bergdörfer und oasensiedlungen…..

bergdörfer und oasensiedlungen wechselten auf den nächsten tagesetappen einander ab.
ein ziel war demnate – berber von verschiedenen stämmen in der umgebung machen über 90 % der bevölkerung aus – und die wanderung zur naturbrücke imi-n-ifri – eine schlucht mit einer natürlichem felsbogenbrücke.

die anfahrt über eine kleine provinzstraße führte sehr holprig über ein nur mehr spärlich erkennbares asphaltband.

am ziel entschieden wir auf einen der vielen guides zu verzichten.
hatten wir doch beobachtet, dass eine kleine gruppe touristen samt guide unmittelbar hinter dem parkplatz in die olivenhaine abbog und es ein leichtes sein musste ihnen zu folgen. ein paar minuten ging alles gut – der weg war gut erkennbar und deren stimmen waren deutlich zu hören.
aber dann, wir hatten wieder einmal einige fotostops eingelegt, war alles aus. der weg verlief sich in den immer steiler bergab führenden olivenhaintrassen und die stimmen waren nicht mehr zu hören.
nagut, umkehren und sich doch einem guide anschließen wollten wir nicht, also stiegen wir weiter bergab, auch wenn wir einige male wieder ein stück zurück mussten, da wir plötzlich vor der abgrundkante standen.

endlich unten beim fluss angekommen das nächste hinderniss – keine brücke weit und breit. wir sahen auf der anderen seite einen einheimischen und haben wild gestikuliert, dass wir über den fluss wollen. erst achselzucken, dann das winken wir sollen warten. irgendwie hat er es zu uns herüber geschafft und führte uns zu einer stelle wo wir zumindest über fels- und steinbroken den fluss queren konnten und so das letzte stück zur naturbrücke schafften.

zurück nahmen wir dann die steinstufen die ganz bequem auf der anderen seite hinauf bzw. hinunter führen L und stärkten uns zur belohnung an einem stand mit frisch gepressten granatapfelsaft.

ein stück ausserhalb von demnate verbrachten wir die nacht im guesthouse „le petit jardin“.
eine oase der ruhe. ein schöner garten, saubere zimmer eine terrasse mit fernblick und wir mussten nach diesem wandertag nicht mehr einkaufen und kochen, denn es gab ein reichhaltiges abendessen. hier hätten wir es auch länger ausgehalten 😉

es folgten tage mit spektakulären fahrten durch das atlasgebirge, die garantiert nicht auf den üblich bekannten touristenrouten lagen. so z.b. die „r307“, wo man in rund 2.200 m höhe den abrisskanten gefährlich nahe kommt.

am 30.11.’19 erreichten wir tinejdad, das „guesthouse el khorbat„‘. zwei ganze tage hatten wir für die erkundung der näheren umgebung eingeplant.

tag 1 – ausflug nach aghbalou n’kerdous und dorfbesuch tinejdad

  • aghbalou n’kerdous ist ein idyllisches bergdorf in dem die straße endet und in dem sich ein ehemaliges gefängnis befindet. hier wurden während des kampfes für die unabhängigkeit viele rebellenführer inhaftiert. in der nähe des eingangs befindet sich eine erinnerungstafel mit den namen der männer, die gegen die besatzer gekämpft haben.
  • tinejdad – eine langgezogene oasensiedlung, die den östlichesten punkt an der straße der kasbahs bildet.

tag 2 – „museum der oasen/ksar el khorbat“ und das freilichtmuseum „le musée des sources de lalla mimouna

  • das 2002 eröffnete museum der oasen befindet sich in drei restaurierten häusern im ksar el khorbat. verteilt auf drei ebenen wird speziell das thema des traditionellen lebens in der oase im süden des hohen atlas aufgearbeitet. für einen besuch sollte man sich zumindest eineinhalb stunden zeit nehmen.
  • da in dem ksar auch eine grundschule untergebracht ist durften wir uns auch kurz ansehen und vor allem anhören wie die kinder unterrichtet werden, ein sehr netter blick in das schulleben der kinder.
  • im freilichtmuseum „le musée des sources de lalla mimouna“ hat herr zaïd abbou historische quellen (mineralwasserquellen) wiederbelebt und drumherum einen garten angelegt, in dem er eine historische sammlung diverser gegenstände aus dem lokalen leben der berber ausstellt. herr abbou ist selbst berber, hat in deutschland studiert und seine leidenschaft und kunst ist die kalligrafie. er führt persönlich durch das freilichtmuseum und zeigt auch gerne seine kalligrafischen werke.

wer zeit und gelegenheit hat ein oder mehrere nächte im „guesthouse el khorbat“ zu verbringen genießt die einmalige atmosphäre innerhalb des restaurierten ksars in sehr authentisch gestalteten zimmern.

langsam näherten wir uns einem für uns mit großer erwartung gewähltem ziel – die wüste erg chebbi. den weg dorthin fuhren wir allerdings im regen und beim verlassen von tinejdad sahen wir in der ferne die verschneiten gipfel des atlas gebirges.

wir hatten glück, das wetter wurde wieder besser und es folgten beeindruckende tage in der wüste, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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was für ein großes glück, dass das wetter mitspielt…..

was für ein großes glück, dass das wetter mitspielt – war wohl unser hauptgedanke in den folgenden tagen. bereits die anfahrt zu unserem nächsten cp, fast am ende der dades schlucht, über zahlreiche enge serpentinen, wäre bei starkem regen oder gar schnee mit dem camper nur schwer bis unmöglich gewesen.

wir kurvten durch viele kleine dörfer und schraubten uns bei sonnenschein langsam hoch. oben angekommen war der blick zurück auf die kurvenreiche strecke beeindruckend. weiter ging es durch den engen, wenn auch kurzen canyon

und wir bezogen am frühen nachmittag quartier am cp berbère de la montagne, am fusse des canyons und nahe dem fluss.

die kurze tagesetappe, die frischen lebensmittel vom markt und das „kefta-tajine rezept“ führten schließlich dazu, dass wieder einmal der omnia campingbackofen aktiviert wurde und wir ein super gutes, selbst gekochtes marokkanisches gericht auf den tisch bekamen.wen das rezept interessiert kann uns einfach anschreiben, wir schicken es dann per mail zu.

ein neuer tag, eine neue herausforderung. mit unserem wander-guide, „idriss asmoun“, erkundeten wir die gegend – über einen berg, auf dem wir fossilien fanden, bis in das kleine dorf ait hammou ou said, wo wir zum tee (diesmal wilder thymian) zu gast bei einer berber familie waren, und wieder zurück zum cp.

am 21.11.’19 starteten wir in richtung ouarzazate. die stadt liegt auf etwa 1.120 m zwischen den gebirgsketten des hohen atlas und des antiatlas und ist ein touristenzentrum, da sie verkehrstechnisch die drehscheibe für den süden marokkos ist.

auf der anfahrt hielten wir in skoura und besichtigten die „kasbah amridil“ mit einem sehr lebendig gestaltetem museum, welches zahlreiche alte marokkanische artefakte zeigt. zum schluss stiegen wir auch zur spitze der alten festung, von deren terrasse ein grandioser blick auf die umliegenden palmenhaine möglich ist.

für ouarzazate hatten wir uns zwei tage reserviert – besichtigung eines der filmstudios und ein ausflug in die oase fint.

in den „atlas corporation studios“ wurden zahlreiche bibel- und monumentalfilme gedreht, wie z.b. game of thrones, gladiator, das jesus-video, die päpstin, der medicus, ….. schon seltsam, wenn man hier die kulissen sieht – die einfachste bauweise, aber im zusammenspiel mit der landschaft wird eine beeindruckende dimension von gewaltiger größe und wucht erweckt.

die flussoase fint war definitiv nicht mit unserem camper erreichbar. so entschieden wir uns für eine geführte 4×4 tour, angeboten von „desert offroad adventure maroc“„daniela“, die chefin, * m i s s * ride girls 2014 * * * * enduro & quad biker girl in offroad adventure trips * * * * power bush biker lady * * * * queen of the desert – ist schweizerin und spricht unter anderem auch deutsch. mit einem buggy und unter der umsichtigen führung von mohamed erlebten wir eine unserer besten offroad touren. über stock und stein, durch sand und wasser, immer rauf und runter 🙂

ouarzazate ist eine relativ moderne stadt und bietet kaum sehenswürdigkeiten. beim abendspaziergang hatten wir dann kurz die kasbah taourirt besucht.

24.11.’19, der tizi n’tichka pass, höhe 2.260 m, einer der zwei großen pässe über den hauptkamm des hohen atlas stand auf unserer tagesetappe. ein schöner sonniger tag, das sollte zu schaffen sein.

auf der anfahrt schauten wir uns noch die „kasbah aït-ben-haddou“ an. eine der wenigen noch gut erhaltenen siedlungen aus stampflehm in südmarokko. aït-ben-haddou diente als kulisse für über 20 hollywood-produktionen, u.a. für lawrence von arabien.

die passstraße ist gut ausgebaut und wir kamen schnell voran. die landschaft, atemberaubend schön.

nachdem wir auch die serpentinen bergab zügig fahren konnten hielten wir in einem kleinen dorf am fusse des passes. an einem der schnellimbisse entschieden wir uns für lamm-tajine und gegrillte lammkoteletts – die kulinarische krönung des tages.

das schöne wetter und der wenige verkehr hatten zu mehr tageskilometer geführt als ursprünglich geplant.

allerdings waren jetzt auch weder campingplätze noch park-for-night plätze mittels navi, mapsme oder anderen internetplattformen zu finden. also fuhren wir ein plätzchen am waldrand unweit der straße an um zu übernachten. der tee war gerade fertig und zwei bilder von der untergehenden sonne geschossen,

als es klopfte. ein mann auf einem motorrad machte uns deutlich, dass wir hier nicht bleiben konnten. auch wenn wir kein wort verstanden, die gesten waren eindeutig ihm zu folgen.

nach wenigen kilometern erreichten wir einen beschrankten platz an einem damm und schon waren wir von weiteren männern umringt. wir mussten uns ausweisen und fragen zu woher und wohin beantworten. letztlich stellte sich heraus, dass es sich bei den männern um polizisten handelte, die zur überwachung des staudamms moulay youssef (auch als ait `adel see bekannt) dort stationiert waren und sich um unsere sicherheit sorgten und bemühten.

ende gut alles gut, wir verbrachten eine sehr ruhige und wohlbehütete nacht am parkplatz beim staudamm, bevor wir am nächsten tag uns einem weiteren abenteuer stellten, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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über den mittleren atlas in das hohe atlas gebirge…..

über den mittleren atlas in das hohe atlas gebirge, wo wir die ersten wilden affen sahen, seit wir in marokko sind.

wir verbrachten eine nacht am cp „euro camping emirates tourist center“ in azrou. wieder einmal hatten wir freie platzwahl und teilten uns das riesige areal mit nur drei weiteren campern. der platz bietet die kategorien business und first class, ist mit mehreren sauberen waschräumen und toiletten ausgestattet und hat ein restaurant (leider nur sommerbetrieb).

nach einer kalten nacht fuhren wir in den wenig kilometer entfernten zedernwald um uns die ca. 40 m hohe und rund 100 jahre alte gouraud-zeder anzusehen. angeblich die größte und älteste, leider bereits abgestorbene, zeder in marokko.

mittlerweile hauptattraktion sind wahrscheinlich die zahlreichen berberaffen (makaken), die sich durch die äste schwingen und sich von den zahlreichen touristen ihr futter erbetteln bzw. stibitzen.

auf der weiterfahrt nach khenifra, hier hatten wir in ermangelung eines cp vor der gendarmerie royale (mit deren genehmigung) einen stellplatz bezogen.

am darauf folgenden tag auf der route nach imilchil / lake tislit durchquerten wir viele kleine berberdörfer

in einer atemberaubenden landschaft. wir schraubten uns auf rund 2.380 m hoch, auf teils ashaltierten straßen, dann wieder durch pisten, wasserdurchfahrten und baustellen.

besuchten einen berbermarkt auf dem wir uns mit lebensmitteln für ein gutes abendmahl eindeckten.

alleine der wunderschöne stellplatz am bergsee den „lac de tislit“ machte diese tagestour zu einem highlight,

auch wenn uns der nächste morgen mit schneegraupel begrüßte.

ein gutes frühstück und die welt war wieder in ordnung.

weiter ging es richtung tinghir.  nun haben wir vorläufig die höhen des atlas gebirges verlassen.

durch die todra-schlucht

gelangten wir zu unserem cp in tinghir. drei volle tage sind für pflege und hausarbeit, umgebung erkunden und schließlich ausruhen eingeplant.

tag 1: großwaschtag

tag 2: wir besichtigten die stadt tinghir bzw. den markt und den alten Stadtteil und verputzten zwei große teller linsen.

tag 3: wanderten durch den palmenhain zur moschee ikelane, und anschließend entstand ein neuer blog-eintrag 😉

bemerkenswert war, dass die nächte hier sehr sehr kalt sind. außentemperatur um die 5°c (camperinnenraum-temperatur max 9°c) und ab ca. 11:00 uhr beginnt dank der sonne die temperatur auf rund 20 – 23°c anzusteigen.

bevor wir uns endgültig dem süden marokkos annähern, und damit hoffentlich auch den wärmeren abschnitten unserer reise, geht’s noch einmal durch schluchten und über bergpässe, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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baden, römer und wein…

baden, römer und wein, da hat jeder sicher gleich ein paar passende bilder im kopf 😉

wie war das bei uns? am 08.11.19 fuhren wir die kurze strecke von fes nach moulay yacoub und bezogen für eine nacht das „vichy thermalia spa hôtel“. das größte medizinische thermalbad liegt etwas versteckt, eingebettet in der hügeligen landschaft. das thermalwasser kommt mit 54° c an die oberfläche, ist reich an schwefel, zeigt eine geringe menge natürlicher radioaktivität und besitzt medizinisch erwiesene entzündungshemmende eigenschaften.

schon im jahr 1930 wurde die thermische wirkung anhand einer studie nachgewiesen aber erst 1962 waren die notwendigen mittel für die modernisierung des geländes, dem bau eines großen schwimmbeckens und der schaffung eines größeren bohrlochs um den fluss der quelle zu erhöhen möglich.

wir haben uns jedenfalls sehr wohl gefühlt. das schwimmen im thermalbecken und im beheizten außenpool, das gourmetrestaurant und die schicke atmosphäre der zimmer sowie im gesamten hotel sprechen für eine klare weiterempfehlung.

am nächsten tag ging es weiter richtung meknès.

auf der anfahrt durchfuhren wir den “heiligen“ ort moulay idris, in der sich die grabmoschee des staatsgründers idris I befindet (eine pilgerfahrt nach moulay idris ersetzt für den gläubigen muslim eine pilgerfahrt nach mekka). wir haben von diesem ort nicht sehr viel mitbekommen, denn es war markttag und um durch das dichte gedränge von menschen, tieren und fahrzeugen zu kommen benötigten wir viel zeit.

zwischenstopp bei den römern – wir besichtigen die reste der antiken stadt volubilis, deren gründung auf 25 n. chr. datiert. einige ausgrabungen wie z.b. das kapitol, die basilika, das forum, der tempel und vier römische villen mit mosaikböden sind sehr gut erhalten.

in meknès bezogen wir das „le zaki suites hôtel & spa“ mit blick auf die mauern der altstadt. nach umfangreichen renovierungen bietet dieses moderne 4* hotel suiten und zimmer in unterschiedlichen ausstattungskategorien sowie einen außenpool, terrassen, garten, spa-bereich sowie eine bar und ein restaurant. sogar unser camper fand unmittelbar vor dem hotel sein gut bewachtes plätzchen. wer in marokko eine kleine auszeit von riads, dars oder campingplätzen sucht hat im „le zaki suites hôtel & spa“ die richtige adresse gefunden.

der 10.11.19 war für den besuch der jüngsten der vier königsstädte reserviert, meknès. wir schlenderten durch das palastviertel,

die medina und den souk

und besichtigten das christengefängnis.

nach einem schon fast obligatorischen marokkanischen schnellimbiss

fuhren wir mit dem taxi zurück ins hotel, in vorfreude auf die besichtigung des weingutes domaine de la zouina.

in der nacht hat es heftig geregnet. werden wir die weingärten überhaupt betreten können? der wettergott ist letztlich auf unserer seite. das weingut „domaine de la zouina“ präsentiert sich am fuße des mittleren atlas gebirges im sonnenschein und pünktlich um 10:00 uhr beginnt unter fachkundiger führung unsere tour. mit mohamed. wir sehen die weingärten, den gemüse- und kräutergarten (für den eigenbedarf und die gästebewirtung), die kellerei samt abfüllanlage und lager und schließlich die pressanlage für das olivenöl.

die anschließende weinverkostung, marken-label epicuria und volubilia, gefolgt von einer einladung zum mittagessen samt weinbegleitung erfolgte durch die persönliche führung von herrn christophe gribelin, dem geschäftsführer des weingutes.

sein vater, gérard gribelin und philippe gervoson, zwei französische winzer, waren im Jahr 2002 die gründer des marokkanischen weingutes domaine de la zouina. heute werden die weine sowohl am marokkanischen markt abgesetzt wie auch im export und last but not least ist das preisgekrönte olivenöl volubilia extra virgin zu erwähnen.

beschwingt geht die reise weiter. nächster routenpunkt ist azrou – ich glaub’mich laust der affe, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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wer marokko sagt, sagt auch fes…..

wer marokko sagt, sagt auch fes und so war es für uns klar in fes werden wir drei nächte verbringen.

da wir gerne mitten in der altstadt wohnen wollten, stellten wir unser cleverchen auf einen bewachten parkplatz und bezogen quartier im „riad meski“.

neugierig machten wir uns gleich auf, einmal die umgebung unserers riad´s zu erkunden, denn jeder schwärmte so von fes.
also rein in das gewusel – erster eindruck? touristen und reisegruppen bahnten sich dicht gedrängt einen weg durch die alte medina. für uns schockierend, hatten wir doch unsere ersten tage in marokko keine touristen gesehen. na was soll’s, fes ist halt ein big point in marokko.

als es abend wurde leerte sich die alte medina von den touristenströmen und die marokkanische bevölkerung übernahm wieder das komando über ihre stadt – so war der eindruck für uns. viel viel angenehmer und authentischer, so wie wir uns marokko vorgestellt hatten. restaurants die auch nur den anschein eines touristenmenüs hatten, interessierten uns nicht. wir suchten die plätze, wo sich marokkaner ihr abendessen holten und von den ständen mit streetfood gab es ja genügend. herrlich wie das roch und noch herrlicher wie das schmeckte – ja, das ist unser marokko 😉

der zweite tag in fes brachte für uns einen ganz besonderen event – ein kochkurs stand auf dem programm. ja mein wunsch war es, dass ich vor ort die marokkanische küche zu kochen lernen – na ja, wenigstens einige gerichte. ingrid hatte mich damit überrrascht und mich zu so einem kurs angemeldet.
mittwoch 06.11.19 – 10:00 ab ins „café clock“, wo der kochkurs stattfand. lockerer gemütlicher empfang. wir waren sechs teilnehmer, zwei junge sympathische pärchen aus den staaten und wir, zwei wiener – gute mischung. ja und dann kam er, unser chefkoch – abdu-razak el bouchikhi.

gemeinsam einigten wir uns schnell auf folgendes zu kochendes und nachher zusammen zu verzehrendes menü:
vorspeisen:
zalouk (gebratene aubergine mit scharfen gewürzen) und taktouka (scharfer grüner paprika salat)
suppe:
harira (traditionelle herzhaft morokkanische suppe)
hauptspeisen:
tagine b l’hout (fisch tagine) und b’stella b’djaj (hühner bastilla)
nachspeise:
letshine b l’karfa (orangen & walnuß salat)

so, der nächste schritt war alle zutaten auf dem markt einzukaufen. abdu zeigte uns was, in welcher qualität und zu welchem preis man einkaufen sollte. mit viel spass besorgten wir alle unsere zutaten und machten uns damit auf den weg in die küche.

nun begann die arbeit – es wurde geputzt, gewaschen und geschält was das zeug hielt. als alles vorbereitet war konnten wir unter der anleitung von abdu die gerichte fertig stellen. jeder wurde eingebunden und konnte sich einbringen als uns abdu ein wenig in die geheimisse der marokkanischen küche samt seiner tollen gewürze einweihte. mit viel spaß, viel neues, vielen guten tips bekamen wir unser menü fertig.

die krönung des tages – wir konnten unsere neu erworbenen kochkünste ausprobieren – und es schmeckte wahnsinnig gut – vielen dank abdu für diesen kochkurs.

ja und ich kann nur jeden empfehlen – nehmt euch zeit, wenn ihr in fes seid und gönnt euch die fünf stunden für diesen kurs, ihr werdet sicher begeistert sein.

am nächsten tag haben wir uns nur durch die alte medina treiben lassen, beobachteten die menschen bei ihrer arbeit und ließen uns vom marokkanischen flair verzaubern.

…ja und dann gab es noch die geschichte des „goldenen schuh´s“ aber die kennt ihr sicher die brauche ich nicht hier zu schreiben 😉

nach fes werden wir die vichy-therme und spa aufsuchen, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
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bergdörfer in den ausläufern des mittleren atlas…..

bergdörfer in den ausläufern des mittleren atlas, gerade einmal rund 25 km von fes entfernt, und man taucht in das vielleicht noch ursprünglichste leben im norden marokkos ein.

unser gastgeber und guide ist kamal, der das wunderschön eingerichtete gästehaus „dar kamal chaoui“ in bhalil führt.
jedes zimmer ist anders und mit viel liebe zum detail eingerichtet.

wir vereinbarten eine tour durch bhalil und am nächsten tag eine weitere tour durch das nahegelegene sefrou.

bhalil – die einwohner von bhalil sind überwiegend berberischer abstammung.
im dorf sind viele wohnungen in die weichen tuffsteinfelsen gehauen. allerdings mussten wir genau hinschauen, um nicht an einer der höhlenhäuser vorbeizugehen, da diese von außen quasi versteckt sind. wir bekamen die gelegenheit eine der höhlenwohnungen zu besuchen und durften mit der hausherrin tee trinken.

das dorf selbst besteht überwiegend aus weiß und pastellfarbig getünchten häusern und engen gassen die sich einen hang hinauf ziehen.
mehrere brücken umspannen einen kleinen fluss, der auch den kommunalen wascheplatz speist, an dem die frauen ihre kleider, teppiche und wolle waschen.

kamal erzählte uns historische geschichten über das dorf, machte uns auf die typische tracht die von den alten frauen im dorf noch heute getragen wird aufmerksam, erklärte wie die dorfbewohner ihren lebensunterhalt verdienen, besuchte mit uns die frauen die die djellaba-knöpfe herstellen, und sprach über die landwirtschaft und die bedeutung der olivenhaine in der region.

sefrou- bis zur mitte des 20. jahrhunderts lebte hier eine der größten jüdischen minderheiten des landes.
um ihre geschichte und die gemeinsame jüdisch-berberische vergangenheit verstehen zu können braucht es allerdings jemanden wie kamal, der u.a. leidenschaftlich an marokkanischer geschichte interessiert ist und diese sehr anschaulich anhand der spuren der juden in sefrou vermitteln kann.

neben der synagoge in der mellah (jüdisches viertel), die offiziell leider geschlossen ist und die wir nur dank kamal’s bekanntheit im dorf betreten durften,

besuchten wir auch eine karawanserei und die kleine medina mit den zahlreichen handwerkern.

last but not least ist zu erwähnen, dass in sefrou das jährliche kirschfestival stattfindet, eines der ältesten kulturfestivals marokkos, aber leider waren wir dafür zur falschen zeit zu besuch.

der besuch dieser beiden bergdörfer hat uns sehr beeindruckt. wir durften dank des umfassenden wissens von kamal, der übrigens aufgrund seines langjährigen auslandsaufenthaltes perfekt arabisch, französisch, englisch und deutsch spricht, neben der geschichte und den gesellschaftlichen einblicken auch wunderbare persönliche erfahrungen mit den menschen vor ort machen.

am 05.11.19 ging die reise weiter. nachdem wir die letzten beiden tage keine touristen gesehen hatten waren wir gespannt, was uns in fes, der drittgrößten stadt marokkos erwartet, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

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nebelschwaden-nieselregen-naturpark…

nebelschwaden-nieselregen-naturpark – fünf tage an denen uns der herbst grüßen ließ.

bei der besichtigung der alten stadt oujda hatte sich der wetterumschwung erstmals bemerkbar gemacht.
hatten wir am nachmittag die medina

und das in einem großen park voller eukalyptusbäume stehende heiligtum von sidi yahia ben younes, benannt nach dem schutzpatron der region (von dem manche glauben, er sei johannes der täufer) noch im sonnenschein besucht,

war bei unserem kulinarischem rundgang am abend bereits jackenpflicht angesagt. unserer lust und experimentierfreudigkeit punkto marokkanischem fast food sortiment hatte das aber keines falls im wege gestanden.

auch beim frühstück auf der großen dachterrasse im „hotel lahlou“ mit blick auf die algerische bergkette war wärmere oberbekleidung unverzichtbar. schade, denn abgesehen davon ist dieses hotel am beginn des souks gelegen absolut empfehlenswert.
die zimmer, das reichhaltige frühstück, der empfang sowie die hilfsbereitschaft sind top und der besitzer, lotfi lahlou, gibt nicht nur viele tipps zur stadt, sondern weiß auch interessante details über deren geschichte.

die fortsetzung unserer route war wieder einmal auf kleine straßen im bergigen hinterland ausgelegt.

der straßenzustand, oft schmale stark ausgefranste asphaltbänder, nieselregen und stellenweise nebel erlaubten kein rasches forwärts kommen.

auch eine nacht direkt an einer regionalstraße in gebirgiger höhenlage war nicht optimal, aber landschaftlich war die strecke unglaublich schön.

nächstes tagesziel war taounate, am südlichen ausläufer des rif-gebirges.
wir sind in einem kleinen „marokkanischen“ hotel, dem hotel du lac, gelandet – die ausstattung einfach, aber sauber und die aussicht aus dem zimmer, naja, hinterhof-atmosphäre.

uns vermittelte die ganze stadt taounate kein flair, nicht wie wir es bisher erlebt hatten.

dafür war die anfahrt über die berge wieder der hammer.

03.11.19 – heute war die sternstunde des scheibenwischers.
fast den ganzen tag durfte er seiner arbeit nachgehen und nur manchmal warf die sonne einen kurzen blick auf uns. trotzdem wieder ein aufregender tag in den bergen – ganz wenig asphalt, steil rauf, steil runter, regen, überschwemmungen, usw. ist ja wie geschaffen für unseren clever runner mit 3500 kg Lebendgewicht.

der angesteuerte übernachtungsplatz, camping de bab boudir im tazekka nationalpark, war auch zu (angeblich ist dieser nur in den sommermonaten geöffnet), aber wir übernachteten neben einem kleinen berber cafe, in dem es zum abendessen marokkanische tajine mit huhn und abschließend frisches obst gab, u.a. baumerdbeeren.

vom tazekka nationalpark sind wir nach einer stürmischen nacht mit heftigen regenschauern bei nebel gestartet und haben kurz darauf in den bergen oberhalb der wolkendecke den sonnenaufgang genossen.

auf der weiterfahrt zu unserem tagesendziel in bhalil erlebten wir wieder einen der typischen wöchentlichen markttage die in den kleineren provinzstädten stattfinden und beobachteten einen erstaunlichen personentransport.

in bhalil, dem dorf mit den höhlenhäusern, empfing uns kamal. er ist unser gastgeber und wird uns durch dieses ganz spezielle dorf führen, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

 

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abschied von der mittelmeerküste…

abschied von der mittelmeerküste, heißt es für uns in vier tagen – zumindest laut unserer routenplanung.

wie dann wohl das wetter im landesinneren wird? egal, jetzt wollen wir sonne und wärme noch ausgiebig genießen.

nach chefchaouen fuhren wir nach cala iris, rund 60 km von al hoceima entfernt. am cp amis, unweit des fischerhafens und oben auf den felsen der steilküste gelegen, durften wir unseren stellplatz für zwei nächte frei wählen. es war ja außer einem anderen camper und einheimischen mit zwei kleinen zelten alles frei. ausspannen, den strand entlang bummeln und im hafen herrlich frischen fisch speisen war alles, wozu wir uns aufraften 😉

am 29.10.19 sollte unser tagesendziel al hoceima sein.

stadtstrand samt hafenanlage anschauen, vorräte aufstocken und dann einen stellplatz knapp außerhalb der stadt beziehen – so war der plan.

gekommen ist es dann ganz anders.
al hoceima bekommt gerade einen neuen strand boulevard mit neuen zufahrten, d.h. das fahren entlang der küste ist nur bedingt möglich.

ins stadtzentrum, ca. 5 fahrminuten entfernt, kommt man über straßen die den auffahrtsrampen einer hochschaubahn ähneln und der vermeintlich ruhige stellplatz war ein parkplatz mit gewusel ohne ende. also, einkaufen im supermarkt marjane, geld abheben, tanken und flucht aus der stadt.

einen übernachtungsplatz direkt an einem kleinen kiesstrand, der nur von ein paar fischern genutzt wurde, fanden wir schließlich in der nähe von azrar.

sonnenuntergang genießen, abendessen und ….. die polizei klopft höflich an.

nachdem wir uns wieder einmal mit händen und füßen verständlich gemacht haben, dass wir nur für eine nacht bleiben wollen und unsere personalien aufgenommen wurden, erhielten wir auch die offizielle erlaubnis dazu bleiben.

nach einem gemütlichen frühstück ging es weiter.

immer entlang der gut ausgebauten küstenstraße, es gab nur ein paar kleinere potholes zu umschiffen, und mit einem kurzen zwischenstopp in ras el ma steuerten wir unseren letzten küstenort am mittelmeer an – saidia, unmittelbar an der algerischen grenze.

davor ging es noch nach ras el ma, einem küstenvorsprung des östlichen rif-gebirges.

der ort ist für alle die gerne fisch essen ein muss besuch. mehrere lokale bieten absoluten fangfrischen fisch für unglaublich wenig geld an. und so kam es, dass man auch wieder einmal neue eßgewohnheiten kennen lernt, wenn es z.b. um den verzehr von tintenfisch geht.

in saidia checkten wir am cp l’amazone ein. wieder durften wir unseren platz frei wählen, denn zusammen mit einem spanischen und einem französichen camper waren wir die einzigen gäste.

der lange strand in saidia ist beeindruckend schön – feiner sand, breit und flach abfallend und unglaublich sauber. schade dass es schon später nachmittag war, sonst wäre eine runde schwimmen angesagt gewesen, wie es auch zahlreiche einheimische taten.

nach dem strandspaziergang gingen wir noch einen häuserblock und fanden den souk und für albert einen frisör 😉

31.10.19 – nach.rund 60 km fahrt vom schönen strand in saidia, quasi immer der algerischen grenze entlang, erreichten wir oujda.
eine uralte stadt mit einer medina die von hohen mauern umgeben wird und wo wir erstmals an den zahlreichen ständen die authentisch lokale küche probierten.

aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
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strände – gebirge – bergdörfer…

strände gebirge – bergdörfer, ein vielfältiges und facettenreiches nordmarokko, das wir in den folgenden tagen durchstreiften.

von der stadt tétouan ging es wieder richtung meer, zum kleinen badeort oued laou und weiter zum strand von targha mit einer bizarren festung auf einem felsblock. zu dieser jahreszeit schön für einsame strandspaziergänge, aber sonst ist einfach nichts los.

am 24.10.19, am späteren nachmittag, erreichten wir chefchaouen und quartierten uns kurz vor der stadteinfahrt im touraghine hotel & cafe ein, das auch einen großen parkplatz hat. ursprünglich wollten wir erst die stadt besichtigen und dann einen tagesausflug nach akchour in den tallasemtane nationalpark machen, aber dann bekamen wir den hilfreichen tipp unsere planung umzudrehen. die wanderung zu den wasserfällen und der brücke gottes ist unter der woche wesentlich angenehmer, da zu den touristen nicht auch noch einheimische wanderer dazu kommen.

25.10.19 – nach ca. 45 minuten anfahrt über gut ausgebaute straßen parkten wir auf einem kostenpflichtigen parkplatz in akchour. wir wollten zu den wasserfällen und falls noch zeit bleibt zur brücke gottes, einem roten felsbogen. es kam natürlich wieder einmal anders.

nachdem es keine wegweiser, markierungen, auskunftstafeln, etc. gibt, hatten wir prompt den falschen weg erwischt und mit der wanderung zur brücke gottes begonnen. das “wandern“ sollte man sich allerdings nicht so wie in der heimat vorstellen. in ermangelung einer durchgängigen markierung (stellenweise sind richtungspfeile erkennbar) und abhängig vom wasserstand des flusses klettert man über stein- und felsbrocken und balanciert über holzstege ohne handlauf, immer dem flussbett entlang, immer hoffend, dass nicht gerade jetzt und an dieser stelle einem jemand entgegen kommt.

aber, wir haben es geschafft, sogar trockenen fußes, und dieses kunstwerk der natur ist die kraxelei allemal wert.

natürlich wollten wir dann auch noch die wasserfälle sehen und im zweiten anlauf fanden wir den richtigen weg, aber auch dieser abschnitt hat seine tücken. erst ging es gemässigt bergauf, vorbei an unzähligen kleinen imbissständen mit bunten tischen und stühlen direkt im wasser. der kleine wasserfall war schnell erreicht. dann wurde die strecke anspruchsvoller. der fluss musste laufend gequert werden, allerdings gibt es keine brücken. wenn man glück hat liegen große steinquarder im flussbett. wenn diese fehlen, muss man über steine, felsen und baumstämme balancieren und die dafür notwendige schrittlänge orientiert sich dabei nicht immer unbedingt am durchschnittsmaß der frauen. es ist also kein kleiner gemütlicher nachmittags spaziergang.

wir haben schließlich die tour abgebrochen und sind wieder umgekehrt. für uns war es zu spät, wir waren zu müde und der weitere streckenverlauf war uns zu ungewiss. inshallah – vielleicht beim nächsten mal.

26.10.19 stadtbesichtigung von der „blauen stadt“ chefchaouen, dem kleinen ort an den hängen des rifgebirges, mit den in maurisch-andalusischen stil errichteten häusern, fast alle mit weißblau gekalkten mauern. wir spazierten durch die medina, mit dem zentralen platz uta el-hammam und der daneben liegenden kasbah und wanderten ziellos durch die vielen schmalen gassen.

der weitere tourenverlauf geht wieder in richtung küste, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour

runter von der fähre und rein ins abenteuer…

runter von der fähre und rein ins abenteuer.

wir legten am 21.10.19 planmäßig in tanger med an, eine marokkanische hafenstadt an der straße von gibraltar. dann eine stunde warten bis zur ausfahrt, kreuz und quer drängelten alle fahrzeuge von board, und eine weitere stunde warten bis alle sicherheitskontrollen passiert waren. zeit, um einen ersten eindruck zu gewinnen. die polizei war sehr präsent, bemüht um eine schnelle und reibungslose abwicklung, aber vor allem um sicherheit zu gewährleisten – betteln wurde nicht geduldet.

gegen 21:00 uhr rollten wir zusammen mit anderen womos und pkws auf einen parkplatz, der noch innerhalb des hafengeländes liegt. es war bereits stockdunkel, also nicht ratsam die ersten kilometer auf marokkanischen boden in angriff zu nehmen, sondern auch ideal um gleich geld wechseln oder abheben zu können bzw. sich mit telefonwertkarten zu versorgen. des weiteren stehen saubere toiletten zur verfügung und ein kleiner shop für alle die noch hungrig waren. die nacht war ruhig und es war beruhigend gut bewacht zu sein J

22.10.19, unsere effektive marokko-rundreise kann beginnen. nach dem verlassen des hafengeländes ging es gleich kurvig rauf und runter, auf straßen die teils nur aus einem schmalen betonband bestehen, das oft aufgebrochen und sehr ausgefranst ist. dazu schwerlastverkehr, landwirtschaftsfahrzeuge, passanten, tiere, … allesamt im angebot.

wir fuhren bis martil, an der mittelmeerküste, und stoppten am campingplatz “caravan al bustan“. ein kleinerer cp, der in der nebensaison wenig besucht ist, aber in der hauptsaison immer komplett ausgebucht sein soll. die sanitäreinrichtungen waren sauber und die nähe zum strand, der promenade und den einkaufsstraßen ist toll. für uns ging es aber nach einem kurzen strandspaziergang und einem bummel durch das viertel um den cp wieder weiter.

tagesziel war die stadt tétouan, in den nördlichen ausläufern des rifgebirges. wir kontaktierten unsere unterkunft, das „hôtel riad dalia tétouan“, und wurden sowohl zum bewachten parkplatz gelotst wie auch zum hotel begleitet – alleine nur schwer zu finden.
im riad angekommen wurden wir von laila und hafsa mit dem traditionellen minztee herzlich empfangen. das riad dalia tétouan ist eine absolut empfehlenswerte unterkunft wie aus einer anderen welt.

bei unserem kurzen abendspaziergang gewannen wir auch einen ersten eindruck von der verwinkelten medina. der andalusische stil ist in der ganzen stadt erkennbar.
es war mittlerweile dunkel geworden und die lampen in den engen verschlungenen gassen gaben gerade so viel licht, dass man den weg gerade noch sah.

diese stimmung ist einfach nicht zu beschreiben, die menschen standen vor den geschäften aßen ihr abendessen und unterhielten sich. für uns war europa bereits so fern und wir genossen das gewirr der stimmen und das hektische treiben der menschen. so beschlossen wir, nachdem uns zahlreiche sehr freundliche passanten den weg zurück zum hotel zeigten, dass wir die geplante stadtbesichtigung am nächsten tag nicht ohne guide machen wollen.

23.10.19 pünktlich um 11:00 uhr wartete unser guide vor dem hotel. nein, kein offizieller guide. wir haben den mann am vorabend kennen gelernt und ja, wir haben vorab im hotel die üblichen preise für geführte touren erfragt. letztendlich hat das preis-/leistungsverhältnis für uns gepasst und wir verbrachten drei aufregende stunden in den verwinkelten gassen der medina, den unterschiedlichen souks, der mellah (jüdisches viertel), wanderten hoch zur kasbah, vorbei am königspalast und sahen den verschiedenen handwerkern u.a. im gerberviertel zu.

fazit: eine für uns neue, beeindruckende kultur mit freundlichen, hilfsbereiten menschen und fotomotiven ohne ende. wohin diese reise weiter geht ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den
hovi´s on tour