ein beeindruckendes altes ksar, restaurierte speicherburgen und der einst größte kamelmarkt afrikas…..

ein beeindruckendes altes ksar, restaurierte speicherburgen und der einst größte kamelmarkt afrikas, lagen auf dem weg nach tan-tan, dem südlichsten punkt unserer marokkotour. nach dem verlassen der wüste führte uns eine bis dato ungewöhnliche tagesetappe nach tata, eine sehr dünn … Weiterlesen

die wüste erg chebbi…

die wüste erg chebbi, ringsum sanddünen in bizarren formationen und von beeindruckender höhe (angeblich die höchsten marokkos).

am weg dorthin…

…hielten wir noch einmal an um die foggaras, die unterirdischen bewässerungskanäle zu bestaunen. ein ausgeklügeltes system von schächten und kanälen, welches den berbern nach strengem wasserrecht die versorgung ihrer felder ermöglichte. leider sind die wasserreservoirs bereits seit jahrzehnten ausgetrocknet und die landschaft ist von steinwüsten geprägt.

in hassilabied, kurz vor merzouga, fanden wir am cp „haven la chance“ einen für uns grenzgenialen stellplatz, direkt an den dünen. quasi perfekt zur einstimmung auf die kommenden tage im wüstencamp. der platz , mit seit kurzem zusätzlichen neuen sanitärblock, pool und restaurant verdient allerdings nicht nur auf grund seiner hervorragenden lage sondern auch wegen der sauberkeit und dem freundlichen hilfsbereiten personal erwähnt zu werden.

aus den unzähligen anbietern für tages- und mehrtagestouren inkl. aufenthalt in einem wüstencamp hatten wir ganz bewusst den schwerpunkt unserer wahl auf ein kleines camp gelegt. „pueblo touareg“ – sechs zelte, jedes mit eigenem bad und toilette, ein gemeinschaftszelt für die mahlzeiten und ringsum ein freier blick auf die grandiose dünenlandschaft. youssef, der manager, und hassan, unser privater koch und persönlicher guide (wir hatten das unglaubliche glück die einzigen campgäste zu sein) umsorgten uns volle zwei tage und machten den gesamten aufenthalt zu einem eindrucksvollen erlebnis.

tag 1 – fünfstündige 4×4 tour zur erkundung der umgebung

  • black desert (schwarze wüste mit lavasteinen) und aufgelassene minen von mfis
  • fossilien- und mineraliensuche
  • khaila village (gnawa musik)
  • kleiner see
  • dromedarausritt

tag 2 – besuch bei den nomaden

wer kein partytiger ist und die stille der natur erleben, spüren und genießen möchte, dem empfehlen wir sich der gastfreundschaft von „pueblo touareg“ anzuvertrauen.

der plan für unsere nächsten tagestouren war zügig über tazzarine, zagora und tamegroute nach m’hamid zu fahren um auch das zweite wüstengebiet, erg chegaga, kennen zu lernen. hängen geblieben sind wir aber schließlich im „nirgendwo“ J, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour

 

bergdörfer und oasensiedlungen…..

bergdörfer und oasensiedlungen wechselten auf den nächsten tagesetappen einander ab.
ein ziel war demnate – berber von verschiedenen stämmen in der umgebung machen über 90 % der bevölkerung aus – und die wanderung zur naturbrücke imi-n-ifri – eine schlucht mit einer natürlichem felsbogenbrücke.

die anfahrt über eine kleine provinzstraße führte sehr holprig über ein nur mehr spärlich erkennbares asphaltband.

am ziel entschieden wir auf einen der vielen guides zu verzichten.
hatten wir doch beobachtet, dass eine kleine gruppe touristen samt guide unmittelbar hinter dem parkplatz in die olivenhaine abbog und es ein leichtes sein musste ihnen zu folgen. ein paar minuten ging alles gut – der weg war gut erkennbar und deren stimmen waren deutlich zu hören.
aber dann, wir hatten wieder einmal einige fotostops eingelegt, war alles aus. der weg verlief sich in den immer steiler bergab führenden olivenhaintrassen und die stimmen waren nicht mehr zu hören.
nagut, umkehren und sich doch einem guide anschließen wollten wir nicht, also stiegen wir weiter bergab, auch wenn wir einige male wieder ein stück zurück mussten, da wir plötzlich vor der abgrundkante standen.

endlich unten beim fluss angekommen das nächste hinderniss – keine brücke weit und breit. wir sahen auf der anderen seite einen einheimischen und haben wild gestikuliert, dass wir über den fluss wollen. erst achselzucken, dann das winken wir sollen warten. irgendwie hat er es zu uns herüber geschafft und führte uns zu einer stelle wo wir zumindest über fels- und steinbroken den fluss queren konnten und so das letzte stück zur naturbrücke schafften.

zurück nahmen wir dann die steinstufen die ganz bequem auf der anderen seite hinauf bzw. hinunter führen L und stärkten uns zur belohnung an einem stand mit frisch gepressten granatapfelsaft.

ein stück ausserhalb von demnate verbrachten wir die nacht im guesthouse „le petit jardin“.
eine oase der ruhe. ein schöner garten, saubere zimmer eine terrasse mit fernblick und wir mussten nach diesem wandertag nicht mehr einkaufen und kochen, denn es gab ein reichhaltiges abendessen. hier hätten wir es auch länger ausgehalten 😉

es folgten tage mit spektakulären fahrten durch das atlasgebirge, die garantiert nicht auf den üblich bekannten touristenrouten lagen. so z.b. die „r307“, wo man in rund 2.200 m höhe den abrisskanten gefährlich nahe kommt.

am 30.11.’19 erreichten wir tinejdad, das „guesthouse el khorbat„‘. zwei ganze tage hatten wir für die erkundung der näheren umgebung eingeplant.

tag 1 – ausflug nach aghbalou n’kerdous und dorfbesuch tinejdad

  • aghbalou n’kerdous ist ein idyllisches bergdorf in dem die straße endet und in dem sich ein ehemaliges gefängnis befindet. hier wurden während des kampfes für die unabhängigkeit viele rebellenführer inhaftiert. in der nähe des eingangs befindet sich eine erinnerungstafel mit den namen der männer, die gegen die besatzer gekämpft haben.
  • tinejdad – eine langgezogene oasensiedlung, die den östlichesten punkt an der straße der kasbahs bildet.

tag 2 – „museum der oasen/ksar el khorbat“ und das freilichtmuseum „le musée des sources de lalla mimouna

  • das 2002 eröffnete museum der oasen befindet sich in drei restaurierten häusern im ksar el khorbat. verteilt auf drei ebenen wird speziell das thema des traditionellen lebens in der oase im süden des hohen atlas aufgearbeitet. für einen besuch sollte man sich zumindest eineinhalb stunden zeit nehmen.
  • da in dem ksar auch eine grundschule untergebracht ist durften wir uns auch kurz ansehen und vor allem anhören wie die kinder unterrichtet werden, ein sehr netter blick in das schulleben der kinder.
  • im freilichtmuseum „le musée des sources de lalla mimouna“ hat herr zaïd abbou historische quellen (mineralwasserquellen) wiederbelebt und drumherum einen garten angelegt, in dem er eine historische sammlung diverser gegenstände aus dem lokalen leben der berber ausstellt. herr abbou ist selbst berber, hat in deutschland studiert und seine leidenschaft und kunst ist die kalligrafie. er führt persönlich durch das freilichtmuseum und zeigt auch gerne seine kalligrafischen werke.

wer zeit und gelegenheit hat ein oder mehrere nächte im „guesthouse el khorbat“ zu verbringen genießt die einmalige atmosphäre innerhalb des restaurierten ksars in sehr authentisch gestalteten zimmern.

langsam näherten wir uns einem für uns mit großer erwartung gewähltem ziel – die wüste erg chebbi. den weg dorthin fuhren wir allerdings im regen und beim verlassen von tinejdad sahen wir in der ferne die verschneiten gipfel des atlas gebirges.

wir hatten glück, das wetter wurde wieder besser und es folgten beeindruckende tage in der wüste, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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was für ein großes glück, dass das wetter mitspielt…..

was für ein großes glück, dass das wetter mitspielt – war wohl unser hauptgedanke in den folgenden tagen. bereits die anfahrt zu unserem nächsten cp, fast am ende der dades schlucht, über zahlreiche enge serpentinen, wäre bei starkem regen oder gar schnee mit dem camper nur schwer bis unmöglich gewesen.

wir kurvten durch viele kleine dörfer und schraubten uns bei sonnenschein langsam hoch. oben angekommen war der blick zurück auf die kurvenreiche strecke beeindruckend. weiter ging es durch den engen, wenn auch kurzen canyon

und wir bezogen am frühen nachmittag quartier am cp berbère de la montagne, am fusse des canyons und nahe dem fluss.

die kurze tagesetappe, die frischen lebensmittel vom markt und das „kefta-tajine rezept“ führten schließlich dazu, dass wieder einmal der omnia campingbackofen aktiviert wurde und wir ein super gutes, selbst gekochtes marokkanisches gericht auf den tisch bekamen.wen das rezept interessiert kann uns einfach anschreiben, wir schicken es dann per mail zu.

ein neuer tag, eine neue herausforderung. mit unserem wander-guide, „idriss asmoun“, erkundeten wir die gegend – über einen berg, auf dem wir fossilien fanden, bis in das kleine dorf ait hammou ou said, wo wir zum tee (diesmal wilder thymian) zu gast bei einer berber familie waren, und wieder zurück zum cp.

am 21.11.’19 starteten wir in richtung ouarzazate. die stadt liegt auf etwa 1.120 m zwischen den gebirgsketten des hohen atlas und des antiatlas und ist ein touristenzentrum, da sie verkehrstechnisch die drehscheibe für den süden marokkos ist.

auf der anfahrt hielten wir in skoura und besichtigten die „kasbah amridil“ mit einem sehr lebendig gestaltetem museum, welches zahlreiche alte marokkanische artefakte zeigt. zum schluss stiegen wir auch zur spitze der alten festung, von deren terrasse ein grandioser blick auf die umliegenden palmenhaine möglich ist.

für ouarzazate hatten wir uns zwei tage reserviert – besichtigung eines der filmstudios und ein ausflug in die oase fint.

in den „atlas corporation studios“ wurden zahlreiche bibel- und monumentalfilme gedreht, wie z.b. game of thrones, gladiator, das jesus-video, die päpstin, der medicus, ….. schon seltsam, wenn man hier die kulissen sieht – die einfachste bauweise, aber im zusammenspiel mit der landschaft wird eine beeindruckende dimension von gewaltiger größe und wucht erweckt.

die flussoase fint war definitiv nicht mit unserem camper erreichbar. so entschieden wir uns für eine geführte 4×4 tour, angeboten von „desert offroad adventure maroc“„daniela“, die chefin, * m i s s * ride girls 2014 * * * * enduro & quad biker girl in offroad adventure trips * * * * power bush biker lady * * * * queen of the desert – ist schweizerin und spricht unter anderem auch deutsch. mit einem buggy und unter der umsichtigen führung von mohamed erlebten wir eine unserer besten offroad touren. über stock und stein, durch sand und wasser, immer rauf und runter 🙂

ouarzazate ist eine relativ moderne stadt und bietet kaum sehenswürdigkeiten. beim abendspaziergang hatten wir dann kurz die kasbah taourirt besucht.

24.11.’19, der tizi n’tichka pass, höhe 2.260 m, einer der zwei großen pässe über den hauptkamm des hohen atlas stand auf unserer tagesetappe. ein schöner sonniger tag, das sollte zu schaffen sein.

auf der anfahrt schauten wir uns noch die „kasbah aït-ben-haddou“ an. eine der wenigen noch gut erhaltenen siedlungen aus stampflehm in südmarokko. aït-ben-haddou diente als kulisse für über 20 hollywood-produktionen, u.a. für lawrence von arabien.

die passstraße ist gut ausgebaut und wir kamen schnell voran. die landschaft, atemberaubend schön.

nachdem wir auch die serpentinen bergab zügig fahren konnten hielten wir in einem kleinen dorf am fusse des passes. an einem der schnellimbisse entschieden wir uns für lamm-tajine und gegrillte lammkoteletts – die kulinarische krönung des tages.

das schöne wetter und der wenige verkehr hatten zu mehr tageskilometer geführt als ursprünglich geplant.

allerdings waren jetzt auch weder campingplätze noch park-for-night plätze mittels navi, mapsme oder anderen internetplattformen zu finden. also fuhren wir ein plätzchen am waldrand unweit der straße an um zu übernachten. der tee war gerade fertig und zwei bilder von der untergehenden sonne geschossen,

als es klopfte. ein mann auf einem motorrad machte uns deutlich, dass wir hier nicht bleiben konnten. auch wenn wir kein wort verstanden, die gesten waren eindeutig ihm zu folgen.

nach wenigen kilometern erreichten wir einen beschrankten platz an einem damm und schon waren wir von weiteren männern umringt. wir mussten uns ausweisen und fragen zu woher und wohin beantworten. letztlich stellte sich heraus, dass es sich bei den männern um polizisten handelte, die zur überwachung des staudamms moulay youssef (auch als ait `adel see bekannt) dort stationiert waren und sich um unsere sicherheit sorgten und bemühten.

ende gut alles gut, wir verbrachten eine sehr ruhige und wohlbehütete nacht am parkplatz beim staudamm, bevor wir am nächsten tag uns einem weiteren abenteuer stellten, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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über den mittleren atlas in das hohe atlas gebirge…..

über den mittleren atlas in das hohe atlas gebirge, wo wir die ersten wilden affen sahen, seit wir in marokko sind.

wir verbrachten eine nacht am cp „euro camping emirates tourist center“ in azrou. wieder einmal hatten wir freie platzwahl und teilten uns das riesige areal mit nur drei weiteren campern. der platz bietet die kategorien business und first class, ist mit mehreren sauberen waschräumen und toiletten ausgestattet und hat ein restaurant (leider nur sommerbetrieb).

nach einer kalten nacht fuhren wir in den wenig kilometer entfernten zedernwald um uns die ca. 40 m hohe und rund 100 jahre alte gouraud-zeder anzusehen. angeblich die größte und älteste, leider bereits abgestorbene, zeder in marokko.

mittlerweile hauptattraktion sind wahrscheinlich die zahlreichen berberaffen (makaken), die sich durch die äste schwingen und sich von den zahlreichen touristen ihr futter erbetteln bzw. stibitzen.

auf der weiterfahrt nach khenifra, hier hatten wir in ermangelung eines cp vor der gendarmerie royale (mit deren genehmigung) einen stellplatz bezogen.

am darauf folgenden tag auf der route nach imilchil / lake tislit durchquerten wir viele kleine berberdörfer

in einer atemberaubenden landschaft. wir schraubten uns auf rund 2.380 m hoch, auf teils ashaltierten straßen, dann wieder durch pisten, wasserdurchfahrten und baustellen.

besuchten einen berbermarkt auf dem wir uns mit lebensmitteln für ein gutes abendmahl eindeckten.

alleine der wunderschöne stellplatz am bergsee den „lac de tislit“ machte diese tagestour zu einem highlight,

auch wenn uns der nächste morgen mit schneegraupel begrüßte.

ein gutes frühstück und die welt war wieder in ordnung.

weiter ging es richtung tinghir.  nun haben wir vorläufig die höhen des atlas gebirges verlassen.

durch die todra-schlucht

gelangten wir zu unserem cp in tinghir. drei volle tage sind für pflege und hausarbeit, umgebung erkunden und schließlich ausruhen eingeplant.

tag 1: großwaschtag

tag 2: wir besichtigten die stadt tinghir bzw. den markt und den alten Stadtteil und verputzten zwei große teller linsen.

tag 3: wanderten durch den palmenhain zur moschee ikelane, und anschließend entstand ein neuer blog-eintrag 😉

bemerkenswert war, dass die nächte hier sehr sehr kalt sind. außentemperatur um die 5°c (camperinnenraum-temperatur max 9°c) und ab ca. 11:00 uhr beginnt dank der sonne die temperatur auf rund 20 – 23°c anzusteigen.

bevor wir uns endgültig dem süden marokkos annähern, und damit hoffentlich auch den wärmeren abschnitten unserer reise, geht’s noch einmal durch schluchten und über bergpässe, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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baden, römer und wein…

baden, römer und wein, da hat jeder sicher gleich ein paar passende bilder im kopf 😉

wie war das bei uns? am 08.11.19 fuhren wir die kurze strecke von fes nach moulay yacoub und bezogen für eine nacht das „vichy thermalia spa hôtel“. das größte medizinische thermalbad liegt etwas versteckt, eingebettet in der hügeligen landschaft. das thermalwasser kommt mit 54° c an die oberfläche, ist reich an schwefel, zeigt eine geringe menge natürlicher radioaktivität und besitzt medizinisch erwiesene entzündungshemmende eigenschaften.

schon im jahr 1930 wurde die thermische wirkung anhand einer studie nachgewiesen aber erst 1962 waren die notwendigen mittel für die modernisierung des geländes, dem bau eines großen schwimmbeckens und der schaffung eines größeren bohrlochs um den fluss der quelle zu erhöhen möglich.

wir haben uns jedenfalls sehr wohl gefühlt. das schwimmen im thermalbecken und im beheizten außenpool, das gourmetrestaurant und die schicke atmosphäre der zimmer sowie im gesamten hotel sprechen für eine klare weiterempfehlung.

am nächsten tag ging es weiter richtung meknès.

auf der anfahrt durchfuhren wir den “heiligen“ ort moulay idris, in der sich die grabmoschee des staatsgründers idris I befindet (eine pilgerfahrt nach moulay idris ersetzt für den gläubigen muslim eine pilgerfahrt nach mekka). wir haben von diesem ort nicht sehr viel mitbekommen, denn es war markttag und um durch das dichte gedränge von menschen, tieren und fahrzeugen zu kommen benötigten wir viel zeit.

zwischenstopp bei den römern – wir besichtigen die reste der antiken stadt volubilis, deren gründung auf 25 n. chr. datiert. einige ausgrabungen wie z.b. das kapitol, die basilika, das forum, der tempel und vier römische villen mit mosaikböden sind sehr gut erhalten.

in meknès bezogen wir das „le zaki suites hôtel & spa“ mit blick auf die mauern der altstadt. nach umfangreichen renovierungen bietet dieses moderne 4* hotel suiten und zimmer in unterschiedlichen ausstattungskategorien sowie einen außenpool, terrassen, garten, spa-bereich sowie eine bar und ein restaurant. sogar unser camper fand unmittelbar vor dem hotel sein gut bewachtes plätzchen. wer in marokko eine kleine auszeit von riads, dars oder campingplätzen sucht hat im „le zaki suites hôtel & spa“ die richtige adresse gefunden.

der 10.11.19 war für den besuch der jüngsten der vier königsstädte reserviert, meknès. wir schlenderten durch das palastviertel,

die medina und den souk

und besichtigten das christengefängnis.

nach einem schon fast obligatorischen marokkanischen schnellimbiss

fuhren wir mit dem taxi zurück ins hotel, in vorfreude auf die besichtigung des weingutes domaine de la zouina.

in der nacht hat es heftig geregnet. werden wir die weingärten überhaupt betreten können? der wettergott ist letztlich auf unserer seite. das weingut „domaine de la zouina“ präsentiert sich am fuße des mittleren atlas gebirges im sonnenschein und pünktlich um 10:00 uhr beginnt unter fachkundiger führung unsere tour. mit mohamed. wir sehen die weingärten, den gemüse- und kräutergarten (für den eigenbedarf und die gästebewirtung), die kellerei samt abfüllanlage und lager und schließlich die pressanlage für das olivenöl.

die anschließende weinverkostung, marken-label epicuria und volubilia, gefolgt von einer einladung zum mittagessen samt weinbegleitung erfolgte durch die persönliche führung von herrn christophe gribelin, dem geschäftsführer des weingutes.

sein vater, gérard gribelin und philippe gervoson, zwei französische winzer, waren im Jahr 2002 die gründer des marokkanischen weingutes domaine de la zouina. heute werden die weine sowohl am marokkanischen markt abgesetzt wie auch im export und last but not least ist das preisgekrönte olivenöl volubilia extra virgin zu erwähnen.

beschwingt geht die reise weiter. nächster routenpunkt ist azrou – ich glaub’mich laust der affe, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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wer marokko sagt, sagt auch fes…..

wer marokko sagt, sagt auch fes und so war es für uns klar in fes werden wir drei nächte verbringen.

da wir gerne mitten in der altstadt wohnen wollten, stellten wir unser cleverchen auf einen bewachten parkplatz und bezogen quartier im „riad meski“.

neugierig machten wir uns gleich auf, einmal die umgebung unserers riad´s zu erkunden, denn jeder schwärmte so von fes.
also rein in das gewusel – erster eindruck? touristen und reisegruppen bahnten sich dicht gedrängt einen weg durch die alte medina. für uns schockierend, hatten wir doch unsere ersten tage in marokko keine touristen gesehen. na was soll’s, fes ist halt ein big point in marokko.

als es abend wurde leerte sich die alte medina von den touristenströmen und die marokkanische bevölkerung übernahm wieder das komando über ihre stadt – so war der eindruck für uns. viel viel angenehmer und authentischer, so wie wir uns marokko vorgestellt hatten. restaurants die auch nur den anschein eines touristenmenüs hatten, interessierten uns nicht. wir suchten die plätze, wo sich marokkaner ihr abendessen holten und von den ständen mit streetfood gab es ja genügend. herrlich wie das roch und noch herrlicher wie das schmeckte – ja, das ist unser marokko 😉

der zweite tag in fes brachte für uns einen ganz besonderen event – ein kochkurs stand auf dem programm. ja mein wunsch war es, dass ich vor ort die marokkanische küche zu kochen lernen – na ja, wenigstens einige gerichte. ingrid hatte mich damit überrrascht und mich zu so einem kurs angemeldet.
mittwoch 06.11.19 – 10:00 ab ins „café clock“, wo der kochkurs stattfand. lockerer gemütlicher empfang. wir waren sechs teilnehmer, zwei junge sympathische pärchen aus den staaten und wir, zwei wiener – gute mischung. ja und dann kam er, unser chefkoch – abdu-razak el bouchikhi.

gemeinsam einigten wir uns schnell auf folgendes zu kochendes und nachher zusammen zu verzehrendes menü:
vorspeisen:
zalouk (gebratene aubergine mit scharfen gewürzen) und taktouka (scharfer grüner paprika salat)
suppe:
harira (traditionelle herzhaft morokkanische suppe)
hauptspeisen:
tagine b l’hout (fisch tagine) und b’stella b’djaj (hühner bastilla)
nachspeise:
letshine b l’karfa (orangen & walnuß salat)

so, der nächste schritt war alle zutaten auf dem markt einzukaufen. abdu zeigte uns was, in welcher qualität und zu welchem preis man einkaufen sollte. mit viel spass besorgten wir alle unsere zutaten und machten uns damit auf den weg in die küche.

nun begann die arbeit – es wurde geputzt, gewaschen und geschält was das zeug hielt. als alles vorbereitet war konnten wir unter der anleitung von abdu die gerichte fertig stellen. jeder wurde eingebunden und konnte sich einbringen als uns abdu ein wenig in die geheimisse der marokkanischen küche samt seiner tollen gewürze einweihte. mit viel spaß, viel neues, vielen guten tips bekamen wir unser menü fertig.

die krönung des tages – wir konnten unsere neu erworbenen kochkünste ausprobieren – und es schmeckte wahnsinnig gut – vielen dank abdu für diesen kochkurs.

ja und ich kann nur jeden empfehlen – nehmt euch zeit, wenn ihr in fes seid und gönnt euch die fünf stunden für diesen kurs, ihr werdet sicher begeistert sein.

am nächsten tag haben wir uns nur durch die alte medina treiben lassen, beobachteten die menschen bei ihrer arbeit und ließen uns vom marokkanischen flair verzaubern.

…ja und dann gab es noch die geschichte des „goldenen schuh´s“ aber die kennt ihr sicher die brauche ich nicht hier zu schreiben 😉

nach fes werden wir die vichy-therme und spa aufsuchen, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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bergdörfer in den ausläufern des mittleren atlas…..

bergdörfer in den ausläufern des mittleren atlas, gerade einmal rund 25 km von fes entfernt, und man taucht in das vielleicht noch ursprünglichste leben im norden marokkos ein.

unser gastgeber und guide ist kamal, der das wunderschön eingerichtete gästehaus „dar kamal chaoui“ in bhalil führt.
jedes zimmer ist anders und mit viel liebe zum detail eingerichtet.

wir vereinbarten eine tour durch bhalil und am nächsten tag eine weitere tour durch das nahegelegene sefrou.

bhalil – die einwohner von bhalil sind überwiegend berberischer abstammung.
im dorf sind viele wohnungen in die weichen tuffsteinfelsen gehauen. allerdings mussten wir genau hinschauen, um nicht an einer der höhlenhäuser vorbeizugehen, da diese von außen quasi versteckt sind. wir bekamen die gelegenheit eine der höhlenwohnungen zu besuchen und durften mit der hausherrin tee trinken.

das dorf selbst besteht überwiegend aus weiß und pastellfarbig getünchten häusern und engen gassen die sich einen hang hinauf ziehen.
mehrere brücken umspannen einen kleinen fluss, der auch den kommunalen wascheplatz speist, an dem die frauen ihre kleider, teppiche und wolle waschen.

kamal erzählte uns historische geschichten über das dorf, machte uns auf die typische tracht die von den alten frauen im dorf noch heute getragen wird aufmerksam, erklärte wie die dorfbewohner ihren lebensunterhalt verdienen, besuchte mit uns die frauen die die djellaba-knöpfe herstellen, und sprach über die landwirtschaft und die bedeutung der olivenhaine in der region.

sefrou- bis zur mitte des 20. jahrhunderts lebte hier eine der größten jüdischen minderheiten des landes.
um ihre geschichte und die gemeinsame jüdisch-berberische vergangenheit verstehen zu können braucht es allerdings jemanden wie kamal, der u.a. leidenschaftlich an marokkanischer geschichte interessiert ist und diese sehr anschaulich anhand der spuren der juden in sefrou vermitteln kann.

neben der synagoge in der mellah (jüdisches viertel), die offiziell leider geschlossen ist und die wir nur dank kamal’s bekanntheit im dorf betreten durften,

besuchten wir auch eine karawanserei und die kleine medina mit den zahlreichen handwerkern.

last but not least ist zu erwähnen, dass in sefrou das jährliche kirschfestival stattfindet, eines der ältesten kulturfestivals marokkos, aber leider waren wir dafür zur falschen zeit zu besuch.

der besuch dieser beiden bergdörfer hat uns sehr beeindruckt. wir durften dank des umfassenden wissens von kamal, der übrigens aufgrund seines langjährigen auslandsaufenthaltes perfekt arabisch, französisch, englisch und deutsch spricht, neben der geschichte und den gesellschaftlichen einblicken auch wunderbare persönliche erfahrungen mit den menschen vor ort machen.

am 05.11.19 ging die reise weiter. nachdem wir die letzten beiden tage keine touristen gesehen hatten waren wir gespannt