covid-19, ein virus stoppt unsere reise…

covid-19, ein virus stoppt unsere reise. der reisestopp aufgrund der dramatischen entwicklung von covid-19 und den damit verbundenen reisebeschränkungen, gab uns keine chance die letzten geplanten marokkoabenteur zu erleben.

dafür gab es abenteuer auf die wir gerne verzichtet hätten. wir möchten euch die schilderung unserer was-wann-wie-warum-warum nicht usw. hier ersparen.

viel mehr möchten wir uns hier lieber bei allen menschen die uns so geholfen haben wieder gesund und heil nach wien zu kommen recht herzlich bedanken, ganz ganz speziell bei den marokkanern vor ort, die unglaubliches geleistet haben, sodass wir sicher und gut versorgt die letzten tage vor abreise per fähre verbringen konnten – DANKE

marokko ist ein ungewöhnlich schönes und vielfälltiges land, sowohl landschaftlich als auch kulturell. die marokkaner sind sehr sehr herzlich, freundlich und hilfsbereit.
wir haben uns in marokko keine minute unsicher gefühlt, auch wenn wir gelegentlich in einsamen gegenden frei übernachtet haben.

fazit unserer marokko reise – marokko und seine bewohner muss man gesehen und erlebt haben. marokko ist eine reise wert und wenn es geht, nehmt euch so viel zeit wie möglich für land und leute und ihr werdet es nicht bereuen.

unsere nächste längere reise werden wir 2021 machen 7-8 monate quer durch polen – kaliningrad – litauen – lettland – estland – finnland, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour

nach unserer unerwarteten unterbrechung in oulmes…

nach unserer unerwarteten unterbrechung in oulmes und dem damit unfreiwillig verlängerten wochenende vor ort (beim versuch geld abzuheben wurde unsere kreditkarte nicht mehr herausgerückt – schwarzer freitag nachmittag), ging es montag morgen samt kreditkarte und geld wieder weiter. hierfür ist der gendarmerie royale dank und lob auszusprechen. nicht nur dass man uns einen sicheren stellplatz zugewiesen hat wurde unser problem umgehend telefonisch der zuständigen stelle kommuniziert und unser erscheinen für montag morgen bereits avisiert.

die weitere route führte überwiegend über die r407 über den natursee dayet roumi richtung rabat. die strecke war wenig befahren, landschaftlich wunderschön und wir sahen seit beginn unserer rundreise die erste schlange in marokko.

kurz überlegten wir, ob wir den letzten stopp vor der nächsten großstadt gleich beim picknickplatz am see einlegen sollten, entschieden uns dann aber unser glück beim weingut, der „hacienda des cigognes“, zu versuchen. richtige entscheidung – wir durften nicht nur einen fröhlichen abend im kreis der familie von padrone karim moullablad bei einem fantastischem abendessen samt weinbegleitung verbringen (der rosé hat uns ganz besonders gemundet), sondern erhielten auch eine interessante führung durch die hochmoderne kellerei.

am gelände des weinguts ist das übernachten gestattet (auf wunsch und vorbestellung sind abendessen und frühstück möglich), allerdings stehen derzeit noch keine sanitären einrichtungen zur verfügung.

rabat, die letzte der vier königsstädte an den ufern des atlantischen ozeans, die wir zwei tage lang besichtigten:

  • ruinen der chellah – die magische nekropole der meriniden; eine mischung von natur und römischen sowie islamischen ruinen; lustig waren die vielen störche, die hier überall ihre nester haben und teils im tiefflug über die köpfe hinweg ziehen.
  • medina von rabat
  • kasbah des oudaias – königliche festung aus der berber-ära, auf einem felsen an der mündung des bouregreg.
  • andalusischen gärten
  • mausoleum von mohammed V. – grab von mohammed V. welches von einem imam dauerhaft bewacht wird.
  • hassanturm – 44 m hohes minarett aus dem 12. jh, ein majestätisches bauwerk mit einem platz auf dem sich dutzende von säulen verteilen.

wie auch schon in anderen großstädten marokkos haben wir uns während des aufenthaltes in rabat für ein riad entschieden. mit dem „riad meftaha“, quasi im herzen der stadt gelegen und einer kostenfreien parkmöglichkeit direkt vor der unterkunft, waren alle anforderungen für einen citytrip perfekt erfüllt. die zimmer blitzsauber, das frühstück in buffetform, eine terrasse zum entspannen und alle “must sees“ in gehdistanz.

fazit: großstadt mit westlicher moderne und orientalischem flair; extrem sauber; pulsierendes leben rund um die uhr.

am 06.03.’20 setzten wir unsere reise fort. ziel, der cp „camping international mehdia“, unweit der stadt kénitra, ein (noch) touristisch weniger bekannter ort mit einem fischereihafen, (fisch-)lokalen, kleineren einkaufsmöglichkeiten, einer promenade und einem langen sandstrand, ideal um ein paar tage einfach zu chillen.

der campingplatz selbst erfüllt europäischen standard und ist teil eines großen tourismusprojekts (kenz mehdia) in dieser region. neben dem cp stehen bungalows, ein aparthotel, ein restaurant sowie ein aquapark zur verfügung.

dann, ein reisestopp aufgrund der drastischen entwicklung von covid-19 und den damit verbundenen einschränkungen, aber das ist unsere vorläufig letzte geschichte über die wir noch berichten werden.

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casablanca…

casablanca, stadt der weißen häuser (das traditionelle weiß ist allerdings schon sehr abgeblättert), oder leider nur mehr industrie- und hafenstadt mit mega verkehrsaufkommen, das von durchgehend riskanten fahrmanövern geprägt ist? davon soll sich jeder selbst ein bild machen.
bei uns jedenfalls meldete die geliebte “beifahrerseite“ fast durchgehend – achtung eselkarren, vorsicht kreisverkehr, upps schlaglöcher, schon wieder bremsschwellen, … J
nur gut, dass wir für den aufenthalt in der mittlerweile größten stadt marokkos eine unterkunft gewählt hatten und unser cleverchen sicher geparkt, direkt vor dem hotel, seinen platz fand.

was uns am besten in dieser stadt gefallen hat:

  • morocco mall, die größte mall afrikas, mit rund 70 000 qm fläche.
  • parc de la ligue arabe, der stadtpark (tlw. wegen renovierungsarbeiten geschlossen).
  • kathedrale von casablanca, l’eglise du sacre-coeur, eine ehemalige röm.-kath. kirche (wird derzeit renoviert und kann nur von außen bewundert werden).

hassan-II.-moschee, das religiöse hauptdenkmal der stadt wurde tlw. über dem meer errichtet und hat einen beeindruckend großen vorplatz. die auf der spitze des 210 m hohen minaretts angebrachten laser zeigen nach mekka. auch nicht-muslime dürfen die moschee außerhalb der gebetszeiten besichtigen.

  • rick’s café, das an den filmklassiker „casablanca“ erinnert und dessen nostalgische einrichtungsgegenstände vom film inspiriert wurden. übrigens nicht billiges aber unheimlich gutes essen.
  • uhrturm

    und die alte medina von casablanca, die leider sehr stark auf touristen ausgerichtet ist und wenig traditionelles bietet.

wie könnte es anders sein, nach der metropole ging es wieder einmal direkt ins landesinnere.

wir fuhren nach ouzoud und quartierten uns am „campingplatz zebra“ ein. hier hat uns am besten gefallen, dass die stellplätze großzügig angelegt wurden, die sanitäreinrichtungen sehr sauber sind, waschmaschinen zur verfügung stehen und wer mag kann im restaurant des campingplatzes essen gehen und muss nicht extra weit laufen. ein lob an das marokkanische management.

die 110 m hohen ouzoud-wasserfälle führten relativ wenig wasser, sind aber trotzdem ein schönes naturschauspiel.

wieder auf den geschmack gekommen beschlossen wir auch beim nächsten tourenpunkt wanderungen einzuplanen. das „hotel riad dar l’eau vive“ beim stausee bin el ouidane war unser ausgangspunkt für den besuch eines kleinen bergdorfes, das wir über eselpfade erreichten

und der tagesausflug zur felskathedrale von imsfrane.

für die wanderungen stand uns „youness“ zur verfügung und die tagestour organisierte „yahya bouziti“, der nicht nur der manager vom hotel riad dar l’eau vive ist, sondern auch eine reiseagentur betreibt – www.letsexploremorocco.com.

uns haben die beiden touren sehr gut gefallen und dem komfort und der lage der kleinen cottage, mit blick über den fluss, haben wir diesmal unserem cleverchen gegenüber den vorrang gegeben. achtung, wer mit dem womo anreist sollte unbedingt vorab reservieren, da es nur max. 5 stellplätze gibt.

die weiterfahrt nach beni mellal war kurz und die stadt selbst bot außer dem aussichtspunkt ain asserdoun, eine quadratische festung auf einem hügel oberhalb des stadtparks, für uns nichts erwähnenwertes.

genächtigt haben wir in ermangelung an stellplätzen im hotel „hadaik-ain-asserdoune“ – ein großes zimmer, ein runder balkon, ein restaurant, ein cafe und gratis parken vor dem hotel machten den aufenthalt angenehm und komfortabel.

der nächste routenabschnitt führte überwiegend über die r407 und dem see dait erroumi richtung rabat, allerdings mit einer unerwarteten unterbrechung in oulmes, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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marrakesch…

marrakesch, die dritte königsstadt die wir seit beginn unserer marokko-rundreise, nach fès und meknès, besucht haben.

wir waren:

  • am zentralen platz der medina – djemaa el fna („platz der geköpften oder gehenkten“), ein mittelding zwischen jahrmarkt und abends einem riesigen open-air-restaurant
  • in den souks rund um den zentralen platz, wo jede der labyrinthischen gasse quasi ihr “eigenes produkt“ hat
  • im „royal mansour“, dem durch den könig von marokko in auftrag gegebenen luxushotel, für ein kurzes fotoshooting, um das einzigartige konzept einer medina innerhalb einer medina (hier werden keine “zimmer“ vermietet – man bezieht private riad suiten, alle mit eigenem pool auf dem dach) zumindest in bilder festzuhalten
  • im „jardin majorelle“ – dem aus den 20er jahren stammenden botanischen garten, den später yves saint laurent zusammen mit seinem partner pierre bergé kaufte und der heute u.a. bekannt für seinen artenreichtum an kakteen ist
  • bei der „koutoubia moschee“ (architektonisches wahrzeichen von marrakesch) – aus dem 12. jh., mit einem 77 m hohen maurischen minarett aus rosa sandstein

unser persönliches fazit: viel zu viele motorräder, deren blaue dunstschwaden durch die engen gassen ziehen und viel zu viele händler, die einen permanent anschwatzen und zum kauf animieren, auch wenn man bereits sehr bestimmt mit “la choukran“ geantwortet hat.

nach eineinhalb tagen in der roten königsstadt ging es wieder die atlantikküste entlang. wir genossen unseren einsamen strandstellplatz in „sidi kaouki“ – auf dem trotz einsamkeit am morgen der bäcker und der fischverkäufer vorbeikamen und ihre waren anboten – danke pia und wolly für den tip 😉

–  für lange strandspaziergänge

und hatten glück sehr schöne sonnenuntergänge zu erleben.

bei der weiterfahrt hielten wir in essaouira. ein überschaubares charmantes hafenstädtchen mit einer fast vollständig erhaltenen befestigungsmauer, die mit alten kanonen bestückt ist. der bummel durch die ruhigen gassen der medina hat spass gemacht (niemand war hier aufdringlich)

und im fischerhafen, mit den vielen blauen holzschiffen, haben wir bei einer der garküchen köstlich frische fischsandwiches gegessen.

wir fuhren weiter und nächtigten am cp „camping de la plage de bhaibah“, aber irgendwie hatten wir uns den aufenthalt hier anders vorgestellt. abgesehen von den letzten zwei kilometer anfahrt auf einer stark ausgewaschenen straße gab es am cp nur salzwasser. ratsam ist es daher mit vollem wassertank und genügend trinkwasser und lebensmitteln den cp anzufahren.

es schien zwar die sonne aber es war extrem windig (gut, dafür kann wirklich niemand etwas), der strand stark war stark verschmutzt (braune schaumkronen und jede menge schwarze teerablagerungen) und rundherum gibt’s nix. auf uns wirkte sowohl der kleine ort wie auch die ganze gegend wie eine geisterstadt.

also haben wir den cp wieder verlassen und sind nach oualidia gefahren wo wir dann drei nächte verbrachten. die lagune von oualidia hat uns dann schließlich wieder mit den atlantikstränden versöhnt.

ein netter ortskern mit blick auf die lagune, saubere feinsandige strände an einer teils schroffen küste und ein romantisches fischlokal, „ostrea II“, wo wir gebührlich – anstelle von blumen gab es austern – unseren valentingstag feierten. oualidia ist übrigens ein zentrum der austernzucht in marokko.

unser nächstes ziel liegt vor uns – die größte metropole marokkos, casablanca, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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das ourika-tal…..

das ourika-tal war zwar von beginn an in unserer route eingebunden, aber dass es rund um die kleine stadt ourika gleich soviel interessantes zu entdecken gibt war uns bei der planung nicht bewusst. kurzerhand entschlossen wir uns etwas länger zu bleiben und quartieren uns im „chez mamouchthka“ ein.

karima & pierre betreiben seit rund 10 monate das guesthouse und sind unermüdlich um das wohl ihrer gäste bemüht. vor allem das von karima zubereitete essen ist hervorragend. wir empfehlen diese unterkunft sehr gerne weiter.

was uns wirklich fasziniert hat war:

ein gartenparadies auf rund 2 ha, mit safran, heilkräuter, zitrus- und anderen exotischen fruchtbäumen, bei fantastischer sicht auf das atlasgebirge

ein magischer ort der sinnlichkeit

in einem traditionell restaurierten gebäude werden teppiche, gebrauchsgegenstände, schmuck, töpferwaren und fotografien ausgestellt.

khalid, der direktor, weiß viele interessante details über die kultur der berber und führt auch gerne durch eine der töpfereien im ort.

über den lake takerkoust fuhren wir weiter richtung marrakesch. was wird vernünftiger sein – außerhalb der stadt campen und tagestouren in das zentrum machen, oder doch lieber gleich in der nähe der medina einen bewachten parkplatz / stellplatz suchen?

wir entschieden uns vorerst einmal den „reisemobil-park der familie schatz“ anzufahren. stellplätze in einem rund 1,4 ha großen garten und mit einem märchenschloss aus 1001 nacht – wahrlich außergewöhnlich.

schließlich 48h marrakesch, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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schnee, eis und kalte nächte…..

schnee, eis und kalte nächte, folgten den entspannten tagen zwischen den orangenhainen.

aber bevor wir darüber berichten muss unser erster längerer aufenthalt (13 tage im stück!) erwähnt werden.

gemäß unserer geplanten route fuhren wir den rund 19 km außerhalb von taroudant liegenden cp „le jardin de la koudya“ an.
ein 80 ha großer garten in dem orangen, kartoffeln, rote rüben und tomaten gepflanzt werden. die von der straße zurück versetzten stellplätze im koudya-garten sind eingebettet zwischen den orangenhainen und palmen spenden ausreichend schatten. zusätzlich könnte man sich auch in einem pavillon bzw. zwei gästezimmern einmieten und wer sich nicht jeden tag selbst bekochen möchte, lässt sich von nozha der küchenchefin kulinarisch verwöhnen.

uns hat die weite des geländes sehr gut gefallen und nachdem sich nach den ersten drei monaten in marokko ein wenig reisemüdigkeit eingestellt hatte, blieben wir erstmals für 13 tage am selben ort. die ruhe hat uns gut getan, aber natürlich haben wir die zeit auch genutzt um uns taroudant anzusehen sowie den wochenmarkt (samstag) – souk de sebt guerdane – zu besuchen.

nomaden müssen ziehen, also checkten wir die wettervorhersage und setzten unsere route fort. das nächste ziel, die überquerung des tizi n’test-passes (2093 m).
die kurvenreiche und teils einspurige strecke war beeindruckend, aber leicht zu bewältigen und vor allem spielte das wetter mit – ein sonniger tag, ein wolkenloser himmel und windstille.

 

oben am pass liegt bei der „auberge la haute vue“ ein kleines camping areal. die sanitäreinrichtungen des berber inns konnten mitbenutzt werden und im restaurant, mit großem kamin, wurden köstliche berber omletts serviert.

was für ein abend – der sonnenuntergang in den bergen, die nacht sternenklar aber mit nur 4° auch klirrend kalt.

am nächsten tag fuhren wir über die nordseite in den toubkal nationalpark, mit dem 4167 m hohen toubkal, dem höchsten berg nordafrikas. die berghänge waren teilweise schneebedeckt, aber die straße nach imlil, unserem tagesziel, war komplett schneefrei.

natürlich machten wir auch einen halt bei der teilrestaurierten und auch für touristen zugängliche „tinmal moschee“ die aus der mitte des 12. jahrhunderts stammt und für 3200 personen ausgelegt war.

nachdem es in imlil keinen cp gibt bezogen wir quartier im „riad jnane imlil“. ein absolutes highlight – geschmackvoll eingerichtete zimmer mit grandiosem ausblick und wir konnten heizen (!!!).
das guesthouse hat mehrere terrassen, im garten ist ein großer pool (den haben wir nicht genutzt J) und das essen war wirklich gut.
mustapha und sein team sorgten für einen rundum wohlfühl effekt – herzlichen dank.

das wetter war tagsüber sonnig und bei rund 15°c schafften wir auch zwei schöne wanderungen. einmal zu den imlil wasserfällen

und einmal in das berberdorf aroumd, mit tollem ausblick auf den gipfel des jebel toubkal und das toubkal-tal.

 

wir blieben auch die nächsten tage in der umgebung und fuhren weiter in das ourika-tal, wo wir von den besichtigungsmöglichkeiten sehr beeindruckt waren, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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ps: für alle die es interessiert ein bild mit den routen die wir in marokko gefahren sind und die wir noch fahren werden – immer im uhrzeigersinn 😉

 

vorerst immer entlang der atlantikküste…

vorerst immer entlang der atlantikküste, mit ihren klippen, versteckten buchten und tlw. langen sandstränden.

auf der anfahrt nach sidi ifni

stoppten wir in einer kleinen bucht. hier soll laut mehrern reiseberichten ein schiffswrack liegen, das sicher ein tolles fotomotiv wäre.
leider fanden wir es nicht.

nächster stopp war legzira beach.
über stufen erreicht man den kleinen strand mit mehreren lokalen. die von wind und wasser geformten felsen sind sehenswert, aber uns waren hier zu viele touristengruppen und leider auch entsprechend viel schmutz entlang des strandes.

mirleft, cp „erkounte park“.
ja, ein schön gelegener großer platz auf einer klippe, mit außergewöhnlich sauberen und ausreichenden sanitäreinrichtungen. allerdings ohne schattenplätze und das campen zwischen den vielen großen weißen camperburgen muss man auch mögen.
zur bucht mit sandstrand führt ein schmaler pfad und in 10 minuten ist man am anderen ende angelangt.

der ort mirleft, mit zahlreichen einkaufsmöglichkeiten und lokalen, ist leider auch nicht in gehdistanz. wir blieben für eine nacht, dann fuhren wir nach mirleft.

den jahreswechsel wollten wir sowohl an einem ort mit geschäften, restaurants und cafés verbringen, wie uns auch selbst in einer schicken unterkunft verwöhnen lassen.

die wahl viel auf „sally’s b&b“.
ein kleines guesthouse mit garten und einem unglaublichen ausblick auf den atlantik und die sandbucht von mirleft. sally ist eine permanent um ihre gäste bemühte gastgeberin und verwöhnte uns mit einem riesigen reichhaltigen frühstück.

leider konnten wir nicht lange bleiben. wir mussten in die kreisstadt tiznit um unsere aufenthaltsverlängerung zu beantragen – tja, so schnell geht’s, wir sind jetzt schon drei monate in marokko 😉

unsere antragsstellung bei der polizeistation in tiznit war natürlich mit behördenwege verbunden (anträge, kopien, beglaubigungen, …) und so nutzten wir die tage für einen besuch am wochenmarkt, einen spaziergang durch die medina, blog schreiben und für die fertigstellung des brandings für unser cleverchen.

die anträge waren komplett und abgegeben, die bearbeitung sollte ca. eine woche dauern. also zogen wir ein stückchen weiter, mit dem ziel tafraoute, zu den riesigen bunt bemalten granitblöcken. kunstverständnis und -geschmäcker sind natürlich verschieden – uns hat es gefallen,

und wir campierten zwischen den felsen.

auf einer unserer bis dato schönsten tagesetappen, überwiegend auf der gut ausgebauten p1011,

erreichten wir nach einem zwischenstopp in massa den cp „sidi wassay beach“ in sidi ouassay, direkt am sandstrand.
wir genossen lange strandspaziergänge.

vorbei an kleinen fischerhütten und den sich wild brechenden wellen entlang der felsigen küste.

wir hatten auch glück einen ibis ganz aus der nähe zu beobachten.

bevor wir wieder zurück in die kreisstadt tiznit mussten fuhren wir noch ein stück weiter die küste entlang nach aglou zum cp „aglou plage“.
das französische wort plage für strand entspricht allerdings nicht exakt der lage des campingplatzes, denn dieser liegt zurück versetzt und erhöht vom strand. also meerblick (zumindest von einigen wenigen plätzen) und wellenrauschen inklusive, aber zum strand waren es dann doch 10 minuten zu fuss. natürlich war wieder waschtag angesagt man muß ja die gelegenheit einer guten waschmaschine nutzen.

montag, 13.01., war ein freuden- und glückstag für uns – die aufenthaltsgenehmigungen für weitere drei monate wurden uns wie vereinbart fristgerecht nach genau einer woche ausgehändigt.

wir stockten noch unsere lebensmittel auf und machten uns auf den weg nach agadir, mit seinem breiten stadtsandstrand.
auf der anfahrt über die n1 und bei der stadtdurchfahrt agadir stellte sich jedoch schnell die ernüchterung ein – außer verkehr nur verkehr – und der von uns angefahrene cp am meer, ein kleines stück nördlich von agadir, war nicht nur übervoll sondern auch noch direkt neben einer großbaustelle – danke NEIN.

gut, wir sind ja flexibel, also wurde der geplante aufenthalt in agadir quasi übersprungen und wir erreichten aourir und den rund 5 km ausserhalb liegenden cp „aourir“. ein platz mit verschieden großen parzellen, sehr sauberen sanitäranlagen und freundlichen hilfsbereiten betreibern.

wir überlegten, diskutierten und wogen ab – bleiben, und agadir per taxi besichtigen, oder weiter auf der ursprünglich geplanten tour.

😉 😉 😉 kein city sightseeing, es ging wieder ins grüne – wandern im paradise valley, auf einem kleinen fußweg der zu wasserstellen führte.

den rückweg „versüßten“ wir uns mit einer guten jause.

und weil noch der ganze nachmittag vor uns lang ging es auf kurvenreicher teils abenteuerlicher schmaler strecke nach imouzzer.
vis-à-vis vom „hotel amalou“, rund 4 km nach imouzzer, gab es die möglichkeit auf einem kleinen gesicherten stellplatz zu übernachten (als campingplatz kann man die einrichtung nicht bezeichnen). nach einem super frühstück im hotel gingen wir das kurze stück zum eigentlichen tourenziel – den cascades d’imouzzer. der wasserfall selbst war um diese jahreszeit noch ausgetrocknet (wasserführend meist ab märz, nur im felspool steht immer wasser), der weg entlang der vielen verkaufsstände war ein spießrutenlauf zwischen aufdringlichen souvenirverkäufern und die selbsternannten guides blieben uns immer dicht auf den fersen, aber nichtsdestotrotz ein tolles stück natur.

so ein bißchen chillen, am liebsten direkt an einem sandstrand, war zwar geplant, aber hat sich leider noch nicht realisiert (sind wir zu wählerisch???). so fuhren wir jedenfalls weiter richtung taroudant,

aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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ein beeindruckendes altes ksar, restaurierte speicherburgen und der einst größte kamelmarkt afrikas…..

ein beeindruckendes altes ksar, restaurierte speicherburgen und der einst größte kamelmarkt afrikas, lagen auf dem weg nach tan-tan, dem südlichsten punkt unserer marokkotour.

nach dem verlassen der wüste führte uns eine bis dato ungewöhnliche tagesetappe nach tata, eine sehr dünn besiedelte steppenartige gegend mit wüstenartigem klima. es begegneten uns max. 5 oder 6 fahrzeuge, aber dafür mehrere herden dromedare.
am cp „oasis dar ouanou“, abseits der straße im hinteren sehr ruhigen bereich des hotels, blieben wir ein paar tage (hauptsächlich um wieder wäsche zu waschen 😉 ).

wir erreichten icht und bezogen am cp „borj biramane“ quartier. die überreste des alten dorfes sind von einer mauer umgeben und mit einem guide ließen wir uns durch die überdachten, tiefliegenden und unbeleuchteten gänge führen (taschenlampen hatten wir zum glück dabei). wir besichtigten ein altes wohnhaus, eine versteckte moschee, die über treppen zu erreichen ist, und die oasengärten mit den wasserzweigstellen (wasserkreuzungen).

im entlegenen berberdorf amtoudi durften wir direkt vor der „auberge l’ombre d’arganier“ für eine nacht stehen bleiben.

wir machten uns gerade fertig um zu den speicherburgen (agadire) zu wandern, da wurden wir auf steirisch ‘ang’redt‘.
wir trafen auf karl und thomas aus hartbert/stmk., die die gleiche wanderung mit einem guide vor hatten, der sie über einen verbindungsweg zwischen den burgen, quer über ein hochplateau, führen sollte.
wir schlossen uns zusammen und besichtigten nicht nur von außen diese eigentümlichen, teilweise mit unseren burgen vergleichbaren gebäude, sondern auch das innere dieser imposanten speicher, die in krisenzeiten nicht ausschließlich zur aufbewahrung von lebensmittel dienten, sondern auch schutz und zufluchtsort für die bevölkerung waren.
von oben bot sich ein gigantischer ausblick auf das tal, und damit war diese rund vier stunden wanderung ein absolutes highlight auf unserer bisherigen reise.

die weihnachtsfeiertage standen bevor und wir wollten einige zeit ohne fixprogramm verbringen. in guelmim wurde der (groß-) einkauf erledigt und dann ging es in die oase tighmert zum cp „auberge aain nakhla“. die tage waren sehr geruhsam und nach einem friedlichen weihnachtsabend mit unserer neuen deutschen camperbekanntschaft uli & evi sowie klaus & tanja ging es weiter – nomaden müssen ziehen :-).

es ging durch die leere felswüste, über die N1, bei starkem seitenwind und holpriger löchriger 2-spuriger straße mit viel lkw-verkehr.

wir erreichten den atlantik, der uns mit hohen wellen bei wind und nebel empfing – der südlichste punkt unserer marokkotour. der cp „atlantique tantan“ in el ouatia (rund 20 km nach tan-tan) liegt direkt am meer.
die stadt, mit unzähligen baustellen ist zu fuß gut erreichbar. am abend entschieden wir uns für fisch essen, wenn man denn schon am atlantik ist, beschlossen aber aufgrund des stürmischen wetters bereits am nächsten tag wieder zurück nach guelmim zu fahren. irgendwie hatten wir uns das strand- und meerfeeling anders vorgestellt, jedenfalls mit mehr sonne, wärme und ruhe.

guelmim, ‘gateway to the desert’, war einmal ein großes handelszentrum für gold, salz, stoffe, tiere und leider auch sklaven. besondere bedeutung erlangte hier der handel mit kamelen. die stadt war einst zentrum für den größten kamelmarkt in ganz afrika. uns persönlich hat das heutige weitläufige stadtbild nicht angesprochen.

unser tagesziel war eine heiße quelle, unweit der oase tighmert. nur über eine piste, und nur wenn das flussbett trocken ist, gelangt man an diesen einmaligen ort wo wir auch die nacht verbrachten.

am morgen gab es, frühstück mit den „einheimischen“ (eine dromedarherde zog vorbei) und einem fußbad in der heißen quelle.

nach diesem Abstecher mit dem „pisten ritt“ – den unser cleverchen hervorragend meisterte,

gönnten wir uns einen kurzen verwöhnaufenthalt im „oasis palm hotel guelmim“

bevor es wieder richtung atlantikküste ging um endlich sonne-sand-und meer zu genießen, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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ein campingplatz und ein wüstencamp im nirgendwo…

ein campingplatz und ein wüstencamp im nirgendwo, wobei das keinesfalls negativ zu verstehen ist.

in tazzarine standen wir vor einem verschlossenen cp. macht nichts, es war ja erst früher nachmittag und beim weiterfahren wird sich schon etwas finden. nach kurzer strecke, ca. 18 km südlich von tazzarine, sahen wir ein schild – camp serdrar in the middle of nowhere. das machte uns neugierig, obwohl die anfahrt mit rund 6 km piste angegeben war. also, schön langsam über stock und stein quasi querfeldein bis zu einem großen portal, die einfahrt zum „cp serdrar“.

wir wurden von brahim begrüßt und durften unseren stellplatz selbst wählen, es waren ja sonst keine camper da. dann der begrüßungstee und die entstehungsgeschichte von „camp serdrar“ – ein ehemaliger bauernhof in der mitte im nirgendwo. heute ein tolles camp mit den möglickeiten in zimmern, nomadenzelten oder im eigenen camper zu übernachten, und am platz hochwertig ausgestattete saubere sanitärblöcke, ein empfehlenswertes restaurant und in der näheren umgebung viele ausflugsmöglichkeiten. schade, dass wir diesmal nicht länger bleiben konnten, aber wir empfehlen diesen cp wirklich gerne weiter.

über zagora, juhu es war markttag,

und einem kurzen stop in tamegroute, mit besichtigung der koran-bibliothek (über 4.000 manuskripte – uralte texte über medizin, koran-lehren und astrologie, sowie mathematik und naturwissenschaften),

dem alten stadtteil mit dem speicherburgen-labyrinth aus schmalen dunklen gängen und den töpfereien (bekannt für die grüne töpferware),

ging es nach m’hamid.

ausgangspunkt für die nächste wüstentour war das „hotel hamada du draa“. am dazu gehörigen campingplatz wurde unser cleverchen sicher abestellt und los ging es in die erg chegaga, der größten sandwüste marokkos. es wurde eine exkursion ins nirgendwo, denn unser wüstencamp lag absolut einsam zwischen den dünen – ein traumhafter ort der ruhe, ein stückchen unberührte natur.

tag 1 – 4×4 anfahrt zum wüstencamp und erkundung der umgebung

  • dromedarritt
  • wüstenstop – einladung zum tee bei den arabischen männern aus katar
  • besuch bei den imkern
  • empfang im wüstencamp
  • vollmond

tag 2 – 4×4 tour zur höchsten erhebung in der erg chegaga

  • sonnenaufgang
  • heilige oase von oum lâalag (laut altem volksglauben wird die quelle von einer schützenden seele bewohnt)
  • besuch bei den nomaden
  • dünenbesteigung
  • nomadenschule

wir wurden von unserem rastaman ali rundum verwöhnt, hatten das wüstencamp für uns ganz alleine (bis auf die wilden esel die nachts durch das camp tollten) und unser ortskundiger guide und fahrer brachte uns nach diesen beiden tagen wohlbehalten zurück ins „hotel hamada du draa“.

jetzt war ruhe, ausspannen und körperpflege angesagt, in einem der geschmackvoll dekorierten zimmer. ein herzliches danke an hassan, dem hotelchef und touren-veranstalter, für diese beeindruckenden tage.

wir verlassen endgültig das draa-tal und ziehen weiter, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour

die wüste erg chebbi…

die wüste erg chebbi, ringsum sanddünen in bizarren formationen und von beeindruckender höhe (angeblich die höchsten marokkos).

am weg dorthin…

…hielten wir noch einmal an um die foggaras, die unterirdischen bewässerungskanäle zu bestaunen. ein ausgeklügeltes system von schächten und kanälen, welches den berbern nach strengem wasserrecht die versorgung ihrer felder ermöglichte. leider sind die wasserreservoirs bereits seit jahrzehnten ausgetrocknet und die landschaft ist von steinwüsten geprägt.

in hassilabied, kurz vor merzouga, fanden wir am cp „haven la chance“ einen für uns grenzgenialen stellplatz, direkt an den dünen. quasi perfekt zur einstimmung auf die kommenden tage im wüstencamp. der platz , mit seit kurzem zusätzlichen neuen sanitärblock, pool und restaurant verdient allerdings nicht nur auf grund seiner hervorragenden lage sondern auch wegen der sauberkeit und dem freundlichen hilfsbereiten personal erwähnt zu werden.

aus den unzähligen anbietern für tages- und mehrtagestouren inkl. aufenthalt in einem wüstencamp hatten wir ganz bewusst den schwerpunkt unserer wahl auf ein kleines camp gelegt. „pueblo touareg“ – sechs zelte, jedes mit eigenem bad und toilette, ein gemeinschaftszelt für die mahlzeiten und ringsum ein freier blick auf die grandiose dünenlandschaft. youssef, der manager, und hassan, unser privater koch und persönlicher guide (wir hatten das unglaubliche glück die einzigen campgäste zu sein) umsorgten uns volle zwei tage und machten den gesamten aufenthalt zu einem eindrucksvollen erlebnis.

tag 1 – fünfstündige 4×4 tour zur erkundung der umgebung

  • black desert (schwarze wüste mit lavasteinen) und aufgelassene minen von mfis
  • fossilien- und mineraliensuche
  • khaila village (gnawa musik)
  • kleiner see
  • dromedarausritt

tag 2 – besuch bei den nomaden

wer kein partytiger ist und die stille der natur erleben, spüren und genießen möchte, dem empfehlen wir sich der gastfreundschaft von „pueblo touareg“ anzuvertrauen.

der plan für unsere nächsten tagestouren war zügig über tazzarine, zagora und tamegroute nach m’hamid zu fahren um auch das zweite wüstengebiet, erg chegaga, kennen zu lernen. hängen geblieben sind wir aber schließlich im „nirgendwo“ J, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour