whiskey, wanderungen und sonstiges – das war unser programm für die nächsten tage durch irland.
begonnen haben wir diesen reiseabschnitt mit einer kleinen wanderung, die „ballysaggartmore tümel schleife“. knapp 2 km lang, aber mit einer besonderen sehenswürdigkeit. unser startpunkt war der kleine parkplatz entlang der r666. von dort aus führt der pfad durch einen ruhigen, bewaldeten bereich und über einen steinernen bogen zur toranlage, den „towers“, und weiter über die torbrücke zu ruinen, den „gate lodges“.
eckdaten: so um 1834 ließ der anglo-irische großgrundbesitzer arthur keily-ussher die gotischen türme und torhäuser nach entwürfen des gärtners john smyth bauen. sie sollten den eingang zu einem prächtigen herrenhaus markieren, das jedoch nie fertiggestellt wurde.
das mahon valley, mitten in den comeragh mountains, ist wirklich ein besonderer ort. über den rund 4,2 km langen rundweg erreicht man den 80 m hohen „mahon fall“, von wo aus das wasser malerisch ins tal plätschert. ein herrlicher platz zum durchatmen, staunen und fotos machen – einfach natur pur, so wie wir es lieben.
ein weiteres architektonisches highlight in dieser region ist das „dromana gate“. dieses hindu-gotische torbauwerk, das wie ein indischer tempeleingang aussieht und ursprünglich aus holz und pappmaché erbaut wurde, befindet sich nahe dem dorf villierstown und an einer brücke über den fluss finisk (ein zufluss des blackwater flusses).
eckdaten: erbaut im jahr 1830, als romantisches hochzeitsgeschenk für henry villiers-stuart und seine frau mary, die von ihrer hochzeitsreise in indien zurück kamen und von diesem land außerordentlich begeistert waren. das romantische tor mit seinen zinnen und bögen ist heute noch befahrbar und bildet den eingang zu „dromana house & gardens“ (teile des anwesens, welches sich nach wie vor im besitz der familie villiers-stuart befindet, sind für besucher geöffnet).
nun stand der „ardmore cliff walk“ auf dem programm. dieser rund 4 km lange küstenweg führte uns auf schmalen pfaden hoch über dem atlantik entlang und bot uns großartige ausblicke auf das meer und die steilen klippen.
unterwegs kamen wir auch an „st. declan’s well & church“ vorbei, ein historischer ort mit symbolischer bedeutung.
eckdaten: die legende besagt, dass der heilige declan bereits im 5. jh. das christentum nach ardmore brachte, lange bevor st. patrick nach irland kam. die pilgerquelle, dessen brunnenwasser für taufen genutzt wurde, sowie die daneben erbaute einsiedlerzelle (überreste sind heute noch zu sehen) wird seit jahrhunderten als heiliger ort verehrt.
jetzt war es so weit, wir besuchten die „old midleton distillery“ in der grafschaft cork. die historische brennerei wurde bereits 1825 gegründet und ist heute das zuhause einiger der bekanntesten irischen whiskeys, darunter jameson, redbreast und powers. während einer führung durch die historische old midleton distillery (besucherzentrum „jameson experience“) erfährt man, wie seit jahrhunderten whiskey nach traditionellem verfahren hergestellt wird – grain whiskey mittels säulenbrennverfahren sowie single pot still whiskey im pot still verfahren. die einzelnen produktionsvorgänge – mälzen, maischen, fermetieren, destillieren und schließlich lagern wurden uns bei einem rundgang anschaulich vermittelt und den abschluss bildete eine whiskey verkostung.
eckdaten: in der ursprünglichen old midleton brennerei wird zwar nicht mehr gebrannt, aber dafür wurde im jahr 1975 die moderne midleton brennerei (unmittelbar neben der bisherigen old midleton distillery) in betrieb genommen, eine zeitgemäße und ökonomische großproduktionsanlage.
fazit: ein ort um die ursprünge des irischen whiskeys kennenzulernen. die alten backsteinbauten, riesigen brennblasen, maischbehälter und washbacks sowie das charakteristische aroma in den lagerhäusern und das testen der whiskeys machten den besuch zu einem besonderen erlebnis für uns. und wir haben jetzt einen neuen lieblingswhiskey – den red brest 10 year – nein, nicht den 13 year. der 10er hat unser herz erobert 😊
nach unserer whiskey verkostung stand am nächsten tag ein besuch des „fota house, arboretum & gardens“ am programm. das elegante viktorianische herrenhaus, ursprünglich ein jagdschloss, liegt auf der gleichnamigen insel nahe der stadt cork und beeindruckt mit seinen prunkvollen räumen, die aufwendig restauriert wurden. faszinierend war eine führung durch die serviceräume und die salons, die die geschichte der familie smith-barry sowie das leben auf einem irischen anwesen lebendig werden lässt.

im gepflegten weitläufigen garten auf fota island gedeihen aufgrund klimatisch optimalen bedingungen sowie der geschützten lage seltene und exotische bäume und büsche und bei spaziergängen lässt sich die geprägte struktur und das aussehen der gärten aus der zeit der familie smith-barry noch sehr gut erkennen.
nach dem besuch von fota house führte uns unser weg nach cobh (früher queenstown), wo wir das „cobh heritage centre“ erkundeten. dieses eindrucksvolle museum widmet sich der bewegten vergangenheit dieser hafenstadt, zum einem als auswanderungshafen und zum anderen der rolle als letzter abfahrtshafen der titanic.
im heritage centre taucht man tief in die geschichten der menschen ein, die von hier aus ihre reise in die neue welt antraten, nach amerika und australien – darunter viele, die auf den sogenannten „coffin ships“ emigrierten im zuge der irischen auswanderungswelle von 1912.
die titanic experience, eine faszinierende self-guided tour, führt durch das historische white star line gebäude, das als letzter anlaufhafen des schiffes diente. auf den spuren der letzten passagiere wird die geschichte durch nacherzählte schicksale, interaktive elemente und holografischen bildern lebendig.
wir haben viel über das leben der auswanderer, das schicksal der passagiere und die bedeutung dieser hafenstadt für irland erfahren. der besuch im cobh heritage centre war ein bewegendes und lehrreiches erlebnis – definitiv zu empfehlen.
wenn man in cobh ist, darf natürlich ein bild vom „annie moore monument“ am hafen nicht fehlen. es erinnert an annie moore, die 1892 als erste irische einwanderin ellis island im hafen von new york city durchlief.
das wetter hatte sich, wie schon so oft auf dieser tour, wieder verschlechtert und so fuhren wir bei regen mit „cross river ferries“ vom carrigaloe ferry port in 5 minuten zum glenbrook ferry port, wodurch wir uns einiges an meilen ersparten, um an unser tagesziel in kinsale zu kommen.
übernachtet haben wir am asphaltierten parkplatz unterhalb von „charles fort military fortress“ und das war gut so, denn das wetter wollte sich einfach nicht bessern und so war unser besuch im „charles fort military fortress“ durchgehend vom regen begleitet.
das hielt uns aber nicht auf die festungsanlage zu besichtigen, denn das „charles fort military fortress“ ist eine der bedeutendsten architektonischen festungsanlagen irlands und liegt eindrucksvoll an der hafeneinfahrt von kinsale. die sternförmige festung wurde im 17. jh erbaut und spielte eine schlüsselrolle bei der verteidigung der region. heute kann man die gut erhaltenen mauern, bastionen und das weitläufige gelände besichtigen und dabei viel über die geschichte des forts und die militärischen konflikte, wie z.b. dem irischen bürgerkrieg erfahren.
nach dieser besichtigung mussten wir uns dringend aufwärmen und haben in kinsale die gelegenheit genutzt etwas über „die kinsale mead co.“ zu erfahren. mead (miodh auf irisch) gilt als das älteste alkoholische getränk der welt und wird aus honig, wasser und manchmal früchten oder gewürzen hergestellt. die kinsale mead co. hat diese alte tradition wieder belebt und produziert in ihrer modernen manufaktur eine auswahl an köstlichen meads. während einer verkostung konnten wir nicht nur verschiedene sorten probieren, sondern auch wissenswertes über die geschichte und herstellung dieses einzigartigen getränks erfahren. es war faszinierend zu entdecken, wie mead in irland schon zu keltischen zeiten bekannt und hergestellt wurde und heute wieder neue fans findet. ein großartiges erlebnis.
da sich das wetter immer noch nicht gebessert hatte legten wir nur einen kurzen fotostop bei der timoleague franciscan friary ein. eine beeindruckende klosterruine aus dem 13. jh, die malerisch am rand des dorfes timoleague liegt. perfekt für ein paar fotos.
für diesen tag hatten wir genug vom fahren und fanden einen schönen übernachtungsplatz in timoleague am „sextons caravan and camping park“. ein familiengeführter, idyllisch gelegener campingplatz, der für seine freundliche atmosphäre und gepflegte ausstattung bekannt ist. er bietet großzügige stellplätze, moderne sanitäranlagen und einen kleinen shop. besonders geschätzt haben wir die herzliche betreuung durch die besitzerin, elaine sexton, die gerne auch mit tipps für ausflüge und aktivitäten weiterhilft. danke und jederzeit gerne wieder.
von timoleague nach mizen head. am weg dorthin besuchten wir noch den „drombeg stone circle“. der steinkreis, auch „druid’s altar“ genannt, ist einer der bekanntesten steinkreise irlands und liegt malerisch in der nähe von glandore im county cork. die prähistorische kultstätte besteht aus 17 aufrecht stehenden steinen, die einen nahezu perfekten kreis bilden und vermutlich aus der bronzezeit stammen. eine besonderheit ist die ausrichtung des steinkreises: zur wintersonnenwende fällt das licht der untergehenden sonne exakt auf den zentrierstein, auch altarstein genannt. dieser besuch vermittelte uns eindrucksvoll die mystik und die archäologische bedeutung vergangener zeiten.
nur wenige kilometer vom drombeg stone circle entfernt war unser nächster stop, die „glandore church of ireland“, ein charmantes gotteshaus dessen zugang nur über einen steintunnel möglich ist. die kirche stammt aus dem 19. jh. und beeindruckt durch ihre schlichte architektur sowie ihre idyllische lage oberhalb der bucht. sehenswert ist auch der kleine friedhof, der von alten bäumen umgeben ist. der kurze spaziergang zur kirche lohnte sich, auch wenn die kirche, so wie bei unserem besuch, verschlossen war.
zeit für eine weitere kleine wanderung, die wanderung auf den knockomagh hill bei lough hyne. durch einen schönen, teils steilen waldweg gelangten wir zum gipfel, von wo aus wir einen beeindruckenden ausblick auf die bucht und die umliegende landschaft genießen konnten. die ruhe und die natur haben uns begeistert, absolut empfehlenswert.
nach der wanderung auf den knockomagh hill führte uns unser weg weiter zum „altar wedge tomb“ – einem keilgrab aus der späten bronzezeit. das grab liegt oberhalb der altar bay und besteht aus mehreren aufrecht stehenden steinen, die einen keilförmigen raum bilden.
wir setzten unsere reise fort und erreichten schließlich das tagesend ziel, „mizen head“, den südwestlichsten punkt irlands. die spektakuläre klippenlandschaft und die tosende brandung machen diesen ort zu einem echten highlight. über eine beeindruckende brücke gelangt man zur berühmten mizen head signal station, die einst als wetter- und signalstation diente und heute ein spannendes besucherzentrum beherbergt.
von den zahlreichen aussichtspunkten bot sich uns ein atemberaubender blick auf den atlantik und die schroffen felsen, an denen sich die wellen brechen.
die ausstellung im signal station visitor centre informiert anschaulich über die geschichte der schifffahrt, die bedeutung des leuchtturms und das leben der menschen an diesem abgelegenen ort. mit etwas glück (wir hatten es leider nicht) kann man sogar robben oder delfine beobachte. mizen head war für uns ein absolutes muss und ein unvergesslicher abschluss eines erlebnisreichen tages.
weiter ging unsere reise in richtung der malerischen hafenstadt bantry in west cork, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour






weiter geht unsere reise nach kilkenny aber was wir noch in irland so alles erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin




– aber was wir in irland so alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

Fotoquelle:



beeindruckende lokomotiven, liebevoll restaurierte waggons und interaktive ausstellungen zeigen, wie technik, handwerk und visionen zusammenkamen, um großbritanniens städte zu verbinden.

die heißen, natürlichen quellen von bath entspringen im stadtzentrum, liefern täglich über eine million liter mineralreiches bis zu 46°c warmes wasser und beinhalten einen besonderen mix aus mineralien. enthalten sind z.b. sulfate, kalzium- und natriumverbindungen.
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davor erledigten wir in wien noch einige kleinigkeiten an unserem cleverchen. so erneuerten wir selber die seitenverdunkelungen (


