingrid, interessant war – aber selbstverständlich begleitete sie mich geduldig durch alle ausstellungsräume 😉.
danach tauchten wir ein in die lebendige atmosphäre der stadt. um uns einen groben überblick zu schaffen, machten wir eine 90-minütige „hop-on hop-off“ busrundfahrt, wo wir gemütlich alle wichtigen stationen der stadt sehen konnten. die tour führte uns u.a. zu: bridgewater hall (concert hall) – piccadilly gardens – manchester cathedral – salford cathedral – salford university – the quays – manchester united (sir alex ferguson way) – imperial war museum – museum of science & industry. wenn man nur einen tag zeit hat, um eine stadt wie manchester zu besichtigen, eine ideale möglichkeit.
unser nächster halt war „lyme hall & garden“, dieses elisabethanische haus wurde um 1725 für peter legh errichtet, dessen familie hier seit dem 14. jh. land besaß. das anwesen besticht durch seine architektur
und die weitläufigen gärten, die zum flanieren einladen.
fasziniert hat uns die kombination aus englischer eleganz und der natürlichen schönheit der umliegenden landschaft. im inneren des hauses konnten wir prunkvolle säle sowie liebevoll eingerichtete räume bestaunen. ein besuch, der uns begeistert hat.
wieder einmal wandern und so entschieden wir uns für die tour zum „shining tor“. die erhebung shining tor ist mit 559 m der höchste punkt in der grafschaft cheshire, nahe der stadt buxton. der rundweg führte uns über sanfte hügel und durch weite moorlandschaften und war ein schöner kontrast zu den städten, die wir zuvor besucht hatten.
der nächste tag begann mit dem besuch von „poole’s cavern“, einer tropfsteinhöhle nahe buxton. die höhle ist bekannt für ihre kalksteinformationen, funkelnden stalaktiten und geheimnisvollen grotten. während der führung erfuhren wir spannende details über die entstehungsgeschichte der höhle und bewunderten die faszinierende unterirdische welt. eindrucksvoll war auch die beleuchtete „kathedrale“, ein riesiger höhlensaal, der einen besonderen eindruck hinterließ. der besuch und auch die informative führung durch die höhle war für uns wirklich lohnenswert und brachte uns die geologischen besonderheiten der region näher.
weiter ging es mit einer wanderung zur „lud’s church“. das ist eine geheimnisvolle, moosbedeckte felsspalte, die von hohen, steilen wänden umgeben und von dichter vegetation überwuchert ist.
die atmosphäre dort ist geradezu mystisch – der kühle, schattige pfad und das lichtspiel durch die bäume lassen die schlucht wie einen verwunschenen ort erscheinen. der weg dorthin führt zuerst durch wälder und über sanfte hügel, bis man plötzlich vor der beeindruckenden spalte steht. es gibt zahlreiche legenden rund um „lud’s church“, z.b. dass sie im mittelalter als zufluchtsort für religiös verfolgte diente. uns hat vor allem die ruhe und die einzigartige naturkulisse begeistert.
als nächstes haben wir uns eine richtige kirche angesehen, die „derby cathedral“. auch bekannt als die kathedrale von all saints, beeindruckt sie mit ihrem markanten turm, der weit über die stadt hinausragt und zu den höchsten kirchtürmen englands zählt. das innere der kathedrale ist lichtdurchflutet, mit eleganten bögen und kunstvollen fenstern, die eine besondere, ruhige atmosphäre schaffen. wir genossen hier die stille des raumes und ließen die geschichte und architektur auf uns wirken.
der nächste tag begann mit dem besuch des „great british car journey interactive car museum“. dieses außergewöhnliche museum hat mich auf eine faszinierende zeitreise durch die geschichte des britischen automobilbaus und auch meine eigene „autogeschichte“ mitgenommen, da ich früher sehr viele brittische fahrzeuge gefahren bin und auch besessen habe. von klassikern wie dem morris mini, über den triumph spitfire, oder der berkeley T60, bis hin zu modernen ikonen werden über 130 britische fahrzeuge ausgestellt, die die entwicklung der britischen automobilindustrie und meine erinnerungen lebendig werden ließen. ingrid war tapfer und hörte sich meine schwärmereien aus frühen jugendtagen mit viel geduld an 😉.
leider hatten wir viel zu wenig zeit, denn besonders spannend ist, dass viele der autos nicht nur betrachtet, sondern im rahmen spezieller ausfahrten sogar selbst gefahren werden können. ich hätte da schon gerne das ein oder andere auto meiner früheren fahrzeugriege wieder gefahren – wirklich schade.
die interaktive ausstellung, mit zahlreichen historischen geschichten und anekdoten rund um die ausgestellten fahrzeuge, machten den museumsbesuch für mich zu einem besonderen erlebnis und ist für technikinteressierte wie auch für nostalgiker ein absolutes must-see-highlight.
unser nächster besuch galt der „white peak distillery“, in derbyshires erster vollwertigen craft-brennerei am ufer des flusses derwent in ambergate. da wir zu einer zeit gekommen waren wo keine offiziellen führungen stattfanden, nahm sich sarah mangan, destillatorin und echte whiskyliebhaberin und -sammlerin, ein herz und führte uns durch die distillery. wir erhielten einblick in die traditionellen herstellungsprozesse von wire works whisky, shining cliff gin und rum, alle vor ort destilliert und gereift, sowie informationen über das junge, erst 2016 gegründete unternehmen. beeindruckt hat uns auch das historische backsteingebäude des ehemaligen johnson & nephew drahtwerks, das liebevoll restauriert wurde und heute die moderne produktionsstätte beherbergt. nach der tour durften wir auch verschiedene sorten verkosten – darunter den preisgekrönten „wire works whisky“, der durch sein komplexes aroma hervorstach (zurückzuführen auf einer der markantesten aspekte in deren whiskyherstellungsverfahren, durch die verwendung von frischer brauhefe). ein besuch, der viel spaß machte.
weiter ging es zu „cromford mills“, die als geburtsort des modernen fabriksystems gilt. die von richard arkwright im 18. jh. gegründete baumwollspinnerei war die erste ihrer art und veränderte die arbeits- und lebenswelt nachhaltig. schön fanden wir auch die historischen fabrikgebäude, die heute liebevoll restauriert sind und spannende einblicke in die geschichte des fabriksystems geben.
direkt im anschluss an diesen besuch machten wir einen kurzen abstecher zu den „masson mills“, die ebenfalls von richard arkwright gegründet wurden. die masson mills sind ein eindrucksvolles beispiel für die industrielle revolution und zeigen wie die technologische weiterentwicklung den arbeitsalltag und das leben der menschen verändert hat.
wir haben in den restaurierten gebäuden viele historische maschinen bestaunen können und wurden über die faszinierende geschichte des unternehmens und der baumwollspinnerei informiert.
unser letzter stopp führte uns zu den „heights of abraham“, einem bekannten ausflugsziel im peak district. die anreise selbst war bereits ein erlebnis, denn wir schwebten mit der modernen seilbahn über das matlock-tal. oben angekommen erwartete uns weit mehr als ein reiner aussichtspunkt.
wir entschieden uns für den besuch der historischen schauhöhlen, die einen einblick in die geschichte des bergbaus in dieser region gaben. bei den führungen durch die great masson cavern und die great rutland cavern konnten wir sehen, mit welchen mühen die bergleute einst nach blei suchten. die höhlen sind beleuchtet und teils mystisch inszeniert.
wieder zurück an der oberfläche genossen wir die frische luft und ließen den blick immer wieder über die weite landschaft schweifen. insgesamt war unser ausflug zu den heights of abraham ein schöner tagesabschluss.
der nächste tag war wieder einmal ein wandertag im peak district national park. der „birchover and stanton moor circular“ führte uns durch eine abwechslungsreiche landschaft, die sowohl historische als auch natürliche highlights bietet. der rundweg beginnt im kleinen dorf birchover und schlängelt sich durch das weitläufige hochmoor von stanton moor. besonders beeindruckend fanden wir die alten prähistorischen steinkreise, wie den berühmten „nine ladies stone circle“ – die geschichte sagt, dass er neun mädchen darstellt, die als strafe für das tanzen am sonntag in stein verwandelt wurden.
aber auch die malerischen sandsteinformationen, verschiedene archäologische überreste, die in der landschaft verstreut sind und auf die bronzezeit zurückgehen, wie z.b. der cork stone – ein sandsteinfelsen, der an einen korken oder pilz erinnert – verleihen der strecke einen mystischen charakter.
am ende der rund 6 km langen wanderung kehrten wir zufrieden zurück nach birchover und kehrten im „the old original bakewell pudding shop“ ein und gönnten uns eine gute jause – hmmm lecker 😉.
da noch ein wenig zeit vom tag übrig war, nutzten wir diese um in der „thornbridge brewery“ bier zu verkosten. die thornbridge brewery ist eine renommierte brauerei im herzen von derbyshire, die für ihre craft-biere bekannt ist – von klassischen pale ales bis zu kreativen brau-spezialitäten. beliebt ist das „jaipur“, ein mehrfach ausgezeichnetes india pale ale, dass sich durch seinen intensiven hopfengeschmack und eine angenehme frische auszeichnet. wer auf sehr hopfige biere steht ist hier gerade richtig.
unser besuch war ein guter abschluss eines abwechslungsreichen tages im peak district.
die nacht haben wir an einem sehr ruhigen, aber etwas „anderen“ stellplatz verbracht.
nach einer ruhigen nacht besuchten wir das beeindruckende „chatsworth house“, eines der bekanntesten herrschaftshäuser englands. das anwesen begeisterte uns mit seiner prachtvollen architektur und den weitläufigen gartenanlagen, die uns zum schlendern und staunen einluden.
beeindrucket haben uns auch die kunstsammlungen und die prunkvollen räume, in denen man sich fast wie in einem königlichen palast fühlt. wir genossen die atmosphäre und ließen uns von der geschichte und dem charme des hauses verzaubern.
den nachmittag verbrachten wir am „padley gorge trail“ einen fast 4 km langen rundwanderweg. der weg führt durch einen uralten eichenwald, in dem der fluss zwischen moosbewachsenen felsen und kleinen wasserfällen hindurchrauscht. eine idyllische atmosphäre und ein toller ort zum abschalten und genießen.
einen interessanten besuch machten wir im „yorkshire sculpture park“ in wakefield, einem der bekanntesten skulpturenparks großbritanniens. die weitläufige parkanlage beeindruckt nicht nur durch ihre wunderschöne landschaft, sondern auch durch die vielfalt moderner und zeitgenössischer kunstwerke, die harmonisch in die natur eingebettet sind. spannend fanden wir die werke von international renommierten künstlern, die an jeder ecke für überraschungen sorgen und zum nachdenken anregen. unser spaziergang durch den park war wie eine kreative entdeckungsreise, bei der kunst und natur auf einzigartige weise miteinander verschmelzen.
ein neuer tag, ein neues ziel – eine underground tour im „national coal mining museum“, mit dem wahrscheinlich ältesten kohlebergwerksschacht in großbritannien. leider ist währen der tour das fotografieren verboten. macht nichts, die tour ist interessant und wirklich zu empfehlen.
schon lange kein schloss mehr besichtigt, also auf zum „allerton castle“, das zu den schönsten neugotischen herrschaftshäusern yorkshires zählt. bereits die auffahrt durch den park stimmt auf das imposante bauwerk ein, das mit seinen türmen und spitzen, wie ein schloss aus einem märchen wirkt.
während der geführten tour konnten wir die prachtvollen salons, das beeindruckende treppenhaus und den großen ballsaal bestaunen. besonders auffallend ist die detailverliebte inneneinrichtung sowie die historischen möbel, die einen authentischen einblick in das leben der viktorianischen zeit vermitteln. der blick aus den großen fenstern auf den gepflegten park rundete das erlebnis ab. ein highlight für uns und sicher auch für alle freunde englischer geschichte und architektur.
mystisch war unser nächster besuch, wir machten einen abstecher zu „mother shipton’s cave“ in knaresborough. die höhle und der angrenzende versteinerte brunnen sind eng mit der legende über englands berühmteste wahrsagerin, heilerin und verfolgten, angeblichen hexe aus yorkshire, „mother shipton“ (eigentlich ursula southeil) verbunden, die im 16. jh. dort gelebt hat. sie soll u.a. unheimlich genau historische ereignisse, wie den großen brand von london (1666) und die niederlage der spanischen armada, vorausgesagt haben.
interessant fanden wir, wie das eisenhaltige wasser der quelle gegenstände in kürzester zeit mit einer steinähnlichen schicht überzieht – ein faszinierendes naturphänomen. der ort lädt dazu ein, in die welt von sagen und prophezeiungen einzutauchen. der idyllische park rund um die höhle machten den besuch zu einem schönen erlebnis.
wir fuhren nach harrogate, wo wir dem „rhs garden harlow carr“ einen besuch abstatteten. dieser wunderschöne botanische garten zählt zu den bekanntesten gärten in nordengland und ist besonders für seine farbenprächtigen beete, duftenden kräutergärten und die liebevoll angelegte gartenlandschaften bekannt. wir konnten beim spaziergang durch die weitläufige anlage nicht nur die beeindruckende vielfalt an pflanzen, sondern auch die kreativen gartengestaltungsideen bewundern. ein besuch, der uns sehr begeistert hat.
den tag ließen wir mit einer kurzen wanderung zu den beeindruckenden „brimham rocks“ ausklingen. diese markanten sandsteinformationen ragen wie riesige skulpturen aus der landschaft und bieten spektakuläre ausblicke über die umgebung. faszinierend sind die teils bizarr geformten felsen, die im laufe von millionen jahren durch wind, wetter und erosion entstanden sind. ein schöner tagesausklang.
unsere besichtigungstour begann in ripon, im „workhouse museum“. das museum bietet einblick in die traurige geschichte der bereits 1776 von den behörden betriebenen einrichtung, basierend auf den strengen viktorianischen gesetzen (poor laws), die als letzter ausweg für die ärmsten, obdachlosen, kranken und arbeitsunfähigen diente. diese sogenannten „armenhäuser“ waren keine soziale einrichtung im modernen sinne, sondern eine abschreckungsmaßnahme, um armut zu „bestrafen“ und menschen zur arbeitssuche anzuhalten.
der tagesablauf war streng geregelt, die nahrung war dürftig. familien wurden bei der aufnahme getrennt (männer, frauen und kinder schliefen in getrennten schlafsälen) und die insassen mussten harte körperliche arbeit verrichten, wie das zerkleinern von steinen (zum straßenbau) oder das „oakum-picking“ (zerzupfen von altem tauwerk). hier wurden die ärmsten der armen in klassen eingeteilt und ausgebeutet, bis sie starben.
die originalgetreu erhaltenen räumlichkeiten, von den schlafsälen über die speisesäle bis hin zu den arbeitsbereichen, dokumentieren, dass dies ein ort der extremen armut, der sozialen isolation und der harten körperlichen arbeit für diejenigen, die in der gesellschaft keinen anderen ausweg mehr fanden war. ein besuch der uns sehr sehr nachdenklich gestimmt hat.
direkt im anschluss besuchten wir das „prison & police museum“ in ripon, dass sich mit der geschichte der kriminalität und polizeiarbeit in england beschäftigt – authentische gefängnis atmosphäre mit den noch erhaltenen zellen, originale uniformen und alte polizeiausrüstung sowie ausstellungen zur entwicklung der strafverfolgung. nicht unspannend.
später besuchten wir noch die „ripon cathedral“, eine der ältesten kirchen nordenglands und ein frühes zentrum des benediktinischen mönchtums. die kathedrale besticht durch ihre normannische architektur, die hohen gewölbe und die kunstvollen fenster. besonders sehenswert sind die prachtvollen steinmetzarbeiten und die berühmte „sächsische krypta“ aus dem jahr 672 n. chr..
eine einzigartige besonderheit ist das historisches ritual: jeden abend um 21:00 uhr ertönt das glockenspiel, die „curfew“-glocke, als teil des rituellen „setting the watch“.
tagesabschluss war ein halt an einem ort von wahrhaft historischer bedeutung, der „fountains abbey & studley royal water garden“. die eindrucksvolle ruine der einst mächtigen zisterzienserabtei, gegründet im jahr 1132, zeugt bis heute von der blütezeit des klösterlichen lebens in england bis hin zur wechselvollen geschichte der reformation, als die anlage im 16. jh. aufgelöst wurde.
auf dem ca. 6 km langen rundweg wanderten wir durch überreste imposanter steinmauern, die trotz der jahrhunderte noch immer ehrfurcht gebieten
und vorbei an weitläufigen wiesen und kunstvoll angelegten wasseranlagen, die im 18. jh. von den besitzern des benachbarten studley royal geschaffen wurden.
die verbindung aus mittelalterlicher klosterruine und eleganter gartenkunst vermittelte uns einen eindruck, wie sich geschichte und landschaft in england über die zeiten hinweg miteinander verschränken. ein ort, an dem die vergangenheit lebendig bleibt.
in yorkshire dales liegt „the forbidden corner“, eine wirklich einzigartige sehenswürdigkeit, die für spaß und abenteuer bekannt ist. ursprünglich als privater rückzugsort angelegt, besteht dieser verschlungene garten aus geheimen wegen, versteckten türen, skurrilen statuen und überraschenden entdeckungen hinter jeder ecke. wir haben uns auf eine fantasievolle reise begeben, bei der wir rätsel gelöst und labyrinthe durchquert haben – immer begleitet von der kreativen gestaltung, die das gesamte areal durchzieht. durch diese mischung aus einem einzigartigen labyrinth von tunneln, kammern, verrücktheiten und überraschungen in oft gruseliger umgebung, bietet the forbidden corner ein tolles erlebnis – wir haben die außergewöhnliche auszeit vom alltag genossen.
weil wir schon in yorkshire dales waren, machten wir im national park eine kleine rundwanderung zu den „aysgarth falls“, einem dreistufigen wasserfall. nichts aufregendes, aber ein schöner tagesausklang.
die nacht haben wir dann auf einem einsamen ruhigen wiesenplatz verbracht.
der nächste tag begann mit einem besuch im „dales countryside museum“. das museum bot uns einen umfassenden einblick in das leben, die geschichte und die traditionen der yorkshire dales. von alten arbeitsgeräten über historische fotos bis hin zu rekonstruierten szenen aus vergangenen zeiten. die interaktiven stationen machen das museum interessant.
im anschluss machten wir der berühmten „wensleydale creamery“ in hawes unsere aufwartung 😉. die käserei ist weit über die grenzen yorkshires hinaus für ihren traditionellen wensleydale-käse bekannt, der hier seit generationen mit handwerklichem geschick hergestellt wird. wir konnten einen vortrag über die käseerzeugung hören und waren von der vielfalt der käsesorten beeindruckt, die wir im anschluss natürlich auch probieren druften – von klassisch mild bis hin zu ausgefallenen varianten mit cranberries, trüffel oder kräutern. ein köstlicher reisetag.
wir starteten mit einer morgenwanderung, einem mehr als 6 km langen rundwanderweg zum „ingleton waterfalls“. der weg zählt zu den schönsten wanderungen der region. auf dem gut ausgeschilderten rundweg wurden wir von tosenden wasserfällen, steilen felswänden und üppiger vegetation begleitet.
immer wieder begegneten wir der alte tradition „münzen in den baum schlagen“.
das rauschen des wassers und die beeindruckende naturkulisse machten die wanderung zu einem echten highlight.
die folgende schlossbesichtigung war „sizergh castle“, südlich von kendal. dieses beeindruckende herrenhaus stammt ursprünglich aus dem 14. jh. und wird bis heute von der familie hornyold-strickland bewohnt.
besonders bemerkenswert sind die elisabethanischen holzvertäfelungen, seltene wandbehänge, eine reiche sammlung an familienporträts, viele historische originalmöbel und die kunstvoll angelegten gärten mit einem großen steingarten. beim rundgang durch die einzelnen räume tauchten wir in jahrhunderte alte geschichte ein und spürten wie wohnlich und „lebendig“ sich das schloss anfühlt.
eine weitere wandermöglichkeit führte uns nach monk coniston, im herzen des lake district nationalparks in cumbria, wo wir die rundwanderung zu „tarn hows“ geplant hatten. der etwa 8 km lange weg bot herrliche ausblicke auf die umliegenden wälder und seen, begleitet von idyllischen pfaden durch das naturschutzgebiet. besonders die friedliche atmosphäre rund um den tarn hows see machten diese wanderung zu einem weiteren highlight auf unserer tour.
da im anschluss an unsere wanderung noch etwas zeit übrig war, machten wir einen besuch im „ruskin museum“ in coniston. es ist ein kleines, aber sehr liebevoll gestaltetes museum, dass sich dem leben und werk von john ruskin widmet – einem denker, künstler und sozialreformer des 19. jh. neben persönlichen gegenständen und gemälden von ruskin zeigt
das museum auch interessante exponate über die geschichte der region,
bis hin zur jet-ära der 50er und 60er jahre. der zeit, als das speed-ass donald campbell im bluebird k7 auf dem coniston water 4 geschwindigkeitsweltrekorde brach, ehe er tödlich verunglückte.
der besuch war eine schöne ergänzung zu unserem tag.
und weil wir so viele kilometer brav gewandert waren, gab es am abend einen wohlschmeckenden drink – unsere rezeptur: 6cl irischen (weil uns der englische nicht schmeckt 😉) jameson whiskey, 3 scheiben limetten und mit 250ml ginger ale aufgegossen – „sláinte“ (ausgesprochen „slahn-cheh“, ist gälisch und wird beim anstoßen verwendet).
ein neuer morgen, an dem wir den „steinkreis von castlerigg“ besuchten. diese eindrucksvolle prähistorische stätte liegt inmitten der hügel des lake district und zählt zu den ältesten steinkreisen in england. die mystische atmosphäre, das panorama der umliegenden berge und die uralte geschichte, die die steine umgibt, machen den ort zu einem faszinierenden erlebnis. wir verbrachten einige zeit dort, ließen die besondere stimmung auf uns wirken und stellten uns vor, wie der steinkreis vor tausenden von jahren genutzt wurde – ein magischer ort.
nach dem besuch am steinkreis machten wir uns auf den weg zu einer weiteren rundwanderung, dem „aira force-wasserfall“. der beliebte wanderweg im lake district führt durch wälder und entlang plätschernder bäche, bis wir schließlich den wasserfall erreichten. durch die moosbewachsenen felsen und die alten bäume wirkt die landschaft fast märchenhaft, eine wanderung die sich wirklich lohnt und uns die vielfalt der natur im lake district einmal mehr vor augen geführt hat.
nun stand ein weiteres seltsames schloss bzw. landhaus auf unserem besuchsprogramm, „lowther castle & gardens“ nahe penrith. von diesem imposanten komplex ist nur mehr die hülle übrig geblieben, denn die familie gab das landhaus bereits 1937 auf. im 2. weltkrieg diente es noch als quartier für ein panzerregiment. die ausstattung wurde ende der 1940er jahre entfernt und 1957 wurde dann das dach abgedeckt und damit das gebäude dem verfall preisgegeben. aber wie muss es zu der zeit ausgesehen haben, als es noch von der familie lowthers bewohnt war? sicher prächtig – heute dient es bestenfalls als fotomotiv.
unser nächster besuch war für uns etwas enttäuschend. wir fuhren extra nach „gretna green the famous blacksmiths“, weltbekannt als traditioneller ort für romantische „durchbrenn-hochzeiten“, weil wir anhand vieler erzählungen selbst einmal die legendäre schmiede sehen wollten. ja, sie gibt sie noch, aber von romantik keine spur – ein modernes hochzeitszentrum bzw. museum, das hochzeiten am laufenden band und viel touristischem schnick-schnack organisiert. na gut, wir machten einige fotos, zogen dann wieder ab und suchten uns ein gemütliches schlafplätzchen – schade auf gretna green haben wir uns gefreut.
auf nicht ganz flachen straßen ging es zügig zu unserem nächsten ziel – „hadrian’s wall path“.
die fahrt entlang des „hadrian’s wall path“ war kein echtes abenteuer. die straße folgt dem verlauf der historischen römischen grenzmauer, die einst das römische britannien vor den nördlichen stämmen schützen sollte. viel ist ja nicht mehr über von den einstigen befestigungstürmen. ein kurzer stopp bei „banks east“ – der am besten erhaltene turm oder aussichtsturm im westlichen sektor des hadrianswalls
– spazierten weiter zu „pike hill signal tower“ – eines der wenigen sichtbaren elemente der ehemaligen grenzbefestigung –
und setzten unsere fahrt in richtung hexham abbey fort.
„hexham abbey“, eine der ältesten erhaltenen kirchen englands. die abtei stammt aus dem 7. jh. und begeisterte uns mit ihrer faszinierenden mischung aus normannischer und gotischer architektur, den gemeißelten steinskulpturen sowie den kunstvollen buntglasfenstern, die die innenräume in ein farbenfrohes licht tauchen.
nächster stopp war „wallington hall“. dieses herrenhaus aus dem 18. jh. liegt inmitten von gärten, in der nähe des dorfes cambo, in der englischen grafschaft northumberland und beeindruckt mit seiner eleganten architektur. beim rundgang durch die historischen räume tauchten wir in die geschichte der familie trevelyan ein und bestaunten die zahlreichen kunstwerke, antiquitäten und die gemütliche atmosphäre, die das haus umgibt.
auf unserer weiteren route lag auch das beeindruckende „cragside house“ nahe rothbury, dass wir im anschluss an unsere wanderung am „cragside rundwanderweg“ besuchten.
der cragside rundwanderweg führt 7 km durch das weitläufige gelände rund um das cragside house. auf dem abwechslungsreichen weg entdeckt man idyllische waldabschnitte, kleine bäche und zahlreiche aussichtspunkte. die wanderung ist gut ausgeschildert – ein herrlicher spaziergang, der natur und geschichte von cragside verbindet.
„cragside house“, ein viktorianisches herrenhaus, war einst das zuhause von william armstrong und gilt als das erste haus weltweit, das mit hydroelektrischer energie versorgt wurde. cragside erzählt nicht nur die geschichte eines technischen pioniers, sondern begeistert auch mit seiner originellen architektur. wir schlenderten durch die innovativen räume, bestaunten die zahlreichen technischen raffinessen und genossen die ruhige atmosphäre im park.
die nacht verbrachten wir auf einem parkplatz bei „howick sands“ und hatten am nächsten morgen zum frühstück einen herrlichen ausblick – so muss ein guter tag beginnen.
nach dem frühstück besuchten wir „howick hall gardens & arboretum“.
die weitläufigen gärten und das arboretum beeindrucken uns mit ihrer vielfalt an pflanzenarten und den harmonisch angelegten landschaften
. natürlich besuchten wir auch das berühmte „earl grey tea house“, denn howick ist die heimat des earl grey tees. der tee wurde von einem chinesischen mandarin speziell für charles, den 2. earl grey, gemischt, um diesen optimal auf das wasser aus der howick-quelle abzustimmen.
dabei wurde insbesondere bergamotte verwendet, um den limettengeschmack auszugleichen.
lady grey trank den tee als gastgeberin eines politischen events in london und er erfreute sich so großer beliebtheit, dass sie gefragt wurde, ob er auch an andere verkauft werden könne. so kam es, dass twinings ihn vermarktete und er heute weltweit verkauft wird. leider versäumten es die greys, die marke einzutragen, da sie nicht überlegt und geschäftsmäßig handelten, und erhielten daher nie einen cent an lizenzgebühren. diese story rundete unser erlebnis ab und bot uns eine willkommene pause inmitten der natur.
ehe wir auf die fähre zurück zum europäischen festland gingen, quartierten wir uns für zwei nächte am „proctors stead caravan park“ ein. ein kleiner, aber sehr netter caravan park, bei dem man merkt, dass er sehr familiär geführt wird. wir haben uns sehr wohlgefühlt
und konnten von dort aus einen gemütlichen spaziergang zum „dunstanburgh castle“ machen. leider war dieses bereits geschlossen, sodass wir es nur von außen und aus der vogelperspektive besichtigen konnten, was aber dem schönen spaziergang nicht schadete.

am weg zu unserer fähre war „seaton delaval hall“ unser letzter halt. dieses herrenhaus aus dem frühen 18. jh. besticht durch seine barocke architektur, die von sir john vanbrugh entworfen wurde. die imposante fassade ladet zum erkunden ein, denn sie vermittelt einen faszinierenden eindruck von der geschichte und dem lebensstil vergangener zeiten.
die delavals liebten es, sich zu präsentieren und veranstalteten events von seiltänzern bis hin zu maskenbällen und sogar eigenen theaterproduktionen. das haus erlebte im laufe der jahrhunderte viele höhen und tiefen, und heute trägt es die spuren der verheerenden brände, die es vor zweihundert jahren beinahe dem untergang geweiht hätten.
noch schnell einen letzten „earl grey tee“ mit scones und clotted cream und dann ging es ab auf die fähre.
zum dfds north shields terminal in newcastle waren es nur 65 km, wo unser fährschiff die „princess seaways“ schon auf uns wartete. rauf auf die fähre,
das cleverchen im bauch des schiffes ordentlich abgestellt und unsere sehr komfortable kabine für die überfahrt bezogen.
die princess seaways ist ein tolles schiff mit allem komfort und annehmlichkeiten – sky bar, lounges, kino, geschäfte, tolles essen, usw.
es war die richtige entscheidung die längere überfahrt mit rund 16 bis 17 stunden und komfortabler übernachtungsmöglichkeit von der „dfds group“ von newcastle nach amsterdam zu nehmen. durch die gemütliche und komfortable überfahrt, vergleichbar mit einer kleinen kreuzfahrt, fiel uns der abschied von der insel nicht allzu schwer.
so, das waren unsere letzten erlebnisse und eindrücke von unserer langen irland, england und wales reise. über holland und deutschland sind wir zurück nach wien gefahren um unsere nächstes großes reiseabenteuer zu planen.
wohin die reise geht und was wir da noch so alles erleben wollen ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour
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