von nicaragua nach honduras…

von nicaragua nach honduras im schnelldurchlauf.
heute wieder einmal ein grenzübergang, diesmal von costa rica nach nicaragua, und es war nicht nur ein langwieriger, sondern vor allem ein chaotischer und unübersichtlicher grenzübergang. schon weit vor der grenze bildeten sich kilometerlange lkw-schlangen, an denen wir aber vorbeifuhren, wenn auch nicht immer problemlos, und dann ging es los:
> an der grenze rechts parken
> treppe runter in das kleine grüne gebäude
> kopie der temporären einfuhr anfertigen und ausreisegebühr bezahlen (ja, auch wenn man ein land verläßt muss man geld bezahlen)
> weiter zur migracion, rechts an einem großen gebäude entlang und dann links gegenüber in das gebäude hinein und einen weißen länglichen zettel ausfüllen
> dann zur aduana (zoll), etwas versteckt, d.h. die straße in die richtung laufen aus der wir gekommen waren, vorbei an den parkenden lkw´s, und nach ca. 200m einen betonierten weg nach rechts
> links ist der schalter „fotocopias“ und gegenüber die treppe hoch
> am schalter alle papiere in original und kopie vorlegen
> man bekommt einen stempel auf die kopien sowie einen laufzettel mit stempel
> jetzt mit dem fahrzeug 800m zur einreise nicaragua weiterfahren
> an einem kleinen häuschen nimmt jemand den laufzettel ab und beamte stellen allerlei fragen (woher, wohin, wie lange…) und fotografieren die dokumente
> weiter nach rechts zur fumigation (desinfektion) fahren, aussteigen und für das fahrzeug bezahlen
> man bekommt wieder ein formular zum ausfüllen (benötigt man später)
>  jetzt durch die desinfektion fahren und danach rechts hinter das gebäude fahren und parken
> am schalter covid-test und einen kleinen weißen zettel mit stempel in empfang nehmen
> beim eintreten ins migrationsgebäude notiert ein beamter die passnummer per hand  in eine liste
> an einer kleinen bude links zahlt man 1usd für die municipalidad (gemeinde) pro person (das war der geringste betrag)
> wieder geht es zur migracion, diesmal personeneinreisegebühr
> dann haftpflichtversicherung, obwohl wir bereits vorab eine versicherung abgeschlossen hatten  m u s s  man für 12usd eine pflichtversicherung kaufen
> mit dem bereits früher ausgefüllten formular gab es schließlich den fahrzeugeinreisestempel
> nun mit dem fahrzeug ums gebäude herumfahren, es wird mittels scanner geröntgt
> danach in einem blauen gebäude die treppe hoch bis zum schreibtisch vor einem büro
> einer dame die dokumente im original und in kopie geben und ein anderer beamter druckt die temporäre einfuhrgenehmigung aus
> wieder runter und einen beamten suchen der das womo kontrolliert und stempel und unterschrift auf die temporäre einfuhrgenehmigung macht
geschafft, willkommen in nicaragua. aber, ca. 5km nach der grenze wieder eine kontrolle. stimmt etwas nicht, wird man zur grenze zurückgeschickt, z.b. wenn man keine pflichtversicherung abgeschlossen hat. so sieht der grenzübertritt aus – geduld und viel nervenkraft mitbringen.

das erste ziel in nicaragua war granada. in granada machten wir mit kutschen eine stadtrundfahrt – ein bisserl sehr touristisch, aber trotzdem recht nett

. viel spannender war von granada aus der ausflug in den masaya nationalpark, wo wir auf einer asphaltstraße durch ein lavafeld (vom ausbruch im jahre 1670) bis an den kraterrand des noch aktiven vulkans „nindiri“ fahren konnten. gegen abend konnte man sogar die lava glühen sehen – sehr spektakulär.

das nächtse highlight war der besuch in der zigarrenfabrik „a.j. hernandez“. hier konnten wir sehen unter welchen schweren bedingungen die frauen und männer für die herstellung der zigarren vom tabakblatt bis zur zigarre arbeiten müssen, alles in handarbeit und in fließband tempo.

am nächsten tag fuhren wir wieder über eine grenze, wir reisten von nicaragua nach honduras – diesmal erspare ich euch die beschreibung des langwierigen prozederes an der grenze J

in honduras war eines unserer besichtigungsziele der „parque arqueologico los naranjos“ hier entwickelte sich einst die „lenca kultur“. durch den immergrünen regenwald führen angelegte wege wo man eine vielzahl tropischer pflanzen entdecken kann.

„el puente“ eine maya anlage und ein archäologischer park mit neun tempeln – die anlage wurde erst 1994 zur besichtigung eröffnet.

in copan ruinas, wo wir zwei nächte verbrachten, gingen wir am abend in die stadt, wo wir uns verschiedene karfreitag´s prozessionen ansehen konnten

und es gab auch noch ein schönes feuerwerk zu sehen.

der tag darauf führte uns zu den „copán ruinas“ die südlichste maya-stätte. copán ist einer der wichstigsten und ausgedehntesten ausgrabungsstätten der maya hochkultur.

und wieder einmal stand ein grenzübergang bevor, von honduras nach guatemala. was wir dort alles erlebten, und wie es auf unserer route weiter geht, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den

hovi´s on tour

panama und costa rica…

panama und costa rica…
nachdem wir wieder mit der island express fähre von der inselgruppe pearl islands – saboga und contadora nach flamenco island (stadtteil von panama city) zurückgekehrt waren besichtigten wir panama city und besuchten den panamakanal. beides fand ich nicht so aufregend, da wir bei der stadtrundfahrt nur einen kleinen teil von panama city zu sehen bekamen und der moderne architektonisch eindrucksvolle neue teil im rahmen unserer gruppentour nicht besucht wurde.

beim panamakanal war das beste der film von der entstehung des kanals, denn unser tourguide führte uns zu einer zeit an den kanal, wo mit 100% sicherheit kein schiff den kanal passierte. schade, wäre interessant gewesen so ein riesen ding in der schleuße zu sehen.

weiter ging es über valle de antón – playa las lajas nach david. in david war unser übernachtungsplatz am gelände der bekanntesten rumfabrik panamas, die im jahre 1915 von don guillermo tribalos gegründet wurde – „carta vieja“. nach einer ausgiebigen besichtigung und verkostung des köstlichen rums verbrachten wir eine angenehme nacht 😉

am nächsten morgen ging es wieder einmal über die grenze. diesmal fuhren wir von panama nach costa rica. wie immer ein langwieriger grenzübergang, mit für unsere begriffe teilweisen nicht nachvollziehbaren dokumenten- und formularaufwand – na ja, das ist eben südamerika. unser heutiges ziel – sierpe.
hier unternahmen wir eine bootstour am estero azul durch die mangroven, bei der wir verschiedene tiere und pflanzen vom fluß aus beobachten konnten.

die nächste etappe ging von sierpe nach dominical. kein besonderer fahrtag aber ein wunderschöner freier stellplatz an der playa dominicalito. gemütlich den tag ausklingen lassen war die devise.

der nächste tag führte uns durch das talamanca-gebirge und den nebelwald. wir erreichten auch den höchsten punkt der panamericana. steile und sehr viele kurven prägten die etappe. wir schauten uns in cartago die „basilika unserer engelsfrau“ an,

unternahmen einen ausflug zum vulkan poás, einem noch aktiven vulkan

und statteten der kaffeefarm „doka estate“ einen besuch ab, wo uns alles zum thema kaffee, vom pflänzchen bis zur fertigen mischung, erzählt wurde.

am arenalsse entdeckten wir einen schönen ruhigen übernachtungsplatz, wo wir in lustiger gesellschaft den abend und die nacht verbringen konnten.

ehe wir über die grenze nach nicaragua gingen stand noch ein kühles bad am wasserfall „lianos del cortés“

und der besuch des „puentes colgantes del arenal“ mit seinen „el mistico hanging bridges“ – hängebrücken durch den regenwald, auf unserem programm. ein privates naturschutzgebiet von etwa 250 ha. das projekt besteht aus 8 festen brücken zwischen 8 und 22 meter länge und 6 hängebrücken mit längen zwischen 48 und 98 metern. jeder meter der 3,1 km ist es wert ihn zu gehen – tolles erlebnis.

so, nun stand uns ein weiterer grenzübergang von costa rica nach nicaragua bevor. was wir dort alles erlebten, und wie es auf unserer route weiter geht, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den

hovi´s on tour

ab in die warteschleife…

ab in die warteschleife, bis wir unsere geplante tour wieder fortsetzen können.

warteschleife? in chile, im hafen von san antonio, haben wir ja unser cleverchen auf das schiff gestellt, um es nach panama schaukeln zu lassen. wir selbst sind mit dem flugzeug nach panama city geflogen. von dort aus ging es mit „sea las perlas“ und der island express fähre von flamenco island weiter zur inselgruppe pearl islands – zuerst nach saboga und anschließend nach contadora. chillen war angesagt.

auf saboga erwartete uns natur pur – eintauchen in die natur und neue energie tanken in dieser kleinen oase. nur eine handvoll menschen verteilte sich auf der insel auf mehreren lodges. wir schlugen unsere zelte im eco-hotel „saboga lodge“ auf. haben aber zu unserer freude ein zimmer in der „villa noelia“ bekommen. die villa noelia besteht aus 5 zimmern (wobei nur wir und ein vater mit seiner tochter anwesend war) einem swimming pool, einer großen terasse mit meerblick, und einer küche wo „darling“, die hausdame für alles, für uns jeden tag frisch kochte.

an den schönen einsamen stränden

und bei (ur)waldspaziergängen (wir besuchten auch den heiligen ort der einheimischen am fuße eines 500 jahre alten baumes) konnten wir uns sehr rasch und nachhaltig erholen.

so abenteuerlich wie wir bereits vom offiziellen landungssteg der fähre auf saboga mit einem kleinen boot zu unserer villa gebracht wurden (liegt genau am gegenüberliegenden strand), war auch die abholung für den transport (die bilder hat uns liebenswerter weise eduardo baka mendez zur verfügung gestellt – danke eduardo) zu unserer nächsten insel – contadora.

contadora ist zwar kleiner als saboga, aber die wesentlich häufiger besuchte und daher auch touristischere insel. quartier bezogen wir in „gerald´s b&b“ samt restaurantbetrieb und wirklich ausgezeichneter küche.

da sich auf contadora überwiegend private residenzen befinden, hat ist gerald mit seinen neun gästezimmern als der drittgrößte zimmervermieter auf der insel etabliert. ein weiteres highlight dieser unterkunft ist neben der kurzen gehdistanz zu einem der schönsten und längsten strände auf der insel, playa larga,

die dachterrasse. mit blick auf das meer vom liegestuhl aus und einem kleinen becken zum abkühlen, finden hier auch die abende bei einem kühlen bier oder cocktails einen stimmungsvollen ausklang.

von den vielen stränden sind fünf für jedermann auch auf dem landweg zugänglich.

die anderen strände stehen nur von der meerseite aus für badefreuden zur verfügung. in den 70ern gab es auf contadora ein riesiges 300 betten resort samt casino und mit eigener fähre, das aber mitlerweile dem verfall preisgegeben wurde.

man kann die insel leicht zu fuß erkunden und die zugänglichen strände zu einem bade- und schnorchelaufenthalt nutzen.
alles in allem haben wir die panama-auszeit unserer doch anstrengenden reise mit dem ziel von feuerland nach alaska zu fahren sehr genossen.
nun geht es für eine stadtbesichtigung und natürlich einer besichtigung des panamakanals zurück nach panama city.
was wir dort alles erleben, und wie es auf unserer route weiter geht, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

manchmal kommt es anders als man denkt…

manchmal kommt es anders als man denkt. wir dachten, dass wir nach argentinien, chile und bolivien weiter nach peru reisen können und endlich auch in natura die inka stadt machu picchu besichtigen können – doch dann kam alles anders. wegen der anhaltenden unruhen und straßensperren konnten wir nicht nach peru einreisen. immer wieder wurde eine mögliche ein- bzw. durchreise verschoben. wir fuhren alternativrouten in bolivien und im norden von argentinien und hofften – leider vergebens.
also entschlossen wir uns schlussendlich nach chile zu fahren und im hafen von san antonio unser cleverchen auf das schiff zu stellen, um es nach panama schauckeln zu lassen. wir selbst sind mit dem flugzeug nach panama city vorausgeflogen und da wir nicht knapp vierzehn tage ausschließlich in panama city verbringen wollten, ging es mit der fähre weiter zur inselgruppe pearl islands – zuerst nach saboga und anschließend nach contadora (darüber berichten wir ausführlicher im nächsten blog beitrag).
chillen ist angesagt, bis wir wieder unser cleverchen zum weiterreisen aus dem hafen von panama city abholen können.

ein größeres problem in den letzten wochen war die durchgehende versorgung mit halbwegs stabilen und schnellen internet zugängen – eher selten und wenn, dann nicht geeignet um einen wöchentlichen reise blog abzusetzen. aus diesem grund haben wir uns jetzt entschlossen, bilder aus den letzten wochen ohne kommentar und in keiner chronologischen reihenfolge zu posten. sorry, aber es war mitunter auch sehr turbulent und da blieb für den blog eintrag keine zeit. wir werden ab panama jedenfalls versuchen wieder regelmäßig zu berichten.

wie es weiter geht, und was wir noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

seehunde, pinguine und andere tolle erlebnisse…

seehunde, pinguine und andere tolle erlebnisse, aber alles der reihe nach.
auf unserer nächsten tagesetappe lag in der stadt trelew

(provinz chubut)  das museum für paläontologie egidio feruglio (egidio feruglio: ein in italien geborener geologe, der den größten teil seiner beruflichen karriere in argentinien verbrachte). das museum hat sich auf die ausstellung von fossilen überresten der fauna und flora patagoniens sowie auf die geologischen veränderungen, die die region im laufe der vorgeschichte beeinflussten, spezialisiert.

zum abschluss war auch ein blick in das moderne präparationslabor des museums möglich, in dem fossilien sorgfältig gereinigt und von ihrem umgebenden gestein getrennt werden.

den tag beendeten wir mit lagerfeuerromantik, „choripán“, ein sandwich mit chorizo-wurst, wein, und musik. nachdem sich in gaiman beireits um 1870 eine walisische kolonie angesiedelt hat, die walisische kultur, traditionen und sprache bewahren, bestand die gitarren interpretation des jungen mannes aus überwiegend klassisch traditionellen walisischen liedern.

nächster tag – caleta olivia – eine Stadt im süden argentiniens, im äußersten norden der provinz santa cruz. der lange fahrtag verlief ereignislos und wir waren froh, dass rund 2 km vom stellplatz entfernt eine kleine seelöwenkolonie den strand besiedelte. so kamen wir zumindest noch zu einem interessanten abendspaziergang.

testeinsatz unserer walkie talkies – übrigens unsere beiden „albrecht tectalk outdoor “ schlugen sich hervorragend in sprach- und empfangsqualität – aber, naja, nicht alle wussten was unter funkdisziplin zu verstehen ist 🙂

die nächste fahrstrecke von caleta olivia nach puerto deseado war kurz, aber am frühen nachmittag fand eine bootsfahrt im naturschutzgebiet der deseado-mündung statt, und davor war auch wieder einmal tanken, wasser nachfüllen und einkaufen notwendig. also läutete unser wecker sehr früh – zu früh aber es lohnte sich. mit einem zodiac fuhren wir zu verschiedenen kleinen inseln die dem hafen vorgelagert sind.

auf den felsklippen entdeckten wir unterschiedliche kormoranarten (rotbeinige kormorane, felsenscharben, etc.),

dann kamen wir an einen felsen mit einer seelöwenkolonie sehr nahe heran

und schließlich hielten wir an um eine gruppe magellan-pinguine (brillenpinguine) und ihre brutplätze aus der nähe zu sehen.

von puerto deseado ging es nach puerto san julián.

wir entschieden uns vorher noch den abstecher zum nationalpark bosques petrificados de jaramillo zu machen.
die 90 km sand- und schotterpiste (hin und retour), die zum naturdenkmal des versteinerten waldes führt, war mit sicherheit ein vorgeschmack auf die vielen unangenehmen fahrten auf unbefestigten straßen, die uns in den nächsten wochen und monaten noch bevorstehen. aber das wussten wir ja bereits zu reisebeginn und so „schluckten“ wir die mengen an feinstaub, die sich vor allem auch innerhalb unseres campers überall absetzten.

dieser nationalpark schützt eine der wichtigsten fossilen pflanzenvorkommen argentiniens, die 150 millionen jahre alt sind. darunter die größten versteinerten bäume der welt, einige sind 35 meter lang und 3 meter breit (zum zeitpunkt der versteinerung waren sie bereits tausend Jahre alt). ein kleines museum informiert über den ort und das phänomen der versteinerung und auf einem 2 km langen schmalen pfad, der über hügeliges gelände verläuft, kommt man an mehreren aussichtspunkten, sowie den überresten dieser riesigen versteinerten baumstämme vorbei.

zusammenfassend: ein beeindruckender lohnenswerter abstecher.

die nächste zwei tage waren ruhetage, besser beschrieben keine fahrtage. unser cleverchen kam in die waschstraße und wurde im inneren komplett entstaubt. neue routen mussten auf den garmin aufgespielt werden, das reisetagebuch wurde auf letztstand gebracht und am abend machten wir einen kurzen spaziergang entlang am meer.

nach den ruhetagen stand der erste grenzübertritt von argentinien nach chile auf dem programm. wie es jetzt weiter geht uns was wir noch auf der fahrt zur südlichsten stadt der welt erleben ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

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auf richtung süden, zum start der panamericana…

auf richtung süden, zum start der panamericana. nachdem unser cleverchen heil aus dem hafen kam, konnten wir zum campingplatz nach san antonio de areco fahren. der erste fahrtag war sehr kurz (65 km), aber eine gute gelegenheit um sich an argentinische straßen bzw. das örtliche fahrverhalten zu gewöhnen. hier waren dann auch unsere ersten beiden nächtigungen.

wir konnten das cleverchen betriebsbereit machen – die ganze verpackung unserer möbel entfernen, fahrzeug volltanken, wasser auffüllen und am campingplatz das fahrzeug erst einmal soweit aufräumen, dass wir die erste nacht überhaupt darin schlafen konnten. ein tag mit herumwuseln – auspacken, umpacken, neu organisieren und sich mit den anderen mitfahrenden austauschen, was denn wer so hat, tut, kann, macht und braucht.
nachdem die gasflaschenbefüllung erst für den nächsten tag vorgesehen war, und daher kochen am eigenen herd ausfiel, gönnten wir uns ein abendessen im ort und probierten als schlummertrunk argentinisches bier – patagonia 24.7.
der „gasmann“ kam direkt auf den campingplatz und hat alle fahrzeuge voll betankt (gasflaschen und auch unseren neuen „alugas-gastank“. anfangs wollte trotz komplett voller flasche unser herd nicht brennen, aber nach mehreren versuchen hat es dann doch geklappt. wir können uns künftig wieder selbst bekochen 🙂

am abend das erste briefing mit der gesamten gruppe und offizielle „hola a todos“. wir bekamen wein und chips, waren gut gelaunt und frank (hauptguide), natalia (seine gattin) und michaela meisterten den ersten ansturm an fragen souverän. wir besprachen die nächste tagesetappe und man fühlte, dass alle den eigentlichen tourenstart kaum mehr erwarten können – auf geht’s zu unseren gemeinsamen rund 33.000 km durch 14 länder.

auf der nächsten tour war unser erster anfahrtspunkt „luján“. wir nutzten die gelegenheit zur besichtigung des größten und wichtigsten bauwerks der stadt, die „basilika nuestra señora del pilar“ (wahlfahrtskirche im neogotischen stil nach dem vorbild europäischer kathedralen, erbaut zwischen 1887 und 1935 und 1930 eingeweiht).

anschließend erledigten wir auch gleich unseren ersten größeren einkauf im carrefour hipermercado in luján.
die fahrt führte durch landwirtschaftliches gebiet. das land ist flach und die weideflächen die hier den rindern, pferden und schafen zur verfügung stehen sind riesig.

fahrt nach „monte hermoso“. auch heute fuhren wir durch landwirtschaftliches gebiet. abgesehen von einem kurzen tankstopp erreichten wir am frühen nachmittag „monte hermoso“. dem wetter geschuldet (nieselregen) war der stadtbummel sehr kurz gehalten und wir fuhren direkt zum stellplatz, der etwas außerhalb direkt am atlantik lag. bei unserer ankunft war dann große vorsicht geboten. drei oder vier fahrzeuge hatten sich im tiefen sand festgefahren und die fahrzeugbergungen waren bereits voll im gang.
vom nieselregen zu sturm und starkregen. das meer war aufgewühlt und hatte viele weiße schaumkronen. argentinien zeigte uns, dass es auch hier im frühling nicht immer nur sonnenschein gibt, aber auch, dass das wetter sehr schnell wieder umschlägt – sonnenschein am morgen, nach einer stürmischen nacht.

auf unserer anfahrt nach „viedma / balneario el cóndor“ verließen wir die provinz buenos aires und erreichten die provinz „río negro“ im südlichen argentinien und damit auch die ausgedehnte argentinische region „patagonia“. die landschaft ist hier durch trockene steppen und graslandschaften geprägt und bietet wenig abwechslung. 2x wurde unsere fahrt beim wechsel von einer in die andere provinz kurz unterbrochen – erste lebensmittelkontrolle (kein frisches obst und gemüse), man bekämpft die fruchtfliege und eine zweite lebensmittelkontrolle (kein frisches Fleisch, wurst, eier, milch, etc.), man will damit die maul- und klauenseuche verhindern.

am weg zu unserem stellplatz steht der „faro del río negro“, der älteste leuchtturm argentiniens

, auf einer senkrecht aufragenden felswand. in dieser felswand leben papageien/felsensittiche (loros patagónicos). trotz ihrer geringen körpergröße machten die großen schwärme außergewöhnlich viel lärm, aber zum glück sind die vögel nur tagaktiv.

bevor wir endgültig unseren platz für die nacht bezogen machten wir einen abstecher in das „punta bermeja naturreservat“, das 1971 gegründet wurde und eine fläche von 1.900 hektar umfasst.

es gibt ein besucherzentrum mit einem kleinen museum. das naturreservat ist die heimat einer großen ca. 7000 tiere kolonie von seelöwen. die tiere können von mehreren aussichtspunkten von der steilküste aus beobachtet werden – näher möchte man aber auch nicht heran kommen, denn der gestank ist gewaltig.

tags darauf erreichten wir nach einem wirklich langen fahrtag, unterbrochen von einem tankstopp und einem einkauf für die nächsten tage „puerto pirámides / valdés“.

wir sahen die ersten „guanakos“ (sie gehören zur familie der kamele). sie sind hier heimisch und leben in kleinen herden zusammen.

die etwa 3625 km² große halbinsel valdés liegt an der atlantikküste. sie ist ein naturreservat. eine besondere bedeutung kommt der halbinsel aufgrund der meeressäugetiere zu, den seelöwen, see-elefanten und der südkaper (bartenwalart) zu.

der nächste tag brachte ausschlafen, reise-blog schreiben, camper aufräumen bzw. putzen und so wurde es nachmittag, bis wir schließlich zum treffpunkt im ort spazierten. wir fuhren mit einem zodiac zu einer whalewatching-tour. es passte einfach alles – sonne, wolkenloser blauer himmel, windstill, ruhiges meer und vier walsichtungen. leider kamen sie nicht sehr weit aus dem wasser.

kein abendliches briefing, dafür legte das betreuerteam mit unterstützung von franks argentinischen freunden mächtig etwas auf den grill.

unser erster gemeinsamer grillabend – toll.
ja, und wie es uns jetzt weiter ergeht uns was wir noch auf der fahrt zur südlichsten stadt der welt erleben ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour

den stein, der uns vom herzen fiel…

den stein, der uns vom herzen fiel konnte man kilometerweit hören, als wir unser cleverchen im hafen von zarate aus der zollzone auf uns zukommen sahen.

aber eines nach dem andern.

nach langem und anfangs sehr turbulentem flug von wien – frankfurt – buenos aires sind wir freitag um 08:00 uhr ortszeit (-4 std. zur mez) in buenos aires gelandet.

der tipp mit dem uber-taxi in die stadt zu unserem apartment zu fahren scheiterte daran, dass uber den intenationalen flughafen nicht anfahren darf. also gleich einmal das experiment mit einem herrn der uns fragte, ob wir in die stadt möchten – wir: „ja, was kostet das?“ fixpreis 35,– euro. na gut dann los.
genau hingesehen, dass er auch unsere koffer in das auto und nicht daneben stellt, kennzeichen fotografiert und ab die post. als er dann wegen eines staus in gegenden fuhr wo er uns noch erklärte dass das die gefährlichsten von bunos aires sind, waren wir etwas sensibilisiert – aber, ende gut alles gut, ein ehrlicher privatfahrer der sich etwas dazu verdient.
als dann auch  noch unser apartment groß, sauber und mit allem wie beschrieben ausgestattet war, und der hauseingang sogar 24h bewacht wurde, war unser start gut gelungen.

samstag trafen wir uns mit einem argentinischen greeter „der global greeter association“, der uns die ersten eindrücke von buneos aires zeigte.

durch zufall war gerade an diesem tag die „gay pride parade“. ein ganz tolles spektakel mit vielen schrillen gut gelaunten menschen und super musik.

zum abschluß unserer führung brachte uns „alberto grünewald“, so der name unseres greeters, zur „plaza dorrego“. ein bekannter platz in bunos aires, wo wir unter bäumen im schatten tangotänzern zusehen konnten. ein wirklich tolles erlebnis – danke alberto.

 

unser abendessen nahmen wir an einem der vielen straßenstände ein, natürlich musste es eine nationale speise sein. „choripán“, eine art sandwich mit einer chorizo-wurst und mit der berühmten salsa sauce „tschimitschuri“ – einfach perfekt.

sonntag machten wir noch auf eigene faust einen stadtbummel – das neue hafenviertel

und die markthalle „mercado san telmo“,

ehe wir dann zu unserer panamericana-reisegruppe stießen, mit der wir den südamerikateil unserer reise machen. ja, und mit unseren drei panamtour-guides – frank, natalia und michaela – gab es die nächsten drei tage auch noch volles programm in buenos aires.
tangoshow mit sehr gutem abendessen im „palacio tango“ – tolle show.

 

busfahrt durch die stadt, auch durch den bezirk der sich als eigene repuplik sieht „repuplica de la boca.

eine fußwanderung durch die stadt

zum berühmten friedhof „la recoleta“ auf dem unter anderem evita peron ihre letzte ruhestätte fand.

als tagesabschluss gab es ein feudales dinnerbuffet im „5* alvear palace hotel“ wunderschön, daran könnte man sich gewöhnen 😉

so endete unser kurzbesuch von buenos aires. schön, aber nachdem wir die stadt jetzt einmal gesehen haben genügt uns persönlich das auch.

am donnerstag den 10. november stieg die spannung nochmals an, wir fuhren zum hafen in zarate um unser cleverchen abzuholen. alle tourteilnehmer waren sehr nervös – ist etwas beschädigt? ist etwas gestohlen worden? usw.
nach einer längeren wartezeit, die papiere mussten geprüft werden, die eintrittsgenehmigung in das hafengelände erstellt werden, war es dann endlich soweit. unser cleverchen rollte aus der zollzone direkt auf uns zu – nichts war beschädigt und nichts fehlte. plums, der stein war von unseren herzen gefallen und die freude riesengroß, denn jetzt konnte die reise so wirklich erst beginnen.

an dieser stelle bedanken wir uns nochmals bei „robert v. straten“ von camper shipping. alles hat bei der verschiffung perfekt geklappt, tolles service, immer nachgefragt wie es uns geht. einfach ein kundenservice wie man es sich wünscht – danke robert.

ja, und wie es uns jetzt weiter ergeht ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

2 wochen, oder 14 tage…

2 wochen, oder 14 tage, und dann heißt es „bienvenido a buenos aires – la aventura puede comenzar“.

schnell ist die zeit vergangen und unsere abreise nach buenos aires steht so kurz vor der türe.

wir haben noch abschied vom herbstlichen wien, unseren freunden und natürlich von unserer familie genommen. obwohl wir uns schon sehr auf dieses abenteuer panamerikana freuen, war es ein komisches gefühl, als wir in die augen unserer kinder und enkelkinder zum abschied blickten. besonders haben uns die abschiedswünsche unserer enkelkinder berührt. sie schrieben sie eigenhändig auf eine schöne karte, die wir natürlich auf die reise mitnehmen werden um sie quasi immer bei uns zu haben.

jetzt beginnt das reisefieber – haben wir auch nichts vergessen? haben wir alles erledigt? alles soweit wie erforderlich abgemeldet? alle impfungen? – nochmals die packlisten durchgecheckt (zum wie vielten male *hahaha*), gehört noch etwas organisiert? usw.usw.
komisch, wenn wir innerhalb von europa längere reisen planen ist das nicht so, aber für zwei jahre übersee ist man doch etwas sensibler.

unser cleverchen shippert momentan schon vor brasilien und befindet sich im hafen von santos. so vermuten wir, das es sich pünktlich in zarate einfinden wird und wir es glücklich und hoffentlich unversehrt in empfang nehmen können.

so, das nächste mal melden wir uns bereits aus argentinien und wir freuen uns schon, euch auf diese reise mit unseren bildern und berichten mitzunehmen.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

das cleverchen geht auf große reise…

unser cleverchen geht auf große reise. vorigen freitag habe ich es nach hamburg zur verschiffung gebracht.
schnell noch die letzten ersatzteile gepackt, die uns wertvolle hilfe auf den geplanten 60.000 km durch südamerika, nordamerika, canada und alaska leisten können.

außen und innen frisch geputzt bis in die letzte ritze, im innenbereich alles abgedeckt und verzurrt.

so habe ich das cleverchen bei der anlieferung der unikai spedition abgegeben. von dort aus wird es seine reise mit der „ms grande buenos aires“ nach zarate in argentinien antreten.

wir werden von heute weg in 38 tagen von wien – via frankfurt – nach buenos aires nachfliegen um dann unsere zwei jähriges abenteuer zu starten.

bisher hat ja alles gut geklappt, wie es robert von unserer verschiffungsagentur „www.camper-shipping.com “ gesagt hat.  jetzt gilt unsere große hoffnung, dass wir unser cleverchen wieder unbeschädigt und mit dem gesamten inhalt in argentinien übernehmen können.

wie es uns ergangen ist, und ob alles in buenos aires angekommen ist, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den hovis on tour

nur mehr 81 tage…

nur mehr 81 tage bis zur abreise nach argentinien – kaum zu glauben wie die zeit vergeht. die rasselbande kann es kaum erwarten

als wir im april 2019 unseren campervan „clever runner 636“ bekommen haben war er zwar mit einigen zusätzlichen optionen ausgerüstet, aber die erfahrung im täglichen gebrauch und umgang hat uns gezeigt, man muss so ein fahrzeug an die persönlichen bedürfnisse anpassen und ganz speziell für eine reise bei der unser campervan zwei jahre auf der panamericana den verschiedensten bedingungen ausgesetzt sein wird.

die autarkie
eine ganz wichtige rolle – es gibt im südamerikaabschnitt kaum möglichkeiten an landstrom zu gehen und in nordamerika müssten wir auf 110 v umrüsten. also haben wir:

  1. ein zweites 150 wp solarpanel von offgridtec montiert – sodass uns jetzt 300 wp solarleistung zur verfügung steht
  2. die zwei agm-batterien durch 2 x offgridtec lifepo4 smart-pro 12/100 akku 12,8v 1280wh ersetzt
  3. einen kleinen sinuswechselrichter verbaut victron phoenix 12/500.

 

der einbruchschutz
natürlich kann uns nicht nur in südamerika etwas passieren, aber vielleicht ist die sicherheit in einigen ländern doch nicht so hoch wie wir es von europa kennen bzw. gewohnt sind. daher vorbeugen ist besser als hinterher „hätte ich doch….“:

  1. heosafe van security sicherheitsschloss für schiebe- und hecktüren
  2. heosafe diebstahlschutzschlösser für fahrer- und beifahrertüre
  3. heosafe schiebetürsicherung innen
  4. bear-lock mechanische gangschaltungssperre
  5. womo-sicherheit sicherheitsprofile zum schutz gegen das aufhebeln der fenster
  6. prickstop fahrertür damit ein spitzer gegenstand nicht zum „schlüssel“ für diebe wird
  7. hecktürverriegelung innen einbruchschutz
  8. …und einiges mehr, das wir hier nicht veröffentlichen werden ;-).

 

der komfort
ein weitgespanntes thema – was braucht man bzw. was will man haben 😉 – also:

  1. sog wc entlüftungssystem keine chemie, keine gerüche
  2. schwerlastauszug für unsere auer behälter mann/frau braucht ja immer etwas aus der mit garantie hintersten box 😉
  3. befestigung der schwerlastauszüge machten wir mit den besten schraubmuffen die es derzeit am markt gibt – den rampa skl 330 – einfache und sichere verschraubung
  4. abwassertank entleerung über magnetventilsteuerung, somit kein unters auto klettern mehr bei schmutzigen und nassen entleerstationen-danke gabor für die hilfe
  5. tausch des schwachen fern- und abblendlichtes gegen sensationelle osram nightbreaker led
  6. abus feuerlöscher und löschdecke, die hoffentlich nie zum einsatz kommen, aber gut wenn man sie hat
  7. gastankflasche von alugas travel mate mit außenbetankung und sämtlichen länderadaptern von der gasfachfrau, d.h. keine sorgen mehr ob und wo wir eine gasflasche tauschen können
  8. umbau der sitzbanktüre von klapp- auf rechtsanschlag mit beleuchtung – viel leichter zu bedienen und einzuräumen
  9. flat-jack reifen luftkissen camper plus einfach mit einer luftpumpe aufzublasen, bis 12 cm höhennivellierung, und nimmt viel weniger platz und gewicht ein als die auffahrschienen
  10. zusatzluftfederung hinten und schraubfederung vorne von vb-airsuspension

 

praktisches und nützliches
alles was uns das reise- und camperleben vereinfacht und angenehmer macht:

  1. da wir ja unser fahrzeug verschiffen und zeit versetzt nachfliegen bzw. auch während der reise immer wieder einen reisekoffer brauchen werden, war die frage: wohin mit den leeren koffern im campervan? ja, und da sind wir auf eine geniale lösung gestoßen – rollink flex – ein faltbarer koffer, den wir während der reise leicht im fahrzeug unterbringen können
  2. thema moskitos. wir bereisen ja viele gebiete, wo wir den insektenstichen nicht ausweichen werden können – sehrwohl aber die juckenden stiche erträglicher machen können. dieses problem haben wir mit zwei produkten gelöst. bereits getestet, und beide helfen zuverlässig den juckreiz zu unterbinden. das eine produkt ist von beurer

    und das andere von heat-it,

    wirklich smarte lösungen.

  3. thema reserverad. es könnte ja sein, dass wir auf dieser langen strecke mit hohem gravelroad anteil, reifen wechseln müssen, und da kommt unsere neue errungenschaft der „click-torque c3 r/l von wera“ ins spiel. alufelgen kann man nicht „anknallen“, die sollen mit 230 nm angezogen werden und da ist für uns ein zuverlässiger drehmomentschlüssel unerlässlich.
  4. thema bildsicherung. in den zwei jahren die wir unterwegs sein werden, sammeln sich natürlich eine menge fotos und videos an. um diese nicht nur am laptop zu sichern, verwenden wir seit kurzem zwei tragbare 2 tb ssd festplatten von lacie für die zusätzliche sicherung.

das ist ein kurzer überblick über einige unserer vorläufigen anpassungen an unserem campervan. wenn es fragen zum einen oder anderen produkt gibt könnt ihr gerne ein e-mail schreiben, wir melden uns dann bei euch.

kommende woche lassen wir die für uns beste lösung für die mitnahme eines zweiten reserverades montieren, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovis on tour