ein aufregendes abenteuer beginnt in kürze…

ein aufregendes abenteuer beginnt in kürze, denn wir starten wieder neu durch. diesmal geht es auf der transafrikaroute am landweg von wien über ungarn – rumänien – bulgarien – türkei – irak – jordanien – saudi-arabien – dschibuti – äthiopien – kenia – uganda – ruanda – burundi – tansania – eswatini – malawi – sambia – simbabwe und schließlich südafrika bis nach kapstadt.
auf straßen, die wir noch nie gefahren sind, durch einige länder, die wir noch nie gesehen haben und mit dem unbeschreiblichen gefühl von freiheit, das uns immer wieder zu neuen reiseabenteuer verführt. es wird nicht immer einfach werden, aber genau das macht diese reise so besonders.

in nicht einmal zwei wochen geht es los und die umfangreichen vorbereitungen für diese tour wären fast geschafft. zusätzlich hatten wir auch noch kleinigkeiten an unserem cleverchen zu beheben, zu verbessern und zu ergänzen.

so entfernten wir für eine „größere bodenfreiheit“ unsere elektrische trittstufe und für einen „erhöhten sicherheitsfaktor“ ließen wir uns einen fahrzeugsafe fix verbauen.

zwei „silberkraft moskitonetze“, die wir oberhalb unserer längsbetten aufhängen werden, haben wir erworben, um uns zusätzlich zu schützen und nicht nur mit der chemiekeule gegen die in afrika zu hauf vorkommenden moskitos zu wehren.

für die nicht immer geteerten, glatten straßen wurden „gfk-blattdedern von mubea“ verbaut. wir haben uns beim kauf für die „firma musketier“ entschieden – ein sehr guter preis und eine zuverlässige, schnelle lieferung.

unser original-heiki im schlafbereich ersetzten wir durch den dachlüfter super fan v.3.0 von „belluna“. wir haben lange verglichen und werden sehen, ob der belluna in der praxis das hält, was er verspricht.

auf dieser reise ist die mitnahme von zwei vollwertigen ersatzreifen eine voraussetzung und so haben wir wieder, wie schon für unsere panamericanatour, den „reifenträger von hymer“ montieren lassen (unser erster träger ist auf der panamericana kaputt gegangen – selbstverschulden). na schauen wir, ob er afrika diesmal überlebt.

interessant ist auch, dass einige länder im verlauf unserer tour die anbringung der alten weißen, ovalen plakette mit einem schwarzen A unbedingt am fahrzeug sehen wollen und ja, der aufkleber „left hand drive“ (linkslenker) musste auch hinten drauf, um in den ländern mit linksverkehr zu signalisieren, dass sich das lenkrad und der fahrer auf der linken seite befinden – quasi auf der „falschen“ seite sitzen 😉.

sehr, sehr gespannt sind wir auf den neuen reifensatz von 6 stück – 4 fürs cleverchen, 2 als vollwertiger ersatz. wir haben für diese abenteuertour ganz bewusst auf at-reifen verzichtet und testen zum ersten mal den „michelin crossclimate camping“ – sauberes profil, sehr leise, weniger treibstoffverbrauch als die at´s (bei 40.000 km nicht unwesentlich) und guter flankenschutz. ein reifen für roadtrips und abenteuer zu jeder jahreszeit, also genau was wir für unser vorhaben brauchen.

die üblichen servicearbeiten wie ölwechsel, neue bremsbacken, alle filter austauschen usw. haben wir auch bereits machen lassen.

einen umstieg in sachen essenszubereitung haben wir vorgenommen, nachdem wir einige jahre mit unserem omnia auf reisen gekocht, gebraten und gebacken haben.
künftig wird der „roadbaker backofen“ bei uns zum einsatz kommen. warum? ganz einfach, weil der roadbaker einige vorteile aufweist wie z.b. einen „glasdeckel“, der es ermöglicht den fortschritt des back- oder kochvorgangs jederzeit zu überwachen, ohne hitze zu verlieren und sein „größeres volumen mit 2,8 liter“, gegenüber 2 liter beim omnia.
unsere persönliche erfahrung mit dem roadbaker werden wir nach mehreren koch-, brat- und backvorgängen posten.

die große frage bei jeder längeren reise ist immer „haben wir alles mit was wir brauchen“? und „sind wir noch mit dem gewicht unter 3,5 t“?
nun, unsere jahrelange erfahrung hat uns gezeigt, es ist nicht möglich sich gegen alle „was-wäre-wenn“ situationen bereits im vorfeld abzusichern. wir glauben, dass wir gut (aus-)gerüstet und mit einem angemessenen „ersatzteillager“ für unser cleverchen in unser neues abenteuer starten.

die etappen der ersten neun tage führen uns von wien über ungarn, rumänien und bulgarien in die türkei, in die region kappadokien.

wir würden euch sehr gerne wieder auf unsere reise mitnehmen, aber was wir da noch erleben werden, ist eine andere geschichte, die wir euch später erzählen werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

die letzten tage unserer mehrmonatigen reise…

die letzten tage unserer mehrmonatigen reise durch irland, wales und england waren angebrochen.
wir fuhren zum crosby beach, am strand der mündung des river mersey, nördlich von liverpool. dort befindet sich „another place“ eine skulptureninstallation des künstlers antony gormley. sie besteht aus 100 eisernen figuren, die nach dem körper gormleys gestaltet wurden, und sich über einen langen strandabschnitt erstrecken. die figuren, mit blickrichtung über das meer zum horizont, vermitteln die vorstellung des unendlichen und ein gefühl von einsamkeit und nachdenklichkeit. besonders bei wechselnden gezeiten wirkt die szenerie immer wieder anders, wenn einige der figuren teilweise im wasser stehen oder vom sand fast begraben sind.

von dort aus machten wir einen abstecher nach „dunham massey“, ein nobler landsitz, ein intimes familienhaus und eine kulisse für politik, arbeit und freizeit. die geschichte von dunham massey ist in erster linie die geschichte zweier großer familien, der booths und der greys. die kombination aus geschichte, natur und architektur machte unseren besuch zu einem interessanten erlebnis.

weiter ging es nach manchester, um der stadt einen kurzbesuch abzustatten. wir begannen mit dem „national football museum“, das für mich, im gegensatz zu ingrid, interessant war – aber selbstverständlich begleitete sie mich geduldig durch alle ausstellungsräume 😉.

danach tauchten wir ein in die lebendige atmosphäre der stadt. um uns einen groben überblick zu schaffen, machten wir eine 90-minütige „hop-on hop-off“ busrundfahrt, wo wir gemütlich alle wichtigen stationen der stadt sehen konnten. die tour führte uns u.a. zu: bridgewater hall (concert hall) – piccadilly gardens – manchester cathedral – salford cathedral – salford university – the quays – manchester united (sir alex ferguson way) – imperial war museum – museum of science & industry. wenn man nur einen tag zeit hat, um eine stadt wie manchester zu besichtigen, eine ideale möglichkeit.

unser nächster halt war „lyme hall & garden“, dieses elisabethanische haus wurde um 1725 für peter legh errichtet, dessen familie hier seit dem 14. jh. land besaß. das anwesen besticht durch seine architektur

und die weitläufigen gärten, die zum flanieren einladen.

fasziniert hat uns die kombination aus englischer eleganz und der natürlichen schönheit der umliegenden landschaft. im inneren des hauses konnten wir prunkvolle säle sowie liebevoll eingerichtete räume bestaunen. ein besuch, der uns begeistert hat.

wieder einmal wandern und so entschieden wir uns für die tour zum „shining tor“. die erhebung shining tor ist mit 559 m der höchste punkt in der grafschaft cheshire, nahe der stadt buxton. der rundweg führte uns über sanfte hügel und durch weite moorlandschaften und war ein schöner kontrast zu den städten, die wir zuvor besucht hatten.

der nächste tag begann mit dem besuch von „poole’s cavern“, einer tropfsteinhöhle nahe buxton. die höhle ist bekannt für ihre kalksteinformationen, funkelnden stalaktiten und geheimnisvollen grotten. während der führung erfuhren wir spannende details über die entstehungsgeschichte der höhle und bewunderten die faszinierende unterirdische welt. eindrucksvoll war auch die beleuchtete „kathedrale“, ein riesiger höhlensaal, der einen besonderen eindruck hinterließ. der besuch und auch die informative führung durch die höhle war für uns wirklich lohnenswert und brachte uns die geologischen besonderheiten der region näher.

weiter ging es mit einer wanderung zur „lud’s church“. das ist eine geheimnisvolle, moosbedeckte felsspalte, die von hohen, steilen wänden umgeben und von dichter vegetation überwuchert ist.
die atmosphäre dort ist geradezu mystisch – der kühle, schattige pfad und das lichtspiel durch die bäume lassen die schlucht wie einen verwunschenen ort erscheinen. der weg dorthin führt zuerst durch wälder und über sanfte hügel, bis man plötzlich vor der beeindruckenden spalte steht. es gibt zahlreiche legenden rund um „lud’s church“, z.b. dass sie im mittelalter als zufluchtsort für religiös verfolgte diente. uns hat vor allem die ruhe und die einzigartige naturkulisse begeistert.

als nächstes haben wir uns eine richtige kirche angesehen, die „derby cathedral“. auch bekannt als die kathedrale von all saints, beeindruckt sie mit ihrem markanten turm, der weit über die stadt hinausragt und zu den höchsten kirchtürmen englands zählt. das innere der kathedrale ist lichtdurchflutet, mit eleganten bögen und kunstvollen fenstern, die eine besondere, ruhige atmosphäre schaffen. wir genossen hier die stille des raumes und ließen die geschichte und architektur auf uns wirken.

der nächste tag begann mit dem besuch des „great british car journey interactive car museum“. dieses außergewöhnliche museum hat mich auf eine faszinierende zeitreise durch die geschichte des britischen automobilbaus und auch meine eigene „autogeschichte“ mitgenommen, da ich früher sehr viele brittische fahrzeuge gefahren bin und auch besessen habe. von klassikern wie dem morris mini, über den triumph spitfire, oder der berkeley T60, bis hin zu modernen ikonen werden über 130 britische fahrzeuge ausgestellt, die die entwicklung der britischen automobilindustrie und meine erinnerungen lebendig werden ließen. ingrid war tapfer und hörte sich meine schwärmereien aus frühen jugendtagen mit viel geduld an 😉.

leider hatten wir viel zu wenig zeit, denn besonders spannend ist, dass viele der autos nicht nur betrachtet, sondern im rahmen spezieller ausfahrten sogar selbst gefahren werden können. ich hätte da schon gerne das ein oder andere auto meiner früheren fahrzeugriege wieder gefahren – wirklich schade.
die interaktive ausstellung, mit zahlreichen historischen geschichten und anekdoten rund um die ausgestellten fahrzeuge, machten den museumsbesuch für mich zu einem besonderen erlebnis und ist für technikinteressierte wie auch für nostalgiker ein absolutes must-see-highlight.

unser nächster besuch galt der „white peak distillery“, in derbyshires erster vollwertigen craft-brennerei am ufer des flusses derwent in ambergate. da wir zu einer zeit gekommen waren wo keine offiziellen führungen stattfanden, nahm sich sarah mangan, destillatorin und echte whiskyliebhaberin und -sammlerin, ein herz und führte uns durch die distillery. wir erhielten einblick in die traditionellen herstellungsprozesse von wire works whisky, shining cliff gin und rum, alle vor ort destilliert und gereift, sowie informationen über das junge, erst 2016 gegründete unternehmen. beeindruckt hat uns auch das historische backsteingebäude des ehemaligen johnson & nephew drahtwerks, das liebevoll restauriert wurde und heute die moderne produktionsstätte beherbergt. nach der tour durften wir auch verschiedene sorten verkosten – darunter den preisgekrönten „wire works whisky“, der durch sein komplexes aroma hervorstach (zurückzuführen auf einer der markantesten aspekte in deren whiskyherstellungsverfahren, durch die verwendung von frischer brauhefe). ein besuch, der viel spaß machte.

weiter ging es zu „cromford mills“, die als geburtsort des modernen fabriksystems gilt. die von richard arkwright im 18. jh. gegründete baumwollspinnerei war die erste ihrer art und veränderte die arbeits- und lebenswelt nachhaltig. schön fanden wir auch die historischen fabrikgebäude, die heute liebevoll restauriert sind und spannende einblicke in die geschichte des fabriksystems geben.

direkt im anschluss an diesen besuch machten wir einen kurzen abstecher zu den „masson mills“, die ebenfalls von richard arkwright gegründet wurden. die masson mills sind ein eindrucksvolles beispiel für die industrielle revolution und zeigen wie die technologische weiterentwicklung den arbeitsalltag und das leben der menschen verändert hat.

wir haben in den restaurierten gebäuden viele historische maschinen bestaunen können und wurden über die faszinierende geschichte des unternehmens und der baumwollspinnerei informiert.

unser letzter stopp führte uns zu den „heights of abraham“, einem bekannten ausflugsziel im peak district. die anreise selbst war bereits ein erlebnis, denn wir schwebten mit der modernen seilbahn über das matlock-tal. oben angekommen erwartete uns weit mehr als ein reiner aussichtspunkt. wir entschieden uns für den besuch der historischen schauhöhlen, die einen einblick in die geschichte des bergbaus in dieser region gaben. bei den führungen durch die great masson cavern und die great rutland cavern konnten wir sehen, mit welchen mühen die bergleute einst nach blei suchten. die höhlen sind beleuchtet und teils mystisch inszeniert.

wieder zurück an der oberfläche genossen wir die frische luft und ließen den blick immer wieder über die weite landschaft schweifen. insgesamt war unser ausflug zu den heights of abraham ein schöner tagesabschluss.

der nächste tag war wieder einmal ein wandertag im peak district national park. der „birchover and stanton moor circular“ führte uns durch eine abwechslungsreiche landschaft, die sowohl historische als auch natürliche highlights bietet. der rundweg beginnt im kleinen dorf birchover und schlängelt sich durch das weitläufige hochmoor von stanton moor. besonders beeindruckend fanden wir die alten prähistorischen steinkreise, wie den berühmten „nine ladies stone circle“ – die geschichte sagt, dass er neun mädchen darstellt, die als strafe für das tanzen am sonntag in stein verwandelt wurden.

aber auch die malerischen sandsteinformationen, verschiedene archäologische überreste, die in der landschaft verstreut sind und auf die bronzezeit zurückgehen, wie z.b. der cork stone – ein sandsteinfelsen, der an einen korken oder pilz erinnert – verleihen der strecke einen mystischen charakter.

am ende der rund 6 km langen wanderung kehrten wir zufrieden zurück nach birchover und kehrten im „the old original bakewell pudding shop“ ein und gönnten uns eine gute jause – hmmm lecker 😉.

da noch ein wenig zeit vom tag übrig war, nutzten wir diese um in der „thornbridge brewery“ bier zu verkosten. die thornbridge brewery ist eine renommierte brauerei im herzen von derbyshire, die für ihre craft-biere bekannt ist – von klassischen pale ales bis zu kreativen brau-spezialitäten. beliebt ist das „jaipur“, ein mehrfach ausgezeichnetes india pale ale, dass sich durch seinen intensiven hopfengeschmack und eine angenehme frische auszeichnet. wer auf sehr hopfige biere steht ist hier gerade richtig.

unser besuch war ein guter abschluss eines abwechslungsreichen tages im peak district.

die nacht haben wir an einem sehr ruhigen, aber etwas „anderen“ stellplatz verbracht.

nach einer ruhigen nacht besuchten wir das beeindruckende „chatsworth house“, eines der bekanntesten herrschaftshäuser englands. das anwesen begeisterte uns mit seiner prachtvollen architektur und den weitläufigen gartenanlagen, die uns zum schlendern und staunen einluden.

beeindrucket haben uns auch die kunstsammlungen und die prunkvollen räume, in denen man sich fast wie in einem königlichen palast fühlt. wir genossen die atmosphäre und ließen uns von der geschichte und dem charme des hauses verzaubern.

den nachmittag verbrachten wir am „padley gorge trail“ einen fast 4 km langen rundwanderweg. der weg führt durch einen uralten eichenwald, in dem der fluss zwischen moosbewachsenen felsen und kleinen wasserfällen hindurchrauscht. eine idyllische atmosphäre und ein toller ort zum abschalten und genießen.

einen interessanten besuch machten wir im „yorkshire sculpture park“ in wakefield, einem der bekanntesten skulpturenparks großbritanniens. die weitläufige parkanlage beeindruckt nicht nur durch ihre wunderschöne landschaft, sondern auch durch die vielfalt moderner und zeitgenössischer kunstwerke, die harmonisch in die natur eingebettet sind. spannend fanden wir die werke von international renommierten künstlern, die an jeder ecke für überraschungen sorgen und zum nachdenken anregen. unser spaziergang durch den park war wie eine kreative entdeckungsreise, bei der kunst und natur auf einzigartige weise miteinander verschmelzen.

ein neuer tag, ein neues ziel – eine underground tour im „national coal mining museum“, mit dem wahrscheinlich ältesten kohlebergwerksschacht in großbritannien. leider ist währen der tour das fotografieren verboten. macht nichts, die tour ist interessant und wirklich zu empfehlen.

schon lange kein schloss mehr besichtigt, also auf zum „allerton castle“, das zu den schönsten neugotischen herrschaftshäusern yorkshires zählt. bereits die auffahrt durch den park stimmt auf das imposante bauwerk ein, das mit seinen türmen und spitzen, wie ein schloss aus einem märchen wirkt.

während der geführten tour konnten wir die prachtvollen salons, das beeindruckende treppenhaus und den großen ballsaal bestaunen. besonders auffallend ist die detailverliebte inneneinrichtung sowie die historischen möbel, die einen authentischen einblick in das leben der viktorianischen zeit vermitteln. der blick aus den großen fenstern auf den gepflegten park rundete das erlebnis ab. ein highlight für uns und sicher auch für alle freunde englischer geschichte und architektur.

mystisch war unser nächster besuch, wir machten einen abstecher zu „mother shipton’s cave“ in knaresborough. die höhle und der angrenzende versteinerte brunnen sind eng mit der legende über englands berühmteste wahrsagerin, heilerin und verfolgten, angeblichen hexe aus yorkshire, „mother shipton“ (eigentlich ursula southeil) verbunden, die im 16. jh. dort gelebt hat. sie soll u.a. unheimlich genau historische ereignisse, wie den großen brand von london (1666) und die niederlage der spanischen armada, vorausgesagt haben.

interessant fanden wir, wie das eisenhaltige wasser der quelle gegenstände in kürzester zeit mit einer steinähnlichen schicht überzieht – ein faszinierendes naturphänomen. der ort lädt dazu ein, in die welt von sagen und prophezeiungen einzutauchen. der idyllische park rund um die höhle machten den besuch zu einem schönen erlebnis.

wir fuhren nach harrogate, wo wir dem „rhs garden harlow carr“ einen besuch abstatteten. dieser wunderschöne botanische garten zählt zu den bekanntesten gärten in nordengland und ist besonders für seine farbenprächtigen beete, duftenden kräutergärten und die liebevoll angelegte gartenlandschaften bekannt. wir konnten beim spaziergang durch die weitläufige anlage nicht nur die beeindruckende vielfalt an pflanzen, sondern auch die kreativen gartengestaltungsideen bewundern. ein besuch, der uns sehr begeistert hat.

den tag ließen wir mit einer kurzen wanderung zu den beeindruckenden „brimham rocks“ ausklingen. diese markanten sandsteinformationen ragen wie riesige skulpturen aus der landschaft und bieten spektakuläre ausblicke über die umgebung. faszinierend sind die teils bizarr geformten felsen, die im laufe von millionen jahren durch wind, wetter und erosion entstanden sind. ein schöner tagesausklang.

unsere besichtigungstour begann in ripon, im „workhouse museum“. das museum bietet einblick in die traurige geschichte der bereits 1776 von den behörden betriebenen einrichtung, basierend auf den strengen viktorianischen gesetzen (poor laws), die als letzter ausweg für die ärmsten, obdachlosen, kranken und arbeitsunfähigen diente. diese sogenannten „armenhäuser“ waren keine soziale einrichtung im modernen sinne, sondern eine abschreckungsmaßnahme, um armut zu „bestrafen“ und menschen zur arbeitssuche anzuhalten.
der tagesablauf war streng geregelt, die nahrung war dürftig. familien wurden bei der aufnahme getrennt (männer, frauen und kinder schliefen in getrennten schlafsälen) und die insassen mussten harte körperliche arbeit verrichten, wie das zerkleinern von steinen (zum straßenbau) oder das „oakum-picking“ (zerzupfen von altem tauwerk). hier wurden die ärmsten der armen in klassen eingeteilt und ausgebeutet, bis sie starben.

 

die originalgetreu erhaltenen räumlichkeiten, von den schlafsälen über die speisesäle bis hin zu den arbeitsbereichen, dokumentieren, dass dies ein ort der extremen armut, der sozialen isolation und der harten körperlichen arbeit für diejenigen, die in der gesellschaft keinen anderen ausweg mehr fanden war. ein besuch der uns sehr sehr nachdenklich gestimmt hat.

direkt im anschluss besuchten wir das „prison & police museum“ in ripon, dass sich mit der geschichte der kriminalität und polizeiarbeit in england beschäftigt – authentische gefängnis atmosphäre mit den noch erhaltenen zellen, originale uniformen und alte polizeiausrüstung sowie ausstellungen zur entwicklung der strafverfolgung. nicht unspannend.

später besuchten wir noch die „ripon cathedral“, eine der ältesten kirchen nordenglands und ein frühes zentrum des benediktinischen mönchtums. die kathedrale besticht durch ihre normannische architektur, die hohen gewölbe und die kunstvollen fenster. besonders sehenswert sind die prachtvollen steinmetzarbeiten und die berühmte „sächsische krypta“ aus dem jahr 672 n. chr..
eine einzigartige besonderheit ist das historisches ritual: jeden abend um 21:00 uhr ertönt das glockenspiel, die „curfew“-glocke, als teil des rituellen „setting the watch“.

tagesabschluss war ein halt an einem ort von wahrhaft historischer bedeutung, der „fountains abbey & studley royal water garden“. die eindrucksvolle ruine der einst mächtigen zisterzienserabtei, gegründet im jahr 1132, zeugt bis heute von der blütezeit des klösterlichen lebens in england bis hin zur wechselvollen geschichte der reformation, als die anlage im 16. jh. aufgelöst wurde.auf dem ca. 6 km langen rundweg wanderten wir durch überreste imposanter steinmauern, die trotz der jahrhunderte noch immer ehrfurcht gebieten

und vorbei an weitläufigen wiesen und kunstvoll angelegten wasseranlagen, die im 18. jh. von den besitzern des benachbarten studley royal geschaffen wurden.

die verbindung aus mittelalterlicher klosterruine und eleganter gartenkunst vermittelte uns einen eindruck, wie sich geschichte und landschaft in england über die zeiten hinweg miteinander verschränken. ein ort, an dem die vergangenheit lebendig bleibt.

in yorkshire dales liegt „the forbidden corner“, eine wirklich einzigartige sehenswürdigkeit, die für spaß und abenteuer bekannt ist. ursprünglich als privater rückzugsort angelegt, besteht dieser verschlungene garten aus geheimen wegen, versteckten türen, skurrilen statuen und überraschenden entdeckungen hinter jeder ecke. wir haben uns auf eine fantasievolle reise begeben, bei der wir rätsel gelöst und labyrinthe durchquert haben – immer begleitet von der kreativen gestaltung, die das gesamte areal durchzieht. durch diese mischung aus einem einzigartigen labyrinth von tunneln, kammern, verrücktheiten und überraschungen in oft gruseliger umgebung, bietet the forbidden corner ein tolles erlebnis – wir haben die außergewöhnliche auszeit vom alltag genossen.

weil wir schon in yorkshire dales waren, machten wir im national park eine kleine rundwanderung zu den „aysgarth falls“, einem dreistufigen wasserfall. nichts aufregendes, aber ein schöner tagesausklang.

die nacht haben wir dann auf einem einsamen ruhigen wiesenplatz verbracht.

der nächste tag begann mit einem besuch im „dales countryside museum“. das museum bot uns einen umfassenden einblick in das leben, die geschichte und die traditionen der yorkshire dales. von alten arbeitsgeräten über historische fotos bis hin zu rekonstruierten szenen aus vergangenen zeiten. die interaktiven stationen machen das museum interessant.

im anschluss machten wir der berühmten „wensleydale creamery“ in hawes unsere aufwartung 😉. die käserei ist weit über die grenzen yorkshires hinaus für ihren traditionellen wensleydale-käse bekannt, der hier seit generationen mit handwerklichem geschick hergestellt wird. wir konnten einen vortrag über die käseerzeugung hören und waren von der vielfalt der käsesorten beeindruckt, die wir im anschluss natürlich auch probieren druften – von klassisch mild bis hin zu ausgefallenen varianten mit cranberries, trüffel oder kräutern. ein köstlicher reisetag.

wir starteten mit einer morgenwanderung, einem mehr als 6 km langen rundwanderweg zum „ingleton waterfalls“. der weg zählt zu den schönsten wanderungen der region. auf dem gut ausgeschilderten rundweg wurden wir von tosenden wasserfällen, steilen felswänden und üppiger vegetation begleitet.

immer wieder begegneten wir der alte tradition „münzen in den baum schlagen“.das rauschen des wassers und die beeindruckende naturkulisse machten die wanderung zu einem echten highlight.

die folgende schlossbesichtigung war „sizergh castle“, südlich von kendal. dieses beeindruckende herrenhaus stammt ursprünglich aus dem 14. jh. und wird bis heute von der familie hornyold-strickland bewohnt.

besonders bemerkenswert sind die elisabethanischen holzvertäfelungen, seltene wandbehänge, eine reiche sammlung an familienporträts, viele historische originalmöbel und die kunstvoll angelegten gärten mit einem großen steingarten. beim rundgang durch die einzelnen räume tauchten wir in jahrhunderte alte geschichte ein und spürten wie wohnlich und „lebendig“ sich das schloss anfühlt.

eine weitere wandermöglichkeit führte uns nach monk coniston, im herzen des lake district nationalparks in cumbria, wo wir die rundwanderung zu „tarn hows“ geplant hatten. der etwa 8 km lange weg bot herrliche ausblicke auf die umliegenden wälder und seen, begleitet von idyllischen pfaden durch das naturschutzgebiet. besonders die friedliche atmosphäre rund um den tarn hows see machten diese wanderung zu einem weiteren highlight auf unserer tour.

da im anschluss an unsere wanderung noch etwas zeit übrig war, machten wir einen besuch im „ruskin museum“ in coniston. es ist ein kleines, aber sehr liebevoll gestaltetes museum, dass sich dem leben und werk von john ruskin widmet – einem denker, künstler und sozialreformer des 19. jh. neben persönlichen gegenständen und gemälden von ruskin zeigt

das museum auch interessante exponate über die geschichte der region,

bis hin zur jet-ära der 50er und 60er jahre. der zeit, als das speed-ass donald campbell im bluebird k7 auf dem coniston water 4 geschwindigkeitsweltrekorde brach, ehe er tödlich verunglückte.

der besuch war eine schöne ergänzung zu unserem tag.

und weil wir so viele kilometer brav gewandert waren, gab es am abend einen wohlschmeckenden drink – unsere rezeptur: 6cl irischen (weil uns der englische nicht schmeckt 😉) jameson whiskey, 3 scheiben limetten und mit 250ml ginger ale aufgegossen – „sláinte“ (ausgesprochen „slahn-cheh“, ist gälisch und wird beim anstoßen verwendet).

ein neuer morgen, an dem wir den „steinkreis von castlerigg“ besuchten. diese eindrucksvolle prähistorische stätte liegt inmitten der hügel des lake district und zählt zu den ältesten steinkreisen in england. die mystische atmosphäre, das panorama der umliegenden berge und die uralte geschichte, die die steine umgibt, machen den ort zu einem faszinierenden erlebnis. wir verbrachten einige zeit dort, ließen die besondere stimmung auf uns wirken und stellten uns vor, wie der steinkreis vor tausenden von jahren genutzt wurde – ein magischer ort.

nach dem besuch am steinkreis machten wir uns auf den weg zu einer weiteren rundwanderung, dem „aira force-wasserfall“. der beliebte wanderweg im lake district führt durch wälder und entlang plätschernder bäche, bis wir schließlich den wasserfall erreichten. durch die moosbewachsenen felsen und die alten bäume wirkt die landschaft fast märchenhaft, eine wanderung die sich wirklich lohnt und uns die vielfalt der natur im lake district einmal mehr vor augen geführt hat.

nun stand ein weiteres seltsames schloss bzw. landhaus auf unserem besuchsprogramm, „lowther castle & gardens“ nahe penrith. von diesem imposanten komplex ist nur mehr die hülle übrig geblieben, denn die familie gab das landhaus bereits 1937 auf. im 2. weltkrieg diente es noch als quartier für ein panzerregiment. die ausstattung wurde ende der 1940er jahre entfernt und 1957 wurde dann das dach abgedeckt und damit das gebäude dem verfall preisgegeben. aber wie muss es zu der zeit ausgesehen haben, als es noch von der familie lowthers bewohnt war? sicher prächtig – heute dient es bestenfalls als fotomotiv.

unser nächster besuch war für uns etwas enttäuschend. wir fuhren extra nach „gretna green the famous blacksmiths“, weltbekannt als traditioneller ort für romantische „durchbrenn-hochzeiten“, weil wir anhand vieler erzählungen selbst einmal die legendäre schmiede sehen wollten. ja, sie gibt sie noch, aber von romantik keine spur – ein modernes hochzeitszentrum bzw. museum, das hochzeiten am laufenden band und viel touristischem schnick-schnack organisiert. na gut, wir machten einige fotos, zogen dann wieder ab und suchten uns ein gemütliches schlafplätzchen – schade auf gretna green haben wir uns gefreut.

auf nicht ganz flachen straßen ging es zügig zu unserem nächsten ziel – „hadrian’s wall path“. die fahrt entlang des „hadrian’s wall path“ war kein echtes abenteuer. die straße folgt dem verlauf der historischen römischen grenzmauer, die einst das römische britannien vor den nördlichen stämmen schützen sollte. viel ist ja nicht mehr über von den einstigen befestigungstürmen. ein kurzer stopp bei „banks east“ – der am besten erhaltene turm oder aussichtsturm im westlichen sektor des hadrianswalls

– spazierten weiter zu „pike hill signal tower“ – eines der wenigen sichtbaren elemente der ehemaligen grenzbefestigung –

und setzten unsere fahrt in richtung hexham abbey fort.

hexham abbey“, eine der ältesten erhaltenen kirchen englands. die abtei stammt aus dem 7. jh. und begeisterte uns mit ihrer faszinierenden mischung aus normannischer und gotischer architektur, den gemeißelten steinskulpturen sowie den kunstvollen buntglasfenstern, die die innenräume in ein farbenfrohes licht tauchen.

nächster stopp war „wallington hall“. dieses herrenhaus aus dem 18. jh. liegt inmitten von gärten, in der nähe des dorfes cambo, in der englischen grafschaft northumberland und beeindruckt mit seiner eleganten architektur. beim rundgang durch die historischen räume tauchten wir in die geschichte der familie trevelyan ein und bestaunten die zahlreichen kunstwerke, antiquitäten und die gemütliche atmosphäre, die das haus umgibt.

auf unserer weiteren route lag auch das beeindruckende „cragside house“ nahe rothbury, dass wir im anschluss an unsere wanderung am „cragside rundwanderweg“ besuchten.
der cragside rundwanderweg führt 7 km durch das weitläufige gelände rund um das cragside house. auf dem abwechslungsreichen weg entdeckt man idyllische waldabschnitte, kleine bäche und zahlreiche aussichtspunkte. die wanderung ist gut ausgeschildert – ein herrlicher spaziergang, der natur und geschichte von cragside verbindet.

„cragside house“, ein viktorianisches herrenhaus, war einst das zuhause von william armstrong und gilt als das erste haus weltweit, das mit hydroelektrischer energie versorgt wurde. cragside erzählt nicht nur die geschichte eines technischen pioniers, sondern begeistert auch mit seiner originellen architektur. wir schlenderten durch die innovativen räume, bestaunten die zahlreichen technischen raffinessen und genossen die ruhige atmosphäre im park.

die nacht verbrachten wir auf einem parkplatz bei „howick sands“ und hatten am nächsten morgen zum frühstück einen herrlichen ausblick – so muss ein guter tag beginnen.

nach dem frühstück besuchten wir „howick hall gardens & arboretum“. die weitläufigen gärten und das arboretum beeindrucken uns mit ihrer vielfalt an pflanzenarten und den harmonisch angelegten landschaften

. natürlich besuchten wir auch das berühmte „earl grey tea house“, denn howick ist die heimat des earl grey tees. der tee wurde von einem chinesischen mandarin speziell für charles, den 2. earl grey, gemischt, um diesen optimal auf das wasser aus der howick-quelle abzustimmen.

dabei wurde insbesondere bergamotte verwendet, um den limettengeschmack auszugleichen.

lady grey trank den tee als gastgeberin eines politischen events in london und er erfreute sich so großer beliebtheit, dass sie gefragt wurde, ob er auch an andere verkauft werden könne. so kam es, dass twinings ihn vermarktete und er heute weltweit verkauft wird. leider versäumten es die greys, die marke einzutragen, da sie nicht überlegt und geschäftsmäßig handelten, und erhielten daher nie einen cent an lizenzgebühren. diese story rundete unser erlebnis ab und bot uns eine willkommene pause inmitten der natur.

ehe wir auf die fähre zurück zum europäischen festland gingen, quartierten wir uns für zwei nächte am „proctors stead caravan park“ ein. ein kleiner, aber sehr netter caravan park, bei dem man merkt, dass er sehr familiär geführt wird. wir haben uns sehr wohlgefühlt und konnten von dort aus einen gemütlichen spaziergang zum „dunstanburgh castle“ machen. leider war dieses bereits geschlossen, sodass wir es nur von außen und aus der vogelperspektive besichtigen konnten, was aber dem schönen spaziergang nicht schadete.

am weg zu unserer fähre war „seaton delaval hall“ unser letzter halt. dieses herrenhaus aus dem frühen 18. jh. besticht durch seine barocke architektur, die von sir john vanbrugh entworfen wurde. die imposante fassade ladet zum erkunden ein, denn sie vermittelt einen faszinierenden eindruck von der geschichte und dem lebensstil vergangener zeiten.
die delavals liebten es, sich zu präsentieren und veranstalteten events von seiltänzern bis hin zu maskenbällen und sogar eigenen theaterproduktionen. das haus erlebte im laufe der jahrhunderte viele höhen und tiefen, und heute trägt es die spuren der verheerenden brände, die es vor zweihundert jahren beinahe dem untergang geweiht hätten.

noch schnell einen letzten „earl grey tee“ mit scones und clotted cream und dann ging es ab auf die fähre.

zum dfds north shields terminal in newcastle waren es nur 65 km, wo unser fährschiff die „princess seaways“ schon auf uns wartete. rauf auf die fähre,

das cleverchen im bauch des schiffes ordentlich abgestellt und unsere sehr komfortable kabine für die überfahrt bezogen.

die princess seaways ist ein tolles schiff mit allem komfort und annehmlichkeiten – sky bar, lounges, kino, geschäfte, tolles essen, usw.

es war die richtige entscheidung die längere überfahrt mit rund 16 bis 17 stunden und komfortabler übernachtungsmöglichkeit von der „dfds group“ von newcastle nach amsterdam zu nehmen. durch die gemütliche und komfortable überfahrt, vergleichbar mit einer kleinen kreuzfahrt, fiel uns der abschied von der insel nicht allzu schwer.

so, das waren unsere letzten erlebnisse und eindrücke von unserer langen irland, england und wales reise. über holland und deutschland sind wir zurück nach wien gefahren um unsere nächstes großes reiseabenteuer zu planen.

wohin die reise geht und was wir da noch so alles erleben wollen ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

you´ll never walk alone…

you´ll never walk alone – kaum hört man diese worte, denkt man sofort an liverpool und ja, als alter „fc liverpool“ fan und selbst ehemaliger österreichischer fußballspieler, musste ich auch endlich einmal dort hin 😉. aber, alles der reihe nach.
von wales fuhren wir richtung liverpool, und blieben davor für einen nachmittags spaziergang in chester stehen. erstes highlight war die „chester cathedral“, das herzstück der stadt und weit mehr als nur eine kirche. sie ist ein majestätisches kunstwerk aus rotem sandstein.

ursprünglich als benediktinerabtei erbaut, ist sie heute der sitz des bischofs von chester und blickt auf über 1.000 jahre geschichte zurück, die architekturstile von der normannenzeit bis zur gotik vereint. sie hat uns gleich beim betreten mit ihrer ruhe, dem spektakulären kreuzgang

sowie dem chorgestühl mit mittelalterlichen holzschnitzereien aus dem 14. jh. schwer beeindruckt. ein absolut magischer ort.

wir haben uns auch einer geführten tower tour angeschlossen. auf dieser einstündigen tour stiegen wir 216 stufen bis zur spitze des turms in 39 meter höhe und wurden von verschiedenen aussichtsplattformen aus mit beeindruckenden ausblicken auf das innere der kathedrale belohnt.

oben angekommen erwartete uns nicht nur ein wunderschöner panoramablick über die stadt sondern auch der besuch der glockenkammer, wo wir faszinierende geschichtliche fakten erfuhren sowie weitere verborgene bereiche entdeckten.

anschließend sind wir auf unserem stadtspaziergang auf der fast 2.000 jahre alten „chester city wall“, die als vollständigster mauerring großbritanniens gilt und das stadtzentrum umschließt, einmal komplett herum spaziert. in der fußgängerzone bewunderten wir die berühmte „eastgate clock (chester clock)“ – angeblich die zweitmeistfotografierte uhr englands nach big ben.

chester ist kompakt, fußläufig gut erkundbar und unfassbar fotogen. aus unserer sicht ist nur ein nachmittag absolut zu wenig für diese stadt.

ehe wir nach liverpool weiterfuhren, machten wir noch zwei stopps. den ersten stopp legten wir beim „chester zoo“ ein. ja, ok schön, aber da haben wir schon ganz andere zoos kennengelernt. ein paar fotos zur erinnerung haben wir natürlich trotzdem gemacht.

der zweite stopp war beim „ness botanic gardens“ in neston. hier versinkt die zeit im farn. besonders im spätsommer zeigte sich ness von seiner farbenfrohsten seite. überall summte und brummte es, die wildblumenwiesen standen in voller pracht und der duft von lavendel und sommerblüten hing schwer in der luft.
hier begann einst alles mit dem britischen baumwollhändler, pflanzensammler und allem voran gartenbau-visionär „arthur kilpin bulley“. während andere baumwollhändler in liverpool ihr geld zählten, schickte er im späten 19. jh. pflanzensammler bis in den himalaya und nach china. wenn man vor den riesigen, uralten rhododendren steht, ist zu spüren wie viel abenteuerlust in jedem blatt steckt. heute wird dieses erbe von der university of liverpool bewahrt.

endlich in liverpool, und gleich zu einem meiner persönlichen highlights entlang dieser langen reise, das legendäre „anfield stadium“. schon beim ersten blick auf das stadion spürt man die besondere atmosphäre, die diesen ort so einzigartig macht, und für mich als liverpool-fan war es fast wie eine pilgerreise, wenn man durch das berühmte shankly gate schreitet und im inneren die tribünen und das spielfeld sieht. leider gabe es an diesem wochenende kein spiel, aber das gefühl, in anfield zu stehen, wo die geschichte des l.f.c. lebendig wird und die hymne „you’ll never walk alone“ durch die ränge hallt, ist einfach unvergleichlich.
wir haben an einer stadionführung teilgenommen, konnten einen blick hinter die kulissen werfen und dabei auch die umkleidekabinen und den pressebereich bestaunen. besonders beeindruckend war für mich der moment, als wir durch den tunnel direkt auf das spielfeld gingen – ein echter gänsehaut-moment. der l.f.c. präsentiert sich hier von seiner leidenschaftlichsten seite und die erinnerung an diesen besuch wird sicher noch lange nachklingen.

liverpool hat natürlich einiges mehr zu bieten was auch uns interessierte, und so machten wir einen ausgedehnten stadtbummel. wir besuchten u.a. die „tate liverpool“, eine dependance der berühmten tate gallery in london, schauten uns das „albert dock“ an

und waren beeindruckt von der wundervollen architektur der „three graces“ – port of liverpool building; royal liver building und cunard building – und fanden die berühmte „beatles statue“ direkt am fährterminal der mersey ferries.

wir besuchten „the beatles story museum“, wo wir interessante bilder und geschichten über die beatles erfuhren,

wanderten entlang der „bold street“, mit ihrem alten kopfsteinpflaster und den vielen vintage-läden, delikatessen-geschäften und indie-stores und durchstreiften china town.
zum abschluss unseres ausgedehnten stadtspazierganges sahen wir uns noch zwei kirchen an. die „liverpool metropolitan cathedral“, ein architektonisches highlight ganz eigener art. die kathedrale, auch bekannt als „cathedral of christ the king“, ist ein modernes meisterwerk mit ihrer markanten, kegelförmigen silhouette und dem imposanten turm, der wie eine gigantische krone über der stadt thront. beim betreten wurden wir von der lichtfülle und den leuchtenden glasfenstern empfangen, die ein farbenfrohes spiel auf den innenraum warfen. die außergewöhnliche gestaltung der kathedrale macht sie zu einem einzigartigen spirituellen wie kulturellen mittelpunkt liverpools.

die „liverpool cathedral“ ist gleichfalls ein beeindruckendes bauwerk, das nicht nur durch ihre größe besticht – mit 10.000 m² die größte anglikanische kirche der welt – sondern auch durch ihre imposante architektur. mit einer länge von fast 190 m und ihrem markanten turm, der als einer der höchsten kirchtürme der welt gilt, dominiert sie die skyline der stadt. erbaut wurde sie im 20. jh. und vereint traditionelle gotische elemente mit modernen einflüssen. beim rundgang durch das riesige kirchenschiff spürten wir die besondere akustik und die feierliche atmosphäre, die diesen ort einzigartig macht.

am abend war „the cavern club” angesagt. der cavern club ist ein absolutes muss für musikliebhaber und liverpool-fans und vor allem für die generation, die mit den beatles aufgewachsen ist. schon beim betreten tauchten wir in die faszinierende geschichte dieses legendären clubs ein, der die geburtsstätte der beatles war. die atmosphäre ist unverwechselbar: backsteinwände, gedämpftes licht, die bühne und die einrichtung noch immer wie zu beatles zeiten sowie live-musik sorgten für echtes underground-feeling. wir genossen die energiegeladene stimmung und die vielen beatles songs versetzten uns in ein anderes zeitalter – da wurden wieder erinnerungen wach 😀

 

ein ort, an dem musikgeschichte lebendig wird und der geist der 1960er jahre noch heute zu spüren ist. wir können einen abend im „cavern club“ nur jeden empfehlen, der in liverpool zu besuch ist.

weil man von den beatles nicht genug bekommen kann, zumindest wir, starteten wir am nächsten tag gleich am morgen die „magical mystery tour“. zwei stunden bei denen man, im gegensatz zum normalen linienbus und liverpool hop on hop off bus, viele anekdoten über die orte und das leben der beatles zu hören bekommt. außerdem hält der tourbus direkt vor den beatles-geschichtsbezogenen häusern und plätzen und der tourguide hat immer die passenden geschichten parat. z.b., dass das geburtshaus von „george harrisons“ in arnold grove,

im vergleich zu den anwesen von „john lennon“ in mendips und „paul mc cartney“ in 20 forthlin road besonders bescheiden ist. george harrison wurde am 25. februar 1943 im haus nummer 12 geboren. er wuchs in dieser kleinen sackgasse in sehr bescheidenen verhältnissen auf und das haus hatte damals weder eine zentralheizung noch eine innentoilette. seit mai 2024 erinnert dort auch eine offizielle „blue plaque“ (gedenktafel) an den „stillen beatle“. die inschrift lautet schlicht – „george harrison, 1943–2001, musician and songwriter was born here“.
solche und viele weitere stories über die „großen vier“ oder oft auch „fab four“ genannt erzählte uns der tourguide nebst toller beatles musik im bus.

wir fuhren auch an dem berühmten „the shelter in the middle of a roundabout“ vorbei und es war schon ein besonderes gefühl, genau dort zu sein, wo paul und john früher auf den bus gewartet haben.

eine weiter station war „strawberry field“. die leuchtend roten tore am eingang sind heute detailgetreue nachbildungen. die originale aus dem jahr 1912 wurden 2011 ersetzt, um sie vor souvenirjägern zu schützen. die originaltore sind jedoch sicher verwahrt, im inneren der gärten.
johns persönlicher hintergrund zu strawberry field – es war ein kinderheim der heilsarmee, direkt neben dem haus von johns tante mimi, und er kletterte als junge oft über die mauer, um in den verwilderten gärten zu spielen.

„penny lane“ – da die schilder ständig gestohlen wurden, begann die stadt liverpool irgendwann, den namen einfach direkt auf die hauswände zu malen. ein 1976 gestohlenes schild wurde erst 2023 – nach 47 jahren – anonym zurückgegeben und ist heute im „the beatles story museum“ ausgestellt. während paul in „penny lane“ das bunte treiben der straße feiert, ist johns strawberry fields forever eine eher nachdenkliche, fast traumartige erinnerung an seinen geheimen rückzugsort.

das waren nur einige auszüge von unserer spannenden beatles-tour durch liverpool und wir können sie wirklich weiterempfehlen.

nachdem wir liverpool verlassen haben fuhren wir richtung manchester weiter – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

von der grünen auf die große insel…

von der grünen auf die große insel und dazu mussten wir mit der fähre von dublin nach holyhead übersetzen. weil wir beim letzten mal mit dem service und der gesamtabwicklung sehr zufrieden gewesen waren, buchten wir wieder mit „stena line“, diesmal mit der stena adventurer, eine ropax-fähre.

nachdem wir irland verlassen hatten und in wales, genauer gesagt in holyhead angekommen waren, begannen wir unsere besichtigungstour mit dem „south stack lighthouse“, an der nordwestlichen spitze von wales.
der leuchtturm thront spektakulär auf einer kleinen felseninsel, die über eine steile treppe sowie eine brücke erreichbar ist. von dort oben würden sich beeindruckende ausblicke auf die zerklüftete küste und das tosende meer bieten, und man könnte sogar seevögel wie papageientaucher beobachten, wenn das liebe wetter mitspielt, aber an diesem tag, leider „very british“.

die nacht verbrachten wir auf dem „valley of the rocks rv park“ bei holyhead. es gibt großzügig angelegte stellplätze, sowie moderne duschen und waschmöglichkeiten. die atmosphäre auf dem platz ist angenehm und bot uns einen guten ausgangspunkt für unsere weiteren touren durch wales.

am nächsten tag starteten wir mit einer ausgedehnten wanderung. wir wanderten den „porth wen brickworks rundweg“, der ziemlich abgelegen an der nordküste von anglesey in wales liegt. es ging über den könig-edward-VII-krönungsturm, einer stillgelegten porzellanfabrik

bis schließlich zur ziegelei „porth wen brickworks“. diese ist eine verlassene viktorianische ziegelei. die markanten bienenkorb-öfen, alten schornsteine, rostigen überreste alter maschinen und ein verfallener pier sind eine hommage an eine scheinbar ferne vergangenheit.
die fabrik war von etwa 1900 bis zu beginn des ersten weltkriegs in betrieb und wurde dann einfach sich selbst überlassen – daher sieht heute alles so wild und verwittert aus. besonders cool: die ziegelfabrik ist zwar heute ein lost place, aber ein echter tipp für alle, die auf ein bisschen abenteuer und fotografieren stehen.

am abend bot uns der „kingsbridge caravan park“ einen gemütlichen, ruhigen stellplatz mit heißen duschen. ein vier-sterne-caravan park, durchdrungen von natur auf der wunderschönen insel anglesey. es war schön hier zu stehen.

von unserem übernachtungsplatz waren es nur wenige kilometer zum „beaumaris castle“, eines der beeindruckendsten beispiele mittelalterlicher festungsbaukunst in großbritannien. es wurde ende des 13. jh. von könig edward I. als teil seiner nordwalisischen burgenkette zur eroberung von wales errichtet. die anlage, wenn auch ein unvollendeter bau, besticht durch ihre perfekte, symmetrische architektur und die ausgeklügelten verteidigungsanlagen, die damals als revolutionär galten. faszinierend sind die breiten wassergräben und die massiven rundtürme, die dem schloss sein markantes erscheinungsbild verleihen. bei unserem besuch konnten wir die imposanten ringmauern erkunden und die tollen ausblicke in richtung der snowdonia-berge genießen.

bei unserer durchfahrt durch bangor, blieben wir kurz bei der „bangor kathedrale“ stehen. sie liegt mitten im herzen der stadt und ist eines der ältesten durchgehend genutzten gotteshäuser von wales. sie beeindruckte uns durch ihre schlichte romanische architektur und ihre lange geschichte, die bis ins frühe mittelalter zurückreicht. schön ist die ruhige atmosphäre im inneren, die historischen grabmäler und platten sowie die bunten glasfenster, die das licht so stimmungsvoll brechen.

besonders interessant fanden wir, dass in der kathedrale zwei zeitgenössische gemälde des künstlers „john granville gregory“ hängen, die menschen in der kleidung des 20. jh. zeigen. das eine „still doubting“, eine moderne interpretation des gemäldes des italienischen barock-meisters caravaggio „der ungläubige thomas“.das andere „die grablegung christi – oder entombment“, basierend auf caravaggio´s original.ein kurzer stopp, der sich wirklich gelohnt hat.

unser weiterer weg führte zum „penrhyn castle & garden“, dass nur wenige kilometer außerhalb von bangor liegt. das imposante schloss im neugotischen stil wurde im 19. jh. erbaut und ist von weitläufigen, kunstvoll angelegten gärten und einem großen parkgelände umgeben. im inneren beeindruckt das anwesen mit prächtigen räumen, aufwendigen holzarbeiten, großzügigen treppenhäusern und einer bemerkenswerten sammlung von kunst und historischen gegenständen. der besuch im penrhyn castle gab uns spannende einblicke in die industriegeschichte der region und lässt die luxuriöse welt der früheren schlossbewohner lebendig werden.

wir erreichten eines der bedeutendsten bauwerke nordwales, das „castell caernarfon“, das weltweit als eines der größten bauwerke des mittelalters gilt. schon von weitem beeindruckte uns diese festung, die am ufer des flusses seiont thront und das stadtbild prägt. die mächtigen türme und die massiven mauern lassen sofort erkennen, dass dieser festungspalast einst nicht nur als königliche residenz, sondern vor allem als symbol der macht und zu verteidigungszwecke errichtet wurde.
castell caernarfon wurde am ende des 13. jh. erbaut und ist teil einer ganzen kette von burgen, die zum schutz und zur kontrolle der region dienten. besonders auffällig ist die raffinierte architektur, die inspiriert von den mauern der römischen stadt konstantinopel ist. während unseres rundgangs durch die gewaltigen toranlagen, die verschlungenen korridore und die vielen innenhöfe erhielten wir einen guten eindruck wie das leben im mittelalter hier ausgesehen haben mag.
walisische verbindungen zur britischen krone: im castell caernarfon wurden auch traditionell die prinzen von wales gekrönt – ein bedeutendes ereignis. der dienstälteste „prince of wales“ war der derzeitig amtierende könig charles. er wurde 1969 bei einer zeremonie in caernarfon castle zum prinzen von wales ernannt und trat damit in die fußstapfen seines großonkels edward VIII., dessen amtseinführung 1911 ebenfalls in caernarfon stattgefunden hatte. charles hatte den titel bis zum tode seiner mutter, königin elisabeth II. im jahr 2022 inne. aktuell trägt prinz william den titel „prince of wales“.

unser nächster tag begann mit einem morgenspaziergang zu den ruinen des „dolbadarn castle“ am südlichen ende des llanberis-passes, am fuße der snowdonia-berge. die ruine stammt aus dem frühen 13. jh. und wurde von llywelyn dem großen, einem der bedeutendsten fürsten von gwynedd, erbaut. besonders markant ist der runde bergfried, der noch heute imposant über die umgebung wacht. von oben hatten wir einen tollen ausblick auf den llyn padarn see und die umliegenden berge. die burg spielte einst in der walisischen geschichte eine wichtige rolle als machtsymbol und strategischer stützpunkt in zahlreichen konflikten um die vorherrschaft in nordwales.

der nachmittag gehörte einer zugfahrt mit der „snowdon mountain railway“ von der llanberis station rauf auf den berg zur hafod eryri summit station. die fahrt war ein tolles erlebnis. schon die historischen zahnradbahnwaggons und die dampfende lokomotive versetzen einen in eine andere zeit. gemächlich schlängelte sich der zug von der llanberis station durch atemberaubende gebirgslandschaften, vorbei an steilen felsen, rauschenden bächen und weiten tälern. während der gut einstündigen fahrt eröffneten sich uns immer wieder spektakuläre ausblicke auf die umliegenden berge und seen. leider war das wetter sehr wechselhaft, denn bei klarer sicht würde der blick bis zur irischen see gehen.
oben an der hafod eryri summit station angekommen, wurden wir mit einer dichten nebelsuppe und nieselregen berüßt. schade, denn der gipfel des snowdon ist der höchste berg von wales. im besucherzentrum stärkten wir uns mit tee und kuchen und genossen die einmalige atmosphäre, bevor es mit der bahn wieder talwärts ging. diese nostalgische fahrt war, abgesehen vom nebel am gipfel, eine perfekte möglichkeit, die schönheit des snowdon-nationalparks ganz entspannt zu erleben und wird uns uns noch lange in erinnerung bleiben.

nach unserer fahrt auf den berg ging unser nächster besuch unter die erde. wir schauten uns die „sygun copper mine“ an. die mine liegt im snowdonia nationalpark und bietet einen einblick in den historischen kupferbergbau von wales. bei der audiotour durch die alten stollen tauchten wir in die welt der bergleute des 19. jh. ein. enge gänge, beeindruckende höhlen und bunte mineralablagerungen machten alles sehr authentisch. interaktive ausstellungsstücke und anschauliche erklärungen vermittelten uns, wie hart und gefährlich die arbeit unter tage einst war.

wandern, und dazu bot sich der „rnli porthdinllaen national trust walk“ an. dieser ca. 4 km lange küstenwanderweg liegt auf der halbinsel llŷn. die rundstrecke bietet fantastische ausblicke auf das meer und die umliegende landschaft. der rundweg ist ein echter tipp für naturliebhaber, die die schönheit der walisischen küste hautnah erleben möchten.

für die nacht haben wir wieder einmal ein schönes stellplätzchen gefunden – auf der „treheli farm caravan and campsite“. sehr naturbelassene stellplätze, kein stromanschluss (brauchten wir eh nicht) aber mit einer wahnsinns aussicht. wenn man in der gegend ist, sollte man sich dort hinstellen und die natur genießen.

nach dem frühstück besuchten wir „plas yn rhiw“, ein charmantes herrenhaus am westlichen rand der llŷn-halbinsel. das historische anwesen stammt ursprünglich aus dem 16. jh. und wurde von den keating sisters liebevoll restauriert, sodass die atmosphäre vergangener zeiten bis heute spürbar bleibt. wunderschön ist der gepflegte garten, mit seinen alten bäumen und den blühenden rabatten, der auch einen blick auf die cardigan bucht bietet. im inneren des hauses konnten wir einen kleinen einblick in das leben der familie erhalten, die plas yn rhiw über generationen hinweg bewohnt und bewahrt hat. ein toller ort.

auf unserem weiteren weg sahen wir uns „portmeirion“ an. ein einzigartiges, im süden von snowdonia gelegenes küstendorf, das vom architekten sir clough williams-ellis im italienischen stil entworfen wurde. das dorf wurde als touristisches ziel konzipiert, ohne dauerhafte einwohner, und besticht durch seine farbenfrohen gebäude, verwinkelten gassen und die mediterrane atmosphäre, die in starkem kontrast zur wildromantischen landschaft von nordwales steht. beim durchschlendern von portmeirion fühlten wir uns fast wie am mittelmeer: überall blühen exotische pflanzen, kleine cafés und kunsthandwerksläden laden zum verweilen ein, und von den terrassen aus hat man herrliche ausblicke auf die dünen der dwyryd-mündung. bekannt wurde portmeirion auch als drehort der kultserie „the prisoner“. ein ort, der wirklich seinesgleichen sucht und den man in wales nicht verpassen sollte.

in portmeirion ist auch ein toller campingplatz angeschlossen, auf dem wir die nacht verbrachten.

unsere fahrt ging weiter in richtung llwyngwern. am weg dorthin durfte ein weiteres berühmtes bauwerk nicht fehlen, das „harlech castle“. mächtig thront die mittelalterliche festung auf einem steilen felsen mit weitem blick über die küste und das umland. erbaut wurde harlech castle im 13. jh. während der herrschaft von edward I. und zählt heute zum unesco-weltkulturerbe. die burg beeindruckt besonders durch ihre strategische lage und die ausgeklügelte verteidigungsarchitektur, die in vergangenen jahrhunderten zahlreichen belagerungen standhielt.

in harlech gibt es noch etwas, das wir uns ansahen, aber keinesfalls mit dem cleverchen befahren wollten – die ffordd pen llech – die „40%ige-straße“. sie war mit bis zu 37,45 % steigung (auf 40 % gerundet) einst die steilste straße der welt, bevor die messmethode geändert wurde. auch gut, sie bleibt eine extrem steile straße und eine bekannte sehenswürdigkeit in nordwales.

am nachmittag entschieden wir uns für einen kleinen verdauungsspaziergang am ca. 2,1 km langen „rhaeadr nantcol waterfalls“ rundweg. gemütlich in freier natur, einfach schön und erholsam.für die nacht machten wir es uns auf der „llwyngwern farm“ gemütlich und fanden auch ein schönes einsames plätzchen – so lieben wir es 😉.

nächster stopp war aberystwyth, um mit der „aberystwyth cliff railway“ zu fahren. diese historische standseilbahn, die seit 1896 in betrieb ist, führt vom stadtzentrum hinauf zum constitution hill. während der kurzen, aber eindrucksvollen fahrt eröffnen sich fantastische ausblicke über die bucht von cardigan. oben angekommen, haben wir das herrliche panorama genossen. da die camera obscura an diesem tag leider nicht zu besichtigen war, haben wir einen kleinen spaziergang entlang der klippen unternommen. bei einem besuch in aberystwyth sollte eine fahrt mit der längsten elektrischen standseilbahn großbritanniens nicht fehlen.

auf unserem weg entlang der walisischen küste machten wir auch halt im küstenort new quay. dort entschieden wir uns bei „new quay boat trips“ für eine dolphin spotting and wildlife bootsfahrt, um die tierwelt der cardigan bay zu erleben. leider war das wetter nicht besonders und so hatten wir an diesem tag während der tour weniger glück, delfine und seevögel zu beobachten. aber immerhin, wir konnten eine delphin mutter mit ihrem baby sehen – das ist halt so, wenn man in der natur unterwegs ist. wir haben die fahrt aber trotzdem genossen.

ein kurzer stopp bei der ruine von „newcastle emlyn castle“ und den drachentoren, jenem platz an dem der letzte drache getötet worden ist – bekannt für die sage eines fliegenden wyvern (drachen), der einst die gegend bewachte.

unser nächster besuch galt dem „national wool museum“ in felindre. das museum widmet sich eindrucksvoll der geschichte der walisischen wollindustrie, die einst eine bedeutende rolle für die region spielte. in den historischen fabrikhallen konnten wir traditionelle webmaschinen bestaunen und erfuhren, wie aus schafwolle hochwertige stoffe gefertigt wurden. das museum vermittelte uns ein stück lebendiger kulturgeschichte von wales.

der „national botanic garden of wales“ in llanarthne ist ein beeindruckendes ziel für natur- und gartenliebhaber. die weitläufigen anlagen boten uns eine mischung aus historischen und modernen gärten, darunter das spektakuläre „great glasshouse“, das größte freitragende gewächshaus der welt, in dem mediterrane pflanzen aus verschiedenen regionen gedeihen.

wir spazierten auf den gepflegten wegen, sahen prächtige blumenbeete und bestaunten innovative landschaftsgestaltung. gefallen haben uns auch die ruhigen teiche die idyllisch in der anlage liegen. wir fanden den besuch ausgesprochen entspannend und empfehlenswert.

zum abschluss des tages besichtigtn wir „paxton’s tower“. dieser imposante neugotische turm wurde 1811 von sir william paxton zum gedenken an seinen freund admiral lord nelson gebaut, um damit an dessen siege zu erinnern. er thront malerisch auf einem hügel oberhalb des tywi-tals. von dort oben hat man einen beeindruckenden rundumblick über die sanfte landschaft carmarthenshire bis hin zu den black mountains.

die ruhige, einsame nacht haben wir am parkplatz zum paxton’s tower verbracht.

am morgen ging es auf typisch „walisischen“ straßen weiter bis zur beeindruckenden ruine von „dryslwyn castle“. die mittelalterliche burg thront auf einem markanten hügel mitten im tywi-tal und bietet einen tollen rundumblick auf die umliegende landschaft. die burg wurde im 13. jh. von walisischen fürsten erbaut und war schauplatz zahlreicher kämpfe. heute laden die weitläufigen ruinen zum verweilen ein. wir genossen die aussicht und stellten uns vor, wie lebendig es hier einst gewesen sein muss.

noch drei weitere besuche standen an diesem tag auf unserem programm. zuerst besuchten wir „aberglasney gardens“ in carmarthenshire. die historischen gärten sind für ihre einzigartige mischung aus mittelalterlicher architektur und prachtvoll angelegten gartenräumen bekannt. beim spaziergang durch die alten mauern auf verwinkelten wegen entdeckten wir idyllische ecken, die immer wieder zum verweilen einluden. schön fanden wir das restaurierte herrenhaus und den berühmten „ninfarium“, ein verglaster innenhof mit exotischer bepflanzung.

gleich im anschluss an aberglasney besuchten wir das „newton house“ im dinefwr park. das herrschaftliche landhaus aus dem 17. jh. wurde ursprünglich für die familie rice gebaut, die über viele generationen hinweg die geschicke des dinefwr-anwesens prägte. während des englischen bürgerkriegs diente das anwesen als strategischer mittelpunkt und das herrenhaus sah zahlreiche veränderungen und erweiterungen im laufe der jahrhunderte. besonders im viktorianischen zeitalter erhielt das newton house seine markante neugotische fassade und wurde zu einem gesellschaftlichen treffpunkt der region. im inneren erzählen noch heute historische möbel, portraits und kunstvoll gestaltete räume von vergangenen zeiten. bis ins 20. jh. hinein blieb das haus bewohnt, ehe restaurierungsarbeiten es in ein museum verwandelten. spannend fanden wir die geschichten rund um die ehemaligen bewohner und die kleinen geheimnisse des hauses.

der letzten besuch an diesem tag war „carreg cennen castle“, das dramatischste ruinen-erlebnis in wales. gelegen am westlichen rand des bannau brycheiniog nationalparks, thront die festung aus dem 13. jh. majestätisch auf einem zerklüfteten felsen, brecon beacons, und bietet eine kulisse, die direkt aus einem fantasy-epos stammen könnte. die geheime natürliche kalksteinhöhle tief unter der burg konnten wir an diesem tag leider nicht besuchen. im gegensatz zu den bekannteren schlössern von edward I. – conwy oder caernarfon – ist carreg cennen wilder und weniger überlaufen.

talley abbey“ – wo die stille spricht. sie liegt im ländlichen carmarthenshire in westwales und zählt zu den bedeutensten klosterruinen der region. das ehemalige prämonstratenserkloster wurde im 12. jh. gegründet und war über jahrhunderte ein religiöses und wirtschaftliches zentrum für die umgebung. sie ruht wie ein vergessenes gebet aus stein, zeit hat hier keine eile. talley abbey ist kein ort zum durchgehen, sondern zum innehalten.

strata florida abbey“, auch die westminster abbey von wales genannt, ist eine ehemalige zisterziensische abtei, deren ursprung bis 1164 zurückgeht und die über die jahrhunderte zu einem der wichtigsten spirituellen und kulturellen zentren wales’ wurde. sie liegt in einem tal am fluss teifi nahe pontrhydfendigaid und strahlt historische bedeutung aus. sie ist auch die letzte ruhestätte für generationen mittelalterlicher walisischer prinzen. hier wurden wichtige texte wie die frühe walisische „brut y tywysogion (chronik der fürsten) gepflegt. strata florida war ein ort, an dem fürsten und dichter zusammenkamen – so ist zum beispiel der große walisische dichter „dafydd ap gwilym“ hier unter einer alten eibe begraben.
das große westportal ist das beeindruckendste erhaltene bauelement und nach wie vor majestätisch. in den ruinen sind auch noch einige originale, reich verzierte bodenfliesen aus dem 14. jh. zu sehen und geben einen eindruck vom einstigen prunk. ein ort, den man gesehen haben sollte.

nach so vielen abbey´s wollten wir wieder einmal eine kleine wanderung machen. dazu haben wir uns die wanderung zum „devil’s bridge waterfall“ in pontarfynach ausgesucht. mit etwas mehr als 2 km nicht lange, aber dafür mit 675 steilen, unebenen natursteinstufen, ist dieser ort in wunderbarer stiller natur gelegen wirklich zum genießen.

immer wieder begegneten wir den sogenannten „coin tree´s – münzbäume“. Dies sind bäume wo menschen in dessen stamm hunderte von münzen durch die rinde und das holz getrieben haben, in dem glauben und der hoffnung, dass ihre wünsche in erfüllung gehen.

von unserem letzten schlafplatz führten uns typische walisische straßen bei walisischen wetter

zu unserem ersten besichtigungspunkt des tages – den „craig goch dam“. er ist der höchstgelegene obere teil einer reihe von staudämmen im elan valley. der bau begann 1897 und wurde 1904 fertig gestellt. der craig goch war auch für uns der attraktivste der dämme, mit seiner gebogenen stützmauer und einer reihe von bögen, die eine schmale straße über die dammspitze führen. er besitzt einen, typisch für den ‚birmingham baroque‘-stil kuppelförmigen ventilturm. die länge des damms beträgt 156 m und die höhe 36 m.

ein stück weiter machten wir dann die rundwanderung um den „pen y garreg dam“  einem der eindrucksvollen bauwerke im elan valley. der steinerne staudamm wurde um 1900 errichtet, um die stadt birmingham mit trinkwasser zu versorgen, und fügt sich bis heute erstaunlich harmonisch in die wilde landschaft der cambrian mountains ein. seine bögen und die ruhige wasserfläche dahinter bilden einen spannenden kontrast zu den offenen mooren und sanften hügeln.

beim umrunden des sees erlebten wir nicht nur weite natur, sondern auch ein stück britischer industriegeschichte – still, monumental und zeitlos. ein lohnender spaziergang, bei dem wir auch bei der „nantgwyllt church“ vorbeikamen, die in unmittelbarer nähe des dammes steht.

da wir uns immer wieder gerne lost places ansehen besuchten wir „bryn tail leadworks“ – ein stück verlassener industriegeschichte in wilder landschaft. die ruinen der ehemaligen bleiverhüttung liegen eingebettet im tal des afon twymyn, umgeben von grünen hügeln. im 19. jh. war dies ein lauter und rauchiger ort, da blei abgebaut und verarbeitet wurde, bevor es in das nahegelegene llanidloes transportiert und über den fluss severn verschifft wurde. beim erkunden der weitläufigen anlage sind wir auf alte mauern, schornsteine und fundamentreste gestoßen, die von der intensiven industriellen nutzung erzählen. spannend fanden wir den kontrast zwischen der einstigen lauten schwerindustrie und der heutigen stille vor ort.
trotz ihres verfallenen zustands sind die bryn tail leadworks (bryn-tail wurde 1884 geschlossen ) gut zugänglich. sie sind kein spektakulärer ort im herkömmlichen sinn, aber genau darin liegt der besondere reiz.

gleich am morgen des nächsten tages besuchten wir „powis castle and garden“. was heute als prachtvolles schloss mit barocken gärten erscheint, begann im 13. jh. als wehrhafte burg der walisischen fürsten von powys – ein bollwerk gegen die ausbreitung englischer macht.
sein bekanntester früher herrscher, „owain ap gruffydd ap gwenwynwyn“, traf eine folgenschwere entscheidung – er unterwarf sich der englischen krone und rettete so besitz und einfluss – allerdings um den preis der unabhängigkeit. damit begann die wandlung powis’ von einer walisischen fürstenburg zu einem anglo-walisischen adelssitz.
im späten 16. jh. ging das schloss an die familie herbert über, die powis grundlegend veränderte. die düsteren mauern der festung wurden zu den fundamenten eines repräsentativen schlosses.

fenster, wohnräume und prunkvolle säle ersetzten nach und nach schießscharten und wehrgänge. powis verlor seine militärische funktion und gewann an kultureller bedeutung.
eine entscheidende phase folgte im 17. jh., als europäische einflüsse das erscheinungsbild prägten. inspiriert von frankreich und italien entstanden die berühmten terrassengärten, die powis castle bis heute unverwechselbar machen – dieses schloss wollte nicht mehr verteidigen, sondern beeindrucken.

im 18. jh. verband sich powis mit der geschichte des britischen empire. durch die familie clive, nachfahren von „clive of india“, gelangten zahlreiche kunstwerke und objekte aus südasien nach wales. sie erzählen bis heute von einer zeit, in der britische macht weit über europa hinausreichte und werfen zugleich fragen nach herkunft und bedeutung dieser schätze auf.
im 20. jh. verlor powis castle zunehmend seine funktion als privater wohnsitz. 1952 wurde das anwesen dem national trust übergeben.

nach dem schönen anwesen von powis machten wir einen stopp beim „pontcysyllte aqueduct“. es ist ein meisterwerk georgianischer ingenieurskunst und nicht umsonst ein unesco-weltkulturerbe, das über den llangollen-kanal und über das dee-tal in nordwales führt. die 300 m lange und 1,6 m tiefe kanalbrücke, auch bekannt als „fluss im himmel“, wurde 1805 eröffnet.
wir machten keine bootsfahrt, sondern überquerten das aquädukt zu fuß über einen schmalen weg neben der wasserrinne, sahen den booten zu und genoßen die aussicht.

nicht immer sind unsere übernachtungsplätze einsam und attraktiv, aber der wanderparkplatz bei bala war ruhig – wir standen einsam und kostenlos 😉

so starteten wir ausgeruht unser nächste wanderung, von „glanypwll zum cwmorthin old quarry“ (schiefersteinbruch). unser startpunkt war der cwmorthin waterfalls car park, wo wir mit viel glück einen parkplatz für unser cleverchen ergatterten, denn diese wanderung ist eine sehr bekannte und beliebte tour in wales, da sie die industrielle geschichte mit spektakulärer natur verbindet.
unsere runde umfasste ca. 5 bis 6 km. und die schwierigkeit war moderat. der aufstieg von glanypwll/tanygrisiau ist zu beginn steil und steinig, flachte aber am llyn cwmorthin deutlich ab.
zu beginn führte unser weg zum cwmorthin wasserfall, entlang beeindruckender kaskaden und steinbruchruinen. wir passierten verlassene mill-gebäude, arbeiterhütten (cwmorthin terraces) und die ruinen der rhosydd-kapelle. beim llyn cwmorthin, einem malerischen see, in dem sich die umliegenden berge spiegeln, machten wir eine längere pause, ehe wir wieder den rückweg antraten.

nachdem wir schon einiges von dieser schieferlandschaft gesehen hatten, wollten wir auch mit „the quarryman“ fahren. ffestiniog railway ist eine historische schmalspurbahn auf einer eingleisigen strecke, die blaenau ffestiniog mit dem hafen von porthmadog verbindet und dabei den weg der alten schieferzüge folgt.
die bahn gilt als eine der ältesten noch in betrieb befindlichen schmalspurbahnen der welt. sie wurde 1832 gegründet und 1836 fertiggestellt, um schiefer aus den steinbrüchen effizient zum neu entwickelten hafen in porthmadog zu transportieren. dort wurde der schiefer auf segelschiffe verladen und in alle welt verschifft.
ursprünglich war die bahn als pferdebahn konzipiert. beladene wagen rollten dank der schwerkraft bergab in richtung porthmadog. die leeren wagen wurden von pferden wieder bergauf gezogen, wobei die pferde auf der talfahrt in speziellen „dandy“-wagen mitfuhren.
1863 wurden die ersten dampflokomotiven eingeführt, um längere und schwerere züge ziehen zu können. zwei Jahre später, 1865, begann der offizielle personenverkehr. die ca. 22 km lange strecke führt durch eine abwechslungsreiche landschaft aus wäldern und bergen im snowdonia-nationalpark.
1946 stillgelegt, wurde sie 1955 als museumsbahn wiederbelebt und fährt heute als dampfbahn für touristen.

nach der rauen schönheit der schieferberge suchten wir einen kontrast und fand diesen nur eine kurze fahrt entfernt im „bodnant garden“ bei conwy. wenn die ffestiniog railway die geschichte der arbeit erzählt, dann ist bodnant ein denkmal für die leidenschaft zur natur – ein paradies aus farben.
2024 feierte der bodnant garden sein 150-jähriges bestehen, seit er 1874 von dem viktorianischen industriellen henry davis pochin und seiner frau agnes ersteigert wurde.

pochin nutzte die fähigkeiten des landschaftsarchitekten edward milner, um den formalen viktorianischen strauchgarten rund um das haus zu entwickeln, einschließlich des berühmten laburnum arch. auch wenn dieser nur für wenige wochen im jahr in leuchtendem gelb erstrahlt, ist die struktur dieses lebenden tunnels das ganze jahr über beeindruckend. der garten ist besonders berühmt für seine asiatischen rhododendren und gilt als der schönste rosengarten in wales,

mit seinen fünf formellen terrassen im italienischen stil.
wir spazierten hinab in „the dell“, ein tiefes, grünes tal, in dem die zeit stillzustehen scheint. hier ragen mammutbäume in den himmel, die so alt sind, dass sie die anfänge der eisenbahn noch miterlebt haben könnten. der garten ist zu jeder jahreszeit einen besuch wert.

der nachmittag war mit der stadtbesichtigung von conwy ausgefüllt. wir sahen uns „conwy castle“ an

– eine gut erhaltene, 700 jahre alte mittelalterliche festung, wanderten auf den „conwy town walls“ – den stadtmauern von conwy und statteten „the smallest house in great britain“, mit einer grundfläche von nur 3,05 m × 1,8 m, in der lower gate street 11, einen besuch ab.

conwy ist eine schöne kleinere stadt in der man viel sehen kann.

ein weiterer stadtbesuch war in llandudno geplant, wo wir die „great orme mines“ bei der mittelstation der great orme tramway besuchten. in einer self-guided tour durchstreiften wir die tunnel, die vor über 3.500 jahren angelegt wurden. sie vermittelten uns ein gefühl für die harten bedingungen, denen unsere prähistorischen vorfahren bei ihrer suche nach kupfer ausgesetzt waren.

im angrenzenden museum konnten wir auch interessante ausstellungsstücke sehen wie z.b. eine bronze-sockel-axt die 3000 – 2500 jahre alt war.

nach der „anstrengenden“ tour musste etwas süßes her und da waren wir bei „llandudno chocolate experience“ gerade richtig. ein museum, wo sich alles um die geschichte von schokolade dreht – ja, kostproben gab es auch 😉

ein interessanter besuch, ehe wir uns auf den weg zum „llandudno pier“ machten, aber da es am wasser sehr windig war, fiel unser spaziergang eher kurz aus.  trotzdem eine schöne stadtbesichtigung.

stellt euch vor, ihr fahrt entlang der walisischen küste und plötzlich ragt aus den grünen wäldern von abergele eine gewaltige steinfront auf. das ist „gwrych castle“, ein ort, der so spektakulär ist, dass man kaum glaubt, dass er echt ist.gwrych castle ist kein mittelalterliches verteidigungswerk, auch wenn die 18 zinnentürme das vermuten lassen. es wurde anfang des 19. jh. als luxuriöser landsitz für die familie hesketh erbaut.

es war das nonplusultra britischer eleganz, mit einer prunkvollen marmortreppe, die heute noch – zumindest in skelettform – zu bewundern ist. das schloss verfiel nach dem zweiten weltkrieg und wurde zum schauplatz für mittelalter-märkte, verfiel zur ruine und wurde schließlich von der natur zurückerobert.

das schloss wurde auch immer wieder als drehort genutzt – die verfallenen mauern und dunklen verliese boten die perfekte kulisse dazu.

 

kein walisisches schloss wäre komplett ohne eine geistergeschichte. in gwrych soll die „countess of dundonald“ spuken.besucher und mitarbeiter berichten regelmäßig von einer weißen gestalt, die in den fenstern der ruine schwebt oder auf der verfallenen treppe steht. ob man nun an geister glaubt oder nicht, wenn der nebel von der küste heraufzieht und sich um die türme legt, fängt man unweigerlich an zu flüstern. uns ist sie leider nicht begegnet 😉

schließlich verließen wir wales und planten noch ein wenig england zu bereisen – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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die irische hauptstadt dublin…

die irische hauptstadt dublin war für die nächsten tage unser ziel. wir quartierten uns im „the castle hotel“ ein und gaben dem cleverchen eine pause. von dem recht zentral gelegenen hotel starteten wir unsere dublin besichtigungen.
der erste weg führte uns zum „dodublin – dublin bus head office“. Dort holten wir unsere tickets für den „go city – 3-choice explorer pass“, der u.a. die fahrt mit dem hop-on-hop-off-bus inkludierte. eine sehr empfehlenswerte methode, um die highlights dublins bequem und stressfrei zu entdecken und von den vielen vergünstigungen zu profitieren, wie z.b. von 2-für-1-menüs in ausgewählten lokalen, bis hin zu freien museumseintritte.

unser erstes tagesziel war eine reise zurück ins dublin der wikingerzeit, das „dublinia viking and medieval museum“. das museum bietet faszinierende einblicke in das mittelalterliche dublin, rund um die mythen und geheimnisse der wikinger. anhand der interaktiven ausstellungen und anschaulichen nachbildungen erfuhren wir mehr über verbrechen & strafe, tod & krankheit und wie sich das bunte  leben auf einem mittelalterlichen markt abspielte.

als nächstes besuchten wir das „trinity college“. es zählt zu den bedeutendsten sehenswürdigkeiten dublins und ist zugleich die älteste universität irlands. gegründet im jahr 1592 auf anordnung von königin elisabeth I. ihr ziel war es, eine bildungsstätte nach dem vorbild von oxford und cambridge zu schaffen und so den protestantischen einfluss in irland zu stärken. über die jahrhunderte hinweg entwickelte sich das college zu einem international anerkannten ort akademischer exzellenz, an dem viele berühmte persönlichkeiten wie jonathan swift, oscar wilde und samuel beckett studierten.

 

berühmt ist das trinity college auch für seine eindrucksvolle bibliothek, die zu den größten und schönsten europas zählt.
hier wird das legendäre „book of kells“ aufbewahrt, ein kunstvoll illustriertes evangelienbuch aus dem 9. jh., das als eines der bedeutendsten werke mittelalterlicher buchkunst gilt.

der „long room“, eine zweistöckige halle mit beeindruckendem holzgewölbe, ist der imposante hauptsaal der bibliothek. er faszinierte uns mit seinen hohen regalen, alten handschriften und gedruckten büchern, büsten bedeutender gelehrter und der ältesten harfe irlands, die brian boru’s harp.

 

wir schlenderten über den weitläufigen, von historischen gebäuden und gepflegten grünflächen geprägten universitätscampus und hörten anekdotisches über das studentenleben. so z.b., dass die studierenden es peinlichst vermeiden, unter dem großen glockenturm hindurchzulaufen. denn sollte gerade dann die glocke läuten, wenn man sich darunter befindet, wird man niemals seine prüfungen bestehen.

es war schon sehr beeindruckend, sich inmitten dieser traditionsreichen institution zu bewegen und einen einblick in die reiche vergangenheit des trinity college zu gewinnen.

im anschluss machten wir uns auf den weg zur berühmten „christ church cathedral“. dieses eindrucksvolle gotteshaus zählt zu den ältesten bauwerken dublins und ist ein gutes beispiel für mittelalterliche architektur. beeindruckend sind die prächtigen gewölbe, historischen bodenfliesen,  und die größte kathedralenkrypta in großbritannien und irland (die mittelalterlichen mauern tragen das ganze kirchenschiff), in der zahlreiche ausstellungsstücke zur geschichte der kathedrale und der stadt zu sehen sind, u.a. die älteste erhaltene kopie der magna carta.

 

neben dem grabmal von richard de clare („strongbow“), welches allerdings nicht sein eigentliches grabmal ist, da dieses bereits vor jahrhunderten zerstört wurde, ist eine besondere kuriosität der christ church cathedral, eine reliquie, das „herz von laurence o’toole“. laurence o’toole war im 12. jh. erzbischof von dublin und wurde später heilig gesprochen (dublin’s schutzpatron). sein herz wurde nach seinem tod als reliquie in der kathedrale aufbewahrt, galt aber lange als verschollen, nachdem sie 2012 gestohlen worden war. sie wurde jedoch 2018 wiedergefunden und an ihren ursprünglichen platz zurückgebracht. das herz symbolisiert für viele besucher den tiefen glauben und die bewegte geschichte der kathedrale. sie ist ein bedeutendes religiöses zentrum, an dem die bewegte vergangenheit dublins spürbar wird.

dublin castle“ befindet sich im herzen der stadt und bildet seit mehr als 800 jahren ein zentrales element der irischen geschichte. ursprünglich wurde dublin castle im frühen 13. jh. von den normannen auf den überresten einer alten wikingerfestung erbaut, um die englische herrschaft in irland zu sichern. die anlage diente über jahrhunderte als sitz der englischen und später britischen verwaltung – hier wurden gesetze beschlossen, wichtige dokumente aufbewahrt und politische entscheidungen getroffen.

 

das schlossensemble besteht aus unterschiedlichen gebäuden, die verschiedene architektonische stile von mittelalter bis barock und viktorianischer zeit widerspiegeln. besonders sehenswert ist der „record tower“, das älteste erhaltene bauwerk des schlosses, dessen mächtige mauern und schmale fenster die ehemalige verteidigungsfunktion noch heute erahnen lassen. die prächtigen „state apartments“ beeindrucken mit kunstvoll ausgestatteten räumen, in denen einst britische vizekönige residierten und heute bedeutende offizielle staatsempfänge und zeremonien stattfinden.

ein highlight unseres rundgangs war auch die „chapel royal“, eine neugotische kapelle mit geschnitztem holzinterieur und farbenprächtigen glasfenstern, die den religiösen aspekt des schlosslebens eindrucksvoll unterstreichen.

dublin castle hat eine wechselvolle geschichte und war immer ein spiegel politischer, kultureller und gesellschaftlicher entwicklungen. heute ist das schloss nicht nur ein museum, sondern auch ein sinnbild für die wandlungsfähigkeit und stärke von dublin selbst.

nun besuchten wir die „marsh’s library“, irlands älteste öffentliche bibliothek, die 1707 gegründet wurde. die original erhaltenen eichenschränke, die kunstvoll gearbeiteten rollregale und die rund 25.000 seltenen bücher und handschriften, die hier aufbewahrt werden (viele davon stammen aus den bereichen theologie, wissenschaft und literatur), machten den besuch zu einem besonderen erlebnis.
interessant fanden wir, dass es sich hier um eine historische „chained library“ (kettenbibliothek) handelt. diese waren im mittelalter üblich, um teure bücher sicher aufzubewahren und vor beschädigung zu schützen. bekannt ist auch, dass einst leser in kleine zellen/käfige gesperrt wurden, um den zugang zu den seltenen büchern zu beschränken und sie vor diebstahl zu bewahren. im hinteren teil der bibliothek konnten wir drei dieser käfige sehen.

 

aber diese bibliothek hat mehr als nur bücher zu bieten. man hat den geist eines alten mannes gesehen, der um mitternacht die bücherregale durchwühlt. es heißt, es sei der geist von erzbischof narcissus marsh, dem gründer der bibliothek.
neben dem geisterhaften besucher hatte marsh’s library auch viele berühmte besucher. schriftsteller wie „bram stoker“, „jonathan swift“ und „james joyce“ waren hier.
stoker wurde ein regelmäßiger leser in marsh’s library und besuchte sie während seines studiums am trinity college häufig. es gibt detaillierte aufzeichnungen über das, was er bei seinen besuchen zu rate zog – bücher über religion, hexerei und reisen in osteuropa.
der besuch in dieser historischen bibliothek bot uns einen faszinierenden einblick in die literarische und geistige geschichte der stadt.

im anschluss besuchten wir die beeindruckende „saint patrick’s cathedral“, die größte kirche irlands und ein wahrzeichen dublins. die kathedrale wurde im 12. jh. erbaut und ist dem nationalheiligen irlands, dem heiligen patrick, gewidmet.der mächtige, gotische bau und die prächtigen glasfenster erzählen von der langen geschichte des gotteshauses, das über jahrhunderte hinweg „das“ zentrum religiösen lebens und kultureller bedeutung war. faszinierend fanden wir die zahlreichen denkmäler und grabstätten berühmter persönlichkeiten aus verschiedenen epochen, darunter auch das grab von jonathan swift, dem autor von gullivers reisen und ehemaligen dekan der kathedrale.
für uns war der besuch in einem der spektakulärsten gebäude irlands absolut lohnenswert.

am nachmittag machten wir noch eine teeling trinity tasting tour in der „teeling whiskey distillery“. die destillerie, die sich im belebten liberties-viertel befindet, ist die erste „neue“ whiskey-brennerei, die seit über 125 jahren in der stadt eröffnet wurde. bei der trinity tasting tour erhielten wir wieder einblicke in den herstellungsprozess des irischen whiskeys, von der auswahl der gerste bis zur abfüllung in die charakteristischen flaschen.
wir sahen moderne anlagen, die trotzdem viele traditionelle elemente bewahrt haben, und erfuhren auch viel über die bewegte geschichte des familienunternehmens teeling und die wiederbelebung der whiskey-tradition in dublin. highlight war für uns die verkostung. wir probierten vier verschiedene teeling whiskeys und konnten die feinen unterschiede in aroma und geschmack erkennen. eine empfehlung für alle, die die irische whiskeykultur hautnah erleben möchten.

natürlich durfte bei unserem aufenthalt in dublin ein besuch im weltberühmten „guinness storehouse“ nicht fehlen. das markante gebäude in den liberties, einst die fermentationshalle der guinness-brauerei, beherbergt heute eine interaktive erlebnisausstellung rund um das irische nationalgetränk. auf sieben etagen erfuhren wir alles über die geschichte und herstellung des guinness – vom brauprozess mit wasser aus den wicklow mountains bis hin zur kunst, das perfekte pint zu zapfen.

eine tasting station gab es natürlich auch – hier konnten wir das guinness schon einmal vortesten 😉.

begeistert waren wir von der „gravity bar“, der legendären rooftop-bar im obersten stockwerk des guinness storehouses. ein ikonisches, rundes gebäude, das wie der schaum eines gezapften guinness-glases aussieht. von hier aus bot sich uns ein atemberaubender 360°-blick über die dächer dublins, während ingrid ein frisch gezapftes guinness und ich ein hop house lager genossen.

der besuch im storehouse war ein toller tagesabschluss und wir konnten nicht nur die bedeutung der braukunst für dublin, sondern auch die besondere rolle, die guinness für diese stadt und das land spielt, nachempfinden.

am nächsten tag nahmen wir in einem „dublin hop on hop off bus“ platz und genossen es gemütlich über die „rote route“ durch dublins verschiedene stadtviertel kutschiert zu werden. wir stiegen einige male aus, machten besichtigungen und fuhren dann wieder weiter. toll war auch, dass der bus ganz in der nähe von unserem hotel eine seiner stationen hatte.

ein halt für einen besuch war im „irish whiskey museum“. es liegt zentral am college green und widmet sich ganz der geschichte und vielfalt des irischen whiskeys. in der unterhaltsamen führung erfuhren wir u.a. viel über die unterschiede zu schottischem whisky und die bedeutung von whiskey für die irische kultur.  ein höhepunkt der führung war die verkostung. in stilvollem ambiente konnten wir verschiedene sorten irischen whiskeys probieren und die feinen nuancen zwischen den verschiedenen brennereien kennenlernen. unsere guide erklärte geduldig, worauf es bei aroma und geschmack ankommt und wie man whiskey richtig genießt. der besuch war ein genussvolles erlebnis – eine echte empfehlung für alle, die tiefer in die welt des irischen whiskeys eintauchen möchten.

ein weiterer halt führte uns in das „epic the irish emigration museum“, an den ufern des river liffey im herzen der dubliner docklands. dieses moderne, interaktive museum widmet sich den geschichten der millionen menschen aus irland, die ihre heimat verlassen und auf der ganzen welt spuren hinterlassen haben.
in multimedialen ausstellungen und eindrucksvollen lebensgeschichten erfuhren wir, warum so viele iren auswanderten, welchen herausforderungen sie sich stellen mussten und wie die irische diaspora (hauptsächlich entstanden durch das historische ereignis, der große hungersnot im 19. Jh.) die welt bis heute prägt. für alle, die sich für die bewegte geschichte und kultur irlands interessieren, ist dieses museum unbedingt zu empfehlen.

anschließend folgte der besuch des „jeanie johnston“ grossseglers, der fest verankert am custom house quay am ufer des river liffey liegt. das originalgetreu nachgebaute segelschiff erinnert an die dramatische zeit der großen irischen auswanderungswellen im 19. jh., insbesondere während der großen hungersnot. wir erfuhren wie tausende irische auswanderer auf schiffen, ähnlich wie der jeanie johnston, die gefährliche überfahrt nach nordamerika wagten, auf der suche nach hoffnung und einem besseren leben. an bord konnten wir die beengten und hygenischen verhältnisse und mißstände, in denen die passagiere wochenlang auf see lebten sehen. beeindruckend war die tatsache, dass auf der jeanie johnston, anders als auf vielen anderen auswandererschiffen, während ihrer elf überfahrten niemand ums leben kam. dieses schwimmende museum sollte man nicht verpassen.

unser fazit – dublin ist eine tolle und sehenswerte stadt, in der man viel besichtigen und erleben kann. wir haben die drei tage in dublin sehr genossen, konnten aber natürlich nicht alles sehen, aber vielleicht kommen wir ja wieder.

wir verließen irland und planten noch ein wenig wales und england zu bereisen – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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vom norden irlands nach dublin…

vom norden irlands nach dublin. der erste streckenabschnitt führte uns von malin head nach barnesmore.
unterwegs machten wir noch einige stopps auf der inishowen-halbinsel. den ersten bei „clonca church & cross“. die kirche aus dem 17. oder 18. jh. steht an der stelle eines klosters, das um das 6. jh. von st. baudan gegründet wurde. im inneren befindet sich der grabstein von magnus mac orristin (ein irischer krieger aus dem mittelalter), der eine kombination aus krieger- (schwert) und sportsymbolen (stock und ball) zeigt – vermutlich eine frühere form des hurlings. auf dem feld gegenüber dem kircheneingang, stehen zwei kreuze. eines von ihnen liegt im hohen gras (das konnten wir leider auch nicht finden), während das andere aufrecht steht. das kreuz zeigt das wunder der brote und fische sowie andere weniger identifizierbare szenen.

„kinnagoe bay“ war unser nächster halt. die versteckt gelegene bucht mit ihrem feinen sandstrand wirkt wie ein wohlgehütetes geheimnis. ein spannender geschichtlicher aspekt: im jahr 1588 strandete hier das spanische armada-schiff „la trinidad valencera“. heute erinnert ein gedenkstein an dieses dramatische ereignis, dass der kinnagoe bay einen hauch seefahrtsromantik und abenteuer verleiht.

auf einer für die gegend typischen straßen fuhren wir zum „inishowen lighthouse“, auch bekannt als stroove lighthouse. der standort des leuchtturms war schon immer strategisch, da er sich in der nähe mehrerer wichtiger seewege befindet. einer region, die für ihre manchmal schwierigen seebedingungen bekannt ist. der leuchtturm ist seit 1838 in betrieb und wurde 1979 vollständig automatisiert. leider ist er für die öffentlichkeit nicht zugänglich, aber dennoch ein schönes fotomotiv.

wir haben danach das „inishowen maritime museum“ besucht. es liegt in der nähe des hafens von greencastle und bietet spannende einblicke in die maritime geschichte der region. wir fanden ausstellungen über die lokale fischerei, schifffahrt und die bedeutung des seehandels für die region. beeindruckt haben uns modelle historischer schiffe, nautische instrumente und zahlreiche erinnerungsstücke aus vergangenen zeiten. es gab auch interaktive stationen und audiovisuelle präsentationen, die den lebensalltag der seeleute und fischer lebendig machen. der besuch vermittelte uns eindrucksvoll die enge verbindung der hier ansässigen menschen mit dem meer.

von barnesmore ging es nach ballyconnell, wo wir einen tollen stellplatz am parkplatz ballyconnell slipway fanden, der teil des shannon-erne waterways ist. mit den übriggebliebenen punkten unserer „waterways ireland karte“ konnten wir auch den serviceblock nutzen – saubere toiletten, heiße duschen, waschmaschine und wäschetrockner – sehr bequem.

am morgen besuchten wir die klosterstätte „monasterboice“, eine der bedeutendsten frühchristlichen religiösen zentren in irlands historischem osten. die ruinen stammen aus dem 10. jh. und bestehen aus einem alten friedhof, zwei kirchen, einer sonnenuhr, einem 35 m hohen rundturm und beeindruckenden keltischen kreuzen. das 5,5 m hohe muiredach-hochkreuz gilt als das schönste hochkreuz in ganz irland.

im anschluss besuchten wir eine weitere historische sehenswürdigkeit, das erste zisterzienserkloster in irland, die „old mellifont cistercian abbey“. die ehemalige abtei wurde im jahr 1142 gegründet und war die erste ihrer art in irland. beeindruckend sind die überreste des einzigartigen achteckigen waschhauses und die mittelalterlichen strukturen, die einblicke in das klösterliche leben vergangener jahrhunderte bieten. die friedliche atmosphäre und die malerische lage am fluss mattock machten mellifont abbey zu einem besonderen zwischenstopp für uns auf dem weg richtung dublin.

letztes tageshighlight war ein halt beim historischen „slane castle“, das am ufer des flusses boyne thront. die anfahrt führte uns durch eine von alten baumalleen gesäumte landschaft, bis plötzlich das beeindruckende schloss mit seinen zinnenbewehrten türmen und der weitläufigen parkanlage vor uns auftauchte. slane castle wurde im jahr 1785 für die adelige, anglo-irische familie conyngham erbaut und befindet sich seitdem in ihrem familienbesitz.

der heutige besitzer von slane castle ist „alex conyngham, der 9. marquess conyngham“, der die nachfolge seines verstorbenen vaters, henry vivien pierpont conyngham, bekannt als lord mount charles, angetreten hat. er hat die verantwortung für das schloss übernommen, um die geschichte und den ruhm der familie conyngham fortzuführen, obwohl  1991 ein katastrophaler brand einen teil des gebäudes so stark beschädigte, dass die anschließende restauration ganze zehn jahre benötigte.
wir hatten die große ehre von sir alex conyngham persönlich durch das schloss geführt zu werden. beeindruckend ist die mischung aus neugotischer und klassizistischer architektur – hohe fenster, mächtige steinfassaden und prunkvolle säle spiegeln die wechselvolle geschichte wider. besonders faszinierend war der große festsaal, dessen wände zahlreiche portraits zieren und erinnerungen an gäste aus aller welt wiedergeben. die führung vermittelte uns einen eindruck vom adeligen leben vergangener jahrhunderte und in den fluren spürt man die lange geschichte von slane castle und die rolle des schlosses als schauplatz politischer ereignisse und gesellschaftlicher feste.

hier fand seit 1981 fast jährlich auch das slane festival auf den wiesen vor dem schloss statt. bei diesen weltberühmten open-air-konzerten traten immer wieder internationale musiklegenden auf, u.a. U2, die rolling stones, madonna, metallica und bruce springsteen. sir alex conyngham plant die tradition der konzertveranstaltungen fortzusetzen.

abseits von musik und geschichte hat slane castle aber noch mehr zu bieten. in den ehemaligen stallungen wird heute whiskey destilliert und bei unterschiedlichen touren über das gelände der brennerei mit anschließendem tasting und mit einem glas „slane irish whiskey“ lässt sich der tag besonders stilvoll ausklingen.

 

insgesamt war unser besuch im slane castle eine wunderbare bereicherung unserer irlandreise – ein ort, der vergangenheit und gegenwart auf besondere weise vereint.

die nacht durften wir mit unserem cleverchen auf der nahegelegenen „rock farm“ verbringen, eine nachhaltige bio-farm auf dem historischen gelände des slane castle, die auch von der eigentümerfamilie betrieben wird. ein charmanter camping- und glampingplatz, der idyllisch eingebettet in der hügeligen landschaft rund um slane liegt und aktivitäten wie kajakfahren auf dem boyne-fluss, angeln und baden in holz-hot-tubs anbietet. die rock farm, mit ihrer entspannten, naturverbundenen atmosphäre, passte perfekt zu unserer irlandreise. wir können sie jedem irlandreisenden nur empfehlen.

am nächsten tag ging es weiter zum „brú na bóinne visitor centre“. wir wurden mit einem shuttlebus vom visitor centre zu den denkmälern gebracht.
newgrange, knowth und dowth zählen zu den bedeutendsten neolithischen stätten der welt und beherbergen die größte sammlung megalithischer kunst in westeuropa. sie sind teil des unesco-weltkulturerbes brú na bóinne.
newgrange beeindruckt besonders durch sein über 5.000 jahre altes ganggrab, dessen innere kammer jedes jahr zur wintersonnenwende von der sonne erleuchtet wird.
knowth ist bekannt für seine vielzahl an nebenhügeln und die größte sammlung megalithischer kunst in westeuropa. dowth ist weniger erforscht, aber ebenfalls ein faszinierender ort mit geheimnisvollen gravuren und einer besonderen atmosphäre.
ein besuch dieser neolithischen monumente vermittelt einen einzigartigen eindruck von der hochentwickelten kultur und den spirituellen vorstellungen der menschen, die vor jahrtausenden hier lebten. der zugang zu newgrange und knowth ist nur durch eine geführte tour möglich.

am pubparkplatz der „swans bar“ in obertstown durften wir uns für die nacht zu den blumen kuscheln. 😉

gleich nach dem frühstück besuchten wir die nächste archäologische stätte, den „hill of tara“, einem der geschichtsträchtigsten orte irlands in der grafschaft meath. der hill of tara war einst der sitz der hochkönige von irland und gilt als spirituelles und politisches zentrum der keltischen kultur. die sanften, grünen hügel bieten nicht nur einen herrlichen panoramablick über die umliegende landschaft, sondern auch zahlreiche relikte vergangener zeiten sind hier zu bestaunen, von runden erdwerken bis zu alten grabhügeln.
interessant ist der „stein des schicksals“ (lia fáil), der auf dem höchsten punkt des hügels steht und dem der legende nach besondere kräfte zugeschrieben werden. es heißt, dass der stein zu singen begann, wenn ein rechtmäßiger könig ihn berührte.
die atmosphäre am hill of tara ist einzigartig – man spürt die mystik und die bedeutung dieses ortes für die irische geschichte und mythologie.

nach diesem eindrucksvollen besuch stand „russborough house & park“ auf unserem programm. das prächtige landhaus aus dem 18. jh. liegt in der nähe von blessington und gilt als eines der schönsten beispiele palladianischer architektur in irland. die imposante fassade, die eleganten säle und die kunstvoll gestalteten innenräume zeugen von der langen geschichte des hauses.
beeindruckend ist auch die bedeutende kunstsammlung, die werke alter meister sowie irischer künstler umfasst. bei der führung durch russborough house haben wir viel über die wechselvolle geschichte der besitzerfamilien und die bewegten zeiten, die das anwesen erlebt hat erfahren.

für uns war russborough house & park ein beeindruckender zwischenstopp auf unserer reise – empfehlenswert.

da am nächsten tag die letzten beiden besuche vor dem eintreffen in der hauptstadt dublin auf unserem programm standen – das „powerscourt house“ und die „powerscourt distillery“ – übernachteten wir einfach am parkplatz der destillery.

09:30 uhr und wir starteten unseren besuch im „powerscourt house“. es ist ein imposantes herrenhaus aus dem 18. jh, das südlich von dublin liegt. ursprünglich als residenz für die familie wingfield erbaut, besticht das anwesen durch seine elegante architektur und die prächtig angelegten gärten, die zu den schönsten in irland zählen. besonders beeindruckend waren die weitläufigen italienischen und japanischen gärten, die mit kunstvollen wasserspielen, skulpturen und seltenen pflanzen zum verweilen einladen.

im inneren des hauses erwarteten uns stilvoll restaurierte räume, in denen sich geschichte und moderne nutzung harmonisch verbinden. die aussicht von der terrasse auf die wicklow mountains ist spektakulär.

nach der besichtigung wanderten wir in die „powerscourt distillery“, die sich direkt am anwesen befindet und irischen whiskey produziert. bei der führung durch die destillerie haben wir viel über die kunst der whiskeyherstellung in der powerscourt distillery erfahren. natürlich haben wir auch das edle getränk verkosten dürfen 😉

insgesamt war der besuch im powerscourt house und der powerscourt distillery ein gelungener abschluss, ehe wir uns der hauptstatt zuwendeten. sollte man gesehen und erlebt haben.

jetzt ging es nach dublin – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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auf in den äußersten nordwesten von irland…

auf in den äußersten nordwesten von irland, das war unser ziel für die nächsten tage. den beginn machten wir in foxford bei „the foxford experience“. die foxford experience ist ein interaktives besucherzentrum, dass die geschichte der foxford woollen mills erzählt. in der modernen ausstellung erfuhren wir alles über die entstehung der berühmten wollweberei und konnten den produktionsprozess hautnah miterleben. beeindruckend war, wie hier tradition und innovation miteinander verschmelzen und man die gelegenheit hat, echte irische handwerkskunst zu bestaunen. in einem shop kann man die hochwertigen produkte direkt vor ort kaufen.

im anschließenden restaurant ließen wir unsere eindrücke bei einem ausgezeichneten lunch ausklingen. sehr interessanter besuch.

nach dem herrlichen lunch ging es am nachmittag nach knock, wo wir dem „knock shrine & knock museum“ einen besuch abstatteten. der knock shrine ist wahrscheinlich die bedeutenste pilgerstätte irlands, die jährlich mehr als 1million menschen aus der ganzen welt anzieht. wie bedeutend knock shrine für die katholische kirche war und ist, zeichnet sich durch die besuche von papst johannes paul II. (1979) und papst franziskus 2018 aus.
wir besichtigten die beeindruckende basilika und tauchten ein in die bewegende geschichte der marienerscheinung von 1879, die knock zu dem ort der hoffnung und andacht gemacht hat, der er heute ist. die ruhige atmosphäre und die gepflegten, weitläufigen anlagen luden uns zum verweilen und nachdenken ein.

im anschluss besuchten wir auch das knock museum, das auf anschauliche weise die lokale geschichte und die bedeutung des schreins vermittelt. interaktive ausstellungen und persönliche erzählungen machen deutlich, welche rolle knock für generationen von pilger und diese region spielt. ein bewegender besuch, der unsere reise durch den nordwesten irlands bereicherte.

für die nacht haben wir wieder einmal ein stellplätzchen nach unserem geschmack gefunden, am ufer des see annaghmore 😉

in strokestown, unserer nächsten station, konnten wir an einer führung durch das „strokestown’s palladian house“ und das angrenzende „national famine museum“ teilnehmen. das prachtvolle anwesen, mit seiner eleganten architektur und den gepflegten gärten, bot uns einen faszinierenden einblick in die georgianische vergangenheit irlands. im inneren sahen wir aufwendig gestaltete historische räume und möbel und erfuhren bemerkenswerte fakten und spannende aspekte über das leben der familien, die das haus einst bewohnten. die fachkundige führung mit ausführlichen details zur geschichte des anwesens sowie dessen bedeutung für die region, war ein schönes und interessantes erlebnis.

im national famine museum, einem hochmodernen, interaktiven museum, wird das parallele leben der aristokratischen vermieter aus dem strokestown’s palladian house – deren macht und deren dilemma – und ihrer mieter im strokestown park estate – geprägt von hunger, räumung und exil – dramatisch zum leben erweckt. wir erhielten einzigartige einblicke über das traurige kapitel der großen irischen hungersnot, eine katastrophe die irland für immer veränderte.

ein stück weiter, in carrick-on-shannon, warfen wir einen blick in die „costello memorial chapel“. ein echtes kuriosum, denn sie ist die kleinste kirche europas und wurde 1877 von edward costello als gedenkstätte für seine verstorbene frau errichtet. die winzige kapelle beeindruckt mit liebevollen details und einer ganz besonderen, fast intimen atmosphäre. trotz ihrer geringen größe ist sie ein ort voller geschichte und emotion.

unsere route führte uns zu einer weiteren spannenden station, „the shed distillery of pj rigney“. in dieser modernen, aber liebevoll traditionell geführten destillerie, tauchten wir in die welt der irischen spirituosen ein. wir lernten den handwerklichen herstellungsprozess des berühmten „drumshanbo gunpowder irish gin“ kennen – von der auswahl der exotischen botanicals bis zur destillation in klassischen kupferkesseln. die leidenschaft und innovationskraft von gründer pj rigney ist hier in jedem detail zu spüren. wir hatten auch die gelegenheit uns über verschiedene andere produkte zu informieren, wie z.b. den „drumshanbo sausage tree pure irish vodka“, und verkosteten einen ausgezeichneten „drumshanbo single pot still irish whiskey“ direkt vor ort. ein echtes erlebnis für uns, da wir neugierig auf traditionelle destillationskunst und irische ursprünglichkeit sind.

ab in die tiefe. das besucherzentrum „arigna mining experience“ bietet einen einzigartigen einblick in die geschichte des kohlebergbaus im nordwesten irlands. in einer authentischen, ehemaligen mine wurden wir von ehemaligen bergleuten durch die engen stollen geführt und erfuhren aus erster hand, wie hart und entbehrungsreich die arbeit unter tage war. anschaulich werden die lebens- und arbeitsbedingungen der bergleute dargestellt – von den einfachen werkzeugen bis hin zu den herausforderungen des alltags. die führung war spannend und vermittelte nicht nur technisches wissen, sondern auch bewegende persönliche geschichten. für uns hat dieser besuch eindrucksvolle blicke in die vergangenheit ermöglicht, die uns den respekt vor dem leben und wirken der bergleute noch einmal ganz neu vor augen geführt hat.

von arigna aus führte uns unser weg weiter nach boyle, wo wir die berühmte „boyle cistercian abbey“ besichtigten. die abbey ist eine beeindruckende klosteranlage aus dem 12. jh., die zu den besterhaltenen zisterzienserabteien irlands zählt. beim rundgang durch die ruinen konnten wir die kunstvollen romanischen und frühgotischen steinmetzarbeiten bewundern und die besondere atmosphäre dieses historischen ortes auf uns wirken lassen. wir bekamen einblicke in das klösterliche leben und die bewegte geschichte der abtei, die über jahrhunderte als geistiges und kulturelles zentrum der region diente.

unweit der abbey machten wir noch einen abstecher zum „king house“ im herzen von boyle. dass herrenhaus aus dem 18. jh. war einst sitz der familie king und diente später als kaserne sowie verwaltungssitz.

bevor wir boyle verließen, machten wir noch halt an der „tobernalt holy well“. diese uralte heilige quelle liegt idyllisch in einem kleinen wäldchen am lough gill und ist ein besonderer ort der spiritualität und ruhe. seit jahrhunderten pilgern gläubige hierher, um wasser zu schöpfen, zu beten und kleine opfergaben zu hinterlassen. die friedliche atmosphäre, umgeben von moosbewachsenen steinen und alten bäumen, regt einem zum nachdenken, reflektieren und sich besinnen an.

auf dem weiteren weg durfte ein besuch der „sligo abbey“ nicht fehlen. das im 13. jh. gegründete dominikanerkloster beeindruckt durch seine gut erhaltenen ruinen, in denen noch zahlreiche kunstvolle details wie filigrane steinmetzarbeiten und verzierte grabplatten zu entdecken sind. beim rundgang durch die anlage konnten wir uns lebhaft vorstellen, wie das kloster jahrhundertelang ein zentrum des religiösen lebens in der region war.

nach unserem abbey besuch verspürten wir hunger und nachdem wir in rosses point übernachten wollten, machten wir einen abstecher in das seafood restaurant „fish & bean“, direkt am wild atlantic way. das stilvoll eingerichtete lokal, mit blick auf coney island und die sligo bay, beeindruckte uns mit einem unvergesslichen meeresfrüchte-erlebnis. wir probierten verschiedene spezialitäten wie gebratenen kabeljau, austern und hummer, begleitet von hausgemachtem brot und dazu weißwein. ein kulinarisches highlight, auf unserer reise durch den nordwesten irlands.

bevor wir uns zu unserem schlafplatz begaben, machten wir noch einen spaziergang zum „metal man“. dieses leuchtsignal, das auf einem markanten sockel unmittelbar vor der küste steht, wurde 1821 errichtet und ist eine bekannte sehenswürdigkeit und ist ein beliebtes fotomotiv.

der nächste tag führte uns weiter nach nordwesten, wo wir einen halt in kilcar einlegten, beim „studio donegal“. diese traditionsreiche weberei ist berühmt für ihre hochwertigen, handgewebten tweedstoffe und wollwaren, die seit generationen in echter handarbeit gefertigt werden. bei einer führung durch die werkstatt konnten wir den handwerkern direkt bei ihrer arbeit zusehen und erfuhren viel über die aufwendigen prozesse vom spinnen der wolle bis hin zum fertigen stoff. die leidenschaft und das handwerkliche können, die in jedem einzelnen stück stecken, beeindruckten uns sehr.

im angrenzenden shop fanden wir eine große auswahl an einzigartigen schals, decken und kleidungsstücken – alles „made in donegal“.

wir fuhren weiter nach glencolmcille und konnten am weg dorthin erstaunlicherweise leute baden sehen – brrrrrrr – aber so sind die iren halt 😉.

in glencolmcille angekommen erkundeten wir das „glencolmcille folk village“. dieses liebevoll gestaltete museumsdorf bietet einen faszinierenden einblick in das ländliche leben im county donegal des letzten jahrhunderts. in authentisch eingerichteten cottages, die verschiedene epochen widerspiegeln, konnten wir sehen, wie die menschen früher lebten, arbeiteten und feierten. die ausstellungen zeigen traditionelle haushaltsgegenstände, werkzeuge, möbel und vermitteln dabei das gefühl, in die vergangenheit einzutauchen. eine wunderbare gelegenheit, das authentische irland abseits der bekannten sehenswürdigkeiten zu erleben.

 

auf der strecke zwischen glencolmcille und donegal lohnte sich der abstecher zur „ardara distillery“. diese noch junge, aber bereits vielfach ausgezeichnete destillerie verbindet moderne technik mit traditionellem handwerk und widmet sich ganz der herstellung charaktervoller irischer whiskeys. bei der führung durch die anlage haben wir einblicke in den herstellungsprozess erhalten. von der auswahl der regionalen gerste bis zur reifung in sorgfältig ausgewählten fässern. auffallend ist die leidenschaft mit der das team von ardara alte rezepturen neu interpretiert und dabei stets wert auf höchste qualität legt. die verkostung am ende der führung bot uns die möglichkeit, die vielfalt der ardara-whiskeys direkt zu erleben – ein genuss irischer destillierkunst.

wenn man schon in donegal ist, dann muss man natürlich das „nancy´s“ auf ein dutzend austern besuchen – frisch und seeeehr lecker. das gemütliche pub, das bereits seit generationen von derselben familie geführt wird, ist weit über donegal hinaus für seine herzliche atmosphäre, die urige einrichtung und die ausgezeichnete küche bekannt.

nach dem besuch im nancy´s begaben wir uns auf unseren übernachtungsplatz am lough akibbon – ruhig, gemütlich und einsam.

am nächsten morgen brachen wir früh in richtung glenveagh nationalpark auf. unser ziel war das „glenveagh visitor centre“, das sich als perfekter ausgangspunkt für die erkundung dieses beeindruckenden naturgebiets erwies.

nach einem informativen rundgang machten wir uns auf den weg zum „glenveagh castle“. das von captain john george adair in den 1870er-jahren, im stil eines schottischen baronialschlosses erbaute große landhaus mit zinnen, beeindruckte uns mit seinen räumlichkeiten und den liebevoll gepflegten gärten. wir erfuhren viel über die wechselvolle geschichte des anwesens und über die vertreibung der pächter durch captain adair als landbesitzer von seinem besitz (der volksmund sagt, das landhaus sei wegen der grausamen vertreibungen mit einem fluch belegt).

jetzt musste wieder eine wanderung her, deshalb führte uns unser weg weiter zum „ards forest park“. dieses weitläufige naturparadies an der donegal-küste begeistert mit einer abwechslungsreichen landschaft aus wald, sanddünen, moor und langen sandstränden. wir genossen einen ausgedehnten spaziergang auf den gut ausgeschilderten wanderwegen. besonders gefallen hat uns die ruhe, die uns das gefühl gab, allein mitten in der unberührten natur zu sein.

nach unserer wanderung setzten wir unsere reise entlang der küste fort und steuerten zum tagesabschluss das „fanad head lighthouse visitors centre“ an. der majestätisch auf einer landzunge gelegene leuchtturm zählt zu den schönsten in ganz irland und bietet nicht nur spektakuläre ausblicke auf den atlantik, sondern auch spannende einblicke in die geschichte der seefahrt in donegal. wir erfuhren interessantes über das leben der leuchtturmwärter und die wichtige rolle des leuchtturms für die schifffahrt in dieser region. der aufstieg über die enge wendeltreppe, wurde mit einem panoramablick über das meer und die zerklüftete küste belohnt. ein schönes erlebnis.

bevor wir donegal verließen, stand noch ein echtes naturhighlight auf unserem plan, der „great pollet sea arch“. dieser beeindruckende, natürliche felsbogen liegt spektakulär an der rauen küste der fanad-halbinsel und ist über jahrtausende von den wellen des atlantiks in den felsen geschliffen worden.

von dort aus fuhren wir weiter zum „fort dunree“, einer historischen festung, die hoch über dem lough swilly thront und einen panoramablick auf das wasser und die umliegende küstenlandschaft bietet. ursprünglich im 19. jh. zur verteidigung der bucht errichtet, beherbergt das fort heute ein museum zur militärgeschichte und zur strategischen bedeutung der region. beeindruckend fanden wir die gut erhaltenen bunkeranlagen, die alten kanonen und die multimedialen ausstellungen, die die vergangenheit lebendig werden lassen.

weiter ging es zum „mamore gap“. diese spektakuläre passstraße schlängelt sich steil durch die berge der inishowen-halbinsel und bietet ausblicke auf die umliegende landschaft und das meer. da das wetter wieder einmal „irisch“ war, war die fahrt hinauf ein kleines abenteuer, denn die strecke ist schmal und kurvenreich.

wer den mamore gap besucht, sollte sich auch die berühmte „holy well“ und die kleine grotte am pass nicht entgehen lassen. diese spirituellen orte, die sich direkt am straßenrand befinden, sind seit generationen ziel von pilgernden und reisenden. die grotte ist der jungfrau maria gewidmet und liebevoll mit blumen, kerzen und religiösen andenken geschmückt. auch wir haben in der besondere atmosphäre an diesem abgelegenen platz, umgeben von den bergen und der weite der landschaft, den moment der stille genossen und einen wunsch an das universum hinterlassen.

vom marmore gap war es nicht mehr weit bis zu unserem nächsten stopp, dem „doagh famine village“. ein freilichtmuseum auf der inishowen-halbinsel, das sich der irischen geschichte vom 19. jh. bis in die gegenwart widmet.

hier erfuhren wir auch wie der irische poitín (auch als irischer mondschein bekannt – ein traditioneller irischer hochprozentiger schnaps, der ursprünglich illegal gebrannt wurde) nach alten familienrezepten auch noch heutzutage hergestellt wird. eine verkostung durfte selbstverständlich dabei nicht fehlen 😉

wir setzten unsere reise in richtung des nördlichsten punktes irlands fort – malin head, auf der halbinsel inishowen, wo wir auch beim „lloyds signal tower“ die nacht verbrachten.

nach einer sehr windigen nacht machten wir am morgen eine wanderung zum malin head und der felsformation hell’s hole, in die mit voller kraft die wellen schlagen. die raue, windgepeitschte landzunge beeindruckte uns mit ihren dramatischen klippen, tosenden wellen und der endlosen aussicht auf die spektakuläre küstenlandschaft am atlantik. unsere wanderung, entlang der markanten felsformationen, vermittelte uns ein gefühl von weite und freiheit und die donnernden wassermassen sowie das faszinierende farbenspiel machten diesen ort zu einem erlebnis.

hier spürt man die ungezähmte kraft der natur – ein perfekter abschluss unserer entdeckungsreise entlang der nordirischen küste.

weiter ging es entlang der grenze nordirlands, in richtung dublin – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr…

whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr stand als nächstes auf unserem programm, aber alles der reihe nach. wir verließen banagher in richtung birr, wo wir uns das „birr castle demesne“ ansahen. beeindruckt waren wir von seiner weitläufigen parkanlage, den prachtvollen gärten und dem historischen schloss.

interessant war auch das berühmte große teleskop, dass im 19. jh. als das größte der welt galt.

wir schlenderten gemütlich durch die gepflegten anlagen und erfuhren bei der guided castle tour viel über die geschichte der familie parsons, die das anwesen seit jahrhunderten bewohnt.

die nacht verbrachten wir an einem see gelegenen stellplatz, nahe des lough boora sculpture park‘s.

der nächste tag begann nach dem frühstück mit einer wanderung durch den „lough boora sculpture park“. wir spazierten zwischen den kunstwerken und genossen die ruhige atmosphäre der weitläufigen moorlandschaft. die unterschiedlichen skulpturen fügten sich harmonisch in die natur ein und boten interessante ansichten. unsere wanderung war eine angenehme mischung aus kunst und natur, bei der wir immer wieder neues entdecken konnten.

nach unserer entspannung in der natur ging es zu einem weiteren highlight, in die „tullamore distillery“ zur “behind the scenes” guided tour. zum einstieg gab es „irish coffe“

und danach erhielten wir einblicke in den herstellungsprozess dieses bekannten irischen whiskeys – angefangen bei der auswahl der besten zutaten, über das maischen und brennen, bis hin zur reifung in sorgfältig ausgewählten fässern. wir erfuhren viel über die lange geschichte der destillerie und wie traditionelle handwerkskunst mit moderner technik verbunden wird. beeindruckend war die atmosphäre in den lagerhäusern, wo der duft nach holz und whiskey in der luft lag.

natürlich konnten wir auch verschiedene whiskeysorten verkosten und die feinen unterschiede im geschmack erleben. ich persönlich habe auch einen neuen lieblings whiskey gefunden, den „tullamore d.e.w. aged 12 years“, aber damit stehe ich sicher nicht alleine da 😉.

als nächster programmpunkt stand das „belvedere house, gardens & park“ auf unserer route. idyllisch am ufer des lough ennell gelegen, beeindruckte uns die anlage aus dem 18. jh mit weitläufigen, sorgfältig gepflegten gärten. kurios ist auch die berühmte „jealous wall“, diese scheinruine wurde 1760 vom 1. earl of belvedere, robert rochfort, erbaut, nachdem es zu einem streit mit seinem bruder george gekommen war, der im nahegelegenen tudenham house lebte. robert war eifersüchtig auf georges haus, dass größer als das haus belvedere war, weshalb er die mauer baute, um seine sicht auf tudenham zu versperren.
wir genossen die ruhe des parks, und erkundeten die unterschiedlichen themengärten.

nach einer ruhigen nacht im public car park, bei der old rail trail greenway in streamstown, machten wir uns auf den weg zum „dún na sí amenity & heritage park“. überall spürte man die geschichte der region sowie die der irischen kultur, die mit ihren alten mythen unser interesse am kulturellen volkserbe bei uns weckte.

auch der folgende besuch im „derryglad folk and heritage museum“ versetzte uns in eine vergangene zeit, mit einer von charlie & bridie finneran liebevoll zusammengetragenen ausstellung über das alltagsleben vergangener jahrzehnte. in zahlreichen räumen und scheunen bestaunten wir die beeindruckende sammlung von alltagsgegenständen und erinnerungsstücken, die das leben in irland anschaulich dokumentieren. durch charlie finneran‘s spannende geschichten, über die ausgestellten exponate, wurde die vergangenheit lebendig und lustig erläutert und verdeutlicht – vielen dank.

nächste station „glengowla mines“, nahe oughterard. diese historische mine, die ursprünglich im 19. jh. zur förderung von silber und blei genutzt wurde, beeindruckt mit ihren tiefen stollen und erlaubt faszinierende einblicke in die harte arbeit der damaligen bergleute. wir tauchten ein in die welt des bergbaus, erfuhren mehr über die entstehung der mine, die geologischen besonderheiten und die harten lebensbedingungen der arbeiter.

im anschluss gab es vom besitzer, keith geoghegan, eine sheep dog demonstration. diese war zwar vom strömenden regen etwas beeinträchtigt, aber trotzdem sehr interessant.

auf schmalen wegen ging es nach errisbeg west, in der grafschaft galway, wo wir es uns auf dem „gurteen bay caravan & camping park“ gemütlich machten. auf einem schönen stellplatz mit blick aufs meer konnten wir alle annehmlichkeiten des camping platzes nutzen.

am nächsten tag stand ein besuch auf unserem programm, auf den wir uns schon lange gefreut hatten – dass „connemara smokehouse“. dieses ist eines der ältesten und traditionsreichsten räuchereien im westen irlands und liegt direkt an der atlantikküste bei der kleinstadt clifden. hier spürt man gleich die besondere atmosphäre eines familiengeführten betriebs. während einer spannenden führung bekamen wir einen einblick in die traditionelle kunst des räucherns und erfuhren viel über die herkunft und qualität der verwendeten fische. wir sahen, wie die frischen lachs- und makrelenfilets von hand gesalzen und anschließend über torf und buchenholz langsam geräuchert werden und die verkostung war ein hammer. der zarte, rauchige geschmack des lachses war unvergleichlich – kein vergleich zu industriell hergestellten produkten. der inhaber graham roberts erzählte mit viel leidenschaft von der familiengeschichte und dem nachhaltigen umgang mit den ressourcen des atlantiks. ein rundum gelungener besuch, der uns nicht nur kulinarisch, sondern auch mit den präsentierten werten und idealen kulturell begeistert hat.

danach machten wir noch einen kurzen zwischenstopp am berühmten „coral strand“ bei carraroe. dieser besondere strand besteht nicht aus sand, sondern aus winzigen, weißen kalkalgen, die wie korallen wirken und ihm seinen namen geben. die farbe des strandes, das türkisfarbene wasser und die küstenlandschaft sorgen für eine außergewöhnliche atmosphäre.

anschließend begaben wir uns auf eine rundwanderung um das „hochmoor derrigimlagh“. eine wunderschöne hochmoorlandschaft mit seen und weitläufigen torffeldern sowie seltenen pflanzen. beeindruckend war auch, dass hier zwei kapitel unserer technischen weltgeschichte geschrieben wurden –
1907 baute der italienische erfinder guglielmo marconi eine der ersten transatlantischen funkstationen der welt mitten im derrigimlagh moor und sendete die ersten morsezeichen über den nordatlantik bis nach neufundland.
1919 die legendäre fluglandung mit einem doppeldecker der britischen piloten john alcock und arthur whitten brown nach der ersten atlantiküberquerung im nonstopflug.

der nächste tag begann mit einem 3 km morgenspaziergang am „lower diamond hill“. der gut ausgebaute wanderweg schlängelt sich durch die beeindruckende landschaft des connemara nationalparks und bietet immer wieder ausblicke auf die umliegenden hügel und das meer.

ein besonderer ort auf unserer reise war „kylemore abbey & victorian walled garden“. die majestätische benediktinerabtei liegt malerisch am ufer eines sees und ist von einer atemberaubenden berglandschaft umgeben. kylemore abbey gilt als eines der meistfotografierten motive irlands.die geschichte der kylemore abbey ist eng mit mitchell henry verbunden, der das schloss ende des 19. jh. erbauen ließ. ursprünglich als romantischer rückzugsort für seine frau margaret gedacht, wurde das anwesen nach ihrem frühen tod zu einem ort der erinnerung. das innere der abtei bietet einblicke in die wechselvolle geschichte des hauses.

beeindruckend sind die liebevoll restaurierten räume, die neugotische kirche (wurde gerade renoviert) sowie das mausoleum, die als symbol der liebe und trauer erbaut wurde.

ein spaziergang durch die weitläufigen gärten und entlang des seeufers vermittelten einen bleibenden eindruck von der schönheit und erhabenheit dieses außergewöhnlichen ortes.

später übernahmen benediktinerinnen das anwesen und gründeten ein kloster sowie eine schule, welche über viele jahrzehnte ein bedeutender teil des irischen bildungswesens war.

am nachmittag ging es dann weiter auf die „killary sheep farm“. die farm liegt malerisch an den hängen des killary fjords und ist ein echter geheimtipp, um das traditionelle leben auf einer irischen schaffarm hautnah zu erleben.wir wurden herzlich von tom nee empfangen, der uns mit viel leidenschaft und fachwissen durch den nachmittag begleitete. beeindruckt hat uns die vorführung der sheepdog-arbeit. der gut trainierte border collie reagierte auch über eine große entfernung auf jedes kommando und zeigte eindrucksvoll, wie hund und mensch als team zusammenarbeiten um die herde zu lenken.

tom zeigte uns auch noch wie gekonnt ein schaf mit geübten handgriffen geschoren wird. ein toller, beeindruckender nachmittag.

nach der tollen sheepdog-arbeit machten wir einen halt beim „connemara sheep and wool centre“ in leenane. das besucherzentrum bietet faszinierende einblicke in die regionale geschichte der schafzucht und wollverarbeitung.

während einer anschaulichen vorführung konnten wir miterleben, wie aus geschorener schafwolle mit traditionellen geräten wie spinnrädern und webstühlen garne und hochwertige stoffe hergestellt werden. besonders spannend war es, als ingrid selbst die alten handwerkstechniken ausprobieren durfte.

unsere tour setzen wir bis zu den „aasleagh falls“ fort. die wasserfälle liegen idyllisch an der grenze zwischen galway und mayo. umgeben von grünen wiesen und sanften hügeln lädt die landschaft rund um die aasleagh falls für eine kurze pause und ein erinnerungsfoto ein.

von den aasleagh falls setzten wir unsere fahrt durch die spektakuläre landschaft des „doo lough pass fort. diese eindrucksvolle passstraße schlängelt sich zwischen majestätischen bergen hindurch und bietet atemberaubende ausblicke auf den tiefblauen doo lough see und die umliegenden täler – sofern es nicht gerade nebelig ist, wie bei unserer fahrt. die stille und weite der natur ist hier beeindruckend.

ein besonders bewegender punkt am pass ist das „doo lough famine memorial“. das schlichte denkmal erinnert an die tragische geschichte des „famine walk“ im jahr 1849, als zahlreiche menschen während der großen hungersnot auf der suche nach hilfe über den pass wanderten – es wird vermutet, dass mehr als 400 menschen am doo lough ums leben kamen. ein zwischenstopp, der uns zum nachdenken anregte.

nachdem wir in westport auf einem ruhigen parkplatz genächtigt hatten, machten wir nach dem frühstück einen kleinen bummel durch die stadt. wir besuchten unter anderem: the clock (1947 erbaut und ist irlands einzige stadtuhr im art-déco-stil; trägt auch den spitznamen „der viergesichtige lügner“, da sie oft die falsche Zeit angibt) – the octagon (glendenning monument – westports berühmtestes wahrzeichen – st. patrick steht an der spitze) – doris brothers’ bridge (wunderschöne steinbrücke) – holy trinity westport church of ireland – the mall (entlang des flusses und vorbei an der marienkirche) – bridge str. (viele bunte gebäude) – newport railway viaduct – seven arches bridge – hielten ein schwätzchen mit princess grace 😉– st. patrick’s church und noch vieles mehr.

wir verließen westport in richtung newport und legten einen fotostopp bei der „burrishoole abbey“ ein. die klosterruine liegt idyllisch am ufer eines kleinen flusses und strahlt eine besondere ruhe aus. 1470 gegründet, zeugen die erhaltenen mauern und spitzbogenfenster noch heute von der bewegten geschichte dieses ortes.

unsere route führte uns weiter über achill island – grace o’malley’s castle – white cliffs of ashleam – keem beach

bis nach dugort, wo wir am „seal caves caravan & camping park“, auf der obersten terasse eine nacht mit blick auf die bucht verbringen durften.

am nächsten morgen starteten wir mit der „tóchar daithí bán rundwanderung“, einem etwa zwei kilometer langen rundweg, der uns mitten durch das grüne herz von achill island führte. vom campingplatz aus schlängelte sich der pfad durch sanfte wiesen, vorbei an kleinen hügeln und eröffnete immer wieder ausblicke auf das meer und die umliegenden berge. eine friedliche stimmung und ein wunderbarer start in den tag.

bevor wir uns auf den weg zu unserem nächsten ziel machten, legten wir noch einen besonderen halt bei „st. dairbhile’s holy well“ ein. der ort liegt abgeschieden an der spitze der mullet peninsula und ist seit jahrhunderten ein ziel für pilger und besucher, die heilung und segen suchen. es heißt, dass das wasser des brunnens heilende kräfte besitzt, besonders für augenleiden.

ganz in der nähe des heiligen brunnens liegt auch „deirbhile’s twist“, ein moderner steinkreis, der 1993 von lokalen künstlern errichtet wurde. die zwölf aufrecht stehenden steine sind spiralförmig angeordnet und erinnern an die uralte keltische tradition der steinkreise, die in irland vielerorts zu finden sind.

ein besuch des „blacksod lighthouse“ bildete den abschluss unseres tages. der leuchtturm, der seit 1864 an der südwestlichen spitze der mullet peninsula steht, besticht durch seine robuste granitbauweise und die lage direkt am atlantik. neben seiner wichtigen rolle für die schifffahrt ist der blacksod leuchtturm auch historisch bedeutsam: von hier aus wurde am 3. Juni 1944 der wetterbericht übermittelt, der entscheidend für den start des d-day war. ein ort voller geschichte, der uns mit seiner rauen schönheit beeindruckt hat.

nach unserem abstecher zum blacksod leuchtturm führte uns unsere reise zu den „céide fields und dem dazugehörigen besucherzentrum“. die céide fields gelten als das älteste bekannte feldsystem der welt und stammen aus einer zeit vor fast 6.000 jahren. die anlage, malerisch auf hohen klippen mit weitem blick über den atlantik gelegen, beherbergt reste von steinmauern, häusern und gräbern, die über jahrtausende von moor und torf bedeckt wurden. das besucherzentrum bietet ausstellungen über das leben der frühen bauern und die geschichte dieser einzigartigen landschaft. der spaziergang durch die felder und das eintauchen in die welt der jungsteinzeitlichen siedler wurde vom anhaltenden regen beeinträchtigt, aber uns wurde bewusst, wie erfinderisch und anpassungsfähig die menschen damals schon waren.

wir kamen auch an der „rathfran abbey“ vorbei. eine abtei, die im 13. jh. von dominikanern gegründet wurde, liegt etwas abseits der hauptstraße inmitten grüner felder und strahlt eine stille würde aus. obwohl heute nur noch ruinen erhalten sind, lassen sich an den mauern und fensterbögen die einstige bedeutung des klosters erahnen. leider war das wetter nicht geeignet sich die ruine näher anzusehen.

nächstes ziel ist sligo am wild atlantic way – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

den shannon-river mit dem eigenen boot bereisen…

den shannon-river mit dem eigenen boot bereisen. das war mein wunsch und jetzt ging unsere reise weiter mit dieser besonderen schiffsreise am shannon-river.

von „silverline cruisers“ übernahmen wir unser neues zu hause für die nächsten tage. das cleverchen stellten wir am gelände von silverline cruisers sicher ab, kauften noch proviant für die nächsten tage ein und dann ging es los. einführung – instruktionen – kleine testfahrt. alles unkompliziert von der silverline-cruisers crew abgewickelt.

und dann war es so weit – ahoi kapitän albert. ein wenig mulmig war uns schon dabei, denn wir erwarteten ein wesentlich kleineres boot. na ja, besser mehr luxus als gar keinen 😉 –
2 schlafzimmer, 2 badezimmer, große küche, großes wohnzimmer usw.. leinen los und auf gings richtung norden.

erste etappe: von banagher nach shannonbridge.
unsere erste anlegestelle und gleichzeitig unser erster schlafplatz war shannonbridge mooring. dort angekommen waren wir froh einen schönen platz zu ergattern und nach einen kleinen spaziergang um die aufregung über die neue art zu reisen sich legen zu lassen, machten wir uns an bord abendessen und gingen zeitig schlafen.

die nächste route am shannon führte uns von shannonbridge nach athlone. am weg zu diesem ankerplatz machten wir halt an der „clonmacnoise monastic site“. die clonmacnoise monastic site ist eine der bedeutendsten frühmittelalterlichen klosteranlagen irlands und liegt direkt am ufer des shannon. gegründet im 6. jh. von St. ciarán, bietet die historische stätte beeindruckende rundtürme, reich verzierte hochkreuze und die ruinen mehrerer kirchen. man kann sich leicht vorstellen, wie das kloster einst ein bedeutendes zentrum für gelehrsamkeit und religion war. wir genossen auch die friedliche lage direkt am fluss. unser besuch zählte zu den höhepunkten unserer fahrt am shannon.

wir fuhren weiter……unser tagesziel athlone erreichten wir am abend. das glück war auf unserer seite, denn wir erwischten einen schönen ankerplatz, auf dem wir auch über nacht stehen bleiben konnten.nach dem abendessen machten wir noch einen kleinen bummel und gönnten uns ein guinness in der „sean´s bar“ dem ältesten pub irlands.

ehe wir unseren nächsten reiseabschnitt angingen, besuchten wir noch das „athlone castle“. es liegt direkt am westufer des shannon und ist eine imposante festung, die ursprünglich im 13. jh. erbaut wurde. die burg spielte eine wichtige rolle in der geschichte irlands, insbesondere während der belagerung von athlone im jahr 1691. heute beherbergt sie ein interaktives museum, dass die bewegte vergangenheit der region lebendig werden lässt.

anschließend machten wir noch einen kurzen besuch der athlons „church of saints peter & paul“. sie ist eine katholische kirche aus den 1930er jahren, direkt am shannon gelegen. sie beeindruckt durch ihre großen türme und den reich verzierten innenraum mit schönen mosaiken und fenstern. das gotteshaus gilt als eines der wahrzeichen der stadt.

auf unserem weiteren weg entlang des shannon legten wir am späteren nachmittag einen ganz besonderen stopp an der „wineport lodge“ ein, eine luxuslodge am ufer des lough ree. wir gingen an der bootsanlegestelle für gäste vor anker und besuchten dieses idyllisch gelegene hotel, restaurant und cedarwood spa. die wineport lodge ist bekannt für ihre entspannte atmosphäre, das exzellente service sowie ihrer ausgezeichneten küche.

unser besuch begann im spa, wo wir zuerst im infinity pool ein bad nahmen

und anschließend das outdoor seaweed bad genossen (ein warmes wannenbad, das mit meeresalgen angereichert wird – das spa verwendet biologisch angebauten, handgeernteten atlantik-seetang). mit einem glas sekt und dem grandiosen blick über das wasser, war das für uns das ultimative entspannungserlebnis.

anschließend wechselten wir auf die sonnige terrasse, mit freien blick über den lough ree und wurden mit einem hervorragenden abendessen verwöhnt. das hauseigene restaurant bietet frisch zubereitete gerichte mit lokal bezogenen produkten – ein exquisites kulinarisches erlebnis.

die wineport lodge besticht durch ihren außergewöhnlichen stil und ungezwungenen luxus – ein echter geheimtipp, für alle, die ein wenig entspannung während ihrer bootstour suchen. und jetzt die gute nachricht, für all jene, die sich nicht für eine shannon cruise entscheiden können, die anreise zur wineport lodge ist auch mit dem auto problemlos möglich und kostenlose parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden.
wir waren rundum begeistert und verbrachten die nacht am bootsanleger der wineport lodge. ja, so lässt es sich angenehm leben 😉

am nächsten morgen war es etwas nebelig störte uns aber nicht da wir an diesem tag einen fahrtag eingeplant hatten. von der wineport lodge nach shannonbridge.
gemütlich bummelten wir den shannon flussabwärts,

bis wir unseren ankerplatz erreichten. abendessen und anschließen mit einem gläschen wein den sonnenuntergang erleben.

der nächste tag und die wenigen stromkilometer bis nach banagher machten mich persönlich etwas traurig den in banagher mussten wir unser boot wieder bei „silverline cruisers“ abgeben. es war eine tolle reise mit einem tollen boot.

jetzt gab es ein wiedersehen mit unserem „cleverchen“ mit dem wir jetzt wieder weiterreisen – nächstes ziel: glen lower – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

feohanagh bis banagher…

feohanagh bis banagher. nachdem wir feohanagh verlassen hatten, war unser nächstes ziel blennerville wo wir uns die „blennerville windmühle“ – irlands größte funktionierende windmühle ansahen. sie ist ein beeindruckendes wahrzeichen und ein zeugnis der irischen ingenieurs kunst aus dem 19. jh.. sie wurde liebevoll restauriert und kann heute besichtigt werden. es gab eine ausstellungen über die geschichte der müllerei, blennervilles rolle als auswanderungshafen für hungersnöte

und eine modelleisenbahn ausstellung!.

nach der windmühle machten wir uns auf den weg nach ardfert, wo wir das kloster und die cathedrale besichtigten.

dass „kloster von ardfert“ ist ein bedeutendes historisches bauwerk, das auf eine lange geschichte zurückblickt. es wurde ursprünglich im 6. jh. gegründet und war über jahrhunderte ein wichtiger religiöser mittelpunkt in der region. besonders eindrucksvoll sind die gut erhaltenen details, die von der kunstvollen gestaltung zeugen.

die gleich nebenan liegende „kathedrale von ardfert“ beeindruckt durch ihre imposanten überreste und die besondere atmosphäre. sehenswert sind die kunstvoll gearbeiteten fensterbögen und das filigrane mauerwerk, das selbst nach jahrhunderten noch von der einstigen pracht zeugt. im inneren der ruine entdeckt man zahlreiche grabplatten und inschriften, die spannende geschichten aus der vergangenheit erzählen. ein lohnender besuch.

als tagesabschluss machten wir noch einen abstecher zur ruine des „carrigafoyle castle“.carrigafoyle castle ist eine eindrucksvolle burgruine aus dem 15. jh. direkt an der shannon-mündung. sie spielte einst eine wichtige rolle in den irischen kriegen.

als nächste stand etwas ganz besonderes auf unserem programm, dass „foynes flying boat & maritime museum“ in foynes. kaum betritt man das museum, fühlt man sich, als hätte man die tür zu einer vergangenen ära geöffnet – in jene goldene zeit, als das fliegen noch ein abenteuer und ein kleines stück luxus war.
in den 1930er- und 1940er-jahren war foynes das tor europas zur neuen welt. damals landeten hier die großen flugboote von pan american airways und boac – elegante maschinen wie die boeing 314 „clipper“, die den atlantik überquerten, lange bevor düsenflugzeuge diese rolle übernahmen.

 

das museum erzählt diese faszinierende zeit. ein highlight ist der vollmaßstäbliche nachbau einer boeing 314 clipper, in dem wir durch die luxuriösen kabinen der damaligen passagiere spazieren konnten.

ein weiterer grund, warum foynes weltberühmt ist: hier wurde der „irish coffee“ erfunden!
die storie: es war eine stürmische nacht im Jahr 1943, als ein flug wetterbedingt zurückkehren musste. durchgefroren und enttäuscht kamen die passagiere in foynes an. um sie aufzuwärmen, servierte der koch „joe sheridan“ ihnen kaffee – verfeinert mit irischem whiskey, zucker und einer sahnehaube. „ist das brasilianischer kaffee?“ fragte jemand. sheridan soll gelächelt und geantwortet haben: „nein, das ist irish coffee.“ – der rest ist legende. also mußten wir natürlich auch gleich einen bestellen – wie immer köstlich 😉.

nächster stop – das „adare heritage center“ von wo aus wir einen kleinen rundgang den „adare river bank walk“ unternahmen. bei diesem rundgang kamen wir unter anderem beim „adare castle“ auch bekannt als desmond castle, der augustinian friary (st. nicholas church), der trinitarian abbey und am adare courthouse vorbei.

gleich am flussufer der maigue erblickten wir die beeindruckende ruine des andare (desmond castle), eine mittelalterliche festung normannischen ursprungs. erbaut um 1200, diente sie einst als strategisch wichtiger stützpunkt und gehörte lange zeit den mächtigen earls of kildare, bevor sie in die hände der desmonds überging. heute ist die ruine ein magischer ort, der die phantasie anregt.

die trinitarian abbey, eine kirche mit einer faszinierenden geschichte. sie wurde um 1230 als einzige abtei des trinitarier-ordens in ganz irland gegründet. die trinitarier, auch „weiße mönche“ genannt, widmeten sich der freilassung christlicher gefangener und leisteten soziale arbeit in ihren gemeinden. obwohl die abtei im 16. jh. unter heinrich VIII. aufgelöst wurde und zur ruine verfiel, erstrahlt sie heute wieder in neuem glanz. im 19. jh. wurde sie liebevoll restauriert und dient heute als römisch-katholische pfarrkirche. ihre architektur, die elemente aus dem 13. jh. bewahrt hat, ist eine besichtigung wert.

dass „adare courthouse“ in irland ist ein historisches gerichtsgebäude aus dem jahr 1863, das zu einem pub und einem museum umgebaut wurde. im erdgeschoss befindet sich jetzt eine bar, während im obergeschoss das ehemalige gerichtszimmer besichtigt werden kann.

unser nächster halt war der „grange stone circle“ er ist mit einem durchmesser von etwa 46 metern und 113 steinen der größte steinkreis irlands und liegt in der nähe des lough gur in der grafschaft limerick, und ist rund 4.000 bis 5.000 jahre alt.
die steine stehen dicht beieinander und werden von einem erdwall gestützt. der auffälligste stein ist der „rannach chruim duibh“, der über 40 tonnen wiegt. der eingang des steinkreises ist auf den sonnenaufgang zur sommersonnenwende ausgerichtet.

archäologische funde wie töpferwaren und tierknochen deuten auf eine rituelle nutzung des ortes hin, der vermutlich als versammlungs- und zeremonialstätte diente. der ort hat auch heute noch eine spirituelle bedeutung, und während der sommersonnenwende finden dort bis heute versammlungen statt.

 

aufgrund seiner präzisen bauweise und astronomischen ausrichtung ranken sich viele mythen und legenden um den kreis. der grange stone circle ist nicht nur ein beeindruckendes archäologisches denkmal, sondern auch ein spirituell bedeutsamer ort, der einen einblick in die glaubenswelt der prähistorischen iren bietet.

nur wenige kilometer vom grange stone circle entfernt liegt der „lough gur lakeshore park“, ein ort mit sanften hügeln, grünen wiesen und dem geheimnisvollen see lough gur. die landschaft rund um den see gilt als eine der ältesten siedlungsstätten irlands und fasziniert mit archäologischen funden, mystischen legenden und einer ganz besonderen atmosphäre.

ein weiteres beeindruckendes bauwerk in der region ist das „king john’s castle“ in limerick. die mittelalterliche festung wurde zwischen 1200 und 1210 unter der herrschaft von könig johann von england erbaut und thront majestätisch am ufer des shannon. faszinierend sind auch die interaktiven ausstellungen im inneren, die einen lebendigen einblick in die turbulente geschichte der burg geben – von belagerungen und kämpfen bis hin zum alltagsleben im mittelalter. die dicken mauern, der mächtige turm und die ausgrabungen im innenhof machten unseren besuch zu einer spannenden zeitreise.

nach dem castle machten wir noch einen rundgang durch limerick und besuchten auch das älteste gebäude in limerick das noch regelmäßig besucht wird – „die st. mary’s cathedral“. sie wurde 1168 gegründet die kathedrale beeindruckt mit ihrer mischung aus romanischen und gotischen elementen und beherbergt zahlreiche kunstvolle details, darunter einen prachtvollen hochaltar und historische grabmäler. ein ort, der nicht nur spirituelle, sondern auch architektonische bedeutung für limerick hat.

da das „hunt museum“ auch auf unserem weg lag, statteten wir ihm einen kurzen besuch ab. es beherbergt eine beeindruckende sammlung von kunst- und kulturgegenständen aus verschiedenen epochen. das museum ist nach john und gertrude hunt benannt, deren privatsammlung den grundstock bildete. beim durchstreifen der räume entdeckten wir keltische schmuckstücke, mittelalterliche kunstwerke sowie internationale kostbarkeiten. die ausstellung ist vielfältig und lädt zum staunen über die handwerkskunst und geschichte verschiedener zeiten ein. wer sich für kultur und kunst interessiert, sollte dem hunt museum unbedingt einen besuch abstatten.

der nächste tag begann gleich am morgen mit einem ausführlichen besuch im „bunratty castle & folkpark“. schon von außen beeindruckte uns das bunratty castle mit seiner imposanten erscheinung und der liebevoll gestalteten umgebung. das schloss selbst, dessen ursprünge bis ins 15. jh. zurückreichen, ist gut restauriert und erlaubte uns einblicke in das leben auf einer mittelalterlichen burg. in den historischen räumen konnten wir detailgetreu eingerichtete säle, schlafgemächer und die mächtige große halle bestaunen, die mit alten möbeln und wandteppichen eine ganz besondere atmosphäre verströmte.

doch nicht nur das schloss war einen besuch wert – auch der angrenzende folkpark führte uns auf eine reise in das irische landleben vergangener zeiten. auf dem gelände fanden wir originalgetreu nachgebaute bauernhäuser, werkstätten und dorfläden, die das alltagsleben im 19. jh. lebendig werden ließen.

den besuchstag beendeten wir mit einem besuch des „kloster ennis“. das kloster ennis, auch bekannt als „ennis friary“, ist eines der bedeutendsten franziskanischen klöster irlands und wurde im frühen 13. jh. gegründet. die imposante ruine im herzen von ennis beeindruckt mit kunstvoll gemeißelten grabplatten, einem prachtvollen chor und einzigartigen reliefs, die szenen aus der bibel darstellen. sehenswert sind die historischen fenster und die filigranen steinmetzarbeiten, die vom reichen kulturellen erbe des ortes zeugen. heute lädt das kloster zu einer reise in die geschichte der franziskaner ein und ist ein ort der ruhe und besinnung.

ein weiterer geheimnisvoller ort in der region ist das „grave of the yellow man“, ein prähistorisches grabmal nahe dem lough gur. die legende erzählt von einem rätselhaften mann mit auffallend gelber haut, dessen ruhestätte seit jahrhunderten die fantasie der menschen beflügelt. archäologische untersuchungen haben ergeben, dass das grab aus der bronzezeit stammt und teil der alten kulturlandschaft rund um lough gur ist. bis heute ranken sich viele mythen und geschichten um den „yellow man“, und man spürt beim betreten der stätte eine besondere, mystische atmosphäre. wir haben beim yellow man eine ruhige nacht in unserem cleverchen verbracht.

der nächste tag begann mit einem besuch im „loop head lighthouse“. es liegt an der spitze der loop head halbinsel bei kilbaha und bietet einen spektakulären ausblick auf die wilde atlantikküste. das 1854 erbaute leuchtfeuer thront auf hohen klippen und markiert den westlichsten punkt der grafschaft clare. nach unserem aufstieg auf den leuchtturm wurden wir mit einem 360-grad-panoramablick über den endlosen ozean, die mündung des shannon und die zerklüfteten klippen belohnt – bei klarer sicht könnte man sogar delfine und wale erspähen nur das wetter spielte nicht so ganz mit 😉.

nach dem besuch des loop head lighthouse stand eine kleine wanderung zu den „bridges of ross“ auf dem programm. die bridges of ross sind natürliche felsbögen an der rauen atlantikküste, die früher aus mehreren felsbrücken bestanden, von denen heute noch eine erhalten ist. der kurze wanderweg führt entlang der klippen, mit ständigem blick auf das tosende meer.

nach diesem beeindruckenden naturerlebnis machten wir uns auf den weg zu den „kilkee cliffs“. diese steilküste an der westküste irlands ist noch ein echter geheimtipp und weit weniger überlaufen als die berühmten cliffs of moher. die klippen erstrecken sich über mehrere kilometer und bieten atemberaubende ausblicke auf den wilden atlantik, schroffe felsformationen und das tosende meer. die unberührte natur und die ruhe abseits der großen touristenströme machten diesen ort für uns zu einem echten highlight.

jetzt wir auch einen Abstecher zur „doolin cave“. die höhle ist bekannt für ihre spektakuläre tropfsteine, in der sich einer der größten freihängenden stalaktiten europas befindet. die führung durch die unterirdischen gänge war für uns spannend und gab faszinierende einblicke in die geologischen besonderheiten der gegend.

am nächsten tag quartierten wir uns für einige tage am campingplatz „nagles camping & caravan park“ in doolin ein, um ausreichend zeit für einige besichtigungen zu haben.

los ging es mit der „doolin ferry“ um auf aran islands zu gelangen. auf der insel angekommen charteten wir uns einen bus um die insel zu erkunden.
die aran islands empfingen uns mit einer eindrucksvollen mischung aus rauer natur und keltischer geschichte. auf der rundfahrt, die uns zu den wichtigsten sehenswürdigkeiten führte. besuchten wir unter anderem – dún aonghasa, eine prähistorischen steinfestung

hoch oben auf den klippen, von der aus wir den blick über den atlantik genießen konnten.

die seven churches,

machten auch einen halt am seal colony viewpoint und noch vieles mehr. die einzigartige landschaft, geprägt von endlosen steinmauern, grünen wiesen und wilden küsten, hinterließ bei uns bleibende eindrücke. am späten nachmittag brachte uns die fähre wieder zurück aufs festland, voll neuer eindrücke und mit dem gefühl, einen ganz besonderen ort irlands kennengelernt zu haben.

natürlich durfte ein besuch bei den berühmten „cliffs of moher“ auf unserer reise nicht fehlen. mit einem shuttlebus fuhren wir vom campingplatz zum besucherzentrum. dass besucherzentrum, das interessante informationen zur geologie, flora und fauna der klippen bereithält war für uns eigentlich das beste an dem ausflug. möglicherweise spielte auch das wetter mit das wir von den „so“ berühmten klippen entäuscht waren. der spektakulären blick auf den atlantik haben wir an anderen orten spektakulärer empfunden. hunderte touristen drängten sich an dem nicht sehr breit ausgebautem wanderweg entlang der klippen. es war fast unmöglich die verschiedenen aussichtspunkte in ruhe zu erkunden. unserer meinung nach sind die cliffs of moher einfach überbewertet.

von doolin ging unsere reise weiter nach portumna. am weg dorthin legten wir noch einen kurzen fotostop bei der „the mousehouse toll bridge“ ein. sie ist eine charmante kleine brücke, die ihren namen einer alten mautstation verdankt, die einst von einheimischen liebevoll „mousehouse“ genannt wurde. sie bietet nicht nur eine praktische überquerung, sondern auch ein schönes fotomotiv auf dem weg nach portumna.

einen weiteren kurzer stop machten wir bei den „portumna friary ruins“. es sind die überreste eines im 15. jh. gegründeten franziskanerklosters, das am stadtrand von portumna liegt. die ruinen zeugen noch heute von der einstigen bedeutung des ortes.  beeindruckend sind die noch erhaltenen spitzbogenfenster und das ruhige, von bäumen umgebene gelände. der abstecher zu den ruinen lohnte sich da wir in irland gerne versteckte, atmosphärische orte entdecken möchten.

im anschluss an unseren besuch der portumna friary ruins führte unser weg zum nahegelegenen „portumna castle & gardens“. das schloss aus dem 17. jh. beeindruckt mit seiner architektur, die elemente der renaissance und des frühen barock vereint. ein rundgang durch das schloss bietet einblicke in die geschichte der region sowie das leben der einstigen adelsfamilien.

der nächste tag begann mit einem interessanten, aber auch traurigen besuch im „irish workhouse centre“ in portumna. es war die am meisten gefürchtete und gehasste institution, die jemals in irland gegründet wurde. hier wurde uns die geschichte der armen im arbeitshaus erzählt. die führung durch das ehemalige arbeitshaus war sehr eindrücklich und bewegend. wir erfuhren, wie menschen in zeiten großer not unter strengsten bedingungen lebten und arbeiteten, getrennt von ihren familien. die ausstellung zeigt originalräume, persönliche gegenstände und erzählt anhand von schicksalen, wie schrecklich das leben der bewohner damals war. beeindruckend ist das engagement des zentrums, das andenken an die bewohner zu bewahren und die geschichte dieses dunklen kapitels der irischen vergangenheit lebendig zu halten.

der nächste besuch war die „st. francis’ church in meelick“. sie zählt zu den ältesten noch ununterbrochen genutzten katholischen kirchen irlands und wurde um 1414 von franziskanern gegründet. sie beeindruckt mit schlichter gotischer architektur und ihrer ruhigen lage am shannon.

weiter geht unsere reise durch irland mit einer besonderen schiffsreise am shannon-river, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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