steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum…

steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum.

am weg zu unserem nächsten geplanten schlafplatz, bei der ruine der abtei san galgano, trafen wir uns in casole d’elsa (siena) mit dem „steinkünstler“ deva manfredo. deva manfredo, der mit dem bürgerlichen namen manfred flucke heißt, ist vor vielen jahren von deutschland nach italien gezogen. in jahrelanger arbeit, durch sammeln von verschiedenen steinen, ist auf einem etwa 10 ha großen waldgrundstück ein stone skulptur park, „dreamwoods“, mit besonderen steinskulpturen entstanden. das besondere daran ist, dass der künstler die steine in ihrer natürlichen form belässt und nur durch stapeln, legen, schlichten usw. seine skulpturen entstehen lässt. geklebt werden nur z.b. die augen der steingesichter. der etwas mühsame weg zu ihm und diesem ort lohnt sich aber allemal.

von dreamwoods ging es dann weiter zur abtei „san galgano“.

nach einer ruhigen nacht auf dem womo-parkplatz, auf dem übrigens kaum mehr etwas funktionierte (wasser, strom usw.), steuerten wir auf san gimignano zu.

am weg nach san gimignano machten wir einen stop in volterra mit dem „theatro romano“ und den vielen kleinen engen gassen. wir sind ein wenig herumspaziert und haben u.a. den in familienbesitz befindlichen „palazzo viti“ – eine der schönsten privaten wohnanlagen italiens – besucht.

auf dem campingplatz „camping il boschetto di piemma“ – übrigens ein ganz toller, empfehlenswerter campingplatz mit jeglichem komfort – haben wir für die nächsten zwei nächte unser clubhaus aufgestellt. am abend gönnten wir uns noch im restaurant des campingplatzes ein wirklich tolles abendessen.

der nächste tag war für eine stadtbesichtigung reserviert. also, am vormittag mit dem bus ins zentrum der altstadt. gewusel, gewusel, gewusel – nicht nur das die stadt, die übrigens sehr schön und sehenswert ist, von touristen überfüllt ist, ist donnerstag, heute, auch noch markttag. markttag ist ja immer ein erlebnis, aber diesmal… na ja, wir fahren ja wieder in etwas ruhigere gegenden.

wir fuhren weiter und machten halt in castellina in chianti,

einer ganz bezaubernden kleinen stadt mit einem sehr interessanten museum – „museo archeologico del chianti senese“. nach einem kleinen streifzug durch die stadt, trafen wir uns mit der archeologin francesca. in einer mehr als zwei stündigen führung erzählte sie uns mit viel fachwissen und der liebe zum detail über das leben zur zeit der etrusker in der region – danke francesca.

nach castellina in chianti waren kurzbesuche der städte greve in chianti und montefioralle angesagt.

einen weiteren stop legten wir in san marcello piteglio ein, denn wir wollten uns die 40m!!! lange hängebrücke „ponte sospeso“ ansehen, die ein firmenchef in nur knapp zwei jahren für seine mitarbeiter errichten ließ, damit diese einen kürzeren weg zur arbeit hatten.

übernachtet haben wir neben der „ponte delle catene“ auf einem stellplatz der kommune fornoli – trinkwasser und strom gratis – ganz super.

der nächste spot den wir ansteuern, ehe wir fischessen in la spezia gehen, ist die „la grotta del vento – die windhöhle“, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

san marino im nebel – die toskana im sonnenschein…

san marino im nebel – die toskana im sonnenschein.

nachdem wir von sottomarina im sonnenschein aufgebrochen sind um zwei tage in san marino zu verbringen, verschlechterte sich das wetter je näher wir san marino kamen.

ein besonderes zuckerl hatte der tag auch noch zu bieten – zuerst wollten wir ein restaurant aufsuchen das angeblich eine tolle küche hatte – hahaha schaut euch die bilder an. dann führte uns die straße auf eine aufgelassene fährstelle und wir mussten ca 60 km umweg machen.

als wir an unserem quartier, dem campingplatz „centro vacanze san marino“,

für die nächsten tage ankamen, gabe es wieder nieselregen. na ja, das wetter können wir nicht ändern und so hofften wir, dass am nächsten tag zur stadtbesichtigung das wetter wieder gut wird.

weit gefehlt, san marino ging im nebel unter. schade, denn die aussicht von der altstadt wäre ja der hammer gewesen. so gab es halt mystische stimmung.

so, als hätte die sonne gesagt „fahrt weiter, kommt in die toskana, besucht die verschiedenen thermen, dann werde ich wieder scheinen“. ja, und die sonne hat ihr versprechen gehalten. die toskana zeigte sich von ihrer schönsten seite.

wir haben „fortezza san leo“ besichtigt

und sind dann weiter durch die 2016 von einem schweren erdbeben geschädigten dörfer entlang des gebirgszugs des apennin gefahren. es war erschütternt, dass städte wie „accumoli“, „amatrice“ oder „visso“ fast komplett dem erdboden gleich gemacht wurden. entsprechend mussten wir auch mehrmals umrouten, da drei jahre später noch immer nicht alle straßen befahrbar sind.

schließlich erreichten wir einen unserer schlafplätze am „lago campotosto“ wo wir am campingplatz „cardito“ unser nachtlager aufschlugen. mauro, der campingplatzbesitzer, hat auch ein uriges gasthaus auf seinem platz, in dem er nur produkte aus der region verkocht. wir haben uns natürlich auf ein herrliches abendessen eingelassen – kann man bedingungslos weiterempfehlen.

vom lago campotosto ging es weiter an den „lago di bolsena“ wo wir auf dem empfehlenswerten campingplatz „la perla del lago“ übernachteten, und entlang des seeufers einen spaziergang in die alte romantische stadt „capodimonte“ unternahmen.

der nächsten tag ging richtung „cascate del mulino“ (saturnia thermen) unserem ersten badeplatz im heissen schwefelwasser. einfach wunderschön im warmen wasser zu liegen und die sonne genießen.

da der frühere parkplatz für camper jetzt gesperrt ist, haben wir auf dem campingplatz „alveare del pinzi“ übernachtet. na ja, warmes wasser zum duschen nur gegen bezahlung und ein wenig überfüllt – ist halt die therme in der nähe, die man ohne gebühr nutzen kann.

nächstes ziel, die stadt „montepulciano“. wir dachten, wenn wir schon immer wieder den wein aus dieser region trinken, müssen wir uns auch die stadt und die gegend dort ansehen.

gesagt getan, zuerst machten wir aber noch eine besichtigung des „cathedral museums, labyrinth of porsenna, cistern and bell tower“ in chiusi.

sehr interessant ein wenig von der zeit und geschichte der etrusker und römer in chiusi zu erfahren, und spektakulär durch das labyrinth mit seinen engen gängen zu gehen – einfach ansehen, wenn man in der gegend ist.

einer einladung folgend steuerten wir einen campingplatz in montepulciano an – nicht den öffentlichen, der für camper vorhanden ist – nein, etwa drei kilometer ausserhalb der stadt gibt es einen platz – „la buca vecchia“, einen stellplatz am bauernhof. ja, das stellt man sich etwas anders vor, aber giovanni und sein team haben das ganze mit einem modernen konzept etwas verfeinert und so gibt es dort die „osteria delle erbe“ ein kleines aber ungemein gutes restaurant. nach einem abend mit tollem essen und gutem wein, verzichteten wir am nächsten tag uns in das touristische gewimmel der stadt zu werfen und fuhren einfach weiter.

das ziel war die therme „bagno vignoni“. am weg dorthin lagen die dörfer „lucignano“,

„asciano“

und das kloster „abbazia monte oliveto maggiore“.

das thermalbecken „bagno vignoni“ in der ortsmitte kann man nur besichtigen, aber nicht darin baden.

jedoch, es gibt die möglichkeit unterhalb des ortes in einem natürlichen becken zu baden. zwar ist das wasser nicht mehr heiß, aber egal, der platz ist so schön, dass wir uns entschlossen haben dort auch zu nächtigen. wir konnten das abend- und morgenbad ganz für uns allein vornehmen und hatten gleichzeitig einen schönen ungestörten übernachtungsplatz.

nach einem guten frühstück nahmen wir uns – schwefelwassersüchtig wie wir schon sind – die nächste therme vor – „bagni san filippo“. als wir ankamen pilgerten leider so viele menschen zur badestelle, dass wir einfach weiterfuhren. wir hatten ja noch ein bade-as im ärmel 😉 – die „terme di petriolo“ – klein aber fein und sehr sehr heiß, zwischen 39 und 43 grad.

gleich neben der öffentlich zugänglichen badestelle gibt es ein privatbad – „terme di petriolo“, deren einladung wir herzlichst gerne annahmen. wir konnten das bad mit allen annehmlichkeiten genießen – vier heißwasserbecken, ein kaltwasserbecken, kneipgang, massagen, restaurant und nach dem schwefelbad saubere duschmöglichkeiten und hatten zusätzlich einen perfekten schlafplatz.

unsere nächsten ziele auf unserem tourplan sind, ein treffen mit einem interessanten künstler (deva manfredo), eine verfallene abtei (san galgano) und die von millionen menschen besuchte stadt san gimignano, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

bergauf – bergab – bergauf – bergab…

bergauf – bergab – bergauf – bergab, das war der plan, doch das wetter, diesmal in form von schnee, machte uns einen strich durch die rechnung. als wir in der früh aufbrachen besserte sich das wetter und sogar die sonne lässt sich sehen – was natürlich nach den letzten regentagen unsere stimmung deutlich anhob.

also gas gegeben und die ss465 rauf in richtung passo lavardet. eine tafel zeigte uns an, dass er nicht gesprerrt ist. schöner pass bis auf knapp 1800 m geht es da rauf. unser 3,5 t schweres „clubhaus“ schnurrt im 2. und 3. gang langsam aber stetig den berg hinauf.

der schnee links und rechts der straße wird immer mehr, aber das panorama ist beeindruckend, rings herum die schneebedeckten berge der dolomiten – waaaaahnsinn.

als wir so schön in fahrt waren und uns schon auf den sauris und den passo del pura freuten – peng – die nächste straßensperre. einfach zu viel schnee und nach diesen unwettern zu viele steinrutsche für diese zeit in den bergen.

also umrouten, wir nehmen die sp619 mit der „sella di razzo“ und „sella ciampigotto“ mit 1760 und 1790 m. auch nicht gerade ein holländischer erdhügel ;-). ein bisserl ein größerer umweg, aber wir haben ja zeit.
weiter, die ss52 führte uns über einen schönen pass, den wir noch nicht kannten, den „passo di mauria“. ein schönes stück straße vor allem für motorradbegeisterte. eng, kurvig und ein guter straßenbelag. zwar nur 1298 m hoch, aber schön zu fahren, auch mit unserem „clubhaus“.

in ampezzo trafen wir dann wieder auf unsere ursprüngliche route und konnten uns zum abschluß des tages noch das highlight dieser etappe geben den „passo di monte rest“. wir haben diesen schon einige male mit dem motorrad genossen aber noch nie mit einem 3,5 t schweren kastenwagen. phhhuuuuu – das ist doch etwas anderes. in einer der engen nach innen hängenden kurven hebte das vorderrad so ab, dass die räder kurz durchdrehten da sie keinen asphalt mehr hatten. na ja, ein neues fahrgefühl. oben angekommen gab es für uns „drei“ erstmals eine schöne kaffeepause.

angekommen auf unserem heutigen schlafplatz begann es wieder einmal zu regnen, und wir mussten feststellen, dass eine stellplatzempfehlung zum freien stehen nicht mehr aktuell ist. am „lago di barcis“, für den ortsstellplatz, nehmen sie 14,00 € für 24 stunden. ok, wasser und strom gibt es, aber k e i n wc. na, da möchte ich besser nicht nachdenken wo manche camper…

donnerstag 23.05. unsere heutige etappe führt uns 220 km richtung meer

nach chioggia, wo wir uns direkt am meer in sottomarina am campingplatz „camping tropicana“ für drei nächte einquartierten.

strandspaziergänge und ein besuch der reizenden stadt chioggia gab uns zeit zum erholen und da die sonne endlich von morgens bis abends scheinte, und es mittlerweile für uns ungewohnte + 24° hatte, genießen wir diese tage.

als nächstes ziel steht „san marino“ auf unserem tourplan, die meistens von tausenden touristen besuchte stadt besichtigen ;-), aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

eine klamm und luxeriöses campen…

eine klamm und luxeriöses campen war das programm für das wochenende – aber der reihe nach.

am freitag, den 17. mai, war das wetterglück auf unserer seite. nachdem es am vormittag wieder einmal regnete, verzogen sich die regenwolken bis zum nachmittag, und die sonne kam hervor als wir uns am parkplatz der „vintgar-klamm“ einparkten.

schnell machten wir uns auf den weg, denn wenn schon einmal die sonne lacht muss das genutzt werden. eine wanderung ist natürlich bei trockenem wetter um einiges schöner als bei regen. sehr lange ist die schlucht nicht. etwas mehr als eine stunde für den hin- und rückweg auf nicht schwierigen stegen, also ein gemütlicher nachmittagsspaziergang. schön, am wasser entlang zu wandern, die natur genießen – ja das hat schon was – daher eine klare empfehlung zu einem besuch, wenn man in der gegend ist.

nach der wanderung rollten wir voll neugierde zu unserem nächtigungsplatz für die nächsten drei nächte – dem „5 * campingplatz bled“. die erwartungen waren hoch, und sie wurden zu 100% erfüllt.

ein großer ebener stellplatz der kategorie „prime“ mit wasser, strom und abfluß – der hammer. auch ein eigenes beheizbares duschbad samt toilette gehörte dazu. am platz selbst gibt es natürlich alles was das camperherz begehrt. waschmaschinen, wäschetrockner, brötchenservice, restaurant etc. und das in absoluter topausstattung.

der campingplatz kooperiert auch mit einem wellness hotel im ort bled. zu vergünstigten konditionen kann der campingplatzgast wellnessen – große schwimmhalle, erlebnisbecken samt rutsche für kinder und saunaanlagen die alle stückerln spielen.

nicht verpassen sollte man das „kavarna park cafe“ mit seeblick und dort eine cremschnitte probieren – die spezialität von bled – hier gibt es die frischesten und besten.

ja, wir haben die tage und nächte im „5 * campingplatz bled“ sehr genossen, und hätten es auch noch länger ausgehalten, doch unsere tour geht weiter.

montag 20. mai – regen, regen, regen. bereits sonntag nachmittag hat es heftig zu regnen begonnen und das setzt sich auch heute fort. da bei diesem wetter stadtbesichtigungen oder wanderungen nicht sehr angenehm sind, haben wir unsere tagesaktivität unter die erde verlegt.

wir hatten das große glück die „grotte di villanova“ besichtigen zu dürfen. ja glück, da die höhle eigentlich geschlossen war, aber wir erhielten von der charmanten tiziana angotzi eine sonderführung mit geologisch sehr fachkundigen erklärungen. als wir nach fast drei stunden wieder ans tageslicht kamen, hatte sich das wetter noch immer nicht gebessert. im gegentei,l es goss aus vollen kübeln und so wurden wir auch noch von tiziana auf einen heißen kaffee eingeladen.vielen lieben dank, dass uns das erlebnis möglich gemacht wurde.

eigentlich war für heut eine nächtigung in den bergen auf der sella carnizza geplant gewesen. dichter nebel und schwerer regenfall sowie die möglichkeit von schneefall überrascht zu werden, ließen die vernunft walten und wir routeten um und fuhren auf einen kleinen aber gemütlichen campingplatz „camping ai pioppi“ in gemona.

kochten uns dem wetter entsprechend einen großen topf rindsgulasch mit teigwaren, tranken dunkles tschechisches bier dazu und gingen zeitig zu bett.

…und es regente und regnete 🙂 🙂 🙂

dienstag 21. mai – guten morgen, der regen hatte etwas nachgelassen und ist in nieselregen übergegangen. frische dolce und ein noch warmes brot mit starkem heißen kaffee weckten die unternehmungsgeister in uns.

heute steht ein fototermin am“passo die lanza“ auf dem programm. wir wollen ein vergleichsbild zu dem besuch des passes mit dem motorrad vor vier jahren machen. damals wurden wir mit unserem motorrad vom schnee auf dem pass überrascht – ja und heute wollten wir das gleiche bild nochmals machen, aber mit unserem neuen „clubhaus“. also noch einige ganz schmale straßen zum einfahren und dann, schei… der passo di lanza ist gesperrt.

nix wird es mit dem bild, na gut dann fahren wir halt etwas früher zu unserem heutigen schlafplatz, dem campingplatz „camping & caravan zoncolan“. wir waren schon einmal vor jahren hier, aber da hieß er noch „al blitz“.

da es das kleine restaurant „il grop“neben dem campingplatz noch gibt, beschlossen wir uns den regenfrust mit einem guten risotto und einem schönen rotwein von der seele zu futtern.

morgen geht es dann gemäß geplanter route weiter – sofern nicht wieder pässe gesperrt sind – über den lago di sauris, den passo del pura, den passo di monte rest zum lago di barcis. ja, die motorradfahrer unter euch kennen sicher diese strecke, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

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käse – kirche – klamm…

käse – kirche – klamm, unter diesem motto standen die nächsten tage.

zuerst bekamen wir einen tip für eine käserei in tolmin – die „sirarstov kalmar von david klinkon“ da wir käse lieben mussten wir diesem tip nachgehen.

ab in die käserei, die seit generationen als familienbetrieb geführt wird. eine kleine aber feine käserei die nur milch von den eigenen kühen verarbeitet. wir probierten mehrere käsesorten und blieben bei einem sechs monate lang gereiften hängen, von dem wir uns auch ein schönes stück einpacken ließen.

nach der käserei stand der besuch der holzkirche „heiliggeist-gedenkkirche in javorca“, die den gefallenen österreichisch-ungarischen verteidigern des slowenischen schlachtfeldes isonzofront bei tolmin gewidmet ist, am programm.

von zatolmin führte uns eine sehr schmale, nur ganz selten zwei fahrzeug breite straße, auf einer unbefestigten piste zu einem naturparkplatz nahe der kirche, hoch über dem tolminka-flußbett. die letzten kilometer mussten wir zu fuß bewältigen.

ist man oben angekommen bietet sich nicht nur der anblick der schönen kirche, sondern man kann auch einen fantastischen weitblick auf den mächtigen gipfel des rde´ci rob, auf die bergkette der tolmine-bohinjer gipfel und auf die sanft geschwungenen umliegenden berge genießen.

das 3. k war die „tolminer klamm – tolminka gorge“ – eine ca 90 minütige wanderung durch natur pur. die farben des wassers, die felsformationen,… das alles ist wunderschön. wir können die wanderung nur empfehlen.

noch einige worte zum „camp gabrje“, in dem wir drei nächte verbrachten. das camp liegt direkt an der soca und es geht hier sehr locker zu – keine fixen stellplätze, jeder trifft seine auswahl wo er gerne stehen möchte. aber, es sind alle serviceeinrichtungen vorhanden, stromversorgung, saubere wc‘s und duschanlagen sowie ausgangspunkt für viele sportmöglichkeiten. daumen hoch und eine klare empfehlung.

wir verabschiedeten uns von den freundlichen und hilfsbereiten mitarbeitern des camps und fuhren zu unserem nächsten geplanten ziel.

die vintgar-schlucht und unserem nächtigungsplatz – ein 5 * campingplatz !!!! in bled. ja, das ist auch für uns neu, denn bis dato kannten wir keinen 5* campingplatz. bin schon sehr neugierig was uns da erwartet, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

neue liebe – alte leidenschaft…

neue liebe – alte leidenschaft.

die hovi´s on tour sind wieder on tour und die neue liebe ist unser neues zu hause auf unseren reisen, ein reisemobil –clever runner 636 – 6,36m lang, 2,5m breit und 2,7m hoch – küche, dusche, wc und zwei bequeme längsbetten machen das reisen sehr komfortabel.

ja, und da möchte ich mich auch gleich bei herrn herbeck und seinem team von der „firma caramobil“ in leopoldsdorf bedanken – danke, dass sie wort gehalten und den liefertermin wie versprochen eingehalten haben. das ist, wenn man die reise-van-scene betrachtet, nicht selbstverständlich, denn da gibt es lieferzeitüberschreitungen von bis zu 6, oder 8 ja sogar 12 monaten.

so jetzt aber genug, und ab zu unserer leidenschaft – das reisen.

als erste „testreise“ haben wir uns für die nächsten acht wochen eine schöne route zusammengestellt, die alle eigenschaften aufweist.

wir werden von wien über die steiermark und kärnten nach slowenien fahren. weiter geht es dann nach italien über die sella noeva runter bis ans meer nach sottomarina. von dort werden wir die toskana durchqueren, san marino besuchen und an der küste rauf bis la spezia fahren. die clinic terre, ein wenig frankreich, z.b. annecy, besichtigen und über die schweizer alpen nach südtirol fahren und dann wieder zurück nach wien. ca. 7000 km lang wird diese erste runde werden.

abfahrt war am sonntag den 12. mai – eine kurze etappe, begleitet von regen und kälte bis in die steiermark, wo wir am masenberg, knapp unterhalb der glückskapelle, unsere erste nacht verbrachten.

nachdem unsere truma dieselheizung die nächtliche außentemperatur von nur +3° kompensierte, und es im fahrzeug gemütlich warm war, gab es ein herzhaftes frühstück, ehe es auf unsere zweite etappe ging.

  1. mai – regen, regen, regen. saukalt bei anhaltenden +3°, aber wir sitzen ja im warmen camper. nur mit aussteigen und fotografieren war es nichts, also entstanden wenige handyfotos, wobei die gegend besseres verdient hätte.

steirische weinstraße bis an den sobother stausee, wo unser stellplatz für die zweite nacht war.

da es draußen fast winterliche temperaturen hatte, machten wir uns auch ein winterliches abendessen – specklinsen mit würstchen – und dann ab ins bett.

  1. mai – der geburtstag meiner lieben frau – der regen hat fast aufgehört und wir machten uns auf den weg richtung slowenien in das soca tal, wobei zuerst noch ein kleiner morgenspaziergang durch die trögener klamm angesagt war.

heute standen ja einige schmankerln auf dem programm – wurzenpass 18% steigung !!!! für unser vollgepacktes neues fahrzeug eine echte herausforderung. rauf langsam 2. gang und hinunter genauso langsam. ja das ist so, wenn man 3.500 kg mitschleppt, aber es entschleunigt ungemein 😉

nach dem wurzenpass kam der schaidasattel, auch keine womo raserstrecke *hahaha* ja und dann kam das highlight des tages – der vrsic pass – mit 1611 m. viele enge kurven rauf und runter. seeeeehr entschleunigend, und wir durften zum ersten mal unsere reifen in den schnee stecken.

nach dem vrsic pass am nachmittag eine wanderung zur soca quelle

und durch das soca tal

zu unserem schlafplatz für die nächsten drei nächte – das „camp gabrje“, unmittelbar vor tolmin.

wie es uns hier ergangen ist, und welche tollen ausflüge wir in der umgebung gemacht haben, ja das ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den hovi´s on tour

reif für die insel…

reif für die insel – so kann man es kurz zusammenfassen, als wir unser nächstes reiseziel festlegten.

kurz, aber intensiv sollte es werden, denn wir hatten nur eine gute woche zeit.

die wahl fiel auf mauritius. eine überschaubare insel im indischen ozean. bekannt für seine strände, lagunen, riffe und grüne bergkämme – also genau das richtige für ein spritztour vom kalten noch winterlichen wien in die sonne.

am „sir seewoosagur ramgoolam“ flughafen auf mauritius übernahmen wir unser mietauto und es konnte losgehen.

angenehm war natürlich das wetter. bei 27° celsius machten wir uns von mahébourg auf den weg zu unserer unterkunft. entlang der ostküste ging unsere erste fahrt in den norden der insel wo wir in der coastal road anse la raie, in cap malheureux, unser b&b „chambre comte de saint-exupéry“ für die nächsten tage bezogen.

wir haben diesmal bewußt ein b&b und nicht eines der vielen gehobenen hotels auf mauritius gewählt, da wir sehen wollten, was man bekommt, wenn man nur €250,–/woche für ein zimmer mit bad inkl. frühstück bezahlt. unsere erwartungshaltung war nicht sehr groß. aber, wir wurden positiv überrascht. das „chambre comte de saint-exupéry“ ist ein kleines b&b (5 zimmer / studios) mit ganz reizenden besitzern, die uns unseren aufenthalt sehr angenehm machten. ein sauberes großes zimmer mit bad, sogar mit whirlpool-badewanne und pflegeprodukten, wohnbereich mit sitzecke, klimaanlage und kleiner abstellraum für gepäck samt kleiderablage war nur für uns. ein schelles w-lan, ein gemeinschaftskühlschrank, eine kochmöglichkeit, ein swimmingpool sowie ein supermarkt in gehdistanz sind als absolute annehmlichkeit auch aufzuzählen. eine tolle alternative zu luxushotels – sparen und dabei land und leute näher kommen.

am nächsten tag erkundeten wir eine tolle bucht zum baden (public beach), die in keiner karte und keinem reiseführer angeführt ist und nur 5 Fahrminuten von unserem b&b entfernt lag – tipp unserer gastgeber. herrlich, den ganzen tag fast keine leute. nur ab und zu kamen fischer und einheimische vorbei bzw. zwei oder drei touristenpaare die fotos machten und wieder weiter fuhren. wir waren für die einsamkeit nicht böse 😉

bei unserem ersten tagestripp mit unserem mietwagen blieben wir im norden der insel. von unserem b&b fuhren wir nach – cap malheureux – pereybere – grand baie – cannoniers point lighthouse – mon choisy – trou aux biches – grande pointe aux piments – balaclava

und in pamplemousses in den „pamplemousses botanical“ garden usw.

bis wir wieder in unserer unterkunft gelandet sind. ein wenig etwas anschauen, cruisen und chillen war angesagt.

von unseren vermietern, auf ein lokal mit ausschließlich einheimischer kost angesprochen, bekamen wir den tipp für ein ganz kleines und unscheinbares lokal mit herrlicher küche. ich muß gestehen, wenn wir nicht die empfehlung bekommen hätten, wären wir an dem lokal vorbeigelaufen. aber, das essen war so gut, dass wir in folge noch vier mal dorthin essen gegangen sind.

am nächsten tag waren wir wieder an „unserem“ strand und haben den ganzen tag nur gefaulenzt – schwimmen, lesen, schlafen… und der strand war heute wieder so was von überfüllt ;-);-);-) diese ecke von mauritius ist einfach fantastisch.

nach dem entspannungstag gab es wieder action und wir waren in der richtigen richtung unterwegs, im süd/westen der insel, und wir haben keinen regen abbekommen. der war an diesem tag im nordteil der insel. die hauptziele waren – chamarel waterfall – chamarel coloured earth – black river gorge view point – alexandra falls – grand bassin.

am darauf folgenden tag wollten wir port louis besichtigen, doch die vorstellung an unmengen von fahrzeugen, lärm und dieselgestank änderte unsere pläne. so beschloßen wir den tag doch lieber wo anders zu verbringen. also, am schnellsten weg an die südküste. manchmal auf etwas abenteuerlichen straßen, aber schön und lohnenswert als wir den strand von gris gris und das meer erblickten, das hier sehr rauh und aufgewühlt ist – nix zum baden.

etwas weiter, am weinenden felsen „la roche qui pleure“, kann man so richtig die seele baumeln lassen. vom gris gris ging es weiter zur „la vanille crocodilefarm“ die nicht nur krokodaxln beherbergt – es zahlt sich aus diese farm zu besuchen.

am letzten tag vor unserer abreise haben wir den ganzen tag am strand balaclava gefaulenzt – schimmen, schnorcheln, lesen, pina colada süffeln und den hergott einen guten mann sein lassen. am abend haben wir uns für einen würdigen abschluss in einem tollen seafood restaurant in grand baie entschieden – la rougaille creole – und die woche bei einem köstlichen abendessen ausklingen lassen.

fazit: wer reif für die insel ist, sollte mauritius ins auge fassen.

beim rückflug begannen wir mit der planung unserer nächsten reise – erstmals mit unserem neuen kastenwagen. aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

warmes wasser zur kalten jahreszeit…

warmes wasser zur kalten jahreszeit.
nächste woche machen wir uns auf den weg der kalten jahreszeit in europa zu entfliehen.

unsere nächste reise führt uns auf die insel mauritius aber das ist eine geschichte über die wir in den nächsten tagen berichten werden.

also bleibt uns treu und schaut wieder bei unserem blog vorbei.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

langsam geht auch diese reise zu ende…

… langsam geht auch diese reise zu ende und viel interessantes ist und war zu sehen.

früh morgens machten wir uns auf den weg die insel öland zu verlassen, um uns auf die letzten routen auf dem festland schwedens zu begeben.

unser erster spot am morgen – der sich noch auf öland befindet – war der etwas abseits der straße liegende „karlevi-stein“ (N56 36 24.9 E16 26 29.1).

einer der interessantesten runensteine schwedens. er enthält ein gedicht im sogenannten höfischen stil der wikinger-dichtung. das gedicht ist das einzige dieser art, das noch im original erhalten ist. es ist ein ruhmesgedicht und nachruf auf einen gefallenen wikinger-häuptling, namens sibbe. er wird im gedicht mit odin verglichen, dem höchsten gott! der runenstein ist ca. 1000 jahre alt. damals befand sich die zeit im umbruch zwischen asenglaube und christentum. auf dem stein kann man die wörter entziffern: „inonin… eh“, was eine einstellung von „in nomine ihesu“, also „in jesu namen“ ist. der karlevi-stein so klein und unscheinbar er auch in der landschaft steht, gehört zum schwedischen kulturerbe.

weiter geht es richtung kalmar und zur brücke, die uns wieder auf das festland führte.

gemütlich fuhren wir auf nebenstrassen

über alsjöholm – moshult – kuppramala björkelund – rottnen – hörda hagalund – über das gräberfeld bei ingelstad das„inglinge hög“. inglinge hög gilt zwar als smålands größtes hügelgrab, und liegt inmitten eines großen eisenzeitlichen gräberfeldes am rand der ortschaft ingelstad, aber wir fanden es nicht ganz so besonders interessant.

über tävelsas – kalvsvik – kurrebo (der schaugarten war leider geschlossen) und urshult fuhren wir zu unserem heutigen tagesziel „getnö gård – lake åsnen resort“.

welch ein außergewöhnlicher ort mit einer außergewöhnlichen geschichte und einer außergewöhnlichen besitzerin – ingrid olsson – die das erbe ihres vaters bereits seit ihrer frühesten jugend aktiv und mit einem ausgeprägtem umweltgedanken fortführt.

natur pur, ob auf dem fahrrad zu lande, bei einer fischertour, oder bei einer bootsfahrt mit ingrid olson, die uns jeden zentimeter ihres naturschutzgebietes erklären konnte – einfach perfekt.

drei tage lang durften wir dieses naturjuwel genießen und stellten am ende fest, dass diese tage ein absolutes highlight unserer vier monatigen schweden-finnland-norwegen tour waren.

viel zu schnell vergingen die tage auf „getnö gård im lake åsnen resort“ um schließlich unser nächstes ziel anzufahren – älmhult, die heimat von „ikea“.

als alter ikeafreund wollte ich, wenn ich schon mal in schweden bin, auch das „ikea-museum“ besuchen. gesagt, getan und… entäuscht.

warum entäuscht? ganz einfach weil ich dachte das ein weltkonzern seine zeitgeschichte doch etwas interessanter gestalten würde. schade.

nach kurzem aufenthalt fuhren wir an den see möckeln, wo wir ein ganz tolles hotel-restaurant-camping fanden das „sjöstugan“, direkt am böckhults badestrand. dort gibt es nicht nur zimmer zu moderaten preisen, auch ein sehr gutes restaurant gehört zur anlage. eine wohlfühlunterkunft in der wir gerne übernachteten.

von sjöstugan begaben wir uns auf unsere vorletzte tour, die uns mit einem kleinen abstecher zum schloss „bäckaskog“ nach kristianstad führte.

das schloss bäckaskog war nur von außen zu besichtigen und ist eher hotel und restaurationsbetrieb als ein schauschloss.

in kristianstad bezogen wir quartier im „hotel bishops arms“ – nichts besonderes, aber ein gutes pub mit kalten bier und warmen essen.

die letzte tour vor der anfahrt zur fähre führte uns nach äspö und da waren noch einige tolle highligts zu besichtigen.

unsere erste station war ahus – geschichtsträchtig und vielen bekannt da hier die produktionsstätte des berühmten „absolut wodka“ liegt. aber die stadt hat auch eine geschichte und die kann man auf einem schönen spaziergang unter anderem bei der  „sankta maria kyrka“, „sankt-anna-kapelle“ oder dem „sarkophag“ erzählt bekommen.

von ahus führte der weg weiter zu einem richtigen märchenschloss – „widtsköfle castle“. obwohl dieses schloss nur von aussen zu besichtigen ist – privatbesitz – lohnt sich der weg zu diesem vierflügeligen renaissanceschloss welches von einem wassergraben umgeben ist. ein rundweg führt durch den englischen garten.

nach der ruhepause fuhren wir an die küste. „ales stenar – sweden’s stonehenge”, ist mit 67 metern länge und 19 metern breite wahrscheinlich die größte erhaltenen schiffssetzung in schweden. nach dem besuch der schiffsetzung kann man im hafen eines der zahlreichen ausgezeichneten fischrestaurants besuchen. ein empfehlenswerter ausflug.

ehe wir unser kleines aber feines b&b für unsere letzte nacht in schweden ansteuerten blieben wir natürlich noch in ystad stehen. aus zeitgründen konnten wir nur eine kleine runde durch die altstadt drehen ehe wir in der unscheinbaren aber durch die romanfigur „kommissar wallander“ bekannt gewordenen „fridolfs konditori“ halt für zimtschnecken machten.

so der tag neigt sich zu ende, und wir fahren in unser quartier „äspögården b&b“. ein total nettes, von einem älteren ehepaar geführtes, b&b. liegt etwas ausserhalb vom fährhafen trelleborg und ist eine gute alternative zu den übernachtungspreisen in trelleborg.

am nächsten tag, noch vor dem sonnenaufgang, machten wir uns auf den weg zur fähre. palmäßig legte sie am frühen morgen ab und brachte uns wieder nach rostock.

jetzt steht nur mehr die heimfahrt nach wien auf dem programm.  

die tour schweden-finnland-norwegen ist gefahren – 126 reisetage, 9 regentage, 16.555 kilometer fahrstrecke, 2.045 l diesel, 114 tages routen, 372 besichtigungspunkte, 53 übernachtungen am campingplatz, 49 übernachtungen im hotel oder b&b, 23 übernachtungen im freien gelände,    

fazit: schweden-finnland-norwegen war absolut eine reise wert, denn der norden europas hat schon was faszinierendes. 

wir wissen schon wohin uns die nächste reise führt, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. 

bis dahin, alles liebe von den

hovi´s on tour

…öland schöner als gotland?

…öland schöner als gotland? na ja nicht unbedingt, aber die kleinere der beiden inseln bietet eine große palette an sehenswürdigkeiten an, die von museen, ruinen über schlösser, landschaftsschutzgebieten bis zu den typischen leuchttürmen reicht und schon sehr sehenswert sind.

von kalmar aus machten wir uns auf den weg, über die längste brücke schwedens, direkt zu unserem ersten ziel auf öland, der faszinierenden und imposanten „schlossruine borgholm“.

bis zum 18. Jahrhundert war schloss borgholm ein strategisch wichtiger punkt, der die grenze zu dänemark sichern sollte. nachdem die grenze verlegt wurde, verließ man den stützpunkt auf öland und gab ihn auf. im jahr 1806 wurde es durch einen großbrand fast vollkommen zerstört. zum glück überstanden die dicken mauern und die massiven stiegenhäuser den brand.

heute ist die schlossruine eine gut besuchte touristen attraktion und man kann nach der aufwendigen restauration nicht nur die alten gemäuer besichtigen, sondern dank einer dauerausstellung in die mehr als 900 Jahre alte geschichte schwedens eintauchen. immer wieder finden im innenhof konzerte – wie das der band roxett (1989) – oder theateraufführungen statt.

eine nette kleine geschichte am rande eines besuches von kronprinzessin victoria. als man der kronprinzessin victoria, die mit ihrer tochter die schlossruine besichtigen wollte (der sommersitz der schwedischen königsfamilie, schloss solliden, befindet sich ganz in der nähe) den weg für einen freien eintritt frei machen wollte, lehnte diese mit der begründung ab: „ich bin heute als privatperson hier“ und stellte sich in die schlange der wartenden besucher und bezahlte auch ihr ticket. einfach toll, wie bürgernah diese frau ist.

den rest des tages verwendeten wir für einen besuch des „skedemosse museum“ in köpingsvik

und einer ganz gemütlichen fahrt entlang der westküste, auf einer strasse die so schmal war, dass wir oft dachten sie wäre für den verkehr gesperrt. war sie aber nicht.

für die nächsten zwei nächte mieteten wir eine gemütliche hütte im „hälluddens stugby, vandrarhem och kursgård“.

es war ein ruhetag geplant – *hahaha* – wer uns kennt weiss, dass unsere ruhetage selten etwas mit ruhen zu tun haben. also machten wir uns auf den weg zum „langen erik“. ein leuchtturm in schöner umgebung, die zum spazierengehen einladet.

nach einer großen runde um den „langen erik“, wo wir u.a. eine kreuzotter beobachten konnten, fuhren wir in das „naturschutzgebiet trollskogen“ mit seinem „trollwald“.

wir starteten unsere wanderung – es gibt drei gut beschilderte routen – durch den „zauberwald“ vom parkplatz – 57°20’33.53″N, 17°07’08.15″E.

hinter dem eingangsbereich erinnert eine installation von im wald gesammelten müll jeden besucher daran, hier nichts zurückzulassen. man kann es nicht glauben was menschen so alles in den wald werfen.

am anfang informierte uns auch ein schild über das aussehen und die eigenheiten der trolle. man sieht sie kaum, sie verstecken sich gut. sie lieben schnaps und tabak und waschen sich nicht. sie haben aber keine bösen absichten, sie verbergen sich nur gerne vor den besuchern. wir haben auch keinen gesehen, aber aufgepasst, vielleicht seht ihr ja einen, wenn ihr in den trollwald kommt.

der trollwald ist ein wilder, die fantasie anregender wald und ein strandgebiet mit knorrigen waldkiefern und alten eichen – die dickste ist die trolleken (trolleiche). sie ist eine der ältesten eichen ölands – die den namen trollwald alle ehre macht. überhaupt gibt es im trollwald viele mystisch-merkwürdig aussehende bäume. mehrere steingräber und steinsetzungen zeigen die ältesten menschlichen spuren in diesem gebiet.

an der ostküste des trollwaldes liegt einsam und verlassen ein schiffswrack des „schoners swiks“, das aber mitlerweilen sehr mitgenommen aussieht. 1926 geriet das schiff in ein starkes gewitter und lief auf eine sandbank vor der küste auf. die besatzung konnte sich retten, doch das wrack liegt seither am rande des trollwaldes.

 am rückweg zum parkplatz konnten wir nicht widerstehen und sammelten einen kübel voll mit schlehen. sie waren gerade reif und wir nahmen sie einfach mit um ihnen in wien den benötigten frost in unserer tiefkühltruhe zukommen zu lassen. zu hause habe ich die schlehen zu einem köstlichen likör verarbeitet der uns noch lange an schweden und den trollwald erinnern wird.