wir sind fast startklar…

wir sind fast startklar für unsere nächste reise. diesmal werden wir das europäische festland verlassen uns uns nach england – wales und irland bewegen.
da wir schon vor einigen jahren england bereist hatten, liegt unser schwerpunkt auf das restliche england mit wales und ganz besonders irland.

die anfahrt werden wir auf dem schnellsten weg von wien über deutschland-frankreich bis zur fähre port du roscoff (frankreich) in ca 1900 km erledigen.

von port du roscoff setzen wir mit der fähre nach plymouth in england über. jetzt beginnt der eigentliche teil unserer reise. der erste teil von england

weiter nach wales

dann mit der fähre von fishguard bis rosslare um von dort irland zu erkunden. nordirland werden wir nicht besuchen.

nach irland geht es wieder zurück nach wales und anschließend zum zweiten tel von england – in in den norden und osten.

von hull werden wir mit der fähre nach rotterdam den heimweg antreten.
wo und wie haben wir noch nicht geplant.

wir werden diesmal ca 14.000 km und ca. sechs monate unterwegs sein. haben sehr viele wanderungen und stadtbesichtigungen (an die 100 routen mit komoot) geplant.

jetzt werden noch einige renovierungen und adaptierungen an unserem cleverchen vorgenommen und dann kann es zu ostern losgehen.

was wir auf dieser reise so alles erleben werden werden wir in unserem blog berichten und wieder mit vielen bildern versehen.

bis dahin alles liebe von den

hovis’on tour

unsere lange heimreise…

unsere lange heimreise, nachdem wir rumänien verlassen hatten, begann in tokaj. dort quartierten wir uns erst einmal auf dem campingplatz „tisza camping“ am rande der stadt ein und da zu dieser jahreszeit nicht mehr viel los war (es waren nur mehr die kleinen gästebungalows besetzt) bekamen wir einen stellplatz in der ersten reihe.

nachdem wir schon im bekanntesten weinbaugebiet von ungarn waren, nutzten wir die gelegenheit und besuchten das weingut „himesudvar“, ein familienbetrieb der von kata, péter & beáta gemanagt wird. wir fühlten uns gleich herzlich willkommen und verkosteten sechs ihrer weine: 2022 „furmint” dry – 2020 „szamorodni” dry – 2023 cuveé „foltos” semi-sweet – 2021 „szamorodni” sweet – 2021 „köverszölö” sweet und zu guter letzt den berühmten „aszú“ sweet jahrgang 2021. alle schmeckten ausgezeichnet und sind bedenkenlos weiter zu empfehlen.

eine kleine kellerführung, mit viel wissen um die weinerzeugung, rundete unseren besuch ab. ein sehr schöner event.

wir streiften noch ein wenig durch die stadt tokaj, ehe wir uns wieder zu unserem cleverchen begaben.

nach tokaj begann unsere eigentliche heimreise. wir wollten aber nicht direkt zurück nach wien fahren, sondern überlegten uns eine etwas ausgedehntere rückroute, auf der wir auch noch die möglichkeit zu einem bad im meer hatten. also fuhren wir zuerst nach hódmezővásárhely, wo wir uns am campingplatz „hód-thermal camping“ für einige tage einrichteten. die gäste des campingplatzes können die pools des sportschwimmbads gyarmati dezső und des strandbades török sándor kostenlos nutzen

und somit war es für uns der start einer chilligen heimreise und konnten die dinge wie camper putzen und wäsche waschen auch noch erledigen.

weiter ging es über szeged und kurz danach passierten wir die grenze nach serbien.  in serbien ging es weiter nach mali zvornik und entlang der drina bis bajina bast, wo wir schließlich über den nationalpark tara zur grenze montenegro fuhren. nach der grenze fanden wir einen sehr netten stellplatz am borovičko see (auch wenn es am morgen etwas mystisch aussah 😉) und verbrachten hier unsere erste nacht in montenegro.

die route ging weiter über die die r4 und r5 rauf ins gebirge – zabljak – tunnel ivica – savnik  durch den skadar-see-nationalpark und kurz vor der albanischen grenze wieder hinunter zum meer nach ulcinj.  in ulcinj legeten wir einen längeren stop ein. das wetter war sehr wechselhaft und so wurde aus dem geplanten schwimmen im meer lange strandspaziergänge, auch schön. unser stellplatz lag im wald, im bereich einer aufgelassenen großen hotelanlage. niemand störte uns hier und wir konnten einige ruhige nächte unmittelbar am meer verbringen.

wer so wie wir viel in der freien natur übernachtet, dem kann es so wie uns ergehen. ein liebes tierchen hat sich für während der tage die wir in ulcinj gestanden sind, ein feines schlafplätzchen gebaut. jetzt ist die motorabdeckung etwas löchrig – na ja, hauptsache das tierchen hat sich wohlgefühlt bei uns 😉.

von ulcinj ging es die strada magistrale über budva und tivat nach kotor. nach unserer umrundung der bucht von kotor (die mit dem cleverchen aufgrund der sehr engen straße eine wirkliche herausforderung war) stießen wir wieder auf die strada magistrale ehe wir uns dem kleinen, kaum befahrenen grenzübergang vitaljina näherten.
wir waren in kroatien und bogen unmittelbar nach der grenze links ab um hier auf einer ganz engen straße zu unserem stellplatz zu gelangen. die immer wieder zu hörenden kratzgeräusche, die die büsche am cleverchen verursachten, taten zwar in der seele weh, aber der stellplatz lohnte sich. eine verlassene militäranlage mit schöner aussicht, wo einst ein radarsystem installiert war, das zur verfolgung von raketensystemen verwendet wurde, die in der nahegelegenen (ebenfalls verlassenen) prevlaka-kaserne getestet wurden.

vom plateau aus hat man einen schönen blick auf das offene meer und die halbinsel prevlaka. ein perfekter ort, um bei einem gläschen rotwein die sonne untergehen zu sehen.

unsere heimfahrt ging immer weiter auf der strada magistrale. hinter dubrovnik nahmen wir die neue umfahrung der bosnischen grenze auf der 674er, fuhren noch einmal die engen und steilen straßen hoch ins gebirge nach imotski und von dort wieder hinunter bis split. in split, genauer gesagt in strobrec, legten wir einige badetage am campingplatz ein. das wetter war gut, wir konnten herrlich chillen, und auch einen in europa selten vorkommenden oleander-schwärmer bekamen wir zu gesicht.

bei sibenik, sahen wir uns auf einem ehemaligen militärgelände den u-boot bunker im kanal von sibenik an. einen unterwassertunnel, genannt „hitlers auge“, der von der deutschen armee ende 1941 bis anfang 1943 in den fels nahe der höhle des heiligen antonius geschlagen wurde. der bunker führt im bogen zu einem 2. ausgang und diente neben der unterbringung von schnellbooten auch kleineren u-booten der „mala“ und „una“ klasse, die mit einer länge von ca. 20 m wesentlich kleiner sind als die u-boote, die wir sonst so kennen und bei einer wassertiefe von nur 10 meter platz fanden.

beim rundgang auf der halbinsel sahen wir auch einige der alten militärstellungen. die impossante festung st. nikolas, unweit der historischen stadt sibenik, wird derzeit renoviert sodass wir sie nur von außen besichtigen konnten.

von sibenik ging es wieder weiter über die strada magistrale, wo wir die auswirkungen der heftigen regenfälle der letzten  stunden zu spüren bekamen.

nach zadar – posedarje – karlobag und senj gelangten wir nach sibinj, wo uns ein aufgelassener campingplatz als übernachtungsplatz diente.

leider war das wetter noch immer nicht stabil, wo wir doch noch gerne ein wenig baden und in der sonne liegen wollten. also wechselten wir auf die istrische seite und quartierten uns im residence del mar emotion in ližnjan ein. leider waren dies die letzten drei tage der resort-saison und somit mussten wir auf einen stellplatz in der nähe „umziehen“, konnten dafür aber noch einige ruhige sonnentage genießen und die gegend erkunden.

ja, und wenn man als trüffelfan schon in istrien ist, ist ein besuch auf einer trüffelfarm pflicht. wir besuchten eine der besten, wenn nicht die beste, im kleinen dorf paladini, in der nähe von buzet. „die familie karlic“ und ihre trüffelsuchhunde sind spezialisten sondersgleichen.
nach einer kurzen einweisung von der juniorchefin „ivana karlic-ban“ über die geschichte der familie und den schwarzen und weißen trüffeln, begaben wir uns mit dem professionellen trüffelhunter benjamin in den wald, um zu sehen wie er mit seinen beiden hündinnen istra und gica arbeitet. sehr interessant.
das highlight war dann die verkostung von schwarzem und weißen trüffel in allen möglichen variationen, übrigens zu rührei passt der trüffel hervorragend. den trüffelgeschmack mag man oder mag man nicht. wir mögen ihn und daher war diese exkursion eine tolle erfahrung.

nach unserem trüffelerlebnis – gut, dass wir etwas mitgenommen haben – besuchten wir noch das „höhlensystem von skocjan„. es gehört zum unesco-weltkulturerbe und ist sloweniens zweitberühmteste höhle nach der höhle in postojna und europas größtes ausgegrabenes unterirdisches system.

von den höhlen führte uns der weg auf schmalen und nicht immer mit gutem straßenbelag versehenen, bergauf und bergab nach godovic, wo wir wieder eine ruhige nacht im cleverchen hatten. auf diesem stellplatz war dann doch einiges los, denn am morgen besuchte uns ein junger rotfuchs und am vorabend konnten wir einen feuersalamander beobachten. Herrlich, so in der natur zu stehen.

für einen kleinen fotoauftrag, wir sollten bilder für die „therme snovik“ machen, quartierten wir uns im thermenhotel ein – einen campingplatz gibt es auch neben dem hotel. ja, und baden durften wir auch in der therme. ein ort der sich auch für mehrere tage zum entspannen anbietet. sehr empfehlenswert.

ein schöner event, bei dem uns aber das wetter einen strich durch die rechnung machte, war der besuch vom „baumwipfelweg pohorje“, zwischen den baumwipfeln des pohorje-gebirges auf rogl. schade, dass das wetter nicht mitspielte.

auf nach österreich und siehe da, am nächsten tag hatte sich das wetter gebessert und wir konnten zwei wanderungen unternehmen.
die erste war der weg zum sulmwasserfall. nichts besonderes, ganz einfach und nur um sich ein wenig zu bewegen.

die zweite wanderung war da schon etwas anspruchsvoller. wir gingen die heiligengeistklamm. da viel wasser in der klamm war mussten wir öfters die seiten wechseln, was nicht ohne nasse füße abging. a bisser´l rutschig war der weg, was aber dem tollen wandererlebis keinen abbruch tat.

nach der wanderung fuhren wir zu unserem letzten punkt auf unserer reise. wir nahmen die steirische weinstraße unter cleverchens räder und machten einen stop bei der „buschenschank & weingut legat“ in leutschach an der weinstraße. die sonne schien und auf der sonnenterasse war auch gerade ein platz frei geworden. wunderschöne aussicht, sehr gutes bodenständiges essen und ausgezeichnete weine. besonders der „junge steirer“ – vorbote des jahrgangs 2024, ein cuvee aus den sorten gelber muskateller und sauvignon blanc – hatte es mir angetan. das weingut bietet auch die möglichkeit an mit dem camper auf dem parkplatz zu übernachten, und so haben wir die gelegenheit wahrgenommen und eine ruhige letzte nacht in wunderschöner umgebung verbracht. ein würdiger abschluss unserer heimreise von der mehrmonatige rumänien tour.

 

nächster stop wien, und dort angekommen bereiteten wir uns auch schon wieder auf unsere nächste reise vor. 2025 geht es sechs monate nach england – wales – irland und schottland.

aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

der letzte abschnitt unserer rumänienreise…

der letzte abschnitt unserer rumänienreise war gekommen. nachdem wir für die nacht wieder einmal einen schönen stellplatz gefunden hatten,
machten wir uns auf den weg zu unserem heutigen ersten event. wir besuchten das internationale museum für bemalte eier „lucia condrea“ in moldavita. anfangs war ich etwas skeptisch, was soll an bemalten eiern schon so toll sein. nur als ich das museum betrat und die tausenden exponate sah, war ich fasziniert was die künstlerin lucia hier im laufe der jahre geschaffen hatte. nicht umsonst wurde sie mit unzähligen preisen für ihre arbeit ausgezeichnet. am ende der besichtigung konnten wir nicht mehr sagen welches bemalte ei das schönste ist, denn sie sind alle einzigartig und die schönheit liegt ja immer im auge des betrachters.  danke an die familie für die tolle führung und die erklärungen zu den exponaten der internationalen sammlung.

eine schöne fahrt unternahmen wir mit der wassertalbahn „calea ferată forestieră vişeu (cff) bzw. mocăniţa de pe valea vaserului“. eine gemütliche 43 km lange zugsfahrt mit einer dampfenden und rauchenden lokomotive von vişeu de sus nach comanu und wieder retour. an der endstelle, in comanu, gab es ein üppiges rumänisches mittagessen, wassertalbahn bier und eine folkloregruppe, die für tanz und musik sorgte. entlang der strecke konnten wir nicht nur die natur bewundern, es gab auch ungewöhnliche fahrzeuge zu sehen. ein schöner entspannter ausflug

jetzt war es wieder einmal zeit einen kirchen- und klostertag einzuschieben. also sahen wir uns – die holzkirche „heiliger nikolaus“ in bogdan vodă, die holzkirche „erzengel michael und gabriel“ in rozavlea, die holzkirche „cuvioasa paraschiva“ in botiza, das nonnenkloster in botiza, die holzkirche “poienile glodului“ in poienile izei und das “kloster bârsana“ in bârsana an. jedes hat für sich seine eigene geschichte zu erzählen, und es sind einfach tolle sehenswürdigkeiten, die es lohnt anzusehen.

müde nach so vielen eindrücken haben wir uns in oncesti einen einsamen und ruhigen stellplatz für die nacht gesucht und gefunden.

der nächste tag brachte uns eine besichtigung der anderen art, kein kloster, keine kirche sondern wir besuchten in sighetu das „sighet memorial museum“, eine gedenkstätte für die opfer des kommunismus und des widerstands, im gebäude des ehemaligen politischen gefängnisses. im jahr 1998 nahm der europarat das memorial sighet in die liste der wichtigsten gedenkstätten europas auf.

das meer der bitterkeit – unter diesem titel besuchten wir viele ausstellungsräume die den opfern des kommunismus gewidmet sind. hier werden die lebensgeschichten von menschen gezeigt, die für ihren glauben und ihren charakter eingestanden sind und gelitten haben.
wenn man jeden einzelnen fall betrachtet, erschaudert man mehr, als wenn man nur statistiken über tausende oder millionen von fällen anschaut – der historiker, der in sighet starb, weil er sich weigerte, seinen schriften abzuschwören; der alte oberst, der alle fronten überquerte und an septikämie starb, nachdem ihm die blutegel auf dem reisfeld, wohin er zur zwangsarbeit gebracht worden war, quasi ausgesaugt hatten; die drei kinder aus dem banat,einjährige zwillinge und ihr älterer bruder, die innerhalb einer woche in dem lager erfroren, in das sie nach bărăgan deportiert wurden; der student, der in pitesti selbstmord beging, um den qualen der „umerziehung“ zu entgehen; der bauer der in dem gefängnis starb, in dem er landete, weil er einen brief „mit verunglimpfendem inhalt“ abgeschickt hatte; die söhne und töchter, die als „volksfeinde“ von der schule verwiesen wurden; der wissenschaftler, der sein leben opferte, um einen kleinen jungen vor einer lungenentzündung zu retten; die großen gründer rumäniens, die von den höhen der wiedervereinigung 1918 in die schimmeligen gefängnisse von galati, sighet, aiud und râmnicu sărat gebracht wurden…

eine vom bildhauer aurel vlad geschaffene bronzestatuengruppe im innenhof, die prozession der opfer, ist zum symbol der gedenkstätte geworden.

ein besuch der sehr nachdenklich machte, für den man sich aber die zeit nehmen soll. gut fanden wir auch das sehr viele junge menschen diese gedenkstätte besuchen um zu sehen was ein regime mit menschen anstellen kann.

nun ging es aber mit etwas lustigerem fort wir schauten uns den „fröhlicher friedhof von săpânța“ an. die besondere gestaltung erfolgte über jahrzehnte durch den örtlichen künstler stan ioan pătraș (1908–1977), der die traditionellen hölzernen kreuze der grabstätten mit handgemalten bildern der verstorbenen und mit versen zu ihrem leben verzierte. etwa 700 hat pătraș bis zu seinem tod geschaffen. niemand wusste, was er im falle eines todes auf das kreuz schreiben würde und nicht alle kamen dabei gut weg – sei es die frau, die ihren mann betrogen hat oder der säufer, der sich mit schnaps und tabak selbst vorzeitig ins jenseits beförderte. dann kann auf dessen kreuz auch mal so ein spruch stehen: „der schnaps ist eine schlange, die uns mühsal und trauer bringt. wer dem schnaps zugeneigt ist, dem wird es so ergehen wie mir.“ schade ist, dass wir nicht alles lesen konnten, denn es gibt hier wahrscheinlich sehr sehr fröhliche sprüche. trotzdem war es ein sehenswerter ort.

nach dem fröhlichen friedhof besichtigten wir noch das “kloster peri-săpânța“. die kirche des erzengels michael in săpânța-peri, ist mit ihrem turm das höchste und nach alter handwerkskunst aus eichenholz gefertigte klostergebäude.

in der nähe von adrian fanden wir wieder einmal einen einsamen, ruhigen und romantischen stellplatz für die nacht.

den ruinen der “burg lonyai“ im dorf medieșu aurit galt unser nächster besuch. es war nicht schwer sich vorzustellen wie die burg in ihren glorreichen tagen aussah, als sie als eines der schönsten renaissanceschlösser in siebenbürgen galt. auch wenn der verfall fortgeschritten ist, kann man erkennen, dass sie einst ein seltenes juwel war. ihre geschichte ist mit bedeutenden namen des ungarischen adels verbunden. am eingang kann man noch die inschrift „anno domini MDCXXX magnificus sigismundus de lonia comes comitatus crasnensis a fundamentis extruxit“ entziffern – d.h. aus den fundamenten im jahre unseres herrn 1630 von sigismund von lonja, der grafschaft crasna, erhoben.
die burg verfügte über ein netz von geheimen tunneln, die im notfall genutzt werden konnten. ihre zugänge wurden zu gemacht, aber wer weiß, wie weit sie gingen?

die letzte sehenswürdigkeit auf unserer rumänienreise war das „schloss károlyi“ in carei. eines der schönsten schlösser rumäniens. es ist eine neogotisch-neobarocke schlossanlage und war einst stammsitz der ungarischen adelsfamilie károlyi von nagykároly. heute ist das schloss mit seinen gartenanlagen und museen für besucher geöffnet und beherbergt mehrere ausstellungen.

schließlich verließen wir rumänien und begannen unsere lange heimreise in tokaj, im nordosten ungarns,
aber was wir auf der heimreise so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

transfăgărașan, transalpina, kirchenburgen und stadtbesichtigungen…

transfăgărașan, transalpina, kirchenburgen und stadtbesichtigungen waren unsere nächsten tourenziele. die heutige etappe führte uns von arpașu de sus über die transfogarascher hochstraße (transfăgărașan) nach curtea de argeș. also machten wir uns früh morgens auf den weg um den touristenströmen zu entgehen. die auffahrt von arpașu de sus war sehr schön, aber die abfahrt nach dem bâlea-see richtung bukarest war eine katastrophe. nicht nur viel verkehr sondern auch total schlechter fahrbahnbelag und wenig ausgeleuchtete tunnel, da sind wir in rumänien schon besseres gefahren.

auf dieser route liegt auch der bâlea-see, ein gletschersee in den südkarpaten im făgăraș-gebirge, auf 2034 m seehöhe.
das wetter war herrlich und so nahmen wir die gelegenheit zu einer ausführlichen wanderung um den see wahr.

… ja und da waren sie wieder, die ständig gefütterten „transfogarascher bettelbären“. leider gibt es zu viele verantwortungslose touristen, die die bären durch fütterung zu einem unnatürlichen verhalten erziehen.

unser nächster besuch galt dem „curtea domnească din curtea de argeș (freilichtmuseum) “ und der „biserica sfântul nicolae“. die fürstenkirche des heiligen nikolaus in curtea de argeș wurde 1352 fertiggestellt. die kirche ist eines der repräsentativsten denkmäler der mittelalterlichen rumänischen architektur und die älteste woiwodengründung in der walachei. die besonders wertvollen wandmalereien im inneren wurden in den jahren 1364-1369 angefertigt.

interessant fanden wir auch das naturschutzgebiet in trostesi, “ muzeul trovanților” (geologisches freilichtmuseum). am fuße einer sandgrube gelegen befinden sich hier zahlreiche geologische formationen, rätselhafte lebende “trovanten“, mit abmessungen von wenigen zentimetern bis zu einigen metern und unregelmäßigen, kugelförmigen oder ellipsoiden formen, die wachsen und sich bewegen. von außen ähneln die trovants gewöhnlichen steinen, während sie in ihrem inneren dem sand ähnlich sind, und wenn sie in zwei hälften gebrochen werden, hat der querschnitt ähnlichkeiten mit einem baumstamm, wegen der altersringe. obwohl sie nicht wirklich lebendig sind, weisen trovanten einige merkmale von etwas lebendigem auf, denn sie bewegen sich, wenn auch sehr langsam. diese steine / felsen nehmen bei regen sand aus der umgebung auf und schaffen sich dadurch selbst einen weg, der es ihnen ermöglicht, sich über längere zeiträume hinweg über kleine entfernungen zu bewegen. sehr spannend 😊

das kloster ostrov ist ein nonnenkloster, das der „geburt der mutter gottes“ geweiht ist und sich auf einer insel des stausees vom wasserkraftwerks călimănești am fluss olt befindet und mit dem kurort călimănești căciulata durch eine brücke verbunden ist. das kloster ist einen besuch wert.

mănăstirea turnu kloster turnu. ein stop hier ist absolut zu empfehlen. die alte klosteranlage versprüht den hauch ihrer jahrhundert langen geschichte und fasziniert.

wir haben an der klostermauer einen ruhigen schlafplatz gefunden.

weiter ging es mit den kirchenburgen, die es ja in großer anzahl in siebenbürgen gibt. diesmal war es die „kirchenburg heltau“ in cisnădie. in der heutigen kirche lassen sich noch die grundzüge der romanischen dreischiffigen basilika erkennen, die schon zur zeit ihrer errichtung einen sechsgeschossigen massiven westturm besaß. mit beginn der osmanischen angriffe ab 1430 wurde die kirche durch wehrtürme, eine zweite mauer und einen wassergraben weiter ausgebaut.

ja, und eine hatten wir noch an diesem tag, die kirche „des hl. michael in cisnădioara (auf deutsch michelsberg)“, ein historisches und architektonisches denkmal aus dem 13. jh., das älteste im rein romanischen stil in siebenbürgen. über einen 10 min. fußweg erreichten wir die kirche auf dem burgberg, umgeben von einer ringmauer. die höhe der wände beträgt zwischen 4 – 6 m an der außenseite und 2 – 3 m an der innenseite. im süden steht ein torturm und auf der nordseite befand sich ein zweiter turm, der einige meter außerhalb der umfassungsmauer lag. im inneren der anlage liegen runde felsbrocken, die sich um 1850 noch auf der umfassungsmauer befanden, damit sie auf feinde hinabgerollt werden konnten. dazu gibt es auch eine legende die besagt, dass jeder mann vor seiner hochzeit einen solchen felsbrocken zur festung tragen musste, um seine stärke zu demonstrieren. heute ist die wehrkirche leergeräumt und wenig zu besichtigen.

als nächstes schauten wir uns „das museum astra“ an, ein museum der traditionellen bäuerlichen kultur und eines der größten freilichtmuseen in europa. es liegt unmittelbar vor der stadt sibiu und beherbergt ausstellungen der traditionellen, vorindustriellen rumänischen volkszivilisation. die häuser, werkstätten und gebäudekomplexe liegen um einen see verstreut und immer wieder finden hier auch große musikveranstaltungen statt.

jetzt war wieder einmal eine stadtbesichtigung an der reihe. das „tourismusbüro in sibiu“ stellte uns freundlicher weise einen tourguide zur verfügung, und mit frau adela dadu machten wir uns auf den weg zu einem großen stadtrundgang. charmant und informativ zeigte sie uns viele interessante orte in ihrer stadt – catedrala ortodoxă „sfânta treime“ (orthodoxe dreifaltigkeit kathedrale), casa cu cariatide, biserica reformată, piata mare (großer platz), rathaus von sibiu, röm.-kath. dreifaltigkeitskirche, piața mică (kleiner platz), goldschmied passage, lügenbrücke, albert-huet-platz, evangelische marienkirche, samuel-von-brukenthal-gymnasium (älteste deutschsprachige schule rumäniens), treppenturm und stufenpassage (verbindet die „oberstadt“ mit der „unterstadt“), piața coroana (altstadtblick) und noch vieles mehr. etwas müde, aber sehr zufrieden, genossen wir unser traditionelles rumänisches abendessen. es war ein schöner tag in einer tollen stadt.

der „kirchenburg großau“ in cristian galt unser nächster besuch. sie stammt aus dem 13. jh. und das sehenswerteste ist der barock altar und die toll renovierte orgel. kern der anlage ist die romanische basilika mit westturm, von der die untergeschosse des glockenturms mit westempore und reste der seitenschiffe erhalten geblieben sind.

ein stück weiter besuchten wir das „muzeul preot zosim oancea (pater zosim oancea museum)“. das museum beherbergt über 600 hinterglasikonen und ist die größte glasikonenausstellung in siebenbürgen. eine pracht künstlerischer kreativität und religiöser inspiration, die aus dem reichtum der orthodoxen christlichen tradition und aus der außergewöhnlichen phantasie der rumänischen bauernmaler entspringt. sehenswert

besuch der bauernfestung von calnic, die im 13. jh. gebaut wurde und eine der bedeutungsvollsten bauten des mittelalters in siebenbürgen ist. die imposante festung mit hohen mauern und türmen widerstand den schwierigkeiten der geschichte über viele jahrhunderte hinweg. sie war mit einem hauptturm, einer verteidigungsmauer und einem wassergraben ausgestattet, der nur über eine zugbrücke zugänglich war. ende des 15. jh. wurde sie mit einer kleinen saalkirche mit apsis ausgestattet. in der mitte des 16. jh. wurde der graben aufgefüllt und die zugbrücke durch ein torhaus mit fallgitter ersetzt.

die „biserica evanghelică din sebeș“, kirchenburg von sebes (zu deutsch mühlbach), war auf dieser reise die letzte wehrhafte kirchenbefestigung die wir besichtigten. sächsische kolonisten begannen im 12. jh. mit einer romanischen basilika, die jedoch in den jahren 1241 – 1242 zerstört wurde. später wurde sie im gotischen stil wieder aufgebaut, befestigt und mit mauern versehen. einige romanische elemente sind jedoch erhalten geblieben. im inneren der kirche befindet sich ein wunderschöner altar aus der zeit um 1520.

in alba iulia, eine der ältesten siedlungen rumäniens, stand wieder ein ausgedehnter stadtrundgang auf unserem programm – alba-carolina-zitadelle (sternförmige festung, eine stadt in der stadt), parcul unirii & statue emmanuel de martonne (französischer geograph) & unions-denkmal, poarta regelui (haupttor zur kathedrale), orthodoxe kathedrale (krönungskathedrale), römisch-katholische kathedrale (st. stephans kathedrale), palast der siebenbürgischen fürsten & reiterdenkmal „michael der tapfere“ muzeul național al unirii, sala unirii (saal der einheit – ehemaliges militärcasino), poarta III, „weg der drei festungen“, south gate of the roman castrum, obelisk „horea, cloșca și crișan“ biblioteca bathyány (batthyaneum-bibliothek), palatul apor (apor palast) und, und … eine wirklich sehr sehenswerte stadt.

nach alba iulia machten wir noch einen kurzen fotostop bei der „eotonda sau capela romanică in geoagiu“ rotonda-kirche, oder „der rundbau“. einer der ältesten bestehenden und  bewahrten sakralbauten in rumänien. leider ist sie derzeit nicht von innen zu besichtigen.

weiter ging es nach geoagiu-băi, wo wir zuerst eine kleine 2 km lange lange wanderung zum „clocta-wasserfall“ unternahmen, dann weiter zu den dakisch-römischen bädern von geoagiu băi fuhren (über 2000 jahre alt, aus der zeit des römischen reiches – thermen „germisara“) und sich die grota haiducilor (grotte der gesetzlosen) ansahen. die höhle hat ihren namen von einer legende aus der zwischenkriegszeit, die auch von einem hier versteckten schatz erzählt, den wir leider nicht gefunden haben 😉.

den rest des tages relaxten wir im schwimmbad baile daco-romane.

am weg nach târgu jiu freuten wir uns schon auf das nächste erlebnis, denn in den rumänischen karpaten gibt es noch eine passstraße, die sogenannte „transalpina“. sie führt über den urdele-pass bis auf 2.145 m höhe und stellt damit den höchsten straßenpass der karpaten dar. 150 km lang ist die mittlerweile gänzlich asphaltierte straße und führt durch ein berg- und waldgebiet wo die natur noch großteils unberührt und wunderschön ist.  uns hat diese strecke wesentlich besser gefallen, als die deutlich bekanntere transfăgărășan.

als nächstes besichtigten wir die „dakische festungen des orastie-gebirges – sarmizegetusa regia“. diese anlage wurde im 1. jh. v. chr. und n. chr. unter dakischer herrschaft erbaut. die sechs verteidigungsanlagen, der kern des dakischen reiches, wurden zu beginn des 2. jh. n. chr. von den römern erobert und systmatisch zerstört. die höhepunkte dieser stätte sind der andesitenaltar, der große rundtempel und der kleine rundtempel, der aus mehreren pilastern und steinen besteht. es gibt auch die überreste von fünf kleineren viereckigen tempeln von denen nur noch die sockel übrig sind. der andesitenaltar, der wahrscheinlich zu opferzwecken genutzt wurde, hatte astronomische bedeutung und verwendungszwecke. all diese noch übrig gebliebenen steinelemente bieten dem besucher einen guten überblick über die einstige stätte des dakischen reiches.

in costești haben wir dann wie schon so oft einen schönen ruhigen stellplatz auf einer wiese beim fluss zum übernachten gefunden.

ein neuer tag, eine neue besichtiung. das „castelul corvinilor“ (festung hunedoara) wurde im jahr 1446 angelegt. die burg besteht aus drei großen bereichen: dem rittersaal, dem reichstagssaal und der wendeltreppe. im laufe des 17. jh. wurden neue anbauten aus ästhetischen und militärischen gründen vorgenommen. die heutige burg ist das ergebnis einer fantasievollen restaurierungskampagne, die nach einem verheerenden brand und vielen jahrzehnten völliger vernachlässigung durchgeführt wurde, von modernen architekten mit eigenen interpretationen wie eine große gotische burg aussehen sollte.

nach einer am parkplatz der terasa cheile turzii verbrachten nacht, machten wir uns am morgen auf zu einer sehr vielversprechenden wanderung durch die cheile turzii schlucht. mehr als 7 km wandern stand auf dem programm. wir gingen die runde entgegen dem uhrzeiger und hatten somit gleich den aufstieg richtung dealu sändului vor uns um dann am rückweg der runde durch die cheile turzii schlucht wieder zu unserem ausgangspunkt zurückzukehren. einfach toll diese wanderung.

zur belohnung kehrten wir dann im restaurant „terasa cheile turzii“ ein (N46°33’47.24″ E23°41’26.70″). maria, die chefin des restaurants, freute sich uns wohlbehalten wieder zu sehen, und wir konnten die hausspezialitäten – fisch & papanasii – und zum abschluss einen ordentlichen palinka genießen. danke maria, nicht nur für das gute essen sondern auch für die tipps zur wanderung.

in der weinkellerei „crama la salina“, in unmittelbarer nähe des salzbergwerks turda, durften wir – obwohl es sonntag war – mit ovidiu maxim und seinem bruder eine exklusive führung durch den weinkeller mit anschließender weinverkostung genießen. wir sahen und hörten viel über die geschichte des weingutes und die besondere art der erzeugung ihrer produkte. zum abschluss konnten wir sechs weine probieren – ausgezeichnet, und was nicht vor ort ausgetrunken wurde durften wir in unserem cleverchen einlagern 😉

bevor wir uns endgültig verabschiedeten fuhren wir die kurze strecke von der weinkellerei zu einem außergewöhnlichen tourismusprojekt – reitzentrum, restaurant, unterkunft und wellness. zu den bestehenden wohneinheiten soll demnächst ein 5* hotel & spa eröffnet werden und die reitanlage wird künftig die voraussetzungen für international ausgerichtete reitturniere haben. der uns vermittelte eindruck des konzepts sowie der noch teilw. in bau befindlichen anlage, alleine bei der stallführung, war umwerfend.

nach diesem ereignisreichen tag und mit einem gefüllten „weinkeller“ beschlossen wir abseits der hauptstraßen zu einem gemütlichen stellplatz zu fahren und einmal einen ganzen tag nichts zu tun, nur ausrasten und energie tanken – hat richtig gut getan.

geplant war ein ausgedehnter stadtrundgang in cluj-napoca. da sich das wetter aber verschlechtert hatte wurde er etwas kürzer. was haben wir uns angesehen – teatrul național „lucian blaga“,  (nationaltheater), turnul croitorilor (bastion der schneider – heute ein kulturzentrum), statuia sfântului gheorghe din cluj-napoca (st.-georgs-denkmal), biserica minoriţilor (verklärungs- oder minoriten-kathedrale), catedrala mitropolitană „adormirea maicii domnului” (theotokoskathedrale), biserica sfântul mihail (st. michaeliskirche), usw.

nach cluj-napoca fuhren wir weiter bis mănăstirea und jetzt wurde das wetter wirklich grauslich. als wir ankamen um unser nachtquartier beim castelul kornis aufzuschlagen hatte es wenigstens zu regnen aufgehört. leider läßt man castelul kornis verfallen – schade, wäre sicher eine schöne erhaltenswerte burg, aber wir hatten jedenfalls einen ruhigen übernachtungsplatz gefunden.

von mănăstirea sind wir nach ceahlău gefahren wo wir uns für zwei nächte beim „camping ursulet“ einquartierten, da wir unbedingt die tageswanderung im ceahlău-nationalpark zur cascada duruitoarea unternehmen wollten. ein gemütlicher campingplatz mit allem was man so braucht um einen angenehmen aufenthalt zu haben.

trotz leichten nieselregens machten wir uns auf den weg zur 9,2 km langen runde zur cascada duruitoarea. der regen hörte irgendwann auf, aber der boden blieb streckenweise sehr rutschig und dadurch wurden manche stellen des weges sehr speziell, auch wegen der nicht immer stehenden bäume 😉. alles in allem ein sehr schöner wandertag.

der nächste tag stand ganz im zeichen von klöstern – „kloster neamţ“ – „kapelle jerusalem-hozeva“ – das nonnenkloster „kloster agapia“ und  „kloster văratec“. nach den klöstern gab es noch einen besuch im „festungsmuseums neamț“. alles sehr beeindruckend, aber so konzentriert auch etwas anstrengend.

auch heute standen wieder klosterbesuche auf dem programm. Ja, rumänien hat viele klöster – das nonnenkloster „kloster probota“ und das „kloster dragomirna“.

dazwischen besichtigten wir auch noch die „festung suceava

und das „bukowinisches dorfmuseum“ in suceva

und so ging unser nächster klostertag zu ende.

für die nächsten tage planten wir uns das eier bemalen auf höchstem niveau anzusehen, den fröhlichen friedhof zu besuchen und noch einiges mehr, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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wanderungen, kirchenburgen, schlösser…

wanderungen, kirchenburgen, schlösser und noch so einiges.

immer wieder warfen wir von unserem stellplatz aus einen blick auf unser bevorstehendes wanderziel – dem kreuz der helden – und hofften auf ein besseres wanderwetter.

nach einer kühlen, aber sehr schönen und ruhigen nacht am startpunkt unserer ganz besonderen wanderung, ging es am morgen auf ins bucegi-gebirge, am rand der südkarpaten.

ein teil dieser route führte uns durch technisch anspruchsvolles gelände. das wetter hatte sich am morgen wesentlich verbessert und so stand einer tollen, fast 14 km langen tour nichts mehr im wege. der weg führte uns über die seilbahnstation babele und das babele natural monument, vorbei an der “sfinxul din bucegi“, speziell geformte felsen die an eine sphinx erinnern,

und genoßen die herrliche aussicht über das hochgebirge, das aber leider immer wieder von nebelwolken verdeckt wurde.

schließlich erreichten wir unser auf 2.291 m ü.m. gelegenes ziel, das crucea caraiman – kreuz der helden, ein zwischen 1926 und 1928 auf dem gipfel caraiman gelegenes monument mit einer höhe von 36 m.

der rückweg über die cabana caraiman, ein ausgewiesener alpinweg, war nicht überall ganz einfach – wenig ausgesetzt, manchmal etwas schmal und mit steilen abhängen, z.t. mit seilsicherung. einfach cool, aber wir waren auch sehr froh wieder gut heruntergekommen zu sein.

nach der wanderung ging die reise über den bolboci stausee weiter, ehe wir eine besichtigung im „centrul cultural misionar al arhiepiscopiei târgoviștei“ (gebäude des kultur- und missionszentrums) mit anschließender besichtigung des „peștera Ialomiței (höhlenkloster) & Ialomița cave“ machten. das höhlenkloster und die höhle haben eine lange geschichte, die eine besichtigung interessant macht.

unerwartet war auch, dass für die höhlenbesichtigung, die man selbständig im eigenen tempo, d.h. ohne guide macht, helme angeboten wurden. der eingangsbereich der höhle war riesig, aber das änderte sich schnell. viele passagen sind nur in gebückter haltung zu bewältigen und manchmal hieß es seitswärts durch den stollen gehen – wir haben uns mehrfach gestoßen und waren froh über unsere schicke kopfbedeckung 😊

nach so viel höhle ging es weiter zu den schlössern „ castelul peleș (schloss peles)“ und „castelul pelișor („klein peleș“)“.
schloss peleș ist ein königsschloss und befindet sich in der nähe der stadt sinaia. das schloss wurde zwischen 1873 und 1883 für könig karl I. von rumänien erbaut.

 

wir schlossen uns einer führung an und konnten die prachtvollen einrichtungen bewundern. rund 160 zimmer, ein eigenes theater und für die damalige zeit eine moderne technische ausstattung mit zentralheizung, fließendes warmwasser, zwei aufzüge, eine zentrale staubsaugeranlage, telefonanschluss und elektrische beleuchtung.

toll fanden wir auch, dass gustav klimt mit der künstlerischen ausgestaltung von decken- und wandgemälden beauftragt wurde.

klein peles ließ könig karl I. zwischen 1899 und 1902 für seinen sohn, den späteren könig ferdinand I. und königin marie, im chaletstil erbauen. schön, aber nicht so imposant wie das väterliche schloss.

schnell noch einen sprung zum „kloster sinaia“, für pilger die perle der karpaten (spitzname „kathedrale der karpaten“). es stammt aus dem 17. jh. und anfangs war das kloster so gebaut, dass es zwölf mönche beherbergte. im laufe der zeit nahm ihre zahl zu, sodass eine weitere größere kirche und zusätzliche zellen gebaut werden mussten, und so gibt es eine alte und eine neue kirche.

so ging der tag zu ende und wir konnten die nacht auf einem herrlichen stellplatz mit spektakulärem blick auf das bucegi-gebirge verbringen, ehe wir am nächsten morgen das „castelul cantacuzino bușteni cantacuzino castle“ (burg von cantacuzin) besichtigten.

das historische schlossgebäude, dessen bauarbeiten 1911 abgeschlossen wurden, beeindruckte seinerzeit mit seiner modernen ausstattung, die von elektrizität, kanalisation und trinkwasser profitierte, sowie mit der schönheit seines stils. bis 1930 diente es als familiensommerresidenz und war bis zur verstaatlichung im jahr 1948 im besitz der familie cantacuzino.

danach wurde es zu einem sanatorium des ministeriums ausgebaut, wobei fast alle wertvollen gegenstände durch das kommunistische regime entfernt wurden. heute beherbergt es ein museum, ein ausgezeichnetes restaurant und diente bereits mehrfach auch als filmdrehort.

nächstes besuchsziel war die „biserica evanghelică kirchenburg von homorod“. errichtet etwa ab 1270 als romanische saalkirche die ende des 15. jh. wehrtüchtig umgebaut wurde. dazu wurde ein großer turm über dem alten chor gebaut und die kirche mittels ringmauern geschützt. an den ecken der ersten ringmauer stehen vier türme, die zweite ringmauer ist niedriger und umgibt die erste. 1658, als die im türkischen auftrag einfallenden tataren homorod niederbrannten, leistete die wehrkirche erfolgreichen widerstand.

am nachmittag besichtigten wir die bauernfestung „cetatea rupea“ (rupea-festung), die auf dem hügel cohalm (kobalt) im 14. jh. erbaut und im 17. jh. als festung und zufluchtsort für die umliegenden dörfer erweitert wurde. in einigen dokumenten aus dem 15. jh. wird die festung als wichtiges handels- und handwerkszentrum mit 12 zünften erwähnt.

die nacht haben wir dank freundlicher genehmigung der nonnen am parkplatz des nonnenklosters mănăstirea „sfântul mare mucenic gheorghe –  saint george monastery“ verbracht. danke für das nette gespräch und den tollen übernachtungsplatz.

weiter ging es richtung sighișoara, aber vorher standen noch zwei wehrkirchen zur besichtigung an. die erste war die „wehrkirche in bunești“ aus dem 13. jh. wobei ende des 15. jh. die seitenschiffe abgerissen und die bögen sowie das westportal zugemauert wurden. der heutige zugang erfolgt über 2 portale, eines im süden und das andere im norden der halle. der turm und das kirchenschiff sind mit strebepfeilern verstärkt, zwischen denen rundbögen eine befestigte ebene tragen. im westen befindet sich ein massiver glockenturm.

die zweite war die „kirchenburg saschiz“. die heutige, dem heiligen stephan geweihte, spätgotische hallenkirche wurde zwischen 1493 und 1525 erbaut. die aus bruchsteinwerk bestehende kirche wird von 22 stufenpfeilern getragen und besitzt einen barockaltar. neben der sakristei steht der glockenturm, dessen mauern an der basis 3 m stark sind.

jetzt ging es aber zügig nach „sighișoara“ wo wir eine ausgedehnte stadtbesichtigung machten. gestartet sind wir auf der piata muzeului und haben auf unserem rundgang wie folgt besichtigt – stundturm das wahrzeichen der altstadt, das muzeul de istorie sighișoara (geschichtsmuseum von sighișoara), das foltermuseum, das zunfthaus sighisoara (gildenhaus), die zitadelle (cetatea sighișoara), die überdachte schülertreppe (scara scolarilori), die deutsche schule und bergkirche (biserica din deal), das haus mit dem hirschgeweih (casa cu cerb, die casa vlad dracul; die literarische gestalt „dracula“ wird mit diesem ort in verbindung gebracht – vlad tepeș (vlad III. drăculea, der pfähler), sohn des vlad II. dracul (der drache), wurde möglicherweise in diesem haus geboren), friedhof der pfarrei der evangelischen kirche (friedhof der sachsen), das rathaus, die schässburger klosterkirche (biserica mănăstirii din sighișoara), usw. – eine stadt mit einem tollen historischen zentrum in der es viel zu sehen gab.

der vormittag des nächste tages war der stadt „târgu mureș“ gewidmet. unser rundgang startete vom palatul culturii (kulturpalast) weg und im verlauf sahen wir – palatul prefecturii (präfektur) & säule der lupoaica romei (die kapitolinische wölfin, eine exakte nachbildung der lupa capitolina in rom), turnul bisericii franciscane (barocker turm der ehem. franziskanerkirche), piața teatrului (theaterplatz), biblioteca teleki-bolyai (teleki-bibliothek), casa palffy – casa călăului (haus des henkers), primăria municipiului târgu mureș (rathaus), palatul apollo (apollo palast), catedrala buna vestire („kleine“ orthodoxe kathedrale), catedrala inălțarea domnului („große“ orthodoxe kathedrale), cetatea medievală târgu mureș (zitadelle), biserica din lemn sf. arhanghel mihai (alte orthodoxe holzkirche), biserica de piatră (alte steinkirche). ja, auch hier gab es viel zu sehen und uns hat es sehr gut gefallen.

und wieder machten wir einen stop bei einer kirchenburg, diesmal war es die „biserica fortificată din biertan (kirchenburg birthälm)“, eine der eindrucksvollsten und größten siebenbürgens, mit drei wehrmauern, acht türmen und einem spätgotischen flügelaltar mit 28 tafelbildern. die wehrkirche wurde erstmals 1402 erwähnt und diente als sitz des evangelischen bischofs von siebenbürgen. damit spielte dieser sakralbau eine wichtige rolle und wurde auch sehr aufwendig ausgestattet.

ganz besonders haben wir das bis heute erhalten gebliebene sogenannte „ehegefängnis“ gefunden. zerstrittene eheleute wurden hier eingeschlossen, in einem raum mit nur einem einzigen bett, tisch, stuhl, teller, becher und löffel, die sie so lange miteinander teilen mussten, bis sie gelobten sich wieder zu vertragen. es heisst, dass in 400 jahren nur eine einzige ehe in birthälm geschieden wurde (könnte man sich vielleicht auch für die heutige zeit überlegen, solch ein „scheidungshaus“ einzuführen ☹).
unser weg führte uns nach richiş wo wir eher durch zufall alex, felix & nadia kennenlernten. alex hatte gerade zu seinem lebensmittelgeschäft la doipasi, auf seinem dahiter liegenden grundstück einen netten campingplatz – „camping richis“ (richis,numărul 6, sibiu 557047, tel.: +40 723 376 584) eingerichtet (N46°05’51.0″ E24°28’47.7″ vis-à-vis der kirchenburg reichesdorf) und wir durften als einer seiner ersten gäste hier übernachten. danke für die freundliche geste.

der bau der evangelischen kirche in reichesdorf wurde im 14. jh. begonnen und bereits im ersten viertel des 16. jh. war die kirche von einer wehrhaften mauer mit ovaler struktur umgeben. die kirche wurde von einer gruppe französischer zisterziensermönche erbaut, die sich in siebenbürgen niederließen. der bau unterscheidet sich von anderen zeitgenössischen religiösen gebäuden durch die große anzahl keltischer dekorationselemente (die green man foundation verwaltet die evangelische kirchenburg in richiș).

 

es gibt zahlreiche originelle figuren, die sich auf den green man und den gott cernunnos aus der keltischen mythologie, janus aus der römischen mythologie und höchstwahrscheinlich auf weitere symbolische elemente beziehen, die noch darauf warten, enthüllt zu werden.

ein bedeutendes fresko befindet sich an der nordwand des altars und wurde erst kürzlich frei gelegt – „das jüngste gericht“ – und kann nun besichtigt werden.

eine hoch interessante und mit vielen geschichten ausgestattete wehrkirche, die man unbedingt besichtigen sollte. an dieser stelle ein herzliches dankeschön an unseren guide michael, der uns zusätzlich auch wertvolle tipps für unternehmungen in der gegend gab.

weiter ging es mit noch einer kirchenburg, die „sächsische evangelische kirchenburg agnetheln“. sie wurde bereits im jahr 1466 erwähnt und auf dem kern einer ehemaligen romanischen basilika im gotischen stil, aber mit renaissance- und barockelementen erbaut. die alten befestigungsanlagen und wehrtürme sind noch erhalten: der glockenturm, der schneiderturm, der schuhmacherturm, der zimmererturm und natürlich der speckturm (ein turm, in dem nach sächsischem brauch in ganz siebenbürgen die zünfte ihren speck lagerten). die turmbesteigung war zwar anstrengend, aber es lohnte sich wegen des ausblicks. für unseren geschmack eine etwas zu renovierte kirchenburg.

am weg zu unserem schlafplatz fanden wir noch ein fotomotiv, das wir uns näher ansehen mussten – die ehemalige „zisterzienserabtei in cârța“ – das kloster wurde im jahr 1202 gegründet und muss einst prachtvoll gewesen sein.

es geht weiter – über die die transfăgărașan und die transalpina, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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die christusstatue von harghita, die 7-leitern klamm, kirchenburgen und dracula…

die christusstatue von harghita, die 7-leitern klamm, kirchenburgen und dracula.

der tag bagann im kurort sovata mit einem spaziergang zum bärensee

und von dort entlang eines  rundwanderweges über den mierleisee, der mit seinem salzquellheilwasser viele leute zu einem schlammbad einlud.

anschließend fuhren wir zur „foişorul inima lui lisus“ – der herz jesu-statue – „christus von harghita“. sie ist die vierthöchste christusstatue in europa,  22 meter hoch und aus 60 tonnen edelstahl. die statue steht auf 953m ü.m., am höchsten punkt des dorfes lupeni. im inneren führt eine wendeltreppe bis in den kopf, von wo aus ein weiter ausblick auf die transsilvanische landschaft möglich ist. leider war diese bei unserem besuch gesperrt, trotzdem ein imposanter anblick.

dem „szekler museum of ciuc“ galt unser nächster besuch. verschiedene daulerausstellungen sowie wechselausstellungen sind in diesem museum zu besichtigen. besonders beeindruckend ist die ausstellung der franziskanischen druck- und buchbinderwerkstatt aus dem franziskanerkloster in csíksomlyó, denn diese war die erste katholische im damaligen fürstentum. es werden über 100 drucke und bucheinbände präsentiert, die tlw. mit goldprägungen verziert sind.

während der museumsführung hörten wir auch viel über den geschichtlichen hintergrund der szekler, eine bevölkerungsgruppe die heute in den rumänischen landeskreisen harghita, covasna, mureş und teilw. auch alba und kronstadt lebt.

als nächstes waren zwei kirchenburgen an der reihe. zuerst besichtigten wir die „kirchenburg von tartlau“ in prejmer. mächtig steht sie da, und obwohl das dorf  über 50 mal angegriffen und zerstört wurde, konnte die kirchenburg nur wenige male eingenommen werden. man betritt die anlage durch den 30m langen eingangstunnel und gelangt auf die innenseite der massiven ringmauer, die mit über 270 wohnzellen und lagerkammern ausgestattet ist. mit ihren 3-4m dicken wänden bot sie den dorfbewohnern im fall eines angriffs schutz. die geschichte der kirchenburg ist lang und es gibt viel zu sehen. ein besuch lohnt sich allemal.

die zweite kirchenburg war die „biserica evanghelică fortificată hărmanin“ (evangelische kirchenburg honigberg). sie wurde im 13. jh. auf der grundlage einer alten basilika aus dem 12. jh. erbaut. die kirche wurde im laufe der jahrhunderte immer wieder erweitert und zu einer massiven befestigungsanlage aufgerüstet, und wenn man den noch erhaltenen teil des wehrganges sowie den burginnenhof betritt kann man sich gut vorstellen, wie hier hab und gut verteidigt wurden.

in einem alten teil einer kapelle im östlichen wehrturm sind sehr interessante gemälde zu sehen. das dominierende thema dieses ensembles ist das jüngste gericht und die verdammung der sünder. andere szenen sind vom leben der jungfrau maria inspiriert, aber es gibt auch figuren von heiligen aposteln. interessant, sich in das leben von früher zurück zu versetzen.

vom parkplatz der 7-leitern klamm, neben dem restaurant „terasa sapte scări“, wo wir freundlicher weise die nacht verbringen durften, starteten wir unsere wanderung. auf einer höhe von 948m ü.m. gelegen wird die klamm mittels treppen, leitern und metallplattformen überquert. zum effektiven klammeinstieg sind es rund 3,5km, immer stetig bergauf entlang eines baches.

die ersten beiden metallleitern waren einfach zu erklimmen. dann wurde die schlucht etwas enger und unter den gitterrosten rauschte das wasser unter uns hindurch. die dritte leiter hatte es dann in sich. 15 meter trennten uns vom nächsten plateau. der wasserfall befand sich an dieser stelle direkt neben den trittsprossen und rauschte an uns vorbei in die tiefe. das machte die sache ein wenig rutschig, aber mit festem griff stiegen wir sprosse um sprosse höher, bis wir sicher auf dem nächsten verbindungssteg standen. doch die klamm heißt nicht ohne grund „7-leitern klamm“.

also hatten wir noch 4 leitern vor uns, die uns weiter in die enge schlucht führten, bevor wir wieder festen boden unter den füßen hatten.

der rest der wanderung, retour ging es auf einem forstweg, war durchaus entspannt. ein abolut lohnendes wanderhighlight.

weiter ging es nach bran, aber vorher schauten wir uns noch die „höhle valea cetății“ in râșnov an.

nächstes ziel „schloss bran (törzburg)“, die heimat des grafen dracula. schloss bran wird den touristen als „vampirschloss“ präsentiert, denn die menschen wollen unbedingt an die existenz von graf dracula glauben. und wer kennt sie nicht, die romanfigur graf dracula des irischen schriftstellers bram stoker, der bei der schaffung seiner romanfigur durch vlad III., allgemein bekannt als vlad tepeș  oder vlad dracula inspiriert worden sein soll.
fakt: schloss bran ist eine mittelalterliche festung in den transsilvanischen alpen und wird, wenn auch fälschlicherweise, mit dem fiktiven schloss dracula gleichgesetzt, eine der größten touristenattraktionen rumäniens, die jährlich von rund 600.000 gästen besucht wird.

das historische vorbild der romanfigur ist der rumänische fürst „vlad tepeș“, heerführer (herrschertitel) des fürstentums walachei. vlad III., mit seinem beinamen drăculea (deutsch „der sohn des drachen“ – leitet sich laut historikern von der mitgliedschaft seines vaters vlad II., dracul im drachenorden kaiser sigismunds ab) – wurde bekannt wegen seiner angeblichen grausamkeit als menschenschlächter, mit vorliebe für hinrichtungen durch pfählung, was ihm einen weiteren beinamen einbrachte, tepeș (deutsch „pfähler“).
um es kurz zu machen, historisch ist es nicht nachweisbar, dass schloss bran die heimat von vlad III. alias vlad tepeș alias vlad dracula gewesen ist.

 

wir waren jedenfalls im vampirschloss und wenn nicht so viele touristen es gleichzeitig mit uns besucht hätten, wäre es eine noch viel schönere besichtigung geworden – aber ja, man muss es einmal gesehen haben 😉.

nach schloss bran schauten wir auch noch beim „curtea domnească din târgoviște (nationalmuseumskomplex)“ vorbei,

ehe wir uns auf unseren schlafplatz zurückzogen, denn am nächsten tag stand eine ganz besondere wanderung auf dem programm. ziel war eine tageswanderung im bucegi-gebirge, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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schlammvulkane, klöster und einiges mehr…

schlammvulkane, klöster und einiges mehr. aber alles der reihe nach. zunächst besuchten wir in tulcea das „donaudelta-ökotourismus-museumszentrum“. hier gibt es mächtig viel zu sehen und ausführlichste informationen über das donaudelta. wer sich also für die entstehung des deltas und die hier heimischen tiere interessiert (rund 110 fischarten und über 300 vogelarten) erhält hier alle informationen zum biosphärenreservat donaudelta

und auch ein rezept von der originalen donaudelta-fischsuppe ist hier nachzulesen.

wir fuhren ein stück weiter und obwohl dem besucher wenig gezeigt wird, ist „die basilika von niculiţel“ (ein frühchristliches denkmal) ein sehr bedeutungsvoller ort. es handelt sich um eine christliche basilika mit drei schiffen, von denen bisher nur die grundmauern der halbrunden absidă (nische des altars) sowie ein kleiner teil des naos (gemeinderaum zwischen der vorhalle und dem altarraum) freigelegt wurden. weitere ausgrabungen brachten die „krypta der vier märtyrer“ hervor. die dimensionen der basilika lassen vermuten, dass es sich nicht „einfach nur“ um irgendeine kirche handelt, sondern eher um eine kathedrale (vielleicht sogar um eine bischofskathedrale), oder die kirche eines klosters. wie schon erwähnt ist die komplette ausgrabungsstätte derzeit nicht für die öffentlichkeit freigegeben.

und da im großraum niculițel, etwas abgelegen auf einer waldlichtung, auch das „kloster cocoș“ liegt, haben wir auch diesem einen besuch abgestattet. in diesem von mönchen geführten kloster, errichtet zwischen 1883 und 1913, war für uns das beeindruckendste, dass nicht ausschließlich malereien (fresken) im herkömmlichen sinn vorhanden waren, sondern der komplette innenraum mit kleinen goldfarbigen glasmosaiken versehen ist.

wir sind dann mit der fähre von brătianu nach galați gefahren, wo wir die nächste kirche besichtigten – die festungskirche st. precista, eines der ältesten historischen gebäude in galați, in der gerade eine taufe statt fand.

recht zügig, sofern man das bei den nebenstraßen die wir fuhren nennen kann,

machten wir uns auf den weg zu den „schlammvulkanen“, ein gebiet, das in rumänien und europa geografisch, geologisch und botanisch einzigartig ist.
ehe wir eine wanderung zu den schlammvulkanen unternahmen, quartierten wir uns auf dem in unmittelbarer nähe liegenden campingplatz „camping muddy land“ in buzău ein. der campingplatz wird vom besitzer aurel boboc ständig erweitert. zur zeit gibt es stell- und zeltplätze sowie mietappartments und bungalows. neben den sanitäreinrichtungen (noch nicht ganz fertig gestellt) gibt es auch die möglichkeit wäsche zu waschen, einen kleinen kiosk und zum campingplatz gehört auch ein sehr gutes restaurant mit bodenständiger rumänischer küche.
wir waren jedenfalls begeistert und weil der platz nicht so einfach zu finden ist, gibt es diesmal die koordinaten dazu – N45°20’48.4″ E26°42’36.9″.

direkt vom campingplatz aus wanderten wir auf zum teil steilen steinigen wegen

zu den „vulcanii noroioși“ (schlammvulkane), in europa ein einzigartiges naturphänomen. das gebiet der schlammvulkane, in der gegend von buzau, wurde bereits 1924 zum naturdenkmal erklärt. ähnliche vorkommen befinden sich nur in sibirien und australien.
wie kommt es zu dem seltenen phänomen? die kegel bilden sich an der erdoberfläche durch den ausbruch natürlicher gase, die im boden zu finden sind. aus dem untergrund kommend, gelangen diese gase an die oberfläche indem sie wasser und schlamm auf ihrem weg nach oben drücken. in den bereichen, in dem die gase in die oberfläche eindringen, setzen sie einen leichten schwefelgeruch frei, und das wasser und der schlamm ergießen sich zu konischen schichten – kratern, einer dicken schicht aus erstarrtem schlamm. eine ganz tolle gegend, schön und interessant anzusehen.

nach unserer wanderung zu den schlammvulkanen stärkten wir uns bei unserem gastgeber mit einem köstlichen rümänischen abendessen, herrlich!

die nächsten tage verbrachten wir in iași mit der besichtigung von einigen klöstern wie z.b. „mănăstirea cetățuia (kloster cetăţuia),

wo uns der klosterparkplatz als ruhiger nächtigungsplatz diente

und „mănăstirea galata (galata-kloster)“ ein rumänisch-orthodoxes nonnenkloster.

danach stand auch die stadtbesichtigung von iași auf dem programm. besonders gefallen hatte uns die „biblioteca universității tehnice gheorghe asachi” (universitätsbibliothek) die wir mit dem einverständnis des direktors besichtigen durften. sie ist eine der schönsten bibliotheken der welt.

des weiteren haben wir auch den kulturpalast, die mănăstirea sfinții trei Ierarhi (kirche der drei hierarchen) eine rumänisch-orthodoxe kirche, die catedrala ’’sfânta fecioară maria regină’’ (die römisch-katholische diözese iasi), die catedrala mitropolitană (metropoliten kathedrale) besichtigt. es war ein schöner stadtrundgang.

nächstes besichtigungsziel war „schloss sturdza“ (derzeit in vollrenovierung) in miclăușeni. ein schloss mit reichhaltiger geschichte die von der erbauung über kriegsquartier bis hin zum kinderheim reicht. derzeit kann man nur die einstige schönheit erahnen, aber es soll wieder in den ursprünglichen zustand versetzt werden.

nach der schlossbesichtigung statteten wir dem „mănăstirea ortodoxă bistrița (kloster bistriţa)“ einen kurzen besuch ab,

ehe wir uns zu unserem nachmittagsevent begaben – einer bierverkostung in der „wicked barrel brewery“ in neagra, eingebettet in schöner landschaft. das junge besitzerehepaar radu & andreea andries empfing uns sehr freundlich. sie erzählten wie es zu der gründung der brauerei kam und anschließend hatten wir auch gelegenheit die ausgezeichneten biere zu verkosten. einfach ein schöner nachmittag.

nach der bierverkostung warfen wir von der aussichtsplattform noch schnell einen blick auf den lacul roşu (roter see) ehe wir uns auf unserem heutigen übernachtungsplatz – einem urigen und rustikalen campingplatz, der mit sehr viel liebe und hingabe geführt wird – „camping lacu roșu red lake campside“ – begaben.

so ging der tag gemütlich zu ende.

unser nächstes ziel, war unter anderem die klamm der 7 leitern und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

 

 

sonnenaufgang im donaudelta…

sonnenaufgang im donaudelta, etwas worauf ich mich schon seit jahren freute, und jetzt konnte ich es endlich erleben. also ab vom campingplatz „camping bya“ in năvodari – ein netter sauberer platz mit freundlichem personal

– in richtung donaudelta. am weg gab es noch einige besichtigungsstopps und zwar das „reservația arheologică histria ruinen von histria (das antike istros)“ ausgrabungen & museum. den außenbereich konnten wir aufgrund von anhaltendem regen nicht ausgiebig besichtigen,

also begnügten wir uns mit dem museum, wo wir interessante historische informationen erhielten.

nächste historische stätte waren die tlw. freigelegten ruinen der antiken griechisch-römischen festung orgame-argamum. diese wurde bereits ende des 6. jh. v. chr. von hekataios von milet (ein antiker griechischer geschichtsschreiber) als tochterstadt von histria erwähnt. viel ist nicht mehr übrig geblieben (ein stadttor, eine festungsmauer, straßen und erdwälle), aber es war ein schöner spaziergang.

und weil wir schon beim besichtigen von historischen ruinen waren gleich die nächste.hoch über der stadt enisala thront die „ruine der festung enisala“ aus der zweiten hälfte des 14. jhs. sie wurde nie für wohnzwecke verwendet, sondern diente als militärischer stützpunkt.

von oben hatten wir einen großartigen ausblick.

auf unserem weg lag auch noch die ali-gazi-pasa-moschee in babadag, ein historisches und religiöses baudenkmal, das aus dem 17. jh. stammt.

und weil wir an diesem tag noch nicht genug historische stätte besucht hatten, sahen wir uns auch noch die „archäologische ausgrabungsstätte halmyris“ in der nähe von murighiol an. halmyris war vom 1. bis zum 4. jh. n. chr. eine römische festungsanlage und teil der grenzbefestigung des römischen reiches, die während der herrschaft des römischen kaisers trajans errichtet wurde. die frühchristliche basilika episcopalis und die märtyrergruft der beiden heiligen epiktet und astion sind leider derzeit für die öffentlichkeit nicht zugänglich.

nachdem wir schließlich im donaudelta ankamen haben wir uns ganz bewusst für den campingplatz „camping lac murighiol“ entschieden,

da die besitzer octavian & lili glodian auch bootsfahrten ins delta anbieten – pro tour max. 8 personen. es gibt viele anbieter für div. bootstouren, aber keiner bietet eine sonnenaufgangs- oder -untergangsfahrt an. den unterschied merkten wir als wir von unserer sonnenaufgangsfahrt in den kleinen hafen zurück kamen. es kamen uns jede menge voll besetzter touristenboote entgegen, aber da war es nach 11:00 uhr und die sonne ging bereits um 05:45 uhr auf 😉.

wir saßen schon um 05:30 uhr im boot und warteten bis die sonne aufging – blutrot war der himmel als sie sich ganz langsam empor erhob, unglaublich diese stimmung. ja, das war das frühe aufstehen schon wert.

gute vier stunden fuhr octavian mit uns durch das delta. wir konnten unzählige tiere beobachten – sogar eine schakalin auf ihrer morgenrunde bekamen wir zu sehen.

die pelikane, als symbol des donaudeltas, haben den höchsten schutzstatus der vögel im delta. 90% der pelikane die in europa vorkommen (ungefähr 10.000 paare) nesten im donaudelta. die pelikane ernähren sich nur von fisch, von welchem sie ungefähr 2,5 kg am tag konsumieren.

ja, und weil das boot nicht so groß ist konnten wir auch durch ganz enge schilfstraßen fahren.

 

voller positiver eindrücke und schweren herzens verliesen wir das donaudelta, ein unglaubliches naturparadies.

unser nächstes ziel, ist schloss bran in transsilvanien und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

richtung schwarzes meer…

richtung schwarzes meer, das war für die nächsten tage unser ziel.
los ging es von bukarest zur fähre călărași – ostrov

und dann über kleine nebenstraßen in wunderschöner landschaft

nach galiţa zum mănăstirea dervent (kloster dervent), in dem, wie man sagt, sich eine wundertätige ikone der muttergottes befindet.

dann weiter zum nächsten kloster, dem mănăstirea „peştera sfântului andrei” (kloster „höhle des hl. andreas“) in ion corvin. hier gibt es eine kleine höhle (der volksmund behauptet, dass der hl. apostel andreas hier lebte und christianisierte), wo gläubige den segen eines mönches entgegennehmen und in den höhlenwänden zettel mit ihren wünschen verstecken.

nächte station das römische siegesdenkmal von adamklissi oder tropaeum traiani. es wurde, wie aus der zum bau gehörigen inschrift hervorgeht, dem mars ultor geweiht und 108/109 n. chr. erbaut. es stammt also aus der zeit kaiser trajans und steht im zusammenhang mit den kriegerischen auseinandersetzungen zwischen dem römischen reich und den dakern,

und weil es so schön dazu passte besuchten wir auch die archäologischen ausgrabungen von adamklissi. der parkplatz wurde dann gleich zu unserem schlafplatz für eine gemütliche ruhige nacht.

 

am nächsten tag ging es weiter an die küste nach vama veche, wo wir uns für drei tage am „camping cortina gate“ einquartierten – übrigens ein ausgezeichneter empfehlenswerter campingplatz. jeder hatte sein eigenes wc und seine dusche, und wir standen von der sonne geschützt unter einem carport.

chillen und schwimmen war für die nächsten tage angesagt.

von vama veche ging es immer entlang der küste bis eforie sud. am weg dorthin lagen noch die esmahan sultan moschee in mangalia (eine der ältesten moscheen rumäniens, umgeben von einem friedhof, auf dem sich über 300 jahre alte gräber befinden – zum zeitpunkt unseres besuches leider nur von außen zu besichtigen)

und in olimp ein ausgezeichnetes fischlokal an einem tollen badestrand – das „popasul pescarilor“.  Ja, da konnten wir nicht daran vorbeigehen 😉.
in eforie sud angekommen hatten wir das große glück einen parkplatz direkt an der strandpromenade zu erwischen und so konnten wir nicht nur schwimmen gehen sondern hatten auch einen perfekten schlafplatz für die nacht.

abends spazierten wir die strandpromenade entlang in die stadt und da war wirklich etwas los. menschen über menschen und es wurde getanzt, gegessen und allerlei krimskrams verkauft.

um 05:45, rechtzeitig zum frühstück, erlebten wir noch einen wunderschönen sonnenaufgang.
von eforie sud sind wir richtung donau weitergefahren machten in constanca einen stop für eine stadtbesichtigung.

das tagesendziel war cernavodă, wo wir am parkplatz der hafenbehörde, einen tollen übernachtungsplatz mit blick auf die donau gefunden.

 

auf unseren nächsten event freuten wir uns ganz besonders. wir waren eingeladen das „weingut rasova“ zu besichtigen und deren weine zu verkosten, die für die gegend am rande der region murfatlar am repräsentativsten sind.
trotz ihres vollen terminkalenders zeigte uns frau zoe ghiuri, mitbegründerin des weinguts rasova persönlich die weinproduktion und machte mit uns eine verkostung der ausgezeichneten und oftmals international prämierten weine.
die trauben werden manuell geerntet, im weinkeller für eine optimale verarbeitung in kisten akklimatisiert und schließlich erfolgt die weiterverarbeitung mittels schwerkraftverfahrens.
das weingut rasova ist eines der schönsten und modernsten weingüter in rumänien, doch nicht die schönheit ist entscheidend, es ist die qualität der weine, die die familie ghiuri auf ihrem weingut rasova hervorbringt.
ganz nach dem leitspruch der familie ghiuri – „ein besuch in unserem weingut und ohne verkostung unserer weine wird nie ein vollständiges erlebnis sein“ – unser erlebnis war vollständig und dafür möchten wir uns nochmals bei frau zoe ghiuri und ihrer familie herzlich bedanken.

unser nächstes ziel, das donaudelta und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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bukarest…

bukarest war unser nächstes reiseziel. am weg nach bukarest haben wir noch eine nacht am mogoșoaia see verbracht um uns das „palatul mogoșoaia (schloss mogosoaia und kulturzentrum „brâncoveneşti-paläste vor den toren bukarests“ anzusehen.

schloss mogoșoaia gehört zu den bekanntesten kulturdenkmälern in rumänien und wurde vom walachischen fürst constantin brâncoveanu errichtet – für uns persönlich nicht allzu aufregend, aber einen besuch wert. am nächsten morgen, ehe wir in bukarest einlangten, besichtigten wir noch das nationale dorfmuseum „dimitrie gusti“. charmant und zusätzlich mit vielen geschichtlichen informationen wurden wir von einer netten jungen dame durch das museum geführt. absolut empfehlenswert.

in bukarest angekommen quartierten wir uns, wie fast immer in einer großstadt, in einem kleinen aber feinen hotel ein „vila 18 hotel boutique“. saubere zimmer, gutes frühstück und einen tollen geschützten parkplatz für unser cleverchen. am abend machten wir vor dem abendessen in “the harp“ (einem irish pub & restaurant) noch einen kleinen stadtspaziergang

. die nächsten tage verbrachten wir mit besichtigungen. „palatul parlamentului (parlamentspalast)“ (früher bekannt als “haus des volkes“) unglaublich die größe des gebäudes mit 86 meter über dem boden, 92 meter im untergrund und 5.100 räume ist es das größte zivile gebäude der welt. wir machten eine eineinhalb stündige führung durch den palast und hatten dabei nur rund 6% aller räumlichkeiten gesehen – absolut beeindruckende herrschaftsarchitektur, wenngleich nicht unbedingt hübsch.

weiter ging es zum „rumänisches athenaeum (konzerthalle der philharmonie)“ (der eingangsbereich des konzertsaals, der von marmorsäulen getragen wird, führt zum konzertsaal mit einer riesigen kuppeldecke die mit gold verziert und von fresken gesäumt ist, die ereignisse der rumänischen geschichte darstellen),

spazierten auf der victory avenue – sahen den alten postpalast, das ehemalige königliche schlosss, cantacuzino-palast, cec bank, nationalmuseum für rumänische geschichte, die idyllische passage macca-villacrosse (eine gabelförmige, mit gelbem glas bedeckte arkadenstraße) usw, usw.

natürlich haben wir auch im berühmten “caru‘ cu bere“ (bizzares bierlokal im stil der jahrhundertwende mit deftiger, typisch rumänischer küche) einen stopp eingelegt und dabei der romantischen livemusik gelauscht. ja, das caru‘ cu bere ist schon ein besonderes lokal, es ist, als ob man in die vergangenheit reist.

unser nächstes ziel war das schwarze meer und was wir am weg dorthin so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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