ein weingut, eine nekropole und eine wallfahrtskirche…

ein weingut, eine nekropole und eine wallfahrtskirche, das waren unsere nächsten ziele, nachdem wir von termoli weiterfuhren. erstes ziel, ein renommiertes weingut in der kleinen, noch weniger bekannten, region molise – „di majo norante“.

das weingut blickt auf eine lange geschichte zurück, die bis ins späte 18. jh. reicht. gegründet wurde es von der familie di majo, die über generationen hinweg weinbau als leidenschaft und ihr lebenswerk versteht. die ländereien rund um das gut sind geprägt von alten weinbergen, die das spezielle mikroklima der region sowie die lockeren und teilweise sandigen böden optimal nutzen.

besonders seit den 1960er jahren entwickelte sich das weingut zu einem vorzeigeunternehmen, das traditionelle techniken mit moderner technologie verbindet. heute ist „di majo norante“ international bekannt für seine charaktervollen rotweine wie den „tintilia“, den „ramitello“, den „sassius“ und den „don luigi“, die aus autochthonen traubensorten gekeltert werden (autochthone rebsorten sind alteingesessene reben, die ihren ursprung in einer spezifischen region haben und kaum anderswo angebaut werden).

die weine von „di majo norante“ tragen alle die qualitätsbezeichnung „denominazione di origine controllata“ (doc). diese kontrollierte ursprungsbezeichnung ist ein italienisches gütesiegel, das die qualität und herkunft von weinen aus bestimmten anbaugebieten unter einhaltung strenger vorschriften bescheinigt. es garantiert, dass der wein nach bestimmten technischen vorgaben, rebsorten und standards hergestellt wird. oder die bezeichnung „denominazione di origine protetta“ (dop) diese geschützte ursprungsbezeichnung ist das höchste eu-siegel für herkunft und tradition, das landwirtschaftlichen erzeugnissen und lebensmitteln verliehen wird, deren gesamter produktionsprozess (anbau, verarbeitung und herstellung) in einem bestimmten, abgegrenzten geografischen gebiet stattfindet.

während eines rundganges durften wir die produktions- und weitläufigen lagerhallen besichtigen und erhielten viele interessante informationen zur verarbeitung.

„di majo norante“ füllt jährlich 600.000 bis 700.000 flaschen ab, wobei 60% bis 70% rotweine sind. einige davon durften wir im rahmen einer weinverkostung genießen 😉.
wir verkosteten drei rotweine – „tintilia“, „sassius“ und „ don luigi riserva“. ausgezeichnete rotweine, wobei unser favorit der „sassius“ (100% aglianico trauben – ein rubinroter wein, mit weichen tanninen) gefolgt vom „tintilia“ (100% tintilia trauben – ein tiefdunkler, tanninreicher und würziger wein) war, aber das ist eine rein persönliche geschmacksache.

ein wein, der etwas aus der produktionsreihe heraussticht, ist der „apianae“ (100 % moscato reale trauben – ein wein mit goldgelber farbe, intensivem aroma und orangenblüten- und muskatgeschmack). diese von den päpsten sehr geliebte urzeitliche rebe wurde bereits um 200 v. chr. in italien kultiviert. die trauben werden bis mitte oktober auf der pflanze zum trocknen gelassen und anschließend kryomatisiert, d.h. die traubenmaische wird vor der eigentlichen alkoholischen gärung stark abgekühlt um ihre aromen zu verstärken. sie fermentieren langsam, bei kontrollierter temperatur und altern nur in stahltanks.
alterung: 1 Jahr in stahltanks und 6 monate in der flasche.wir haben den „meditationswein“ angesicht der tageszeit nicht vor ort verkostet – das werden wir in den nächsten tagen zu einem passenden anlass nachholen.
die charakteristik hört sich jedenfalls sehr gut an, und wir werden nach unserer verkostung, im späteren verlauf dieses blogeintrags noch berichten.

wir haben dieses weingut, mit dem eindruck ein tolles familienunternehmen mit außergewöhnlichem weinpotenzial kennengelernt zu haben, verlassen – vielen dank für die führung und verkostung.

im anschluss fuhren wir nach „isola varano“, einem schmalen 10 km langen sandstreifen in apulien, der den lago di varano vom meer trennt, wo wir uns eine kleine auszeit nahmen und uns auf dem campingplatz „mecca club“ für die nächsten drei tage einquartierten. an dieser stelle einen ganz herzlichen dank an die besitzer „cinzia und massimo“, dass sie, obwohl der platz noch nicht offiziellen saisonstart hatte und sie u.a. noch die restlichen neuen „glamping-zelte“ aufbauten, uns die drei tage übernachten ließen.

wenn der platz anfang juni wieder vollumfänglich geöffnet hat, wird es sehr viel komfort und gemütlichkeit geben. eine insgesamt sehr tolle cp-anlage, umgeben von einem schattenspendenden pinienwald und der fußläufige weg zum langen sandstrand, auf dem wir ausgedehnte spaziergänge gemacht haben, ist nur wenige minuten entfernt.

für längere aufenthalte bieten sich bootsfahrten und vogelbeobachtungen auf dem varano-see an sowie zahlreiche aktivitäten im nahen gargano-nationalpark (z.b. wanderungen und jeep-touren im flächenmässig einer der grössten nationalparks italiens).

in der stille und einsamkeit des mecca-club‘s haben wir endlich auch unseren neuen campingbackofen, den „roadbaker“, zum ersten mal ausprobiert. nachdem wir jahrelang mit unserem bewährten omnia backofen unterwegs waren, war es spannend, ob der „roadbaker“ wirklich vorteile bringt. und in der tat, er ist vom inhalt größer – was mehr essen bedeutet 😉. auch der glasdeckel, zur kontrolle des garvorgangs ohne hitzeverlust, hat sich als praktisch erwiesen und ebenso die beiden griffe, mit denen sich die heiße form leichter handhaben lässt. einen weiteren vorteil sehen wir in der pflegeleichten antihaft-beschichtung – langes mühevolles topfschruppen ist für camper ein no-go 🙄.
einziges manko, der deckelknauf sowie die beiden griffe werden extrem heiß und sind jedenfalls nur mit geschirrtuch, topflappen oder den im zubehör beinhalteten speziellen silikon-griffen handzuhaben. zum glück ist der mensch lernfähig, die finger verbrennt man sich sicher nur einmal 😅.
alles in allem war es für uns ein guter umstieg – wir sind zufrieden und das essen schmeckte uns auch.

nach diesen ruhigen drei tagen ging es wieder weiter südwärts und wir legten einen zwischenstopp beim bahnhof „peschici-calenella“ an der SS89 ein, um die „nekropole di monte pucci“, an den hängen des monte pucci, zu besichtigen. diese frühchristlichen „hypogäen“ (unterirdische, mit einem gewölbe versehene grabbauten, die durch komplexe gänge verbunden sind) zählen zu den bedeutendsten archäologischen stätten der region und beherbergten grabstätten, die sowohl aus der eisenzeit, als auch aus der römischen epoche stammen.
die in den fels gehauenen gräber, „arcosolien“ (bogen-gräber) und „tombe terragne“ (schachtgräber), sind gut sichtbar und zeugen von alten bestattungsritualen und traditionen der damaligen zeit. bei unserem streifzug durch die anlage spürten wir den besonderen reiz dieses ortes, der über jahrhunderte die kulturellen und frühchristlichen geheimnisse von der antike bis zum frühen mittelalter bewahrt hat.

der besuch der nekropole war für uns eine spannende kleine zeitreise und bereicherte unser verständnis für das kulturelle erbe apuliens.

als nächstes besuchten wir die historische kleinstadt „vieste“ auf der halbinsel gargano. wir parkten das cleverchen am hafen undspazierten durch die engen gassen des historischen zentrums mit den weißen häusern,

machten einen jausenstopp in einem der vielen kleinen cafe´s, klassisch mit aperol- und limoncello-spritz, ehe wir uns wieder zu unserem cleverchen zurückbegaben. „vieste“ ist gemütlich und man bekommt den wunsch länger zu bleiben,

aber wir wollten zu unserem nächsten schlafplatz dem „area sosta camper e parcheggio mare azzurro“, wo wir uns für zwei nächte einquartierten.

am nächsten tag machten wir vom campingplatz aus einen tagesausflug. wir besuchten den hoch auf dem bergrücken liegenden historischen wallfahrtsort „monte sant’angelo“, eine der faszinierendsten städte an den südlichen hängen des gargano-gebirges. schon bei der anfahrt über die vielen serpentinen wurden wir von der silhouette der stadt begrüßt, die sich majestätisch über dem weiten tal erhebt. die gassen sind schmal, verwinkelt und voller geschichte – man spürt sofort, dass monte sant’angelo seit jahrhunderten ein bedeutender pilgerort ist.

im herzen der stadt liegt das berühmte und älteste heiligtum des erzengels michael – „santuario di san michele arcangelo“ (von außen ist nur der achteckige glockenturm zu sehen, die kirche selbst liegt im inneren des berges).

bereits seit dem 5. jh. pilgern gläubige aus aller welt hierher, um die mystische grotte und spätere wallfahrtskirche zu besuchen, in der der legende nach der hl. erzengel michael mehrfach erschienen sein soll. die stimmung im sanktuarium ist einzigartig – der duft von weihrauch, das gedämpfte licht und die ehrfürchtige stille haben uns den alltag schnell vergessen lassen.

wir besuchten auch noch das angrenzende „devocionalia-museum“ und staunten nicht nur über die gemälde (geschenke von pilgern), die von gnaden und wundern berichten (zeugnisse der dem hl. erzengel michael entgegengebrachten verehrung), den wertvollen liturgischen schätzen sondern auch die historischen langobardischen krypten unterhalb des museums, deren architektonische überreste tiefer die antiken strukturen des heiligtums offenbaren.

doch „monte sant’angelo“ hat noch mehr zu bieten. beim spaziergang durch das historische viertel „rione junno“ entdeckten wir weiß getünchte häuser, steile treppen, kleine plätze mit brunnen

und besuchten das „castello normanno“. die burg entstand in der ersten hälfte des 9. jh. und wurde später von den normannen und friedrich dem II. um- und ausgebaut. sie liegt strategisch günstig oberhalb der stadt und von dort hatten wir einen tollen ausblick über die landschaft des gargano.

„monte sant’angelo“ verbindet spiritualität, geschichte und italienisches lebensgefühl auf ganz besondere weise. wir sagen, ein besuch dieser stadt ist ein muss, nicht nur für gläubige.

unser nächster längerer routenstopp verlief über die hafenstadt „manfredonia“ (das „tor zum gargano“), direkt am gleichnamigen golf (golfo di manfredonia), wo wir uns reichlich mit lebensmitteln eindeckten, um für 10 lange tage am „camping lido salpi“, direkt am meer gelegen, einfach einmal nichts anderes zu machen als zu faulenzen – lange strandspaziergänge, gut essen & trinken, ausschlafen und uns auf unsere nächsten etappen vorbereiten – einfach urlaub 😉.
so hatten wir schließlich auch noch gelegenheit unseren dessertwein aus molise, den „apianae“ zu verkosten – herrlich leichte süße, mit fruchtiger frische – nach unserem empfinden nicht nur am ende einer mahlzeit zu genießen, sondern für alle momente der geselligkeit und entspannung. dreimal daumen hoch👍👍👍.

nach dem faulenzen ging unsere reise weiter in richtung kalabrien, aber was wir da noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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eine schlucht mit gemsen, kleine dörfer und viele gesperrte straßen…

eine schlucht mit gemsen, kleine dörfer und viele gesperrte straßen. das war der plan für die nächsten tage – natürlich nicht die gesperrten straßen. aber alles der reihe nach 😉.

vom dorf popoli terme ausgehend führte uns unsere route entlang des riesigen hochgebirgsgebiets des apennins zur schlucht von „fara san martino“. die tiefe, enge schlucht ist ein beeindruckendes naturwunder in den abruzzen. zwischen steilen felswänden windet sich ein schmaler weg durch das bergmassiv der majella. bereits am eingang der schlucht hörten wir das stetige rauschen des wassers, das sich seinen weg durch das gestein bahnt.

wir hatten auch das glück, dass wir gemsen beobachten konnten, die geschickt zwischen den felsen sprangen.

die wanderung durch diese spektakuläre und unberührte umgebung war nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern ist auch geschichtsträchtig, denn das kloster „san martino in valle“ ist ein historischer bau, der direkt am eingang der schlucht liegt und dem ort eine besondere mystische atmosphäre verleiht.
es wurde vermutlich im frühen mittelalter als eremitage gegründet und diente über jahrhunderte hinweg als rückzugsort für mönche, die sich der inneren sammlung und dem gebet widmeten. uns beeindruckten die klosterruinen (werden gerade renoviert) vor allem durch ihre lage mitten in der natur sowie die steinerne architektur, die sich harmonisch in die felsige umgebung einfügt.

wir schauten uns auch noch die „sorgenti del fiume verde“ (quellen des grünen flusses) an. sie liegen unterhalb vom eingang der schlucht von fara san martino und sind kristallklare, smaragdgrüne quellen. das wasser dieser quellen ist einzigartig mikrobiologisch rein und aus diesem grund ist das baden strengstens verboten. sie sind ein wichtiges trinkwasserreservoir und ein beliebtes ausflugsziel der umgebung.

ein weiterer eindrucksvoller tag ging zu ende und wir zogen uns auf unseren nächtigungsplatz zurück – mit eigener neuer toilette 😉.

am nächsten tag starteten wir in richtung roccascalegna. ein kleines, malerisches dorf, das berühmt ist für seine spektakulär auf einer überhängenden felsspitze thronenden burg. schon von weitem sieht man es, das imposante „castello di roccascalegna“, das wie ein wächter über das tal blickt.
im dorf angekommen machten wir uns zu fuß auf den weg nach oben – der anstieg war zwar kurz, aber ziemlich steil. bei der burg angekommen, wurden wir mit einem wundervollen panoramablick auf die umliegenden hügel und olivenhaine belohnt.
die burg selbst wurde hervorragend renoviert und wir konnten die alten mauern, türme und gänge anhand der sachkundigen erklärungen unserer burgführerin „carmen“ erkunden.
seit ihrem bestehen aus der zeit der langobarden (11. oder 12. jh.) wurde die burg vielfach umgebaut, wiederaufgebaut und erweitert, speziell unter der herrschaft der corvis im 16. und 17 jh.

interessant ist auch, dass diese burg im gegensatz zu anderen keinen wasserbrunnen hat. die wasserversorgung funktionierte ausschließlich mit regenwasser – mittels einer rinne wurde das regenwasser gesammlt, das in eine zisterne floss und dort aufgefangen wurde. toll ist auch der schmale steg, der direkt zum höchsten punkt führt – der ausblick lohnt sich.
die besondere lage dieses ortes und die geschichte, die in den steinen steckt, machten unseren besuch zu einem besonderen erlebnis – danke carmen, für die fachkundige führung.

nach unserer burgbesichtigung spazierten wir noch ein wenig im dorf herum, ehe wir unsere reise fortsetzten.

unser nächster besuch galt dem „iuvanum archaeological park“, am fuße des dorfes montenerodomo, eine der bedeutendsten archäologischen stätte der region. im freigelände sind die überreste der ursprünglichen siedlung der samniten zu sehen (ein italischer volksstamm aus dem 4. jh. v. chr.): das heiligtum mit zwei angrenzenden tempeln sowie das kleine theater mit steinerner bühne und sitzreihen. die meisten funde stammen allerdings aus der römerzeit: gepflasterte straßen, der große zentrale platz (das forum), mit steinplatten gepflastert sowie die nahegelegenen thermen. leider hatte zur zeit unseres besuchs das museum geschlossen und so konnten wir uns nur das freigelände ansehen.

vom archäologischen park wollten wir die knapp 50 km zu einem stellplatz am „lago di bomba“ fahren, was sich aber im nachhinein nicht so einfach darstellte. die sp 107 zurück bis colle zingaro, dann auf die sp 133 und diese runter bis pennadomo – „patsch“, und da war die straße auf einmal mit bautafel und sperrschild versehen.
als wir uns bereits darauf einstellten in pennadomo auf einem p4n-parkplatz zu übernachten, kam ein freundlicher mann mit kleinem traktor entlanggefahren und erklärte uns, dass die sp 133 ganz gut befahrbar sei (eigentlich geöffnet wäre 🙄). na dann, schleunigst machten wir uns auf den weg

– bogen nach einigen kilometern auf die sp 135 ab und dachten, dass unser ziel am lago di bomba bald erreicht wäre. fehlanzeige – wieder eine straßensperre und wir mussten, um nicht einen riesigen umweg zu machen, auf einer kleinen nebenstraße bis hinunter zum see fahren. dort angekommen stellten wir fest, dass der von uns angepeilte stellplatz nicht zu nutzen war und so fuhren wir am see entlang richtung colledimezzo.
das einzige problem war, dass die uferstraße sehr schadhaft war und immer enger wurde. ein umdrehen war auch nicht mehr möglich, denn die straße war stellenweise in den see abgerutscht, und diesmal gab es keine bautafeln, sperrschilder oder straßenblockaden. obwohl sich die weiterfahrt zum teil als sehr risikoreich darstellte, hieß es – was solls, augen zu und durch (freiwillig würden wir das keinesfalls machen).

endlich unterhalb von colledimezzo angekommen, stellten wir das cleverchen für die nacht auf dem parkplatz eines noch nicht geöffneten ferienparks mit blick auf den see ab – kein mensch weit und breit, einsam und ruhig verbrachten wir die nacht (erholung war dringend angesagt).

der nächste fahrtag richtung termoli begann leider wieder mit weiteren straßensperren und umwegen. wir fanden schlupflöcher, um endlose umwege zu vermeiden, immer entlang kaum befahrbarer straßen, wo auch spaten, säge und gartenschere zum einsatz kamen um durchzukommen 😉.

schlussendlich haben wir die berge in den abruzzen hinter uns gelassen und sind wohlbehalten an der küste in termoli, in der region molise, angekommen.

vor dem schlafengehen haben wir uns diese wirklich schöne stadt angesehen. „termoli“ ist eine lebendige hafenstadt, die den antiken charme seiner vergangenheit beibehalten hat und für die von mauern umgebene altstadt, mit der schwäbischen burg friedrichs II., und ihrem malerischen strand bekannt ist.

die engen gassen der historischen stadt – übrigens, termoli hat mit der rejecelle-gasse, die schmalste gasse in italien und europa, seine breite beträgt an der schmalsten stelle nur 34 cm !!! –

bieten zahlreiche kleine cafés, restaurants sowie eine fußgängerzone und von der alten festung hat man einen wunderbaren blick aufs meer und die hölzerne struktur des „trabucco di celestino“ (traditionelle pfahlbauten am meer, die zum fischen errichtet wurden).

nach termoli wollten wir u. a. ein bekanntes weingut besichtigen, aber was wir da noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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unser nächstes ziel, durch die berge und über pässe von umbrien und den marken…

unser nächstes ziel, durch die berge und über pässe von umbrien und den marken. doch vor den bergpassagen gab es noch einiges zu sehen. so machten wir eine kleine wanderung durch den „coastal botanic gardens of veneto“ im südlichen teil der küste von rosolina mare. leider konnten wir die kompletten 7,5 km durch alle drei landschaftsräume (kiefernwald, süßwasserfeuchtgebiete und  brackfeuchtgebiete) nicht gehen, da das gebiet zum teil überschwemmt war

und entlang der küste verging uns der weitere spaziergang endgültig. wegen des sehr heftigen windes wurden wir vom sand eingehüllt, quasi sandgestrahlt, und so machte uns der strandspaziergang einfach keinen spaß.

trotzdem war es schön auch diese gegend mit den gezeitenflächen und den dünenlandschaften einmal gesehen zu haben.

unser stellplatz am abend belohnte uns mit einem wunderschönen sonnenuntergang (davon können wir nie genug bekommen) und verschönerte uns das abendessen.

am nächsten tag fuhren wir über wackelige brücken, wie die kostenpflichtige mautbrücke „ponte di barche“ über den „po di goro“, in richtung lido di spina.
davor schauten wir uns noch die „treibholzfiguren“ am strand vom „lido delle nazioni“ an,

ehe wir unser ziel, den campingplatz „residenza le saline“, erreichten. dieser campingplatz hat alles was man von einem campingplatz erwartet (außer duschen und wc, aber das haben wir ja an bord). stromversorgung, grauwasser- und kasettenentleerung und ganz wichtig, auch gutes trinkwasser. wir durften zwischen den stellplatzmöglichkeiten auf schotter und kies bzw. auf der großen wiese hinter dem b&b frei wählen und bekamen alle informationen über die örtlichen möglichkeiten und einrichtungen (z.b. radrundtouren und kanuausflüge durch die lagunen sowie museen, denkmäler und strände von comacchio). wir haben eine ruhige nacht verbracht und können uns gut vorstellen, dass man hier auch mehrere angenehme tage mit vielfältigen erkundungstouren verbringen kann – danke für die freundliche aufnahme👍.

unser nächster besuch galt der lagunenstadt „comacchio“, eine charmante stadt, die liebevoll als „klein-venedig“ bezeichnet wird. die zahlreichen kanäle, die sich durch das historische zentrum schlängeln, verleihen dem ort eine tolle atmosphäre. bei einem bummel durch die stadt entdeckt man viele bunte häuser, kleine malerische brücken und gemütliche plätze.

markant ist die berühmte trepponti-brücke (das wahrzeichen der stadt)

sowie die alten fischverarbeitungsanlagen, die von der langen tradition der aal-fischerei zeugen. die stadt bietet zahlreiche cafés und restaurants, in denen lokale spezialitäten probiert werden können.

durch diese stadt zu bummeln können wir nur jedem empfehlen der in der provinz ferrara und dem po-delta regionalpark unterwegs ist.

ein für uns interessanter spot war die „ruine s. alfonso bei argenta“. die anfahrt ist zwar sehr holprig, aber sie lohnte sich. der betrieb war teil der azienda agricola san alfonso, der historisch mit der familie franchi (insbesondere augusto franchi) verknüpft war. s. alfonso diente als „centro aziendale“, also als verwaltungs- und wohnzentrum für arbeiter sowie als lagerhaus. in seiner blütezeit war der betrieb ein wichtiger bestandteil des dichten netzes landwirtschaftlicher güter, die das neu gewonnene land im po-delta bewirtschafteten. heute befinden sich die gebäude in einem zustand des fortgeschrittenen verfalls.

aber gerade dieser schlechte zustand ist entscheidend für ein besonderes erlebnis in der natur.
die ruine ist zu einem der wichtigsten brutplätze des seltenen rötelfalken (falco naumanni) im nördlichen italien geworden. die vögel nutzen die löcher im mauerwerk und die dachbalken als nistplätze. der kleine falke lebt vornehmlich in der region um das mittelmeer und in zentralasien und ist ein langstreckenzieher, der südlich der sahara überwintert. wir hatten große freude die kleinen falken bei ihrem anflug mit ihrer beute in den fängen beobachten zu können – ein seltenes, aber sehr schönes erlebnis.

da es ganz in der nähe von argenta noch ein kleines naturschutzgebiet gibt machten wir einen kurzen abstecher dorthin, ehe wir uns auf den stellplatz in argenta für die nacht zurückzogen. bei unserem abendspaziergang konnten wir verschiedene wasservögel, schildkröten, bisamratten und rosa flamingos sehen – einfach schön.

den nächsten tag starteten wir mit einer stadtbesichtigung. „dozza“ ist ein mittelalterliches, kleines, aber beeindruckendes dorf, und bekannt wegen seiner biennale für zeitgenössische kunst. die straßen sind wie eine open-air-galerie, denn zahlreiche künstler haben im rahmen des biennal stattfindenden „festival der bemalten mauern“ ihre werke direkt auf die gebäude angebracht. so entstand bei unserem rundgang durch den ort eine besondere atmosphäre, die dozza von anderen orten abhebt.

das historische stadtbild mit kleinen gassen und der mächtigen „festung rocca di dozza“, von der man auch einen tollen ausblick über die hügelige landschaft der emilia-romagna hat, hat uns sehr angesprochen.

besonders die lebendige mischung aus kunst und geschichte begeistert – dozza ist definitiv einen besuch wert.

anschließend fuhren wir auf einen campingplatz auf den wir uns schon länger gefreut hatten. warum? dieser cp gehört zu einer therme deren besuch wir fix geplant hatten. „terme dell‘ agriturismo“, wieder einmal wellnes pur erleben – schwimmen im warmen wasser, entspannen im whirlpool & in der sauna, im dampfbad chillen und eine tolle massage genießen. zwar war der gesamte außenbereich inkl. aquapark noch nicht geöffnet, aber der innenbereich mit schleuße zu einem der aussenbecken ist groß genug.

nach dem abendessen, es gibt in der therme eine ausgezeichnete pizzaria, konnten wir nochmals zum abend(nacht)schwimmen bis 01:00 uhr früh, im rahmen der thermal nights oder blue nights. einfach genau das, was wir lieben. es waren sehr entspannende zwei tage 😉.

zügig ging es schließlich weiter richtung berge. vorbei an assisi,

wo wir auf grund des touristenstroms auf einen stadtbesuch verzichteten (es war ostermontag), suchten wir uns einen stellplatz der etwas weiter östlich lag in „armenzano“, am fuße des monte subasio. ruhig, sicher, einsam – perfekt.

der nächste routenabschnitt führte uns über „serravalle di chienti“ in der region marken, wo wir noch schnell bei der „chiesa di santa croce in percanestro“ (aus dem 10. jh., aber leider verschlossen) unseren wasservorrat mit klarem, eiskalten wasser auffüllten. von dort fuhren wir zur nächsten kirche, der „wallfahrtskirche madonna di macereto“, ein marienheiligtum auf der hochebene von macereto, in der nähe von visso, das auf das jahr 1528 zurückgeht und für die außergewöhnliche renaissancearchitektur bekannt ist. aufgrund des erdbebens von 2016 und den noch immer laufenden revovierungsarbeiten ist der komplex leider nicht zugänglich – schade.

also ging es weiter zu unserem nächsten schlafplatz in „borgo sant’antonio“, ein von der gemeinde errichteter stellplatz, derzeit ohne jeglichen service, aber dafür ruhig und einsam 😉.

von borgo sant antonio wollten wir über den „passo forca di presta“, auf 1535 m gelegen und einer der berühmtesten pässe der sibillinischen berge.  von weitem konnte man schon die schneebedeckten gipfel sehen und erahnen, was uns in den nächsten tagen bevorstand.

schnell noch ein zwischenstopp bei der derzeit noch verschlossenen „church of the madonna della còna“, ein wenig im schnee spielen, sich mit einem italienischen tourengeher unterhalten

und feststellen, dass die straße sp156 auf den „monte prata“ unpassierbar war.

also weiter, wir wollten ja über den „passo forca di presta“, der die hochebene von castelluccio, auf 1432 m gelegen, vom tronto-tal trennt und die natürliche grenze zwischen umbrien und den marken ist. unsere route führte unterhalb der durch das letzte erdbeben von 2016 völlig zerstörten bergdorfs „castelluccio“ vorbei. viele der häuser und historischen gebäude sind eingestürzt, oder so schwer beschädigt, sodass die einwohner ihre heimat verlassen mussten. der wiederaufbau geht nur langsam voran, und noch heute prägen ruinen sowie baustellen das ortsbild.
aber die lokalen landwirte haben nicht aufgegeben, denn seit jeher ist das gebiet für seinen linsenanbau bekannt („lénta“, wie sie von den einwohnern von castelluccio genannt wird – das repräsentativste produkt des dorfes schlechthin) und für das blumenfarbspektakel, wenn die linsenfelder der hochebene im frühsommer zusammen mit mohn- und kornblumen, gänseblümchen, narzissen und enzianen in voller blüte stehen und die touristen anlocken.

tja, und dann kam die abzweigung auf die sp477 richtung pass – aber auch dieser war leider noch gesperrt. so hieß es wieder einmal umrouten und einen größeren umweg fahren,

um wieder auf unsere geplante route zu kommen. auf einer kleinen nebenstraße richtung norica, dann nach links nach capodacqua und bei trisungo wieder auf unsere ursprüngliche route. nach ein wenig kurvenfahren 😉 konnten wir schließlich unseren übernachtungsplatz in mascioni, direkt am „lago compotosto“, erreichen, obwohl die straße rund um den see teilweise etwas mühevoll zu befahren war. noch viel schnee, aber alles in allem ein herrlicher fahrtag, trotz einiger umroutung schwierigkeiten.

vom lago compotosto fuhren wir in das dorf popoli terme, wo wir von unserem nächtigungsplatz aus eine wanderung im „pescara springs regional nature reserve“ zu den quellen des flusses pescara unternahmen, eines der wichtigsten quellgebiete in zentral- und süditalien. schön frühlingshaft und wieder schneefrei.

unsere nächste route führt zu den schluchten von „fara san martino“ in den abruzzen, aber was wir da noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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die ersten tage unserer italien tour….

die ersten tage unserer italien tour, begannen mit dem start einer ruhigen aber langweiligen anfahrt (wir mögen keine längeren autobahnfahrten) und führte uns zu unserem ersten übernachtungsplatz am stausee soboth, im dreiländereck kärnten-slowenien-steiermark. da noch keine saison war standen wir noch komplett alleine und verbrachten eine ruhige aber kalte nacht -2°celsius.

am nächsten tag, die sonne wollte noch nicht so richtig durchkommen, ging unsere reise in richtung der nordostitalienischen gemeinde trasaghis, an den „lago di cavazzo“. auf der route dorthin legten wir noch einen kurzen zwischenstopp in tarvis ein, um uns mit einem italienischen daten sim für unseren router auszustatten und unsere ersten italienischen „espressi“ zu genießen.
am lago di cavazzo angekommen richteten wir uns für zwei nächte ein – zwar nicht direkt an unserem (lieblings-)stellplatz direkt am see, den haben sie nämlich mit einem verbotsschild „kein camping“ versehen, sondern einige meter weiter, ganz legal neben dem zugang zum seerundwanderweg.

der „lago di cavazzo“ liegt wunderschön eingebettet in den karnischen voralpen, und ist bei touristen kaum bekannt, dafür aber umso mehr bei den italienern, da es ein bekanntes gebiet für gleitschirmflieger ist. wir machten eine gemütliche wanderung rund um den see.

unsere nächste route führte uns nach valvasone. am weg dorthin hielten wir in der prosciutto-stadt „san daniele del friuli“, auf einem hügel über dem tagliamento-tal gelegen, an. wir besichtigten zwei kirchen – die „chiesa della madonna di strada“ und den „duomo di san michele arcangelo“ im zentrum der stadt.
erstere beeindruckte uns mit ihrer schlichten eleganz, eines der bedeutendsten barockgebäude italiens. im inneren befindet sich ein altarbild mit der darstellung der madonna mit kind aus dem jahr 1506 von pellegrino da san daniele. ursprünglich als wallfahrtsort erbaut, diente sie den menschen der region über generationen hinweg als spirituelles zentrum und zufluchtsort.

der „duomo di san michele arcangelo“, im herzen der stadt, besticht durch seine majestätische fassade und sein reich verziertes inneres. er wurde im 14. jh. errichtet, bevor er im 18. jh. von dem venezianischen architekten domenico rossi renoviert und erweitert wurde. besonders sehenswert sind das taufbecken von carlo da carona, ein gemälde von pomponio amalteo und eine der größten orgeln der region.

aber nun zu unserem highlight des tages. für die kullinarische ergänzung unseres reiseblogs erhielten wir von der schinkenmanufaktur „la casa del prosciutto“ die einladung zu einer führung durch ihre produktionsstätte, bei der der umfangreiche herstellungsprozess der traditionsreichen spezialität erklärt wird, mit anschließender verkostung.„la casa del prosciutto“ besteht bereits seit 1906, also genau seit 120 jahren, und wurde von der familie alberti gegründet, die sich der traditionellen herstellung des berühmten san-daniele-schinkens verschrieben hat. die manufaktur befindet sich nach wie vor im herzen von san daniele del friuli und ist heute der einzige betrieb, der noch direkt in der stadt produziert. viele andere schinkenhersteller haben ihre produktion inzwischen ins umland verlagert, doch „la casa del prosciutto“ hält an der historischen lage fest und pflegt die tradition und handwerkliche herstellung vor ort. das unternehmen ist seit der gründung im besitz der familie alberti, was die authentizität und die hohe qualität der produkte garantiert.

gleich beim betreten der manufaktur wurden wir von dem intensiven duft des luftgetrockneten schinkens begrüßt. während der führung erhielten wir spannende einblicke in den gesamten produktionsprozess – angefangen bei der auswahl der besten schweinehinterkeulen (mindestens 12 kg), über das sorgfältige pökeln mit meersalz (keine anderen gewürze), gefolgt von einer ersten ruhephase und dem anschließenden massieren und in form pressen der keulen (damit das salz tiefer in das gewebe eindringt und der schinken die typische gitarren-form bekommt), über die mindestens 13 bis maximal 20 – 24 monatige mehrstufige reifung im speziellen mikroklima (meeresluft trifft auf gebirgsluft), bis hin zum reifungsabschluss und zur qualitätsprüfung durch das punktuelle einstechen in die schinkenkeulen mittels eines pferdeknochen (u.a. um auch aromen und düfte wahrzunehmen). sind alle parameter erfüllt erhält der prosciutto das brandzeichen vom san daniele schinken-konsortium (wurde 1961 von einer gruppe von bürgern von san daniele gegründet).

im anschluss an diese interssante führung durften wir im rahmen einer verkostung die unterschiedlichen prosciutto-varianten probieren, d.h. zarte schinkenscheiben aus drei verschiedenen stellen der keule herausgeschnitten. die feinen aromen und die zarte konsistenz machten jede einzelne scheibe zu einem echten hochgenuss für uns.

der besuch bei familie alberti in der „la casa del prosciutto“ war nicht nur „die“ kulinarische bereicherung für uns, sondern bot uns einen authentischen einblick in die regionale handwerkskunst und das kulturelle erbe von san daniele del friuli. eine klare empfehlung von uns an alle, die in dieser region unterwegs sind, besucht dieses traditionsreiche familienunternehmen im rahmen einer tour durch die manufaktur – ein erlebnis, das lange in erinnerung bleibt.

unser nächster kurzer zwischenstopp war in „spilimbergo“, dem zentrum der mosaikkunst.

wir bummelten durch die stadt über den „corso roma“ (gesäumt von arkadengängen, historischen gebäuden und palästen mit prächtig bemalten fassaden), besuchten das „castello di spilimbergo“ dessen bekanntester teil der „bemalte palast“ ist (leider kann man das castello nur von außen besichtigen) und schauten uns den „duomo di santa maria maggiore“ an.
der bau des doms wurde in der zweiten hälfte des 13. jh. begonnen und wahrscheinlich in der ersten hälfte des 14. jh. abgeschlossen. er galt als beeindruckendes beispiel gotischer sakralarchitektur in friaul. auffällig ist die massive gotische fassade, die mit einem charakteristischen rosettenfenster und eleganten portalen geschmückt ist.
im inneren lebt der dom durch seine hohen, lichtdurchfluteten gewölbe, den wertvollen fresken und altären aus verschiedenen epochen sowie der krypta mit kreuzgewölbe.

tagesendziel war valvasone, eines der schönsten dörfer italiens, wo wir auf dem von der gemeinde für camper bereitgestellten stellplatz übernachten. das service der stadt ist hier einzigartig – trinkwasser / brauchwasser / abwasserentsorgung / toilettenentleerung / mistkübel und das beste, es gibt auch kostenlosen strom. vorbildlich, so sollten alle städte in europa stellplätze für camper einrichten.

am nächsten morgen stand ein kleiner stadtspaziergang durch valvasone auf unserem programm. wir schauten uns die wandmalereien in der „chiesa di s. pietro e paolo“ an

und bummelten weiter zum „duomo valvasone“. dieser beeindruckte uns mit seiner mischung aus gotischen- und renaissance-elementen. das äußere ist sehr schlicht gehalten, doch im inneren ist u.a. eine historische orgel mit ihren prachtvollen flügeln zu sehen, die zu den ältesten noch spielbaren instrumenten italiens zählt. das eingangstor mit seinen außergewöhnlichen bronze motiven vermittelt einen authentischen eindruck vom religiösen und kulturellen leben der region.

auf unserem rundgang durch die kopfsteingepflasterten gassen kamen wir auch am „castello di valvasone“ vorbei, das aber leider nur von außen besichtigt werden kann, ehe wir uns den alten waschplatz der stadt ansahen – war schon mühsamer in früheren zeiten die wäsche sauber zu halten.

alles in allem ein gemütlicher morgenspaziergang.

den nachmittag verbrachten wir mit einem weiteren stadtrundgang, diesmal in „cividale del friuli“. eine bemerkenswerte stadt, mit einigen besonderen sehenswürdigkeiten. eine davon ist das „kloster santa maria in valle & langobardentempel“.  das ursprüngliche frauenkloster der benediktinerinnen, das gegen ende des 8. jh. gegründet wurde, liegt malerisch über dem fluss natisone und diente seinerzeit auch als rückzugs- und zufluchtsort für junge langobardische frauen, oft aus adligen familien. es gilt als eines der bedeutendsten kunstdenkmäler norditaliens und beherbergt den berühmten „tempietto longobardo“ (langobardentempel), heute ein teil des klosterkomplexes.
nachdem die benediktinerinnen das kloster verlassen hatten, wurde die anlage im jahr 1841 den ursulinen (ordo sanctae ursulae) anvertraut. diese richteten dort ein bedeutendes mädcheninternat und eine schule ein, die das leben in cividale del friuli über 150 jahre lang prägten. die religiöse tätigkeit im kloster endete endgültig im jahr 1999.

der berühmte langobardentempel aus dem 8. jh. (ursprünglich eine palastkapelle für den königlichen hof und später klosterkapelle der nonnen) ist ein einzigartiges bauwerk, das einen bedeutenden teil der geschichte norditaliens widerspiegelt. er zeugt von der faszinierenden geschichte der langobarden, die zwischen 568 und 774 n. chr. norditalien beherrschten.
ein kurzes einführungsvideo (rund 10 min) vermittelt gekonnt das ursprüngliche erscheinungsbild des inneren (hohe marmorsockel; ein großer mittelbogen mit heiligenfiguren zu beiden seiten; religiöse bilder und hochreliefdekorationen mit stuckverzierungen).
mit seinen kunstvollen reliefs und fresken aus dem frühen mittelalter gilt er als meisterwerk der frühmittelalterlichen sakralarchitektur und gibt einen eindrucksvollen einblick in das religiöse leben und die künstlerische entwicklung der langobarden. die einzigartige atmosphäre und die historische substanz machen den tempel zu einem muss für kulturinteressierte und geschichtsbegeisterte. seit 2011 zählt der tempel zum unesco-weltkulturerbe.

nach dem kloster besuchten wir den „dom santa maria assunta“ an der piazza del duomo. dieses prächtige gotteshaus, das vermutlich ursprünglich teil des bischofskomplexes bereits zu beginn des 8. jh. war, wurde vom 10. – 15. jh. erweitert, erneuert und wiederaufgebaut und beeindruckt heute mit einer mischung aus romanischen und gotischen elementen. im inneren erwarteten uns kostbare kunstschätze, darunter der berühmte silberne altaraufsatz und zahlreiche gemälde regionaler künstler. da zum zeitpunkt unseres besuches gerade eine totenmesse abgehalten wurde, verzichteten wir auf detailreiche fotos.

zur stadtbesichtigung gehörte auch ein blick auf die statue von „julius caesar“ und die berühmte teufelsbrücke. die „ponte del diavolo“ überspannt den fluss natisone und fällt durch ihre ungewöhnliche konstruktion mit zwei unterschiedlich hohen bögen auf. einer alten legende zufolge soll der teufel geholfen haben die brücke zu erbauen, nachdem die einwohner cividales ihn um unterstützung baten. allerdings forderte er als gegenleistung die erste seele, die darüber ging. heute ist die teufelsbrücke nicht nur ein beeindruckendes bauwerk, sondern auch ein symbol der stadt.

am nächsten tag führte uns unsere tour nach duino-aurisina. von einem parkplatz oberhalb der küste gelegen wanderten wir den rund 2 km langen „rilke-weg“, benannt nach dem österreichischen lyriker rainer maria rilke, entlang der steilküste mit spektakulären aussichtspunkten auf den golf von triest

zum „schloss duino“.
schloss duino, malerisch auf einem felsen über dem meer gelegen, blickt auf eine lange und bewegte geschichte zurück. es wurde 1389 auf den ruinen eines römischen vorpostens errichtet, die als verteidigungsanlage gegen angriffe vom meer diente (die ganz alte burg von duino stammt aus dem 11. jh. und liegt gut sichtbar auf der nächsten klippe, war aber leider für eine besichtigung gesperrt).

die heutige form des schlosses entstand erst im 14. jh. als die familie wallsee die burg zu einem repräsentativen adelssitz ausbaute. im laufe der jahrhunderte wechselte das schloss mehrfach den besitzer und wurde kontinuierlich erweitert und umgestaltet, insbesondere im 17. und 18. jh., als die fürstenfamilie von thurn und taxis das anwesen übernahm – die heutigen eigentümer des schlosses von duino.
durch die nähe zu triest und die strategische lage entwickelte sich schloss duino zu einem gesellschaftlichen und kulturellen treffpunkt der region. zahlreiche prominente persönlichkeiten, darunter dichter, künstler und sogar mitglieder des europäischen hochadels, besuchten das schloss – am bekanntesten wohl rainer maria rilke, der während seines aufenthalts im jahr 1912 die arbeit an seinen “duineser elegien“ begann. aber auch der österreichisch-ungarische klaviervirtuose franz liszt besuchte das schloss duino im jahr 1849. während seines aufenthalts komponierte er an einem wiener hammerklavier, das sich noch heute im schloss befindet, einige seiner werke. liszt war zu dieser zeit auf einer konzertreise und nutzte die inspirierende atmosphäre des schlosses, um neue musikalische ideen zu entwickeln.
im 20. jh. wurde das schloss nach schweren schäden im zweiten weltkrieg restauriert und dient heute der öffentlichkeit als museum und veranstaltungsort. die prunkvollen säle, der romantische park und die atemberaubende aussicht machen schloss duino zu einem bedeutenden zeugnis der geschichte und kultur friaul-julisch venetiens.

bevor wir den schlosspark verließen stiegen wir die rund 100 stufen in den bunker von duino hinunter. dieser wurde seinerzeit von zwangsarbeitern in den fels geschlagen, nachdem das militärkommando adria, eine deutsche marine-befehlsstelle, die provinz triest 1943 besetzt hatte. hier fand die bevölkerung schutz im 2. weltkrieg und hier ergaben sich auch im mai 1945 die deutschen den alliierten.

nach unserer schlossbesichtigung, und dem rückweg über den rilke-weg, fuhren wir weiter zu unserem übernachtungsplatz auf der halbinsel „isola della cona“. ein ruhiger gemütlicher platz mit einer impossanten aussicht, besonders bei sonnenuntergang.

unser plan war, gleich früh am nächsten morgen, eine wanderung durch das „isonzo mouth regional nature reserve“, einem rund 2.400 ha großen schutzgebiet, zu unternehmen, um u.a. frei lebende camargue-pferde zu fotografieren.

aber was wir noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovisontour

auf nach bella italia….

auf nach bella italia, einmal bis zur stiefelspitze und dann weiter nach sizilien. so sieht unser diesjähriges alternativprogramm zur transafrika-tour aus.

wir legen unsere routen in drei abschnitte an:

  1. von der po-ebene durch die provinzen – emilia-romagna – friaul-julisch venetien – ligurien – lombardei – venetien – toskana – umbrien – kalabrien, bis zum fährhafen villa san giovanni für die überfahrt nach messina, sizilien.
  2. einmal rund um sizilien, mit einigen abstechern auch ins landesinnere.
  3. der westküste italiens entlang über neapel – rom – toskana, oder als alternative, von brindisi nach griechenland verschiffen und dort noch einige wochen durchs land streifen – aber das entscheiden wir spontan von unterwegs.

wir werden den schwerpunkt auf straßen legen, die wir bis dato noch nie gefahren sind (autobahnen meiden wir prinzipiell) – gar nicht so leicht in italien 😉 und versuchen neue, landschaftliche ecken zu finden, die nicht in jedem reiseführer stehen. eine neunmonatige entdeckungstour entlang kurviger küstenstraßen, historischen zentren mit kulturellem reichtum und malerischen dörfern.

mal schauen, ob wir auch neue kochrezepte bekommen – die geheimnisse der italienischen hausfrauen lüften – und natürlich all das genießen, was italien zu italien macht – sonne, meer, essen und trinken, kurz die leidenschaftliche lebensart („dolce vita“).

eine etwas andere reise als die geplante transafrika-tour, aber sicher auch sehr spannend, und was wir auf dieser reise so alles erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovisontour

 

auf nach wien…

auf nach wien, da für heuer die letzte „GNV-Grand Navi Veloce“ fähre von sardinien nach genua am 04.10.‘20  von porto torres ablegte. somit war unsere sommerverlängerung auf sardinien entgültig zu ende und wir überlegten uns eine route für die heimfahrt nach wien.

ursprünglich planten wir über die schweiz zu fahren, da wir in der nähe von sion eine tolle wanderung zur „notre dame du torrent neuf“ machen wollten. aber aufgrund der coronavirus-situation entschieden wir uns dagegen.

es wurde die italienisch/österreichische routenvariante, d.h. auf kleinen straßen quer durch italien und österreich bis wien zu fahren.

am sonntag den 04.10.‘20 gingen wir mit unserem cleverchen abends an bord. mit von der partie waren auch viele motorrad teilnehmer der am 27.09. zu ende gegangenen enduro wm in spoleto auf sardinien.

wir bekamen von der „GNV-Grand Navi Veloce“ wieder eine familiensuite zugewiesen und so konnten wir die überfahrt sehr bequem verbringen.

pünktlich um 19:30 uhr – wir waren gerade im restaurant bei einem sehr sehr gutem abendessen – legte die fähre ab.

entgegen den wettervorhersagen blieb der für die überfahrt angesagte sturm aus und so ließen wir uns in den schlaf schaukeln um am nächsten morgen mit einem frühstück in der kabine geweckt zu werden. alles war sehr gut organisiert. wir konnten bis zum anlegen im hafen in den kabinen bleiben und wurden in kleinen gruppen zu unseren fahrzeugen gelassen. so war der kontakt auf ein minimum beschränkt.

die ausschiffung ging zügig voran, sodaß wir bald auf unserer ersten etappe waren. von genua ging es immer der küste entlang, durch kleine dörfer, manchmal rauf und dann wieder runter.

kurz nach trigoso konnten wir am strand noch die nachwehen der rauhen see betrachten,

ehe wir auf der „strada detta delle gallerie“ die engen tunnel durchfuhren.

durch den „parco nationale delle cinque terre“

steuerten wir unser nächstes ziel an – porto venere

– dort wollten wir die kirche „chiesa di san pietro“ besichtigen.

eigentlich wollten wir im anschluss an porto venere in la spezia unser geliebtes fischrestaurant aufsuchen, doch leider hat dieses immer montags ruhetag. da es noch nicht allzu spät war, und la spezia nicht eines unserer bevorzugten übernachtungsziele ist, ging es weiter in richtung parma. da wir ja sehr flexibel mit den übernachtungsplätzen sind war unser vorhaben „schaun wir mal wie weit wir kommen bis es dunkel wird. also ging es die sp10, ss330 auf die sp70 entlang. dort wollten wir über die „ponte di albiano magra“ über den fluß auf die ss62 fahren – nur, da hatten wir die rechnung ohne den wirt gemacht, denn am 08. april ‚20 war die brücke eingestürzt und leider war 6 monate nach dem einsturz der geplante bau einer rampe und eines anschlusses an die nahegelegene autobahn a15 offensichtlich noch immer in weiter ferne. etwas betroffen standen wir vor der straßensperre zückten unsere straßenkarten und suchten eine möglichkeit um ans andere ufer zu kommen. wir fanden eine, aber leider war die kürzeste strecke, um die  260m!!! lange eingestürzte brücke zu umfahren, sage und schreibe 48 km.

in der zwischenzeit hatte es wieder zu regnen begonnen und es wurde auch schnell dunkel. wir sind dann noch die schmale und verkehrsreiche ss62 bis aulla gefahren, dann hatte ich für den heutigen tag genug. wir stellten uns in der kleinen stadt in eine nebenstraße nahe einer aufgelassenen schule und verbrachten die nacht dort.

ausgeruht und nach einem ausgiebigen frühstück starteten wir am morgen unser cleverchen. wir blieben auf der ss62 bis berceto und wechselten dann auf die sehr schöne kleine sp15 die uns durch die berge, dann an einem fluß entlang durch calestano richtung parma führte. parma umfuhren wir großräumig.
bei pegognaga legten wir eine pause von den nebenstraßen ein, bogen auf die a22 und fuhren diese bis verona, weiter die a4 vorbei an padua, mestre und anschließend die a23 über udine bis gemona.
während der monotonen autobahnfahrt hat sich ingrid im internet informiert wo wir heute übernachten könnten und sie hat ein schönes tagesendziel entdeckt. also runter von der autobahn und der ss512 entlang über den tagliamento bis zum „lago di cavacco“. am lago di cavacco gibt es zwar theoretisch zwei nette campingplätze, aber beide hatten zu dieser jahreszeit bereits geschlossen. also blieb uns nichts andere über, als direkt am ufer unser nachtquartier einzurichten. ein herrliches plätzchen. wir machten nach dieser längeren tagesfahrt noch einen ausgiebigen abendspaziergang und fanden die gegend so schön, dass wir sie in unser „wir werden wiederkommen“ buch eingetragen haben.

wir wollten noch etwas länger in italien bleiben, und so ging es am nächsten tag einmal rund um den lago di cavacco, rüber nach vencone und die ss13 hoch bis raccolana. dort bogen wir auf die sp76 ab

und fuhren wie schon einige male zuvor mit dem motorrad über die „sella nevea“ und dann weiter zum „lago di predil“. immer wieder ein toller anblick diese seelandschaft.

obwohl wir schon so oft in dieser gegend waren fand ingrid wieder einmal ein für uns noch unbekanntes tagesziel – „conca di fusine“. zu diesem zweck mussten wir  die ss54 hochfahren, an tarviso vorbei und bei N46°29‘45.3“  E13°39‘33.4“ bogen wir in die via dei laghi ein. von dort waren es nur wenige kilometer bis zu unserem tagesziel, den beiden seen „lago inferiore“ und „lago superiore“. in der hauptsaison ist die straße die zu den beiden seen führt mautpflichtig, aber jetzt im oktober werden maut- und parkplatzgebühren nur an den wochenenden eingehoben. da wir an einem mittwoch vor ort waren, konnten wir eine weitere kostenlose nacht direkt am „lago superiore“ in beeindruckender natur verbringen.

bei nur +6°C am morgen nahmen wir an diesem tag abschied von italien um weiter nach österreich zu fahren. entspannt fuhren wir durch unterkärnten, genossen die niedrigen benzinpreise *hahaha* und konnten nicht widerstehen bei maria elend ein ehemaliges waldbad zu besuchen um unsere noch vorher gekauften grillhenderl zu verspeisen. was für ein herrlicher herbsttag.

auf kärntens kleineren landesstraßen ging es weiter – feistritz im rosental – ferlach – auf der l103 über zell pfarre, vorbei am freibacher stausee und schließlich bis zu einem unserer lieblingscampingplätze – „camping breznik“ am turnersee. wir waren heuer im sommer schon einmal auf diesem tollen platz, aber jetzt zu saisonende wollten wir die ruhe und den komfort noch einmal genießen – immer wieder eine empfehlung wert.

unser letzter heimreisetag war ein mix aus bundesstraßen, autobahn und am ende noch eine von uns gern gefahrene motorradstrecke bis wien.

wir haben unsere reisegewohnheiten der coronavirus-situation angepasst. größere städte, menschenansammlungen und ähnliche situationen vermieden. restaurantbesuche und lebensmittelbesorgungen auf ein minimum beschränkt und wenn, dann auch mit dem nötigen sicherheitsvorkehrungen.

für 2021 haben wir mit unseren reiseplanungen auch schon begonnen. tschechien – polen – litauen – lettland – estland – finnland – kaliningrad wollen wir für ca. 7 monate bereisen.
ob wir diese reise tatsächlich antreten können hängt ganz von der entwicklung der coronavirus-situation ab. wir bleiben jedenfalls optimistisch.
was wir auf dieser reise erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

sommerverlängerung auf sardinien…

sommerverlängerung auf sardinien in zeiten der coronavirus-krise eine gute idee? – eindeutig, JA.

wir haben allerdings unsere reisegewohnheiten der situation angepasst, d.h. größere städte, menschenansammlungen, großveranstaltungen und solch ähnliche situationen vermieden. restaurantbesuche, marktbummel und lebensmittelbesorgungen auf ein minimum beschränkt und wenn, dann auch mit den nötigen sicherheitsvorkehrungen.

also machten wir uns auf den weg nach genua von wo uns die fähre der „GNV-grand navi veloce“ auf die insel sardinien brachte.

auf der anfahrt verbrachten wir die erste nacht in kärnten – „camping village wörthersee“

und die zweite nacht standen wir auf einem offiziellen stellplatz in venetien – area communale montebello vicentino – N45°27‘10.4“ E11°22‘43.6“.


am dritten tag erreichten wir genua und verbrachten zwangsweise die letzte nacht vor unserer überfahrt auf dem campingplatz „villa doria“, da die GNV die abfahrt vom 09. auf den 10. september verschoben hatte.

zwei stunden vor abfahrt kamen wir im hafen an und es herrschte massig verkehr – stau, stau, stau. es dauerte über eine stunde bis wir uns in unserer lane einreihen konnten. kurzes fiebermessen und das war es dann auch schon mit coronavirus-beschränkungen. niemanden interessierte unsere online-registrierung, die ja im september verpflichtend war. na gut die realität sieht halt anders aus als die theorie.

als wir dann auf der fähre unsere gebuchte kabine zugewiesen bekamen, war unsererseits auch als covid-19 schutzmaßnahme gedacht, war die freude groß. wir bekamen eine familien-suite mit meerblick.

bisher war das wetter sonnig und warm, aber je näher wir sardinien und dem zielhafen porto torres kamen, schlug das wetter um und es begann heftig zu regnen. so landeten wir spät abends bei dunkelheit und heftigem gewitter auf sardinien. den empfang bei meinem ersten besuch auf der insel habe ich mir auch etwas freundlicher vorgestellt.

die ersten drei nächte wollten wir auf einem größeren campingplatz verbringen, um uns einmal ein bild von der coronavirus-situation vor ort zu machen. nach der ankunft fuhren wir die 36 km bei finsternis und strömenden regen zum „camping village laguna blu“, oberhalb von alghero bei fertilia.

am cp wurde wegen der schweren regenfälle und den damit einhergehenden überschwemmungen die platzbeleuchtung großteils abgeschaltet. also machten wir uns im finsteren auf die suche nach unserem stellplatz. dann passierte was passieren musste – als wir vom gepflasterten zufahrtsweg rückwärts in den stellplatz hineinschieben wollten versank unser cleverchen. kein vorwärts und kein rückwärts war mehr möglich. so verbrachten wir die erste nacht quer über den weg stehend und hofften, dass man uns am nächsten morgen mit hilfe eines baggers aus unserer misslichen lage befreit.  als wiedergutmachung durften wir die nächsten nächte auf einem der premium plätze stehen.

der regen hatte aufgehört und wir begannen die umgebung und den strand zu erforschen. der strand unmittelbar vor dem cp hat uns nicht zum baden eingeladen, also spazierten wir weiter richtung alghero und fanden einen zum baden einladenderen strand. jetzt gab es kein halten mehr. rein in die fluten und bei knapp 30°C außentemperatur und 26°C wassertemperatur begann unsere sommerverlängerung.
sehenswert war auch die bogenbrücke aus der römerzeit, deren reste sich über das wasser erheben.

der nächste tag war für einen ausflug zur tropfsteinhöhle „grotta di nettuno (neptungrotte)“ reserviert. entlang der nord-west küste, auf den kleinstmöglichen straßen, bis zum parkplatz der grotte, und wir hatten glück und konnten direkt vor dem kassenhäuschen parken.
der eingang der grotte ist über 654 stufen, immer entlang der fast senkrechten steilwand zu erreichen, und da der grotteneingang nur einen meter über dem meeresspiegel liegt, ist sie nur bei ruhiger see zu besichtigen. von dem ca 4 km langen höhlensystem kann man nur einige hundert meter besichtigen. sie ist aber trotzdem sehenswert mit ihren tropfsteingebilden, kalksinterablagerungen und dem etwa 120 m langen salzwassersee, der mit dem meer verbunden ist.

am abend stellten wir uns auf dem oberhalb vom yachthafen gelegenen großen parkplatz in fertilia – N40°35‘32.1“ E8°17‘10.0“, und nachdem wir uns in der kleinen ortschaft noch einen schlaftrunk gegönnt hatten verbrachten wir eine ruhige nacht in fertilia.

nach einem einkaufsstop in alghero nutzten wir die gelegenheit uns die bezaubernde historische altstadt anzusehen, die sich auf einem felsvorsprung erhebt.

weiter ging die reise, immer entlang der westküste. wir ließen uns einfach treiben, verzichteten auf großartige besichtigungen, machten immer wieder halt an einem der zahlreichen strände und landeten schließlich auf einem kleinen campingplatz mit drei kleinen badebuchten und nur wenigen campern – „camping s`abba druche“. der platz bietet einfache sanitäre einrichtungen, ist aber sauber und hat alles was man braucht, inkl. kleinem restaurant.

nun ging es ein wenig in das landesinnere, wo wir uns die „terme romane fordongianus“ angesehen haben. therme und heißes wasser, klar das mussten wir sehen. der kleine badebereich der kaum als  therme zu bezeichnen ist, hat nur vier kammern mit je einer bodenwanne. 15 min baden kosten 5,- € und wer anschließend kalt duschen möchte legt noch 1,- € drauf – badehaube und badeanzug sind pflicht.

muss man nicht haben, denn 100 m weiter kann man im gleichen heißen thermalwasser, das in den fluss abgeleitet wird, in freier natur kostenlos baden.


sehenswert aber sind die archeologischen ausgrabungen „terme romane di forum traiani“ – die überreste der stadt forum traiani mit dem römischen badekomplex. hier kann man sich gut vorstellen, wie bereits im 3. jahrhundert die römer ihrem badevergnügen nachgegangen sind.

am ende der ortschaft gibt es auch die möglichkeit auf dem stellplatz der gemeinde fordongianus zu übernachten – N 39°59’48.30″ E 8°48’47.60″.

tags darauf stand die bucht von „torre dei corsari“ auf unserem reisezettel. schwimmen, chillen und übernachten. dazu fuhren wir bei marceddì über die „ponte di collegamento tra s.antonio di santadi e marceddì“, die schmale verbindungsbrücke zwischen dem ort sant’antonio di santadi und dem fischerdorf marceddi – nicht ganz so legal, aber wir wurden von einheimischen „autorisiert“ und ersparten uns eine gewaltigen umweg.

dann, in der wunderschönen bucht von „torre dei corsari“ angekommen, den stellplatz bezogen, badesachen an und rein ins warme wasser. ausgiebig schwimmen, strandspaziergang, chillen und am abend ausgezeichnet im restaurant neben unserem stellplatz gegessen – ein toller tag ging zu ende.

der nächste tag begann mit einem romantischen sonnenaufgang. immer wieder beeindruckt von der natur folgten wir der sp65 durch eichen- und korkwälder richtung montevecchio. auf den weg durch die berge begegnet man immer wieder fördertürmen und bergwerksanlagen, die schon sehr verfallen sind, sowie einem fluss, der durch seine eiseneinlagerungen rot gefärbt ist.

das montevecchio-gebiet hat eine sehr belebte vergangenheit. in den heute aufgelassenen bergwerksstollen wurde bereits in der römerzeit zum ersten mal zink und blei abgebaut.

wir verliessen die sp65 und folgten der sp66 – einer schotterpiste, die uns zu unserem zwischenziel den dünen und den strand von piscinas bringt. bei naracauli, am beginn der unbefestigten straße, gab es noch ein interessantes objekt zu sehen. die imposante industrie-ruine miniera di naracauli „laveria brassey“, dessen besitzer der englische lord thomas allnutt brassey war. sie wurde das erste mal anfang 1900 in betrieb genommen. diese mechanische waschanlage für mineralien hatte den sinn den quarzsand von mineralien – zink, cadmium, gallium und indio – zu trennen. die waschanlage war für jahre eine der wichtigsten hydrographischen anlagen in sardinien. sie wurde in den letzten jahrzehnten mehrmals restauriert, dann aber in den 60er jahren abgebaut. trotz ihres verfalls übt die „laveria brassey“ einen besonderen reiz auf ihre betrachter aus.

so, aber jetzt ging es auf der holprigen straße weiter zu den dünen und dem strand von piscinas. am meer angekommen mußten wir feststellen, dass gerade ein größeres fotoshooting eines italienischen brillenherstellers stattfand und aus diesem grund keine übernachtung möglich war. na gut, dann wird es halt nur ein badestop – aber ein wunderschöner.


also mußten wir uns ein neues ziel mit schlafmöglichkeit suchen und wir fanden es – die bucht „cala domestica“ wo nicht nur eine traumhaft schöne bucht zum baden eingeladen hat, sondern auch ein großer, einfacher aber ruhiger stellplatz für unser cleverchen vorhanden war.

der nächste tag stand ganz im zeichen von „suchen wir uns eine schöne badebucht wo wir auch auf einem cp übernachten können“. na das ist ja auf sardinien ganz einfach, dachten wir. also ging es immer an der küste entlang

– golfo di gonnesa – nein, spiaggia di porto paglia – nein, spiaggia di portovesme – nein, spiaggia di punta trettu – nein, eine komplette runde auf der insel sant´antioco – nein, wieder am festland die hochgepriesene bucht „spiaggia di porto pino“ – nein danke (fluchtartig verlassen, gut es war sonntag und stellplatz la dune ist für camper nicht mehr anfahrbar).
jetzt hatten wir genug, ran ans navi, campingplatz ausgewählt und hingefahren. „camping torre chia“ und siehe da wir fanden was wir suchten. zwar keinen freistehplatz, aber einen ganz tollen cp der direkt am meer an einer malerischen bucht, die von felsen umrahmt wird, liegt. auch am cp war alles top – duschen, wc, restaurant usw. einfach zum wohlfühlen und so blieben wir drei tage.

nach den erholungstagen waren wir schon gespannt auf die viel gelobte ostküste. na dann mal hin – costa rei war das begehrte ziel. es kam für uns die große entäuschung – tourismus, tourismus und nochmal tourismus. ein ganz anderes bild als an der westküste. überfüllte campingplätze (wo sind die sicherheitsvorkehrungen?) und viele touristische restaurants und bars (wo ist das inselflair). genau das war es was wir auf sardinien nicht wollten. wir suchten eher die einsamkeit, schon alleine wegen der coronavirus-situation. aber wir fanden dann noch ein einsames plätzchen „spiaggia di porto corallo“ unmittelbar vor porto di villaputzu.

für den nächsten tag erhielten wir einen tipp von einem unserer follower – „camping coccorrocci“ direkt am strand „spiaggia di coccorocci“ gelegen. herrlicher platz inmitten der natur mit sehr guter infrastruktur – swimming pool, saubere duschen und wc-anlagen, restaurant usw. ein platz der nicht mitten an der hauptstraße liegt und den man nicht im vorbeifahren findet. der küstenabschnitt ladet nicht nur zum baden ein, sondern auch für ausgedehnte spaziergänge. einfach empfehlenswert.

da für die kommenden tage regen angesagt war, leisteten wir uns den luxus unserem cleverchen eine pause zu gönnen und buchten uns ein hotel, das „arbatax park resort – cottage **** superior“ mit halbpension und allem schnick-schnack – na wenn schon denn schon *ggg*.
das resort ist eine riesige anlage auf einer gesamtfläche von ca. 60 hektar und erstreckt sich über die halbinsel des capo bellavista in arbatax. wir fühlten uns hier sehr wohl.

nach unserm „luxus“ ging es die ss125 entlang der ostküste weiter in richtung norden. wir fuhren durch kleine ortschaften, quälten uns nach der ortschaft cala gonone eine steile, für größere fahrzeuge wegen der engen spitzkehren nicht geeigneten, mit betonplatten aus den 60er jahren gepflasterte straße hoch. ein blick auf cala gonone war die belohnung.

tagesendziel sollte der strand von cala cartoe sein, was aber durch die schweren regenfälle der vorigen tage und den vielen straßenüberschwemmungen mit unserem fahrzeug nicht möglich war. 200 m vor der bucht mussten wir schließlich umkehren.

was tun, ein ersatzplatz musste gefunden werden. dieser bot sich nach einigen kilometern in form eines campingplatzes an „camping osalla beach garden“ am golfo di orosei an. da es leider immer wieder regnete machten wir in einer längeren regenpause einen spaziergang. den breiten feinsandigen strand erreicht man über eine hängebrücke und bei gutem wetter ist das hier auch aufgrund der schattenplätze sicher ein sehr schöner badestrand.

das wetter blieb wechselhaft und daher nutzten wir eine schönwetterphase um wieder einen geeigneten badestrand zu finden. wir fanden ihn bei tiriarzu – den strand von posada. es gibt einen campingplatz vor ort und trotzdem hat die gemeinde von tiriarzu zusätzlich vor dem strandzugang den parkplatz mit wasser und toiletten ausgestattet auf dem man kostenlos übernachten konnte. perfekt – super toller sandstrand, einige wolken am himmel aber auch sonne, sonne sonne. so hatten wir uns die verlängerung des sommers vorgestellt.

leider mussten wir weiter, immer richtung norden. nach einer nacht auf einem cp an der costa esmeralda sind wir schließlich auf die nordküste eingebogen.

an der nordküste hatten mitlerweilen fast alle campingplätze dicht gemacht und wir fanden auch kein wirklich ansprechendes plätzchen zum übernachten. also haben wir uns für die letzten tage auf einem noch offenen cp einquartiert – „camping villaggio li nibari“. bis auf einen abend waren keine anderen camper auf der anlage – ideal für uns. wir konnten herrliche strandspaziergänge unternehmen, unsere lebensmittelvorräte verkochen, wein und bier austrinken *ggg* einfach urlaub machen.

….. manchmal zwang uns das wetter in unserem cleverchen zu bleiben, aber das war auch nicht schlimm und gehört zur camperromantik dazu.

….. manchmal war das wetter so schön, dass wir z.b. am 1. oktober noch bei 24,5° wassertemperatur baden konnten.

….. manchmal war es so windig, dass es den zugang zum strandrestaurant verwehte und wir selber kochen mussten.

alles in allem, ein schöner abschluss unserer „sommerverlängerung auf sardinien“.

wir haben auf dieser reise sicher nicht alles sehen können und konnten bedingt durch den coronavirus auch nicht das wahre insel-feeling erleben, trotzdem werden wir sardinien in schöner erinnerung behalten.

was wir auf der heimfahrt von genua nach wien erlebt haben ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

ps: das war unsere route

so…

…die hovi´s werden bald wieder on tour sein.

zunächst werden wir noch einige wochen in österreich zum produkttesten unterwegs sein.

danach wird uns „GNV“ mit der „rhapsody“

am 9. september auf die insel sardinien bringen  wo wir für zwei monate unsere zelte aufschlagen.

wir freuen uns schon auf das insel-feeling und möchten bei der gelegenheit wieder für die unterstützung unserer arbeit bei der „Italienische Zentrale für Tourismus ENIT“ danken.

was wir so auf der insel nach covid 19 erleben werden und wie die stimmung unter der bevölkerung ist, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

fischessen und weingutbesichtigung mit verkostung…

fischessen und weingutbesichtigung mit verkostung.

auf der fahrt nach la spezia machten wir einen stop bei „eremo di calomini“ einem winzigen kloster/eremitage in den bergen.

von „eremo di calomini“ ging es weiter zu einer hoch interessanten besichtigung – „la grotta del vento“ (die windhöhle).

die „la grotta del vento“ liegt in garfagnana, in der nördlichen toskana. hier stiegen wir tief in die höhle ab, hörten das unbändige rauschen des flusses, der sich seinen weg durch die höhle bahnt. sahen majestätische natürliche skulpturen die im kalksteinfelsen durch jahrtausende modeliert wurden. man gab ihnen auch namen wie beispielsweise das gebirgsmassiv panie, der natürliche felsenbogen des monte forato oder die steinkaskade sowie die spalte der hochebene von vetricia. alles in allem ein wirklich tolles erlebnis. kategorie: absolut sehenswert.

nach der grottenbesichtigung ging es über den „passo del vestito“

endlich nach la spezia in unser lieblings-fischrestaurant im hafen von la spezia – das „dai pescatori“, direkt am hafen gelegen. nichts besonderes, man muss sich für das essen anstellen, manchmal bis zu 30 minuten, das essen an der theke aussuchen, getränke dem kühlschrank entnehmen, an der kasse zahlen, nach einem tisch suchen und dann kann man essen. lohnt sich das – JA, absolut frisch und alles was das herz begehrt. frische muscheln, fritto misto usw. wer meeresfrüchte mag sollte einfach dieses hafenlokal besuchen und das essen genießen.

nach dem guten essen wollten wir in der nähe von la spezia die nacht auf einem stellplatz verbringen, aber der war bereits mit einigen campern gut befüllt. nein, ist nicht unser ding, also weiter direkt richtung der fünf dörfer der „cinque terre“. da es bereits dämmrig wurde blieben wir direkt über dem dorf „riomaggiore“ stehen. wundervoller ausblick, was will man mehr.

früh morgens fuhren wir dann hinunter in das dorf „manarola“ (es heißt der älteste ort der cinque terre, da die grundsteinlegung der kirche “san lorenzo“ auf das jahr 1160 datiert ist) und genehmigten uns nach einem kurzen spaziergang bis zum hafen ein typisch italienisches frühstück.

über vernaza, levanto, bonassola und den einspurigen tunneln bei moneglia fuhren wir bis agliano therme, wo wir auf dem campingplatz „camping le fonti“ auf einem ruhigen plätzchen unser clubhaus parkten. da der campingplatz zu dieser zeit kaum belegt war, konnten wir nicht nur eine ruhige nacht sondern auch noch ein herrliches bad im pool nehmen.

„castle of serralunga d’alba“ war am nächsten tag unsere erste station. eine wehrburg aus dem 14. jahrhundert die als militärstützpunkt diente. eine burg die eine geschichte erzählen kann, mit türmen und einer kleinen zugbrücke. ein inventar ist leider nicht mehr vorhanden, aber eine führung durch die burg mit ihrem prächtigen ausblick ist dennoch sehenswert.

wieder unten angekommen mussten wir natürlich die spezialität der region verkosten – „torta di nicciole dellelanghe con zabaione“ und „bunet“ eine art schokopudding. sehr lecker 😉

unser heutiges endziel war barolo wo wir für zwei nächte auf einem ganz ganz tollem campingplatz eincheckten – „camping sole langhe“. es gibt nicht nur schöne schattige stellplätze und einen swimmingpool mit traumblick, sondern die beiden brüder „luciano & maurizio bianco“ haben aus dem alten elterlichen bauernhof auch ein tolles b&b gezaubert und das inmitten hunderter haselnusssträucher, die die größe von bäumen haben. tolles ambiente und eine absolute empfehlung für barolobesucher.

aber für uns war nicht nur schwimmen und entspannen angesagt, denn am nächsten tag hatten wir zwei termine. wir „mussten“ auf zwei weingütern zur besichtigung und weinverkostung. ja, das leben ist hart 😉

das erste weingut, „tenuta del barone „, ist ein sehr familäres bereits in 16. generation !!! geführtes weingut. mit bruna vaira und ihrer tochter besichtigten wir mit fachlichen erklärungen die weingärten, den angrenzenden trüffelwald und die produktionsstätte. anschließend konnten wir die verschiedenen weine verkosten. insgesammt probierten wir acht verschiedene weine von denen uns am besten der weißwein „tramici 2018“, der rotwein „barbera d´alba 2016“ und „langhe nebbiolo 2012“ schmeckte. aber das ist jedenfalls reine geschmacksache. hervorragend sind sie alle, die weine die bruna & maurillo vaira erzeugen.

nach einem verdienten mittagsschläfchen war die nächste weinverkostung angesagt. das weingut „azienda agricola g.d. vajra“. ein innovatives und modern geführtes trotzdem sehr traditionsreiches weingut. der gründer brachte die „riesling traube“ nach barolo. anfänglich belächelt, entwickelte sich das weingut zu einem höchst erfolgreichen betrieb. eine fachkundig durchgeführte weinverkostung der spitzenweine machte den nachmittag zu einem sehr schönen erlebnis. mein bevorzugter wein war der weißwein „langhe riesling 2018“, der „kyè 2015“ und beim rotwein der „luigi baudana barolo 2015“. für ingrid war natürlich der „moscato d´asti 2018“ ihr abloluter favorit.

da es auch bei uns am campingplatz einen ganz geheimen kleinen aber „hmmmmm“ mit leckeren sachen gefüllten keller gab, wurde der tag zu einem sehr „geistreichen“ erlebnis.

von barolo aus begaben wir uns nach frankreich, wo unsere erste station der „lac du mont cenis“ war, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum…

steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum.

am weg zu unserem nächsten geplanten schlafplatz, bei der ruine der abtei san galgano, trafen wir uns in casole d’elsa (siena) mit dem „steinkünstler“ deva manfredo. deva manfredo, der mit dem bürgerlichen namen manfred flucke heißt, ist vor vielen jahren von deutschland nach italien gezogen. in jahrelanger arbeit, durch sammeln von verschiedenen steinen, ist auf einem etwa 10 ha großen waldgrundstück ein stone skulptur park, „dreamwoods“, mit besonderen steinskulpturen entstanden. das besondere daran ist, dass der künstler die steine in ihrer natürlichen form belässt und nur durch stapeln, legen, schlichten usw. seine skulpturen entstehen lässt. geklebt werden nur z.b. die augen der steingesichter. der etwas mühsame weg zu ihm und diesem ort lohnt sich aber allemal.

von dreamwoods ging es dann weiter zur abtei „san galgano“.

nach einer ruhigen nacht auf dem womo-parkplatz, auf dem übrigens kaum mehr etwas funktionierte (wasser, strom usw.), steuerten wir auf san gimignano zu.

am weg nach san gimignano machten wir einen stop in volterra mit dem „theatro romano“ und den vielen kleinen engen gassen. wir sind ein wenig herumspaziert und haben u.a. den in familienbesitz befindlichen „palazzo viti“ – eine der schönsten privaten wohnanlagen italiens – besucht.

auf dem campingplatz „camping il boschetto di piemma“ – übrigens ein ganz toller, empfehlenswerter campingplatz mit jeglichem komfort – haben wir für die nächsten zwei nächte unser clubhaus aufgestellt. am abend gönnten wir uns noch im restaurant des campingplatzes ein wirklich tolles abendessen.

der nächste tag war für eine stadtbesichtigung reserviert. also, am vormittag mit dem bus ins zentrum der altstadt. gewusel, gewusel, gewusel – nicht nur das die stadt, die übrigens sehr schön und sehenswert ist, von touristen überfüllt ist, ist donnerstag, heute, auch noch markttag. markttag ist ja immer ein erlebnis, aber diesmal… na ja, wir fahren ja wieder in etwas ruhigere gegenden.

wir fuhren weiter und machten halt in castellina in chianti,

einer ganz bezaubernden kleinen stadt mit einem sehr interessanten museum – „museo archeologico del chianti senese“. nach einem kleinen streifzug durch die stadt, trafen wir uns mit der archeologin francesca. in einer mehr als zwei stündigen führung erzählte sie uns mit viel fachwissen und der liebe zum detail über das leben zur zeit der etrusker in der region – danke francesca.

nach castellina in chianti waren kurzbesuche der städte greve in chianti und montefioralle angesagt.

einen weiteren stop legten wir in san marcello piteglio ein, denn wir wollten uns die 40m!!! lange hängebrücke „ponte sospeso“ ansehen, die ein firmenchef in nur knapp zwei jahren für seine mitarbeiter errichten ließ, damit diese einen kürzeren weg zur arbeit hatten.

übernachtet haben wir neben der „ponte delle catene“ auf einem stellplatz der kommune fornoli – trinkwasser und strom gratis – ganz super.

der nächste spot den wir ansteuern, ehe wir fischessen in la spezia gehen, ist die „la grotta del vento – die windhöhle“, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour