you´ll never walk alone…

you´ll never walk alone – kaum hört man diese worte, denkt man sofort an liverpool und ja, als alter „fc liverpool“ fan und selbst ehemaliger österreichischer fußballspieler, musste ich auch endlich einmal dort hin 😉. aber, alles der reihe nach.
von wales fuhren wir richtung liverpool, und blieben davor für einen nachmittags spaziergang in chester stehen. erstes highlight war die „chester cathedral“, das herzstück der stadt und weit mehr als nur eine kirche. sie ist ein majestätisches kunstwerk aus rotem sandstein.

ursprünglich als benediktinerabtei erbaut, ist sie heute der sitz des bischofs von chester und blickt auf über 1.000 jahre geschichte zurück, die architekturstile von der normannenzeit bis zur gotik vereint. sie hat uns gleich beim betreten mit ihrer ruhe, dem spektakulären kreuzgang

sowie dem chorgestühl mit mittelalterlichen holzschnitzereien aus dem 14. jh. schwer beeindruckt. ein absolut magischer ort.

wir haben uns auch einer geführten tower tour angeschlossen. auf dieser einstündigen tour stiegen wir 216 stufen bis zur spitze des turms in 39 meter höhe und wurden von verschiedenen aussichtsplattformen aus mit beeindruckenden ausblicken auf das innere der kathedrale belohnt.

oben angekommen erwartete uns nicht nur ein wunderschöner panoramablick über die stadt sondern auch der besuch der glockenkammer, wo wir faszinierende geschichtliche fakten erfuhren sowie weitere verborgene bereiche entdeckten.

anschließend sind wir auf unserem stadtspaziergang auf der fast 2.000 jahre alten „chester city wall“, die als vollständigster mauerring großbritanniens gilt und das stadtzentrum umschließt, einmal komplett herum spaziert. in der fußgängerzone bewunderten wir die berühmte „eastgate clock (chester clock)“ – angeblich die zweitmeistfotografierte uhr englands nach big ben.

chester ist kompakt, fußläufig gut erkundbar und unfassbar fotogen. aus unserer sicht ist nur ein nachmittag absolut zu wenig für diese stadt.

ehe wir nach liverpool weiterfuhren, machten wir noch zwei stopps. den ersten stopp legten wir beim „chester zoo“ ein. ja, ok schön, aber da haben wir schon ganz andere zoos kennengelernt. ein paar fotos zur erinnerung haben wir natürlich trotzdem gemacht.

der zweite stopp war beim „ness botanic gardens“ in neston. hier versinkt die zeit im farn. besonders im spätsommer zeigte sich ness von seiner farbenfrohsten seite. überall summte und brummte es, die wildblumenwiesen standen in voller pracht und der duft von lavendel und sommerblüten hing schwer in der luft.
hier begann einst alles mit dem britischen baumwollhändler, pflanzensammler und allem voran gartenbau-visionär „arthur kilpin bulley“. während andere baumwollhändler in liverpool ihr geld zählten, schickte er im späten 19. jh. pflanzensammler bis in den himalaya und nach china. wenn man vor den riesigen, uralten rhododendren steht, ist zu spüren wie viel abenteuerlust in jedem blatt steckt. heute wird dieses erbe von der university of liverpool bewahrt.

endlich in liverpool, und gleich zu einem meiner persönlichen highlights entlang dieser langen reise, das legendäre „anfield stadium“. schon beim ersten blick auf das stadion spürt man die besondere atmosphäre, die diesen ort so einzigartig macht, und für mich als liverpool-fan war es fast wie eine pilgerreise, wenn man durch das berühmte shankly gate schreitet und im inneren die tribünen und das spielfeld sieht. leider gabe es an diesem wochenende kein spiel, aber das gefühl, in anfield zu stehen, wo die geschichte des l.f.c. lebendig wird und die hymne „you’ll never walk alone“ durch die ränge hallt, ist einfach unvergleichlich.
wir haben an einer stadionführung teilgenommen, konnten einen blick hinter die kulissen werfen und dabei auch die umkleidekabinen und den pressebereich bestaunen. besonders beeindruckend war für mich der moment, als wir durch den tunnel direkt auf das spielfeld gingen – ein echter gänsehaut-moment. der l.f.c. präsentiert sich hier von seiner leidenschaftlichsten seite und die erinnerung an diesen besuch wird sicher noch lange nachklingen.

liverpool hat natürlich einiges mehr zu bieten was auch uns interessierte, und so machten wir einen ausgedehnten stadtbummel. wir besuchten u.a. die „tate liverpool“, eine dependance der berühmten tate gallery in london, schauten uns das „albert dock“ an

und waren beeindruckt von der wundervollen architektur der „three graces“ – port of liverpool building; royal liver building und cunard building – und fanden die berühmte „beatles statue“ direkt am fährterminal der mersey ferries.

wir besuchten „the beatles story museum“, wo wir interessante bilder und geschichten über die beatles erfuhren,

wanderten entlang der „bold street“, mit ihrem alten kopfsteinpflaster und den vielen vintage-läden, delikatessen-geschäften und indie-stores und durchstreiften china town.
zum abschluss unseres ausgedehnten stadtspazierganges sahen wir uns noch zwei kirchen an. die „liverpool metropolitan cathedral“, ein architektonisches highlight ganz eigener art. die kathedrale, auch bekannt als „cathedral of christ the king“, ist ein modernes meisterwerk mit ihrer markanten, kegelförmigen silhouette und dem imposanten turm, der wie eine gigantische krone über der stadt thront. beim betreten wurden wir von der lichtfülle und den leuchtenden glasfenstern empfangen, die ein farbenfrohes spiel auf den innenraum warfen. die außergewöhnliche gestaltung der kathedrale macht sie zu einem einzigartigen spirituellen wie kulturellen mittelpunkt liverpools.

die „liverpool cathedral“ ist gleichfalls ein beeindruckendes bauwerk, das nicht nur durch ihre größe besticht – mit 10.000 m² die größte anglikanische kirche der welt – sondern auch durch ihre imposante architektur. mit einer länge von fast 190 m und ihrem markanten turm, der als einer der höchsten kirchtürme der welt gilt, dominiert sie die skyline der stadt. erbaut wurde sie im 20. jh. und vereint traditionelle gotische elemente mit modernen einflüssen. beim rundgang durch das riesige kirchenschiff spürten wir die besondere akustik und die feierliche atmosphäre, die diesen ort einzigartig macht.

am abend war „the cavern club” angesagt. der cavern club ist ein absolutes muss für musikliebhaber und liverpool-fans und vor allem für die generation, die mit den beatles aufgewachsen ist. schon beim betreten tauchten wir in die faszinierende geschichte dieses legendären clubs ein, der die geburtsstätte der beatles war. die atmosphäre ist unverwechselbar: backsteinwände, gedämpftes licht, die bühne und die einrichtung noch immer wie zu beatles zeiten sowie live-musik sorgten für echtes underground-feeling. wir genossen die energiegeladene stimmung und die vielen beatles songs versetzten uns in ein anderes zeitalter – da wurden wieder erinnerungen wach 😀

 

ein ort, an dem musikgeschichte lebendig wird und der geist der 1960er jahre noch heute zu spüren ist. wir können einen abend im „cavern club“ nur jeden empfehlen, der in liverpool zu besuch ist.

weil man von den beatles nicht genug bekommen kann, zumindest wir, starteten wir am nächsten tag gleich am morgen die „magical mystery tour“. zwei stunden bei denen man, im gegensatz zum normalen linienbus und liverpool hop on hop off bus, viele anekdoten über die orte und das leben der beatles zu hören bekommt. außerdem hält der tourbus direkt vor den beatles-geschichtsbezogenen häusern und plätzen und der tourguide hat immer die passenden geschichten parat. z.b., dass das geburtshaus von „george harrisons“ in arnold grove,

im vergleich zu den anwesen von „john lennon“ in mendips und „paul mc cartney“ in 20 forthlin road besonders bescheiden ist. george harrison wurde am 25. februar 1943 im haus nummer 12 geboren. er wuchs in dieser kleinen sackgasse in sehr bescheidenen verhältnissen auf und das haus hatte damals weder eine zentralheizung noch eine innentoilette. seit mai 2024 erinnert dort auch eine offizielle „blue plaque“ (gedenktafel) an den „stillen beatle“. die inschrift lautet schlicht – „george harrison, 1943–2001, musician and songwriter was born here“.
solche und viele weitere stories über die „großen vier“ oder oft auch „fab four“ genannt erzählte uns der tourguide nebst toller beatles musik im bus.

wir fuhren auch an dem berühmten „the shelter in the middle of a roundabout“ vorbei und es war schon ein besonderes gefühl, genau dort zu sein, wo paul und john früher auf den bus gewartet haben.

eine weiter station war „strawberry field“. die leuchtend roten tore am eingang sind heute detailgetreue nachbildungen. die originale aus dem jahr 1912 wurden 2011 ersetzt, um sie vor souvenirjägern zu schützen. die originaltore sind jedoch sicher verwahrt, im inneren der gärten.
johns persönlicher hintergrund zu strawberry field – es war ein kinderheim der heilsarmee, direkt neben dem haus von johns tante mimi, und er kletterte als junge oft über die mauer, um in den verwilderten gärten zu spielen.

„penny lane“ – da die schilder ständig gestohlen wurden, begann die stadt liverpool irgendwann, den namen einfach direkt auf die hauswände zu malen. ein 1976 gestohlenes schild wurde erst 2023 – nach 47 jahren – anonym zurückgegeben und ist heute im „the beatles story museum“ ausgestellt. während paul in „penny lane“ das bunte treiben der straße feiert, ist johns strawberry fields forever eine eher nachdenkliche, fast traumartige erinnerung an seinen geheimen rückzugsort.

das waren nur einige auszüge von unserer spannenden beatles-tour durch liverpool und wir können sie wirklich weiterempfehlen.

nachdem wir liverpool verlassen haben fuhren wir richtung manchester weiter – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

von der grünen auf die große insel…

von der grünen auf die große insel und dazu mussten wir mit der fähre von dublin nach holyhead übersetzen. weil wir beim letzten mal mit dem service und der gesamtabwicklung sehr zufrieden gewesen waren, buchten wir wieder mit „stena line“, diesmal mit der stena adventurer, eine ropax-fähre.

nachdem wir irland verlassen hatten und in wales, genauer gesagt in holyhead angekommen waren, begannen wir unsere besichtigungstour mit dem „south stack lighthouse“, an der nordwestlichen spitze von wales.
der leuchtturm thront spektakulär auf einer kleinen felseninsel, die über eine steile treppe sowie eine brücke erreichbar ist. von dort oben würden sich beeindruckende ausblicke auf die zerklüftete küste und das tosende meer bieten, und man könnte sogar seevögel wie papageientaucher beobachten, wenn das liebe wetter mitspielt, aber an diesem tag, leider „very british“.

die nacht verbrachten wir auf dem „valley of the rocks rv park“ bei holyhead. es gibt großzügig angelegte stellplätze, sowie moderne duschen und waschmöglichkeiten. die atmosphäre auf dem platz ist angenehm und bot uns einen guten ausgangspunkt für unsere weiteren touren durch wales.

am nächsten tag starteten wir mit einer ausgedehnten wanderung. wir wanderten den „porth wen brickworks rundweg“, der ziemlich abgelegen an der nordküste von anglesey in wales liegt. es ging über den könig-edward-VII-krönungsturm, einer stillgelegten porzellanfabrik

bis schließlich zur ziegelei „porth wen brickworks“. diese ist eine verlassene viktorianische ziegelei. die markanten bienenkorb-öfen, alten schornsteine, rostigen überreste alter maschinen und ein verfallener pier sind eine hommage an eine scheinbar ferne vergangenheit.
die fabrik war von etwa 1900 bis zu beginn des ersten weltkriegs in betrieb und wurde dann einfach sich selbst überlassen – daher sieht heute alles so wild und verwittert aus. besonders cool: die ziegelfabrik ist zwar heute ein lost place, aber ein echter tipp für alle, die auf ein bisschen abenteuer und fotografieren stehen.

am abend bot uns der „kingsbridge caravan park“ einen gemütlichen, ruhigen stellplatz mit heißen duschen. ein vier-sterne-caravan park, durchdrungen von natur auf der wunderschönen insel anglesey. es war schön hier zu stehen.

von unserem übernachtungsplatz waren es nur wenige kilometer zum „beaumaris castle“, eines der beeindruckendsten beispiele mittelalterlicher festungsbaukunst in großbritannien. es wurde ende des 13. jh. von könig edward I. als teil seiner nordwalisischen burgenkette zur eroberung von wales errichtet. die anlage, wenn auch ein unvollendeter bau, besticht durch ihre perfekte, symmetrische architektur und die ausgeklügelten verteidigungsanlagen, die damals als revolutionär galten. faszinierend sind die breiten wassergräben und die massiven rundtürme, die dem schloss sein markantes erscheinungsbild verleihen. bei unserem besuch konnten wir die imposanten ringmauern erkunden und die tollen ausblicke in richtung der snowdonia-berge genießen.

bei unserer durchfahrt durch bangor, blieben wir kurz bei der „bangor kathedrale“ stehen. sie liegt mitten im herzen der stadt und ist eines der ältesten durchgehend genutzten gotteshäuser von wales. sie beeindruckte uns durch ihre schlichte romanische architektur und ihre lange geschichte, die bis ins frühe mittelalter zurückreicht. schön ist die ruhige atmosphäre im inneren, die historischen grabmäler und platten sowie die bunten glasfenster, die das licht so stimmungsvoll brechen.

besonders interessant fanden wir, dass in der kathedrale zwei zeitgenössische gemälde des künstlers „john granville gregory“ hängen, die menschen in der kleidung des 20. jh. zeigen. das eine „still doubting“, eine moderne interpretation des gemäldes des italienischen barock-meisters caravaggio „der ungläubige thomas“.das andere „die grablegung christi – oder entombment“, basierend auf caravaggio´s original.ein kurzer stopp, der sich wirklich gelohnt hat.

unser weiterer weg führte zum „penrhyn castle & garden“, dass nur wenige kilometer außerhalb von bangor liegt. das imposante schloss im neugotischen stil wurde im 19. jh. erbaut und ist von weitläufigen, kunstvoll angelegten gärten und einem großen parkgelände umgeben. im inneren beeindruckt das anwesen mit prächtigen räumen, aufwendigen holzarbeiten, großzügigen treppenhäusern und einer bemerkenswerten sammlung von kunst und historischen gegenständen. der besuch im penrhyn castle gab uns spannende einblicke in die industriegeschichte der region und lässt die luxuriöse welt der früheren schlossbewohner lebendig werden.

wir erreichten eines der bedeutendsten bauwerke nordwales, das „castell caernarfon“, das weltweit als eines der größten bauwerke des mittelalters gilt. schon von weitem beeindruckte uns diese festung, die am ufer des flusses seiont thront und das stadtbild prägt. die mächtigen türme und die massiven mauern lassen sofort erkennen, dass dieser festungspalast einst nicht nur als königliche residenz, sondern vor allem als symbol der macht und zu verteidigungszwecke errichtet wurde.
castell caernarfon wurde am ende des 13. jh. erbaut und ist teil einer ganzen kette von burgen, die zum schutz und zur kontrolle der region dienten. besonders auffällig ist die raffinierte architektur, die inspiriert von den mauern der römischen stadt konstantinopel ist. während unseres rundgangs durch die gewaltigen toranlagen, die verschlungenen korridore und die vielen innenhöfe erhielten wir einen guten eindruck wie das leben im mittelalter hier ausgesehen haben mag.
walisische verbindungen zur britischen krone: im castell caernarfon wurden auch traditionell die prinzen von wales gekrönt – ein bedeutendes ereignis. der dienstälteste „prince of wales“ war der derzeitig amtierende könig charles. er wurde 1969 bei einer zeremonie in caernarfon castle zum prinzen von wales ernannt und trat damit in die fußstapfen seines großonkels edward VIII., dessen amtseinführung 1911 ebenfalls in caernarfon stattgefunden hatte. charles hatte den titel bis zum tode seiner mutter, königin elisabeth II. im jahr 2022 inne. aktuell trägt prinz william den titel „prince of wales“.

unser nächster tag begann mit einem morgenspaziergang zu den ruinen des „dolbadarn castle“ am südlichen ende des llanberis-passes, am fuße der snowdonia-berge. die ruine stammt aus dem frühen 13. jh. und wurde von llywelyn dem großen, einem der bedeutendsten fürsten von gwynedd, erbaut. besonders markant ist der runde bergfried, der noch heute imposant über die umgebung wacht. von oben hatten wir einen tollen ausblick auf den llyn padarn see und die umliegenden berge. die burg spielte einst in der walisischen geschichte eine wichtige rolle als machtsymbol und strategischer stützpunkt in zahlreichen konflikten um die vorherrschaft in nordwales.

der nachmittag gehörte einer zugfahrt mit der „snowdon mountain railway“ von der llanberis station rauf auf den berg zur hafod eryri summit station. die fahrt war ein tolles erlebnis. schon die historischen zahnradbahnwaggons und die dampfende lokomotive versetzen einen in eine andere zeit. gemächlich schlängelte sich der zug von der llanberis station durch atemberaubende gebirgslandschaften, vorbei an steilen felsen, rauschenden bächen und weiten tälern. während der gut einstündigen fahrt eröffneten sich uns immer wieder spektakuläre ausblicke auf die umliegenden berge und seen. leider war das wetter sehr wechselhaft, denn bei klarer sicht würde der blick bis zur irischen see gehen.
oben an der hafod eryri summit station angekommen, wurden wir mit einer dichten nebelsuppe und nieselregen berüßt. schade, denn der gipfel des snowdon ist der höchste berg von wales. im besucherzentrum stärkten wir uns mit tee und kuchen und genossen die einmalige atmosphäre, bevor es mit der bahn wieder talwärts ging. diese nostalgische fahrt war, abgesehen vom nebel am gipfel, eine perfekte möglichkeit, die schönheit des snowdon-nationalparks ganz entspannt zu erleben und wird uns uns noch lange in erinnerung bleiben.

nach unserer fahrt auf den berg ging unser nächster besuch unter die erde. wir schauten uns die „sygun copper mine“ an. die mine liegt im snowdonia nationalpark und bietet einen einblick in den historischen kupferbergbau von wales. bei der audiotour durch die alten stollen tauchten wir in die welt der bergleute des 19. jh. ein. enge gänge, beeindruckende höhlen und bunte mineralablagerungen machten alles sehr authentisch. interaktive ausstellungsstücke und anschauliche erklärungen vermittelten uns, wie hart und gefährlich die arbeit unter tage einst war.

wandern, und dazu bot sich der „rnli porthdinllaen national trust walk“ an. dieser ca. 4 km lange küstenwanderweg liegt auf der halbinsel llŷn. die rundstrecke bietet fantastische ausblicke auf das meer und die umliegende landschaft. der rundweg ist ein echter tipp für naturliebhaber, die die schönheit der walisischen küste hautnah erleben möchten.

für die nacht haben wir wieder einmal ein schönes stellplätzchen gefunden – auf der „treheli farm caravan and campsite“. sehr naturbelassene stellplätze, kein stromanschluss (brauchten wir eh nicht) aber mit einer wahnsinns aussicht. wenn man in der gegend ist, sollte man sich dort hinstellen und die natur genießen.

nach dem frühstück besuchten wir „plas yn rhiw“, ein charmantes herrenhaus am westlichen rand der llŷn-halbinsel. das historische anwesen stammt ursprünglich aus dem 16. jh. und wurde von den keating sisters liebevoll restauriert, sodass die atmosphäre vergangener zeiten bis heute spürbar bleibt. wunderschön ist der gepflegte garten, mit seinen alten bäumen und den blühenden rabatten, der auch einen blick auf die cardigan bucht bietet. im inneren des hauses konnten wir einen kleinen einblick in das leben der familie erhalten, die plas yn rhiw über generationen hinweg bewohnt und bewahrt hat. ein toller ort.

auf unserem weiteren weg sahen wir uns „portmeirion“ an. ein einzigartiges, im süden von snowdonia gelegenes küstendorf, das vom architekten sir clough williams-ellis im italienischen stil entworfen wurde. das dorf wurde als touristisches ziel konzipiert, ohne dauerhafte einwohner, und besticht durch seine farbenfrohen gebäude, verwinkelten gassen und die mediterrane atmosphäre, die in starkem kontrast zur wildromantischen landschaft von nordwales steht. beim durchschlendern von portmeirion fühlten wir uns fast wie am mittelmeer: überall blühen exotische pflanzen, kleine cafés und kunsthandwerksläden laden zum verweilen ein, und von den terrassen aus hat man herrliche ausblicke auf die dünen der dwyryd-mündung. bekannt wurde portmeirion auch als drehort der kultserie „the prisoner“. ein ort, der wirklich seinesgleichen sucht und den man in wales nicht verpassen sollte.

in portmeirion ist auch ein toller campingplatz angeschlossen, auf dem wir die nacht verbrachten.

unsere fahrt ging weiter in richtung llwyngwern. am weg dorthin durfte ein weiteres berühmtes bauwerk nicht fehlen, das „harlech castle“. mächtig thront die mittelalterliche festung auf einem steilen felsen mit weitem blick über die küste und das umland. erbaut wurde harlech castle im 13. jh. während der herrschaft von edward I. und zählt heute zum unesco-weltkulturerbe. die burg beeindruckt besonders durch ihre strategische lage und die ausgeklügelte verteidigungsarchitektur, die in vergangenen jahrhunderten zahlreichen belagerungen standhielt.

in harlech gibt es noch etwas, das wir uns ansahen, aber keinesfalls mit dem cleverchen befahren wollten – die ffordd pen llech – die „40%ige-straße“. sie war mit bis zu 37,45 % steigung (auf 40 % gerundet) einst die steilste straße der welt, bevor die messmethode geändert wurde. auch gut, sie bleibt eine extrem steile straße und eine bekannte sehenswürdigkeit in nordwales.

am nachmittag entschieden wir uns für einen kleinen verdauungsspaziergang am ca. 2,1 km langen „rhaeadr nantcol waterfalls“ rundweg. gemütlich in freier natur, einfach schön und erholsam.für die nacht machten wir es uns auf der „llwyngwern farm“ gemütlich und fanden auch ein schönes einsames plätzchen – so lieben wir es 😉.

nächster stopp war aberystwyth, um mit der „aberystwyth cliff railway“ zu fahren. diese historische standseilbahn, die seit 1896 in betrieb ist, führt vom stadtzentrum hinauf zum constitution hill. während der kurzen, aber eindrucksvollen fahrt eröffnen sich fantastische ausblicke über die bucht von cardigan. oben angekommen, haben wir das herrliche panorama genossen. da die camera obscura an diesem tag leider nicht zu besichtigen war, haben wir einen kleinen spaziergang entlang der klippen unternommen. bei einem besuch in aberystwyth sollte eine fahrt mit der längsten elektrischen standseilbahn großbritanniens nicht fehlen.

auf unserem weg entlang der walisischen küste machten wir auch halt im küstenort new quay. dort entschieden wir uns bei „new quay boat trips“ für eine dolphin spotting and wildlife bootsfahrt, um die tierwelt der cardigan bay zu erleben. leider war das wetter nicht besonders und so hatten wir an diesem tag während der tour weniger glück, delfine und seevögel zu beobachten. aber immerhin, wir konnten eine delphin mutter mit ihrem baby sehen – das ist halt so, wenn man in der natur unterwegs ist. wir haben die fahrt aber trotzdem genossen.

ein kurzer stopp bei der ruine von „newcastle emlyn castle“ und den drachentoren, jenem platz an dem der letzte drache getötet worden ist – bekannt für die sage eines fliegenden wyvern (drachen), der einst die gegend bewachte.

unser nächster besuch galt dem „national wool museum“ in felindre. das museum widmet sich eindrucksvoll der geschichte der walisischen wollindustrie, die einst eine bedeutende rolle für die region spielte. in den historischen fabrikhallen konnten wir traditionelle webmaschinen bestaunen und erfuhren, wie aus schafwolle hochwertige stoffe gefertigt wurden. das museum vermittelte uns ein stück lebendiger kulturgeschichte von wales.

der „national botanic garden of wales“ in llanarthne ist ein beeindruckendes ziel für natur- und gartenliebhaber. die weitläufigen anlagen boten uns eine mischung aus historischen und modernen gärten, darunter das spektakuläre „great glasshouse“, das größte freitragende gewächshaus der welt, in dem mediterrane pflanzen aus verschiedenen regionen gedeihen.

wir spazierten auf den gepflegten wegen, sahen prächtige blumenbeete und bestaunten innovative landschaftsgestaltung. gefallen haben uns auch die ruhigen teiche die idyllisch in der anlage liegen. wir fanden den besuch ausgesprochen entspannend und empfehlenswert.

zum abschluss des tages besichtigtn wir „paxton’s tower“. dieser imposante neugotische turm wurde 1811 von sir william paxton zum gedenken an seinen freund admiral lord nelson gebaut, um damit an dessen siege zu erinnern. er thront malerisch auf einem hügel oberhalb des tywi-tals. von dort oben hat man einen beeindruckenden rundumblick über die sanfte landschaft carmarthenshire bis hin zu den black mountains.

die ruhige, einsame nacht haben wir am parkplatz zum paxton’s tower verbracht.

am morgen ging es auf typisch „walisischen“ straßen weiter bis zur beeindruckenden ruine von „dryslwyn castle“. die mittelalterliche burg thront auf einem markanten hügel mitten im tywi-tal und bietet einen tollen rundumblick auf die umliegende landschaft. die burg wurde im 13. jh. von walisischen fürsten erbaut und war schauplatz zahlreicher kämpfe. heute laden die weitläufigen ruinen zum verweilen ein. wir genossen die aussicht und stellten uns vor, wie lebendig es hier einst gewesen sein muss.

noch drei weitere besuche standen an diesem tag auf unserem programm. zuerst besuchten wir „aberglasney gardens“ in carmarthenshire. die historischen gärten sind für ihre einzigartige mischung aus mittelalterlicher architektur und prachtvoll angelegten gartenräumen bekannt. beim spaziergang durch die alten mauern auf verwinkelten wegen entdeckten wir idyllische ecken, die immer wieder zum verweilen einluden. schön fanden wir das restaurierte herrenhaus und den berühmten „ninfarium“, ein verglaster innenhof mit exotischer bepflanzung.

gleich im anschluss an aberglasney besuchten wir das „newton house“ im dinefwr park. das herrschaftliche landhaus aus dem 17. jh. wurde ursprünglich für die familie rice gebaut, die über viele generationen hinweg die geschicke des dinefwr-anwesens prägte. während des englischen bürgerkriegs diente das anwesen als strategischer mittelpunkt und das herrenhaus sah zahlreiche veränderungen und erweiterungen im laufe der jahrhunderte. besonders im viktorianischen zeitalter erhielt das newton house seine markante neugotische fassade und wurde zu einem gesellschaftlichen treffpunkt der region. im inneren erzählen noch heute historische möbel, portraits und kunstvoll gestaltete räume von vergangenen zeiten. bis ins 20. jh. hinein blieb das haus bewohnt, ehe restaurierungsarbeiten es in ein museum verwandelten. spannend fanden wir die geschichten rund um die ehemaligen bewohner und die kleinen geheimnisse des hauses.

der letzten besuch an diesem tag war „carreg cennen castle“, das dramatischste ruinen-erlebnis in wales. gelegen am westlichen rand des bannau brycheiniog nationalparks, thront die festung aus dem 13. jh. majestätisch auf einem zerklüfteten felsen, brecon beacons, und bietet eine kulisse, die direkt aus einem fantasy-epos stammen könnte. die geheime natürliche kalksteinhöhle tief unter der burg konnten wir an diesem tag leider nicht besuchen. im gegensatz zu den bekannteren schlössern von edward I. – conwy oder caernarfon – ist carreg cennen wilder und weniger überlaufen.

talley abbey“ – wo die stille spricht. sie liegt im ländlichen carmarthenshire in westwales und zählt zu den bedeutensten klosterruinen der region. das ehemalige prämonstratenserkloster wurde im 12. jh. gegründet und war über jahrhunderte ein religiöses und wirtschaftliches zentrum für die umgebung. sie ruht wie ein vergessenes gebet aus stein, zeit hat hier keine eile. talley abbey ist kein ort zum durchgehen, sondern zum innehalten.

strata florida abbey“, auch die westminster abbey von wales genannt, ist eine ehemalige zisterziensische abtei, deren ursprung bis 1164 zurückgeht und die über die jahrhunderte zu einem der wichtigsten spirituellen und kulturellen zentren wales’ wurde. sie liegt in einem tal am fluss teifi nahe pontrhydfendigaid und strahlt historische bedeutung aus. sie ist auch die letzte ruhestätte für generationen mittelalterlicher walisischer prinzen. hier wurden wichtige texte wie die frühe walisische „brut y tywysogion (chronik der fürsten) gepflegt. strata florida war ein ort, an dem fürsten und dichter zusammenkamen – so ist zum beispiel der große walisische dichter „dafydd ap gwilym“ hier unter einer alten eibe begraben.
das große westportal ist das beeindruckendste erhaltene bauelement und nach wie vor majestätisch. in den ruinen sind auch noch einige originale, reich verzierte bodenfliesen aus dem 14. jh. zu sehen und geben einen eindruck vom einstigen prunk. ein ort, den man gesehen haben sollte.

nach so vielen abbey´s wollten wir wieder einmal eine kleine wanderung machen. dazu haben wir uns die wanderung zum „devil’s bridge waterfall“ in pontarfynach ausgesucht. mit etwas mehr als 2 km nicht lange, aber dafür mit 675 steilen, unebenen natursteinstufen, ist dieser ort in wunderbarer stiller natur gelegen wirklich zum genießen.

immer wieder begegneten wir den sogenannten „coin tree´s – münzbäume“. Dies sind bäume wo menschen in dessen stamm hunderte von münzen durch die rinde und das holz getrieben haben, in dem glauben und der hoffnung, dass ihre wünsche in erfüllung gehen.

von unserem letzten schlafplatz führten uns typische walisische straßen bei walisischen wetter

zu unserem ersten besichtigungspunkt des tages – den „craig goch dam“. er ist der höchstgelegene obere teil einer reihe von staudämmen im elan valley. der bau begann 1897 und wurde 1904 fertig gestellt. der craig goch war auch für uns der attraktivste der dämme, mit seiner gebogenen stützmauer und einer reihe von bögen, die eine schmale straße über die dammspitze führen. er besitzt einen, typisch für den ‚birmingham baroque‘-stil kuppelförmigen ventilturm. die länge des damms beträgt 156 m und die höhe 36 m.

ein stück weiter machten wir dann die rundwanderung um den „pen y garreg dam“  einem der eindrucksvollen bauwerke im elan valley. der steinerne staudamm wurde um 1900 errichtet, um die stadt birmingham mit trinkwasser zu versorgen, und fügt sich bis heute erstaunlich harmonisch in die wilde landschaft der cambrian mountains ein. seine bögen und die ruhige wasserfläche dahinter bilden einen spannenden kontrast zu den offenen mooren und sanften hügeln.

beim umrunden des sees erlebten wir nicht nur weite natur, sondern auch ein stück britischer industriegeschichte – still, monumental und zeitlos. ein lohnender spaziergang, bei dem wir auch bei der „nantgwyllt church“ vorbeikamen, die in unmittelbarer nähe des dammes steht.

da wir uns immer wieder gerne lost places ansehen besuchten wir „bryn tail leadworks“ – ein stück verlassener industriegeschichte in wilder landschaft. die ruinen der ehemaligen bleiverhüttung liegen eingebettet im tal des afon twymyn, umgeben von grünen hügeln. im 19. jh. war dies ein lauter und rauchiger ort, da blei abgebaut und verarbeitet wurde, bevor es in das nahegelegene llanidloes transportiert und über den fluss severn verschifft wurde. beim erkunden der weitläufigen anlage sind wir auf alte mauern, schornsteine und fundamentreste gestoßen, die von der intensiven industriellen nutzung erzählen. spannend fanden wir den kontrast zwischen der einstigen lauten schwerindustrie und der heutigen stille vor ort.
trotz ihres verfallenen zustands sind die bryn tail leadworks (bryn-tail wurde 1884 geschlossen ) gut zugänglich. sie sind kein spektakulärer ort im herkömmlichen sinn, aber genau darin liegt der besondere reiz.

gleich am morgen des nächsten tages besuchten wir „powis castle and garden“. was heute als prachtvolles schloss mit barocken gärten erscheint, begann im 13. jh. als wehrhafte burg der walisischen fürsten von powys – ein bollwerk gegen die ausbreitung englischer macht.
sein bekanntester früher herrscher, „owain ap gruffydd ap gwenwynwyn“, traf eine folgenschwere entscheidung – er unterwarf sich der englischen krone und rettete so besitz und einfluss – allerdings um den preis der unabhängigkeit. damit begann die wandlung powis’ von einer walisischen fürstenburg zu einem anglo-walisischen adelssitz.
im späten 16. jh. ging das schloss an die familie herbert über, die powis grundlegend veränderte. die düsteren mauern der festung wurden zu den fundamenten eines repräsentativen schlosses.

fenster, wohnräume und prunkvolle säle ersetzten nach und nach schießscharten und wehrgänge. powis verlor seine militärische funktion und gewann an kultureller bedeutung.
eine entscheidende phase folgte im 17. jh., als europäische einflüsse das erscheinungsbild prägten. inspiriert von frankreich und italien entstanden die berühmten terrassengärten, die powis castle bis heute unverwechselbar machen – dieses schloss wollte nicht mehr verteidigen, sondern beeindrucken.

im 18. jh. verband sich powis mit der geschichte des britischen empire. durch die familie clive, nachfahren von „clive of india“, gelangten zahlreiche kunstwerke und objekte aus südasien nach wales. sie erzählen bis heute von einer zeit, in der britische macht weit über europa hinausreichte und werfen zugleich fragen nach herkunft und bedeutung dieser schätze auf.
im 20. jh. verlor powis castle zunehmend seine funktion als privater wohnsitz. 1952 wurde das anwesen dem national trust übergeben.

nach dem schönen anwesen von powis machten wir einen stopp beim „pontcysyllte aqueduct“. es ist ein meisterwerk georgianischer ingenieurskunst und nicht umsonst ein unesco-weltkulturerbe, das über den llangollen-kanal und über das dee-tal in nordwales führt. die 300 m lange und 1,6 m tiefe kanalbrücke, auch bekannt als „fluss im himmel“, wurde 1805 eröffnet.
wir machten keine bootsfahrt, sondern überquerten das aquädukt zu fuß über einen schmalen weg neben der wasserrinne, sahen den booten zu und genoßen die aussicht.

nicht immer sind unsere übernachtungsplätze einsam und attraktiv, aber der wanderparkplatz bei bala war ruhig – wir standen einsam und kostenlos 😉

so starteten wir ausgeruht unser nächste wanderung, von „glanypwll zum cwmorthin old quarry“ (schiefersteinbruch). unser startpunkt war der cwmorthin waterfalls car park, wo wir mit viel glück einen parkplatz für unser cleverchen ergatterten, denn diese wanderung ist eine sehr bekannte und beliebte tour in wales, da sie die industrielle geschichte mit spektakulärer natur verbindet.
unsere runde umfasste ca. 5 bis 6 km. und die schwierigkeit war moderat. der aufstieg von glanypwll/tanygrisiau ist zu beginn steil und steinig, flachte aber am llyn cwmorthin deutlich ab.
zu beginn führte unser weg zum cwmorthin wasserfall, entlang beeindruckender kaskaden und steinbruchruinen. wir passierten verlassene mill-gebäude, arbeiterhütten (cwmorthin terraces) und die ruinen der rhosydd-kapelle. beim llyn cwmorthin, einem malerischen see, in dem sich die umliegenden berge spiegeln, machten wir eine längere pause, ehe wir wieder den rückweg antraten.

nachdem wir schon einiges von dieser schieferlandschaft gesehen hatten, wollten wir auch mit „the quarryman“ fahren. ffestiniog railway ist eine historische schmalspurbahn auf einer eingleisigen strecke, die blaenau ffestiniog mit dem hafen von porthmadog verbindet und dabei den weg der alten schieferzüge folgt.
die bahn gilt als eine der ältesten noch in betrieb befindlichen schmalspurbahnen der welt. sie wurde 1832 gegründet und 1836 fertiggestellt, um schiefer aus den steinbrüchen effizient zum neu entwickelten hafen in porthmadog zu transportieren. dort wurde der schiefer auf segelschiffe verladen und in alle welt verschifft.
ursprünglich war die bahn als pferdebahn konzipiert. beladene wagen rollten dank der schwerkraft bergab in richtung porthmadog. die leeren wagen wurden von pferden wieder bergauf gezogen, wobei die pferde auf der talfahrt in speziellen „dandy“-wagen mitfuhren.
1863 wurden die ersten dampflokomotiven eingeführt, um längere und schwerere züge ziehen zu können. zwei Jahre später, 1865, begann der offizielle personenverkehr. die ca. 22 km lange strecke führt durch eine abwechslungsreiche landschaft aus wäldern und bergen im snowdonia-nationalpark.
1946 stillgelegt, wurde sie 1955 als museumsbahn wiederbelebt und fährt heute als dampfbahn für touristen.

nach der rauen schönheit der schieferberge suchten wir einen kontrast und fand diesen nur eine kurze fahrt entfernt im „bodnant garden“ bei conwy. wenn die ffestiniog railway die geschichte der arbeit erzählt, dann ist bodnant ein denkmal für die leidenschaft zur natur – ein paradies aus farben.
2024 feierte der bodnant garden sein 150-jähriges bestehen, seit er 1874 von dem viktorianischen industriellen henry davis pochin und seiner frau agnes ersteigert wurde.

pochin nutzte die fähigkeiten des landschaftsarchitekten edward milner, um den formalen viktorianischen strauchgarten rund um das haus zu entwickeln, einschließlich des berühmten laburnum arch. auch wenn dieser nur für wenige wochen im jahr in leuchtendem gelb erstrahlt, ist die struktur dieses lebenden tunnels das ganze jahr über beeindruckend. der garten ist besonders berühmt für seine asiatischen rhododendren und gilt als der schönste rosengarten in wales,

mit seinen fünf formellen terrassen im italienischen stil.
wir spazierten hinab in „the dell“, ein tiefes, grünes tal, in dem die zeit stillzustehen scheint. hier ragen mammutbäume in den himmel, die so alt sind, dass sie die anfänge der eisenbahn noch miterlebt haben könnten. der garten ist zu jeder jahreszeit einen besuch wert.

der nachmittag war mit der stadtbesichtigung von conwy ausgefüllt. wir sahen uns „conwy castle“ an

– eine gut erhaltene, 700 jahre alte mittelalterliche festung, wanderten auf den „conwy town walls“ – den stadtmauern von conwy und statteten „the smallest house in great britain“, mit einer grundfläche von nur 3,05 m × 1,8 m, in der lower gate street 11, einen besuch ab.

conwy ist eine schöne kleinere stadt in der man viel sehen kann.

ein weiterer stadtbesuch war in llandudno geplant, wo wir die „great orme mines“ bei der mittelstation der great orme tramway besuchten. in einer self-guided tour durchstreiften wir die tunnel, die vor über 3.500 jahren angelegt wurden. sie vermittelten uns ein gefühl für die harten bedingungen, denen unsere prähistorischen vorfahren bei ihrer suche nach kupfer ausgesetzt waren.

im angrenzenden museum konnten wir auch interessante ausstellungsstücke sehen wie z.b. eine bronze-sockel-axt die 3000 – 2500 jahre alt war.

nach der „anstrengenden“ tour musste etwas süßes her und da waren wir bei „llandudno chocolate experience“ gerade richtig. ein museum, wo sich alles um die geschichte von schokolade dreht – ja, kostproben gab es auch 😉

ein interessanter besuch, ehe wir uns auf den weg zum „llandudno pier“ machten, aber da es am wasser sehr windig war, fiel unser spaziergang eher kurz aus.  trotzdem eine schöne stadtbesichtigung.

stellt euch vor, ihr fahrt entlang der walisischen küste und plötzlich ragt aus den grünen wäldern von abergele eine gewaltige steinfront auf. das ist „gwrych castle“, ein ort, der so spektakulär ist, dass man kaum glaubt, dass er echt ist.gwrych castle ist kein mittelalterliches verteidigungswerk, auch wenn die 18 zinnentürme das vermuten lassen. es wurde anfang des 19. jh. als luxuriöser landsitz für die familie hesketh erbaut.

es war das nonplusultra britischer eleganz, mit einer prunkvollen marmortreppe, die heute noch – zumindest in skelettform – zu bewundern ist. das schloss verfiel nach dem zweiten weltkrieg und wurde zum schauplatz für mittelalter-märkte, verfiel zur ruine und wurde schließlich von der natur zurückerobert.

das schloss wurde auch immer wieder als drehort genutzt – die verfallenen mauern und dunklen verliese boten die perfekte kulisse dazu.

 

kein walisisches schloss wäre komplett ohne eine geistergeschichte. in gwrych soll die „countess of dundonald“ spuken.besucher und mitarbeiter berichten regelmäßig von einer weißen gestalt, die in den fenstern der ruine schwebt oder auf der verfallenen treppe steht. ob man nun an geister glaubt oder nicht, wenn der nebel von der küste heraufzieht und sich um die türme legt, fängt man unweigerlich an zu flüstern. uns ist sie leider nicht begegnet 😉

schließlich verließen wir wales und planten noch ein wenig england zu bereisen – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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die irische hauptstadt dublin…

die irische hauptstadt dublin war für die nächsten tage unser ziel. wir quartierten uns im „the castle hotel“ ein und gaben dem cleverchen eine pause. von dem recht zentral gelegenen hotel starteten wir unsere dublin besichtigungen.
der erste weg führte uns zum „dodublin – dublin bus head office“. Dort holten wir unsere tickets für den „go city – 3-choice explorer pass“, der u.a. die fahrt mit dem hop-on-hop-off-bus inkludierte. eine sehr empfehlenswerte methode, um die highlights dublins bequem und stressfrei zu entdecken und von den vielen vergünstigungen zu profitieren, wie z.b. von 2-für-1-menüs in ausgewählten lokalen, bis hin zu freien museumseintritte.

unser erstes tagesziel war eine reise zurück ins dublin der wikingerzeit, das „dublinia viking and medieval museum“. das museum bietet faszinierende einblicke in das mittelalterliche dublin, rund um die mythen und geheimnisse der wikinger. anhand der interaktiven ausstellungen und anschaulichen nachbildungen erfuhren wir mehr über verbrechen & strafe, tod & krankheit und wie sich das bunte  leben auf einem mittelalterlichen markt abspielte.

als nächstes besuchten wir das „trinity college“. es zählt zu den bedeutendsten sehenswürdigkeiten dublins und ist zugleich die älteste universität irlands. gegründet im jahr 1592 auf anordnung von königin elisabeth I. ihr ziel war es, eine bildungsstätte nach dem vorbild von oxford und cambridge zu schaffen und so den protestantischen einfluss in irland zu stärken. über die jahrhunderte hinweg entwickelte sich das college zu einem international anerkannten ort akademischer exzellenz, an dem viele berühmte persönlichkeiten wie jonathan swift, oscar wilde und samuel beckett studierten.

 

berühmt ist das trinity college auch für seine eindrucksvolle bibliothek, die zu den größten und schönsten europas zählt.
hier wird das legendäre „book of kells“ aufbewahrt, ein kunstvoll illustriertes evangelienbuch aus dem 9. jh., das als eines der bedeutendsten werke mittelalterlicher buchkunst gilt.

der „long room“, eine zweistöckige halle mit beeindruckendem holzgewölbe, ist der imposante hauptsaal der bibliothek. er faszinierte uns mit seinen hohen regalen, alten handschriften und gedruckten büchern, büsten bedeutender gelehrter und der ältesten harfe irlands, die brian boru’s harp.

 

wir schlenderten über den weitläufigen, von historischen gebäuden und gepflegten grünflächen geprägten universitätscampus und hörten anekdotisches über das studentenleben. so z.b., dass die studierenden es peinlichst vermeiden, unter dem großen glockenturm hindurchzulaufen. denn sollte gerade dann die glocke läuten, wenn man sich darunter befindet, wird man niemals seine prüfungen bestehen.

es war schon sehr beeindruckend, sich inmitten dieser traditionsreichen institution zu bewegen und einen einblick in die reiche vergangenheit des trinity college zu gewinnen.

im anschluss machten wir uns auf den weg zur berühmten „christ church cathedral“. dieses eindrucksvolle gotteshaus zählt zu den ältesten bauwerken dublins und ist ein gutes beispiel für mittelalterliche architektur. beeindruckend sind die prächtigen gewölbe, historischen bodenfliesen,  und die größte kathedralenkrypta in großbritannien und irland (die mittelalterlichen mauern tragen das ganze kirchenschiff), in der zahlreiche ausstellungsstücke zur geschichte der kathedrale und der stadt zu sehen sind, u.a. die älteste erhaltene kopie der magna carta.

 

neben dem grabmal von richard de clare („strongbow“), welches allerdings nicht sein eigentliches grabmal ist, da dieses bereits vor jahrhunderten zerstört wurde, ist eine besondere kuriosität der christ church cathedral, eine reliquie, das „herz von laurence o’toole“. laurence o’toole war im 12. jh. erzbischof von dublin und wurde später heilig gesprochen (dublin’s schutzpatron). sein herz wurde nach seinem tod als reliquie in der kathedrale aufbewahrt, galt aber lange als verschollen, nachdem sie 2012 gestohlen worden war. sie wurde jedoch 2018 wiedergefunden und an ihren ursprünglichen platz zurückgebracht. das herz symbolisiert für viele besucher den tiefen glauben und die bewegte geschichte der kathedrale. sie ist ein bedeutendes religiöses zentrum, an dem die bewegte vergangenheit dublins spürbar wird.

dublin castle“ befindet sich im herzen der stadt und bildet seit mehr als 800 jahren ein zentrales element der irischen geschichte. ursprünglich wurde dublin castle im frühen 13. jh. von den normannen auf den überresten einer alten wikingerfestung erbaut, um die englische herrschaft in irland zu sichern. die anlage diente über jahrhunderte als sitz der englischen und später britischen verwaltung – hier wurden gesetze beschlossen, wichtige dokumente aufbewahrt und politische entscheidungen getroffen.

 

das schlossensemble besteht aus unterschiedlichen gebäuden, die verschiedene architektonische stile von mittelalter bis barock und viktorianischer zeit widerspiegeln. besonders sehenswert ist der „record tower“, das älteste erhaltene bauwerk des schlosses, dessen mächtige mauern und schmale fenster die ehemalige verteidigungsfunktion noch heute erahnen lassen. die prächtigen „state apartments“ beeindrucken mit kunstvoll ausgestatteten räumen, in denen einst britische vizekönige residierten und heute bedeutende offizielle staatsempfänge und zeremonien stattfinden.

ein highlight unseres rundgangs war auch die „chapel royal“, eine neugotische kapelle mit geschnitztem holzinterieur und farbenprächtigen glasfenstern, die den religiösen aspekt des schlosslebens eindrucksvoll unterstreichen.

dublin castle hat eine wechselvolle geschichte und war immer ein spiegel politischer, kultureller und gesellschaftlicher entwicklungen. heute ist das schloss nicht nur ein museum, sondern auch ein sinnbild für die wandlungsfähigkeit und stärke von dublin selbst.

nun besuchten wir die „marsh’s library“, irlands älteste öffentliche bibliothek, die 1707 gegründet wurde. die original erhaltenen eichenschränke, die kunstvoll gearbeiteten rollregale und die rund 25.000 seltenen bücher und handschriften, die hier aufbewahrt werden (viele davon stammen aus den bereichen theologie, wissenschaft und literatur), machten den besuch zu einem besonderen erlebnis.
interessant fanden wir, dass es sich hier um eine historische „chained library“ (kettenbibliothek) handelt. diese waren im mittelalter üblich, um teure bücher sicher aufzubewahren und vor beschädigung zu schützen. bekannt ist auch, dass einst leser in kleine zellen/käfige gesperrt wurden, um den zugang zu den seltenen büchern zu beschränken und sie vor diebstahl zu bewahren. im hinteren teil der bibliothek konnten wir drei dieser käfige sehen.

 

aber diese bibliothek hat mehr als nur bücher zu bieten. man hat den geist eines alten mannes gesehen, der um mitternacht die bücherregale durchwühlt. es heißt, es sei der geist von erzbischof narcissus marsh, dem gründer der bibliothek.
neben dem geisterhaften besucher hatte marsh’s library auch viele berühmte besucher. schriftsteller wie „bram stoker“, „jonathan swift“ und „james joyce“ waren hier.
stoker wurde ein regelmäßiger leser in marsh’s library und besuchte sie während seines studiums am trinity college häufig. es gibt detaillierte aufzeichnungen über das, was er bei seinen besuchen zu rate zog – bücher über religion, hexerei und reisen in osteuropa.
der besuch in dieser historischen bibliothek bot uns einen faszinierenden einblick in die literarische und geistige geschichte der stadt.

im anschluss besuchten wir die beeindruckende „saint patrick’s cathedral“, die größte kirche irlands und ein wahrzeichen dublins. die kathedrale wurde im 12. jh. erbaut und ist dem nationalheiligen irlands, dem heiligen patrick, gewidmet.der mächtige, gotische bau und die prächtigen glasfenster erzählen von der langen geschichte des gotteshauses, das über jahrhunderte hinweg „das“ zentrum religiösen lebens und kultureller bedeutung war. faszinierend fanden wir die zahlreichen denkmäler und grabstätten berühmter persönlichkeiten aus verschiedenen epochen, darunter auch das grab von jonathan swift, dem autor von gullivers reisen und ehemaligen dekan der kathedrale.
für uns war der besuch in einem der spektakulärsten gebäude irlands absolut lohnenswert.

am nachmittag machten wir noch eine teeling trinity tasting tour in der „teeling whiskey distillery“. die destillerie, die sich im belebten liberties-viertel befindet, ist die erste „neue“ whiskey-brennerei, die seit über 125 jahren in der stadt eröffnet wurde. bei der trinity tasting tour erhielten wir wieder einblicke in den herstellungsprozess des irischen whiskeys, von der auswahl der gerste bis zur abfüllung in die charakteristischen flaschen.
wir sahen moderne anlagen, die trotzdem viele traditionelle elemente bewahrt haben, und erfuhren auch viel über die bewegte geschichte des familienunternehmens teeling und die wiederbelebung der whiskey-tradition in dublin. highlight war für uns die verkostung. wir probierten vier verschiedene teeling whiskeys und konnten die feinen unterschiede in aroma und geschmack erkennen. eine empfehlung für alle, die die irische whiskeykultur hautnah erleben möchten.

natürlich durfte bei unserem aufenthalt in dublin ein besuch im weltberühmten „guinness storehouse“ nicht fehlen. das markante gebäude in den liberties, einst die fermentationshalle der guinness-brauerei, beherbergt heute eine interaktive erlebnisausstellung rund um das irische nationalgetränk. auf sieben etagen erfuhren wir alles über die geschichte und herstellung des guinness – vom brauprozess mit wasser aus den wicklow mountains bis hin zur kunst, das perfekte pint zu zapfen.

eine tasting station gab es natürlich auch – hier konnten wir das guinness schon einmal vortesten 😉.

begeistert waren wir von der „gravity bar“, der legendären rooftop-bar im obersten stockwerk des guinness storehouses. ein ikonisches, rundes gebäude, das wie der schaum eines gezapften guinness-glases aussieht. von hier aus bot sich uns ein atemberaubender 360°-blick über die dächer dublins, während ingrid ein frisch gezapftes guinness und ich ein hop house lager genossen.

der besuch im storehouse war ein toller tagesabschluss und wir konnten nicht nur die bedeutung der braukunst für dublin, sondern auch die besondere rolle, die guinness für diese stadt und das land spielt, nachempfinden.

am nächsten tag nahmen wir in einem „dublin hop on hop off bus“ platz und genossen es gemütlich über die „rote route“ durch dublins verschiedene stadtviertel kutschiert zu werden. wir stiegen einige male aus, machten besichtigungen und fuhren dann wieder weiter. toll war auch, dass der bus ganz in der nähe von unserem hotel eine seiner stationen hatte.

ein halt für einen besuch war im „irish whiskey museum“. es liegt zentral am college green und widmet sich ganz der geschichte und vielfalt des irischen whiskeys. in der unterhaltsamen führung erfuhren wir u.a. viel über die unterschiede zu schottischem whisky und die bedeutung von whiskey für die irische kultur.  ein höhepunkt der führung war die verkostung. in stilvollem ambiente konnten wir verschiedene sorten irischen whiskeys probieren und die feinen nuancen zwischen den verschiedenen brennereien kennenlernen. unsere guide erklärte geduldig, worauf es bei aroma und geschmack ankommt und wie man whiskey richtig genießt. der besuch war ein genussvolles erlebnis – eine echte empfehlung für alle, die tiefer in die welt des irischen whiskeys eintauchen möchten.

ein weiterer halt führte uns in das „epic the irish emigration museum“, an den ufern des river liffey im herzen der dubliner docklands. dieses moderne, interaktive museum widmet sich den geschichten der millionen menschen aus irland, die ihre heimat verlassen und auf der ganzen welt spuren hinterlassen haben.
in multimedialen ausstellungen und eindrucksvollen lebensgeschichten erfuhren wir, warum so viele iren auswanderten, welchen herausforderungen sie sich stellen mussten und wie die irische diaspora (hauptsächlich entstanden durch das historische ereignis, der große hungersnot im 19. Jh.) die welt bis heute prägt. für alle, die sich für die bewegte geschichte und kultur irlands interessieren, ist dieses museum unbedingt zu empfehlen.

anschließend folgte der besuch des „jeanie johnston“ grossseglers, der fest verankert am custom house quay am ufer des river liffey liegt. das originalgetreu nachgebaute segelschiff erinnert an die dramatische zeit der großen irischen auswanderungswellen im 19. jh., insbesondere während der großen hungersnot. wir erfuhren wie tausende irische auswanderer auf schiffen, ähnlich wie der jeanie johnston, die gefährliche überfahrt nach nordamerika wagten, auf der suche nach hoffnung und einem besseren leben. an bord konnten wir die beengten und hygenischen verhältnisse und mißstände, in denen die passagiere wochenlang auf see lebten sehen. beeindruckend war die tatsache, dass auf der jeanie johnston, anders als auf vielen anderen auswandererschiffen, während ihrer elf überfahrten niemand ums leben kam. dieses schwimmende museum sollte man nicht verpassen.

unser fazit – dublin ist eine tolle und sehenswerte stadt, in der man viel besichtigen und erleben kann. wir haben die drei tage in dublin sehr genossen, konnten aber natürlich nicht alles sehen, aber vielleicht kommen wir ja wieder.

wir verließen irland und planten noch ein wenig wales und england zu bereisen – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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vom norden irlands nach dublin…

vom norden irlands nach dublin. der erste streckenabschnitt führte uns von malin head nach barnesmore.
unterwegs machten wir noch einige stopps auf der inishowen-halbinsel. den ersten bei „clonca church & cross“. die kirche aus dem 17. oder 18. jh. steht an der stelle eines klosters, das um das 6. jh. von st. baudan gegründet wurde. im inneren befindet sich der grabstein von magnus mac orristin (ein irischer krieger aus dem mittelalter), der eine kombination aus krieger- (schwert) und sportsymbolen (stock und ball) zeigt – vermutlich eine frühere form des hurlings. auf dem feld gegenüber dem kircheneingang, stehen zwei kreuze. eines von ihnen liegt im hohen gras (das konnten wir leider auch nicht finden), während das andere aufrecht steht. das kreuz zeigt das wunder der brote und fische sowie andere weniger identifizierbare szenen.

„kinnagoe bay“ war unser nächster halt. die versteckt gelegene bucht mit ihrem feinen sandstrand wirkt wie ein wohlgehütetes geheimnis. ein spannender geschichtlicher aspekt: im jahr 1588 strandete hier das spanische armada-schiff „la trinidad valencera“. heute erinnert ein gedenkstein an dieses dramatische ereignis, dass der kinnagoe bay einen hauch seefahrtsromantik und abenteuer verleiht.

auf einer für die gegend typischen straßen fuhren wir zum „inishowen lighthouse“, auch bekannt als stroove lighthouse. der standort des leuchtturms war schon immer strategisch, da er sich in der nähe mehrerer wichtiger seewege befindet. einer region, die für ihre manchmal schwierigen seebedingungen bekannt ist. der leuchtturm ist seit 1838 in betrieb und wurde 1979 vollständig automatisiert. leider ist er für die öffentlichkeit nicht zugänglich, aber dennoch ein schönes fotomotiv.

wir haben danach das „inishowen maritime museum“ besucht. es liegt in der nähe des hafens von greencastle und bietet spannende einblicke in die maritime geschichte der region. wir fanden ausstellungen über die lokale fischerei, schifffahrt und die bedeutung des seehandels für die region. beeindruckt haben uns modelle historischer schiffe, nautische instrumente und zahlreiche erinnerungsstücke aus vergangenen zeiten. es gab auch interaktive stationen und audiovisuelle präsentationen, die den lebensalltag der seeleute und fischer lebendig machen. der besuch vermittelte uns eindrucksvoll die enge verbindung der hier ansässigen menschen mit dem meer.

von barnesmore ging es nach ballyconnell, wo wir einen tollen stellplatz am parkplatz ballyconnell slipway fanden, der teil des shannon-erne waterways ist. mit den übriggebliebenen punkten unserer „waterways ireland karte“ konnten wir auch den serviceblock nutzen – saubere toiletten, heiße duschen, waschmaschine und wäschetrockner – sehr bequem.

am morgen besuchten wir die klosterstätte „monasterboice“, eine der bedeutendsten frühchristlichen religiösen zentren in irlands historischem osten. die ruinen stammen aus dem 10. jh. und bestehen aus einem alten friedhof, zwei kirchen, einer sonnenuhr, einem 35 m hohen rundturm und beeindruckenden keltischen kreuzen. das 5,5 m hohe muiredach-hochkreuz gilt als das schönste hochkreuz in ganz irland.

im anschluss besuchten wir eine weitere historische sehenswürdigkeit, das erste zisterzienserkloster in irland, die „old mellifont cistercian abbey“. die ehemalige abtei wurde im jahr 1142 gegründet und war die erste ihrer art in irland. beeindruckend sind die überreste des einzigartigen achteckigen waschhauses und die mittelalterlichen strukturen, die einblicke in das klösterliche leben vergangener jahrhunderte bieten. die friedliche atmosphäre und die malerische lage am fluss mattock machten mellifont abbey zu einem besonderen zwischenstopp für uns auf dem weg richtung dublin.

letztes tageshighlight war ein halt beim historischen „slane castle“, das am ufer des flusses boyne thront. die anfahrt führte uns durch eine von alten baumalleen gesäumte landschaft, bis plötzlich das beeindruckende schloss mit seinen zinnenbewehrten türmen und der weitläufigen parkanlage vor uns auftauchte. slane castle wurde im jahr 1785 für die adelige, anglo-irische familie conyngham erbaut und befindet sich seitdem in ihrem familienbesitz.

der heutige besitzer von slane castle ist „alex conyngham, der 9. marquess conyngham“, der die nachfolge seines verstorbenen vaters, henry vivien pierpont conyngham, bekannt als lord mount charles, angetreten hat. er hat die verantwortung für das schloss übernommen, um die geschichte und den ruhm der familie conyngham fortzuführen, obwohl  1991 ein katastrophaler brand einen teil des gebäudes so stark beschädigte, dass die anschließende restauration ganze zehn jahre benötigte.
wir hatten die große ehre von sir alex conyngham persönlich durch das schloss geführt zu werden. beeindruckend ist die mischung aus neugotischer und klassizistischer architektur – hohe fenster, mächtige steinfassaden und prunkvolle säle spiegeln die wechselvolle geschichte wider. besonders faszinierend war der große festsaal, dessen wände zahlreiche portraits zieren und erinnerungen an gäste aus aller welt wiedergeben. die führung vermittelte uns einen eindruck vom adeligen leben vergangener jahrhunderte und in den fluren spürt man die lange geschichte von slane castle und die rolle des schlosses als schauplatz politischer ereignisse und gesellschaftlicher feste.

hier fand seit 1981 fast jährlich auch das slane festival auf den wiesen vor dem schloss statt. bei diesen weltberühmten open-air-konzerten traten immer wieder internationale musiklegenden auf, u.a. U2, die rolling stones, madonna, metallica und bruce springsteen. sir alex conyngham plant die tradition der konzertveranstaltungen fortzusetzen.

abseits von musik und geschichte hat slane castle aber noch mehr zu bieten. in den ehemaligen stallungen wird heute whiskey destilliert und bei unterschiedlichen touren über das gelände der brennerei mit anschließendem tasting und mit einem glas „slane irish whiskey“ lässt sich der tag besonders stilvoll ausklingen.

 

insgesamt war unser besuch im slane castle eine wunderbare bereicherung unserer irlandreise – ein ort, der vergangenheit und gegenwart auf besondere weise vereint.

die nacht durften wir mit unserem cleverchen auf der nahegelegenen „rock farm“ verbringen, eine nachhaltige bio-farm auf dem historischen gelände des slane castle, die auch von der eigentümerfamilie betrieben wird. ein charmanter camping- und glampingplatz, der idyllisch eingebettet in der hügeligen landschaft rund um slane liegt und aktivitäten wie kajakfahren auf dem boyne-fluss, angeln und baden in holz-hot-tubs anbietet. die rock farm, mit ihrer entspannten, naturverbundenen atmosphäre, passte perfekt zu unserer irlandreise. wir können sie jedem irlandreisenden nur empfehlen.

am nächsten tag ging es weiter zum „brú na bóinne visitor centre“. wir wurden mit einem shuttlebus vom visitor centre zu den denkmälern gebracht.
newgrange, knowth und dowth zählen zu den bedeutendsten neolithischen stätten der welt und beherbergen die größte sammlung megalithischer kunst in westeuropa. sie sind teil des unesco-weltkulturerbes brú na bóinne.
newgrange beeindruckt besonders durch sein über 5.000 jahre altes ganggrab, dessen innere kammer jedes jahr zur wintersonnenwende von der sonne erleuchtet wird.
knowth ist bekannt für seine vielzahl an nebenhügeln und die größte sammlung megalithischer kunst in westeuropa. dowth ist weniger erforscht, aber ebenfalls ein faszinierender ort mit geheimnisvollen gravuren und einer besonderen atmosphäre.
ein besuch dieser neolithischen monumente vermittelt einen einzigartigen eindruck von der hochentwickelten kultur und den spirituellen vorstellungen der menschen, die vor jahrtausenden hier lebten. der zugang zu newgrange und knowth ist nur durch eine geführte tour möglich.

am pubparkplatz der „swans bar“ in obertstown durften wir uns für die nacht zu den blumen kuscheln. 😉

gleich nach dem frühstück besuchten wir die nächste archäologische stätte, den „hill of tara“, einem der geschichtsträchtigsten orte irlands in der grafschaft meath. der hill of tara war einst der sitz der hochkönige von irland und gilt als spirituelles und politisches zentrum der keltischen kultur. die sanften, grünen hügel bieten nicht nur einen herrlichen panoramablick über die umliegende landschaft, sondern auch zahlreiche relikte vergangener zeiten sind hier zu bestaunen, von runden erdwerken bis zu alten grabhügeln.
interessant ist der „stein des schicksals“ (lia fáil), der auf dem höchsten punkt des hügels steht und dem der legende nach besondere kräfte zugeschrieben werden. es heißt, dass der stein zu singen begann, wenn ein rechtmäßiger könig ihn berührte.
die atmosphäre am hill of tara ist einzigartig – man spürt die mystik und die bedeutung dieses ortes für die irische geschichte und mythologie.

nach diesem eindrucksvollen besuch stand „russborough house & park“ auf unserem programm. das prächtige landhaus aus dem 18. jh. liegt in der nähe von blessington und gilt als eines der schönsten beispiele palladianischer architektur in irland. die imposante fassade, die eleganten säle und die kunstvoll gestalteten innenräume zeugen von der langen geschichte des hauses.
beeindruckend ist auch die bedeutende kunstsammlung, die werke alter meister sowie irischer künstler umfasst. bei der führung durch russborough house haben wir viel über die wechselvolle geschichte der besitzerfamilien und die bewegten zeiten, die das anwesen erlebt hat erfahren.

für uns war russborough house & park ein beeindruckender zwischenstopp auf unserer reise – empfehlenswert.

da am nächsten tag die letzten beiden besuche vor dem eintreffen in der hauptstadt dublin auf unserem programm standen – das „powerscourt house“ und die „powerscourt distillery“ – übernachteten wir einfach am parkplatz der destillery.

09:30 uhr und wir starteten unseren besuch im „powerscourt house“. es ist ein imposantes herrenhaus aus dem 18. jh, das südlich von dublin liegt. ursprünglich als residenz für die familie wingfield erbaut, besticht das anwesen durch seine elegante architektur und die prächtig angelegten gärten, die zu den schönsten in irland zählen. besonders beeindruckend waren die weitläufigen italienischen und japanischen gärten, die mit kunstvollen wasserspielen, skulpturen und seltenen pflanzen zum verweilen einladen.

im inneren des hauses erwarteten uns stilvoll restaurierte räume, in denen sich geschichte und moderne nutzung harmonisch verbinden. die aussicht von der terrasse auf die wicklow mountains ist spektakulär.

nach der besichtigung wanderten wir in die „powerscourt distillery“, die sich direkt am anwesen befindet und irischen whiskey produziert. bei der führung durch die destillerie haben wir viel über die kunst der whiskeyherstellung in der powerscourt distillery erfahren. natürlich haben wir auch das edle getränk verkosten dürfen 😉

insgesamt war der besuch im powerscourt house und der powerscourt distillery ein gelungener abschluss, ehe wir uns der hauptstatt zuwendeten. sollte man gesehen und erlebt haben.

jetzt ging es nach dublin – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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auf in den äußersten nordwesten von irland…

auf in den äußersten nordwesten von irland, das war unser ziel für die nächsten tage. den beginn machten wir in foxford bei „the foxford experience“. die foxford experience ist ein interaktives besucherzentrum, dass die geschichte der foxford woollen mills erzählt. in der modernen ausstellung erfuhren wir alles über die entstehung der berühmten wollweberei und konnten den produktionsprozess hautnah miterleben. beeindruckend war, wie hier tradition und innovation miteinander verschmelzen und man die gelegenheit hat, echte irische handwerkskunst zu bestaunen. in einem shop kann man die hochwertigen produkte direkt vor ort kaufen.

im anschließenden restaurant ließen wir unsere eindrücke bei einem ausgezeichneten lunch ausklingen. sehr interessanter besuch.

nach dem herrlichen lunch ging es am nachmittag nach knock, wo wir dem „knock shrine & knock museum“ einen besuch abstatteten. der knock shrine ist wahrscheinlich die bedeutenste pilgerstätte irlands, die jährlich mehr als 1million menschen aus der ganzen welt anzieht. wie bedeutend knock shrine für die katholische kirche war und ist, zeichnet sich durch die besuche von papst johannes paul II. (1979) und papst franziskus 2018 aus.
wir besichtigten die beeindruckende basilika und tauchten ein in die bewegende geschichte der marienerscheinung von 1879, die knock zu dem ort der hoffnung und andacht gemacht hat, der er heute ist. die ruhige atmosphäre und die gepflegten, weitläufigen anlagen luden uns zum verweilen und nachdenken ein.

im anschluss besuchten wir auch das knock museum, das auf anschauliche weise die lokale geschichte und die bedeutung des schreins vermittelt. interaktive ausstellungen und persönliche erzählungen machen deutlich, welche rolle knock für generationen von pilger und diese region spielt. ein bewegender besuch, der unsere reise durch den nordwesten irlands bereicherte.

für die nacht haben wir wieder einmal ein stellplätzchen nach unserem geschmack gefunden, am ufer des see annaghmore 😉

in strokestown, unserer nächsten station, konnten wir an einer führung durch das „strokestown’s palladian house“ und das angrenzende „national famine museum“ teilnehmen. das prachtvolle anwesen, mit seiner eleganten architektur und den gepflegten gärten, bot uns einen faszinierenden einblick in die georgianische vergangenheit irlands. im inneren sahen wir aufwendig gestaltete historische räume und möbel und erfuhren bemerkenswerte fakten und spannende aspekte über das leben der familien, die das haus einst bewohnten. die fachkundige führung mit ausführlichen details zur geschichte des anwesens sowie dessen bedeutung für die region, war ein schönes und interessantes erlebnis.

im national famine museum, einem hochmodernen, interaktiven museum, wird das parallele leben der aristokratischen vermieter aus dem strokestown’s palladian house – deren macht und deren dilemma – und ihrer mieter im strokestown park estate – geprägt von hunger, räumung und exil – dramatisch zum leben erweckt. wir erhielten einzigartige einblicke über das traurige kapitel der großen irischen hungersnot, eine katastrophe die irland für immer veränderte.

ein stück weiter, in carrick-on-shannon, warfen wir einen blick in die „costello memorial chapel“. ein echtes kuriosum, denn sie ist die kleinste kirche europas und wurde 1877 von edward costello als gedenkstätte für seine verstorbene frau errichtet. die winzige kapelle beeindruckt mit liebevollen details und einer ganz besonderen, fast intimen atmosphäre. trotz ihrer geringen größe ist sie ein ort voller geschichte und emotion.

unsere route führte uns zu einer weiteren spannenden station, „the shed distillery of pj rigney“. in dieser modernen, aber liebevoll traditionell geführten destillerie, tauchten wir in die welt der irischen spirituosen ein. wir lernten den handwerklichen herstellungsprozess des berühmten „drumshanbo gunpowder irish gin“ kennen – von der auswahl der exotischen botanicals bis zur destillation in klassischen kupferkesseln. die leidenschaft und innovationskraft von gründer pj rigney ist hier in jedem detail zu spüren. wir hatten auch die gelegenheit uns über verschiedene andere produkte zu informieren, wie z.b. den „drumshanbo sausage tree pure irish vodka“, und verkosteten einen ausgezeichneten „drumshanbo single pot still irish whiskey“ direkt vor ort. ein echtes erlebnis für uns, da wir neugierig auf traditionelle destillationskunst und irische ursprünglichkeit sind.

ab in die tiefe. das besucherzentrum „arigna mining experience“ bietet einen einzigartigen einblick in die geschichte des kohlebergbaus im nordwesten irlands. in einer authentischen, ehemaligen mine wurden wir von ehemaligen bergleuten durch die engen stollen geführt und erfuhren aus erster hand, wie hart und entbehrungsreich die arbeit unter tage war. anschaulich werden die lebens- und arbeitsbedingungen der bergleute dargestellt – von den einfachen werkzeugen bis hin zu den herausforderungen des alltags. die führung war spannend und vermittelte nicht nur technisches wissen, sondern auch bewegende persönliche geschichten. für uns hat dieser besuch eindrucksvolle blicke in die vergangenheit ermöglicht, die uns den respekt vor dem leben und wirken der bergleute noch einmal ganz neu vor augen geführt hat.

von arigna aus führte uns unser weg weiter nach boyle, wo wir die berühmte „boyle cistercian abbey“ besichtigten. die abbey ist eine beeindruckende klosteranlage aus dem 12. jh., die zu den besterhaltenen zisterzienserabteien irlands zählt. beim rundgang durch die ruinen konnten wir die kunstvollen romanischen und frühgotischen steinmetzarbeiten bewundern und die besondere atmosphäre dieses historischen ortes auf uns wirken lassen. wir bekamen einblicke in das klösterliche leben und die bewegte geschichte der abtei, die über jahrhunderte als geistiges und kulturelles zentrum der region diente.

unweit der abbey machten wir noch einen abstecher zum „king house“ im herzen von boyle. dass herrenhaus aus dem 18. jh. war einst sitz der familie king und diente später als kaserne sowie verwaltungssitz.

bevor wir boyle verließen, machten wir noch halt an der „tobernalt holy well“. diese uralte heilige quelle liegt idyllisch in einem kleinen wäldchen am lough gill und ist ein besonderer ort der spiritualität und ruhe. seit jahrhunderten pilgern gläubige hierher, um wasser zu schöpfen, zu beten und kleine opfergaben zu hinterlassen. die friedliche atmosphäre, umgeben von moosbewachsenen steinen und alten bäumen, regt einem zum nachdenken, reflektieren und sich besinnen an.

auf dem weiteren weg durfte ein besuch der „sligo abbey“ nicht fehlen. das im 13. jh. gegründete dominikanerkloster beeindruckt durch seine gut erhaltenen ruinen, in denen noch zahlreiche kunstvolle details wie filigrane steinmetzarbeiten und verzierte grabplatten zu entdecken sind. beim rundgang durch die anlage konnten wir uns lebhaft vorstellen, wie das kloster jahrhundertelang ein zentrum des religiösen lebens in der region war.

nach unserem abbey besuch verspürten wir hunger und nachdem wir in rosses point übernachten wollten, machten wir einen abstecher in das seafood restaurant „fish & bean“, direkt am wild atlantic way. das stilvoll eingerichtete lokal, mit blick auf coney island und die sligo bay, beeindruckte uns mit einem unvergesslichen meeresfrüchte-erlebnis. wir probierten verschiedene spezialitäten wie gebratenen kabeljau, austern und hummer, begleitet von hausgemachtem brot und dazu weißwein. ein kulinarisches highlight, auf unserer reise durch den nordwesten irlands.

bevor wir uns zu unserem schlafplatz begaben, machten wir noch einen spaziergang zum „metal man“. dieses leuchtsignal, das auf einem markanten sockel unmittelbar vor der küste steht, wurde 1821 errichtet und ist eine bekannte sehenswürdigkeit und ist ein beliebtes fotomotiv.

der nächste tag führte uns weiter nach nordwesten, wo wir einen halt in kilcar einlegten, beim „studio donegal“. diese traditionsreiche weberei ist berühmt für ihre hochwertigen, handgewebten tweedstoffe und wollwaren, die seit generationen in echter handarbeit gefertigt werden. bei einer führung durch die werkstatt konnten wir den handwerkern direkt bei ihrer arbeit zusehen und erfuhren viel über die aufwendigen prozesse vom spinnen der wolle bis hin zum fertigen stoff. die leidenschaft und das handwerkliche können, die in jedem einzelnen stück stecken, beeindruckten uns sehr.

im angrenzenden shop fanden wir eine große auswahl an einzigartigen schals, decken und kleidungsstücken – alles „made in donegal“.

wir fuhren weiter nach glencolmcille und konnten am weg dorthin erstaunlicherweise leute baden sehen – brrrrrrr – aber so sind die iren halt 😉.

in glencolmcille angekommen erkundeten wir das „glencolmcille folk village“. dieses liebevoll gestaltete museumsdorf bietet einen faszinierenden einblick in das ländliche leben im county donegal des letzten jahrhunderts. in authentisch eingerichteten cottages, die verschiedene epochen widerspiegeln, konnten wir sehen, wie die menschen früher lebten, arbeiteten und feierten. die ausstellungen zeigen traditionelle haushaltsgegenstände, werkzeuge, möbel und vermitteln dabei das gefühl, in die vergangenheit einzutauchen. eine wunderbare gelegenheit, das authentische irland abseits der bekannten sehenswürdigkeiten zu erleben.

 

auf der strecke zwischen glencolmcille und donegal lohnte sich der abstecher zur „ardara distillery“. diese noch junge, aber bereits vielfach ausgezeichnete destillerie verbindet moderne technik mit traditionellem handwerk und widmet sich ganz der herstellung charaktervoller irischer whiskeys. bei der führung durch die anlage haben wir einblicke in den herstellungsprozess erhalten. von der auswahl der regionalen gerste bis zur reifung in sorgfältig ausgewählten fässern. auffallend ist die leidenschaft mit der das team von ardara alte rezepturen neu interpretiert und dabei stets wert auf höchste qualität legt. die verkostung am ende der führung bot uns die möglichkeit, die vielfalt der ardara-whiskeys direkt zu erleben – ein genuss irischer destillierkunst.

wenn man schon in donegal ist, dann muss man natürlich das „nancy´s“ auf ein dutzend austern besuchen – frisch und seeeehr lecker. das gemütliche pub, das bereits seit generationen von derselben familie geführt wird, ist weit über donegal hinaus für seine herzliche atmosphäre, die urige einrichtung und die ausgezeichnete küche bekannt.

nach dem besuch im nancy´s begaben wir uns auf unseren übernachtungsplatz am lough akibbon – ruhig, gemütlich und einsam.

am nächsten morgen brachen wir früh in richtung glenveagh nationalpark auf. unser ziel war das „glenveagh visitor centre“, das sich als perfekter ausgangspunkt für die erkundung dieses beeindruckenden naturgebiets erwies.

nach einem informativen rundgang machten wir uns auf den weg zum „glenveagh castle“. das von captain john george adair in den 1870er-jahren, im stil eines schottischen baronialschlosses erbaute große landhaus mit zinnen, beeindruckte uns mit seinen räumlichkeiten und den liebevoll gepflegten gärten. wir erfuhren viel über die wechselvolle geschichte des anwesens und über die vertreibung der pächter durch captain adair als landbesitzer von seinem besitz (der volksmund sagt, das landhaus sei wegen der grausamen vertreibungen mit einem fluch belegt).

jetzt musste wieder eine wanderung her, deshalb führte uns unser weg weiter zum „ards forest park“. dieses weitläufige naturparadies an der donegal-küste begeistert mit einer abwechslungsreichen landschaft aus wald, sanddünen, moor und langen sandstränden. wir genossen einen ausgedehnten spaziergang auf den gut ausgeschilderten wanderwegen. besonders gefallen hat uns die ruhe, die uns das gefühl gab, allein mitten in der unberührten natur zu sein.

nach unserer wanderung setzten wir unsere reise entlang der küste fort und steuerten zum tagesabschluss das „fanad head lighthouse visitors centre“ an. der majestätisch auf einer landzunge gelegene leuchtturm zählt zu den schönsten in ganz irland und bietet nicht nur spektakuläre ausblicke auf den atlantik, sondern auch spannende einblicke in die geschichte der seefahrt in donegal. wir erfuhren interessantes über das leben der leuchtturmwärter und die wichtige rolle des leuchtturms für die schifffahrt in dieser region. der aufstieg über die enge wendeltreppe, wurde mit einem panoramablick über das meer und die zerklüftete küste belohnt. ein schönes erlebnis.

bevor wir donegal verließen, stand noch ein echtes naturhighlight auf unserem plan, der „great pollet sea arch“. dieser beeindruckende, natürliche felsbogen liegt spektakulär an der rauen küste der fanad-halbinsel und ist über jahrtausende von den wellen des atlantiks in den felsen geschliffen worden.

von dort aus fuhren wir weiter zum „fort dunree“, einer historischen festung, die hoch über dem lough swilly thront und einen panoramablick auf das wasser und die umliegende küstenlandschaft bietet. ursprünglich im 19. jh. zur verteidigung der bucht errichtet, beherbergt das fort heute ein museum zur militärgeschichte und zur strategischen bedeutung der region. beeindruckend fanden wir die gut erhaltenen bunkeranlagen, die alten kanonen und die multimedialen ausstellungen, die die vergangenheit lebendig werden lassen.

weiter ging es zum „mamore gap“. diese spektakuläre passstraße schlängelt sich steil durch die berge der inishowen-halbinsel und bietet ausblicke auf die umliegende landschaft und das meer. da das wetter wieder einmal „irisch“ war, war die fahrt hinauf ein kleines abenteuer, denn die strecke ist schmal und kurvenreich.

wer den mamore gap besucht, sollte sich auch die berühmte „holy well“ und die kleine grotte am pass nicht entgehen lassen. diese spirituellen orte, die sich direkt am straßenrand befinden, sind seit generationen ziel von pilgernden und reisenden. die grotte ist der jungfrau maria gewidmet und liebevoll mit blumen, kerzen und religiösen andenken geschmückt. auch wir haben in der besondere atmosphäre an diesem abgelegenen platz, umgeben von den bergen und der weite der landschaft, den moment der stille genossen und einen wunsch an das universum hinterlassen.

vom marmore gap war es nicht mehr weit bis zu unserem nächsten stopp, dem „doagh famine village“. ein freilichtmuseum auf der inishowen-halbinsel, das sich der irischen geschichte vom 19. jh. bis in die gegenwart widmet.

hier erfuhren wir auch wie der irische poitín (auch als irischer mondschein bekannt – ein traditioneller irischer hochprozentiger schnaps, der ursprünglich illegal gebrannt wurde) nach alten familienrezepten auch noch heutzutage hergestellt wird. eine verkostung durfte selbstverständlich dabei nicht fehlen 😉

wir setzten unsere reise in richtung des nördlichsten punktes irlands fort – malin head, auf der halbinsel inishowen, wo wir auch beim „lloyds signal tower“ die nacht verbrachten.

nach einer sehr windigen nacht machten wir am morgen eine wanderung zum malin head und der felsformation hell’s hole, in die mit voller kraft die wellen schlagen. die raue, windgepeitschte landzunge beeindruckte uns mit ihren dramatischen klippen, tosenden wellen und der endlosen aussicht auf die spektakuläre küstenlandschaft am atlantik. unsere wanderung, entlang der markanten felsformationen, vermittelte uns ein gefühl von weite und freiheit und die donnernden wassermassen sowie das faszinierende farbenspiel machten diesen ort zu einem erlebnis.

hier spürt man die ungezähmte kraft der natur – ein perfekter abschluss unserer entdeckungsreise entlang der nordirischen küste.

weiter ging es entlang der grenze nordirlands, in richtung dublin – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr…

whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr stand als nächstes auf unserem programm, aber alles der reihe nach. wir verließen banagher in richtung birr, wo wir uns das „birr castle demesne“ ansahen. beeindruckt waren wir von seiner weitläufigen parkanlage, den prachtvollen gärten und dem historischen schloss.

interessant war auch das berühmte große teleskop, dass im 19. jh. als das größte der welt galt.

wir schlenderten gemütlich durch die gepflegten anlagen und erfuhren bei der guided castle tour viel über die geschichte der familie parsons, die das anwesen seit jahrhunderten bewohnt.

die nacht verbrachten wir an einem see gelegenen stellplatz, nahe des lough boora sculpture park‘s.

der nächste tag begann nach dem frühstück mit einer wanderung durch den „lough boora sculpture park“. wir spazierten zwischen den kunstwerken und genossen die ruhige atmosphäre der weitläufigen moorlandschaft. die unterschiedlichen skulpturen fügten sich harmonisch in die natur ein und boten interessante ansichten. unsere wanderung war eine angenehme mischung aus kunst und natur, bei der wir immer wieder neues entdecken konnten.

nach unserer entspannung in der natur ging es zu einem weiteren highlight, in die „tullamore distillery“ zur “behind the scenes” guided tour. zum einstieg gab es „irish coffe“

und danach erhielten wir einblicke in den herstellungsprozess dieses bekannten irischen whiskeys – angefangen bei der auswahl der besten zutaten, über das maischen und brennen, bis hin zur reifung in sorgfältig ausgewählten fässern. wir erfuhren viel über die lange geschichte der destillerie und wie traditionelle handwerkskunst mit moderner technik verbunden wird. beeindruckend war die atmosphäre in den lagerhäusern, wo der duft nach holz und whiskey in der luft lag.

natürlich konnten wir auch verschiedene whiskeysorten verkosten und die feinen unterschiede im geschmack erleben. ich persönlich habe auch einen neuen lieblings whiskey gefunden, den „tullamore d.e.w. aged 12 years“, aber damit stehe ich sicher nicht alleine da 😉.

als nächster programmpunkt stand das „belvedere house, gardens & park“ auf unserer route. idyllisch am ufer des lough ennell gelegen, beeindruckte uns die anlage aus dem 18. jh mit weitläufigen, sorgfältig gepflegten gärten. kurios ist auch die berühmte „jealous wall“, diese scheinruine wurde 1760 vom 1. earl of belvedere, robert rochfort, erbaut, nachdem es zu einem streit mit seinem bruder george gekommen war, der im nahegelegenen tudenham house lebte. robert war eifersüchtig auf georges haus, dass größer als das haus belvedere war, weshalb er die mauer baute, um seine sicht auf tudenham zu versperren.
wir genossen die ruhe des parks, und erkundeten die unterschiedlichen themengärten.

nach einer ruhigen nacht im public car park, bei der old rail trail greenway in streamstown, machten wir uns auf den weg zum „dún na sí amenity & heritage park“. überall spürte man die geschichte der region sowie die der irischen kultur, die mit ihren alten mythen unser interesse am kulturellen volkserbe bei uns weckte.

auch der folgende besuch im „derryglad folk and heritage museum“ versetzte uns in eine vergangene zeit, mit einer von charlie & bridie finneran liebevoll zusammengetragenen ausstellung über das alltagsleben vergangener jahrzehnte. in zahlreichen räumen und scheunen bestaunten wir die beeindruckende sammlung von alltagsgegenständen und erinnerungsstücken, die das leben in irland anschaulich dokumentieren. durch charlie finneran‘s spannende geschichten, über die ausgestellten exponate, wurde die vergangenheit lebendig und lustig erläutert und verdeutlicht – vielen dank.

nächste station „glengowla mines“, nahe oughterard. diese historische mine, die ursprünglich im 19. jh. zur förderung von silber und blei genutzt wurde, beeindruckt mit ihren tiefen stollen und erlaubt faszinierende einblicke in die harte arbeit der damaligen bergleute. wir tauchten ein in die welt des bergbaus, erfuhren mehr über die entstehung der mine, die geologischen besonderheiten und die harten lebensbedingungen der arbeiter.

im anschluss gab es vom besitzer, keith geoghegan, eine sheep dog demonstration. diese war zwar vom strömenden regen etwas beeinträchtigt, aber trotzdem sehr interessant.

auf schmalen wegen ging es nach errisbeg west, in der grafschaft galway, wo wir es uns auf dem „gurteen bay caravan & camping park“ gemütlich machten. auf einem schönen stellplatz mit blick aufs meer konnten wir alle annehmlichkeiten des camping platzes nutzen.

am nächsten tag stand ein besuch auf unserem programm, auf den wir uns schon lange gefreut hatten – dass „connemara smokehouse“. dieses ist eines der ältesten und traditionsreichsten räuchereien im westen irlands und liegt direkt an der atlantikküste bei der kleinstadt clifden. hier spürt man gleich die besondere atmosphäre eines familiengeführten betriebs. während einer spannenden führung bekamen wir einen einblick in die traditionelle kunst des räucherns und erfuhren viel über die herkunft und qualität der verwendeten fische. wir sahen, wie die frischen lachs- und makrelenfilets von hand gesalzen und anschließend über torf und buchenholz langsam geräuchert werden und die verkostung war ein hammer. der zarte, rauchige geschmack des lachses war unvergleichlich – kein vergleich zu industriell hergestellten produkten. der inhaber graham roberts erzählte mit viel leidenschaft von der familiengeschichte und dem nachhaltigen umgang mit den ressourcen des atlantiks. ein rundum gelungener besuch, der uns nicht nur kulinarisch, sondern auch mit den präsentierten werten und idealen kulturell begeistert hat.

danach machten wir noch einen kurzen zwischenstopp am berühmten „coral strand“ bei carraroe. dieser besondere strand besteht nicht aus sand, sondern aus winzigen, weißen kalkalgen, die wie korallen wirken und ihm seinen namen geben. die farbe des strandes, das türkisfarbene wasser und die küstenlandschaft sorgen für eine außergewöhnliche atmosphäre.

anschließend begaben wir uns auf eine rundwanderung um das „hochmoor derrigimlagh“. eine wunderschöne hochmoorlandschaft mit seen und weitläufigen torffeldern sowie seltenen pflanzen. beeindruckend war auch, dass hier zwei kapitel unserer technischen weltgeschichte geschrieben wurden –
1907 baute der italienische erfinder guglielmo marconi eine der ersten transatlantischen funkstationen der welt mitten im derrigimlagh moor und sendete die ersten morsezeichen über den nordatlantik bis nach neufundland.
1919 die legendäre fluglandung mit einem doppeldecker der britischen piloten john alcock und arthur whitten brown nach der ersten atlantiküberquerung im nonstopflug.

der nächste tag begann mit einem 3 km morgenspaziergang am „lower diamond hill“. der gut ausgebaute wanderweg schlängelt sich durch die beeindruckende landschaft des connemara nationalparks und bietet immer wieder ausblicke auf die umliegenden hügel und das meer.

ein besonderer ort auf unserer reise war „kylemore abbey & victorian walled garden“. die majestätische benediktinerabtei liegt malerisch am ufer eines sees und ist von einer atemberaubenden berglandschaft umgeben. kylemore abbey gilt als eines der meistfotografierten motive irlands.die geschichte der kylemore abbey ist eng mit mitchell henry verbunden, der das schloss ende des 19. jh. erbauen ließ. ursprünglich als romantischer rückzugsort für seine frau margaret gedacht, wurde das anwesen nach ihrem frühen tod zu einem ort der erinnerung. das innere der abtei bietet einblicke in die wechselvolle geschichte des hauses.

beeindruckend sind die liebevoll restaurierten räume, die neugotische kirche (wurde gerade renoviert) sowie das mausoleum, die als symbol der liebe und trauer erbaut wurde.

ein spaziergang durch die weitläufigen gärten und entlang des seeufers vermittelten einen bleibenden eindruck von der schönheit und erhabenheit dieses außergewöhnlichen ortes.

später übernahmen benediktinerinnen das anwesen und gründeten ein kloster sowie eine schule, welche über viele jahrzehnte ein bedeutender teil des irischen bildungswesens war.

am nachmittag ging es dann weiter auf die „killary sheep farm“. die farm liegt malerisch an den hängen des killary fjords und ist ein echter geheimtipp, um das traditionelle leben auf einer irischen schaffarm hautnah zu erleben.wir wurden herzlich von tom nee empfangen, der uns mit viel leidenschaft und fachwissen durch den nachmittag begleitete. beeindruckt hat uns die vorführung der sheepdog-arbeit. der gut trainierte border collie reagierte auch über eine große entfernung auf jedes kommando und zeigte eindrucksvoll, wie hund und mensch als team zusammenarbeiten um die herde zu lenken.

tom zeigte uns auch noch wie gekonnt ein schaf mit geübten handgriffen geschoren wird. ein toller, beeindruckender nachmittag.

nach der tollen sheepdog-arbeit machten wir einen halt beim „connemara sheep and wool centre“ in leenane. das besucherzentrum bietet faszinierende einblicke in die regionale geschichte der schafzucht und wollverarbeitung.

während einer anschaulichen vorführung konnten wir miterleben, wie aus geschorener schafwolle mit traditionellen geräten wie spinnrädern und webstühlen garne und hochwertige stoffe hergestellt werden. besonders spannend war es, als ingrid selbst die alten handwerkstechniken ausprobieren durfte.

unsere tour setzen wir bis zu den „aasleagh falls“ fort. die wasserfälle liegen idyllisch an der grenze zwischen galway und mayo. umgeben von grünen wiesen und sanften hügeln lädt die landschaft rund um die aasleagh falls für eine kurze pause und ein erinnerungsfoto ein.

von den aasleagh falls setzten wir unsere fahrt durch die spektakuläre landschaft des „doo lough pass fort. diese eindrucksvolle passstraße schlängelt sich zwischen majestätischen bergen hindurch und bietet atemberaubende ausblicke auf den tiefblauen doo lough see und die umliegenden täler – sofern es nicht gerade nebelig ist, wie bei unserer fahrt. die stille und weite der natur ist hier beeindruckend.

ein besonders bewegender punkt am pass ist das „doo lough famine memorial“. das schlichte denkmal erinnert an die tragische geschichte des „famine walk“ im jahr 1849, als zahlreiche menschen während der großen hungersnot auf der suche nach hilfe über den pass wanderten – es wird vermutet, dass mehr als 400 menschen am doo lough ums leben kamen. ein zwischenstopp, der uns zum nachdenken anregte.

nachdem wir in westport auf einem ruhigen parkplatz genächtigt hatten, machten wir nach dem frühstück einen kleinen bummel durch die stadt. wir besuchten unter anderem: the clock (1947 erbaut und ist irlands einzige stadtuhr im art-déco-stil; trägt auch den spitznamen „der viergesichtige lügner“, da sie oft die falsche Zeit angibt) – the octagon (glendenning monument – westports berühmtestes wahrzeichen – st. patrick steht an der spitze) – doris brothers’ bridge (wunderschöne steinbrücke) – holy trinity westport church of ireland – the mall (entlang des flusses und vorbei an der marienkirche) – bridge str. (viele bunte gebäude) – newport railway viaduct – seven arches bridge – hielten ein schwätzchen mit princess grace 😉– st. patrick’s church und noch vieles mehr.

wir verließen westport in richtung newport und legten einen fotostopp bei der „burrishoole abbey“ ein. die klosterruine liegt idyllisch am ufer eines kleinen flusses und strahlt eine besondere ruhe aus. 1470 gegründet, zeugen die erhaltenen mauern und spitzbogenfenster noch heute von der bewegten geschichte dieses ortes.

unsere route führte uns weiter über achill island – grace o’malley’s castle – white cliffs of ashleam – keem beach

bis nach dugort, wo wir am „seal caves caravan & camping park“, auf der obersten terasse eine nacht mit blick auf die bucht verbringen durften.

am nächsten morgen starteten wir mit der „tóchar daithí bán rundwanderung“, einem etwa zwei kilometer langen rundweg, der uns mitten durch das grüne herz von achill island führte. vom campingplatz aus schlängelte sich der pfad durch sanfte wiesen, vorbei an kleinen hügeln und eröffnete immer wieder ausblicke auf das meer und die umliegenden berge. eine friedliche stimmung und ein wunderbarer start in den tag.

bevor wir uns auf den weg zu unserem nächsten ziel machten, legten wir noch einen besonderen halt bei „st. dairbhile’s holy well“ ein. der ort liegt abgeschieden an der spitze der mullet peninsula und ist seit jahrhunderten ein ziel für pilger und besucher, die heilung und segen suchen. es heißt, dass das wasser des brunnens heilende kräfte besitzt, besonders für augenleiden.

ganz in der nähe des heiligen brunnens liegt auch „deirbhile’s twist“, ein moderner steinkreis, der 1993 von lokalen künstlern errichtet wurde. die zwölf aufrecht stehenden steine sind spiralförmig angeordnet und erinnern an die uralte keltische tradition der steinkreise, die in irland vielerorts zu finden sind.

ein besuch des „blacksod lighthouse“ bildete den abschluss unseres tages. der leuchtturm, der seit 1864 an der südwestlichen spitze der mullet peninsula steht, besticht durch seine robuste granitbauweise und die lage direkt am atlantik. neben seiner wichtigen rolle für die schifffahrt ist der blacksod leuchtturm auch historisch bedeutsam: von hier aus wurde am 3. Juni 1944 der wetterbericht übermittelt, der entscheidend für den start des d-day war. ein ort voller geschichte, der uns mit seiner rauen schönheit beeindruckt hat.

nach unserem abstecher zum blacksod leuchtturm führte uns unsere reise zu den „céide fields und dem dazugehörigen besucherzentrum“. die céide fields gelten als das älteste bekannte feldsystem der welt und stammen aus einer zeit vor fast 6.000 jahren. die anlage, malerisch auf hohen klippen mit weitem blick über den atlantik gelegen, beherbergt reste von steinmauern, häusern und gräbern, die über jahrtausende von moor und torf bedeckt wurden. das besucherzentrum bietet ausstellungen über das leben der frühen bauern und die geschichte dieser einzigartigen landschaft. der spaziergang durch die felder und das eintauchen in die welt der jungsteinzeitlichen siedler wurde vom anhaltenden regen beeinträchtigt, aber uns wurde bewusst, wie erfinderisch und anpassungsfähig die menschen damals schon waren.

wir kamen auch an der „rathfran abbey“ vorbei. eine abtei, die im 13. jh. von dominikanern gegründet wurde, liegt etwas abseits der hauptstraße inmitten grüner felder und strahlt eine stille würde aus. obwohl heute nur noch ruinen erhalten sind, lassen sich an den mauern und fensterbögen die einstige bedeutung des klosters erahnen. leider war das wetter nicht geeignet sich die ruine näher anzusehen.

nächstes ziel ist sligo am wild atlantic way – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

den shannon-river mit dem eigenen boot bereisen…

den shannon-river mit dem eigenen boot bereisen. das war mein wunsch und jetzt ging unsere reise weiter mit dieser besonderen schiffsreise am shannon-river.

von „silverline cruisers“ übernahmen wir unser neues zu hause für die nächsten tage. das cleverchen stellten wir am gelände von silverline cruisers sicher ab, kauften noch proviant für die nächsten tage ein und dann ging es los. einführung – instruktionen – kleine testfahrt. alles unkompliziert von der silverline-cruisers crew abgewickelt.

und dann war es so weit – ahoi kapitän albert. ein wenig mulmig war uns schon dabei, denn wir erwarteten ein wesentlich kleineres boot. na ja, besser mehr luxus als gar keinen 😉 –
2 schlafzimmer, 2 badezimmer, große küche, großes wohnzimmer usw.. leinen los und auf gings richtung norden.

erste etappe: von banagher nach shannonbridge.
unsere erste anlegestelle und gleichzeitig unser erster schlafplatz war shannonbridge mooring. dort angekommen waren wir froh einen schönen platz zu ergattern und nach einen kleinen spaziergang um die aufregung über die neue art zu reisen sich legen zu lassen, machten wir uns an bord abendessen und gingen zeitig schlafen.

die nächste route am shannon führte uns von shannonbridge nach athlone. am weg zu diesem ankerplatz machten wir halt an der „clonmacnoise monastic site“. die clonmacnoise monastic site ist eine der bedeutendsten frühmittelalterlichen klosteranlagen irlands und liegt direkt am ufer des shannon. gegründet im 6. jh. von St. ciarán, bietet die historische stätte beeindruckende rundtürme, reich verzierte hochkreuze und die ruinen mehrerer kirchen. man kann sich leicht vorstellen, wie das kloster einst ein bedeutendes zentrum für gelehrsamkeit und religion war. wir genossen auch die friedliche lage direkt am fluss. unser besuch zählte zu den höhepunkten unserer fahrt am shannon.

wir fuhren weiter……unser tagesziel athlone erreichten wir am abend. das glück war auf unserer seite, denn wir erwischten einen schönen ankerplatz, auf dem wir auch über nacht stehen bleiben konnten.nach dem abendessen machten wir noch einen kleinen bummel und gönnten uns ein guinness in der „sean´s bar“ dem ältesten pub irlands.

ehe wir unseren nächsten reiseabschnitt angingen, besuchten wir noch das „athlone castle“. es liegt direkt am westufer des shannon und ist eine imposante festung, die ursprünglich im 13. jh. erbaut wurde. die burg spielte eine wichtige rolle in der geschichte irlands, insbesondere während der belagerung von athlone im jahr 1691. heute beherbergt sie ein interaktives museum, dass die bewegte vergangenheit der region lebendig werden lässt.

anschließend machten wir noch einen kurzen besuch der athlons „church of saints peter & paul“. sie ist eine katholische kirche aus den 1930er jahren, direkt am shannon gelegen. sie beeindruckt durch ihre großen türme und den reich verzierten innenraum mit schönen mosaiken und fenstern. das gotteshaus gilt als eines der wahrzeichen der stadt.

auf unserem weiteren weg entlang des shannon legten wir am späteren nachmittag einen ganz besonderen stopp an der „wineport lodge“ ein, eine luxuslodge am ufer des lough ree. wir gingen an der bootsanlegestelle für gäste vor anker und besuchten dieses idyllisch gelegene hotel, restaurant und cedarwood spa. die wineport lodge ist bekannt für ihre entspannte atmosphäre, das exzellente service sowie ihrer ausgezeichneten küche.

unser besuch begann im spa, wo wir zuerst im infinity pool ein bad nahmen

und anschließend das outdoor seaweed bad genossen (ein warmes wannenbad, das mit meeresalgen angereichert wird – das spa verwendet biologisch angebauten, handgeernteten atlantik-seetang). mit einem glas sekt und dem grandiosen blick über das wasser, war das für uns das ultimative entspannungserlebnis.

anschließend wechselten wir auf die sonnige terrasse, mit freien blick über den lough ree und wurden mit einem hervorragenden abendessen verwöhnt. das hauseigene restaurant bietet frisch zubereitete gerichte mit lokal bezogenen produkten – ein exquisites kulinarisches erlebnis.

die wineport lodge besticht durch ihren außergewöhnlichen stil und ungezwungenen luxus – ein echter geheimtipp, für alle, die ein wenig entspannung während ihrer bootstour suchen. und jetzt die gute nachricht, für all jene, die sich nicht für eine shannon cruise entscheiden können, die anreise zur wineport lodge ist auch mit dem auto problemlos möglich und kostenlose parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden.
wir waren rundum begeistert und verbrachten die nacht am bootsanleger der wineport lodge. ja, so lässt es sich angenehm leben 😉

am nächsten morgen war es etwas nebelig störte uns aber nicht da wir an diesem tag einen fahrtag eingeplant hatten. von der wineport lodge nach shannonbridge.
gemütlich bummelten wir den shannon flussabwärts,

bis wir unseren ankerplatz erreichten. abendessen und anschließen mit einem gläschen wein den sonnenuntergang erleben.

der nächste tag und die wenigen stromkilometer bis nach banagher machten mich persönlich etwas traurig den in banagher mussten wir unser boot wieder bei „silverline cruisers“ abgeben. es war eine tolle reise mit einem tollen boot.

jetzt gab es ein wiedersehen mit unserem „cleverchen“ mit dem wir jetzt wieder weiterreisen – nächstes ziel: glen lower – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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feohanagh bis banagher…

feohanagh bis banagher. nachdem wir feohanagh verlassen hatten, war unser nächstes ziel blennerville wo wir uns die „blennerville windmühle“ – irlands größte funktionierende windmühle ansahen. sie ist ein beeindruckendes wahrzeichen und ein zeugnis der irischen ingenieurs kunst aus dem 19. jh.. sie wurde liebevoll restauriert und kann heute besichtigt werden. es gab eine ausstellungen über die geschichte der müllerei, blennervilles rolle als auswanderungshafen für hungersnöte

und eine modelleisenbahn ausstellung!.

nach der windmühle machten wir uns auf den weg nach ardfert, wo wir das kloster und die cathedrale besichtigten.

dass „kloster von ardfert“ ist ein bedeutendes historisches bauwerk, das auf eine lange geschichte zurückblickt. es wurde ursprünglich im 6. jh. gegründet und war über jahrhunderte ein wichtiger religiöser mittelpunkt in der region. besonders eindrucksvoll sind die gut erhaltenen details, die von der kunstvollen gestaltung zeugen.

die gleich nebenan liegende „kathedrale von ardfert“ beeindruckt durch ihre imposanten überreste und die besondere atmosphäre. sehenswert sind die kunstvoll gearbeiteten fensterbögen und das filigrane mauerwerk, das selbst nach jahrhunderten noch von der einstigen pracht zeugt. im inneren der ruine entdeckt man zahlreiche grabplatten und inschriften, die spannende geschichten aus der vergangenheit erzählen. ein lohnender besuch.

als tagesabschluss machten wir noch einen abstecher zur ruine des „carrigafoyle castle“.carrigafoyle castle ist eine eindrucksvolle burgruine aus dem 15. jh. direkt an der shannon-mündung. sie spielte einst eine wichtige rolle in den irischen kriegen.

als nächste stand etwas ganz besonderes auf unserem programm, dass „foynes flying boat & maritime museum“ in foynes. kaum betritt man das museum, fühlt man sich, als hätte man die tür zu einer vergangenen ära geöffnet – in jene goldene zeit, als das fliegen noch ein abenteuer und ein kleines stück luxus war.
in den 1930er- und 1940er-jahren war foynes das tor europas zur neuen welt. damals landeten hier die großen flugboote von pan american airways und boac – elegante maschinen wie die boeing 314 „clipper“, die den atlantik überquerten, lange bevor düsenflugzeuge diese rolle übernahmen.

 

das museum erzählt diese faszinierende zeit. ein highlight ist der vollmaßstäbliche nachbau einer boeing 314 clipper, in dem wir durch die luxuriösen kabinen der damaligen passagiere spazieren konnten.

ein weiterer grund, warum foynes weltberühmt ist: hier wurde der „irish coffee“ erfunden!
die storie: es war eine stürmische nacht im Jahr 1943, als ein flug wetterbedingt zurückkehren musste. durchgefroren und enttäuscht kamen die passagiere in foynes an. um sie aufzuwärmen, servierte der koch „joe sheridan“ ihnen kaffee – verfeinert mit irischem whiskey, zucker und einer sahnehaube. „ist das brasilianischer kaffee?“ fragte jemand. sheridan soll gelächelt und geantwortet haben: „nein, das ist irish coffee.“ – der rest ist legende. also mußten wir natürlich auch gleich einen bestellen – wie immer köstlich 😉.

nächster stop – das „adare heritage center“ von wo aus wir einen kleinen rundgang den „adare river bank walk“ unternahmen. bei diesem rundgang kamen wir unter anderem beim „adare castle“ auch bekannt als desmond castle, der augustinian friary (st. nicholas church), der trinitarian abbey und am adare courthouse vorbei.

gleich am flussufer der maigue erblickten wir die beeindruckende ruine des andare (desmond castle), eine mittelalterliche festung normannischen ursprungs. erbaut um 1200, diente sie einst als strategisch wichtiger stützpunkt und gehörte lange zeit den mächtigen earls of kildare, bevor sie in die hände der desmonds überging. heute ist die ruine ein magischer ort, der die phantasie anregt.

die trinitarian abbey, eine kirche mit einer faszinierenden geschichte. sie wurde um 1230 als einzige abtei des trinitarier-ordens in ganz irland gegründet. die trinitarier, auch „weiße mönche“ genannt, widmeten sich der freilassung christlicher gefangener und leisteten soziale arbeit in ihren gemeinden. obwohl die abtei im 16. jh. unter heinrich VIII. aufgelöst wurde und zur ruine verfiel, erstrahlt sie heute wieder in neuem glanz. im 19. jh. wurde sie liebevoll restauriert und dient heute als römisch-katholische pfarrkirche. ihre architektur, die elemente aus dem 13. jh. bewahrt hat, ist eine besichtigung wert.

dass „adare courthouse“ in irland ist ein historisches gerichtsgebäude aus dem jahr 1863, das zu einem pub und einem museum umgebaut wurde. im erdgeschoss befindet sich jetzt eine bar, während im obergeschoss das ehemalige gerichtszimmer besichtigt werden kann.

unser nächster halt war der „grange stone circle“ er ist mit einem durchmesser von etwa 46 metern und 113 steinen der größte steinkreis irlands und liegt in der nähe des lough gur in der grafschaft limerick, und ist rund 4.000 bis 5.000 jahre alt.
die steine stehen dicht beieinander und werden von einem erdwall gestützt. der auffälligste stein ist der „rannach chruim duibh“, der über 40 tonnen wiegt. der eingang des steinkreises ist auf den sonnenaufgang zur sommersonnenwende ausgerichtet.

archäologische funde wie töpferwaren und tierknochen deuten auf eine rituelle nutzung des ortes hin, der vermutlich als versammlungs- und zeremonialstätte diente. der ort hat auch heute noch eine spirituelle bedeutung, und während der sommersonnenwende finden dort bis heute versammlungen statt.

 

aufgrund seiner präzisen bauweise und astronomischen ausrichtung ranken sich viele mythen und legenden um den kreis. der grange stone circle ist nicht nur ein beeindruckendes archäologisches denkmal, sondern auch ein spirituell bedeutsamer ort, der einen einblick in die glaubenswelt der prähistorischen iren bietet.

nur wenige kilometer vom grange stone circle entfernt liegt der „lough gur lakeshore park“, ein ort mit sanften hügeln, grünen wiesen und dem geheimnisvollen see lough gur. die landschaft rund um den see gilt als eine der ältesten siedlungsstätten irlands und fasziniert mit archäologischen funden, mystischen legenden und einer ganz besonderen atmosphäre.

ein weiteres beeindruckendes bauwerk in der region ist das „king john’s castle“ in limerick. die mittelalterliche festung wurde zwischen 1200 und 1210 unter der herrschaft von könig johann von england erbaut und thront majestätisch am ufer des shannon. faszinierend sind auch die interaktiven ausstellungen im inneren, die einen lebendigen einblick in die turbulente geschichte der burg geben – von belagerungen und kämpfen bis hin zum alltagsleben im mittelalter. die dicken mauern, der mächtige turm und die ausgrabungen im innenhof machten unseren besuch zu einer spannenden zeitreise.

nach dem castle machten wir noch einen rundgang durch limerick und besuchten auch das älteste gebäude in limerick das noch regelmäßig besucht wird – „die st. mary’s cathedral“. sie wurde 1168 gegründet die kathedrale beeindruckt mit ihrer mischung aus romanischen und gotischen elementen und beherbergt zahlreiche kunstvolle details, darunter einen prachtvollen hochaltar und historische grabmäler. ein ort, der nicht nur spirituelle, sondern auch architektonische bedeutung für limerick hat.

da das „hunt museum“ auch auf unserem weg lag, statteten wir ihm einen kurzen besuch ab. es beherbergt eine beeindruckende sammlung von kunst- und kulturgegenständen aus verschiedenen epochen. das museum ist nach john und gertrude hunt benannt, deren privatsammlung den grundstock bildete. beim durchstreifen der räume entdeckten wir keltische schmuckstücke, mittelalterliche kunstwerke sowie internationale kostbarkeiten. die ausstellung ist vielfältig und lädt zum staunen über die handwerkskunst und geschichte verschiedener zeiten ein. wer sich für kultur und kunst interessiert, sollte dem hunt museum unbedingt einen besuch abstatten.

der nächste tag begann gleich am morgen mit einem ausführlichen besuch im „bunratty castle & folkpark“. schon von außen beeindruckte uns das bunratty castle mit seiner imposanten erscheinung und der liebevoll gestalteten umgebung. das schloss selbst, dessen ursprünge bis ins 15. jh. zurückreichen, ist gut restauriert und erlaubte uns einblicke in das leben auf einer mittelalterlichen burg. in den historischen räumen konnten wir detailgetreu eingerichtete säle, schlafgemächer und die mächtige große halle bestaunen, die mit alten möbeln und wandteppichen eine ganz besondere atmosphäre verströmte.

doch nicht nur das schloss war einen besuch wert – auch der angrenzende folkpark führte uns auf eine reise in das irische landleben vergangener zeiten. auf dem gelände fanden wir originalgetreu nachgebaute bauernhäuser, werkstätten und dorfläden, die das alltagsleben im 19. jh. lebendig werden ließen.

den besuchstag beendeten wir mit einem besuch des „kloster ennis“. das kloster ennis, auch bekannt als „ennis friary“, ist eines der bedeutendsten franziskanischen klöster irlands und wurde im frühen 13. jh. gegründet. die imposante ruine im herzen von ennis beeindruckt mit kunstvoll gemeißelten grabplatten, einem prachtvollen chor und einzigartigen reliefs, die szenen aus der bibel darstellen. sehenswert sind die historischen fenster und die filigranen steinmetzarbeiten, die vom reichen kulturellen erbe des ortes zeugen. heute lädt das kloster zu einer reise in die geschichte der franziskaner ein und ist ein ort der ruhe und besinnung.

ein weiterer geheimnisvoller ort in der region ist das „grave of the yellow man“, ein prähistorisches grabmal nahe dem lough gur. die legende erzählt von einem rätselhaften mann mit auffallend gelber haut, dessen ruhestätte seit jahrhunderten die fantasie der menschen beflügelt. archäologische untersuchungen haben ergeben, dass das grab aus der bronzezeit stammt und teil der alten kulturlandschaft rund um lough gur ist. bis heute ranken sich viele mythen und geschichten um den „yellow man“, und man spürt beim betreten der stätte eine besondere, mystische atmosphäre. wir haben beim yellow man eine ruhige nacht in unserem cleverchen verbracht.

der nächste tag begann mit einem besuch im „loop head lighthouse“. es liegt an der spitze der loop head halbinsel bei kilbaha und bietet einen spektakulären ausblick auf die wilde atlantikküste. das 1854 erbaute leuchtfeuer thront auf hohen klippen und markiert den westlichsten punkt der grafschaft clare. nach unserem aufstieg auf den leuchtturm wurden wir mit einem 360-grad-panoramablick über den endlosen ozean, die mündung des shannon und die zerklüfteten klippen belohnt – bei klarer sicht könnte man sogar delfine und wale erspähen nur das wetter spielte nicht so ganz mit 😉.

nach dem besuch des loop head lighthouse stand eine kleine wanderung zu den „bridges of ross“ auf dem programm. die bridges of ross sind natürliche felsbögen an der rauen atlantikküste, die früher aus mehreren felsbrücken bestanden, von denen heute noch eine erhalten ist. der kurze wanderweg führt entlang der klippen, mit ständigem blick auf das tosende meer.

nach diesem beeindruckenden naturerlebnis machten wir uns auf den weg zu den „kilkee cliffs“. diese steilküste an der westküste irlands ist noch ein echter geheimtipp und weit weniger überlaufen als die berühmten cliffs of moher. die klippen erstrecken sich über mehrere kilometer und bieten atemberaubende ausblicke auf den wilden atlantik, schroffe felsformationen und das tosende meer. die unberührte natur und die ruhe abseits der großen touristenströme machten diesen ort für uns zu einem echten highlight.

jetzt wir auch einen Abstecher zur „doolin cave“. die höhle ist bekannt für ihre spektakuläre tropfsteine, in der sich einer der größten freihängenden stalaktiten europas befindet. die führung durch die unterirdischen gänge war für uns spannend und gab faszinierende einblicke in die geologischen besonderheiten der gegend.

am nächsten tag quartierten wir uns für einige tage am campingplatz „nagles camping & caravan park“ in doolin ein, um ausreichend zeit für einige besichtigungen zu haben.

los ging es mit der „doolin ferry“ um auf aran islands zu gelangen. auf der insel angekommen charteten wir uns einen bus um die insel zu erkunden.
die aran islands empfingen uns mit einer eindrucksvollen mischung aus rauer natur und keltischer geschichte. auf der rundfahrt, die uns zu den wichtigsten sehenswürdigkeiten führte. besuchten wir unter anderem – dún aonghasa, eine prähistorischen steinfestung

hoch oben auf den klippen, von der aus wir den blick über den atlantik genießen konnten.

die seven churches,

machten auch einen halt am seal colony viewpoint und noch vieles mehr. die einzigartige landschaft, geprägt von endlosen steinmauern, grünen wiesen und wilden küsten, hinterließ bei uns bleibende eindrücke. am späten nachmittag brachte uns die fähre wieder zurück aufs festland, voll neuer eindrücke und mit dem gefühl, einen ganz besonderen ort irlands kennengelernt zu haben.

natürlich durfte ein besuch bei den berühmten „cliffs of moher“ auf unserer reise nicht fehlen. mit einem shuttlebus fuhren wir vom campingplatz zum besucherzentrum. dass besucherzentrum, das interessante informationen zur geologie, flora und fauna der klippen bereithält war für uns eigentlich das beste an dem ausflug. möglicherweise spielte auch das wetter mit das wir von den „so“ berühmten klippen entäuscht waren. der spektakulären blick auf den atlantik haben wir an anderen orten spektakulärer empfunden. hunderte touristen drängten sich an dem nicht sehr breit ausgebautem wanderweg entlang der klippen. es war fast unmöglich die verschiedenen aussichtspunkte in ruhe zu erkunden. unserer meinung nach sind die cliffs of moher einfach überbewertet.

von doolin ging unsere reise weiter nach portumna. am weg dorthin legten wir noch einen kurzen fotostop bei der „the mousehouse toll bridge“ ein. sie ist eine charmante kleine brücke, die ihren namen einer alten mautstation verdankt, die einst von einheimischen liebevoll „mousehouse“ genannt wurde. sie bietet nicht nur eine praktische überquerung, sondern auch ein schönes fotomotiv auf dem weg nach portumna.

einen weiteren kurzer stop machten wir bei den „portumna friary ruins“. es sind die überreste eines im 15. jh. gegründeten franziskanerklosters, das am stadtrand von portumna liegt. die ruinen zeugen noch heute von der einstigen bedeutung des ortes.  beeindruckend sind die noch erhaltenen spitzbogenfenster und das ruhige, von bäumen umgebene gelände. der abstecher zu den ruinen lohnte sich da wir in irland gerne versteckte, atmosphärische orte entdecken möchten.

im anschluss an unseren besuch der portumna friary ruins führte unser weg zum nahegelegenen „portumna castle & gardens“. das schloss aus dem 17. jh. beeindruckt mit seiner architektur, die elemente der renaissance und des frühen barock vereint. ein rundgang durch das schloss bietet einblicke in die geschichte der region sowie das leben der einstigen adelsfamilien.

der nächste tag begann mit einem interessanten, aber auch traurigen besuch im „irish workhouse centre“ in portumna. es war die am meisten gefürchtete und gehasste institution, die jemals in irland gegründet wurde. hier wurde uns die geschichte der armen im arbeitshaus erzählt. die führung durch das ehemalige arbeitshaus war sehr eindrücklich und bewegend. wir erfuhren, wie menschen in zeiten großer not unter strengsten bedingungen lebten und arbeiteten, getrennt von ihren familien. die ausstellung zeigt originalräume, persönliche gegenstände und erzählt anhand von schicksalen, wie schrecklich das leben der bewohner damals war. beeindruckend ist das engagement des zentrums, das andenken an die bewohner zu bewahren und die geschichte dieses dunklen kapitels der irischen vergangenheit lebendig zu halten.

der nächste besuch war die „st. francis’ church in meelick“. sie zählt zu den ältesten noch ununterbrochen genutzten katholischen kirchen irlands und wurde um 1414 von franziskanern gegründet. sie beeindruckt mit schlichter gotischer architektur und ihrer ruhigen lage am shannon.

weiter geht unsere reise durch irland mit einer besonderen schiffsreise am shannon-river, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

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von mizen head bis feohanagh…

von mizen head bis feohanagh war unser nächster reiseabschnitt.
er begann gleich am morgen mit der kurzen nur 3 km langen „dunlough fort“ rundwanderung, und natürlich wieder einmal bei typisch irischem wetter. der weg dorthin führte über sanfte hügel, vorbei an grasenden schafen bis zur burgruine. das dunlough fort, auch bekannt als „three castles head“, zählt zu den ältesten normannischen burgruinen irlands und liegt spektakulär auf einer schmalen landzunge mit tollem blick auf den atlantik. sie stammt vermutlich aus dem 13. jh. und besteht aus drei miteinander verbundenen türmen, die hoch über dem meer thronen. auch wenn uns der wind ordentlich um die ohren pfiff, die aussicht auf die steilen klippen und das tosende meer war einfach atemberaubend und ließ uns die raue schönheit am äußersten nördlichen ende der mizen-halbinsel hautnah erleben.

nach dieser wanderung stand als nächstes ziel die sheep’s head halbinsel in der nähe von bantry auf unserem programm. die fahrt dorthin war ein erlebnis für sich, enge zum teil steile straßen schlängelten sich an der küste entlang. leider wurde das wetter immer schlechter und die sicht reduzierte sich bis auf wenige meter. eigentlich war auch in diesem wanderparadies eine wanderung zu einem kleinen leuchtturm inmitten von steilen klippen geplant, nur die sicht betrug keine 5 m mehr, sodass wir statt dessen bei „bernie’s cupán tae“ (“cup of tea” in irisch) einkehrten, ehe wir die rückfahrt antraten – schade wäre sicher ein erlebnis geworden.

wir setzten unsere reise fort und machten einen abstecher zum „bantry house & garden“. dieses schlossähnliche herrenhaus aus dem 18. jh. liegt oberhalb der bantry bay und beeindruckt nicht nur mit seiner eleganten architektur, sondern auch mit einem wundervollen, weitläufigen garten mit mehreren terrassen (ein wahrlich imposanter aufstieg entlang der einhundert stufen bis zur obersten terrasse). im inneren des hauses, es diente als stammsitz der familie white, den späteren earls of bantry, konnten wir einen blick auf prachtvolle säle mit antiken möbeln und wertvollen kunstwerken werfen, die die besitzer während ihrer zahlreichen reisen durch ganz europa zusammentragen haben. ein altehrwürdiges country haus, das trotz wechselhafter zeiten ein schmuckstück und absolutes highlight im südwesten irlands ist.

nun machten wir uns auf den weg zu garinish island, in der bantry bay. die überfahrt erfolgte mit der „harbour queen ferry„,

die uns vom hafen in glengarriff in knapp 20 min. bequem zur garteninsel brachte. während der kurzen fährfahrt bot sich uns ein herrlicher ausblick auf die bantry bay, und wir hatten das glück seehunde zu beobachten, die sich auf den felsen in der bucht sonnten.

auf der insel angekommen erkundeten wir die weitläufigen „gardens of ilnacullin“. diese wurden im 19. jh. von den einstigen eigentümern, der familie bryce, nach den plänen des landschaftsarchitekten harold ainsworth peto friba angelegt und es waren hierfür mehr als hundert männer beschäftigt.

die familie investierte viel leidenschaft und mühe in die gestaltung der weitläufigen gartenanlagen, die heute als eine der schönsten in irland gelten. sie umfassen verschiedene stile wie einen italienischen garten mit einem teich, einen ummauerten garten sowie einen griechischen garten und die reiche, üppige vielfalt an exotischen pflanzen und bäumen aus aller welt, entwickelt sich hier im geschützten mikroklima besonders gut.

nach der gartenbesichtigung nahmen wir an einer führung durch das „bryce house teil“, das auskunft über die geschichte des stilvollen scheiterns der familie bryce und das leben seiner bewohner im 20. jh. gibt. es war von der famile bryce eigentlich als zweistöckige cottage für die gärtner geplant (deshalb auch als „gardener´s cottage“ bekannt), denn das eigentliche wohnhaus, ein palastartiges, siebenstöckiges herrenhaus auf dem höchsten punkt der insel gelegen, wurde nie gebaut (die familie verspekulierte sich und verarmte).
violet annan bryce, die einstige salon-dame, lebte dann von 1923 bis zu ihrem tod im jahr 1939 zusammen mit ihrem sohn roland, dem schottischen gärtner murdo mackenzie und der hausdame maggie in sehr bescheidenen verhältnissen im gardener´s cottage. es blieben die pompösen pläne von einem der prächtigsten landsitze in irland, die nie gebaut wurden.

wir hielten noch bei dunboy castle. die ruine liegt direkt an der küste der halbinsel beara, stammt aus dem 15. jh. und galt als uneinnehmbar. berühmt wurde sie durch die zweiwöchige belagerung von 1602, bei der sich eine 5000 mann starke armee der englischen krone einer kleinen garnison von nur 143 mann unter dem rebellen o’sullivan bere, einem gälischen clanchef, gegenüber standen, was schließlich zu seiner zerstörung und zur brechung der macht von o’sullivan bere führte.

heute kann man nur noch durch die überreste schlendern und den blick über die bantry bay genießen – ein geschichtsträchtiger ort.

unmittelbar neben dunboy castle befindet sich auch die imposante „puxley’s mansion“, oft auch als „dunboy house“ bezeichnet. dieses herrschaftliche viktorianisch-gotische schlösschen wurde in den späten 1800er jahren für die wohlhabende puxley-familie errichtet, die durch den kupferbergbau in der region zu reichtum gelangte. das gebäude beeindruckt durch seine prächtige fassade und die lage mit blick auf die bantry bay. seit dem jahr 1921, nachdem ira-leute im unabhängigkeitskampf den ehemaligen puxley-landsitz angezündet und schwer beschädigt hatten, steht dieser als eine der größten ruhenden baustellen in irlands westen da. pläne von einem fünf-(sechs)-sterne-hotel existieren bereits seit jahren und es bleibt spannend, ob das unmögliche zu schaffen ist oder die tragödie von den ruinen eines hotels, das nie geöffnet wurde geschrieben wird.

neben der bauruine liegt das das wrack der „lauralena“ in der bantry bay, ein bekanntes relikt der maritimen geschichte west corks. es handelt sich dabei um das überbleibsel eines frachtschiffes, das in den 1980er jahren während eines schweren sturms vor der küste auf grund lief. heute ragt das rostige skelett bei ebbe gut sichtbar aus dem wasser und bildet einen faszinierenden kontrast zur natur der bucht. das schiffswrack ist nicht nur ein beliebtes fotomotiv, sondern erinnert auch eindrücklich an die gefahren der seefahrt in dieser region. ein weiteres schiffswrack liegt auch noch in der bucht, es ist aber nicht mehr erkennbar um welches schiff es sich handelt. sie sind stille zeugen vergangener zeiten in der bantry bay.

nach dem zwischenstopp an der bantry bay beschlossen wir noch ein besonderes highlight im äußersten südwesten irlands zu erleben: die berühmte seilbahn zu dursey island, eine der wenigen bewohnten inseln vor der südwestküste irlands. „dursey island cable car“ ist einzigartig in europa, denn sie ist die einzige seilbahn, die offenes meerwasser überquert. schon die anfahrt zur kleinen station am festland war abenteuerlich und führte uns vorbei an engen straßen und spektakulären ausblicken auf den atlantik. die bunte, nostalgische gondel schwebt etwa 370 m weit über den dursey sound und bietet dabei ein unvergleichliches panorama auf das wilde meer und die felsige küste. auf dursey island angekommen, erwartete uns die absolute ruhe, weite grüne wiesen, zahlreiche schafe und historische sehenswürdigkeiten, darunter die ruinen einer kirche, ein signalturm aus der napoleonischen zeit und reste einer von o’sullivan bere erbauten burg – perfekt für unsere kleine rundwanderung. ein ausflug, der uns noch lange in erinnerung bleiben wird.

zum übernachten haben wir wie so oft, einen schönen ruhigen stellplatz oberhalb der garnish beach gefunden.

nach einem ausgiebigen frühstück fuhren wir weiter richtung allihies, wo wir das „allihies copper mine museum“ besuchten. das kleine museum widmet sich der geschichte des kupferbergbaus, der diese region im 19. jh. stark geprägt hat. in den ausstellungsräumen erfuhren wir viel über die harte arbeit der bergleute, sahen einige der alten werkzeuge sowie fotos die einen eindruck vom damaligen alltag vermittelten.

der weg zu unserem heutigen tagesendziel – caherdaniel – führte uns durch so manch schöne landschaft auf interessanten straßen.

in caherdaniel angekommen schlugen wir unser nachtlager diesmal auf einem campinplatz auf, dem „wave crest caravan park“.  von den eigentümern, bríd moran & john o’shea, herzlich aufgenommen, fanden wir auf dem ausgebuchten cp noch ein nettes plätzchen. der caravan park liegt malerisch direkt an der küste und bietet einen herrlichen ausblick auf das meer. die gepflegte anlage verfügt über moderne sanitäranlagen und einen kleinen laden, in dem man sich mit dem nötigsten versorgen kann. beeindruckend ist die ruhige, familiäre atmosphäre, die es ermöglicht, den sonnenuntergang am wasser zu genießen und dem rauschen der wellen zu lauschen. wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

nach dem wir caherdaniel verließen, machten wir noch einen kurzen abstecher zum „darrynane beg ogham stone“ (auch bekannt als caherdaniel ogham-stein). dieser stein steht inmitten der grünen landschaft und ist mit alten ogham-inschriften versehen, die bis in die frühchristliche zeit irlands zurückreichen. ogham ist ein altes irisches alphabet und verwendet eine schrift aus linien, die auf, quer oder beidseits einer zentralen stammlinie geschnitten sind. ogham-inschriften wurden üblicherweise vertikal geschrieben und von unten nach oben gelesen.
die mysteriösen zeichen erzählen von der langen geschichte der region und lassen uns einen blick in die vergangenheit der keltischen kultur und geschichte werfen.

nach dem kurzen fotostop ging es weiter zum „daniel o’connell house-derrynane house“ (besser bekannt als derrynane house), ein bedeutendes historisches anwesen an der küste der iveragh-halbinsel. dieses war einst das wohnhaus von daniel o’connell, einem der wichtigsten irischen politiker des 19. jh., der als „the liberator“ für seinen einsatz für die katholische emanzipation berühmt wurde. heute ist das haus ein museum, in dem persönliche gegenstände, dokumente und erinnerungsstücke aus seinem leben ausgestellt sind.

 

wir setzten unsere reise mit einem halt am „ballinskelligs castle“ fort. die ruine thront direkt am strand von ballinskelligs auf der iveragh-halbinsel. das turmhaus (ein wohnturm der gleichzeitig als wehrturm diente) wurde im 16. jh. vom clan der mac carthy mór errichtet und diente einst als schutz gegen piraten und eindringlinge, die entlang der küste unterwegs waren. heute sind nur noch die äußeren mauerreste erhalten, doch die lage am meer verleiht dem ort eine besondere atmosphäre und spiegelt die bewegte geschichte der region wider.

in unmittelbarer nähe des castle befindet sich auch die „ballinskelligs abbey“, eine geschichtsträchtige kloster ruine. sie stammt aus dem 12. jh. und wurde einst von augustiner mönchen gegründet. zwischen alten grabsteinen und verwitterten mauern kann man wunderbar die stille genießen und in die vergangenheit eintauchen. markant sind die reich verzierten grabplatten, auf denen sich viele interessante details entdecken lassen. die ruinen der abbey sind ein stiller ort, der zur besinnung einlädt.

von den ruinen führte unser weg nach portmagee wo eine whiskey verkostung am programm stand. im zentrum des charmanten fischerdorfs portmagee, liegt die destillerie „portmagee whiskey“. sie verbindet das traditionsreiche irische handwerk mit modernen methoden der whiskey herstellung. wir bekamen eine führung bei der wir einblicke in die gesamte produktionskette erhielten – von der auswahl des getreides bis hin zur kunstvollen fasslagerung, die den charakter des whiskeys prägt.
einzigartig ist das aroma des portmagee whiskey, das von der salzigen meeresluft und dem rauen atlantik klima beeinflusst wird. feine noten von vanille und honig verbinden sich mit einem hauch von torf und einer leichten brise salz, die an die küste erinnert. bei der verkostung konnten wir diese geschmackliche vielfalt besonders gut erleben.

darüber hinaus wurden wir teil der „seine boat visitor experience“, die uns durch eine galerie mit bildern und filmmaterial führte – ein 360-grad-reality-erlebnis in einer dreistöckigen geodätischen kuppel. beim seine-boot-erlebnis wird die geschichte von portmagee erzählt, von den schmuggler-anfängen über die fischereitraditionen bis hin zur modernen, in denen noch immer mit traditionellen seine-booten in portmagee regatten ausgetragen werden – ein einzigartiger lokaler sport.
so wurde unser besuch zu einem erlebnis, das noch lange nachklingt – ebenso wie die feinen aromen, die ein glas portmagee whiskey hinterlässt.

nach so viel whiskey mussten wir noch etwas vom meer in den bauch bekommen – herrlich.

von portmagee bot sich die möglichkeit, eine bootstour zur berühmten insel „skellig michael“ zu unternehmen, auf denen eine der bedeutendsten und auch am schwersten zugänglichen mittelalterlichen klosteranlagen irlands errichtet wurden, die bis ins 6. jh. zurückreichen. also fuhren wir am morgen bei rauher see mit „skellig michael cruises“ auf das offene meer hinaus. während der fahrt erhält man einblicke in die spannende geschichte der mönche, die in kleinen zellen (spartanisch eingerichteten steinhütten) lebten, über die spektakuläre landschaft sowie die tierwelt – tausende von seevögeln wie papageientaucher und tölpel nisten auf der insel. die fahrt ist ein echtes abenteuer und wir haben irlands raue küstenlandschaft an diesem tag von ihrer spektakulären seite erlebt.

jetzt war wieder wandern angesagt. zwei etwas längere wanderungen standen auf unserem programm. die erste knapp 13 km wanderung führte uns zum „gap of dunloe“, einem der bekanntesten natur highlights im südwesten irlands. die strecke schlängelt sich durch eine eindrucksvolle gebirgslandschaft und folgt dem schmalen tal zwischen den „mac gillycuddy’s reeks“ und den „purple mountains“. wir starteten am morgen und waren froh, dass es diesmal nicht regnete. der weg ist gesäumt von kleinen seen, alten steinbrücken und saftig grünen wiesen, die eine schöne atmosphäre schafften.

während der wanderung begegneten wir immer wieder pferdekutschen, den traditionellen „jaunting cars“, die gehfaule 😉 touristen durch das tal fahren. wir genossen die stille und die natur in vollen zügen. besonders beeindruckend war der blick zurück auf die zerklüftete berglandschaft und hinunter zu den glitzernden seen. unser ziel war der beginn des „black valley“ auf 2014 m, wo wir eine kurze rast einlegten. diese wanderung durch den „gap of dunloe“ war ein echtes highlight – voller landschaftlicher schönheit und irischer natur.

die zweite wanderung war eine rundwanderung im „killarney nationalpark“ – alte brücke, muckross lake, torc wasserfall, muckross house usw. usw. die rundwanderung war zwar vom schlechten wetter begleitet, aber trotzdem schön. startpunkt war die alte brücke, von wo aus wir dem uferweg entlang des muckross lake folgten. schön war auch der „torc wasserfall“, dessen wassermassen tosend in die tiefe stürzten.

weiter ging es zum historischen „muckross house“, ein prächtiges viktorianisches herrenhaus, das inmitten der parklandschaft liegt.

der 1843 fertiggestellte bau wurde von aufeinanderfolgenden generationen der familie herbert über einen zeitraum von fast zweihundert jahren bewohnt. heute sind die haupträume im historischen stil eingerichtet und stellen den eleganten lebensstil der besitzer des 19. jh. dar. im untergeschoss, den arbeitsräumen, wird eindrucksvoll das geschäftige treiben der bediensteten, beim verrichten ihren täglichen aufgaben, nachgestellt.

die etwa 11 km lange strecke bot uns viele abwechslungsreiche eindrücke und einen einblick in die schönheit des killarney nationalparks.

der nächste tag begann wieder mit wandern im killarney nationalpark, diesmal mit der „ross island schleife“, mit dem berühmten „ross castle“. der rundweg führte uns entlang der uferwege, durch wälder und vorbei an moosbewachsenen felsen. immer wieder boten sich großartige blicke auf den „lough leane“ und die umliegenden berge.

dass „ross castle“ selbst, ist eine gut erhaltene festung aus dem 15. jh. und thront eindrucksvoll am seeufer. wir erkundeten die alten gemäuer und ließen uns von den geschichten über die o’donoghues und die belagerung des castles begeistern. die verbindung aus naturerlebnis und geschichte macht diese schleife zu einem schönen erlebnis.

wer viel wandert bekommt auch durst 😉 und so war unser nächster besuch der „killarney brewing & distilling company“ gewidmet, wo wir uns einer brewery & distillery tours anschlossen.
die tour war ein weiteres highlight unseres aufenthaltes. wir erhielten spannende einblicke in die kunst des bier- und whiskeybrauens. die modernen anlagen verbinden innovatives handwerk mit der langen tradition irischer braukunst. besonders beeindruckt waren wir von der vielfalt der gebrauten biere, die von klassischem ale bis hin zu kreativen spezialitäten reicht.

auch die whiskey produktion der destillerie wurde uns anschaulich erklärt, von der auswahl der zutaten bis zur reifung in ausgewählten fässern. bei der anschließenden verkostung konnten wir sowohl verschiedene biersorten als auch den charakteristischen killarney whiskey probieren – ein genuss für alle sinne. hier hat man uns die leidenschaft und liebe zum irischen handwerk spüren lassen. ein großartiges abendessen im hauseigenem restaurant machten den tag perfekt.

nach dem großartigen abendessen und den verkostungen haben wir eine ruhig nacht im „fossa caravan und camping park“ verbracht. der cp hat saubere sanitäreinrichtungen und geräumige stellplätze. empfehlenswert.

der nächste tag begann mit einem abstecher zur „killagha abbey“ in der nähe von milltown. diese ehemalige abtei wurde im 13. jh. von zisterzienser mönchen gegründet und ist heute eine beeindruckende ruinenanlage. zwischen den alten mauern und den überresten des einstigen kirchenschiffs spürt man die lange geschichte des ortes. sehenswert sind die noch erhaltenen spitzbogenfenster und die malerische lage mitten im grünen. die ruinen laden nicht nur zum fotografieren ein, sondern auch um innezuhalten und sich die zeit der mönche vorzustellen, die hier einst lebten und arbeiteten.

zu mittag ging es weiter nach dingle, wo wir uns auf eine der berühmten „dingle dolphin boat tours“ begaben. die bootstouren sind weit über die region hinaus bekannt, da jahrzehntelang der berühmte delfin „fungie“ in der bucht lebte und häufig die boote begleitete. auch wenn fungie mittlerweile nicht mehr zu sehen ist, bieten die touren ein großartiges erlebnis mit atlantikluft und glasklarem wasser. leider hatten wir nicht das glück einer begegnung mit wildlebenden delfinen. die crew erzählte spannende anekdoten über die tierwelt und das leben an der küste, und spielte auch das eine oder andere lied, während wir die aussicht genossen. auch ohne tiersichtungen war es eine schöne fahrt.

nachdem wir auf dem boots trip kaum tiere gesehen hatten, besuchten wir im anschluss das „oceanworld aquarium“ –  irland’s größtes und artenreichste aquarium. es bot einen faszinierenden einblick in irlands unterwasserwelt. wir beobachteten haie, rochen, tropische fische und pinguine, wobei die panorama tunnel und die touch-pools, die zum mitmachen einladen, besonders eindrucksvoll waren – ein empfehlenswerter stopp in dingle, gerade bei schlechtem wetter.

auf dem weg durch die schöne landschaft rund um dingle machten wir auch einen halt bei den sogenannten „slea head famine cottages“. diese historischen steinhäuser liegen etwas außerhalb von dingle und geben einen eindrucksvollen einblick in das leben der landbevölkerung während der während einer der schlimmsten hungersnöte in westeuropa – der großen hungersnot in irland zwischen 1845 und 1849. die cottages sind einfach eingerichtet und vermitteln, wie hart und entbehrungsreich der alltag damals war.

nach den cottages ging es weiter am berühmten „slea head drive“, einer der schönsten küstenstraßen irlands. wir machten halt am markanten kreuz von slea head. das steinerne kreuz, das hoch oben thront, ist ein platz zum innehalten, bevor die fahrt entlang der aussichtsreichen route weitergeht.

ein kurzer stopp am dunquin harbour pier und danach auch am coumeenoole beach, um uns die schroffen felsen dieses küstenabschnittes anzusehen,

ehe wir uns vom parkplatz der coumeenoole beach zu einer kleinen rundwanderung auf den weg machten.
wir wanderten zu einem der spektakulärsten orte der gegend – „dunmore head“, dem westlichsten punkt des europäischen festlands. die kurze wanderung dorthin belohnte uns mit atemberaubenden ausblicken auf den atlantik und die vorgelagerten blasket islands. die raue, zerklüftete küste und das tosende meer machen diesen ort zu einem besonderen erlebnis. auf dem gipfel angekommen, spürten wir die weite und wildheit der irischen landschaft ganz intensiv.

wieder auf tour besuchten wir das „blasket centre“ in dunquin. das besucherzentrum widmet sich der geschichte und kultur der blasket islands, einer kleinen inselgruppe vor der westküste irlands, die einst von einer eng verbundenen gemeinschaft bewohnt wurde. im modernen center erfuhren wir viel über das leben der inselbewohner, ihre ganz eigene sprache, literatur und die herausforderungen des alltags auf den abgelegenen inseln. von der aussichtsterrasse bot sich ein traumhafter blick auf die raue küstenlandschaft und die blasket islands.

nach dem besuch des blasket centre führte uns unser weg weiter zum „gallarus oratory“, einer der beeindruckendsten frühchristlichen sehenswürdigkeiten irlands. diese kleine steinerne kapelle, die vermutlich im 8. oder 9. jh. erbaut wurde, ist bekannt für ihre einzigartige, schiffsartige architektur und die perfekte trockenmauertechnik – kein mörtel hält die steine zusammen, und dennoch ist das oratory seit jahrhunderten wind- und wetterfest. der ort ist von grünen feldern und sanften hügeln umgeben, und der ausblick auf die landschaft verstärkt den historischen zauber dieses bauwerks.

die nacht haben wir anschließend etwas versteckt oberhalb vom „dooneen pier“ verbracht. gemütlicher, ruhiger stellplatz mit toller aussicht.

am nächsten tag ging es weiter richtung banagher, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

whiskey, wanderungen und sonstiges…

whiskey, wanderungen und sonstiges – das war unser programm für die nächsten tage durch irland.
begonnen haben wir diesen reiseabschnitt mit einer kleinen wanderung, die „ballysaggartmore tümel schleife“. knapp 2 km lang, aber mit einer besonderen sehenswürdigkeit. unser startpunkt war der kleine parkplatz entlang der r666. von dort aus führt der pfad durch einen ruhigen, bewaldeten bereich und über einen steinernen bogen zur toranlage, den „towers“, und weiter über die torbrücke zu ruinen, den „gate lodges“.
eckdaten: so um 1834 ließ der anglo-irische großgrundbesitzer arthur keily-ussher die gotischen türme und torhäuser nach entwürfen des gärtners john smyth bauen. sie sollten den eingang zu einem prächtigen herrenhaus markieren, das jedoch nie fertiggestellt wurde.

das mahon valley, mitten in den comeragh mountains, ist wirklich ein besonderer ort. über den rund 4,2 km langen rundweg erreicht man den 80 m hohen „mahon fall“, von wo aus das wasser malerisch ins tal plätschert. ein herrlicher platz zum durchatmen, staunen und fotos machen – einfach natur pur, so wie wir es lieben.

ein weiteres architektonisches highlight in dieser region ist das „dromana gate“. dieses hindu-gotische torbauwerk, das wie ein indischer tempeleingang aussieht und ursprünglich aus holz und pappmaché erbaut wurde, befindet sich nahe dem dorf villierstown und an einer brücke über den fluss finisk (ein zufluss des blackwater flusses).
eckdaten: erbaut im jahr 1830, als romantisches hochzeitsgeschenk für henry villiers-stuart und seine frau mary, die von ihrer hochzeitsreise in indien zurück kamen und von diesem land außerordentlich begeistert waren. das romantische tor mit seinen zinnen und bögen ist heute noch befahrbar und bildet den eingang zu „dromana house & gardens“ (teile des anwesens, welches sich nach wie vor im besitz der familie villiers-stuart befindet, sind für besucher geöffnet).

nun stand der „ardmore cliff walk“ auf dem programm. dieser rund 4 km lange küstenweg führte uns auf schmalen pfaden hoch über dem atlantik entlang und bot uns großartige ausblicke auf das meer und die steilen klippen.

unterwegs kamen wir auch an „st. declan’s well & church“ vorbei, ein historischer ort mit symbolischer bedeutung.
eckdaten: die legende besagt, dass der heilige declan bereits im 5. jh. das christentum nach ardmore brachte, lange bevor st. patrick nach irland kam. die pilgerquelle, dessen brunnenwasser für taufen genutzt wurde, sowie die daneben erbaute einsiedlerzelle (überreste sind heute noch zu sehen) wird seit jahrhunderten als heiliger ort verehrt.

jetzt war es so weit, wir besuchten die „old midleton distillery“ in der grafschaft cork. die historische brennerei wurde bereits 1825 gegründet und ist heute das zuhause einiger der bekanntesten irischen whiskeys, darunter jameson, redbreast und powers. während einer führung durch die historische old midleton distillery (besucherzentrum „jameson experience“) erfährt man, wie seit jahrhunderten whiskey nach traditionellem verfahren hergestellt wird – grain whiskey mittels säulenbrennverfahren sowie single pot still whiskey im pot still verfahren. die einzelnen produktionsvorgänge – mälzen, maischen, fermetieren, destillieren und schließlich lagern wurden uns bei einem rundgang anschaulich vermittelt und den abschluss bildete eine whiskey verkostung.

eckdaten: in der ursprünglichen old midleton brennerei wird zwar nicht mehr gebrannt, aber dafür wurde im jahr 1975 die moderne midleton brennerei (unmittelbar neben der bisherigen old midleton distillery) in betrieb genommen, eine zeitgemäße und ökonomische großproduktionsanlage.
fazit: ein ort um die ursprünge des irischen whiskeys kennenzulernen. die alten backsteinbauten, riesigen brennblasen, maischbehälter und washbacks sowie das charakteristische aroma in den lagerhäusern und das testen der whiskeys machten den besuch zu einem besonderen erlebnis für uns. und wir haben jetzt einen neuen lieblingswhiskey – den red brest 10 year – nein, nicht den 13 year. der 10er hat unser herz erobert 😊

nach unserer whiskey verkostung stand am nächsten tag ein besuch des „fota house, arboretum & gardens“ am programm. das elegante viktorianische herrenhaus, ursprünglich ein jagdschloss, liegt auf der gleichnamigen insel nahe der stadt cork und beeindruckt mit seinen prunkvollen räumen, die aufwendig restauriert wurden. faszinierend war eine führung durch die serviceräume und die salons, die die geschichte der familie smith-barry sowie das leben auf einem irischen anwesen lebendig werden lässt.

im gepflegten weitläufigen garten auf fota island gedeihen aufgrund klimatisch optimalen bedingungen sowie der geschützten lage seltene und exotische bäume und büsche und bei  spaziergängen lässt sich die geprägte struktur und das aussehen der gärten aus der zeit der familie smith-barry noch sehr gut erkennen.

nach dem besuch von fota house führte uns unser weg nach cobh (früher queenstown), wo wir das „cobh heritage centre“ erkundeten. dieses eindrucksvolle museum widmet sich der bewegten vergangenheit dieser hafenstadt, zum einem als auswanderungshafen und zum anderen der rolle als letzter abfahrtshafen der titanic.
im heritage centre taucht man tief in die geschichten der menschen ein, die von hier aus ihre reise in die neue welt antraten, nach amerika und australien – darunter viele, die auf den sogenannten „coffin ships“ emigrierten im zuge der irischen auswanderungswelle von 1912.
die titanic experience, eine faszinierende self-guided tour, führt durch das historische white star line gebäude, das als letzter anlaufhafen des schiffes diente. auf den spuren der letzten passagiere wird die geschichte durch nacherzählte schicksale, interaktive elemente und holografischen bildern lebendig.
wir haben viel über das leben der auswanderer, das schicksal der passagiere und die bedeutung dieser hafenstadt für irland erfahren. der besuch im cobh heritage centre war ein bewegendes und lehrreiches erlebnis – definitiv zu empfehlen.

wenn man in cobh ist, darf natürlich ein bild vom „annie moore monument“ am hafen nicht fehlen. es erinnert an annie moore, die 1892 als erste irische einwanderin ellis island im hafen von new york city durchlief.

das wetter hatte sich, wie schon so oft auf dieser tour, wieder verschlechtert und so fuhren wir bei regen mit „cross river ferries“ vom carrigaloe ferry port in 5 minuten zum glenbrook ferry port, wodurch wir uns einiges an meilen ersparten, um an unser tagesziel in kinsale zu kommen. übernachtet haben wir am asphaltierten parkplatz unterhalb von „charles fort military fortress“ und das war gut so, denn das wetter wollte sich einfach nicht bessern und so war unser besuch im „charles fort military fortress“ durchgehend vom regen begleitet.
das hielt uns aber nicht auf die festungsanlage zu besichtigen, denn das „charles fort military fortress“ ist eine der bedeutendsten architektonischen festungsanlagen irlands und liegt eindrucksvoll an der hafeneinfahrt von kinsale. die sternförmige festung wurde im 17. jh erbaut und spielte eine schlüsselrolle bei der verteidigung der region. heute kann man die gut erhaltenen mauern, bastionen und das weitläufige gelände besichtigen und dabei viel über die geschichte des forts und die militärischen konflikte, wie z.b. dem irischen bürgerkrieg erfahren.

nach dieser besichtigung mussten wir uns dringend aufwärmen und haben in kinsale die gelegenheit genutzt etwas über „die kinsale mead co.“ zu erfahren. mead (miodh auf irisch) gilt als das älteste alkoholische getränk der welt und wird aus honig, wasser und manchmal früchten oder gewürzen hergestellt. die kinsale mead co. hat diese alte tradition wieder belebt und produziert in ihrer modernen manufaktur eine auswahl an köstlichen meads. während einer verkostung konnten wir nicht nur verschiedene sorten probieren, sondern auch wissenswertes über die geschichte und herstellung dieses einzigartigen getränks erfahren. es war faszinierend zu entdecken, wie mead in irland schon zu keltischen zeiten bekannt und hergestellt wurde und heute wieder neue fans findet. ein großartiges erlebnis.

da sich das wetter immer noch nicht gebessert hatte legten wir nur einen kurzen fotostop bei  der timoleague franciscan friary ein. eine beeindruckende klosterruine aus dem 13. jh, die malerisch am rand des dorfes timoleague liegt. perfekt für ein paar fotos.

für diesen tag hatten wir genug vom fahren und fanden einen schönen übernachtungsplatz in timoleague am „sextons caravan and camping park“. ein familiengeführter, idyllisch gelegener campingplatz, der für seine freundliche atmosphäre und gepflegte ausstattung bekannt ist. er bietet großzügige stellplätze, moderne sanitäranlagen und einen kleinen shop. besonders geschätzt haben wir die herzliche betreuung durch die besitzerin, elaine sexton, die gerne auch mit tipps für ausflüge und aktivitäten weiterhilft. danke und jederzeit gerne wieder.

von timoleague nach mizen head. am weg dorthin besuchten wir noch den „drombeg stone circle“. der steinkreis, auch „druid’s altar“ genannt, ist einer der bekanntesten steinkreise irlands und liegt malerisch in der nähe von glandore im county cork. die prähistorische kultstätte besteht aus 17 aufrecht stehenden steinen, die einen nahezu perfekten kreis bilden und vermutlich aus der bronzezeit stammen. eine besonderheit ist die ausrichtung des steinkreises: zur wintersonnenwende fällt das licht der untergehenden sonne exakt auf den zentrierstein, auch altarstein genannt. dieser besuch vermittelte uns eindrucksvoll die mystik und die archäologische bedeutung vergangener zeiten.

nur wenige kilometer vom drombeg stone circle entfernt war unser nächster stop, die „glandore church of ireland“, ein charmantes gotteshaus dessen zugang nur über einen steintunnel möglich ist. die kirche stammt aus dem 19. jh. und beeindruckt durch ihre schlichte architektur sowie ihre idyllische lage oberhalb der bucht. sehenswert ist auch der kleine friedhof, der von alten bäumen umgeben ist. der kurze spaziergang zur kirche lohnte sich, auch wenn die kirche, so wie bei unserem besuch, verschlossen war.

zeit für eine weitere kleine wanderung, die wanderung auf den knockomagh hill bei lough hyne. durch einen schönen, teils steilen waldweg gelangten wir zum gipfel, von wo aus wir einen beeindruckenden ausblick auf die bucht und die umliegende landschaft genießen konnten. die ruhe und die natur haben uns begeistert, absolut empfehlenswert.

nach der wanderung auf den knockomagh hill führte uns unser weg weiter zum „altar wedge tomb“ – einem keilgrab aus der späten bronzezeit. das grab liegt oberhalb der altar bay und besteht aus mehreren aufrecht stehenden steinen, die einen keilförmigen raum bilden.

wir setzten unsere reise fort und erreichten schließlich das tagesend ziel, „mizen head“, den südwestlichsten punkt irlands. die spektakuläre klippenlandschaft und die tosende brandung machen diesen ort zu einem echten highlight. über eine beeindruckende brücke gelangt man zur berühmten mizen head signal station, die einst als wetter- und signalstation diente und heute ein spannendes besucherzentrum beherbergt.
von den zahlreichen aussichtspunkten bot sich uns ein atemberaubender blick auf den atlantik und die schroffen felsen, an denen sich die wellen brechen.
die ausstellung im signal station visitor centre informiert anschaulich über die geschichte der schifffahrt, die bedeutung des leuchtturms und das leben der menschen an diesem abgelegenen ort. mit etwas glück (wir hatten es leider nicht) kann man sogar robben oder delfine beobachte. mizen head war für uns ein absolutes muss und ein unvergesslicher abschluss eines erlebnisreichen tages.

weiter ging unsere reise in richtung der malerischen hafenstadt bantry in west cork, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour