schlammvulkane, klöster und einiges mehr. aber alles der reihe nach. zunächst besuchten wir in tulcea das „donaudelta-ökotourismus-museumszentrum“. hier gibt es mächtig viel zu sehen und ausführlichste informationen über das donaudelta. wer sich also für die entstehung des deltas und die hier heimischen tiere interessiert (rund 110 fischarten und über 300 vogelarten) erhält hier alle informationen zum biosphärenreservat donaudelta
und auch ein rezept von der originalen donaudelta-fischsuppe ist hier nachzulesen.
wir fuhren ein stück weiter und obwohl dem besucher wenig gezeigt wird, ist „die basilika von niculiţel“ (ein frühchristliches denkmal) ein sehr bedeutungsvoller ort. es handelt sich um eine christliche basilika mit drei schiffen, von denen bisher nur die grundmauern der halbrunden absidă (nische des altars) sowie ein kleiner teil des naos (gemeinderaum zwischen der vorhalle und dem altarraum) freigelegt wurden. weitere ausgrabungen brachten die „krypta der vier märtyrer“ hervor. die dimensionen der basilika lassen vermuten, dass es sich nicht „einfach nur“ um irgendeine kirche handelt, sondern eher um eine kathedrale (vielleicht sogar um eine bischofskathedrale), oder die kirche eines klosters. wie schon erwähnt ist die komplette ausgrabungsstätte derzeit nicht für die öffentlichkeit freigegeben.
und da im großraum niculițel, etwas abgelegen auf einer waldlichtung, auch das „kloster cocoș“ liegt, haben wir auch diesem einen besuch abgestattet. in diesem von mönchen geführten kloster, errichtet zwischen 1883 und 1913, war für uns das beeindruckendste, dass nicht ausschließlich malereien (fresken) im herkömmlichen sinn vorhanden waren, sondern der komplette innenraum mit kleinen goldfarbigen glasmosaiken versehen ist.
wir sind dann mit der fähre von brătianu nach galați gefahren, wo wir die nächste kirche besichtigten – die festungskirche st. precista, eines der ältesten historischen gebäude in galați, in der gerade eine taufe statt fand.
recht zügig, sofern man das bei den nebenstraßen die wir fuhren nennen kann,
machten wir uns auf den weg zu den „schlammvulkanen“, ein gebiet, das in rumänien und europa geografisch, geologisch und botanisch einzigartig ist.
ehe wir eine wanderung zu den schlammvulkanen unternahmen, quartierten wir uns auf dem in unmittelbarer nähe liegenden campingplatz „camping muddy land“ in buzău ein. der campingplatz wird vom besitzer aurel boboc ständig erweitert. zur zeit gibt es stell- und zeltplätze sowie mietappartments und bungalows. neben den sanitäreinrichtungen (noch nicht ganz fertig gestellt) gibt es auch die möglichkeit wäsche zu waschen, einen kleinen kiosk und zum campingplatz gehört auch ein sehr gutes restaurant mit bodenständiger rumänischer küche.
wir waren jedenfalls begeistert und weil der platz nicht so einfach zu finden ist, gibt es diesmal die koordinaten dazu – N45°20’48.4″ E26°42’36.9″.
direkt vom campingplatz aus wanderten wir auf zum teil steilen steinigen wegen
zu den „vulcanii noroioși“ (schlammvulkane), in europa ein einzigartiges naturphänomen. das gebiet der schlammvulkane, in der gegend von buzau, wurde bereits 1924 zum naturdenkmal erklärt. ähnliche vorkommen befinden sich nur in sibirien und australien.
wie kommt es zu dem seltenen phänomen? die kegel bilden sich an der erdoberfläche durch den ausbruch natürlicher gase, die im boden zu finden sind. aus dem untergrund kommend, gelangen diese gase an die oberfläche indem sie wasser und schlamm auf ihrem weg nach oben drücken. in den bereichen, in dem die gase in die oberfläche eindringen, setzen sie einen leichten schwefelgeruch frei, und das wasser und der schlamm ergießen sich zu konischen schichten – kratern, einer dicken schicht aus erstarrtem schlamm. eine ganz tolle gegend, schön und interessant anzusehen.
nach unserer wanderung zu den schlammvulkanen stärkten wir uns bei unserem gastgeber mit einem köstlichen rümänischen abendessen, herrlich!
die nächsten tage verbrachten wir in iași mit der besichtigung von einigen klöstern wie z.b. „mănăstirea cetățuia (kloster cetăţuia),
wo uns der klosterparkplatz als ruhiger nächtigungsplatz diente
und „mănăstirea galata (galata-kloster)“ ein rumänisch-orthodoxes nonnenkloster.
danach stand auch die stadtbesichtigung von iași auf dem programm. besonders gefallen hatte uns die „biblioteca universității tehnice gheorghe asachi” (universitätsbibliothek) die wir mit dem einverständnis des direktors besichtigen durften. sie ist eine der schönsten bibliotheken der welt.
des weiteren haben wir auch den kulturpalast, die mănăstirea sfinții trei Ierarhi (kirche der drei hierarchen) eine rumänisch-orthodoxe kirche, die catedrala ’’sfânta fecioară maria regină’’ (die römisch-katholische diözese iasi), die catedrala mitropolitană (metropoliten kathedrale) besichtigt. es war ein schöner stadtrundgang.
nächstes besichtigungsziel war „schloss sturdza“ (derzeit in vollrenovierung) in miclăușeni. ein schloss mit reichhaltiger geschichte die von der erbauung über kriegsquartier bis hin zum kinderheim reicht. derzeit kann man nur die einstige schönheit erahnen, aber es soll wieder in den ursprünglichen zustand versetzt werden.
nach der schlossbesichtigung statteten wir dem „mănăstirea ortodoxă bistrița (kloster bistriţa)“ einen kurzen besuch ab,
ehe wir uns zu unserem nachmittagsevent begaben – einer bierverkostung in der „wicked barrel brewery“ in neagra, eingebettet in schöner landschaft. das junge besitzerehepaar radu & andreea andries empfing uns sehr freundlich. sie erzählten wie es zu der gründung der brauerei kam und anschließend hatten wir auch gelegenheit die ausgezeichneten biere zu verkosten. einfach ein schöner nachmittag.
nach der bierverkostung warfen wir von der aussichtsplattform noch schnell einen blick auf den lacul roşu (roter see)
ehe wir uns auf unserem heutigen übernachtungsplatz – einem urigen und rustikalen campingplatz, der mit sehr viel liebe und hingabe geführt wird – „camping lacu roșu red lake campside“ – begaben.
so ging der tag gemütlich zu ende.
unser nächstes ziel, war unter anderem die klamm der 7 leitern und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour
