…catania & syrakus, bedeutende historische städte mit antiken wurzeln, und die nekropole von pantalica waren unsere nächsten ziele auf unserer sizilienrunde.
begonnen haben wir den nächsten reiseabschnitt in catania, am fuße des ätna. die stadt hat uns gleich mit dieser ganz eigenen mischung empfangen, die man wahrscheinlich nur auf sizilien findet: ein bisschen laut, ein bisschen chaotisch, aber vom ersten moment an voller energie und leben. zwischen dunklem lavasteinbauten, hupenden motorrollern, barocken fassaden und kleinen cafés, waren wir schnell mittendrin im catanesischen alltag.
unser weg führte uns in das herz der stadt. dort steht der berühmte elefantenbrunnen, das wahrzeichen catanias, und rundherum zeigt sich die stadt von ihrer barocken seite. besonders beeindruckend ist, wie viel schwarzer lavastein hier verbaut wurde – der ätna ist also nicht nur als mächtiger vulkan im hintergrund präsent, sondern steckt irgendwie in der ganzen stadt.
da es in catania sehr viel zu sehen und erleben gibt, kann man gar nicht auf wirklich jedes einzelne highlight eingehen. wir haben uns während unserer zwei stadtbesichtigungstage folgendes angesehen:
piazza del duomo (zentrum der barocken altstadt) – cattedrale di sant’agata & diözesanmuseum – terme achilliane (unterirdischer römischer thermenkomplex) – palazzo degli elefanti & fontana dell’elefante (wahrzeichen der stadt) – chiesa della badia di sant’agata (gegenüber der kathedrale von catania, und ebenso der stadtpatronin, der heiligen agatha von catania, gewidmet).
via crociferi (barocke prachtstraße) – römisches theater (ruine eines amphitheaters aus dem 2. jh. mit stufenweise ansteigenden sitzreihen und einem orchestergraben) – piazza dell’universita & palazzo dell’universita (beherbergt die alte bibliothek) – amphitheater (versunkene ruinen eines großen, um 300 v. chr. Erbauten, römischen amphitheaters) – pasticceria savia (historische institution, gegründet 1897, die u.a. das typisch sizilianische pistazieneis hat) – castello ursino (eine im 13. jh. von kaiser friedrich II. errichtete burg aus schwarzem lavagestein, leider derzeit nur von außen zu besichtigen).
natürlich tauchten wir auch in den historischen fischmarkt von catania ein, „la pescheria“. was für ein schauspiel! da wurde lautstark gerufen, verhandelt, gelacht, fisch filetiert, verkostet und verkauft – schwertfisch, thunfisch, wolfsbarsch, dorade, sardinen und sardellen, muscheln, garnelen und alles, was das ionische meer sonst noch hergibt. für uns war das weniger ein marktbesuch, als vielmehr ein kleiner einblick in das echte, unverstellte sizilien.
wer die kulinarische seite in catania erleben und erschmecken möchte, hat viele gelegenheiten dazu. ein besuch des restaurants „nuova trattoria del forestiero“, das nicht nur von prominenten gästen besucht wird, sondern vor allem von liebhabern der „pasta alla norma“ (nudelgericht mit tomatensauce, frittierten auberginen, ricotta und frischem basilikum), ist ein tipp von uns.
alles frisch gemacht, keine dosen pomodore, und davon konnten konnten wir uns in „nonna rosanna´s küche“ selbst überzeugen 😊
aber auch arancini, die gefüllten reisbällchen, sollte man in catania probieren – spitz bzw. kegelförmig geformt, was an den ätna erinnern soll („a punta“) – mit typischen füllungen wie z.b. faschiertes, erbsen, tomatensauce oder schinken, mozzarella, bechamel oder auberginen, ricotta, basilikum.
einfach mit den fingern essen, reinbeißen und genießen, so schmeckten sie für uns in dieser stadt besser als anderswo 😉
in der nähe des fischmarktes, aber auch im historischen rotlichtviertel „san berillo“, gibt es zahlreiche straßenlokale (tavola calda), wo man ausgezeichnet essen kann,
ehe man das stadtzentrum mit einem blick auf den fontana dell’amenano (weißer marmorbrunnen mit mythischen figuren aus dem jahr 1867, der den unterirdischen fluss amenano symbolisiert) verlässt.
ein für uns sehr interessanter besuch, im gegensatz zu den bekannten massenattraktionen der stadt, war die werkstatt und das theater „antica bottega del puparo“ der familie napoli (via reitano 55).
hier wird die alte kunst der sizilianischen marionetten, der berühmten „opera dei pupi“, bis heute lebendig gehalten. gegründet wurde die marionettenkompanie der familie napoli im jahr 1921, und seither wird das handwerk von generation zu generation weitergegeben.
in der werkstatt konnten wir nicht nur die kunstvoll gearbeiteten pupi mit ihren rüstungen, schwertern und bemalten gesichtern bestaunen, sondern bekamen auch ein gefühl dafür, wie viel geduld, tradition und handarbeit in jeder einzelnen figur steckt. wenn man so eine figur einmal heben darf, merkt man wieviel gewicht diese puppen haben und diese muss man eine ganze vorstellung lang elegant bewegen – sehr anstrengend.
hier wird noch alles, wirklich alles, von hand selbst gemacht. die herstellung von catania-puppen umfasst nämlich eine komplexe reihe von fertigkeiten, die vom schnitzen der büstenteile über die skulptur und bemalung des kopfes bis hin zur verarbeitung der rüstung und zur schneiderei reichen.
besonders schön fanden wir, dass dies kein gewöhnliches museum ist, sondern ein ort, an dem eine alte catanesische erzähl- und theatertradition weiterlebt. ein tolles erlebnis, vielen dank an die familie napoli für diese einführung in die traditionelle kunst der sizilianischen marionetten, und eine klare empfehlung an alle kulturreisenden und kunstliebhaber (absprache/anmeldung für führungen ist empfohlen).
später schlenderten wir noch die via etnea entlang, die knapp 3 km lange hauptstraße, immer wieder mit blick richtung ätna, der über allem zu wachen scheint. dazu eine granita (traditionelle, halbgefrorene sizilianische süßspeise), ein espresso und ein bisschen zeit zum schauen – mehr brauchte es eigentlich nicht, um in catania anzukommen.
genächtigt haben wir ca. 3,5 km außerhalb von catania, am campingplatz „campeggio jonio“, wo wir nicht nur alle sanitäreinrichtungen in sehr sauberen zustand vorfanden, sondern auch einen schönen, nicht beengenden stellplatz bekamen. der cp ist absolut empfehlenswert, denn das stadtzentrum catania erreicht man bequem mit dem nahe gelegenen bus in kurzer zeit und spart somit die parkplatzsuche – wirklich sehr praktisch.
mit vielen tollen eindrücken verließen wir catania und fuhren in das nicht weit entfernte syrakus, eine weitere stadt die eine faszinierende antike und mittelalterliche geschichte bietet.
am ersten tag war ein stadtrundgang durch ortigia (altstadt von syrakus) an der reihe:
ponte santa lucia mit der „statue des archimedes“
– apollontempel (ältestes dorische bauwerk siziliens, das zu beginn des 6. jh. erbaut wurde)
– alter markt von ortigia (entlang der via emmanuele de benedictis, als überdachter markt konzipiert)
– zwischenstopp bei „fratelli burgio“ (eine institution in syrakus mit zahlreichen sizilianische spezialitäten)
– corso giacomo matteotti (elegante einkaufsstraße) – fontana di diana
– duomo di siracusa (oder cattedrale di santa maria delle colonne; der bau integriert die säulen eines antiken athene-tempels aus dem 5. jh. v. chr.)
– chiesa di santa lucia alla badia (barockkirche mit boden aus bemalten keramikfliesen und einer kopie des berühmten gemäldes „begräbnis der hl. lucia“, das einem schüler des italienischen malers caravaggios zugeschrieben wird)
– spiaggia di cala rossa (kieselstein-badebucht eingebettet zwischen den historischen mauern von syrakus).
der zweite tag begann mit einem besuch im archäologischen bereich von syrakus, des „parco archeologico della neapolis“ und wir besichtigten:
griechisches theater (eines der größten antiken theater, erbaut im 5. jh. v. chr.) & grotta del ninfeo (nymphenhöhle, eine künstliche höhle mit einer gewölbedecke und einer rechteckigen wanne, in der wasser eines antiken griechischen aquädukts sich sammelte, bevor es in das hydraulische system des theaters floss). nekropole grotticelle (antike grabstätte, die aus in den fels gehauenen grabkammern und höhlengräbern besteht)

latomia del paradiso (antike steinbrüche, die heute eine üppige vegetation aufweisen und als „garten des paradieses“ bekannt sind),
mit dem ohr des dionysios (65 m lange, künstliche in den felsen gehauene grotte mit beeindruckender akustik)
& der seilergrotte (verdankt ihren namen den seilern, die dort aufgrund der feuchten luft jahrhundertelang hanfseile herstellten)
altar des hieron II (war könig von syrakus und beauftragte vermutlich den bau des monumentalen großaltars aus dem 3. jh. v. chr. mit einer länge von 200 m).
im anschluss besuchten wir den nebenan gelegenen „tecnoparco museo di archimede open-air-museum“, wo anhand von nachbildungen von archimedes‘ erfindungen die wissenschaftlichen prinzipien sowie seine entwickelten physikalischen und komplexen konzepte hinter seiner arbeit (z.b. hebel, flaschenzüge und hydraulik) veranschaulicht werden und besser zu verstehen sind.
sehr informativ und eine interaktive erfahrung, die die erfindungen des berühmten antiken griechischen mathematikers und physikers archimedes auf ansprechende weise erklärt und zugänglich macht.
letzter tagespunkt waren die „catacombs of san giovanni“, in der neustadt von syrakus, die sich unter der ruine der „basilika san giovanni evangelista“ befinden. sie gehören zu den beeindruckendsten unterirdischen orten von syrakus und nach denen in rom zu den größten und bedeutendsten frühchristlichen grabanlagen italiens. schon der eingang bei der alten basilika wirkte besonders auf uns – oben die reste der kirche,
unten ein weit verzweigtes labyrinth aus gängen, nischen und ehemaligen grabkammern. die katakomben entstanden ab dem 4. jh. und wurden von der frühen christlichen gemeinde als großer friedhof genutzt. interessant ist auch, dass die anlage teilweise entlang eines alten griechischen aquädukts angelegt wurde. dadurch wirkt sie geordneter als viele andere katakomben, mit einer hauptgalerie, von der mehrere seitengänge abzweigen.
bei unserem rundgang war es überraschend still und kühl. links und rechts der gänge sieht man unzählige loculi, also einfache grabnischen, daneben aber auch größere arcosolien und rundräume, die einst bedeutenderen familien oder personen vorbehalten waren. während man durch die gedämpft beleuchteten gänge geht, bekommt man ein gefühl dafür, wie groß und wichtig die christliche gemeinde von syrakus schon in der spätantike gewesen sein muss.
für uns war dieser besuch ein eindrucksvoller kontrast zum hellen, lebhaften ortigia – oben sizilianische sonne und straßenlärm, unten eine stille welt aus stein, geschichte und vergangenem leben.
die „santuario della madonna delle lacrime“, die größte wallfahrtskirche auf sizilien, ist eine markante moderne kirche mit 16 kapellen und einer statue der jungfrau maria, die einst tränen vergossen haben soll. da sie leider bereits geschlossen hatte, konnten wir das mächtige bauwerk nur von außen fotografieren – wirklich schade.
von syrakus führte uns unsere reiseroute in das naturschutzgebiet „cavagrande del cassibile“ (oft als der „grand canyon siziliens“ bezeichnet), wandern war angesagt.
schon beim ersten blick vom plateau hinunter in die schlucht war klar, das wird kein gewöhnlicher spaziergang. tief unter uns schlängelte sich der cassibile durch die felslandschaft, eingerahmt von steilen kalksteinwänden, grünem buschwerk und kleinen, hell schimmernden wasserbecken.
also wanderschuhe geschnürt, badesachen und trinkwasser eingepackt und los ging es hinunter in den eindrucksvollen canyon. der abstieg war stellenweise steil, steinig und staubig, aber mit jeder kurve wurde die landschaft beeindruckender und irgendwann hörte man von unten das rauschen des wassers.
unten angekommen standen wir in einer ganz anderen welt: glatte felsen, kleine wasserfälle und diese herrlich klaren laghetti, in denen sich das licht türkisgrün spiegelte. nach der hitze des abstiegs war das kühle wasser natürlich die perfekte belohnung – zuerst nur die füße hinein, dann doch ein bisschen mehr, weil man dieser erfrischung einfach nicht widerstehen konnte.
wir saßen noch eine weile auf den warmen steinen, hörten dem wasser zu und waren uns einig – solche orte sind der grund, warum man auf reisen manchmal kleine umwege machen muss.
der rückweg auf der rundwanderung aus dem canyon war dann allerdings weniger romantisch. die sonne stand viel höher, der pfad war steiler und jeder schritt erinnerte uns daran, dass man alles, was man hinuntergeht, auch wieder hinauf muss.
oben am aussichtspunkt angekommen, verschwitzt und müde, aber zufrieden, war sofort klar: diese wanderung hat sich mehr als gelohnt. „cavagrande del cassibile“ war für uns ein kleines sizilianisches naturabenteuer zwischen beeindruckender schlucht, naturbelassenen badestellen und ganz viel wow-gefühl.
tagesendziel war das „pantalica informations center“, wo wir einen ruhigen und sicheren platz für die nacht gefunden haben.
gleich am nächsten morgen fuhren wir mit unserem cleverchen die kurze strecke zum parkplatz beim west-eingang (sortino) des naturschutzgebietes, von dem aus ein shuttle-bus uns zum eigentlichen startpunkt unserer „nekropole von pantalica-wanderung“ brachte.
die landschaft ist gewaltig – tiefe schluchten, steile kalksteinwände, viel grün und dazwischen immer wieder diese dunklen, rechteckigen öffnungen im fels. es sind tausende von grabkammern, die hier zwischen dem 13. und 7. jh. v. chr. in den stein geschlagen wurden. aus der ferne wirken sie fast wie ein bienenstock aus vergangener zeit.
unsere wanderung führte uns entlang schmaler pfade durch die wilde felslandschaft. immer wieder blieben wir stehen, weil man gar nicht wusste, wohin man zuerst schauen sollte – hinunter ins anapo-tal, hinüber zu den felswänden oder direkt auf die alten gräber, die teils hoch über uns in den felsen lagen.
pantalica war bereits lange vor der griechischen besiedlung siziliens ein bedeutender ort der sikuler. die menschen nutzten das hochplateau, das durch die schluchten der flüsse anapo und calcinara natürlich geschützt war. von ihrer siedlung ist kaum noch etwas erhalten, aber die riesige nekropole erzählt bis heute von dieser frühen kultur, die an die frühere bedeutung dieses ortes erinnert. später, in byzantinischer zeit, wurden manche höhlen nochmals als wohnräume oder kleine felsenkirchen genutzt.
für uns war pantalica einer dieser orte, an denen sich natur und geschichte wunderbar verbinden. ein ort den man nicht nur besichtigt, sondern einer, den man sich schritt für schritt erwandert.
unser nächstes ziel war punta braccetto in der provinz ragusa. strandurlaub abseits der großen touristenmassen, wo wir uns für die nächsten 16 tage am campingplatz „scarabeo camping“ gemütlich einrichteten.
eigentlich stand nur chillen auf unserem programm, aber was wir da so alles erlebten und wie es weiterging ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovisontour


von „
verbrachten.
ging es am morgen richtung berg – ja auf den ätna.
ehe es mit unserem guide zu einer 4×4 tour los ging. leider schlug das wetter komplett um und wir konnten nicht alles besuchen, was ursprünglich auf dem programm stand. nichtsdestotrotz erklärte uns unser guide „francesco“ die gegend sehr genau, als wir durch das private areal am ätna fuhren – eine beeindruckende landschaft mit uralten bäumen und unberührter wildnis, lavahöhlen, historischen lavafeldern und spektakulären aussichtspunkten. am ende mussten wir wegen des starken regens samt hagel doch abbrechen.


noch ein blick zurück und dann ging unsere reise von 2.850 m wieder bis auf 7 m hinunter (meereshöhe des stadtzentrums von catania). am weg dorthin konnten wir immer wieder die auswirkungen der lavaströme des ätna´s sehen.



sahen unter anderem italienische siegwurz, auch bekannt als feld-gladiole und große samenstände der bocksbart-pflanze, die oft fälschlicherweise für einen riesigen löwenzahn gehalten wird.



aber was wir auf sizilien noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
ehe wir die stadt richtung eines weingutes verließen.

mit der kathedrale

für uns war „roca vecchia“ jedenfalls einer dieser plätze, an denen man eigentlich nur kurz anhalten wollte und dann doch viel länger bleibt als geplant.


wir machten in „santa maria di leuca“ einen sehr kurzen stopp, um uns die wallfahrtskirche und den „monumental wasserfall“ anzusehen. war nicht sehr gemütlich, denn mittlerweile regnete es heftig, aber wir sind ja nicht aus zucker, und mit ordentlichen regenjacken stiegen wir zur wallfahrtskirche hoch.
dafür ist die geschichte dieses ortes interessant. das „santuario di santa maria de finibus terrae“ steht an einem platz, der schon in vorchristlicher zeit bedeutend war. der überlieferung nach befand sich hier einst ein minerva-tempel aus dem heraus sich einer der wichtigsten wallfahrtsorte des salento entwickelte.






denn wir hatten uns für die nächsten tage einiges vorgenommen.

, wie z.b. die „chiesa rupestre di madonna delle tre porte“

unten erwartete uns das highlight, die „ponte tibetano della gravina“, eine hängebrücke aus holz und stahl, die die beiden seiten der schlucht miteinander verbindet. beim hinübergehen schwankt sie nur leicht,
aber der blick in die tiefe ist genau der moment, wo man kurz langsamer wird und einfach nur schaut. etwas müde von dem stetigen bergab und bergauf, aber sehr zufrieden mit all den neuen entdeckungen, kamen wir nach fast 9 km wandern, wieder auf unserem campingplatz an.
inoffiziell war die existenz der grotte seit generationen bekannt und wurde im volksmund unter anderm als „höllenschlund“ bezeichnet. weil man es nicht besser wusste und angst hatte wurde nicht geforscht, sondern jahrzehntelang die große öffnung zu müllentsorgung jeglicher art verwendet.



wir haben den „meditationswein“ angesicht der tageszeit nicht vor ort verkostet – das werden wir in den nächsten tagen zu einem passenden anlass nachholen.
spazierten durch die engen gassen des historischen zentrums mit den weißen häusern,
ehe wir uns wieder zu unserem cleverchen zurückbegaben. „vieste“ ist gemütlich und man bekommt den wunsch länger zu bleiben,

den wertvollen liturgischen schätzen sondern auch die historischen langobardischen krypten unterhalb des museums, deren architektonische überreste tiefer die antiken strukturen des heiligtums offenbaren.

zur schlucht von „fara san martino“. die tiefe, enge schlucht ist ein beeindruckendes naturwunder in den abruzzen. zwischen steilen felswänden windet sich ein schmaler weg durch das bergmassiv der majella. bereits am eingang der schlucht hörten wir das stetige rauschen des wassers, das sich seinen weg durch das gestein bahnt.



dort angekommen stellten wir fest, dass der von uns angepeilte stellplatz nicht zu nutzen war und so fuhren wir am see entlang richtung colledimezzo.
hat man einen wunderbaren blick aufs meer und die hölzerne struktur des „trabucco di celestino“ (traditionelle pfahlbauten am meer, die zum fischen errichtet wurden).


über den „po di goro“, in richtung lido di spina.

in der region marken, wo wir noch schnell bei der „chiesa di santa croce in percanestro“ (aus dem 10. jh., aber leider verschlossen)
unseren wasservorrat mit klarem, eiskalten wasser auffüllten. von dort fuhren wir zur nächsten kirche, der „wallfahrtskirche madonna di macereto“, ein marienheiligtum auf der hochebene von macereto, in der nähe von visso, das auf das jahr 1528 zurückgeht und für die außergewöhnliche renaissancearchitektur bekannt ist. aufgrund des erdbebens von 2016 und den noch immer laufenden revovierungsarbeiten ist der komplex leider nicht zugänglich – schade.

viele der häuser und historischen gebäude sind eingestürzt, oder so schwer beschädigt, sodass die einwohner ihre heimat verlassen mussten. der wiederaufbau geht nur langsam voran, und noch heute prägen ruinen sowie baustellen das ortsbild.
– aber auch dieser war leider noch gesperrt. so hieß es wieder einmal umrouten und einen größeren umweg fahren,
nach ein wenig kurvenfahren 😉 konnten wir schließlich unseren übernachtungsplatz in mascioni, direkt am „lago compotosto“, erreichen, obwohl die straße rund um den see teilweise etwas mühevoll zu befahren war. noch viel schnee, aber alles in allem ein herrlicher fahrtag, trotz einiger umroutung schwierigkeiten.




„la casa del prosciutto“ besteht bereits seit 1906, also genau seit 120 jahren, und wurde von der familie alberti gegründet, die sich der traditionellen herstellung des berühmten san-daniele-schinkens verschrieben hat. die manufaktur befindet sich nach wie vor im herzen von san daniele del friuli und ist heute der einzige betrieb, der noch direkt in der stadt produziert. viele andere schinkenhersteller haben ihre produktion inzwischen ins umland verlagert, doch „la casa del prosciutto“ hält an der historischen lage fest und pflegt die tradition und handwerkliche herstellung vor ort. das unternehmen ist seit der gründung im besitz der familie alberti, was die authentizität und die hohe qualität der produkte garantiert.
und schauten uns den „duomo di santa maria maggiore“ an.
ehe wir uns den alten waschplatz der stadt ansahen – war schon mühsamer in früheren zeiten die wäsche sauber zu halten.
mit einigen besonderen sehenswürdigkeiten. eine davon ist das „

und die berühmte teufelsbrücke. die „ponte del diavolo“ überspannt den fluss natisone und fällt durch ihre ungewöhnliche konstruktion mit zwei unterschiedlich hohen bögen auf. einer alten legende zufolge soll der teufel geholfen haben die brücke zu erbauen, nachdem die einwohner cividales ihn um unterstützung baten. allerdings forderte er als gegenleistung die erste seele, die darüber ging. heute ist die teufelsbrücke nicht nur ein beeindruckendes bauwerk, sondern auch ein symbol der stadt.
dieser wurde seinerzeit von zwangsarbeitern in den fels geschlagen, nachdem das militärkommando adria, eine deutsche marine-befehlsstelle, die provinz triest 1943 besetzt hatte. hier fand die bevölkerung schutz im 2. weltkrieg und hier ergaben sich auch im mai 1945 die deutschen den alliierten.