whiskey, wanderungen und sonstiges…

whiskey, wanderungen und sonstiges – das war unser programm für die nächsten tage durch irland.
begonnen haben wir diesen reiseabschnitt mit einer kleinen wanderung, die „ballysaggartmore tümel schleife“. knapp 2 km lang, aber mit einer besonderen sehenswürdigkeit. unser startpunkt war der kleine parkplatz entlang der r666. von dort aus führt der pfad durch einen ruhigen, bewaldeten bereich und über einen steinernen bogen zur toranlage, den „towers“, und weiter über die torbrücke zu ruinen, den „gate lodges“.
eckdaten: so um 1834 ließ der anglo-irische großgrundbesitzer arthur keily-ussher die gotischen türme und torhäuser nach entwürfen des gärtners john smyth bauen. sie sollten den eingang zu einem prächtigen herrenhaus markieren, das jedoch nie fertiggestellt wurde.

das mahon valley, mitten in den comeragh mountains, ist wirklich ein besonderer ort. über den rund 4,2 km langen rundweg erreicht man den 80 m hohen „mahon fall“, von wo aus das wasser malerisch ins tal plätschert. ein herrlicher platz zum durchatmen, staunen und fotos machen – einfach natur pur, so wie wir es lieben.

ein weiteres architektonisches highlight in dieser region ist das „dromana gate“. dieses hindu-gotische torbauwerk, das wie ein indischer tempeleingang aussieht und ursprünglich aus holz und pappmaché erbaut wurde, befindet sich nahe dem dorf villierstown und an einer brücke über den fluss finisk (ein zufluss des blackwater flusses).
eckdaten: erbaut im jahr 1830, als romantisches hochzeitsgeschenk für henry villiers-stuart und seine frau mary, die von ihrer hochzeitsreise in indien zurück kamen und von diesem land außerordentlich begeistert waren. das romantische tor mit seinen zinnen und bögen ist heute noch befahrbar und bildet den eingang zu „dromana house & gardens“ (teile des anwesens, welches sich nach wie vor im besitz der familie villiers-stuart befindet, sind für besucher geöffnet).

nun stand der „ardmore cliff walk“ auf dem programm. dieser rund 4 km lange küstenweg führte uns auf schmalen pfaden hoch über dem atlantik entlang und bot uns großartige ausblicke auf das meer und die steilen klippen.

unterwegs kamen wir auch an „st. declan’s well & church“ vorbei, ein historischer ort mit symbolischer bedeutung.
eckdaten: die legende besagt, dass der heilige declan bereits im 5. jh. das christentum nach ardmore brachte, lange bevor st. patrick nach irland kam. die pilgerquelle, dessen brunnenwasser für taufen genutzt wurde, sowie die daneben erbaute einsiedlerzelle (überreste sind heute noch zu sehen) wird seit jahrhunderten als heiliger ort verehrt.

jetzt war es so weit, wir besuchten die „old midleton distillery“ in der grafschaft cork. die historische brennerei wurde bereits 1825 gegründet und ist heute das zuhause einiger der bekanntesten irischen whiskeys, darunter jameson, redbreast und powers. während einer führung durch die historische old midleton distillery (besucherzentrum „jameson experience“) erfährt man, wie seit jahrhunderten whiskey nach traditionellem verfahren hergestellt wird – grain whiskey mittels säulenbrennverfahren sowie single pot still whiskey im pot still verfahren. die einzelnen produktionsvorgänge – mälzen, maischen, fermetieren, destillieren und schließlich lagern wurden uns bei einem rundgang anschaulich vermittelt und den abschluss bildete eine whiskey verkostung.

eckdaten: in der ursprünglichen old midleton brennerei wird zwar nicht mehr gebrannt, aber dafür wurde im jahr 1975 die moderne midleton brennerei (unmittelbar neben der bisherigen old midleton distillery) in betrieb genommen, eine zeitgemäße und ökonomische großproduktionsanlage.
fazit: ein ort um die ursprünge des irischen whiskeys kennenzulernen. die alten backsteinbauten, riesigen brennblasen, maischbehälter und washbacks sowie das charakteristische aroma in den lagerhäusern und das testen der whiskeys machten den besuch zu einem besonderen erlebnis für uns. und wir haben jetzt einen neuen lieblingswhiskey – den red brest 10 year – nein, nicht den 13 year. der 10er hat unser herz erobert 😊

nach unserer whiskey verkostung stand am nächsten tag ein besuch des „fota house, arboretum & gardens“ am programm. das elegante viktorianische herrenhaus, ursprünglich ein jagdschloss, liegt auf der gleichnamigen insel nahe der stadt cork und beeindruckt mit seinen prunkvollen räumen, die aufwendig restauriert wurden. faszinierend war eine führung durch die serviceräume und die salons, die die geschichte der familie smith-barry sowie das leben auf einem irischen anwesen lebendig werden lässt.

im gepflegten weitläufigen garten auf fota island gedeihen aufgrund klimatisch optimalen bedingungen sowie der geschützten lage seltene und exotische bäume und büsche und bei  spaziergängen lässt sich die geprägte struktur und das aussehen der gärten aus der zeit der familie smith-barry noch sehr gut erkennen.

nach dem besuch von fota house führte uns unser weg nach cobh (früher queenstown), wo wir das „cobh heritage centre“ erkundeten. dieses eindrucksvolle museum widmet sich der bewegten vergangenheit dieser hafenstadt, zum einem als auswanderungshafen und zum anderen der rolle als letzter abfahrtshafen der titanic.
im heritage centre taucht man tief in die geschichten der menschen ein, die von hier aus ihre reise in die neue welt antraten, nach amerika und australien – darunter viele, die auf den sogenannten „coffin ships“ emigrierten im zuge der irischen auswanderungswelle von 1912.
die titanic experience, eine faszinierende self-guided tour, führt durch das historische white star line gebäude, das als letzter anlaufhafen des schiffes diente. auf den spuren der letzten passagiere wird die geschichte durch nacherzählte schicksale, interaktive elemente und holografischen bildern lebendig.
wir haben viel über das leben der auswanderer, das schicksal der passagiere und die bedeutung dieser hafenstadt für irland erfahren. der besuch im cobh heritage centre war ein bewegendes und lehrreiches erlebnis – definitiv zu empfehlen.

wenn man in cobh ist, darf natürlich ein bild vom „annie moore monument“ am hafen nicht fehlen. es erinnert an annie moore, die 1892 als erste irische einwanderin ellis island im hafen von new york city durchlief.

das wetter hatte sich, wie schon so oft auf dieser tour, wieder verschlechtert und so fuhren wir bei regen mit „cross river ferries“ vom carrigaloe ferry port in 5 minuten zum glenbrook ferry port, wodurch wir uns einiges an meilen ersparten, um an unser tagesziel in kinsale zu kommen. übernachtet haben wir am asphaltierten parkplatz unterhalb von „charles fort military fortress“ und das war gut so, denn das wetter wollte sich einfach nicht bessern und so war unser besuch im „charles fort military fortress“ durchgehend vom regen begleitet.
das hielt uns aber nicht auf die festungsanlage zu besichtigen, denn das „charles fort military fortress“ ist eine der bedeutendsten architektonischen festungsanlagen irlands und liegt eindrucksvoll an der hafeneinfahrt von kinsale. die sternförmige festung wurde im 17. jh erbaut und spielte eine schlüsselrolle bei der verteidigung der region. heute kann man die gut erhaltenen mauern, bastionen und das weitläufige gelände besichtigen und dabei viel über die geschichte des forts und die militärischen konflikte, wie z.b. dem irischen bürgerkrieg erfahren.

nach dieser besichtigung mussten wir uns dringend aufwärmen und haben in kinsale die gelegenheit genutzt etwas über „die kinsale mead co.“ zu erfahren. mead (miodh auf irisch) gilt als das älteste alkoholische getränk der welt und wird aus honig, wasser und manchmal früchten oder gewürzen hergestellt. die kinsale mead co. hat diese alte tradition wieder belebt und produziert in ihrer modernen manufaktur eine auswahl an köstlichen meads. während einer verkostung konnten wir nicht nur verschiedene sorten probieren, sondern auch wissenswertes über die geschichte und herstellung dieses einzigartigen getränks erfahren. es war faszinierend zu entdecken, wie mead in irland schon zu keltischen zeiten bekannt und hergestellt wurde und heute wieder neue fans findet. ein großartiges erlebnis.

da sich das wetter immer noch nicht gebessert hatte legten wir nur einen kurzen fotostop bei  der timoleague franciscan friary ein. eine beeindruckende klosterruine aus dem 13. jh, die malerisch am rand des dorfes timoleague liegt. perfekt für ein paar fotos.

für diesen tag hatten wir genug vom fahren und fanden einen schönen übernachtungsplatz in timoleague am „sextons caravan and camping park“. ein familiengeführter, idyllisch gelegener campingplatz, der für seine freundliche atmosphäre und gepflegte ausstattung bekannt ist. er bietet großzügige stellplätze, moderne sanitäranlagen und einen kleinen shop. besonders geschätzt haben wir die herzliche betreuung durch die besitzerin, elaine sexton, die gerne auch mit tipps für ausflüge und aktivitäten weiterhilft. danke und jederzeit gerne wieder.

von timoleague nach mizen head. am weg dorthin besuchten wir noch den „drombeg stone circle“. der steinkreis, auch „druid’s altar“ genannt, ist einer der bekanntesten steinkreise irlands und liegt malerisch in der nähe von glandore im county cork. die prähistorische kultstätte besteht aus 17 aufrecht stehenden steinen, die einen nahezu perfekten kreis bilden und vermutlich aus der bronzezeit stammen. eine besonderheit ist die ausrichtung des steinkreises: zur wintersonnenwende fällt das licht der untergehenden sonne exakt auf den zentrierstein, auch altarstein genannt. dieser besuch vermittelte uns eindrucksvoll die mystik und die archäologische bedeutung vergangener zeiten.

nur wenige kilometer vom drombeg stone circle entfernt war unser nächster stop, die „glandore church of ireland“, ein charmantes gotteshaus dessen zugang nur über einen steintunnel möglich ist. die kirche stammt aus dem 19. jh. und beeindruckt durch ihre schlichte architektur sowie ihre idyllische lage oberhalb der bucht. sehenswert ist auch der kleine friedhof, der von alten bäumen umgeben ist. der kurze spaziergang zur kirche lohnte sich, auch wenn die kirche, so wie bei unserem besuch, verschlossen war.

zeit für eine weitere kleine wanderung, die wanderung auf den knockomagh hill bei lough hyne. durch einen schönen, teils steilen waldweg gelangten wir zum gipfel, von wo aus wir einen beeindruckenden ausblick auf die bucht und die umliegende landschaft genießen konnten. die ruhe und die natur haben uns begeistert, absolut empfehlenswert.

nach der wanderung auf den knockomagh hill führte uns unser weg weiter zum „altar wedge tomb“ – einem keilgrab aus der späten bronzezeit. das grab liegt oberhalb der altar bay und besteht aus mehreren aufrecht stehenden steinen, die einen keilförmigen raum bilden.

wir setzten unsere reise fort und erreichten schließlich das tagesend ziel, „mizen head“, den südwestlichsten punkt irlands. die spektakuläre klippenlandschaft und die tosende brandung machen diesen ort zu einem echten highlight. über eine beeindruckende brücke gelangt man zur berühmten mizen head signal station, die einst als wetter- und signalstation diente und heute ein spannendes besucherzentrum beherbergt.
von den zahlreichen aussichtspunkten bot sich uns ein atemberaubender blick auf den atlantik und die schroffen felsen, an denen sich die wellen brechen.
die ausstellung im signal station visitor centre informiert anschaulich über die geschichte der schifffahrt, die bedeutung des leuchtturms und das leben der menschen an diesem abgelegenen ort. mit etwas glück (wir hatten es leider nicht) kann man sogar robben oder delfine beobachte. mizen head war für uns ein absolutes muss und ein unvergesslicher abschluss eines erlebnisreichen tages.

weiter ging unsere reise in richtung der malerischen hafenstadt bantry in west cork, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

schlösser, höhlen und bier…

schlösser, höhlen und bier stand auf dem programm unseres nächsten reiseabschnittes durch irland.
ehe wir uns nach kilkenny, in der südostregion des landes begaben, schauten wir uns noch „jerpoint abbey“ an, eine der interessantesten zisterzienser ruinen in irland. am fluss arrigal gelegen umfasste die aus dem 12. jh. stammende abtei rund 8000 ha land. der damals von mauern umgebene komplex beherbergte neben dem kloster auch werkstätten, ställe, kornspeicher, mühlen, fischteiche, ein gästehaus, verschiedene nebengebäude, gärten und den mönchsfriedhof.
besonders faszinierend fanden wir den kunstvoll gearbeiteten kreuzgang im zentrum der abtei, mit seinen arkaden und teilweise geheimnisvollen aus stein gemeißelten figuren – heilige, ritter, bischöfe, mythische tiere und fabelwesen. jerpoint abbey steckt voller geschichten. ein ort, der zum staunen einlädt und jedenfalls einen besuch wert ist.

in der mittelalterlichen stadt kilkenny galt unser erster besuch dem “kilkenny castle“. ein majestätisches bauwerk mit verschiedenen architektonischen stilen am fluss nore gelegen, und ein beeindruckendes beispiel für die wechselvolle geschichte irlands. ursprünglich im 12. jh. von den anglo-normannen als steinburg errichtet, wurde es später über 600 jahre lang die wichtigste irische residenz, der stammsitz der mächtigen butler-familie. im laufe der jahrhunderte wurde das schloss immer wieder umgebaut, und heute verzaubert es mit seiner prachtvollen architektur, den aufwendig restaurierten räumen und weitläufigen parkanlagen die besucher. auch uns hat das anwesen sehr gut gefallen.

am späten nachmittag ging es zu „smithwick’s experience“, um irlands biergeschichte hautnah zu erleben. im herzen der stadt lädt die smithwick’s experience zu einer faszinierenden reise durch fast drei jahrhunderte brautradition ein.
in den teilweise historischen gebäuden der ehemaligen st.-francis-abtei erfährt man, wie sich die smithwick’s braukunst seit der eröffnung eines brauereigeschäfts im jahr 1705 weiterentwickelt hat, d.h. von den anfängen der franziskaner mönche, die hier ihr bier schon im 15. jh. brauten, bis zur modernen produktion (2014 wurde der standort allerdings zu einer schau-brauerei umgebaut). es werden die einzelnen schritte des brauprozesses ausführlich und anschaulich erklärt, vom mahlen der gerösteten gerste bis zum zapfen des fertigen bieres. ein höhepunkt ist das verkosten des frisch gezapften smithwick’s red ale, dem berühmtem roten ale, das im gemütlichen verkostungsbereich serviert wird – ein muss für bierliebhaber.

am nächsten tag machten wir einen ausgiebigen stadtbummel bei dem wir unter anderem das „medieval mile museum & medieval mile trail“ besuchten. das medieval mile museum ist ein wahres schatzkästchen für geschichtsfreunde, untergebracht auf dem gelände der ehemaligen st. mary’s kirche und des friedhofs in kilkenny, beleuchtet es die geschichte der stadt anhand seltener artefakte, beeindruckender grabdenkmäler und interaktiver ausstellungen. faszinierend sind die mittelalterlichen steinskulpturen und die detailreichen stadtpläne, die zeigen, wie kilkenny im mittelalter aussah.

direkt vor der museumstür beginnt der medieval mile trail, der sich wie ein roter faden durch die altstadt zieht. auf nur einer meile verbindet dieser die bedeutendsten historischen orte. beim spaziergang durch die engen gassen, vorbei an pubs und uralten häusern fühlt man sich fast in eine andere zeit versetzt.

die „st. mary’s cathedral“ ist ein beeindruckendes beispiel neugotischer architektur des 19. jh. sie wurde zwischen 1843 und 1857 erbaut und ist bis heute die wichtigste katholische kirche in kilkenny, ein lebendiger ort des glaubens. besonders auffällig ist der schlanke, 56 m hohe turm, der die skyline kilkennys prägt. im inneren empfängt die kathedrale ihre besucher mit hohen, spitzbogigen gewölben, kunstvollen glasfenstern und einer schlichten, zugleich erhabenen atmosphäre.

ein muss ist auch ein besuch der „st. canice’s cathedral“, eines der eindrucksvollsten bauwerke kilkennys. sie wurde im 13. jh. auf den fundamenten einer früheren klosteranlage errichtet und ist nach dem heiligen canice benannt, der im 6. jh. hier eine klostergemeinschaft gründete.
beim betreten der kathedrale beeindruckt sofort das majestätische kirchenschiff mit seinen hohen gotischen bögen und den kunstvollen glasfenstern. sehenswert sind auch die zahlreichen grabmäler und gedenktafeln, die von der langen und bewegten geschichte der stadt erzählen. ein echtes highlight ist der rundturm, der direkt neben der kathedrale steht. er stammt noch aus dem 9. jh. und ist einer der wenigen in irland, die man heute noch besteigen kann. st. canice’s cathedral ist nicht nur ein ort des glaubens, sondern auch ein ort, an dem man die mittelalterliche atmosphäre kilkennys besonders intensiv spüren kann.

hurling, eine 3.000 jahre alte, irische feldsportart, die als schnellster rasensport der welt gilt und in irland d e r  sport schlechthin ist – schnell, dynamisch, hart aber fair. da kommt nie langeweile auf und deshalb sind die stadien bei jedem spiel voll. ein ganz besonderes erlebnis für uns war es, mit dem besitzer von „lanigan’s bar & restaurant (hurling museum bar) am spielfeld selbst ein paar bälle schlagen zu dürfen. welch ein erlebnis, nur schade, dass zu der zeit gerade kein offizielles spiel stattfand. trotzdem, es war ein moment, der uns den irischen nationalsport nähergebracht hat, und eine erinnerung, die wir so schnell nicht vergessen werden – der ball, den wir als andenken bekommen haben, wird zu hause jedenfalls einen ehrenplatz bekommen. danke PJ 😊

von kilkenny führte unsere route weiter bis nach lismore. am weg dorthin gab es aber noch einiges zu besichtigen wie zum beispiel „dunmore cave“, eine höhle zwischen legende und finsternis.
nördlich von kilkenny führt ein unscheinbarer eingang in die geheimnisvolle dunmore cave. tief im fels verborgen, formen tropfsteine bizarre gestalten, die wie wächter aus einer anderen welt erscheinen. irische annalen berichten von einem massaker im 10. jh., wo frauen und kinder, die hier zuflucht vor den wikingern suchten, im dunkel den tod fanden. bis heute scheint ein leiser hauch dieser vergangenheit in den gängen zu verweilen, die die dunmore cave zu einem der mystischsten orte irlands macht.

der nächste besuch galt einer besonderheit irlands, dem „rock of cashel“. ein 65 m hoher kalksteinfelsen, der auch als „akropolis irlands“ bezeichnet wird, gilt als irisches wahrzeichen und wurde schon im altertum als sitz von feen und geistern verehrt. schon wenn man sich ihm nähert, hat man das gefühl, in eine andere zeit einzutreten – als würden sich geschichte und legende hier miteinander verweben.
einst war dieser felsen der sitz der könige von munster, doch er ist weit mehr als nur eine burganlage. der legende nach soll der heilige patrick hier den könig von munster getauft haben – ein ereignis, das irland für immer verändern sollte.
die mächtigen mauern der kathedrale, der geheimnisvolle rundturm

und die romanische cormac’s chapel

wirken wie steinerne wächter einer vergangenen zeit. ein ehrfurchtgebietender besuch.

und wieder ging es unter die erde und zwar in die „mitchelstown cave“, eine der größten und komplexesten höhlen irlands. tief im kalkstein von tipperary in der provinz munster verbirgt sich diese geheimnisvolle kalksteinhöhle. beim hinabsteigen in die kühle dunkelheit eröffnet sich eine unterirdische welt aus gewaltigen hallen, bizarren stalaktiten, stalagmiten und riesigen kalksteinsäulen wie z.b. der 9 m hohe „turm von babel“. manche sehen aus wie versteinerte wesen, manche formationen erinnern an kathedralen aus stein, geschaffen von der unermüdlichen kraft der natur. ein faszinierendes und sehenswertes naturschauspiel.

weiter ging unsere reise richtung midleton. aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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irland wir kommen…

irland wir kommen war das motto als wir auf die fähre von fishguard nach rosslare warteten.

da die abfahrt der fähre aber erst für 14:00 uhr geplant war, hatten wir genügend zeit uns im hafen von fishguard das „ocean lab aquarium“ anzusehen. dieses wird von der meeresschutzorganisation ‘sea trust wales‘ betrieben und bietet eine spannende, edukative ausstellung zahlreicher meeresbewohner aus der keltischen see. die becken sind bewusst klein gehalten und die tiere werden regelmäßig mit fangstücken gefüttert. nach einiger zeit kehren die tiere wieder in ihre natürliche umgebung zurück. kleine, aber feine ausstellungsräume die viel nähe zur tierwelt bieten und vor allem ein sehr freundliches, kompetentes und engagiertes team. uns hat es gefallen und es war perfekt um die zeit bis zur abfahrt der fähre sinnvoll zu überbrücken.

nach der 4-stündigen ruhigen überfahrt kamen wir gegen 18:00 uhr in irland, im hafen von rosslare, an. wir sind dann noch ein kleines stück weitergefahren und haben die erste nacht auf einem pubparkplatz in churchtown verbracht, nachdem wir unser erstes guinness im „the kilrane inn“ getrunken haben 😉.

am morgen des nächsten tages galt unser erster besuch dem „johnstown castle estate, museum & gardens“. eingebettet in der grafschaft wexford ist dies ein wahres juwel unter irlands historischen anwesen und erzählt eine vielseitige geschichte über das ganz unterschiedliche leben des irischen adels.

ursprünglich errichteten die anglo-normannischen „esmondes“ aus lincolnshire gegen ende des 12. jh. den ersten turm auf dem gelände von johnstown castle, wurden aber 1649 im zuge der cromwell-eroberung aufgrund ihres katholischen glaubens enteignet. später, durch heirat, gelangte die familie in die linie der fitzgeralds, eine bedeutende irische adelsfamilie. die letzte bewohnerin des estates war „lady adelaide jane frances fitzgerald“ (lady maurice fitzgerald, 1860–1942), ehefrau von lord maurice fitzgerald aus der dukes-of-leinster-linie. nach dem tod der lady im november 1942 erbte ihr enkel, maurice victor lakin, das anwesen. 1945 schenkte dieser johnstown castle der irischen nation. das anwesen wird vom „irish heritage trust“ verwaltet und gepflegt (eine gemeinnützige organisation und eine unabhängige eingetragene wohltätigkeitsorganisation). an dieser stelle möchten wir uns bedanken, dass uns diese interessante private führung ermöglicht wurde.
die märchenhafte neugotische architektur des schlosses, umgeben von einer weitläufigen parkanlage mit seen und alten bäumen, verleiht dem ort eine ganz besondere atmosphäre.

interessant ist auch wie weit der dienstboteneingang vom schloss entfernt war, der mit einem unterirdischen gang mit diesem verbunden war. ja, und dienstboten gab es genug zu dieser zeit.

ein stück weiter, versteckt in einem idyllischen tal nahe new ross, liegt eine stille schönheit irlands. die beeindruckende ruine der „tintern abbey“. dieses ehemalige zisterzienserkloster wurde um 1200 vom normannischen ritter william marshal gegründet, der der legende nach in einem sturm gelobte ein kloster zu bauen, wenn er sicher an land käme – und sein versprechen hielt.
die abtei, umgeben von wald und sanften hügeln, strahlt bis heute eine besondere ruhe aus. mächtige mauern, spitzbogenfenster und die überreste des kapitelsaals zeugen von ihrer einstigen bedeutung.

unmittelbar neben der abtei ist auch der liebevoll rekonstruierte „colclough walled garden“, der nach der schenkung der tintern abbey an den irischen staat im jahr 1959 der natur überlassen wurde und komplett verwilderte, ein lohnenswertes besuchsziel. der garten, der in einen zier- und einen nutzgarten unterteilt ist, wurde auf grundlage einer historischen karte aus den 1830er jahren restauriert und sein ursprünglicher grundriss wiederhergestellt. die im jahr 2010 begonnene restaurierung umfasste die wiederherstellung von wegen, brücken, des wasserlaufs und der trennung zwischen zier- und nutzgarten. wer wunderschöne, gut gepflegte gärten liebt sollte diesen ort jedenfals besuchen.

im vorbeifahren blieben wir kurz beim „fethard castle“ stehen. die ursprünge der anlage reichen bis 1200 zurück (eine normannische motte – ein künstlich angelegter erdhügel, auf dem eine hölzerne verteidigungsanlage errichtet wurde). im 14. und 15. jh. wurde dann vermutlich vom bischof von ferns eine steinburg in mehreren phasen als sommerresidenz erbaut. obwohl heute nur mehr eine ruine ist diese ein beliebtes fotomotiv.

vom nächsten castle ist leider auch nicht mehr viel übrig geblieben – „slade castle“. mit seiner lage direkt am meer bietet das kleine schloss einen einblick in die mittelalterliche architektur. das recht gut erhaltene vierstöckige turmhaus stammt aus dem 15. jh. und wurde von der anglo-normannischen familie laffan erbaut. der hauptraum befindet sich im zweiten stock und verfügt über einen kamin und eine garderobe (toilette). die eingangshalle zum turm war durch ein ‚mordloch‘ geschützt, ein loch im darüberliegenden boden, durch das kochende flüssigkeiten und andere gegenstände auf ungebetene besucher geworfen werden konnten. leider ist eine besichtigung nur von außen möglich.

am kap von hook head, im südwestlichsten zipfel der grafschaft wexford, steht das „hook lighthouse“ aus dem frühen 13. jh. man geht davon aus, dass er einer der ältesten leuchttürme der welt und der zweitälteste noch in betrieb befindliche leuchtturm der welt ist. bei einer führung durch den leuchtturm bis hinauf auf den balkon erfuhren wir über seine langjährige geschichte, das leben und die aufgaben der leuchtturmwächter und deren familien sowie die seefahrt und hatten einen fantastischen ausblick. es hat sich gelohnt – eine interessante geschichte vom bau bis hin zu den verbesserungen im wandel der zeit.

eine ruhige nacht mit schönem ausblick haben wir ganz in der nähe in einer parkbucht beim hook head lighthouse verbracht.

am nächsten tag ging es weiter richtung thomastown. am weg dorthin hielten wir an der ruine der templetown church. sie war das hauptquartier der tempelritter in wexford. dieser religiöse militärorden wurde im 12. jh. gegründet, um christliche pilger auf ihrer reise ins heilige land zu schützen.

den nächsten stop machten wir beim „duncannon fort“, hoch über der mündung des river suir. eine beeindruckende sternförmige festung mit einer langen, wechselvollen geschichte. ursprünglich im 16. jh. errichtet, diente es als strategisch wichtiger verteidigungspunkt gegen invasionen und piraten. besonders während der irischen rebellionen und der cromwell’schen belagerung im 17. jh spielte es eine bedeutende rolle und wurde sogar als trainingsgelände im ersten weltkrieg genutzt. die dicken mittelalterlichen mauern, alten kanonen, tiefen gräben und unterirdischen gänge machen den besuch zu einem spannenden erlebnis.

nächster halt „dunbrody abbey“, eine ruine voller geschichte und atmosphäre. sie zählt zu den eindrucksvollsten zisterzienserruinen irlands. gegründet im jahr 1170 von hervey de montmorency, einem gefolgsmann von richard de clare (auch bekannt als strongbow), war das kloster ein wichtiges religiöses zentrum im mittelalterlichen südosten der insel. trotz ihrer heutigen ruinenform vermittelt die abtei noch immer einen eindruck von ihrer einstigen größe. die wuchtigen mauern, die spitzbogenfenster und die langgestreckte gotische kirche erzählen von der schlichten, aber kraftvollen architektur der zisterzienser. besonders beeindruckend ist das gut erhaltene kirchenschiff mit seinen massiven pfeilern und rundbögen, das uns in eine vergangene zeit eintauchen ließ.

jetzt ging es weiter zu einem besonderen besuch – „the kennedy homestead“ – auf den spuren der kennedys in irland. kennedy homestead in dunganstown ist weit mehr als nur ein historischer bauernhof, es ist die wiege einer der bekanntesten politischen familien der welt.
hier, auf diesem bescheidenen anwesen, lebten die vorfahren von john f. kennedy, dem 35. präsidenten der vereinigten staaten, bevor sie im 19. jh. nach amerika auswanderten.
die heutige gedenkstätte erzählt eindrucksvoll die geschichte der familie kennedy, von ihren irischen wurzeln bis hin zum aufstieg zur politischen dynastie. interaktive ausstellungen, persönliche briefe, fotos und videos ließen uns tief in das leben von jfk und seiner familie eintauchen. besonders bewegend ist der teil der ausstellung, der sich mit dem besuch von jfk in irland im jahr 1963 beschäftigt, nur wenige monate vor seiner ermordung. damals besuchte er auch das homestead, traf verwandte und wurde von der bevölkerung mit großer herzlichkeit empfangen.

wer schon in dieser gegend ist sollte sich das „dunbrody famine ship in new ross“ ansehen. es ist ein beeindruckender nachbau eines echten auswandererschiffs aus dem 19. jh. – und eine der eindrucksvollsten gedenkstätten an die zeit der großen hungersnot in irland.
zwischen 1845 und 1852 verließen hunderttausende iren ihre heimat auf der suche nach einem besseren leben – oft unter katastrophalen bedingungen. die dunbrody wurde ursprünglich 1845 gebaut und transportierte viele dieser verzweifelnden menschen von new ross nach nordamerika.

die heutige rekonstruktion des schiffes ist begehbar und ließ uns eindringlich nachempfinden, wie eng, dunkel und entbehrungsreich die überfahrt war. besonders bewegend ist die geführte tour, bei der schauspieler in historischen kostümen schicksale irischer auswanderer darstellen. man begegnet „passagieren“, hört ihre geschichten und bekommt ein gefühl dafür, mit welchen hoffnungen – aber auch mit welchen ängsten – sie die reise über den atlantik antraten. wir waren beeindruckt.

ein ewiges licht der erinnerung steht am ufer des barrow in new ross, direkt beim dunbrody famine ship. dort brennt eine kleine, aber bedeutungsvolle flamme, „the emigrant flame“. sie wurde 2013 entzündet – gespeist vom feuer der ewigen flamme am grab von john f. kennedy in arlington, usa – und symbolisiert die unerschütterliche verbindung zwischen irland und seinen auswanderern. diese ewige flamme ehrt die millionen iren, die ihre heimat verließen. sie erinnert an mut, verlust und hoffnung.weiter geht unsere reise nach kilkenny aber was wir noch in irland so alles erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
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wales und schließlich bis zur fähre nach irland…

wales und schließlich bis zur fähre nach irland ist unser nächster reiseabschnitt. begonnen hat dieser mit einem sehr guten abendessen im restaurant „the woodman“ in swansea und einer vom restaurantbesitzer des woodman´s genehmigten ruhigen nacht auf seinem parkplatz. danke nochmals dafür.

den tag darauf starteten wir mit einem morgenspaziergang in den „clyne gardens“, die genau vor unserem schlafplatz lagen. ein echtes paradies für alle pflanzenliebhaber. diese wunderschöne anlage  begeistert mit einer beeindruckenden sammlung exotischer bäume, riesigen rhododendren, kleinen teichen samt romantischen brücken und verschlungene pfade laden dazu ein, die ruhe der natur zu genießen. ein idealer ort, um dem stadttrubel zu entfliehen und die walisische gartenkunst zu entdecken.

weiter ging es nach gower, wo wir das „gower heritage centre“ besuchten. dies ist ein liebevoll gestaltetes freilichtmuseum, das besuchern die geschichte und das ländliche leben auf der gower-halbinsel näherbringt. im zentrum steht eine historische wassermühle aus dem 12. jh., die noch heute in betrieb ist.

der charme vergangener zeiten und einige kuriositäten, so z.b. das kleinste kino irlands, das „la charrette“ mit nur 23 sitzplätzen in einem umgebauten alten eisenbahnwagen, machen das zentrum zu einem lohnenswerten stopp.

gleich neben dem gower heritage center ist auch der ausgangspunkt für den „three cliffs bay walk“. der weg führt durch ein idyllisches tal mit einem kleinen bach, vorbei an der ruine des mittelalterlichen pennard castle, und endet an der beeindruckenden three cliffs bay. die markanten kalksteinspitzen, der weite sandstrand und die wilden dünen schaffen eine sehenswerte kulisse. die strecke ist etwa 4 bis 6 km lang (je nach route) und verläuft teils über sandige und unebene wege.  bei ebbe lohnt sich ein abstecher auf den strand, der sich dann weit öffnet und den blick bis zur oxwich bay freigibt.

zum abschluss des tages gab es nochmals eine kurze wanderung und zwar die „port eynon headland schleife“ zur ruine des port eynon salt house. schöner abendspaziergang.

die nacht haben wir auf einem campingplatz verbracht, von wo aus wir auch den abendspaziergang gestartet haben. „skysea caravan and camping site“ ist ein und gemütlicher campingplatz. alle einrichtungen neu und blitzsauber. so sollten campingplätze aussehen. absolut zu empfehlen.

da das wetter anhaltend schön war gehörte auch der nächste tag wieder dem wandern. wir fuhren zur rhossili bay. sie gehört zu den spektakulärsten küstenlandschaften in wales und wurde schon mehrfach als einer der schönsten strände großbritanniens ausgezeichnet. der rund drei kilometer lange, goldene sandstrand wird von mächtigen klippen eingerahmt und bietet wunderschöne ausblicke über die bucht – ideal für einen ausgedehnten strandspaziergang und zum genießen der natur.

aber es gibt hier noch etwas sehr interessantes zu sehen und zu be- und erwandern – worm’s head. eine bizarre gezeiteninsel, die sich weit ins meer erstreckt. bei ebbe kann man worm’s head zu fuß erreichen, aber achtung!!! der zugang ist nur für ein paar stunden bei niedrigwasser möglich. eine genaue kontrolle der gezeiten ist unerlässlich, da der rückweg sonst von der einsetzenden flut abgeschnitten wird. wir mussten ca. eine halbe stunde warten bis das wasser so weit zurückgegangen war, dass wir zur gezeiteninsel losmarschieren konnten.

der weg ist steinig, rutschig und recht mühselig um auf die insel zu gelangen, aber es lohnt sich. die wanderung entlang der klippen bietet herrliche panoramablicke. wir hatten auch das glück und konnten robben beobachten, delphine waren leider nicht zu sehen – schade.

trotzdem war es lohnenswert. am rückweg konnten wir auch noch irish cob pferde streicheln 😉.

nach dieser schönen wanderung statteten wir noch dem „llanelli wetland centre“ einen besuch ab. leider war während unserer besuchszeit in der tierwelt nicht sehr viel los –

wahrscheinlich zum falschen zeitpunkt dort gewesen, schade hätte interessant sein können.

die nacht verbrachten wir auf einem mit viel liebe hergrichteten campingplatz in tenby, der „meadow farm tenby“. schön gelegen, gut ausgestattet und was uns immer wichtig ist, die dusch- und toilettanlagen sowie die küche waren sehr sauber. ein empfehlenswerter campingplatz. wir fanden etwas höher gelegen einen schönen stellplatz, fast wie ein freisteher 😉.

auch der nächste tag begann mit einer kleinen küstenwanderung, an einem teil des pembrokeshire coast path. immer an der küste entlang bis zum „king’s quoit cromlech“ ein etwa 5000 jahre altes portalgrab aus der jungsteinzeit, das typischerweise aus mehreren großen aufrechten steinen und einem deckstein errichtet wurde.

nach der küstenwanderung ging es nach pembrokeshire zum „lamphey bishop’s palace“. ein faszinierendes relikt aus dem mittelalter, das versteckt in der sanften landschaft von pembrokeshire liegt. einst ein rückzugsort für die bischöfe von st. davids, erzählt die heute eindrucksvolle ruine von einem leben zwischen macht, glaube und komfort. die gotischen fenster, überreste einer gewölbten großen halle, eines glockenturms, eines torhauses und eines mauerrings lassen erahnen, wie prachtvoll dieses anwesen einst gewesen sein muss. trotz seines ruhigen, fast vergessenen charakters strahlt das gelände eine besondere atmosphäre aus. ein rundgang durch das areal dauert nicht lange, hinterlässt aber einen bleibenden eindruck.

natürlich mussten wir auch zur bekannten „barafundle bay“ schauen. wirklich ein herrliches stück küste mit einem wunderschönen sandstrand.

am „the (old) point house paddock” campinplatz in angle haben wir uns für zwei nächte einquartiert. die etwas abschüssige wiese (keile sind hier von vorteil) hat acht stellplätze, von denen jeder einen fantastischen blick auf das wasser bietet. ein einfacher aber wirkllich sehr schön gelegener cp. zum entspannen und einen tag chillen gerade das richtige, und im „old point house“ selbst, einem historischen pub und gasthaus aus dem 16. jh., gibt es auch gleich gutes essen vor ort.

wieder ging genau vor unserem campingplatz der pembrokeshire coastl path vorbei, und so kamen wir auch an unserem chilltag nicht herum eine kleine runde zu drehen. das wetter war schön uns so absolvierten wir ganz entspannt eine 5 km lange rundwanderung.

von angle führte unsere route nach marloes.
der erste besuch war in pembroke und galt dem „pembroke castle“.  hier erlebten wir eine reise durch die zeit. majestätisch thront pembroke castle in einer bucht über dem pembroke river – ein eindrucksvolles zeugnis mittelalterlicher baukunst und zugleich eine der bedeutendsten burgen in wales. die massive, normannische festung wurde 1093 von roger de montgomery errichtet und im laufe der jahrhunderte stetig erweitert. besonders markant ist der gewaltige rundturm, der mit über 23m höhe einen ausblick über das umland bietet. pembroke castle war nicht nur ein militärischer stützpunkt, sondern auch ein bedeutender geburtsort: heinrich VII., erster tudor-könig von england, wurde hier im jahr 1457 geboren. diese königliche verbindung verleiht der burg eine besondere historische bedeutung. ein rundgang durch die weitläufige anlage führt vorbei an beeindruckenden mauern, unterirdischen gängen, die einem auf eine faszinierende zeitreise mitnehmen – von den normannischen anfängen bis zu den wirren des englischen bürgerkriegs.

als nächstes wollten wir am am „wooltack point“ robben beobachten, leider waren zu dieser zeit keine in der bucht zu sehen. schade, so wurde es ein spaziergang mit herrlichem blick auf die inseln und die umliegende küste.

in unserer nächsten walesetappe, die von marloes nach pontfaen ging, gab es gleich am vormittag, wie schon so oft, eine küstenrundwanderung. start und ziel war am „broad haven“, einer schönen natürlichen bucht mit breitem von dünen gesäumtem sandstrand und sauberem meerwasser. wirklich ein stück paradies vor der pembrokeshire küste.

unser nächstel ziel war in st. davis, die „st. david’s cathedral“.  am westlichsten zipfel von wales, eingebettet in die sanften hügel der kleinsten stadt großbritanniens, liegt die eindrucksvolle st. david’s cathedral – ein ort voller geschichte, spiritualität und architektonischer schönheit. bereits im 12. jh. erbaut, erhebt sich die kathedrale in einer senke unterhalb der stadt und beeindruckt durch ihre massive normannische bauweise und die ruhige, fast mystische atmosphäre. besonders eindrucksvoll sind das reich verzierte chorgestühl, die kunstvollen deckenmalereien und die grabstätte des heiligen st. david, dem schutzpatron von wales. ein rundgang durch das gotteshaus lässt einen tief in die vergangenheit eintauchen. trotz ihrer abgeschiedenen lage zieht die kathedrale, eine der wichtigsten religiösen stätten in wales, pilger und besucher aus aller welt an – und das zurecht.

den abend verbrachten wir in pontfaen, denn dort gibt es nämlich eine nicht allzugroße brauerei – die „gwaun valley brewery“, die ein hervorragendes bier braut. also rein in die brauerei und bier verkosten war unser motto 😉, und da der besitzer der brauerei, herr nigel smith, uns anbot unser cleverchen über nacht hier stehen zu lassen, wurde es eine schöne ruhige und gemütliche nacht, mit dem blick ins gwaun valley. vielen dank dafür.

am nächsten tag ging es richtung fishguard zu fähre nach irland. am weg dorthin besuchten wir noch einen ganz besonderen spot, die „dyfed shire horse farm“, ein stück lebendige pferdegeschichte. die dyfed shire horse farm in pembrokeshire ist ein echtes highlight für alle pferdefreunde. auf dem weitläufigen gelände bekommt man nicht nur die majestätischen shire horses, die sanften riesen, aus nächster nähe zu sehen, man erfährt auch viel über deren historische bedeutung in der walisischen landwirtschaft. neben täglichen führungen gibt es auch kutschfahrten und stallbesuche – hier wird geschichte lebendig erzählt. die atmosphäre ist familiär und herzlich, und die tiere werden mit viel liebe und respekt behandelt.

auch könig charles mit seiner frau war bei einem besuch von der ruhe und authentizität dieses ortes begeistert. seit 2008 wurden drei shire horses dieser farm in die renommierte household cavalry als drum horses nach london aufgenommen.

diese beeindruckenden erfolge spiegeln nicht nur die qualität ihrer zucht wider, sondern auch, wie eine kleine farm großen einfluss auf tradition und zeremonien mit königlichem charakter haben kann.

nach der pferdefarm unternahmen wir einen kleinen abstecher zur „st brynach’s church“ und „the nevern pilgrims‘ cross“. bei einem kurzen 1,2 km langen gemütlichen spaziergang sahen wir uns die kirche, den pilgerstein und das celtic cross an.

der letzte besuch an diesem tag war der wunderschöne „dyffryn fernant garden“ von christina shand in dinas. mit viel liebe gehegt und gepflegt gedeihen und blühen hier wunderschöne pflanzen aus aller welt. ein besuch lohnt sich zu jeder jahreszeit.

in fishguard verbrachten wir unsere letzte nacht in wales im hafen, um dann morgen mit der fähre nach irland überzusetzen– aber was wir in irland so alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

wales, ein neuer reiseabschnitt beginnt…

wales, ein neuer reiseabschnitt beginnt und zwar gleich nach dem grenzübergang mit einem besuch von „tintern abbey“. im idyllischen wye valley, im südosten von wales, an der grenze zu england, erhebt sich die beeindruckende klosterruine – ein ort voller stiller erhabenheit und bewegter geschichte. gegründet im jahr 1131 von zisterziensermönchen, war die abtei einst ein blühendes spirituelles zentrum. die gotische struktur stammt größtenteils aus dem späten 13. jh., eine architektonische meisterleistung ihrer zeit.
nach der auflösung der klöster unter heinrich VIII. im jahr 1536 wurde die abtei aufgegeben und verfiel langsam, bis nur noch ihre gewaltigen steinbögen und fensteröffnungen in den himmel ragten. doch genau dieser verfall macht heute ihren reiz aus: die ruine ist kein museum, sondern ein lebendiges denkmal vergangener zeiten und gilt als die besterhaltene mittelalterliche kirchenruine in wales  – einfach wunderschön.

nicht weit von tintern abbey steht das „chepstow castle“, das wir im anschluss besuchten. chepstow castle ist eine beeindruckende mittelalterliche burg und gilt als eine der ältesten steinernen burgen des landes mit baubeginn um 1067, kurz nach der normannischen eroberung englands. sie ist auf einem strategisch günstigen punkt hoch über dem fluss wye auf einem kalksteinfelsen errichtet worden und erstreckt sich über 213 meter entlang des flusses. sehr ungewöhnlich für burgen, die sonst eher kompakt gebaut sind. die burg wurde in mehreren phasen erweitert und enthält eines der ältesten erhaltenen burgtore europas (aus eiche, vermutlich um 1190 gebaut). einst diente chepstow castle der grenzsicherung, wurde aber im laufe der jahrhunderte von verschiedenen adelsfamilien und einigen der mächtigsten männer englands und wales bewohnt. so z.b. von william marshal (earl of pembroke), den die meisten historiker als den größten ritter englands betrachten.

ja, und weil es so schön war, schauten wir auf einen kurzen besuch im „caldicot castle“ vorbei. heute eine burgruine mit museum bietet diese einen einblick in die mittelalterliche architektur (vom ursprünglich hölzernen turmförmigen gebäude auf einem künstlich angelegten erdhügel umgeben von einem graben, bis hin zum aufbau zur steinernen festung mit hoher ringmauer). die anlage ist gut erhalten, jedoch große highlights darf man nicht erwarten. für einen spaziergang in historischer umgebung ist das caldicot castle dennoch einen besuch wert.

zum tagesabschluss machten wir noch im „magor marsh“ eine entspannte rundwanderung. ein einzigartiges naturschutzgebiet, das eine kombination aus feuchtwiesen, schilfgebieten, feuchten wäldern und einem großen teich bietet und ein beliebter ort für tierbeobachtungen ist.

am nächsten tag besichtigten wir „blaenavon ironworks“. dies ist wie ein schritt zurück in das zeitalter der industriellen revolution. die gut erhaltene eisenhütte vermittelt einem eindrucksvoll, wie hart das leben und arbeiten im 18. und 19. jh war. faszinierend sind auch die originalen arbeiterhäuser, die detailgetreu eingerichtet wurden – jedes zeigt ein anderes jahrzehnt der wohnkultur. ein lohnenswerter abstecher für wales-reisende.

wales ist nicht nur bekannt für seine grünen hügel und mittelalterlichen burgen, sondern auch für seine bedeutende rolle in der industriellen revolution. ein besonders erlebnis war das „big pit national coal museum“ in blaenavon (eintritt kostenlos). es ist weit mehr als ein gewöhnliches museum – big pit ist ein echtes, ehemaliges kohlebergwerk und gehört zu den besten bergbaumuseen großbritanniens. bis zur schließung 1980 arbeiteten hier generationen von bergleuten unter oft extrem harten bedingungen. heute ermöglicht das museum einen eindrucksvollen einblick in diese zeit.
es begann mit der grubenfahrt: ausgerüstet mit helm, lampe und einem batteriepack für die tour, ging es mit einem förderkorb 90 meter in die tiefe. dort führen ehemalige bergwerkskumpel durch die original erhaltenen stollen

(fotografieren ist aus sicherheitsgründen strengstens verboten und selbst alle handys müssen abgegeben werden). mit ihren persönlichen erzählungen, den technischen details und einem ehrlichen blick auf die gefährliche arbeit unter tage vergeht diese einstündige, spannende tour viel zu schnell.
über tage zeigt das museum originale werkstätten, maschinenhäuser, das badehaus und ausstellungen zur geschichte des kohlebergbaus. big pit ist kein ort der nostalgischen verklärung, sondern ein authentisches geschichtserlebnis, das die harte realität des bergbaus spürbar macht – ein eindrucksvolles zeitzeugnis von über 120 jahren walisischer industriegeschichte, das bis heute unter die haut geht.

den tag beschlossen wir mit einem 5 km langen rundweg am keeper’s pond. ein idyllischer ort inmitten der walisischen hügellandschaft, nahe der ortschaft blaenavon. ursprünglich im 19. jh. künstlich angelegt, diente der teich einst der wasserversorgung der örtlichen eisenindustrie. heute ist er ein schöner zwischenstopp und ein idealer ausgangspunkt für wanderungen durch das unesco-weltkulturerbe blaenavon.

tretower court and castle“ ist ein besonders stimmungsvolles doppelensemble: eine imposante, runde burgruine aus dem 12. – 13. jh.

und gleich daneben ein vollständig restauriertes spätmittelalterliches herrenhaus (court). beim rundgang durch die beiden anlagen taucht man tief in die geschichte ein.
die burg stammt aus dem 12. jh., während das herrenhaus im 15. jh. von der familie vaughan erbaut wurde. die innenräume, einschließlich der großen halle und der küche, sind restauriert und geben einen lebendigen eindruck vom damaligen leben wider. tretower court gilt als eines der schönsten mittelalterlichen herrenhäuser in wales.

zeit wieder einmal die wanderschuhe anzuzuiehen um auf die ca. 7 km lange vier-wasserfälle-wanderung im brecon beacons national park zu gehen. die rundtour ist gut beschildert und die wege sind leicht begehbar. schön war es, und wir können diese wanderung nur weiter empfehlen.

nach dem wandern brauchten wir eine entspannung und die bekamen wir in der „penderyn brecon beacons distillery“ bei einer distillery tour mit verkostung. ja, was sollen wir sagen, unser erster walisischer whisky. penderyn whisky zeichnet sich durch seine besondere destillationstechnik aus, bei der ein speziell entwickelter „faraday still“ verwendet wird (ein einzelner kupfertopf, der an einer säule mit lochblechen befestigt ist) und setzt auf eine breite vielfalt an fassreifungen. sicher gut, aber leider nicht ganz unser geschmack, aber darüber lässt sich ja diskutieren. der penderin whisky hat und findet seine anhänger und das ist gut so.

am nächsten morgen war wieder ein museum an der reihe – „cyfarthfa castle museum and art gallery“, einst wohnsitz der wohlhabenden familie crawshay, die im 19. jh. zu den bedeutendsten eisenindustriellen in wales zählte. heute beherbergt das schloss ein vielseitiges museum, das unter anderem eine eindrucksvolle ausstellung über die lebensbedingungen der arbeiter und über das industrielle zeitalter zeigt sowie eine kunstgalerie.

ehe wir ein weiteres schloss besuchten wollten wir uns im ‘parc penallta‘ in ystrad mynach “sultan the pit pony“ ansehen. also maschierten wir die 4 km durch den park um dann vor einem etwas seltsamen pit pony zu stehen – der kleine drahtunterstand ist das ohr.
anders ausgedrückt “sultan the pit pony“ ist nach unserem verständnis nur aus der vogleperspektive, d.h. mittels einer drohnenaufnahme vielleicht schön anzusehen.Fotoquelle: https://www.atlasobscura.com/places/sultan-the-pit-pony – den spaziergang muss man nicht wiederholen 😉.

da wir von castels nicht genug bekommen können besuchten wir in caerphilly das gleichnamige „caerphilly castle“. diese burgruine zählt zu den größten bollwerken großbritanniens und beeindruckt mit seinen gewaltigen mauern, wassergräben und dem schiefen turm. diese im 13. jh. errichtete festung ist ein eindrucksvolles beispiel für mittelalterliche verteidigungsarchitektur. beim rundgang durch das weitläufige gelände spürt man die geschichte auf schritt und tritt und obwohl man nur ganz wenige innenräume besuchen kann, wie z.b. die restaurierte wohnhalle, sind die ausblicke von den wehrgängen absolut sehenswert. im inneren der anlage befindet sich heute eine ausstellung über die geschichte und die architektur der burg – ein lohnenswertes ziel für einen besuch.

den ganzen nächsten vormittag verbrachten wir im open-air museum „st. fagans national museum of history“ (der eintritt ist kostenlos). ein lebendiges stück walisischer geschichte, das die geschichte und kultur von wales eindrucksvoll zum leben erweckt. über 40 historische gebäude aus verschiedenen regionen und epochen wurden hier originalgetreu wieder aufgebaut – von traditionellen bauernhäusern, über eine viktorianische schule, bis hin zu einer mittelalterlichen kirche. besonders sehenswert ist das liebevoll rekonstruierte ‘kleine dorf‘. hier kann man durch schmale gassen schlendern, die typischen cottages von arbeitern und handwerkern erkunden und einen eindruck davon bekommen, wie die menschen in wales früher lebten und arbeiteten. auch ein kleiner dorfladen, eine bäckerei (mit köstlich frischen gebäck) und die örtliche schmiede fehlen nicht und machen den rundgang zu einer kleinen interessanten zeitreise.

an unserem tagesendziel cardiff angekommen stellten wir unser ‘cleverchen‘ am cardiff caravan and camping park ab, der etwas außerhalb des stadtzentrums liegt. von dort wanderten wir zum hafen, wo wir eine kleine hafenrundfahrt mit „cardiff cruises“ machten. eine gemütliche stunde tuckerten wir durch das hafengebiet, einst umschlagplatz für kohle und stahl, mit fantastischen blick über die cardiff bay mit dem mermaid quay (shoppingviertel), dem wales millennium centre (kultur- und veranstaltungszentrum), pierhead building (ehem. hauptsitz der bute dock company), senedd-gebäude (das walisische parlament), der norwegian church und den alten docks. entspannend und der richtige ausgleich zum hecktischen stadtleben.

ja, hecktisch war es an diesem tag, denn es fand ein rugby match statt und daher war alles großräumig rund um das stadion abgesperrt. übrigens, cardiff hat an diesem tag gewonnen und die stimmung war dementsprechend ausgelassen.

sonntag morgen, zeit für einen kleinen spaziergang im „merthyr mawr nature reserve“, durch die sanddünen bis zum meeresstrand. unglaublich diese gegend.

und weil es so schön war hängten wir gleich noch eine fast 7 km  wanderung im „kenfig national nature reserve“ an. natur pur.

die letzte besichtigung an diesem tag galt dem „margam castle“. ein eindrucksvolles herrenhaus im neugotischen stil, das malerisch eingebettet im weitläufigen margam country park in der nähe von port talbot liegt. erbaut zwischen 1830 und 1840 für christopher rice mansel talbot, einem walisischen industriellen und politiker, beeindruckt das schloss mit seiner detailreichen architektur, hohen türmen und kunstvollen steinmetzarbeiten. leider sind nur die bereiche eingangshalle und treppenhaus des schlosses zu besichtigen. die anderen räumlichkeiten sind nur im rahmen einer führung zugänglich. aber auch von außen kann man den besonderen charme des bauwerks auf sich wirken lassen. uns hat es gut gefallen.

wir werden noch einige tage in wales verbringen, ehe wir uns auf den weg nach irland machen – aber was wir in wales noch so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

züge, universitäten, autos und eine mächtige kathedrale…

züge, universitäten, autos und eine mächtige kathedrale. unseren schwerpunkt legten wir in diesem reiseabschnitt auf die berühmte universitätsstadt oxford, wobei wir am weg dorthin noch bei einem ganz besonders interessanten museum auf dem gelände der ehemaligen swindon railway works, halt machten – dem „steam – museum of the great western railway.
wer sich für technik, geschichte, züge oder einfach spannende museen begeistert, sollte hier unbedingt vorbei schauen. in den ehemaligen werkshallen der eisenbahnstadt swindon erlebt man hautnah, wie der aufstieg der eisenbahn das leben der menschen im 19. und frühen 20. jahrhundert verändert hat.
das museum widmet sich der legendären „great western railway“ (gwr) und u.a. dem chefingenieur  isambard kingdom brunel, einem wahren visionär und pionier des eisenbahnzeitalters. beeindruckende lokomotiven, liebevoll restaurierte waggons und interaktive ausstellungen zeigen, wie technik, handwerk und visionen zusammenkamen, um großbritanniens städte zu verbinden.

ein toller mix aus riesigen, beeindruckenden maschinen und sehr persönlichen geschichten. man erfährt nicht nur wie eine dampflok gebaut wird und funktioniert sondern auch, wie das leben der arbeiter und ihrer familien im werk aussah.

überall gibt es interessante details zu entdecken. das steam museum ist nicht nur etwas für eisenbahnfans, sondern für alle, die lust auf eine außergewöhnliche reise in die britische industriegeschichte haben – ein echter geheimtipp abseits der klassischen touristenpfade.

weiter ging es richtung oxford, auch als “city of dreaming spires“ bezeichnet (ein begriff, den der englische dichter und kulturkritiker, matthew arnold, aufgrund der harmonischen architektur der universitätsgebäude prägte) und ja, der name weckt bilder von ehrwürdigen universitäten, historischen gebäuden und einer atmosphäre, die nach wissen und tradition duftet. doch die stadt hat uns überrascht: sie ist lebendig, jung und vielfältig, eine besondere mischung aus akademischem flair und britischem alltag.
die altstadt von oxford ist wie ein begehbares geschichtsbuch. die universität oxford – herz und seele der stadt – wurde bereits im 12. jh. gegründet und gehört zu den renommiertesten bildungseinrichtungen der welt. die akademische lehre in über 30 colleges steht für kunst, wissenschaft, technologie und innovation.
architektonische meisterwerke die sich über die gesamte stadt verteilen. oxford wirkt eher wie eine sammlung kleiner akademischer königreiche als wie eine klassische universitätsstadt. jedes college hat seine eigene geschichte, architektur und atmosphäre. wer in oxford studiert, tritt in die fußstapfen der ganz großen, wie z.b. rosa luxemburg, margaret thatcher, richard von weizsäcker und rowan atkinson (bekannt für seine rolle als „mr. bean“).
oxford hat aber auch gemütliche pubs, stilvolle cafés, gute restaurants und für harry potter fans gibt es überall kleine „magische“ orte, die als drehorte dienten und die fantasie beflügeln.

nach unserer persönlichen erfahrung sollten für die stadt oxford zumindest 2 ganze besuchs- und bsichtigungstage eingeplant werden. wir hatten das glück und die großartige unterstützung von experience oxfordshire, oxford bus company und oxford city sightseeing (facebook: city sightseeing oxford; instagram: @city_sightseeing_oxford; twitter: @oxfordopentop) und schafften mit deren hilfe ein eintägiges programm zu erstellen, das uns den besuch der für uns persönlich wichtigen highlights der stadt ermöglichte. an dieser stelle nochmals vielen herzlichen dank für die ausgezeichnete planung und unterstützung.

was haben wir erlebt –

  • hop-on hop-off bus tour
  • “stepping through oxford” 45-min geführter stadtrundgang
  • blackwell’s eine der bekanntesten buchläden in england, der 1879 in oxford gegründet wurde und sich gleich über mehrere gebäudeblöcke erstreckt.
  • bodleian library 1602 von ‘sir thomas bodley‘ gegründet und die zweitgrößte bibliothek großbritanniens mit einer reichhaltigen sammlung mittelalterlicher handschriften aus dem deutschsprachigen raum

    & ‘divinity school‘ (physisch mit der bodleian library verbunden), der älteste eigens gebaute lehrraum der universität aus dem 15. jh., der ursprünglich für vorlesungen, mündliche prüfungen und theologische diskussionen konzipiert wurde.

  • sheldonian theatre entworfen von ‘sir christopher wren‘. der hauptveranstaltungsort für universitätszeremonien wie matrikulations- und promotionsfeiern sowie zur verleihung von ehrendoktoraten an bekannte persönlichkeiten.
  • christ church (college and cathedral tour) dieses angeblich reichste college in oxford wurde ursprünglich 1525 von ‘kardinal thomas wolsey‘ gegründet und nach dessen sturz 1546 von ‘könig heinrich VIII.‘ neu gegründet und gleichzeitig mit der kathedrale von oxford fusioniert (einziger fall in england). diese kleinste kathedrale englands dient auch als college-kapelle und ist bekannt für ihre buntglasfenster aus dem 14. und 15. jh., das chorgestühl und die komplizierten steinmetzarbeiten.

kleine randbemerkung zu den drehorten für die harry-potter-filme (wird bei jeder führung explizit hervor gehoben)

  • christ church college: die berühmte bodley-treppe, die in den filmen als eingang zur großen halle von hogwarts diente und außerdem der speisesaal des colleges, als inspiration für die große halle in hogwarts.
  • bodleian library: die divinity school diente als krankenflügel von hogwarts.

von oxford ging es weiter richtung wales grenze, aber davor machten wir noch einen stop in bourton-on-the-water und besuchten das „cotswold motoring museum & toy collection“. ein total sehenswertes kurioses kleines museum, wo man sich herrlich an seine ersten begegnungen mit autos und motorräder erinnern kann. ein besuch zahlt sich jedenfalls aus.

in bourton-on-the-water gibt es noch etwas interessanres zu sehen – „das model village“ auf dem gelände des ‘old new inn‘. ein bemerkenswertes miniaturdorf im maßstab 1:9, das die architektur und atmosphäre des realen bourton-on-the-water in den 1930er jahren detailgetreu widerspiegelt. es wurde zwischen 1936 und 1941 vom damaligen wirt des ‘new inn‘, herrn morris und seiner frau erbaut. sie maßen jedes gebäude im ort sorgfältig aus und beauftragten acht lokale handwerker, die aus echtem cotswold-kalkstein und miniatur-schieferdächern die rund 100 gebäude errichteten. das model village in bourton-on-the-water ist das einzige denkmalgeschützte modelldorf des landes. einfach sehenswert.

ein weiterer höhepunkt des tages war der besuch der „gloucester cathedral“. sie gilt immer noch als eines der wichtigsten und rätselhaftesten baudenkmäler der ganzen kunstgeschichte. schon beim ersten anblick beeindruckt sie mit ihrer gotischen fassade und dem imposanten turm, der weit über die dächer der stadt hinaus sichtbar ist. die kathedrale blickt auf über 900 jahre geschichte zurück. ursprünglich als benediktinerabtei gegründet, überstand sie reformationen, kriege und den wandel der zeiten und trägt dabei die spuren jeder epoche deutlich sichtbar in ihren mauern. besonders hervorzuheben sind die mittelalterlichen glasfenster, darunter das berühmte „great east window“, eines der größten mittelalterlichen buntglasfenster europas sowie auch der kreuzgang und die fächergewölbe, die wirklich fantasievoll und abwechslungsreich sind.

für die harry-potter-filmreihe wurde die kathedrale von gloucester gleich drei mal als kulisse verrwendet.

als nächstes werden wir wales besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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die römischen bäder…

die römischen bäder erwarteten uns in der stadt bath. aber alles der reihe nach.
pünktlich um 09:00 uhr morgens fanden wir uns zu einer entspannenden, zweistündigen spa-session in der „thermae bath spa“ (the new royal bath) ein – ein ‚adult’s only‘ spa. herrlich, am morgen in diesem modernen thermalbad im terassenpool über den dächern der stadt mit einmaligem ausblick auf das historische bath zu schwimmen. die heißen, natürlichen quellen von bath entspringen im stadtzentrum, liefern täglich über eine million liter mineralreiches bis zu 46°c  warmes wasser und beinhalten einen besonderen mix aus mineralien. enthalten sind z.b. sulfate, kalzium- und natriumverbindungen.
zu den weiteren einrichtungen gehören ein indoorbecken (minerva bath), eine wellness suite, ein cafe und badetücher & bademantel sind im eintrittspreis inkludiert.
kann man nur empfehlen. da in der gesammten anlage striktes fotografierverbot herrscht müssen wir auf originalfotos der therme zurückgreifen.

nach unserem morgenbad stärkten wir uns mit einem frühstück bei „sally lunn’s“ einem historischen eating house & tea room. es ist das älteste haus in bath und berühmt für das sally lunn bun (eine version des traditionellen, französischen brioche-ähnlichen festtagsbrots).

das haus hat auch ein kleines museum in dem man u.a. noch die alte backstube sehen kann.

also, wer in bath ist sollte auf jeden fall bei sally lun´s einkehren.

am weg zu unserer nächsten besichtigung hielten wir kurz bei der „bath abbey“. seit mehr als tausend jahren befindet sich an diesem ort eine christliche kultstätte, die in dieser zeit viele veränderungen und umgestaltungen erfahren hat – von der kirche eines benediktiner-klosters, zwischenzeitlich aber auch bischofssitz der diözese bath und wells, bis zur heutigen anglikanischen pfarrkirche. viel erlebt und doch steht die abtei noch heute stolz im zentrum der stadt.

die hauptattraktion in bath ist schlechthin „the roman baths“, das um das jahr 70 n. chr. als großer bade- und gesellschaftskomplex erbaut wurde und von den römern ‚aquae sulis‘ genannt wurde. es zählt zu den beeindruckendsten historischen sehenswürdigkeiten großbritanniens und ist eine der am besten erhaltenen römischen ruinen der welt.
die anlage bietet einen faszinierenden einblick in das leben und die badekultur der antike. highlights sind die terrasse mit blick auf das große freiluftbecken, das noch heute von natürlichem thermalwasser gespeist wird (baden ist hier leider nicht mehr erlaubt), die heilige quelle, das epizentrum aus dem die bäder ursprünglich entsprangen,

das museum, mit vielen originalen artefakten wie z.b. eine sammlung römischer münzen und auch der tempelbezirk und die unterirdischen gänge vermitteln ein authentisches gefühl für das römische erbe.

die kombination aus beeindruckender architektur, spannender geschichte und moderner präsentation macht diesen ort einzigartig.

wir bummelten entlang des avon-flusses, mit seiner schönen parkanlage und dem blick auf die ‚pulteney bridge‘, einer der wenigen noch erhaltenen brücken mit bebauten häusern – ein super fotomotiv.

vom avon weiter hinauf zum „the circus“

und landeten schließlich im museum „no 1 royal crescent“, das wir uns genauer ansahen. motto – wohnen wie im 18. jh. am royal crescent. das liebevoll restaurierte museum in einem der elegantesten stadthäuser von bath liegt am berühmten royal crescent, einer halbmondförmigen häuserreihe im georgianischen stil die zwischen 1767 und 1775 erbaut wurden, zeigt, wie der britische adel einst lebte. beim rundgang durch die stilvoll eingerichteten räume fühlt man sich zurückversetzt in die zeit von jane austen: mit prunkvollen salons, dienerquartieren und originalgetreuen möbeln. jeder raum erzählt eine geschichte – vom opulenten esszimmer bis zur einfachen küche im souterrain.

am rückweg richtung campingplatz warfen wir noch einen blick in den „the georgian garden“, der aber zu dieser jahreszeit nichts besonderes darstellt.

was besonderes, und absolut hervorzuheben, war der campingplatz „bath waterside & marina and caravan park“. ideal gelegen, da man ganz unkompliziert mit dem öffentlichen bus in nur wenigen minuten im zentrum von bath ist, und das ist aufgrund der eingeführten bath-umweltzone für fahrzeuge sehr wichtig und unbedingt zu beachten. stadtparkplätze sind äußerst rar und teuer.
der cp selbst ist gut ausgestattet – großzügige stellplätze,heiße duschen und sonst auch alles was man zum gemütlichen übernachten braucht. wir hatten hier zwei angenehme nächte verbracht, unbedingt empfehlenswert.

als nächstes werden wir oxford besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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entlang der wilden küste…

entlang der wilden küste vorerst bis ilfracombe. ilfracombe besticht durch seine steilen klippen, viktorianische architektur und eine charmante hafenatmosphäre,

u.a. durch die auffällige statue “verity“ des britischen künstlers damien hirst (eine 20 m hohe und 25 t schwere bronzefigur einer schwangeren frau, die ein schwert über rechtsbücher hält), sowie die st. nicholas kapelle aus dem jahr 1321, auf dem lantern hill mit blick auf den historischen hafen (ab dem 15. jh. diente die kapelle auch als leuchtfeuer und ist noch heute ein funktionierender leuchtturm – gilt als der älteste des landes).

ein weiteres, einzigartiges highlight in seiner art sind die tunnels beaches in ilfracombe. diese historischen strände sind ein netzwerk aus handgehauenen tunneln, die zu einzigartigen geschützten stränden und einem viktorianischen badebecken führen, das von den gezeiten beeinflusst wird – eine spektakuläre kulisse aus meer, klippen und naturstein.

nach dem kurzen stadtrundgang wurde ein wenig gewandert. in lynton begaben wir uns auf den „valley of rocks nature trail“

der uns rund 6 km erst an der küste entlang, dann bergab in die stadt lynmouth und nach einem kleinen rundgang wieder zurück und hinauf auf die klippe führte.

dafür bedienten wir uns der historischen „lynton and lynmouth cliff railway“. eine fahrt mit der höchsten und steilsten wasserbetriebenen standseilbahn der welt, die seit 1890 in betrieb ist  – wir haben es sehr genossen.

der nächste tag begann mit einer kirchenbesichtigung, der „church of st. george“ in dunster. mit dem bau wurde bereits im 11. jh. begonnen, sie stammt aber überwiegend aus dem 15. jh. eine wunderschöne kirche mit kreuzförmigen grundriss und großartigen schnitzereien.

als nächstes stand ein besuch im „dunster castle“ auf unserem programm. dunster castle war ursprünglich eine mittelalterliche burg und wurde später in ein herrenhaus mit weitläufiger gartenanlage umgebaut, das im laufe seiner langjährigen geschichte von nur zwei familien bewohnt wurde, bis es 1976 dem national trust zur verwaltung übergeben wurde.

ein besuch der „glastonbury abbey“, eine der ältesten und ehemals reichsten abteien englands, darf natürlich nicht fehlen, wenn man in somerset unterwegs ist. die ruinen selbst sind eindrucksvoll und werden von weitläufigen grünflächen umgeben, die die einstige pracht der abtei erahnen lassen. im kleinen museum auf dem gelände gibt es zudem viele interessante informationen zur geschichte der abtei und zum leben der mönche im mittelalter.

weiter ging es in die mendip hills, auch mendips genannt, ein wunderschönes naturgebiet mit tiefen klippen, kalksteinformationen und höhlen. hier, im norden von somerset und in der kleinstadt cheddar, stand einiges auf unserem programm und daher campierten wir zwei nächte im „cheddar bridge touring park“. ein platz für ruhesuchende, d.h. adults only, ein zentraler ausgangspunkt für alle aktivitäten rund um cheddar und moderne, sehr saubere sanitäreinrichtugen –👍

zuerst „cheddar gorge & caves“ – gough’s cave (hier wurde auch der „cheddar man“ entdeckt, eines der ältesten vollständigen skelette großbritanniens und wo auch der berühmte cheddar käse gereift wird)

– museum of prehistory – cox’s cave (eine moderne multimedia-erlebniszeitreise, die die geschichte der entstehung und entwicklung der höhlen durch die kraft des wassers präsentiert)

– jacob’s ladder & lookout tower.

am nächsten tag machten wir noch eine ca. 9 km wanderung am cliff-top walk. ein dichtes aber sehr schönes programm mit vielen interssanten besichtigungen.

cheddar sollte man nicht nur wegen dem käse besuchen.

von cheddar ging unsere reise weiter in richtung bath und die römischen bäder. am weg dorthin machten wir noch einen stopp in wells. die „wells cathedral“ ist eine richtig beeindruckende kathedrale aus dem 15. jh. von außen schon ein hingucker, mit ihrer kunstvoll verzierten westfasade, aber ganz besonders wird es, wenn man hineingeht. die berühmten „scissor arches“, ein gotisches kunstwerk aus stein das den zentralen turm stützt, buntes licht das durch das riesige bleigefasste jesse-fenster strahlt, die wells-uhr, das zweitälteste uhrwerk großbritanniens das noch in gebrauch ist und so vieles mehr – einfach eine herrliche atmosphäre.

 

besonders lohnenswert ist die „chained library tour“. nur sehr kleinen besuchergruppen wird eine bemerkenswerte sammlung früher drucke und handschriften gezeigt, wobei die bücherregale und -ketten besonders beeindrucken.

der zweite besuch in wells galt dem „bishop’s palace and gardens“, direkt neben der kathedrale gelegen und seit über 800 jahren sitz der bischöfe von bath und wells. und ja, der name hält was er verspricht – ein kleiner palast mit zugbrücke, wassergraben und verwunschene gärten rundherum. im inneren palastbereich sahen wir bei einer geführten tour u.a. das bischöfliche arbeitszimmer, den krönungsmantel (ein speziell entworfener chormantel, der bei der krönung jedes monarchen getragen wird) und die  prächtige bischofskapelle.

als nächstes werden wir bath besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

jetzt geht die reise also richtig los…

jetzt geht die reise also richtig los und von unserem ersten england-stellplatz in plymouth ging es direkt zum eden-projekt.
das „eden project“ in cornwall, ist eine beeindruckende mischung aus botanischem garten und architektonischem wunderwerk, das aus mehrfach miteinander verschnittenen durchsichtigen geodätischen kunststoffkuppeln besteht.

aus einer riesigen grube, in der früher tonerde abgebaut wurde, entstand eine fruchtbare rund 50 hektar große oase mit rund 100.000 pflanzen aus aller welt. während des rundgangs durch die einzelnen tropischen und mediterranen biome gelangt man in verschiedene klimazonen und es ist faszinierend diese vielfalt exotischer pflanzen sowie die nachgestaltung des regenwaldes zu sehen.

für uns war dieser besuch inspirierend und lehrreich zugleich und nicht nur etwas für ausgesprochene natur und architektur faszinierte. wir haben den vormittag richtig genossen.

nach dem besuch dieser einzigartigen pflanzenwelt besuchten wir den „landsitz lanhydrock“ in cornwall. dieses prächtige typisch englische herrenhaus, umgeben von 367 hektar garten und landschaftspark, versetzt einem sofort ins viktorianische zeitalter. beim rundgang durch die der öffentlichkeit zugänglich gemachten räume, bekommt man einen faszinierenden einblick in das damalige leben und macht eine kleine zeitreise. lanhydrock ist ein ort voller geschichte und atmosphäre. wenn man in cornwall unterwegs ist, sollte man einen besuch einplanen.

diesen ersten reisetag haben wir in croyde bay, bekannt für seine fantastischen surfmöglichkeiten, am „ocean pitch camping“ beendet. ein kleiner, feiner, toll gepflegter und sehr gut besuchter campingplatz,

direkt an einer sandigen bucht gelegen und auch ausgangspunkt für schöne küstenwanderungen, wie z.b. „baggy point“. unbedingt vorbuchen.

der nächste tag führte uns nach bodmin, wo ein etwas anderer besuch auf dem programm stand, das „bodmin jail“ am rande des bodmin moor – dunkle mauern, düstere geschichten. dieses gefängnis hat mehr geschichte in seinen alten steinen, als man auf den ersten blick vermuten würde, aber genau das macht den reiz aus. bodmin jail wurde anfang der 1770er jahre erbaut, mitten in einer zeit, in der england fleißig gefängnisse modernisierte – zumindest nach den maßstäben des 18. jahrhunderts. es war eines der ersten gefängnisse, das nach dem prinzip der „separaten zelle“ gebaut wurde, getrennte bereiche für männer und frauen, warmwasser sowie hellen und luftigen bereichen für die gefangenen. damals fast revolutionär, heute eher… gruselig. denn mal ehrlich: wenn man durch die kalten, dunklen gänge läuft, spürt man sofort, dass hier keine fröhlichen geschichten geschrieben wurden. über 50 öffentliche hinrichtungen fanden hier statt, und einige der damit einhergehenden geschichten werden im heutigen besucherzentrum ziemlich eindrucksvoll (und teils sehr dramatisch) erzählt. das museum verbindet geschichte mit erlebnis. man bekommt nicht nur trockene infos, sondern taucht wirklich in das leben (und sterben) der damaligen häftlinge ein. besonders die licht- und soundeffekte im neuen museumsteil haben es echt in sich. wer sich für die dunklen seiten der vergangenheit interessiert, ist hier genau richtig.

nach so viel dunkler geschichte besuchten wir „clovelly“ and der nordostküste devons. das historische dorf clovelly wurde auf einer klippe mit blick auf die bideford bay errichtet und ist ein malerisches postkarten-dorf, und das schon seit jahrhunderten. erste aufzeichnungen gehen bis ins 9. jahrhundert zurück. ein autofreies dorf – man stellt sein auto am parkplatz ab und geht die steile und enge kopfsteinpflasterstraße hinab in das dorf. güter des täglichen lebens werden entweder mittels esel oder hölzernen schlitten befördert. kleine weiße fischerhäuschen, ein paar boote im hafenbecken, gemütliche pubs mit kamin – alles in clovelly wirkt, als wäre die zeit stehen geblieben.
seit dem 18. jahrhundert ist das idyllische dorf clovelly in privatbesitz und wird bis heute liebevoll erhalten und gepflegt. dieser für uns lohnenswerte besuch war ein kleiner sprung in die vergangenheit.

als nächstes werden wir die kleinstadt ilfracombe an der nordküste der südwestenglischen grafschaft devon besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

die anfahrt zu neuen abenteuern…

die anfahrt zu neuen abenteuern wäre geschafft. davor erledigten wir in wien noch einige kleinigkeiten an unserem cleverchen. so erneuerten wir selber die seitenverdunkelungen (original von remis) an fahrer- und beifahrertüre

und im zuge eines technischen services wurden die bremsschläuche auf stahlflexleitungen getauscht und zusätzlich eine höher temperaturbeständige bremsflüssigkeit eingefüllt.
da auch eine rückleuchte zum austauschen gewesen wäre haben wir uns entschlossen gleich auf led rückleuchten und blinker umzurüsten – dabei ist unsere entscheidung auf van-X gefallen, da diese uns einfach besser gefallen haben.

beim neuen satz reifen testen wir zum ersten mal den „falken wildpeak a/t“ – sauberes profil, guter flankenschutz usw.
nachdem wir ordnungsgemäß die scheinwerfer von rechts- auf linksverkehr abgeklebt hatten konnte es dann endlich los gehen.

von wien weg sind wir nach zwei nächtigungen an ruhigen freistehplätzen

im hafen von port roscoff angekommen, wo wir dann die letzte nacht vor der fährüberfahrt verbracht haben. gutes service, denn kostenloses stehen und nur 1,50 € für 6 minuten duschen ist ein schnäppchen.
am nächsten tag ging es rauf auf die fähre und nach 5 stunden fahrt sind wir in plymouth angekommen. da es schon fast 21:00 war und wir bereits auf der fähre gut gegessen hatten ging es rasch zu unserem stellplatz. ruhig und direkt am meer verbrachten wir die erste nacht auf englischen boden.

am nächsten tag wollen wir als erstes das eden-projekt besichtigen, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour