die letzten tage unserer mehrmonatigen reise…

die letzten tage unserer mehrmonatigen reise durch irland, wales und england waren angebrochen.
wir fuhren zum crosby beach, am strand der mündung des river mersey, nördlich von liverpool. dort befindet sich „another place“ eine skulptureninstallation des künstlers antony gormley. sie besteht aus 100 eisernen figuren, die nach dem körper gormleys gestaltet wurden, und sich über einen langen strandabschnitt erstrecken. die figuren, mit blickrichtung über das meer zum horizont, vermitteln die vorstellung des unendlichen und ein gefühl von einsamkeit und nachdenklichkeit. besonders bei wechselnden gezeiten wirkt die szenerie immer wieder anders, wenn einige der figuren teilweise im wasser stehen oder vom sand fast begraben sind.

von dort aus machten wir einen abstecher nach „dunham massey“, ein nobler landsitz, ein intimes familienhaus und eine kulisse für politik, arbeit und freizeit. die geschichte von dunham massey ist in erster linie die geschichte zweier großer familien, der booths und der greys. die kombination aus geschichte, natur und architektur machte unseren besuch zu einem interessanten erlebnis.

weiter ging es nach manchester, um der stadt einen kurzbesuch abzustatten. wir begannen mit dem „national football museum“, das für mich, im gegensatz zu ingrid, interessant war – aber selbstverständlich begleitete sie mich geduldig durch alle ausstellungsräume 😉.

danach tauchten wir ein in die lebendige atmosphäre der stadt. um uns einen groben überblick zu schaffen, machten wir eine 90-minütige „hop-on hop-off“ busrundfahrt, wo wir gemütlich alle wichtigen stationen der stadt sehen konnten. die tour führte uns u.a. zu: bridgewater hall (concert hall) – piccadilly gardens – manchester cathedral – salford cathedral – salford university – the quays – manchester united (sir alex ferguson way) – imperial war museum – museum of science & industry. wenn man nur einen tag zeit hat, um eine stadt wie manchester zu besichtigen, eine ideale möglichkeit.

unser nächster halt war „lyme hall & garden“, dieses elisabethanische haus wurde um 1725 für peter legh errichtet, dessen familie hier seit dem 14. jh. land besaß. das anwesen besticht durch seine architektur

und die weitläufigen gärten, die zum flanieren einladen.

fasziniert hat uns die kombination aus englischer eleganz und der natürlichen schönheit der umliegenden landschaft. im inneren des hauses konnten wir prunkvolle säle sowie liebevoll eingerichtete räume bestaunen. ein besuch, der uns begeistert hat.

wieder einmal wandern und so entschieden wir uns für die tour zum „shining tor“. die erhebung shining tor ist mit 559 m der höchste punkt in der grafschaft cheshire, nahe der stadt buxton. der rundweg führte uns über sanfte hügel und durch weite moorlandschaften und war ein schöner kontrast zu den städten, die wir zuvor besucht hatten.

der nächste tag begann mit dem besuch von „poole’s cavern“, einer tropfsteinhöhle nahe buxton. die höhle ist bekannt für ihre kalksteinformationen, funkelnden stalaktiten und geheimnisvollen grotten. während der führung erfuhren wir spannende details über die entstehungsgeschichte der höhle und bewunderten die faszinierende unterirdische welt. eindrucksvoll war auch die beleuchtete „kathedrale“, ein riesiger höhlensaal, der einen besonderen eindruck hinterließ. der besuch und auch die informative führung durch die höhle war für uns wirklich lohnenswert und brachte uns die geologischen besonderheiten der region näher.

weiter ging es mit einer wanderung zur „lud’s church“. das ist eine geheimnisvolle, moosbedeckte felsspalte, die von hohen, steilen wänden umgeben und von dichter vegetation überwuchert ist.
die atmosphäre dort ist geradezu mystisch – der kühle, schattige pfad und das lichtspiel durch die bäume lassen die schlucht wie einen verwunschenen ort erscheinen. der weg dorthin führt zuerst durch wälder und über sanfte hügel, bis man plötzlich vor der beeindruckenden spalte steht. es gibt zahlreiche legenden rund um „lud’s church“, z.b. dass sie im mittelalter als zufluchtsort für religiös verfolgte diente. uns hat vor allem die ruhe und die einzigartige naturkulisse begeistert.

als nächstes haben wir uns eine richtige kirche angesehen, die „derby cathedral“. auch bekannt als die kathedrale von all saints, beeindruckt sie mit ihrem markanten turm, der weit über die stadt hinausragt und zu den höchsten kirchtürmen englands zählt. das innere der kathedrale ist lichtdurchflutet, mit eleganten bögen und kunstvollen fenstern, die eine besondere, ruhige atmosphäre schaffen. wir genossen hier die stille des raumes und ließen die geschichte und architektur auf uns wirken.

der nächste tag begann mit dem besuch des „great british car journey interactive car museum“. dieses außergewöhnliche museum hat mich auf eine faszinierende zeitreise durch die geschichte des britischen automobilbaus und auch meine eigene „autogeschichte“ mitgenommen, da ich früher sehr viele brittische fahrzeuge gefahren bin und auch besessen habe. von klassikern wie dem morris mini, über den triumph spitfire, oder der berkeley T60, bis hin zu modernen ikonen werden über 130 britische fahrzeuge ausgestellt, die die entwicklung der britischen automobilindustrie und meine erinnerungen lebendig werden ließen. ingrid war tapfer und hörte sich meine schwärmereien aus frühen jugendtagen mit viel geduld an 😉.

leider hatten wir viel zu wenig zeit, denn besonders spannend ist, dass viele der autos nicht nur betrachtet, sondern im rahmen spezieller ausfahrten sogar selbst gefahren werden können. ich hätte da schon gerne das ein oder andere auto meiner früheren fahrzeugriege wieder gefahren – wirklich schade.
die interaktive ausstellung, mit zahlreichen historischen geschichten und anekdoten rund um die ausgestellten fahrzeuge, machten den museumsbesuch für mich zu einem besonderen erlebnis und ist für technikinteressierte wie auch für nostalgiker ein absolutes must-see-highlight.

unser nächster besuch galt der „white peak distillery“, in derbyshires erster vollwertigen craft-brennerei am ufer des flusses derwent in ambergate. da wir zu einer zeit gekommen waren wo keine offiziellen führungen stattfanden, nahm sich sarah mangan, destillatorin und echte whiskyliebhaberin und -sammlerin, ein herz und führte uns durch die distillery. wir erhielten einblick in die traditionellen herstellungsprozesse von wire works whisky, shining cliff gin und rum, alle vor ort destilliert und gereift, sowie informationen über das junge, erst 2016 gegründete unternehmen. beeindruckt hat uns auch das historische backsteingebäude des ehemaligen johnson & nephew drahtwerks, das liebevoll restauriert wurde und heute die moderne produktionsstätte beherbergt. nach der tour durften wir auch verschiedene sorten verkosten – darunter den preisgekrönten „wire works whisky“, der durch sein komplexes aroma hervorstach (zurückzuführen auf einer der markantesten aspekte in deren whiskyherstellungsverfahren, durch die verwendung von frischer brauhefe). ein besuch, der viel spaß machte.

weiter ging es zu „cromford mills“, die als geburtsort des modernen fabriksystems gilt. die von richard arkwright im 18. jh. gegründete baumwollspinnerei war die erste ihrer art und veränderte die arbeits- und lebenswelt nachhaltig. schön fanden wir auch die historischen fabrikgebäude, die heute liebevoll restauriert sind und spannende einblicke in die geschichte des fabriksystems geben.

direkt im anschluss an diesen besuch machten wir einen kurzen abstecher zu den „masson mills“, die ebenfalls von richard arkwright gegründet wurden. die masson mills sind ein eindrucksvolles beispiel für die industrielle revolution und zeigen wie die technologische weiterentwicklung den arbeitsalltag und das leben der menschen verändert hat.

wir haben in den restaurierten gebäuden viele historische maschinen bestaunen können und wurden über die faszinierende geschichte des unternehmens und der baumwollspinnerei informiert.

unser letzter stopp führte uns zu den „heights of abraham“, einem bekannten ausflugsziel im peak district. die anreise selbst war bereits ein erlebnis, denn wir schwebten mit der modernen seilbahn über das matlock-tal. oben angekommen erwartete uns weit mehr als ein reiner aussichtspunkt. wir entschieden uns für den besuch der historischen schauhöhlen, die einen einblick in die geschichte des bergbaus in dieser region gaben. bei den führungen durch die great masson cavern und die great rutland cavern konnten wir sehen, mit welchen mühen die bergleute einst nach blei suchten. die höhlen sind beleuchtet und teils mystisch inszeniert.

wieder zurück an der oberfläche genossen wir die frische luft und ließen den blick immer wieder über die weite landschaft schweifen. insgesamt war unser ausflug zu den heights of abraham ein schöner tagesabschluss.

der nächste tag war wieder einmal ein wandertag im peak district national park. der „birchover and stanton moor circular“ führte uns durch eine abwechslungsreiche landschaft, die sowohl historische als auch natürliche highlights bietet. der rundweg beginnt im kleinen dorf birchover und schlängelt sich durch das weitläufige hochmoor von stanton moor. besonders beeindruckend fanden wir die alten prähistorischen steinkreise, wie den berühmten „nine ladies stone circle“ – die geschichte sagt, dass er neun mädchen darstellt, die als strafe für das tanzen am sonntag in stein verwandelt wurden.

aber auch die malerischen sandsteinformationen, verschiedene archäologische überreste, die in der landschaft verstreut sind und auf die bronzezeit zurückgehen, wie z.b. der cork stone – ein sandsteinfelsen, der an einen korken oder pilz erinnert – verleihen der strecke einen mystischen charakter.

am ende der rund 6 km langen wanderung kehrten wir zufrieden zurück nach birchover und kehrten im „the old original bakewell pudding shop“ ein und gönnten uns eine gute jause – hmmm lecker 😉.

da noch ein wenig zeit vom tag übrig war, nutzten wir diese um in der „thornbridge brewery“ bier zu verkosten. die thornbridge brewery ist eine renommierte brauerei im herzen von derbyshire, die für ihre craft-biere bekannt ist – von klassischen pale ales bis zu kreativen brau-spezialitäten. beliebt ist das „jaipur“, ein mehrfach ausgezeichnetes india pale ale, dass sich durch seinen intensiven hopfengeschmack und eine angenehme frische auszeichnet. wer auf sehr hopfige biere steht ist hier gerade richtig.

unser besuch war ein guter abschluss eines abwechslungsreichen tages im peak district.

die nacht haben wir an einem sehr ruhigen, aber etwas „anderen“ stellplatz verbracht.

nach einer ruhigen nacht besuchten wir das beeindruckende „chatsworth house“, eines der bekanntesten herrschaftshäuser englands. das anwesen begeisterte uns mit seiner prachtvollen architektur und den weitläufigen gartenanlagen, die uns zum schlendern und staunen einluden.

beeindrucket haben uns auch die kunstsammlungen und die prunkvollen räume, in denen man sich fast wie in einem königlichen palast fühlt. wir genossen die atmosphäre und ließen uns von der geschichte und dem charme des hauses verzaubern.

den nachmittag verbrachten wir am „padley gorge trail“ einen fast 4 km langen rundwanderweg. der weg führt durch einen uralten eichenwald, in dem der fluss zwischen moosbewachsenen felsen und kleinen wasserfällen hindurchrauscht. eine idyllische atmosphäre und ein toller ort zum abschalten und genießen.

einen interessanten besuch machten wir im „yorkshire sculpture park“ in wakefield, einem der bekanntesten skulpturenparks großbritanniens. die weitläufige parkanlage beeindruckt nicht nur durch ihre wunderschöne landschaft, sondern auch durch die vielfalt moderner und zeitgenössischer kunstwerke, die harmonisch in die natur eingebettet sind. spannend fanden wir die werke von international renommierten künstlern, die an jeder ecke für überraschungen sorgen und zum nachdenken anregen. unser spaziergang durch den park war wie eine kreative entdeckungsreise, bei der kunst und natur auf einzigartige weise miteinander verschmelzen.

ein neuer tag, ein neues ziel – eine underground tour im „national coal mining museum“, mit dem wahrscheinlich ältesten kohlebergwerksschacht in großbritannien. leider ist währen der tour das fotografieren verboten. macht nichts, die tour ist interessant und wirklich zu empfehlen.

schon lange kein schloss mehr besichtigt, also auf zum „allerton castle“, das zu den schönsten neugotischen herrschaftshäusern yorkshires zählt. bereits die auffahrt durch den park stimmt auf das imposante bauwerk ein, das mit seinen türmen und spitzen, wie ein schloss aus einem märchen wirkt.

während der geführten tour konnten wir die prachtvollen salons, das beeindruckende treppenhaus und den großen ballsaal bestaunen. besonders auffallend ist die detailverliebte inneneinrichtung sowie die historischen möbel, die einen authentischen einblick in das leben der viktorianischen zeit vermitteln. der blick aus den großen fenstern auf den gepflegten park rundete das erlebnis ab. ein highlight für uns und sicher auch für alle freunde englischer geschichte und architektur.

mystisch war unser nächster besuch, wir machten einen abstecher zu „mother shipton’s cave“ in knaresborough. die höhle und der angrenzende versteinerte brunnen sind eng mit der legende über englands berühmteste wahrsagerin, heilerin und verfolgten, angeblichen hexe aus yorkshire, „mother shipton“ (eigentlich ursula southeil) verbunden, die im 16. jh. dort gelebt hat. sie soll u.a. unheimlich genau historische ereignisse, wie den großen brand von london (1666) und die niederlage der spanischen armada, vorausgesagt haben.

interessant fanden wir, wie das eisenhaltige wasser der quelle gegenstände in kürzester zeit mit einer steinähnlichen schicht überzieht – ein faszinierendes naturphänomen. der ort lädt dazu ein, in die welt von sagen und prophezeiungen einzutauchen. der idyllische park rund um die höhle machten den besuch zu einem schönen erlebnis.

wir fuhren nach harrogate, wo wir dem „rhs garden harlow carr“ einen besuch abstatteten. dieser wunderschöne botanische garten zählt zu den bekanntesten gärten in nordengland und ist besonders für seine farbenprächtigen beete, duftenden kräutergärten und die liebevoll angelegte gartenlandschaften bekannt. wir konnten beim spaziergang durch die weitläufige anlage nicht nur die beeindruckende vielfalt an pflanzen, sondern auch die kreativen gartengestaltungsideen bewundern. ein besuch, der uns sehr begeistert hat.

den tag ließen wir mit einer kurzen wanderung zu den beeindruckenden „brimham rocks“ ausklingen. diese markanten sandsteinformationen ragen wie riesige skulpturen aus der landschaft und bieten spektakuläre ausblicke über die umgebung. faszinierend sind die teils bizarr geformten felsen, die im laufe von millionen jahren durch wind, wetter und erosion entstanden sind. ein schöner tagesausklang.

unsere besichtigungstour begann in ripon, im „workhouse museum“. das museum bietet einblick in die traurige geschichte der bereits 1776 von den behörden betriebenen einrichtung, basierend auf den strengen viktorianischen gesetzen (poor laws), die als letzter ausweg für die ärmsten, obdachlosen, kranken und arbeitsunfähigen diente. diese sogenannten „armenhäuser“ waren keine soziale einrichtung im modernen sinne, sondern eine abschreckungsmaßnahme, um armut zu „bestrafen“ und menschen zur arbeitssuche anzuhalten.
der tagesablauf war streng geregelt, die nahrung war dürftig. familien wurden bei der aufnahme getrennt (männer, frauen und kinder schliefen in getrennten schlafsälen) und die insassen mussten harte körperliche arbeit verrichten, wie das zerkleinern von steinen (zum straßenbau) oder das „oakum-picking“ (zerzupfen von altem tauwerk). hier wurden die ärmsten der armen in klassen eingeteilt und ausgebeutet, bis sie starben.

 

die originalgetreu erhaltenen räumlichkeiten, von den schlafsälen über die speisesäle bis hin zu den arbeitsbereichen, dokumentieren, dass dies ein ort der extremen armut, der sozialen isolation und der harten körperlichen arbeit für diejenigen, die in der gesellschaft keinen anderen ausweg mehr fanden war. ein besuch der uns sehr sehr nachdenklich gestimmt hat.

direkt im anschluss besuchten wir das „prison & police museum“ in ripon, dass sich mit der geschichte der kriminalität und polizeiarbeit in england beschäftigt – authentische gefängnis atmosphäre mit den noch erhaltenen zellen, originale uniformen und alte polizeiausrüstung sowie ausstellungen zur entwicklung der strafverfolgung. nicht unspannend.

später besuchten wir noch die „ripon cathedral“, eine der ältesten kirchen nordenglands und ein frühes zentrum des benediktinischen mönchtums. die kathedrale besticht durch ihre normannische architektur, die hohen gewölbe und die kunstvollen fenster. besonders sehenswert sind die prachtvollen steinmetzarbeiten und die berühmte „sächsische krypta“ aus dem jahr 672 n. chr..
eine einzigartige besonderheit ist das historisches ritual: jeden abend um 21:00 uhr ertönt das glockenspiel, die „curfew“-glocke, als teil des rituellen „setting the watch“.

tagesabschluss war ein halt an einem ort von wahrhaft historischer bedeutung, der „fountains abbey & studley royal water garden“. die eindrucksvolle ruine der einst mächtigen zisterzienserabtei, gegründet im jahr 1132, zeugt bis heute von der blütezeit des klösterlichen lebens in england bis hin zur wechselvollen geschichte der reformation, als die anlage im 16. jh. aufgelöst wurde.auf dem ca. 6 km langen rundweg wanderten wir durch überreste imposanter steinmauern, die trotz der jahrhunderte noch immer ehrfurcht gebieten

und vorbei an weitläufigen wiesen und kunstvoll angelegten wasseranlagen, die im 18. jh. von den besitzern des benachbarten studley royal geschaffen wurden.

die verbindung aus mittelalterlicher klosterruine und eleganter gartenkunst vermittelte uns einen eindruck, wie sich geschichte und landschaft in england über die zeiten hinweg miteinander verschränken. ein ort, an dem die vergangenheit lebendig bleibt.

in yorkshire dales liegt „the forbidden corner“, eine wirklich einzigartige sehenswürdigkeit, die für spaß und abenteuer bekannt ist. ursprünglich als privater rückzugsort angelegt, besteht dieser verschlungene garten aus geheimen wegen, versteckten türen, skurrilen statuen und überraschenden entdeckungen hinter jeder ecke. wir haben uns auf eine fantasievolle reise begeben, bei der wir rätsel gelöst und labyrinthe durchquert haben – immer begleitet von der kreativen gestaltung, die das gesamte areal durchzieht. durch diese mischung aus einem einzigartigen labyrinth von tunneln, kammern, verrücktheiten und überraschungen in oft gruseliger umgebung, bietet the forbidden corner ein tolles erlebnis – wir haben die außergewöhnliche auszeit vom alltag genossen.

weil wir schon in yorkshire dales waren, machten wir im national park eine kleine rundwanderung zu den „aysgarth falls“, einem dreistufigen wasserfall. nichts aufregendes, aber ein schöner tagesausklang.

die nacht haben wir dann auf einem einsamen ruhigen wiesenplatz verbracht.

der nächste tag begann mit einem besuch im „dales countryside museum“. das museum bot uns einen umfassenden einblick in das leben, die geschichte und die traditionen der yorkshire dales. von alten arbeitsgeräten über historische fotos bis hin zu rekonstruierten szenen aus vergangenen zeiten. die interaktiven stationen machen das museum interessant.

im anschluss machten wir der berühmten „wensleydale creamery“ in hawes unsere aufwartung 😉. die käserei ist weit über die grenzen yorkshires hinaus für ihren traditionellen wensleydale-käse bekannt, der hier seit generationen mit handwerklichem geschick hergestellt wird. wir konnten einen vortrag über die käseerzeugung hören und waren von der vielfalt der käsesorten beeindruckt, die wir im anschluss natürlich auch probieren druften – von klassisch mild bis hin zu ausgefallenen varianten mit cranberries, trüffel oder kräutern. ein köstlicher reisetag.

wir starteten mit einer morgenwanderung, einem mehr als 6 km langen rundwanderweg zum „ingleton waterfalls“. der weg zählt zu den schönsten wanderungen der region. auf dem gut ausgeschilderten rundweg wurden wir von tosenden wasserfällen, steilen felswänden und üppiger vegetation begleitet.

immer wieder begegneten wir der alte tradition „münzen in den baum schlagen“.das rauschen des wassers und die beeindruckende naturkulisse machten die wanderung zu einem echten highlight.

die folgende schlossbesichtigung war „sizergh castle“, südlich von kendal. dieses beeindruckende herrenhaus stammt ursprünglich aus dem 14. jh. und wird bis heute von der familie hornyold-strickland bewohnt.

besonders bemerkenswert sind die elisabethanischen holzvertäfelungen, seltene wandbehänge, eine reiche sammlung an familienporträts, viele historische originalmöbel und die kunstvoll angelegten gärten mit einem großen steingarten. beim rundgang durch die einzelnen räume tauchten wir in jahrhunderte alte geschichte ein und spürten wie wohnlich und „lebendig“ sich das schloss anfühlt.

eine weitere wandermöglichkeit führte uns nach monk coniston, im herzen des lake district nationalparks in cumbria, wo wir die rundwanderung zu „tarn hows“ geplant hatten. der etwa 8 km lange weg bot herrliche ausblicke auf die umliegenden wälder und seen, begleitet von idyllischen pfaden durch das naturschutzgebiet. besonders die friedliche atmosphäre rund um den tarn hows see machten diese wanderung zu einem weiteren highlight auf unserer tour.

da im anschluss an unsere wanderung noch etwas zeit übrig war, machten wir einen besuch im „ruskin museum“ in coniston. es ist ein kleines, aber sehr liebevoll gestaltetes museum, dass sich dem leben und werk von john ruskin widmet – einem denker, künstler und sozialreformer des 19. jh. neben persönlichen gegenständen und gemälden von ruskin zeigt

das museum auch interessante exponate über die geschichte der region,

bis hin zur jet-ära der 50er und 60er jahre. der zeit, als das speed-ass donald campbell im bluebird k7 auf dem coniston water 4 geschwindigkeitsweltrekorde brach, ehe er tödlich verunglückte.

der besuch war eine schöne ergänzung zu unserem tag.

und weil wir so viele kilometer brav gewandert waren, gab es am abend einen wohlschmeckenden drink – unsere rezeptur: 6cl irischen (weil uns der englische nicht schmeckt 😉) jameson whiskey, 3 scheiben limetten und mit 250ml ginger ale aufgegossen – „sláinte“ (ausgesprochen „slahn-cheh“, ist gälisch und wird beim anstoßen verwendet).

ein neuer morgen, an dem wir den „steinkreis von castlerigg“ besuchten. diese eindrucksvolle prähistorische stätte liegt inmitten der hügel des lake district und zählt zu den ältesten steinkreisen in england. die mystische atmosphäre, das panorama der umliegenden berge und die uralte geschichte, die die steine umgibt, machen den ort zu einem faszinierenden erlebnis. wir verbrachten einige zeit dort, ließen die besondere stimmung auf uns wirken und stellten uns vor, wie der steinkreis vor tausenden von jahren genutzt wurde – ein magischer ort.

nach dem besuch am steinkreis machten wir uns auf den weg zu einer weiteren rundwanderung, dem „aira force-wasserfall“. der beliebte wanderweg im lake district führt durch wälder und entlang plätschernder bäche, bis wir schließlich den wasserfall erreichten. durch die moosbewachsenen felsen und die alten bäume wirkt die landschaft fast märchenhaft, eine wanderung die sich wirklich lohnt und uns die vielfalt der natur im lake district einmal mehr vor augen geführt hat.

nun stand ein weiteres seltsames schloss bzw. landhaus auf unserem besuchsprogramm, „lowther castle & gardens“ nahe penrith. von diesem imposanten komplex ist nur mehr die hülle übrig geblieben, denn die familie gab das landhaus bereits 1937 auf. im 2. weltkrieg diente es noch als quartier für ein panzerregiment. die ausstattung wurde ende der 1940er jahre entfernt und 1957 wurde dann das dach abgedeckt und damit das gebäude dem verfall preisgegeben. aber wie muss es zu der zeit ausgesehen haben, als es noch von der familie lowthers bewohnt war? sicher prächtig – heute dient es bestenfalls als fotomotiv.

unser nächster besuch war für uns etwas enttäuschend. wir fuhren extra nach „gretna green the famous blacksmiths“, weltbekannt als traditioneller ort für romantische „durchbrenn-hochzeiten“, weil wir anhand vieler erzählungen selbst einmal die legendäre schmiede sehen wollten. ja, sie gibt sie noch, aber von romantik keine spur – ein modernes hochzeitszentrum bzw. museum, das hochzeiten am laufenden band und viel touristischem schnick-schnack organisiert. na gut, wir machten einige fotos, zogen dann wieder ab und suchten uns ein gemütliches schlafplätzchen – schade auf gretna green haben wir uns gefreut.

auf nicht ganz flachen straßen ging es zügig zu unserem nächsten ziel – „hadrian’s wall path“. die fahrt entlang des „hadrian’s wall path“ war kein echtes abenteuer. die straße folgt dem verlauf der historischen römischen grenzmauer, die einst das römische britannien vor den nördlichen stämmen schützen sollte. viel ist ja nicht mehr über von den einstigen befestigungstürmen. ein kurzer stopp bei „banks east“ – der am besten erhaltene turm oder aussichtsturm im westlichen sektor des hadrianswalls

– spazierten weiter zu „pike hill signal tower“ – eines der wenigen sichtbaren elemente der ehemaligen grenzbefestigung –

und setzten unsere fahrt in richtung hexham abbey fort.

hexham abbey“, eine der ältesten erhaltenen kirchen englands. die abtei stammt aus dem 7. jh. und begeisterte uns mit ihrer faszinierenden mischung aus normannischer und gotischer architektur, den gemeißelten steinskulpturen sowie den kunstvollen buntglasfenstern, die die innenräume in ein farbenfrohes licht tauchen.

nächster stopp war „wallington hall“. dieses herrenhaus aus dem 18. jh. liegt inmitten von gärten, in der nähe des dorfes cambo, in der englischen grafschaft northumberland und beeindruckt mit seiner eleganten architektur. beim rundgang durch die historischen räume tauchten wir in die geschichte der familie trevelyan ein und bestaunten die zahlreichen kunstwerke, antiquitäten und die gemütliche atmosphäre, die das haus umgibt.

auf unserer weiteren route lag auch das beeindruckende „cragside house“ nahe rothbury, dass wir im anschluss an unsere wanderung am „cragside rundwanderweg“ besuchten.
der cragside rundwanderweg führt 7 km durch das weitläufige gelände rund um das cragside house. auf dem abwechslungsreichen weg entdeckt man idyllische waldabschnitte, kleine bäche und zahlreiche aussichtspunkte. die wanderung ist gut ausgeschildert – ein herrlicher spaziergang, der natur und geschichte von cragside verbindet.

„cragside house“, ein viktorianisches herrenhaus, war einst das zuhause von william armstrong und gilt als das erste haus weltweit, das mit hydroelektrischer energie versorgt wurde. cragside erzählt nicht nur die geschichte eines technischen pioniers, sondern begeistert auch mit seiner originellen architektur. wir schlenderten durch die innovativen räume, bestaunten die zahlreichen technischen raffinessen und genossen die ruhige atmosphäre im park.

die nacht verbrachten wir auf einem parkplatz bei „howick sands“ und hatten am nächsten morgen zum frühstück einen herrlichen ausblick – so muss ein guter tag beginnen.

nach dem frühstück besuchten wir „howick hall gardens & arboretum“. die weitläufigen gärten und das arboretum beeindrucken uns mit ihrer vielfalt an pflanzenarten und den harmonisch angelegten landschaften

. natürlich besuchten wir auch das berühmte „earl grey tea house“, denn howick ist die heimat des earl grey tees. der tee wurde von einem chinesischen mandarin speziell für charles, den 2. earl grey, gemischt, um diesen optimal auf das wasser aus der howick-quelle abzustimmen.

dabei wurde insbesondere bergamotte verwendet, um den limettengeschmack auszugleichen.

lady grey trank den tee als gastgeberin eines politischen events in london und er erfreute sich so großer beliebtheit, dass sie gefragt wurde, ob er auch an andere verkauft werden könne. so kam es, dass twinings ihn vermarktete und er heute weltweit verkauft wird. leider versäumten es die greys, die marke einzutragen, da sie nicht überlegt und geschäftsmäßig handelten, und erhielten daher nie einen cent an lizenzgebühren. diese story rundete unser erlebnis ab und bot uns eine willkommene pause inmitten der natur.

ehe wir auf die fähre zurück zum europäischen festland gingen, quartierten wir uns für zwei nächte am „proctors stead caravan park“ ein. ein kleiner, aber sehr netter caravan park, bei dem man merkt, dass er sehr familiär geführt wird. wir haben uns sehr wohlgefühlt und konnten von dort aus einen gemütlichen spaziergang zum „dunstanburgh castle“ machen. leider war dieses bereits geschlossen, sodass wir es nur von außen und aus der vogelperspektive besichtigen konnten, was aber dem schönen spaziergang nicht schadete.

am weg zu unserer fähre war „seaton delaval hall“ unser letzter halt. dieses herrenhaus aus dem frühen 18. jh. besticht durch seine barocke architektur, die von sir john vanbrugh entworfen wurde. die imposante fassade ladet zum erkunden ein, denn sie vermittelt einen faszinierenden eindruck von der geschichte und dem lebensstil vergangener zeiten.
die delavals liebten es, sich zu präsentieren und veranstalteten events von seiltänzern bis hin zu maskenbällen und sogar eigenen theaterproduktionen. das haus erlebte im laufe der jahrhunderte viele höhen und tiefen, und heute trägt es die spuren der verheerenden brände, die es vor zweihundert jahren beinahe dem untergang geweiht hätten.

noch schnell einen letzten „earl grey tee“ mit scones und clotted cream und dann ging es ab auf die fähre.

zum dfds north shields terminal in newcastle waren es nur 65 km, wo unser fährschiff die „princess seaways“ schon auf uns wartete. rauf auf die fähre,

das cleverchen im bauch des schiffes ordentlich abgestellt und unsere sehr komfortable kabine für die überfahrt bezogen.

die princess seaways ist ein tolles schiff mit allem komfort und annehmlichkeiten – sky bar, lounges, kino, geschäfte, tolles essen, usw.

es war die richtige entscheidung die längere überfahrt mit rund 16 bis 17 stunden und komfortabler übernachtungsmöglichkeit von der „dfds group“ von newcastle nach amsterdam zu nehmen. durch die gemütliche und komfortable überfahrt, vergleichbar mit einer kleinen kreuzfahrt, fiel uns der abschied von der insel nicht allzu schwer.

so, das waren unsere letzten erlebnisse und eindrücke von unserer langen irland, england und wales reise. über holland und deutschland sind wir zurück nach wien gefahren um unsere nächstes großes reiseabenteuer zu planen.

wohin die reise geht und was wir da noch so alles erleben wollen ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

you´ll never walk alone…

you´ll never walk alone – kaum hört man diese worte, denkt man sofort an liverpool und ja, als alter „fc liverpool“ fan und selbst ehemaliger österreichischer fußballspieler, musste ich auch endlich einmal dort hin 😉. aber, alles der reihe nach.
von wales fuhren wir richtung liverpool, und blieben davor für einen nachmittags spaziergang in chester stehen. erstes highlight war die „chester cathedral“, das herzstück der stadt und weit mehr als nur eine kirche. sie ist ein majestätisches kunstwerk aus rotem sandstein.

ursprünglich als benediktinerabtei erbaut, ist sie heute der sitz des bischofs von chester und blickt auf über 1.000 jahre geschichte zurück, die architekturstile von der normannenzeit bis zur gotik vereint. sie hat uns gleich beim betreten mit ihrer ruhe, dem spektakulären kreuzgang

sowie dem chorgestühl mit mittelalterlichen holzschnitzereien aus dem 14. jh. schwer beeindruckt. ein absolut magischer ort.

wir haben uns auch einer geführten tower tour angeschlossen. auf dieser einstündigen tour stiegen wir 216 stufen bis zur spitze des turms in 39 meter höhe und wurden von verschiedenen aussichtsplattformen aus mit beeindruckenden ausblicken auf das innere der kathedrale belohnt.

oben angekommen erwartete uns nicht nur ein wunderschöner panoramablick über die stadt sondern auch der besuch der glockenkammer, wo wir faszinierende geschichtliche fakten erfuhren sowie weitere verborgene bereiche entdeckten.

anschließend sind wir auf unserem stadtspaziergang auf der fast 2.000 jahre alten „chester city wall“, die als vollständigster mauerring großbritanniens gilt und das stadtzentrum umschließt, einmal komplett herum spaziert. in der fußgängerzone bewunderten wir die berühmte „eastgate clock (chester clock)“ – angeblich die zweitmeistfotografierte uhr englands nach big ben.

chester ist kompakt, fußläufig gut erkundbar und unfassbar fotogen. aus unserer sicht ist nur ein nachmittag absolut zu wenig für diese stadt.

ehe wir nach liverpool weiterfuhren, machten wir noch zwei stopps. den ersten stopp legten wir beim „chester zoo“ ein. ja, ok schön, aber da haben wir schon ganz andere zoos kennengelernt. ein paar fotos zur erinnerung haben wir natürlich trotzdem gemacht.

der zweite stopp war beim „ness botanic gardens“ in neston. hier versinkt die zeit im farn. besonders im spätsommer zeigte sich ness von seiner farbenfrohsten seite. überall summte und brummte es, die wildblumenwiesen standen in voller pracht und der duft von lavendel und sommerblüten hing schwer in der luft.
hier begann einst alles mit dem britischen baumwollhändler, pflanzensammler und allem voran gartenbau-visionär „arthur kilpin bulley“. während andere baumwollhändler in liverpool ihr geld zählten, schickte er im späten 19. jh. pflanzensammler bis in den himalaya und nach china. wenn man vor den riesigen, uralten rhododendren steht, ist zu spüren wie viel abenteuerlust in jedem blatt steckt. heute wird dieses erbe von der university of liverpool bewahrt.

endlich in liverpool, und gleich zu einem meiner persönlichen highlights entlang dieser langen reise, das legendäre „anfield stadium“. schon beim ersten blick auf das stadion spürt man die besondere atmosphäre, die diesen ort so einzigartig macht, und für mich als liverpool-fan war es fast wie eine pilgerreise, wenn man durch das berühmte shankly gate schreitet und im inneren die tribünen und das spielfeld sieht. leider gabe es an diesem wochenende kein spiel, aber das gefühl, in anfield zu stehen, wo die geschichte des l.f.c. lebendig wird und die hymne „you’ll never walk alone“ durch die ränge hallt, ist einfach unvergleichlich.
wir haben an einer stadionführung teilgenommen, konnten einen blick hinter die kulissen werfen und dabei auch die umkleidekabinen und den pressebereich bestaunen. besonders beeindruckend war für mich der moment, als wir durch den tunnel direkt auf das spielfeld gingen – ein echter gänsehaut-moment. der l.f.c. präsentiert sich hier von seiner leidenschaftlichsten seite und die erinnerung an diesen besuch wird sicher noch lange nachklingen.

liverpool hat natürlich einiges mehr zu bieten was auch uns interessierte, und so machten wir einen ausgedehnten stadtbummel. wir besuchten u.a. die „tate liverpool“, eine dependance der berühmten tate gallery in london, schauten uns das „albert dock“ an

und waren beeindruckt von der wundervollen architektur der „three graces“ – port of liverpool building; royal liver building und cunard building – und fanden die berühmte „beatles statue“ direkt am fährterminal der mersey ferries.

wir besuchten „the beatles story museum“, wo wir interessante bilder und geschichten über die beatles erfuhren,

wanderten entlang der „bold street“, mit ihrem alten kopfsteinpflaster und den vielen vintage-läden, delikatessen-geschäften und indie-stores und durchstreiften china town.
zum abschluss unseres ausgedehnten stadtspazierganges sahen wir uns noch zwei kirchen an. die „liverpool metropolitan cathedral“, ein architektonisches highlight ganz eigener art. die kathedrale, auch bekannt als „cathedral of christ the king“, ist ein modernes meisterwerk mit ihrer markanten, kegelförmigen silhouette und dem imposanten turm, der wie eine gigantische krone über der stadt thront. beim betreten wurden wir von der lichtfülle und den leuchtenden glasfenstern empfangen, die ein farbenfrohes spiel auf den innenraum warfen. die außergewöhnliche gestaltung der kathedrale macht sie zu einem einzigartigen spirituellen wie kulturellen mittelpunkt liverpools.

die „liverpool cathedral“ ist gleichfalls ein beeindruckendes bauwerk, das nicht nur durch ihre größe besticht – mit 10.000 m² die größte anglikanische kirche der welt – sondern auch durch ihre imposante architektur. mit einer länge von fast 190 m und ihrem markanten turm, der als einer der höchsten kirchtürme der welt gilt, dominiert sie die skyline der stadt. erbaut wurde sie im 20. jh. und vereint traditionelle gotische elemente mit modernen einflüssen. beim rundgang durch das riesige kirchenschiff spürten wir die besondere akustik und die feierliche atmosphäre, die diesen ort einzigartig macht.

am abend war „the cavern club” angesagt. der cavern club ist ein absolutes muss für musikliebhaber und liverpool-fans und vor allem für die generation, die mit den beatles aufgewachsen ist. schon beim betreten tauchten wir in die faszinierende geschichte dieses legendären clubs ein, der die geburtsstätte der beatles war. die atmosphäre ist unverwechselbar: backsteinwände, gedämpftes licht, die bühne und die einrichtung noch immer wie zu beatles zeiten sowie live-musik sorgten für echtes underground-feeling. wir genossen die energiegeladene stimmung und die vielen beatles songs versetzten uns in ein anderes zeitalter – da wurden wieder erinnerungen wach 😀

 

ein ort, an dem musikgeschichte lebendig wird und der geist der 1960er jahre noch heute zu spüren ist. wir können einen abend im „cavern club“ nur jeden empfehlen, der in liverpool zu besuch ist.

weil man von den beatles nicht genug bekommen kann, zumindest wir, starteten wir am nächsten tag gleich am morgen die „magical mystery tour“. zwei stunden bei denen man, im gegensatz zum normalen linienbus und liverpool hop on hop off bus, viele anekdoten über die orte und das leben der beatles zu hören bekommt. außerdem hält der tourbus direkt vor den beatles-geschichtsbezogenen häusern und plätzen und der tourguide hat immer die passenden geschichten parat. z.b., dass das geburtshaus von „george harrisons“ in arnold grove,

im vergleich zu den anwesen von „john lennon“ in mendips und „paul mc cartney“ in 20 forthlin road besonders bescheiden ist. george harrison wurde am 25. februar 1943 im haus nummer 12 geboren. er wuchs in dieser kleinen sackgasse in sehr bescheidenen verhältnissen auf und das haus hatte damals weder eine zentralheizung noch eine innentoilette. seit mai 2024 erinnert dort auch eine offizielle „blue plaque“ (gedenktafel) an den „stillen beatle“. die inschrift lautet schlicht – „george harrison, 1943–2001, musician and songwriter was born here“.
solche und viele weitere stories über die „großen vier“ oder oft auch „fab four“ genannt erzählte uns der tourguide nebst toller beatles musik im bus.

wir fuhren auch an dem berühmten „the shelter in the middle of a roundabout“ vorbei und es war schon ein besonderes gefühl, genau dort zu sein, wo paul und john früher auf den bus gewartet haben.

eine weiter station war „strawberry field“. die leuchtend roten tore am eingang sind heute detailgetreue nachbildungen. die originale aus dem jahr 1912 wurden 2011 ersetzt, um sie vor souvenirjägern zu schützen. die originaltore sind jedoch sicher verwahrt, im inneren der gärten.
johns persönlicher hintergrund zu strawberry field – es war ein kinderheim der heilsarmee, direkt neben dem haus von johns tante mimi, und er kletterte als junge oft über die mauer, um in den verwilderten gärten zu spielen.

„penny lane“ – da die schilder ständig gestohlen wurden, begann die stadt liverpool irgendwann, den namen einfach direkt auf die hauswände zu malen. ein 1976 gestohlenes schild wurde erst 2023 – nach 47 jahren – anonym zurückgegeben und ist heute im „the beatles story museum“ ausgestellt. während paul in „penny lane“ das bunte treiben der straße feiert, ist johns strawberry fields forever eine eher nachdenkliche, fast traumartige erinnerung an seinen geheimen rückzugsort.

das waren nur einige auszüge von unserer spannenden beatles-tour durch liverpool und wir können sie wirklich weiterempfehlen.

nachdem wir liverpool verlassen haben fuhren wir richtung manchester weiter – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

wales und schließlich bis zur fähre nach irland…

wales und schließlich bis zur fähre nach irland ist unser nächster reiseabschnitt. begonnen hat dieser mit einem sehr guten abendessen im restaurant „the woodman“ in swansea und einer vom restaurantbesitzer des woodman´s genehmigten ruhigen nacht auf seinem parkplatz. danke nochmals dafür.

den tag darauf starteten wir mit einem morgenspaziergang in den „clyne gardens“, die genau vor unserem schlafplatz lagen. ein echtes paradies für alle pflanzenliebhaber. diese wunderschöne anlage  begeistert mit einer beeindruckenden sammlung exotischer bäume, riesigen rhododendren, kleinen teichen samt romantischen brücken und verschlungene pfade laden dazu ein, die ruhe der natur zu genießen. ein idealer ort, um dem stadttrubel zu entfliehen und die walisische gartenkunst zu entdecken.

weiter ging es nach gower, wo wir das „gower heritage centre“ besuchten. dies ist ein liebevoll gestaltetes freilichtmuseum, das besuchern die geschichte und das ländliche leben auf der gower-halbinsel näherbringt. im zentrum steht eine historische wassermühle aus dem 12. jh., die noch heute in betrieb ist.

der charme vergangener zeiten und einige kuriositäten, so z.b. das kleinste kino irlands, das „la charrette“ mit nur 23 sitzplätzen in einem umgebauten alten eisenbahnwagen, machen das zentrum zu einem lohnenswerten stopp.

gleich neben dem gower heritage center ist auch der ausgangspunkt für den „three cliffs bay walk“. der weg führt durch ein idyllisches tal mit einem kleinen bach, vorbei an der ruine des mittelalterlichen pennard castle, und endet an der beeindruckenden three cliffs bay. die markanten kalksteinspitzen, der weite sandstrand und die wilden dünen schaffen eine sehenswerte kulisse. die strecke ist etwa 4 bis 6 km lang (je nach route) und verläuft teils über sandige und unebene wege.  bei ebbe lohnt sich ein abstecher auf den strand, der sich dann weit öffnet und den blick bis zur oxwich bay freigibt.

zum abschluss des tages gab es nochmals eine kurze wanderung und zwar die „port eynon headland schleife“ zur ruine des port eynon salt house. schöner abendspaziergang.

die nacht haben wir auf einem campingplatz verbracht, von wo aus wir auch den abendspaziergang gestartet haben. „skysea caravan and camping site“ ist ein und gemütlicher campingplatz. alle einrichtungen neu und blitzsauber. so sollten campingplätze aussehen. absolut zu empfehlen.

da das wetter anhaltend schön war gehörte auch der nächste tag wieder dem wandern. wir fuhren zur rhossili bay. sie gehört zu den spektakulärsten küstenlandschaften in wales und wurde schon mehrfach als einer der schönsten strände großbritanniens ausgezeichnet. der rund drei kilometer lange, goldene sandstrand wird von mächtigen klippen eingerahmt und bietet wunderschöne ausblicke über die bucht – ideal für einen ausgedehnten strandspaziergang und zum genießen der natur.

aber es gibt hier noch etwas sehr interessantes zu sehen und zu be- und erwandern – worm’s head. eine bizarre gezeiteninsel, die sich weit ins meer erstreckt. bei ebbe kann man worm’s head zu fuß erreichen, aber achtung!!! der zugang ist nur für ein paar stunden bei niedrigwasser möglich. eine genaue kontrolle der gezeiten ist unerlässlich, da der rückweg sonst von der einsetzenden flut abgeschnitten wird. wir mussten ca. eine halbe stunde warten bis das wasser so weit zurückgegangen war, dass wir zur gezeiteninsel losmarschieren konnten.

der weg ist steinig, rutschig und recht mühselig um auf die insel zu gelangen, aber es lohnt sich. die wanderung entlang der klippen bietet herrliche panoramablicke. wir hatten auch das glück und konnten robben beobachten, delphine waren leider nicht zu sehen – schade.

trotzdem war es lohnenswert. am rückweg konnten wir auch noch irish cob pferde streicheln 😉.

nach dieser schönen wanderung statteten wir noch dem „llanelli wetland centre“ einen besuch ab. leider war während unserer besuchszeit in der tierwelt nicht sehr viel los –

wahrscheinlich zum falschen zeitpunkt dort gewesen, schade hätte interessant sein können.

die nacht verbrachten wir auf einem mit viel liebe hergrichteten campingplatz in tenby, der „meadow farm tenby“. schön gelegen, gut ausgestattet und was uns immer wichtig ist, die dusch- und toilettanlagen sowie die küche waren sehr sauber. ein empfehlenswerter campingplatz. wir fanden etwas höher gelegen einen schönen stellplatz, fast wie ein freisteher 😉.

auch der nächste tag begann mit einer kleinen küstenwanderung, an einem teil des pembrokeshire coast path. immer an der küste entlang bis zum „king’s quoit cromlech“ ein etwa 5000 jahre altes portalgrab aus der jungsteinzeit, das typischerweise aus mehreren großen aufrechten steinen und einem deckstein errichtet wurde.

nach der küstenwanderung ging es nach pembrokeshire zum „lamphey bishop’s palace“. ein faszinierendes relikt aus dem mittelalter, das versteckt in der sanften landschaft von pembrokeshire liegt. einst ein rückzugsort für die bischöfe von st. davids, erzählt die heute eindrucksvolle ruine von einem leben zwischen macht, glaube und komfort. die gotischen fenster, überreste einer gewölbten großen halle, eines glockenturms, eines torhauses und eines mauerrings lassen erahnen, wie prachtvoll dieses anwesen einst gewesen sein muss. trotz seines ruhigen, fast vergessenen charakters strahlt das gelände eine besondere atmosphäre aus. ein rundgang durch das areal dauert nicht lange, hinterlässt aber einen bleibenden eindruck.

natürlich mussten wir auch zur bekannten „barafundle bay“ schauen. wirklich ein herrliches stück küste mit einem wunderschönen sandstrand.

am „the (old) point house paddock” campinplatz in angle haben wir uns für zwei nächte einquartiert. die etwas abschüssige wiese (keile sind hier von vorteil) hat acht stellplätze, von denen jeder einen fantastischen blick auf das wasser bietet. ein einfacher aber wirkllich sehr schön gelegener cp. zum entspannen und einen tag chillen gerade das richtige, und im „old point house“ selbst, einem historischen pub und gasthaus aus dem 16. jh., gibt es auch gleich gutes essen vor ort.

wieder ging genau vor unserem campingplatz der pembrokeshire coastl path vorbei, und so kamen wir auch an unserem chilltag nicht herum eine kleine runde zu drehen. das wetter war schön uns so absolvierten wir ganz entspannt eine 5 km lange rundwanderung.

von angle führte unsere route nach marloes.
der erste besuch war in pembroke und galt dem „pembroke castle“.  hier erlebten wir eine reise durch die zeit. majestätisch thront pembroke castle in einer bucht über dem pembroke river – ein eindrucksvolles zeugnis mittelalterlicher baukunst und zugleich eine der bedeutendsten burgen in wales. die massive, normannische festung wurde 1093 von roger de montgomery errichtet und im laufe der jahrhunderte stetig erweitert. besonders markant ist der gewaltige rundturm, der mit über 23m höhe einen ausblick über das umland bietet. pembroke castle war nicht nur ein militärischer stützpunkt, sondern auch ein bedeutender geburtsort: heinrich VII., erster tudor-könig von england, wurde hier im jahr 1457 geboren. diese königliche verbindung verleiht der burg eine besondere historische bedeutung. ein rundgang durch die weitläufige anlage führt vorbei an beeindruckenden mauern, unterirdischen gängen, die einem auf eine faszinierende zeitreise mitnehmen – von den normannischen anfängen bis zu den wirren des englischen bürgerkriegs.

als nächstes wollten wir am am „wooltack point“ robben beobachten, leider waren zu dieser zeit keine in der bucht zu sehen. schade, so wurde es ein spaziergang mit herrlichem blick auf die inseln und die umliegende küste.

in unserer nächsten walesetappe, die von marloes nach pontfaen ging, gab es gleich am vormittag, wie schon so oft, eine küstenrundwanderung. start und ziel war am „broad haven“, einer schönen natürlichen bucht mit breitem von dünen gesäumtem sandstrand und sauberem meerwasser. wirklich ein stück paradies vor der pembrokeshire küste.

unser nächstel ziel war in st. davis, die „st. david’s cathedral“.  am westlichsten zipfel von wales, eingebettet in die sanften hügel der kleinsten stadt großbritanniens, liegt die eindrucksvolle st. david’s cathedral – ein ort voller geschichte, spiritualität und architektonischer schönheit. bereits im 12. jh. erbaut, erhebt sich die kathedrale in einer senke unterhalb der stadt und beeindruckt durch ihre massive normannische bauweise und die ruhige, fast mystische atmosphäre. besonders eindrucksvoll sind das reich verzierte chorgestühl, die kunstvollen deckenmalereien und die grabstätte des heiligen st. david, dem schutzpatron von wales. ein rundgang durch das gotteshaus lässt einen tief in die vergangenheit eintauchen. trotz ihrer abgeschiedenen lage zieht die kathedrale, eine der wichtigsten religiösen stätten in wales, pilger und besucher aus aller welt an – und das zurecht.

den abend verbrachten wir in pontfaen, denn dort gibt es nämlich eine nicht allzugroße brauerei – die „gwaun valley brewery“, die ein hervorragendes bier braut. also rein in die brauerei und bier verkosten war unser motto 😉, und da der besitzer der brauerei, herr nigel smith, uns anbot unser cleverchen über nacht hier stehen zu lassen, wurde es eine schöne ruhige und gemütliche nacht, mit dem blick ins gwaun valley. vielen dank dafür.

am nächsten tag ging es richtung fishguard zu fähre nach irland. am weg dorthin besuchten wir noch einen ganz besonderen spot, die „dyfed shire horse farm“, ein stück lebendige pferdegeschichte. die dyfed shire horse farm in pembrokeshire ist ein echtes highlight für alle pferdefreunde. auf dem weitläufigen gelände bekommt man nicht nur die majestätischen shire horses, die sanften riesen, aus nächster nähe zu sehen, man erfährt auch viel über deren historische bedeutung in der walisischen landwirtschaft. neben täglichen führungen gibt es auch kutschfahrten und stallbesuche – hier wird geschichte lebendig erzählt. die atmosphäre ist familiär und herzlich, und die tiere werden mit viel liebe und respekt behandelt.

auch könig charles mit seiner frau war bei einem besuch von der ruhe und authentizität dieses ortes begeistert. seit 2008 wurden drei shire horses dieser farm in die renommierte household cavalry als drum horses nach london aufgenommen.

diese beeindruckenden erfolge spiegeln nicht nur die qualität ihrer zucht wider, sondern auch, wie eine kleine farm großen einfluss auf tradition und zeremonien mit königlichem charakter haben kann.

nach der pferdefarm unternahmen wir einen kleinen abstecher zur „st brynach’s church“ und „the nevern pilgrims‘ cross“. bei einem kurzen 1,2 km langen gemütlichen spaziergang sahen wir uns die kirche, den pilgerstein und das celtic cross an.

der letzte besuch an diesem tag war der wunderschöne „dyffryn fernant garden“ von christina shand in dinas. mit viel liebe gehegt und gepflegt gedeihen und blühen hier wunderschöne pflanzen aus aller welt. ein besuch lohnt sich zu jeder jahreszeit.

in fishguard verbrachten wir unsere letzte nacht in wales im hafen, um dann morgen mit der fähre nach irland überzusetzen– aber was wir in irland so alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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wales, ein neuer reiseabschnitt beginnt…

wales, ein neuer reiseabschnitt beginnt und zwar gleich nach dem grenzübergang mit einem besuch von „tintern abbey“. im idyllischen wye valley, im südosten von wales, an der grenze zu england, erhebt sich die beeindruckende klosterruine – ein ort voller stiller erhabenheit und bewegter geschichte. gegründet im jahr 1131 von zisterziensermönchen, war die abtei einst ein blühendes spirituelles zentrum. die gotische struktur stammt größtenteils aus dem späten 13. jh., eine architektonische meisterleistung ihrer zeit.
nach der auflösung der klöster unter heinrich VIII. im jahr 1536 wurde die abtei aufgegeben und verfiel langsam, bis nur noch ihre gewaltigen steinbögen und fensteröffnungen in den himmel ragten. doch genau dieser verfall macht heute ihren reiz aus: die ruine ist kein museum, sondern ein lebendiges denkmal vergangener zeiten und gilt als die besterhaltene mittelalterliche kirchenruine in wales  – einfach wunderschön.

nicht weit von tintern abbey steht das „chepstow castle“, das wir im anschluss besuchten. chepstow castle ist eine beeindruckende mittelalterliche burg und gilt als eine der ältesten steinernen burgen des landes mit baubeginn um 1067, kurz nach der normannischen eroberung englands. sie ist auf einem strategisch günstigen punkt hoch über dem fluss wye auf einem kalksteinfelsen errichtet worden und erstreckt sich über 213 meter entlang des flusses. sehr ungewöhnlich für burgen, die sonst eher kompakt gebaut sind. die burg wurde in mehreren phasen erweitert und enthält eines der ältesten erhaltenen burgtore europas (aus eiche, vermutlich um 1190 gebaut). einst diente chepstow castle der grenzsicherung, wurde aber im laufe der jahrhunderte von verschiedenen adelsfamilien und einigen der mächtigsten männer englands und wales bewohnt. so z.b. von william marshal (earl of pembroke), den die meisten historiker als den größten ritter englands betrachten.

ja, und weil es so schön war, schauten wir auf einen kurzen besuch im „caldicot castle“ vorbei. heute eine burgruine mit museum bietet diese einen einblick in die mittelalterliche architektur (vom ursprünglich hölzernen turmförmigen gebäude auf einem künstlich angelegten erdhügel umgeben von einem graben, bis hin zum aufbau zur steinernen festung mit hoher ringmauer). die anlage ist gut erhalten, jedoch große highlights darf man nicht erwarten. für einen spaziergang in historischer umgebung ist das caldicot castle dennoch einen besuch wert.

zum tagesabschluss machten wir noch im „magor marsh“ eine entspannte rundwanderung. ein einzigartiges naturschutzgebiet, das eine kombination aus feuchtwiesen, schilfgebieten, feuchten wäldern und einem großen teich bietet und ein beliebter ort für tierbeobachtungen ist.

am nächsten tag besichtigten wir „blaenavon ironworks“. dies ist wie ein schritt zurück in das zeitalter der industriellen revolution. die gut erhaltene eisenhütte vermittelt einem eindrucksvoll, wie hart das leben und arbeiten im 18. und 19. jh war. faszinierend sind auch die originalen arbeiterhäuser, die detailgetreu eingerichtet wurden – jedes zeigt ein anderes jahrzehnt der wohnkultur. ein lohnenswerter abstecher für wales-reisende.

wales ist nicht nur bekannt für seine grünen hügel und mittelalterlichen burgen, sondern auch für seine bedeutende rolle in der industriellen revolution. ein besonders erlebnis war das „big pit national coal museum“ in blaenavon (eintritt kostenlos). es ist weit mehr als ein gewöhnliches museum – big pit ist ein echtes, ehemaliges kohlebergwerk und gehört zu den besten bergbaumuseen großbritanniens. bis zur schließung 1980 arbeiteten hier generationen von bergleuten unter oft extrem harten bedingungen. heute ermöglicht das museum einen eindrucksvollen einblick in diese zeit.
es begann mit der grubenfahrt: ausgerüstet mit helm, lampe und einem batteriepack für die tour, ging es mit einem förderkorb 90 meter in die tiefe. dort führen ehemalige bergwerkskumpel durch die original erhaltenen stollen

(fotografieren ist aus sicherheitsgründen strengstens verboten und selbst alle handys müssen abgegeben werden). mit ihren persönlichen erzählungen, den technischen details und einem ehrlichen blick auf die gefährliche arbeit unter tage vergeht diese einstündige, spannende tour viel zu schnell.
über tage zeigt das museum originale werkstätten, maschinenhäuser, das badehaus und ausstellungen zur geschichte des kohlebergbaus. big pit ist kein ort der nostalgischen verklärung, sondern ein authentisches geschichtserlebnis, das die harte realität des bergbaus spürbar macht – ein eindrucksvolles zeitzeugnis von über 120 jahren walisischer industriegeschichte, das bis heute unter die haut geht.

den tag beschlossen wir mit einem 5 km langen rundweg am keeper’s pond. ein idyllischer ort inmitten der walisischen hügellandschaft, nahe der ortschaft blaenavon. ursprünglich im 19. jh. künstlich angelegt, diente der teich einst der wasserversorgung der örtlichen eisenindustrie. heute ist er ein schöner zwischenstopp und ein idealer ausgangspunkt für wanderungen durch das unesco-weltkulturerbe blaenavon.

tretower court and castle“ ist ein besonders stimmungsvolles doppelensemble: eine imposante, runde burgruine aus dem 12. – 13. jh.

und gleich daneben ein vollständig restauriertes spätmittelalterliches herrenhaus (court). beim rundgang durch die beiden anlagen taucht man tief in die geschichte ein.
die burg stammt aus dem 12. jh., während das herrenhaus im 15. jh. von der familie vaughan erbaut wurde. die innenräume, einschließlich der großen halle und der küche, sind restauriert und geben einen lebendigen eindruck vom damaligen leben wider. tretower court gilt als eines der schönsten mittelalterlichen herrenhäuser in wales.

zeit wieder einmal die wanderschuhe anzuzuiehen um auf die ca. 7 km lange vier-wasserfälle-wanderung im brecon beacons national park zu gehen. die rundtour ist gut beschildert und die wege sind leicht begehbar. schön war es, und wir können diese wanderung nur weiter empfehlen.

nach dem wandern brauchten wir eine entspannung und die bekamen wir in der „penderyn brecon beacons distillery“ bei einer distillery tour mit verkostung. ja, was sollen wir sagen, unser erster walisischer whisky. penderyn whisky zeichnet sich durch seine besondere destillationstechnik aus, bei der ein speziell entwickelter „faraday still“ verwendet wird (ein einzelner kupfertopf, der an einer säule mit lochblechen befestigt ist) und setzt auf eine breite vielfalt an fassreifungen. sicher gut, aber leider nicht ganz unser geschmack, aber darüber lässt sich ja diskutieren. der penderin whisky hat und findet seine anhänger und das ist gut so.

am nächsten morgen war wieder ein museum an der reihe – „cyfarthfa castle museum and art gallery“, einst wohnsitz der wohlhabenden familie crawshay, die im 19. jh. zu den bedeutendsten eisenindustriellen in wales zählte. heute beherbergt das schloss ein vielseitiges museum, das unter anderem eine eindrucksvolle ausstellung über die lebensbedingungen der arbeiter und über das industrielle zeitalter zeigt sowie eine kunstgalerie.

ehe wir ein weiteres schloss besuchten wollten wir uns im ‘parc penallta‘ in ystrad mynach “sultan the pit pony“ ansehen. also maschierten wir die 4 km durch den park um dann vor einem etwas seltsamen pit pony zu stehen – der kleine drahtunterstand ist das ohr.
anders ausgedrückt “sultan the pit pony“ ist nach unserem verständnis nur aus der vogleperspektive, d.h. mittels einer drohnenaufnahme vielleicht schön anzusehen.Fotoquelle: https://www.atlasobscura.com/places/sultan-the-pit-pony – den spaziergang muss man nicht wiederholen 😉.

da wir von castels nicht genug bekommen können besuchten wir in caerphilly das gleichnamige „caerphilly castle“. diese burgruine zählt zu den größten bollwerken großbritanniens und beeindruckt mit seinen gewaltigen mauern, wassergräben und dem schiefen turm. diese im 13. jh. errichtete festung ist ein eindrucksvolles beispiel für mittelalterliche verteidigungsarchitektur. beim rundgang durch das weitläufige gelände spürt man die geschichte auf schritt und tritt und obwohl man nur ganz wenige innenräume besuchen kann, wie z.b. die restaurierte wohnhalle, sind die ausblicke von den wehrgängen absolut sehenswert. im inneren der anlage befindet sich heute eine ausstellung über die geschichte und die architektur der burg – ein lohnenswertes ziel für einen besuch.

den ganzen nächsten vormittag verbrachten wir im open-air museum „st. fagans national museum of history“ (der eintritt ist kostenlos). ein lebendiges stück walisischer geschichte, das die geschichte und kultur von wales eindrucksvoll zum leben erweckt. über 40 historische gebäude aus verschiedenen regionen und epochen wurden hier originalgetreu wieder aufgebaut – von traditionellen bauernhäusern, über eine viktorianische schule, bis hin zu einer mittelalterlichen kirche. besonders sehenswert ist das liebevoll rekonstruierte ‘kleine dorf‘. hier kann man durch schmale gassen schlendern, die typischen cottages von arbeitern und handwerkern erkunden und einen eindruck davon bekommen, wie die menschen in wales früher lebten und arbeiteten. auch ein kleiner dorfladen, eine bäckerei (mit köstlich frischen gebäck) und die örtliche schmiede fehlen nicht und machen den rundgang zu einer kleinen interessanten zeitreise.

an unserem tagesendziel cardiff angekommen stellten wir unser ‘cleverchen‘ am cardiff caravan and camping park ab, der etwas außerhalb des stadtzentrums liegt. von dort wanderten wir zum hafen, wo wir eine kleine hafenrundfahrt mit „cardiff cruises“ machten. eine gemütliche stunde tuckerten wir durch das hafengebiet, einst umschlagplatz für kohle und stahl, mit fantastischen blick über die cardiff bay mit dem mermaid quay (shoppingviertel), dem wales millennium centre (kultur- und veranstaltungszentrum), pierhead building (ehem. hauptsitz der bute dock company), senedd-gebäude (das walisische parlament), der norwegian church und den alten docks. entspannend und der richtige ausgleich zum hecktischen stadtleben.

ja, hecktisch war es an diesem tag, denn es fand ein rugby match statt und daher war alles großräumig rund um das stadion abgesperrt. übrigens, cardiff hat an diesem tag gewonnen und die stimmung war dementsprechend ausgelassen.

sonntag morgen, zeit für einen kleinen spaziergang im „merthyr mawr nature reserve“, durch die sanddünen bis zum meeresstrand. unglaublich diese gegend.

und weil es so schön war hängten wir gleich noch eine fast 7 km  wanderung im „kenfig national nature reserve“ an. natur pur.

die letzte besichtigung an diesem tag galt dem „margam castle“. ein eindrucksvolles herrenhaus im neugotischen stil, das malerisch eingebettet im weitläufigen margam country park in der nähe von port talbot liegt. erbaut zwischen 1830 und 1840 für christopher rice mansel talbot, einem walisischen industriellen und politiker, beeindruckt das schloss mit seiner detailreichen architektur, hohen türmen und kunstvollen steinmetzarbeiten. leider sind nur die bereiche eingangshalle und treppenhaus des schlosses zu besichtigen. die anderen räumlichkeiten sind nur im rahmen einer führung zugänglich. aber auch von außen kann man den besonderen charme des bauwerks auf sich wirken lassen. uns hat es gut gefallen.

wir werden noch einige tage in wales verbringen, ehe wir uns auf den weg nach irland machen – aber was wir in wales noch so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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züge, universitäten, autos und eine mächtige kathedrale…

züge, universitäten, autos und eine mächtige kathedrale. unseren schwerpunkt legten wir in diesem reiseabschnitt auf die berühmte universitätsstadt oxford, wobei wir am weg dorthin noch bei einem ganz besonders interessanten museum auf dem gelände der ehemaligen swindon railway works, halt machten – dem „steam – museum of the great western railway.
wer sich für technik, geschichte, züge oder einfach spannende museen begeistert, sollte hier unbedingt vorbei schauen. in den ehemaligen werkshallen der eisenbahnstadt swindon erlebt man hautnah, wie der aufstieg der eisenbahn das leben der menschen im 19. und frühen 20. jahrhundert verändert hat.
das museum widmet sich der legendären „great western railway“ (gwr) und u.a. dem chefingenieur  isambard kingdom brunel, einem wahren visionär und pionier des eisenbahnzeitalters. beeindruckende lokomotiven, liebevoll restaurierte waggons und interaktive ausstellungen zeigen, wie technik, handwerk und visionen zusammenkamen, um großbritanniens städte zu verbinden.

ein toller mix aus riesigen, beeindruckenden maschinen und sehr persönlichen geschichten. man erfährt nicht nur wie eine dampflok gebaut wird und funktioniert sondern auch, wie das leben der arbeiter und ihrer familien im werk aussah.

überall gibt es interessante details zu entdecken. das steam museum ist nicht nur etwas für eisenbahnfans, sondern für alle, die lust auf eine außergewöhnliche reise in die britische industriegeschichte haben – ein echter geheimtipp abseits der klassischen touristenpfade.

weiter ging es richtung oxford, auch als “city of dreaming spires“ bezeichnet (ein begriff, den der englische dichter und kulturkritiker, matthew arnold, aufgrund der harmonischen architektur der universitätsgebäude prägte) und ja, der name weckt bilder von ehrwürdigen universitäten, historischen gebäuden und einer atmosphäre, die nach wissen und tradition duftet. doch die stadt hat uns überrascht: sie ist lebendig, jung und vielfältig, eine besondere mischung aus akademischem flair und britischem alltag.
die altstadt von oxford ist wie ein begehbares geschichtsbuch. die universität oxford – herz und seele der stadt – wurde bereits im 12. jh. gegründet und gehört zu den renommiertesten bildungseinrichtungen der welt. die akademische lehre in über 30 colleges steht für kunst, wissenschaft, technologie und innovation.
architektonische meisterwerke die sich über die gesamte stadt verteilen. oxford wirkt eher wie eine sammlung kleiner akademischer königreiche als wie eine klassische universitätsstadt. jedes college hat seine eigene geschichte, architektur und atmosphäre. wer in oxford studiert, tritt in die fußstapfen der ganz großen, wie z.b. rosa luxemburg, margaret thatcher, richard von weizsäcker und rowan atkinson (bekannt für seine rolle als „mr. bean“).
oxford hat aber auch gemütliche pubs, stilvolle cafés, gute restaurants und für harry potter fans gibt es überall kleine „magische“ orte, die als drehorte dienten und die fantasie beflügeln.

nach unserer persönlichen erfahrung sollten für die stadt oxford zumindest 2 ganze besuchs- und bsichtigungstage eingeplant werden. wir hatten das glück und die großartige unterstützung von experience oxfordshire, oxford bus company und oxford city sightseeing (facebook: city sightseeing oxford; instagram: @city_sightseeing_oxford; twitter: @oxfordopentop) und schafften mit deren hilfe ein eintägiges programm zu erstellen, das uns den besuch der für uns persönlich wichtigen highlights der stadt ermöglichte. an dieser stelle nochmals vielen herzlichen dank für die ausgezeichnete planung und unterstützung.

was haben wir erlebt –

  • hop-on hop-off bus tour
  • “stepping through oxford” 45-min geführter stadtrundgang
  • blackwell’s eine der bekanntesten buchläden in england, der 1879 in oxford gegründet wurde und sich gleich über mehrere gebäudeblöcke erstreckt.
  • bodleian library 1602 von ‘sir thomas bodley‘ gegründet und die zweitgrößte bibliothek großbritanniens mit einer reichhaltigen sammlung mittelalterlicher handschriften aus dem deutschsprachigen raum

    & ‘divinity school‘ (physisch mit der bodleian library verbunden), der älteste eigens gebaute lehrraum der universität aus dem 15. jh., der ursprünglich für vorlesungen, mündliche prüfungen und theologische diskussionen konzipiert wurde.

  • sheldonian theatre entworfen von ‘sir christopher wren‘. der hauptveranstaltungsort für universitätszeremonien wie matrikulations- und promotionsfeiern sowie zur verleihung von ehrendoktoraten an bekannte persönlichkeiten.
  • christ church (college and cathedral tour) dieses angeblich reichste college in oxford wurde ursprünglich 1525 von ‘kardinal thomas wolsey‘ gegründet und nach dessen sturz 1546 von ‘könig heinrich VIII.‘ neu gegründet und gleichzeitig mit der kathedrale von oxford fusioniert (einziger fall in england). diese kleinste kathedrale englands dient auch als college-kapelle und ist bekannt für ihre buntglasfenster aus dem 14. und 15. jh., das chorgestühl und die komplizierten steinmetzarbeiten.

kleine randbemerkung zu den drehorten für die harry-potter-filme (wird bei jeder führung explizit hervor gehoben)

  • christ church college: die berühmte bodley-treppe, die in den filmen als eingang zur großen halle von hogwarts diente und außerdem der speisesaal des colleges, als inspiration für die große halle in hogwarts.
  • bodleian library: die divinity school diente als krankenflügel von hogwarts.

von oxford ging es weiter richtung wales grenze, aber davor machten wir noch einen stop in bourton-on-the-water und besuchten das „cotswold motoring museum & toy collection“. ein total sehenswertes kurioses kleines museum, wo man sich herrlich an seine ersten begegnungen mit autos und motorräder erinnern kann. ein besuch zahlt sich jedenfalls aus.

in bourton-on-the-water gibt es noch etwas interessanres zu sehen – „das model village“ auf dem gelände des ‘old new inn‘. ein bemerkenswertes miniaturdorf im maßstab 1:9, das die architektur und atmosphäre des realen bourton-on-the-water in den 1930er jahren detailgetreu widerspiegelt. es wurde zwischen 1936 und 1941 vom damaligen wirt des ‘new inn‘, herrn morris und seiner frau erbaut. sie maßen jedes gebäude im ort sorgfältig aus und beauftragten acht lokale handwerker, die aus echtem cotswold-kalkstein und miniatur-schieferdächern die rund 100 gebäude errichteten. das model village in bourton-on-the-water ist das einzige denkmalgeschützte modelldorf des landes. einfach sehenswert.

ein weiterer höhepunkt des tages war der besuch der „gloucester cathedral“. sie gilt immer noch als eines der wichtigsten und rätselhaftesten baudenkmäler der ganzen kunstgeschichte. schon beim ersten anblick beeindruckt sie mit ihrer gotischen fassade und dem imposanten turm, der weit über die dächer der stadt hinaus sichtbar ist. die kathedrale blickt auf über 900 jahre geschichte zurück. ursprünglich als benediktinerabtei gegründet, überstand sie reformationen, kriege und den wandel der zeiten und trägt dabei die spuren jeder epoche deutlich sichtbar in ihren mauern. besonders hervorzuheben sind die mittelalterlichen glasfenster, darunter das berühmte „great east window“, eines der größten mittelalterlichen buntglasfenster europas sowie auch der kreuzgang und die fächergewölbe, die wirklich fantasievoll und abwechslungsreich sind.

für die harry-potter-filmreihe wurde die kathedrale von gloucester gleich drei mal als kulisse verrwendet.

als nächstes werden wir wales besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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die römischen bäder…

die römischen bäder erwarteten uns in der stadt bath. aber alles der reihe nach.
pünktlich um 09:00 uhr morgens fanden wir uns zu einer entspannenden, zweistündigen spa-session in der „thermae bath spa“ (the new royal bath) ein – ein ‚adult’s only‘ spa. herrlich, am morgen in diesem modernen thermalbad im terassenpool über den dächern der stadt mit einmaligem ausblick auf das historische bath zu schwimmen. die heißen, natürlichen quellen von bath entspringen im stadtzentrum, liefern täglich über eine million liter mineralreiches bis zu 46°c  warmes wasser und beinhalten einen besonderen mix aus mineralien. enthalten sind z.b. sulfate, kalzium- und natriumverbindungen.
zu den weiteren einrichtungen gehören ein indoorbecken (minerva bath), eine wellness suite, ein cafe und badetücher & bademantel sind im eintrittspreis inkludiert.
kann man nur empfehlen. da in der gesammten anlage striktes fotografierverbot herrscht müssen wir auf originalfotos der therme zurückgreifen.

nach unserem morgenbad stärkten wir uns mit einem frühstück bei „sally lunn’s“ einem historischen eating house & tea room. es ist das älteste haus in bath und berühmt für das sally lunn bun (eine version des traditionellen, französischen brioche-ähnlichen festtagsbrots).

das haus hat auch ein kleines museum in dem man u.a. noch die alte backstube sehen kann.

also, wer in bath ist sollte auf jeden fall bei sally lun´s einkehren.

am weg zu unserer nächsten besichtigung hielten wir kurz bei der „bath abbey“. seit mehr als tausend jahren befindet sich an diesem ort eine christliche kultstätte, die in dieser zeit viele veränderungen und umgestaltungen erfahren hat – von der kirche eines benediktiner-klosters, zwischenzeitlich aber auch bischofssitz der diözese bath und wells, bis zur heutigen anglikanischen pfarrkirche. viel erlebt und doch steht die abtei noch heute stolz im zentrum der stadt.

die hauptattraktion in bath ist schlechthin „the roman baths“, das um das jahr 70 n. chr. als großer bade- und gesellschaftskomplex erbaut wurde und von den römern ‚aquae sulis‘ genannt wurde. es zählt zu den beeindruckendsten historischen sehenswürdigkeiten großbritanniens und ist eine der am besten erhaltenen römischen ruinen der welt.
die anlage bietet einen faszinierenden einblick in das leben und die badekultur der antike. highlights sind die terrasse mit blick auf das große freiluftbecken, das noch heute von natürlichem thermalwasser gespeist wird (baden ist hier leider nicht mehr erlaubt), die heilige quelle, das epizentrum aus dem die bäder ursprünglich entsprangen,

das museum, mit vielen originalen artefakten wie z.b. eine sammlung römischer münzen und auch der tempelbezirk und die unterirdischen gänge vermitteln ein authentisches gefühl für das römische erbe.

die kombination aus beeindruckender architektur, spannender geschichte und moderner präsentation macht diesen ort einzigartig.

wir bummelten entlang des avon-flusses, mit seiner schönen parkanlage und dem blick auf die ‚pulteney bridge‘, einer der wenigen noch erhaltenen brücken mit bebauten häusern – ein super fotomotiv.

vom avon weiter hinauf zum „the circus“

und landeten schließlich im museum „no 1 royal crescent“, das wir uns genauer ansahen. motto – wohnen wie im 18. jh. am royal crescent. das liebevoll restaurierte museum in einem der elegantesten stadthäuser von bath liegt am berühmten royal crescent, einer halbmondförmigen häuserreihe im georgianischen stil die zwischen 1767 und 1775 erbaut wurden, zeigt, wie der britische adel einst lebte. beim rundgang durch die stilvoll eingerichteten räume fühlt man sich zurückversetzt in die zeit von jane austen: mit prunkvollen salons, dienerquartieren und originalgetreuen möbeln. jeder raum erzählt eine geschichte – vom opulenten esszimmer bis zur einfachen küche im souterrain.

am rückweg richtung campingplatz warfen wir noch einen blick in den „the georgian garden“, der aber zu dieser jahreszeit nichts besonderes darstellt.

was besonderes, und absolut hervorzuheben, war der campingplatz „bath waterside & marina and caravan park“. ideal gelegen, da man ganz unkompliziert mit dem öffentlichen bus in nur wenigen minuten im zentrum von bath ist, und das ist aufgrund der eingeführten bath-umweltzone für fahrzeuge sehr wichtig und unbedingt zu beachten. stadtparkplätze sind äußerst rar und teuer.
der cp selbst ist gut ausgestattet – großzügige stellplätze,heiße duschen und sonst auch alles was man zum gemütlichen übernachten braucht. wir hatten hier zwei angenehme nächte verbracht, unbedingt empfehlenswert.

als nächstes werden wir oxford besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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entlang der wilden küste…

entlang der wilden küste vorerst bis ilfracombe. ilfracombe besticht durch seine steilen klippen, viktorianische architektur und eine charmante hafenatmosphäre,

u.a. durch die auffällige statue “verity“ des britischen künstlers damien hirst (eine 20 m hohe und 25 t schwere bronzefigur einer schwangeren frau, die ein schwert über rechtsbücher hält), sowie die st. nicholas kapelle aus dem jahr 1321, auf dem lantern hill mit blick auf den historischen hafen (ab dem 15. jh. diente die kapelle auch als leuchtfeuer und ist noch heute ein funktionierender leuchtturm – gilt als der älteste des landes).

ein weiteres, einzigartiges highlight in seiner art sind die tunnels beaches in ilfracombe. diese historischen strände sind ein netzwerk aus handgehauenen tunneln, die zu einzigartigen geschützten stränden und einem viktorianischen badebecken führen, das von den gezeiten beeinflusst wird – eine spektakuläre kulisse aus meer, klippen und naturstein.

nach dem kurzen stadtrundgang wurde ein wenig gewandert. in lynton begaben wir uns auf den „valley of rocks nature trail“

der uns rund 6 km erst an der küste entlang, dann bergab in die stadt lynmouth und nach einem kleinen rundgang wieder zurück und hinauf auf die klippe führte.

dafür bedienten wir uns der historischen „lynton and lynmouth cliff railway“. eine fahrt mit der höchsten und steilsten wasserbetriebenen standseilbahn der welt, die seit 1890 in betrieb ist  – wir haben es sehr genossen.

der nächste tag begann mit einer kirchenbesichtigung, der „church of st. george“ in dunster. mit dem bau wurde bereits im 11. jh. begonnen, sie stammt aber überwiegend aus dem 15. jh. eine wunderschöne kirche mit kreuzförmigen grundriss und großartigen schnitzereien.

als nächstes stand ein besuch im „dunster castle“ auf unserem programm. dunster castle war ursprünglich eine mittelalterliche burg und wurde später in ein herrenhaus mit weitläufiger gartenanlage umgebaut, das im laufe seiner langjährigen geschichte von nur zwei familien bewohnt wurde, bis es 1976 dem national trust zur verwaltung übergeben wurde.

ein besuch der „glastonbury abbey“, eine der ältesten und ehemals reichsten abteien englands, darf natürlich nicht fehlen, wenn man in somerset unterwegs ist. die ruinen selbst sind eindrucksvoll und werden von weitläufigen grünflächen umgeben, die die einstige pracht der abtei erahnen lassen. im kleinen museum auf dem gelände gibt es zudem viele interessante informationen zur geschichte der abtei und zum leben der mönche im mittelalter.

weiter ging es in die mendip hills, auch mendips genannt, ein wunderschönes naturgebiet mit tiefen klippen, kalksteinformationen und höhlen. hier, im norden von somerset und in der kleinstadt cheddar, stand einiges auf unserem programm und daher campierten wir zwei nächte im „cheddar bridge touring park“. ein platz für ruhesuchende, d.h. adults only, ein zentraler ausgangspunkt für alle aktivitäten rund um cheddar und moderne, sehr saubere sanitäreinrichtugen –👍

zuerst „cheddar gorge & caves“ – gough’s cave (hier wurde auch der „cheddar man“ entdeckt, eines der ältesten vollständigen skelette großbritanniens und wo auch der berühmte cheddar käse gereift wird)

– museum of prehistory – cox’s cave (eine moderne multimedia-erlebniszeitreise, die die geschichte der entstehung und entwicklung der höhlen durch die kraft des wassers präsentiert)

– jacob’s ladder & lookout tower.

am nächsten tag machten wir noch eine ca. 9 km wanderung am cliff-top walk. ein dichtes aber sehr schönes programm mit vielen interssanten besichtigungen.

cheddar sollte man nicht nur wegen dem käse besuchen.

von cheddar ging unsere reise weiter in richtung bath und die römischen bäder. am weg dorthin machten wir noch einen stopp in wells. die „wells cathedral“ ist eine richtig beeindruckende kathedrale aus dem 15. jh. von außen schon ein hingucker, mit ihrer kunstvoll verzierten westfasade, aber ganz besonders wird es, wenn man hineingeht. die berühmten „scissor arches“, ein gotisches kunstwerk aus stein das den zentralen turm stützt, buntes licht das durch das riesige bleigefasste jesse-fenster strahlt, die wells-uhr, das zweitälteste uhrwerk großbritanniens das noch in gebrauch ist und so vieles mehr – einfach eine herrliche atmosphäre.

 

besonders lohnenswert ist die „chained library tour“. nur sehr kleinen besuchergruppen wird eine bemerkenswerte sammlung früher drucke und handschriften gezeigt, wobei die bücherregale und -ketten besonders beeindrucken.

der zweite besuch in wells galt dem „bishop’s palace and gardens“, direkt neben der kathedrale gelegen und seit über 800 jahren sitz der bischöfe von bath und wells. und ja, der name hält was er verspricht – ein kleiner palast mit zugbrücke, wassergraben und verwunschene gärten rundherum. im inneren palastbereich sahen wir bei einer geführten tour u.a. das bischöfliche arbeitszimmer, den krönungsmantel (ein speziell entworfener chormantel, der bei der krönung jedes monarchen getragen wird) und die  prächtige bischofskapelle.

als nächstes werden wir bath besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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jetzt geht die reise also richtig los…

jetzt geht die reise also richtig los und von unserem ersten england-stellplatz in plymouth ging es direkt zum eden-projekt.
das „eden project“ in cornwall, ist eine beeindruckende mischung aus botanischem garten und architektonischem wunderwerk, das aus mehrfach miteinander verschnittenen durchsichtigen geodätischen kunststoffkuppeln besteht.

aus einer riesigen grube, in der früher tonerde abgebaut wurde, entstand eine fruchtbare rund 50 hektar große oase mit rund 100.000 pflanzen aus aller welt. während des rundgangs durch die einzelnen tropischen und mediterranen biome gelangt man in verschiedene klimazonen und es ist faszinierend diese vielfalt exotischer pflanzen sowie die nachgestaltung des regenwaldes zu sehen.

für uns war dieser besuch inspirierend und lehrreich zugleich und nicht nur etwas für ausgesprochene natur und architektur faszinierte. wir haben den vormittag richtig genossen.

nach dem besuch dieser einzigartigen pflanzenwelt besuchten wir den „landsitz lanhydrock“ in cornwall. dieses prächtige typisch englische herrenhaus, umgeben von 367 hektar garten und landschaftspark, versetzt einem sofort ins viktorianische zeitalter. beim rundgang durch die der öffentlichkeit zugänglich gemachten räume, bekommt man einen faszinierenden einblick in das damalige leben und macht eine kleine zeitreise. lanhydrock ist ein ort voller geschichte und atmosphäre. wenn man in cornwall unterwegs ist, sollte man einen besuch einplanen.

diesen ersten reisetag haben wir in croyde bay, bekannt für seine fantastischen surfmöglichkeiten, am „ocean pitch camping“ beendet. ein kleiner, feiner, toll gepflegter und sehr gut besuchter campingplatz,

direkt an einer sandigen bucht gelegen und auch ausgangspunkt für schöne küstenwanderungen, wie z.b. „baggy point“. unbedingt vorbuchen.

der nächste tag führte uns nach bodmin, wo ein etwas anderer besuch auf dem programm stand, das „bodmin jail“ am rande des bodmin moor – dunkle mauern, düstere geschichten. dieses gefängnis hat mehr geschichte in seinen alten steinen, als man auf den ersten blick vermuten würde, aber genau das macht den reiz aus. bodmin jail wurde anfang der 1770er jahre erbaut, mitten in einer zeit, in der england fleißig gefängnisse modernisierte – zumindest nach den maßstäben des 18. jahrhunderts. es war eines der ersten gefängnisse, das nach dem prinzip der „separaten zelle“ gebaut wurde, getrennte bereiche für männer und frauen, warmwasser sowie hellen und luftigen bereichen für die gefangenen. damals fast revolutionär, heute eher… gruselig. denn mal ehrlich: wenn man durch die kalten, dunklen gänge läuft, spürt man sofort, dass hier keine fröhlichen geschichten geschrieben wurden. über 50 öffentliche hinrichtungen fanden hier statt, und einige der damit einhergehenden geschichten werden im heutigen besucherzentrum ziemlich eindrucksvoll (und teils sehr dramatisch) erzählt. das museum verbindet geschichte mit erlebnis. man bekommt nicht nur trockene infos, sondern taucht wirklich in das leben (und sterben) der damaligen häftlinge ein. besonders die licht- und soundeffekte im neuen museumsteil haben es echt in sich. wer sich für die dunklen seiten der vergangenheit interessiert, ist hier genau richtig.

nach so viel dunkler geschichte besuchten wir „clovelly“ and der nordostküste devons. das historische dorf clovelly wurde auf einer klippe mit blick auf die bideford bay errichtet und ist ein malerisches postkarten-dorf, und das schon seit jahrhunderten. erste aufzeichnungen gehen bis ins 9. jahrhundert zurück. ein autofreies dorf – man stellt sein auto am parkplatz ab und geht die steile und enge kopfsteinpflasterstraße hinab in das dorf. güter des täglichen lebens werden entweder mittels esel oder hölzernen schlitten befördert. kleine weiße fischerhäuschen, ein paar boote im hafenbecken, gemütliche pubs mit kamin – alles in clovelly wirkt, als wäre die zeit stehen geblieben.
seit dem 18. jahrhundert ist das idyllische dorf clovelly in privatbesitz und wird bis heute liebevoll erhalten und gepflegt. dieser für uns lohnenswerte besuch war ein kleiner sprung in die vergangenheit.

als nächstes werden wir die kleinstadt ilfracombe an der nordküste der südwestenglischen grafschaft devon besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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die anfahrt zu neuen abenteuern…

die anfahrt zu neuen abenteuern wäre geschafft. davor erledigten wir in wien noch einige kleinigkeiten an unserem cleverchen. so erneuerten wir selber die seitenverdunkelungen (original von remis) an fahrer- und beifahrertüre

und im zuge eines technischen services wurden die bremsschläuche auf stahlflexleitungen getauscht und zusätzlich eine höher temperaturbeständige bremsflüssigkeit eingefüllt.
da auch eine rückleuchte zum austauschen gewesen wäre haben wir uns entschlossen gleich auf led rückleuchten und blinker umzurüsten – dabei ist unsere entscheidung auf van-X gefallen, da diese uns einfach besser gefallen haben.

beim neuen satz reifen testen wir zum ersten mal den „falken wildpeak a/t“ – sauberes profil, guter flankenschutz usw.
nachdem wir ordnungsgemäß die scheinwerfer von rechts- auf linksverkehr abgeklebt hatten konnte es dann endlich los gehen.

von wien weg sind wir nach zwei nächtigungen an ruhigen freistehplätzen

im hafen von port roscoff angekommen, wo wir dann die letzte nacht vor der fährüberfahrt verbracht haben. gutes service, denn kostenloses stehen und nur 1,50 € für 6 minuten duschen ist ein schnäppchen.
am nächsten tag ging es rauf auf die fähre und nach 5 stunden fahrt sind wir in plymouth angekommen. da es schon fast 21:00 war und wir bereits auf der fähre gut gegessen hatten ging es rasch zu unserem stellplatz. ruhig und direkt am meer verbrachten wir die erste nacht auf englischen boden.

am nächsten tag wollen wir als erstes das eden-projekt besichtigen, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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wir sind fast startklar…

wir sind fast startklar für unsere nächste reise. diesmal werden wir das europäische festland verlassen uns uns nach england – wales und irland bewegen.
da wir schon vor einigen jahren england bereist hatten, liegt unser schwerpunkt auf das restliche england mit wales und ganz besonders irland.

die anfahrt werden wir auf dem schnellsten weg von wien über deutschland-frankreich bis zur fähre port du roscoff (frankreich) in ca 1900 km erledigen.

von port du roscoff setzen wir mit der fähre nach plymouth in england über. jetzt beginnt der eigentliche teil unserer reise. der erste teil von england

weiter nach wales

dann mit der fähre von fishguard bis rosslare um von dort irland zu erkunden. nordirland werden wir nicht besuchen.

nach irland geht es wieder zurück nach wales und anschließend zum zweiten tel von england – in in den norden und osten.

von hull werden wir mit der fähre nach rotterdam den heimweg antreten.
wo und wie haben wir noch nicht geplant.

wir werden diesmal ca 14.000 km und ca. sechs monate unterwegs sein. haben sehr viele wanderungen und stadtbesichtigungen (an die 100 routen mit komoot) geplant.

jetzt werden noch einige renovierungen und adaptierungen an unserem cleverchen vorgenommen und dann kann es zu ostern losgehen.

was wir auf dieser reise so alles erleben werden werden wir in unserem blog berichten und wieder mit vielen bildern versehen.

bis dahin alles liebe von den

hovis’on tour