auf nach wien…

auf nach wien, da für heuer die letzte „GNV-Grand Navi Veloce“ fähre von sardinien nach genua am 04.10.‘20  von porto torres ablegte. somit war unsere sommerverlängerung auf sardinien entgültig zu ende und wir überlegten uns eine route für die heimfahrt nach wien.

ursprünglich planten wir über die schweiz zu fahren, da wir in der nähe von sion eine tolle wanderung zur „notre dame du torrent neuf“ machen wollten. aber aufgrund der coronavirus-situation entschieden wir uns dagegen.

es wurde die italienisch/österreichische routenvariante, d.h. auf kleinen straßen quer durch italien und österreich bis wien zu fahren.

am sonntag den 04.10.‘20 gingen wir mit unserem cleverchen abends an bord. mit von der partie waren auch viele motorrad teilnehmer der am 27.09. zu ende gegangenen enduro wm in spoleto auf sardinien.

wir bekamen von der „GNV-Grand Navi Veloce“ wieder eine familiensuite zugewiesen und so konnten wir die überfahrt sehr bequem verbringen.

pünktlich um 19:30 uhr – wir waren gerade im restaurant bei einem sehr sehr gutem abendessen – legte die fähre ab.

entgegen den wettervorhersagen blieb der für die überfahrt angesagte sturm aus und so ließen wir uns in den schlaf schaukeln um am nächsten morgen mit einem frühstück in der kabine geweckt zu werden. alles war sehr gut organisiert. wir konnten bis zum anlegen im hafen in den kabinen bleiben und wurden in kleinen gruppen zu unseren fahrzeugen gelassen. so war der kontakt auf ein minimum beschränkt.

die ausschiffung ging zügig voran, sodaß wir bald auf unserer ersten etappe waren. von genua ging es immer der küste entlang, durch kleine dörfer, manchmal rauf und dann wieder runter.

kurz nach trigoso konnten wir am strand noch die nachwehen der rauhen see betrachten,

ehe wir auf der „strada detta delle gallerie“ die engen tunnel durchfuhren.

durch den „parco nationale delle cinque terre“

steuerten wir unser nächstes ziel an – porto venere

– dort wollten wir die kirche „chiesa di san pietro“ besichtigen.

eigentlich wollten wir im anschluss an porto venere in la spezia unser geliebtes fischrestaurant aufsuchen, doch leider hat dieses immer montags ruhetag. da es noch nicht allzu spät war, und la spezia nicht eines unserer bevorzugten übernachtungsziele ist, ging es weiter in richtung parma. da wir ja sehr flexibel mit den übernachtungsplätzen sind war unser vorhaben „schaun wir mal wie weit wir kommen bis es dunkel wird. also ging es die sp10, ss330 auf die sp70 entlang. dort wollten wir über die „ponte di albiano magra“ über den fluß auf die ss62 fahren – nur, da hatten wir die rechnung ohne den wirt gemacht, denn am 08. april ‚20 war die brücke eingestürzt und leider war 6 monate nach dem einsturz der geplante bau einer rampe und eines anschlusses an die nahegelegene autobahn a15 offensichtlich noch immer in weiter ferne. etwas betroffen standen wir vor der straßensperre zückten unsere straßenkarten und suchten eine möglichkeit um ans andere ufer zu kommen. wir fanden eine, aber leider war die kürzeste strecke, um die  260m!!! lange eingestürzte brücke zu umfahren, sage und schreibe 48 km.

in der zwischenzeit hatte es wieder zu regnen begonnen und es wurde auch schnell dunkel. wir sind dann noch die schmale und verkehrsreiche ss62 bis aulla gefahren, dann hatte ich für den heutigen tag genug. wir stellten uns in der kleinen stadt in eine nebenstraße nahe einer aufgelassenen schule und verbrachten die nacht dort.

ausgeruht und nach einem ausgiebigen frühstück starteten wir am morgen unser cleverchen. wir blieben auf der ss62 bis berceto und wechselten dann auf die sehr schöne kleine sp15 die uns durch die berge, dann an einem fluß entlang durch calestano richtung parma führte. parma umfuhren wir großräumig.
bei pegognaga legten wir eine pause von den nebenstraßen ein, bogen auf die a22 und fuhren diese bis verona, weiter die a4 vorbei an padua, mestre und anschließend die a23 über udine bis gemona.
während der monotonen autobahnfahrt hat sich ingrid im internet informiert wo wir heute übernachten könnten und sie hat ein schönes tagesendziel entdeckt. also runter von der autobahn und der ss512 entlang über den tagliamento bis zum „lago di cavacco“. am lago di cavacco gibt es zwar theoretisch zwei nette campingplätze, aber beide hatten zu dieser jahreszeit bereits geschlossen. also blieb uns nichts andere über, als direkt am ufer unser nachtquartier einzurichten. ein herrliches plätzchen. wir machten nach dieser längeren tagesfahrt noch einen ausgiebigen abendspaziergang und fanden die gegend so schön, dass wir sie in unser „wir werden wiederkommen“ buch eingetragen haben.

wir wollten noch etwas länger in italien bleiben, und so ging es am nächsten tag einmal rund um den lago di cavacco, rüber nach vencone und die ss13 hoch bis raccolana. dort bogen wir auf die sp76 ab

und fuhren wie schon einige male zuvor mit dem motorrad über die „sella nevea“ und dann weiter zum „lago di predil“. immer wieder ein toller anblick diese seelandschaft.

obwohl wir schon so oft in dieser gegend waren fand ingrid wieder einmal ein für uns noch unbekanntes tagesziel – „conca di fusine“. zu diesem zweck mussten wir  die ss54 hochfahren, an tarviso vorbei und bei N46°29‘45.3“  E13°39‘33.4“ bogen wir in die via dei laghi ein. von dort waren es nur wenige kilometer bis zu unserem tagesziel, den beiden seen „lago inferiore“ und „lago superiore“. in der hauptsaison ist die straße die zu den beiden seen führt mautpflichtig, aber jetzt im oktober werden maut- und parkplatzgebühren nur an den wochenenden eingehoben. da wir an einem mittwoch vor ort waren, konnten wir eine weitere kostenlose nacht direkt am „lago superiore“ in beeindruckender natur verbringen.

bei nur +6°C am morgen nahmen wir an diesem tag abschied von italien um weiter nach österreich zu fahren. entspannt fuhren wir durch unterkärnten, genossen die niedrigen benzinpreise *hahaha* und konnten nicht widerstehen bei maria elend ein ehemaliges waldbad zu besuchen um unsere noch vorher gekauften grillhenderl zu verspeisen. was für ein herrlicher herbsttag.

auf kärntens kleineren landesstraßen ging es weiter – feistritz im rosental – ferlach – auf der l103 über zell pfarre, vorbei am freibacher stausee und schließlich bis zu einem unserer lieblingscampingplätze – „camping breznik“ am turnersee. wir waren heuer im sommer schon einmal auf diesem tollen platz, aber jetzt zu saisonende wollten wir die ruhe und den komfort noch einmal genießen – immer wieder eine empfehlung wert.

unser letzter heimreisetag war ein mix aus bundesstraßen, autobahn und am ende noch eine von uns gern gefahrene motorradstrecke bis wien.

wir haben unsere reisegewohnheiten der coronavirus-situation angepasst. größere städte, menschenansammlungen und ähnliche situationen vermieden. restaurantbesuche und lebensmittelbesorgungen auf ein minimum beschränkt und wenn, dann auch mit dem nötigen sicherheitsvorkehrungen.

für 2021 haben wir mit unseren reiseplanungen auch schon begonnen. tschechien – polen – litauen – lettland – estland – finnland – kaliningrad wollen wir für ca. 7 monate bereisen.
ob wir diese reise tatsächlich antreten können hängt ganz von der entwicklung der coronavirus-situation ab. wir bleiben jedenfalls optimistisch.
was wir auf dieser reise erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

sommerverlängerung auf sardinien…

sommerverlängerung auf sardinien in zeiten der coronavirus-krise eine gute idee? – eindeutig, JA.

wir haben allerdings unsere reisegewohnheiten der situation angepasst, d.h. größere städte, menschenansammlungen, großveranstaltungen und solch ähnliche situationen vermieden. restaurantbesuche, marktbummel und lebensmittelbesorgungen auf ein minimum beschränkt und wenn, dann auch mit den nötigen sicherheitsvorkehrungen.

also machten wir uns auf den weg nach genua von wo uns die fähre der „GNV-grand navi veloce“ auf die insel sardinien brachte.

auf der anfahrt verbrachten wir die erste nacht in kärnten – „camping village wörthersee“

und die zweite nacht standen wir auf einem offiziellen stellplatz in venetien – area communale montebello vicentino – N45°27‘10.4“ E11°22‘43.6“.


am dritten tag erreichten wir genua und verbrachten zwangsweise die letzte nacht vor unserer überfahrt auf dem campingplatz „villa doria“, da die GNV die abfahrt vom 09. auf den 10. september verschoben hatte.

zwei stunden vor abfahrt kamen wir im hafen an und es herrschte massig verkehr – stau, stau, stau. es dauerte über eine stunde bis wir uns in unserer lane einreihen konnten. kurzes fiebermessen und das war es dann auch schon mit coronavirus-beschränkungen. niemanden interessierte unsere online-registrierung, die ja im september verpflichtend war. na gut die realität sieht halt anders aus als die theorie.

als wir dann auf der fähre unsere gebuchte kabine zugewiesen bekamen, war unsererseits auch als covid-19 schutzmaßnahme gedacht, war die freude groß. wir bekamen eine familien-suite mit meerblick.

bisher war das wetter sonnig und warm, aber je näher wir sardinien und dem zielhafen porto torres kamen, schlug das wetter um und es begann heftig zu regnen. so landeten wir spät abends bei dunkelheit und heftigem gewitter auf sardinien. den empfang bei meinem ersten besuch auf der insel habe ich mir auch etwas freundlicher vorgestellt.

die ersten drei nächte wollten wir auf einem größeren campingplatz verbringen, um uns einmal ein bild von der coronavirus-situation vor ort zu machen. nach der ankunft fuhren wir die 36 km bei finsternis und strömenden regen zum „camping village laguna blu“, oberhalb von alghero bei fertilia.

am cp wurde wegen der schweren regenfälle und den damit einhergehenden überschwemmungen die platzbeleuchtung großteils abgeschaltet. also machten wir uns im finsteren auf die suche nach unserem stellplatz. dann passierte was passieren musste – als wir vom gepflasterten zufahrtsweg rückwärts in den stellplatz hineinschieben wollten versank unser cleverchen. kein vorwärts und kein rückwärts war mehr möglich. so verbrachten wir die erste nacht quer über den weg stehend und hofften, dass man uns am nächsten morgen mit hilfe eines baggers aus unserer misslichen lage befreit.  als wiedergutmachung durften wir die nächsten nächte auf einem der premium plätze stehen.

der regen hatte aufgehört und wir begannen die umgebung und den strand zu erforschen. der strand unmittelbar vor dem cp hat uns nicht zum baden eingeladen, also spazierten wir weiter richtung alghero und fanden einen zum baden einladenderen strand. jetzt gab es kein halten mehr. rein in die fluten und bei knapp 30°C außentemperatur und 26°C wassertemperatur begann unsere sommerverlängerung.
sehenswert war auch die bogenbrücke aus der römerzeit, deren reste sich über das wasser erheben.

der nächste tag war für einen ausflug zur tropfsteinhöhle „grotta di nettuno (neptungrotte)“ reserviert. entlang der nord-west küste, auf den kleinstmöglichen straßen, bis zum parkplatz der grotte, und wir hatten glück und konnten direkt vor dem kassenhäuschen parken.
der eingang der grotte ist über 654 stufen, immer entlang der fast senkrechten steilwand zu erreichen, und da der grotteneingang nur einen meter über dem meeresspiegel liegt, ist sie nur bei ruhiger see zu besichtigen. von dem ca 4 km langen höhlensystem kann man nur einige hundert meter besichtigen. sie ist aber trotzdem sehenswert mit ihren tropfsteingebilden, kalksinterablagerungen und dem etwa 120 m langen salzwassersee, der mit dem meer verbunden ist.

am abend stellten wir uns auf dem oberhalb vom yachthafen gelegenen großen parkplatz in fertilia – N40°35‘32.1“ E8°17‘10.0“, und nachdem wir uns in der kleinen ortschaft noch einen schlaftrunk gegönnt hatten verbrachten wir eine ruhige nacht in fertilia.

nach einem einkaufsstop in alghero nutzten wir die gelegenheit uns die bezaubernde historische altstadt anzusehen, die sich auf einem felsvorsprung erhebt.

weiter ging die reise, immer entlang der westküste. wir ließen uns einfach treiben, verzichteten auf großartige besichtigungen, machten immer wieder halt an einem der zahlreichen strände und landeten schließlich auf einem kleinen campingplatz mit drei kleinen badebuchten und nur wenigen campern – „camping s`abba druche“. der platz bietet einfache sanitäre einrichtungen, ist aber sauber und hat alles was man braucht, inkl. kleinem restaurant.

nun ging es ein wenig in das landesinnere, wo wir uns die „terme romane fordongianus“ angesehen haben. therme und heißes wasser, klar das mussten wir sehen. der kleine badebereich der kaum als  therme zu bezeichnen ist, hat nur vier kammern mit je einer bodenwanne. 15 min baden kosten 5,- € und wer anschließend kalt duschen möchte legt noch 1,- € drauf – badehaube und badeanzug sind pflicht.

muss man nicht haben, denn 100 m weiter kann man im gleichen heißen thermalwasser, das in den fluss abgeleitet wird, in freier natur kostenlos baden.


sehenswert aber sind die archeologischen ausgrabungen „terme romane di forum traiani“ – die überreste der stadt forum traiani mit dem römischen badekomplex. hier kann man sich gut vorstellen, wie bereits im 3. jahrhundert die römer ihrem badevergnügen nachgegangen sind.

am ende der ortschaft gibt es auch die möglichkeit auf dem stellplatz der gemeinde fordongianus zu übernachten – N 39°59’48.30″ E 8°48’47.60″.

tags darauf stand die bucht von „torre dei corsari“ auf unserem reisezettel. schwimmen, chillen und übernachten. dazu fuhren wir bei marceddì über die „ponte di collegamento tra s.antonio di santadi e marceddì“, die schmale verbindungsbrücke zwischen dem ort sant’antonio di santadi und dem fischerdorf marceddi – nicht ganz so legal, aber wir wurden von einheimischen „autorisiert“ und ersparten uns eine gewaltigen umweg.

dann, in der wunderschönen bucht von „torre dei corsari“ angekommen, den stellplatz bezogen, badesachen an und rein ins warme wasser. ausgiebig schwimmen, strandspaziergang, chillen und am abend ausgezeichnet im restaurant neben unserem stellplatz gegessen – ein toller tag ging zu ende.

der nächste tag begann mit einem romantischen sonnenaufgang. immer wieder beeindruckt von der natur folgten wir der sp65 durch eichen- und korkwälder richtung montevecchio. auf den weg durch die berge begegnet man immer wieder fördertürmen und bergwerksanlagen, die schon sehr verfallen sind, sowie einem fluss, der durch seine eiseneinlagerungen rot gefärbt ist.

das montevecchio-gebiet hat eine sehr belebte vergangenheit. in den heute aufgelassenen bergwerksstollen wurde bereits in der römerzeit zum ersten mal zink und blei abgebaut.

wir verliessen die sp65 und folgten der sp66 – einer schotterpiste, die uns zu unserem zwischenziel den dünen und den strand von piscinas bringt. bei naracauli, am beginn der unbefestigten straße, gab es noch ein interessantes objekt zu sehen. die imposante industrie-ruine miniera di naracauli „laveria brassey“, dessen besitzer der englische lord thomas allnutt brassey war. sie wurde das erste mal anfang 1900 in betrieb genommen. diese mechanische waschanlage für mineralien hatte den sinn den quarzsand von mineralien – zink, cadmium, gallium und indio – zu trennen. die waschanlage war für jahre eine der wichtigsten hydrographischen anlagen in sardinien. sie wurde in den letzten jahrzehnten mehrmals restauriert, dann aber in den 60er jahren abgebaut. trotz ihres verfalls übt die „laveria brassey“ einen besonderen reiz auf ihre betrachter aus.

so, aber jetzt ging es auf der holprigen straße weiter zu den dünen und dem strand von piscinas. am meer angekommen mußten wir feststellen, dass gerade ein größeres fotoshooting eines italienischen brillenherstellers stattfand und aus diesem grund keine übernachtung möglich war. na gut, dann wird es halt nur ein badestop – aber ein wunderschöner.


also mußten wir uns ein neues ziel mit schlafmöglichkeit suchen und wir fanden es – die bucht „cala domestica“ wo nicht nur eine traumhaft schöne bucht zum baden eingeladen hat, sondern auch ein großer, einfacher aber ruhiger stellplatz für unser cleverchen vorhanden war.

der nächste tag stand ganz im zeichen von „suchen wir uns eine schöne badebucht wo wir auch auf einem cp übernachten können“. na das ist ja auf sardinien ganz einfach, dachten wir. also ging es immer an der küste entlang

– golfo di gonnesa – nein, spiaggia di porto paglia – nein, spiaggia di portovesme – nein, spiaggia di punta trettu – nein, eine komplette runde auf der insel sant´antioco – nein, wieder am festland die hochgepriesene bucht „spiaggia di porto pino“ – nein danke (fluchtartig verlassen, gut es war sonntag und stellplatz la dune ist für camper nicht mehr anfahrbar).
jetzt hatten wir genug, ran ans navi, campingplatz ausgewählt und hingefahren. „camping torre chia“ und siehe da wir fanden was wir suchten. zwar keinen freistehplatz, aber einen ganz tollen cp der direkt am meer an einer malerischen bucht, die von felsen umrahmt wird, liegt. auch am cp war alles top – duschen, wc, restaurant usw. einfach zum wohlfühlen und so blieben wir drei tage.

nach den erholungstagen waren wir schon gespannt auf die viel gelobte ostküste. na dann mal hin – costa rei war das begehrte ziel. es kam für uns die große entäuschung – tourismus, tourismus und nochmal tourismus. ein ganz anderes bild als an der westküste. überfüllte campingplätze (wo sind die sicherheitsvorkehrungen?) und viele touristische restaurants und bars (wo ist das inselflair). genau das war es was wir auf sardinien nicht wollten. wir suchten eher die einsamkeit, schon alleine wegen der coronavirus-situation. aber wir fanden dann noch ein einsames plätzchen „spiaggia di porto corallo“ unmittelbar vor porto di villaputzu.

für den nächsten tag erhielten wir einen tipp von einem unserer follower – „camping coccorrocci“ direkt am strand „spiaggia di coccorocci“ gelegen. herrlicher platz inmitten der natur mit sehr guter infrastruktur – swimming pool, saubere duschen und wc-anlagen, restaurant usw. ein platz der nicht mitten an der hauptstraße liegt und den man nicht im vorbeifahren findet. der küstenabschnitt ladet nicht nur zum baden ein, sondern auch für ausgedehnte spaziergänge. einfach empfehlenswert.

da für die kommenden tage regen angesagt war, leisteten wir uns den luxus unserem cleverchen eine pause zu gönnen und buchten uns ein hotel, das „arbatax park resort – cottage **** superior“ mit halbpension und allem schnick-schnack – na wenn schon denn schon *ggg*.
das resort ist eine riesige anlage auf einer gesamtfläche von ca. 60 hektar und erstreckt sich über die halbinsel des capo bellavista in arbatax. wir fühlten uns hier sehr wohl.

nach unserm „luxus“ ging es die ss125 entlang der ostküste weiter in richtung norden. wir fuhren durch kleine ortschaften, quälten uns nach der ortschaft cala gonone eine steile, für größere fahrzeuge wegen der engen spitzkehren nicht geeigneten, mit betonplatten aus den 60er jahren gepflasterte straße hoch. ein blick auf cala gonone war die belohnung.

tagesendziel sollte der strand von cala cartoe sein, was aber durch die schweren regenfälle der vorigen tage und den vielen straßenüberschwemmungen mit unserem fahrzeug nicht möglich war. 200 m vor der bucht mussten wir schließlich umkehren.

was tun, ein ersatzplatz musste gefunden werden. dieser bot sich nach einigen kilometern in form eines campingplatzes an „camping osalla beach garden“ am golfo di orosei an. da es leider immer wieder regnete machten wir in einer längeren regenpause einen spaziergang. den breiten feinsandigen strand erreicht man über eine hängebrücke und bei gutem wetter ist das hier auch aufgrund der schattenplätze sicher ein sehr schöner badestrand.

das wetter blieb wechselhaft und daher nutzten wir eine schönwetterphase um wieder einen geeigneten badestrand zu finden. wir fanden ihn bei tiriarzu – den strand von posada. es gibt einen campingplatz vor ort und trotzdem hat die gemeinde von tiriarzu zusätzlich vor dem strandzugang den parkplatz mit wasser und toiletten ausgestattet auf dem man kostenlos übernachten konnte. perfekt – super toller sandstrand, einige wolken am himmel aber auch sonne, sonne sonne. so hatten wir uns die verlängerung des sommers vorgestellt.

leider mussten wir weiter, immer richtung norden. nach einer nacht auf einem cp an der costa esmeralda sind wir schließlich auf die nordküste eingebogen.

an der nordküste hatten mitlerweilen fast alle campingplätze dicht gemacht und wir fanden auch kein wirklich ansprechendes plätzchen zum übernachten. also haben wir uns für die letzten tage auf einem noch offenen cp einquartiert – „camping villaggio li nibari“. bis auf einen abend waren keine anderen camper auf der anlage – ideal für uns. wir konnten herrliche strandspaziergänge unternehmen, unsere lebensmittelvorräte verkochen, wein und bier austrinken *ggg* einfach urlaub machen.

….. manchmal zwang uns das wetter in unserem cleverchen zu bleiben, aber das war auch nicht schlimm und gehört zur camperromantik dazu.

….. manchmal war das wetter so schön, dass wir z.b. am 1. oktober noch bei 24,5° wassertemperatur baden konnten.

….. manchmal war es so windig, dass es den zugang zum strandrestaurant verwehte und wir selber kochen mussten.

alles in allem, ein schöner abschluss unserer „sommerverlängerung auf sardinien“.

wir haben auf dieser reise sicher nicht alles sehen können und konnten bedingt durch den coronavirus auch nicht das wahre insel-feeling erleben, trotzdem werden wir sardinien in schöner erinnerung behalten.

was wir auf der heimfahrt von genua nach wien erlebt haben ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

ps: das war unsere route

so…

…die hovi´s werden bald wieder on tour sein.

zunächst werden wir noch einige wochen in österreich zum produkttesten unterwegs sein.

danach wird uns „GNV“ mit der „rhapsody“

am 9. september auf die insel sardinien bringen  wo wir für zwei monate unsere zelte aufschlagen.

wir freuen uns schon auf das insel-feeling und möchten bei der gelegenheit wieder für die unterstützung unserer arbeit bei der „Italienische Zentrale für Tourismus ENIT“ danken.

was wir so auf der insel nach covid 19 erleben werden und wie die stimmung unter der bevölkerung ist, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

fischessen und weingutbesichtigung mit verkostung…

fischessen und weingutbesichtigung mit verkostung.

auf der fahrt nach la spezia machten wir einen stop bei „eremo di calomini“ einem winzigen kloster/eremitage in den bergen.

von „eremo di calomini“ ging es weiter zu einer hoch interessanten besichtigung – „la grotta del vento“ (die windhöhle).

die „la grotta del vento“ liegt in garfagnana, in der nördlichen toskana. hier stiegen wir tief in die höhle ab, hörten das unbändige rauschen des flusses, der sich seinen weg durch die höhle bahnt. sahen majestätische natürliche skulpturen die im kalksteinfelsen durch jahrtausende modeliert wurden. man gab ihnen auch namen wie beispielsweise das gebirgsmassiv panie, der natürliche felsenbogen des monte forato oder die steinkaskade sowie die spalte der hochebene von vetricia. alles in allem ein wirklich tolles erlebnis. kategorie: absolut sehenswert.

nach der grottenbesichtigung ging es über den „passo del vestito“

endlich nach la spezia in unser lieblings-fischrestaurant im hafen von la spezia – das „dai pescatori“, direkt am hafen gelegen. nichts besonderes, man muss sich für das essen anstellen, manchmal bis zu 30 minuten, das essen an der theke aussuchen, getränke dem kühlschrank entnehmen, an der kasse zahlen, nach einem tisch suchen und dann kann man essen. lohnt sich das – JA, absolut frisch und alles was das herz begehrt. frische muscheln, fritto misto usw. wer meeresfrüchte mag sollte einfach dieses hafenlokal besuchen und das essen genießen.

nach dem guten essen wollten wir in der nähe von la spezia die nacht auf einem stellplatz verbringen, aber der war bereits mit einigen campern gut befüllt. nein, ist nicht unser ding, also weiter direkt richtung der fünf dörfer der „cinque terre“. da es bereits dämmrig wurde blieben wir direkt über dem dorf „riomaggiore“ stehen. wundervoller ausblick, was will man mehr.

früh morgens fuhren wir dann hinunter in das dorf „manarola“ (es heißt der älteste ort der cinque terre, da die grundsteinlegung der kirche “san lorenzo“ auf das jahr 1160 datiert ist) und genehmigten uns nach einem kurzen spaziergang bis zum hafen ein typisch italienisches frühstück.

über vernaza, levanto, bonassola und den einspurigen tunneln bei moneglia fuhren wir bis agliano therme, wo wir auf dem campingplatz „camping le fonti“ auf einem ruhigen plätzchen unser clubhaus parkten. da der campingplatz zu dieser zeit kaum belegt war, konnten wir nicht nur eine ruhige nacht sondern auch noch ein herrliches bad im pool nehmen.

„castle of serralunga d’alba“ war am nächsten tag unsere erste station. eine wehrburg aus dem 14. jahrhundert die als militärstützpunkt diente. eine burg die eine geschichte erzählen kann, mit türmen und einer kleinen zugbrücke. ein inventar ist leider nicht mehr vorhanden, aber eine führung durch die burg mit ihrem prächtigen ausblick ist dennoch sehenswert.

wieder unten angekommen mussten wir natürlich die spezialität der region verkosten – „torta di nicciole dellelanghe con zabaione“ und „bunet“ eine art schokopudding. sehr lecker 😉

unser heutiges endziel war barolo wo wir für zwei nächte auf einem ganz ganz tollem campingplatz eincheckten – „camping sole langhe“. es gibt nicht nur schöne schattige stellplätze und einen swimmingpool mit traumblick, sondern die beiden brüder „luciano & maurizio bianco“ haben aus dem alten elterlichen bauernhof auch ein tolles b&b gezaubert und das inmitten hunderter haselnusssträucher, die die größe von bäumen haben. tolles ambiente und eine absolute empfehlung für barolobesucher.

aber für uns war nicht nur schwimmen und entspannen angesagt, denn am nächsten tag hatten wir zwei termine. wir „mussten“ auf zwei weingütern zur besichtigung und weinverkostung. ja, das leben ist hart 😉

das erste weingut, „tenuta del barone „, ist ein sehr familäres bereits in 16. generation !!! geführtes weingut. mit bruna vaira und ihrer tochter besichtigten wir mit fachlichen erklärungen die weingärten, den angrenzenden trüffelwald und die produktionsstätte. anschließend konnten wir die verschiedenen weine verkosten. insgesammt probierten wir acht verschiedene weine von denen uns am besten der weißwein „tramici 2018“, der rotwein „barbera d´alba 2016“ und „langhe nebbiolo 2012“ schmeckte. aber das ist jedenfalls reine geschmacksache. hervorragend sind sie alle, die weine die bruna & maurillo vaira erzeugen.

nach einem verdienten mittagsschläfchen war die nächste weinverkostung angesagt. das weingut „azienda agricola g.d. vajra“. ein innovatives und modern geführtes trotzdem sehr traditionsreiches weingut. der gründer brachte die „riesling traube“ nach barolo. anfänglich belächelt, entwickelte sich das weingut zu einem höchst erfolgreichen betrieb. eine fachkundig durchgeführte weinverkostung der spitzenweine machte den nachmittag zu einem sehr schönen erlebnis. mein bevorzugter wein war der weißwein „langhe riesling 2018“, der „kyè 2015“ und beim rotwein der „luigi baudana barolo 2015“. für ingrid war natürlich der „moscato d´asti 2018“ ihr abloluter favorit.

da es auch bei uns am campingplatz einen ganz geheimen kleinen aber „hmmmmm“ mit leckeren sachen gefüllten keller gab, wurde der tag zu einem sehr „geistreichen“ erlebnis.

von barolo aus begaben wir uns nach frankreich, wo unsere erste station der „lac du mont cenis“ war, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum…

steine im dreamwood – etruskergeschichte im museum.

am weg zu unserem nächsten geplanten schlafplatz, bei der ruine der abtei san galgano, trafen wir uns in casole d’elsa (siena) mit dem „steinkünstler“ deva manfredo. deva manfredo, der mit dem bürgerlichen namen manfred flucke heißt, ist vor vielen jahren von deutschland nach italien gezogen. in jahrelanger arbeit, durch sammeln von verschiedenen steinen, ist auf einem etwa 10 ha großen waldgrundstück ein stone skulptur park, „dreamwoods“, mit besonderen steinskulpturen entstanden. das besondere daran ist, dass der künstler die steine in ihrer natürlichen form belässt und nur durch stapeln, legen, schlichten usw. seine skulpturen entstehen lässt. geklebt werden nur z.b. die augen der steingesichter. der etwas mühsame weg zu ihm und diesem ort lohnt sich aber allemal.

von dreamwoods ging es dann weiter zur abtei „san galgano“.

nach einer ruhigen nacht auf dem womo-parkplatz, auf dem übrigens kaum mehr etwas funktionierte (wasser, strom usw.), steuerten wir auf san gimignano zu.

am weg nach san gimignano machten wir einen stop in volterra mit dem „theatro romano“ und den vielen kleinen engen gassen. wir sind ein wenig herumspaziert und haben u.a. den in familienbesitz befindlichen „palazzo viti“ – eine der schönsten privaten wohnanlagen italiens – besucht.