von lipova über timișoara bis zur wels-fischzuchtfarm…

von lipova über timișoara bis zur wels-fischzuchtfarm war unser nächster reiseabschnitt. nach einem kurzen morgenswimm ging die reise zu unserem nächsten event – „muzeului satului bănățean“, das banater dorf museum, ein ethnographisches freilichtmuseum.

in „timișoara“ machten wir mit unserem von der timișoara destination management organisation zur verfügung gestellten tour guide „ludovic satmari“ einen längeren und sehr interessant erklärten stadtrundgang, denn in timișoara, bekannt für ihre sezessionsarchitektur, gibt es wirklich viel zu besichtigten, u.a. piata unirii (union square): sfânta treime statue; house of lions; brück house; baroque palace; timișoara art museum; cardinal point fountain; maria theresia bastion; piata libertatii (freiheitsplatz); piata victoriei (zentraler platz): national opera house; kathedrale der heiligen drei hierarchen; lloyd palace; neuhaus palace; merbl palace; dauerbach palace; szechenyi palace; hilt palace; die timișoara orthodox cathedral; huniade castle; deutsches staatstheater – ja es war ein wirklich ausgedehnter stadtrundgang.

von timișoara ging es weiter zu unserem schlafplatz am fluss naidăș. vorher besuchten wir noch buzias, denn dort hat kaiser franz josef 1875 einen 20 hektar großen kurpark mit einer 500m langen kolonnade für seine „sissy“ errichten lassen, damit sie entspanntund trockenen fußes lustwandeln konnte – wahre liebe.

in reșița fotografierten wir im freilicht-dampflokomotiven-museum noch einige lokomotiven (tlw. in lizenz produzierte deutsche und österreichische modelle),

ehe wir uns anschließend auf den weg nach oraviţa ins „muzeul de istoria farmaciei montanistice (bergapotheke: museum für geschichte der pharmazie) machten. in dieser apotheke, die 1796 von mag. farm. knoblauch gegründet wurde (die dynastie der knoblauch apotheker), wurden seinerzeit auch ganz merkwürdige pulver verkauft 😉.

anschließend ging es zu unserem schlafplatz am fluss, in herrlicher natur. ausgeruht ging es jetzt durch den naturpark eisernes tor an der donau entlang – „kloster mraconia“

– natürlich auch zur „statue des dakerkönigs decebalus“, der mit 55 meter höchsten felsskulptur in europa

– „sankt-anna-kloster“ in orșova.

in „băile herculane (herkulesbad) hatten wir einen stadtrundgang geplant, da es viele schöne foto motive gibt (z.b. das neptunbad), aber angesichts der touristenmassen nahmen wir abstand davon und fuhren nur kurz durch und auf schmalen straßen weiter zu unserem schlafplatz im wald.

das nächste kloster das wir besichtigten – das „kloster tismana

hat auch eine besonderheit zu bieten. neben dem kloster gibt es eine höhle in der münzen und goldbarren der rumänischen nationalbank gegen ende des zweiten weltkrieges versteckt wurden. heute kann man die höhle mit dem demogoldschatz besichtigen. totoal interessante geschichte.

weiter, auf nicht immer tollen straßen,

wo wir uns ausnahmsweise in der stadt drobeta-turnu severin für drei nächte in ein hotel einquartierten. am ersten tag machten wir gar nichts, einfach ausruhen und entspannen. am zweiten tag stand ein ausflug am programm. zuerst ins „muzeul regiunii porților de fier“ (museum des wasserkraftwerks „eisernes tor“). wir besichtigten nicht nur das kraftwerk, sondern konnten im museum auch viel interessantes über den bau erfahren.

eine besondere geschichte ist die der insel „ada kaleh“, einst eine binneninsel in der donau mit türkischen bewohnern (quasi eine exklave des osmanischen reiches, die aber mit der vollendung des wasserkraftwerks am eisernen tor abgesiedelt wurden), und die schließlich 1971 überflutet wurde und in den wellen der donau komplett verschwunden ist.

im anschluss an das donaukraftwerk machten wir noch einen abstecher zu den ruinen des alten klosters „mănăstirea vodița“, dem ältesten kloster der walachei. es wurde im 14. jh. gegründet. viel ist nicht mehr erhalten, aber es ist eben ein historischer platz neben dem neuen kloster.

den abschluss unseres ausfluges machte ein kleiner stadtrundgang in drobeta-turnu severin. castelul de apă (historischer wasserturm), palatul culturii teodor costescu (kulturpalast), cetatea medievală a severinului (burganlage), podul lui traian (ruinen der trajansbrücke) und caladarium (ein teil der alten klassisch-römischen thermen).

so ging der tag ereignisreich zu ende.
als nächstes stand ein ganz besonderer besuch auf unserem programm, wir besuchten georg und elisabeth kloos auf ihrer wels-fischzuchtfarm. was die beiden aus dem nichts auf einem grundstück mit einer fläche von 21 ha in ostroveni auf die beine gestellt haben ist sehens- und bewundernswert. ab 2014 begann „eco nrg s.r.l.“ mit dem bau der projekte „fischverarbeitungsfabrik“ und „intensive fischzuchtfarm ostroveni“. ab 2016 wurde mit der besiedlung der fischfarm begonnen. die intensivfischzuchtfarm umfasst eine intensivzuchthalle auf einer fläche von 4.000 qm und neun becken für die extensive aufzucht auf einer gesamtfläche von 60.000 qm, der clarias-arten (wels), mit einer jahresproduktion von bis zu 700.000 kg. die aufbereitungsanlage hat eine fläche von 2.000 m² und ist nach modernsten standards gebaut, mit einer monatlichen produktionskapazität von 40.000 kg. unter dem namen „fishmann“ werden die produkte wegen ihres hohen qualitätsstandard unter anderem auch in großen supermarktketten wie lidl, kaufland usw. angeboten.

wir hatten die außerordentliche gelegenheit die produkte vor ort zu verkosten und wir können mit ruhigem gewissen sagen: unglaublich was man alles aus wels machen kann, einfach hervorragend.

übrigens camper haben auch die möglichkeit auf der fischzuchtfarm zu übernachten – einfach anrufen und einen termin vereinbaren, ihr werdet es nicht bereuen und könnt euch für die weiterreise mit köstlichen fischprodukten versorgen.

unser nächstes ziel war bukarest und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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eine stadt – ein kloster – ein königliches schloss…

eine stadt – ein kloster – ein königliches schloss, in dieser reihenfolge besuchten wir unsere nächsten ziele. am weg nach arad machten wir noch einen kurzen fotostop beim schloss csernovics in macea. leider gab es nicht viel zu sehen, auch nicht vom botanischen garten – na ja.

anschließend wanderten wir zur „festung hellburger“ in siria, vor ca. 850 jahren eine aktive burg, heute nur mehr eine ruine, aber ein netter spaziergang.

nach einer ruhigen nacht in arad stand ein ausgedehnter stadtrundgang auf dem programm. begonnen haben wir unter der charmanten führung von frau ioana-mădălina crainic (nationales zentrum für touristische information und förderung des landkreises arad) im „verwaltungspalast von arad“. wir besichtigten die wichtigsten räume

und hatten ein einzigartiges erlebnis. wir durften mit einer sondergenehmigung den turm des verwaltungspalastes besteigen, von welchem wir das tolle panorama der stadt genoßen.

übrigens, zu jeder vollen stunde tönt beethoven´s 9. von hoch oben am turm über die stadt. diese hymne symbolisiert nicht nur die europäische union, sondern auch europa im weiteren sinne – eine schöne geste der stadt.

weiter ging die stadtbesichtigung zum „kulturpalast“, dem historische zentrum von arad, der röm.-kath. kirche, dem klassischen „theater ioan slavici“ – wo wir kurz einer orchesterprobe beiwohnen durften,

der mețianu-straße,

dem reconcilierii-park (park der versöhnung) – mit der „freiheitsstatue“ und dem gegenüber liegenden 9 m hohen „triumphbogen“.

weiters sahen wir die „alte orthodoxe kathedrale“

und den „wasserturm“.

am ende besuchten wir noch eines der zahlreichen tollen lokale der stadt – den euphoria biergarten,

wo unser stadtrundgang endete. wir waren von der stadt positiv angetan und können einen besuch in arad wirklich empfehlen. nochmals vielen dank an alle, die uns zu diesem schönen ereignis verholfen haben.

nachdem wir arad verlassen haben ging es direkt zur „basilika „maria radna“, wo wir vom herrn pfarrer monsignore andreas reinholz herzlichst empfangen wurden. maria radna ist der bedeutendste römisch-katholische wallfahrtsort der diözese timișoara und eine päpstliche basilika.
1520 ließ eine fromme witwe hier eine kleine kapelle erbauen, welche den gläubigen und den franziskanerbrüdern auch bei bedrohung als zufluchtsort diente. 1695, als die kirche von osmanischen truppen niedergebrannt wurde, blieb das gnadenbild unversehrt. seither schreiben gläubige dieser ikone wunderkräfte zu.
1709 wurde von arad aus die erste wallfahrt nach maria radna organisiert. infolge der pest versprachen die bewohner der stadt arad, zum zeichen des dankes für die beendigung und rettung vor der seuche, die wallfahrt durchzuführen. 1750 erkannte die kirche maria radna offiziell als wallfahrtsort an.
unter der kommunistischen herrschaft wurden 1948/49 die orden und kongregationen der katholischen kirche in rumänien aufgelöst. durch ein versehen wurde der franziskanerorden erst nicht erwähnt. nach dem 1949 erfolgten verbot des ordens, wurden alle franziskaner rumäniens in maria radna unter besonders schweren bedingungen konzentriert. wallfahrten wurden verboten und klöster verstaatlicht. in maria radna verblieb ein einziger pater mit zwei brüdern. im kloster wurde ein staatliches altenheim errichtet. nach der rumänischen revolution von 1989 stiegen die pilgerzahlen zur wallfahrt wieder an, was als folge der neu gewonnenen freiheit gewertet werden kann.
2003 verließen die franziskanerbrüder nach ihrer mehrere jahrhunderte überdauernden präsenz das kloster maria radna auf grund von mangel an nachwuchs.
ab dieser zeit wurde das kirchliche leben des wallfahrtsortes dem diözesanklerus anvertraut. monsignore andreas reinholz wurde zum ersten pfarrer ernannt und ist bis zum heutigen tag in dieser funktion tätig.
da die basilika bereits in der sozialistischen zeit baufällig war, startete pfarrer monsignore andreas reinholz sein herzensprojekt, indem er bei der europäischen union einen förderantrag auf mittel aus dem europäischen fonds für regionale entwicklung erfolgreich stellte. die renovierungsarbeiten, begannen im mai 2013 und am 2. august 2015 fand die feierliche segnung der renovierten wallfahrtsbasilika maria radna statt. nach einer besichtigung der pfarrkirche

und des wallfahrtsmuseums (interessant sind die von 1844 bis zum ersten weltkrieg genauen aufzeichnungen über die von wallfahrern an edelmetallen gespendeten opfergaben)

blieben wir noch lange auf ein intensives und informitives gespräch mit pfarrer monsignore andreas reinholz sitzen. vielen dank für die zeit mit ihnen monsignore andreas reinholz.

am weg zu unserem für den heutigen tag letzten besichtigungstermin schauten wir noch einen sprung bei der „holzkirche von groșii noi“ in der gemeinde bârzava vorbei – leider geschlossen, aber ein schönes fotomotiv.

im „königlichen schloss săvârşin“ konnten wir könig michaels autowerkstatt & automobilmuseum, den königlichen park

und das teehaus

besuchen. majestät margareta, oberhaupt der königlichen familie von rumänien (älteste tochter und nachfolgerin ihres vaters, könig michael I.) war leider nicht anwesend. schade, wir hätten gerne gesehen wie ihre majestät heute lebt 😊

der tag ging für uns mit einem erfrischenden bad im „freibad lippa“ in băile lipova zu ende.unser nächstes ziel war timișoara und was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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rumänien wir sind da…

rumänien wir sind da, aber auf der route zu unserem ersten rumänischen highlight hatten wir noch besichtigungen in ungarn am programm.

der erste besuch war die „szemlő-hegyi höhle“ im großraum budapest. die entdeckung der höhle ist einer baustelle zu verdanken. heute ist der park, der die schutzzone der höhle bildet, vollständig von der stadt umgeben. für die höhlentour werden den besuchern kostenlos audioguides zur verfügung gestellt. eine tour dauert ca. 40 minuten. die temperatur in der höhle beträgt das ganze jahr über 12°C. die erschließung und der ausbau der bereits im jahre 1930 entdeckten höhle dauerte fast 50 jahre. derzeit können ca. 2 km von den besuchern besichtigt werden und es sind weiterhin wissenschaftliche forschungsarbeiten im gange. die höhle wird auch für höhlentherapie genutzt, denn die staubfreie luft mit hohem feuchtigkeitsgehalt hat eine besonders günstige auswirkung auf die an bronchitis und asthma leidenden personen.

nach einer ruhigen nacht auf einem sehr schönen freistehplatz fuhren wir auf kleinen straßen zu unserem nächsten besuch

– ein schwimmtag im „höhlenbad miskolctapolca“ in miskolc. das besondere an diesem freibad war das schwimmen in verschiedenen höhlen – ein tolles erlebnis.

nach dem schwimmen sind wir bei leichtem nieselregen noch eine runde am „nature trail hortobágyi-halastó“ gewandert,ehe wir zu unserem letzten event in ungarn aufgebrochen sind.
der besuch galt dem „gestüt mata“ in hortobagy. es ist seit 1671 eines der bedeutensten pferdezuchtzentren in ungarn. die hier gezüchtete „nonius rasse“ hat mehrere auszeichnungen und preise gewonnen.

natürlich haben wir uns die planwagenfahrt durch die puszta, der größten grassteppe ungarns, mit dem nonius-gespann nicht engehen lassen.

auf dieser fahrt bekamen wir einen einblick in die tolle stimmung dieser weitläufigen ebenen landschaft. wir konnten büffelherden, ungarische graurinder, weidende zackelschafe

und eine vorführung der pferdehirten bewundern.

eine wunderbare zeit in der man sich um viele jahre zurückversetzt fühlt. eindrucksvoll und empfehlenswert.
einen kurzen stopp legten wir auch bei der 1833 erbauten neunbogenbrücke in hortobagy ein. einst eine bedeutende brücke, denn die straße über die brücke war jahrhundertelang eine wichtige handelsstraße zwischen debrecen und pest-buda. inzwischen ist sie ein wahrzeichen von hortobagy geworden.

ankunft in rumänien. wir sind bei bors über die grenze und hatten gleich den ersten besuchstermin in der stadt oradea, die zur ihrer gründungszeit ursprünglich zum königreich ungarn gehörte. wir machten mit adrian, unserem tour guide (kontakt von visit oradea), einen ausgedehnten stadtrundgang, um die alten Prachtbauten zu bewundern.
begonnen haben wir bei der „burg oradea“.

weiter ging es mit dem „rathaus“, dem „schwarzen adler palast“ mit seiner jugendstilpassage, das „königin-maria-theater“ – staatstheater von oradea, dem „alten bischofspalast“, „die mond kirche

– orthodoxe kirche der hl. jungfrau maria, „die st. nikolas kirche – eine griechisch-katholische,

und noch vieles mehr.

toll präsentiert, mit vielen geschichtlichen informationen und interessanten geschichten die das leben erzählt – herzlichen dank.

von oradea ging es zu unserem ersten übernachtungsplatz in rumänien, am fluss bei girișu de criș. so schön und ruhig, nur manchmal kamen die hirten mit ihren schafen vorbei.

richtig romantisch, überhaupt am morgen.

unser nächstes ziel war arad aber wie es weiter ging und was wir so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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zu besuch bei den donauschwaben…

…den besuch bei den donauschwaben verdanken wir einem zufall. wir hatten ursprünglich nur einen besuch auf der „burg in tata

und des stadtmuseums

eingeplant. dort herrschte an diesem wochenende jedoch reges treiben anläßlich eines stadtfestes, und so haben wir auf anregung der kulturreferentin, frau katalin bachmann, nach einem sehr kurz gehaltenen burgbesuch zusätzlich das „ungarndeutsche landesmuseum & német nemzetiségi múzeum (nepomucenus-mühle)“ besichtigt. hier war gerade eine ausstellung über unterbekleidung zu sehen und auch eine sonderausstellung mit dem schwerpunkt “ulmer-schachtel“.

 

frau bachmann hat auch einen besuch im nahe gelegenen „tarján“ vorgeschlagen um ein umfassendes bild von der geschichte der in tarján ansässigen donauschwaben zu bekommen und uns selbst einen eindruck von der beständig aufrecht erhaltenen (volks-) kultur im ort zu verschaffen.
also machten wir uns auf den weg in das ca. 14km von tata entfernte dorf. dort angekommen wurden wir von mitgliedern des gemeinderates sowie dem bürgermeister, herrn thomas klinger, herzlich empfangen. wir besichtigten beim dorfrundgang die christkönig pfarrei tarjan (schutzpatron hl. georg), wo seit 25 jahren von pater zoltan szabo jeden 2. sonntag eine deutschsprachige messe gelesen wird. die römisch-katholische kirche wurde zwischen 1779 und 1783 nach den plänen von jakob fellner gebaut. ihre gegenwärtige gestalt bekam sie 1863. die ältesten teile ihrer ausstattung (altar, kanzel und beichtstuhl) sind im spätbarocken stil gestaltet. in der kirche befindet sich auch in gedenken zu der in 1854 statt gefundenen erscheinung in lourd eine sehr schöne marienstatue.

neben der kirche steht das ansiedlungsdenkmal zur erinnerung an die ansiedlung der ersten deutschen familien (schwaben) in tarján im jahr 1737 (bildhauer jenö kovács) und die erste station von mehreren lehrpfadstationen die durch das dorf führen.

weitere lohnenswerte besonderheiten sind das kleine heimatmuseum, das große gemeinschafts- und kulturhaus sowie die rundkeller in tarján (für besichtigungen sind vorab termine am gemeindeamt zu vereinbaren).

viele bewohner beschäftigen sich teils haupt- und teils nebenberuflich mit weinbau und aus diesem anlass wurde die erzählung über die geschichte der donauschwaben und das dorf tarján im „weingut der familie hoffmann“ fortgesetzt, bei herrlichen speisen und wirklich ausgezeichneten weinen.

wir wollen hier kurz über die geschichte der donauschwaben erzählen – also:

vor über 300 jahren begann die migration von deutschen nach ungarn, in den südöstlichen teil der habsburger monarchie.
auf einfachen holzschiffen, den „ulmer schachteln“, kamen sie vor allem im 18. jahrhundert von ulm über die donau bis ins pannonische becken ungarns. die route dieser schwabenzüge verlieh ihnen später den namen donauschwaben. über 400.000 menschen kamen in das damalige königreich ungarn. obwohl sie unterschiedlicher herkunft waren, nannte man sie alle schwaben.

tarján (deutsch tarian) liegt in einer hügellandschaft, die von zahlreichen malerischen tälern und bächen durchzogen wird.

ab 1727 gehörte die gegend der familie esterházy, die 1737 aus dem südlichen und mittleren teil des deutschen reiches hier rund 40 katholische familien ansiedelte. zuvor lebten in tarján nur reformierte ungarn.

charakteristisch für das dorf war die vieh- und forstwirtschaft. die waldgemeinschaft verpachtete die wälder an die esterházys, die hier regelmäßig jagden veranstalteten.
der zweite weltkrieg und die aussiedlung nach dem 2. weltkrieg veränderten das leben der kleinen gemeinde, obwohl viele „nur“ ihr haus, nicht aber ihre heimat verlassen mussten.

in tarján wird bis heute das brauchtum sehr gepflegt und durch einen gut funktionierenden gemeiderat, mit seinem zielstrebigen bürgermeister an der spitze, wird in den sparten kultur, sport, musik usw. auch für die junge generation die volkskultur attraktiv gemacht – es finden ca. 250 veranstaltungen im jahr statt, wobei der „schwabenball“ im februar, zu dem auch viele ausländische gäste anreisen, der höhepunkt des jahres ist.

an dieser stelle nochmals vielen dank für die herzliche gastfreundschaft wir haben uns bei euch sehr wohl gefühlt und werden wieder kommen.

wie es weiter ging und was wir so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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über ungarn und quer durch ganz rumänien…

über ungarn und quer durch ganz rumänien werden wir in rund 63 etappen von wien aus das östliche europa bereisen.
die erste tour führte uns in die historische kleinstadt pápa, wo uns ein ganz toller campingplatz „thermalcamping pápa“mit dem unmittelbar angrenzenden modernen „heil- und thermalbad pápa“ erwartete. kurz zum campingplatz selbst, denn was wir hier vorfanden muss wirklich hervorgehoben und poitiv erwähnt werden. selten einen so sauberen, ordentlichen und modernen cp gesehen. nicht umsonst ist es der einzige 5***** cp in ungarn, dessen parzellierung durch hecken und bäume nicht nur für schatten sondern auch angenehme privatsphäre sorgt. im camping-restaurant oazis, mit gemütlicher und schattiger terrasse, werden von montag bis freitag zweigängige ungarische und internationale mittagsmenüs wirklich kostengünstig angeboten (wir hatten am ersten tag tomatensuppe und gebackenen wels mit reis), bei denen man locker satt wird.

des weiteren werden auch gemütliche holz-chalets und private mietbäder angeboten, obwohl der ausreichend groß konzipierte moderne sanitärblock für die rund 196 stellplätze auch ausreichend ist.
und noch etwas, der eintritt in das thermalbad mit verschieden temperierten schwimmbecken im außen- und innenbereich ist im campingpreis bereits inbegriffen (die nutzung der saunaeinrichtungen sowie etwaige therapieanwendungen sind extra zu bezahlen).
von uns eine ganz klare empfehlung.

wenn man schon in der barockstadt pápa ist, sollte man sich auch das „esterházy-kastély“ (schloss esterházy) ansehen.

ein netter rundgang durch das schloss, wobei nicht allzu viele räume besichtigt werden können. jedenfalls erfährt man viel über die geschichte und den (um-)bau des schlosses nach plänen des wiener architekten franz anton pilgram, über die mitglieder des hochadels der familie esterházy, erlebt eine kurzaufführung des marionettentheaters und kann die edlen barock gewandeten schlossdamen bei einer musikalischen kostprobe und einem teeschwätzchen bewundern.

ein besuch im „blaufärbermuseum“( blaufärberei der familie kluge). unter blaufärberei wird im engeren sinn das verfahren verstanden, bei dem zur bemusterung der weißen leinenware eine deckmasse aufgetragen wurde, wodurch die weiße grundfarbe der textilien vor der blauen färbung geschützt wurde. der reduzierte blaue indigo färbte dann den leinwandstoff nach mehrmaligen eintauchen in die färberküpen blau. nach dem färben wurde die deckmasse in einem salzsäure- schwefelsäure-bad abgelöst und die weiße grundfarbe kam zum vorschein. ein langwieriger und arbeitsintensiver prozess der bis ende der 50er jahre vor ort noch betrieben wurde.

weiter nach pannonhalma, wo wir vor dem besuch der benediktinerabtei noch zum baumwipfelpfad & aussichtsturm boldog mór wanderten. zwei events standen auf unserer sightseeing liste – „die benediktinerabtei pannonhalma“, ungarns größtes und ältestes kloster (über 1000 jahre) liegt markant auf dem martinsberg und ist schon von weitem sichtbar.

martinsberg deshalb, weil hier laut überlieferung im frühen 4. jahrhundert der heilige martin, der schutzheilige des klosters, geboren wurde. die abtei wurde im jahr 996 vom fürsten géza als erstes benediktiner-kloster ungarns und ungarisches zentrum des benediktiner-ordens gegründet. zu sehen sind die basilika mit krypta, historischem kreuzgang, glockenturm und fresken,

wobei für uns das highlight der besichtigung die klassizistische bibliothek mit ihrem ovalen bibliotheksanbau war. hier befinden sich über 400.000 bücher und handschriften.

die erzabtei pannonhalma ist bis heute von benediktinern bewohnt und bewirtschaftet und beherbergt das benediktinergymnasium und die fachmittelschule für kirchenmusik mit über 300 internationalen schülern. seit 1996 gehört sie zum unesco-welterbe.
zweiter tagesevent, das „abteiweingut pannonhalma“, wo wir an einer kellereibesichtigung mit anschließender weinverkostung teilnahmen. der ganz neu gebaute weinkeller wird nach dem freien fall prinzip betrieben, das ein besonders schonendes keltern ermöglicht. über vier stockwerke erstreckt sich die produktion – von der sortierung der trauben, über die pressung bis zur fermentierung. verkostet haben wir drei verschiedene weine – einen rose tricollis, einen weißwein riesling und einen roten cuvee aus merlot und sauvignon franc. der rote hat uns persönlich am besten geschmeckt. auf der verkostungsterrasse sitzend genossen wir den spätnachmittag, den blick über die ungarische ebene und natürlich den edlen wein.

weiter ging es richtung tata und zu den donauschwaben. was wir dort alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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notwendiges, großes und süßes…

notwendiges, großes und süßes. das notwendige war die reparatur der duschwanne in unserem cleverchen. wie so viele andere fahrzeugbesitzer sind auch wir von unzähligen rissen in unserer duschwanne betroffen gewesen. am anfang haben wir den ersten riss noch mit einem bitumenband abgedichtet, damit wir während unserer großen panamericana tour weiter duschen konnten. mit der zeit wurde es aber so schlimm, dass wir befürchteten durchzubrechen.
ein komplettaustausch der wanne macht wenig sinn, da das problem der risse nach einiger zeit wieder auftaucht. also was tun – selbst polyestern? sicher keine beständige alternative. ja, und so fanden wir zur „firma duschwannen fromm“ in deutschland. frank fromm ist der einzige, der ein spezielles glasfaserkunststoff verfahren bei der reparatur anwendet. also haben wir die rund 700 km anfahrt von wien nach walddorfhäslach (in der nähe von stuttgart bzw. der universitätsstadt tübingen) in kauf genommen – montag morgen das cleverchen hingestellt und mittwoch nachmittag war alles erledigt. warum wir von duschwannen fromm so überzeugt sind? weil frank fromm selbst auch von seinem produkt überzeugt ist und was in der heutigen zeit einmalig ist, 10 jahre garantie gibt (auf die rissfreiheit der neuen gfk-haut). vorher:

nachher:

eine ganz klare empfehlung für alle die ihr problem mit einer kaputten duschwanne wirklich langfristig beheben möchten. wichtig ist, rechtzeitig einen termin vereinbaren, denn frank fromm ist stark gebucht.

das große war auf der anfahrt nach deutschland das hohenzollernschloss in sigmaringen, ein kulturdenkmal mit einer 1000-jährigen geschichte. während des schlossrundganges mit einem audioguide werden gemälde, möbel und stilepochen vorgestellt und in der waffenhalle ist eine  beeindruckende waffensammlung zu sehen.

und das süße? na wenn man schon in der gegend ist, sollte ein besuch bei rittersport nicht fehlen.

wir durften an einem workshop teilnehmen und unsere eigene kreation von zwei rittersport-tafeln anfertigen. die auswahl an zutaten ist groß, aber letztlich fiel die wahl auf weiße schokolade mit ganzen haselnüssen und schwarzen johannisbeeren. kööööööstlich.

historisch dazugelernt, mit süßem gestärkt und einer 100% dichten duschwanne traten wir wieder die heimreise nach wien an, um schnellstmöglich mit unserer neuen tour starten zu können.
in den nächsten monaten werden wir die länder ungarn, rumänien und kroatien bereisen.

was wir dort alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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leider ist unsere panamericana vorzeitig zu ende gegangen…

leider ist unsere panamericana vorzeitig zu ende gegangen. wie es sich bereits bei unseren freunden, followern und lesern herumgesprochen hat mußten wir die reise vorzeitig beenden. ab los angeles bekamen wir mit unserem cleverchen immer wieder probleme mit der kühlwassertemeperatur. wir „schleppten“ uns in der hoffnung eine werkstätte zu finden die das problem beheben konnte bis in den süden nach miami.

verzweifelt versuchten wir eine firma zu finden die unseren citroen reparieren konnte bzw. wollte. selbst als wir dann mit schwierigkeiten daytona erreichten in der hoffnung in „der“ auto stadt eine werkstätte zu finden wurden wir wieder enttäuscht. nach vier langen wochen des suchens und wartens entschlossen wir uns unser cleverchen zurück nach europa zu verschiffen.

vier kilometer vor dem hafen in brunswick war es dann so weit. in der auffahrt zum highway blieb die wasserpumpe komplett stecken und ein gehäuse platzte, sodas kein wasser mehr zur kühlung vorhanden war und ein weiterfahren ausgeschlossen war.

eine odyssey begann das fahrzeug in den hafen abzuschleppen. nach vier tagen auf der straße und einem lkw parkplatz schlafen in einem bereits für den schiffs transport leer geräumten camper war wirklich nicht lustig. mit details wollen wir euch aber gar nicht langweilen.

fazit: wir sind wieder zurück in wien, unser cleverchen ist repariert und wir werden heuer in kürze eine ertsatzreise antreten.

wir werden die länder ungarn und rumänien besuchen.

was wir dort alles erleben, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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immer entlang der küste in richtung los angeles…

immer entlang der küste nach los angeles. die  nächsten stationen waren:
„half moon bay“ mavericks weltweit bekannter surfspot (im winter mit wellen von bis zu 25 m höhe). interessant, wenn man sich das bild von 1941 ansieht, welche beachtliche länge die surfbretter von damals hatten

– fahrt durch den „pinnacles national park“

mit einer wunderschönen wanderung am „balconies cliffs-cave loop“.

ein rundtrip auf dem es manchmal ganz schön eng wurde

– „hearst castle“ schloßbesichtigung nahe san simeon, das in den 1920er jahren vom zeitungsverleger william randolph hearst auf einem hügel mit blick zum pazifischen ozean erbaut wurde.

luxus pur mit eigenem kino, tennisplatz, hallenschwimmbad usw.

wer in der gegend ist sollte sich das nicht entgehen lassen und sich einer der schloßbesichtigungstouren anschließen – „elephant seal boardwalk“ wieder einmal tiere in freier natur beobachten

„nitt witt ridge“ das haus von arthur harold beal, gebaut aus müll und fundstücken wie muscheln, zahnbürsten, bierdosen, reifen, toilettensitzen und anderen kuriositäten – „cayucos beach“ ein surfspot

„morro rock“  ein 177 m hoher lavadom.

wenn man schon in californiens parade weingegend ist muss man natürlich auch wein verkosten und dazu hatten wir auf zwei weingütern ausreichend gelegenheit. das erste weingut war die „sanford winery“ der familie terlato in lompoc. getestet haben wir 5 rotweine der sorte pinot noir und 2 weißweine der sorte chardonnay. alles ausgezeichnete weine, aber wen wundert es bei dem klima in californien.

nach der sanford winery besuchten wir noch das weingut „lavender oak vineyard“ von dean und christi hec in buellton. wieder herrliche weine die mundenpinot noir, chardonnay und einen rosé. ausgezeichnete qualität,

wir waren begeistert. die begeisterung hielt an als dean uns einlud unser cleverchen am weingut zu parken und die nacht hier zu verbringen mit blick in den weingarten.

ehrlich, nach den weinproben wollten wir auch nicht mehr autofahren und so wurde es eine wunderbare nacht.
ja und unsere favoriten? na die verraten wir nicht, es sollte jeder selbst vorbeikommen und verkosten 😉.
nächste stationen: „old mission santa barbara“, eine alte missionskirche

– spaziergang am berühmten „strand von malibu“ – fahrt hinauf zum „griffith observatory“ mit blick hinüber zum berühmten „hollywood“– schriftzug, leider war der ausblick etwas getrübt.

ehe wir uns an diesem tag zu unserem übernachtungsplatz begaben, ließen wir noch schnell bei „j & e complete auto service“ unsere bremsen erneuern. waren zwar noch nicht komplett abgefahren,  aber sicher ist sicher. toller service und sehr freundliche mitarbeiter.

unser übernachtungsplatz – street parking entlang der ocean avenue in santa monica.

in los angeles verbrachten wir dann einige tage, aber was wir dort alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

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san francisco…

san francisco, wer so wie wir nie längere zeit in einer großstadt bleibt, muss sich überlegen was man in wenigen tagen tatsächlich alles besichtigen und erleben möchte. wir haben uns entschieden auf jeden fall „alcatraz“ zu besuchen.
also rauf auf die fähre, die uns zu „der“ insel brachte, die man schon von weitem sehen kann.beim betreten der insel wird einem schnell klar, dass es sich hier um einen ort mit düsterer vergangenheit handelt.

für viele ist vielleicht dieser ort ein inbegriff geworden nachdem hier al capone (zelle B181) seine strafe abgesessen hat,

aber neu war für uns, dass z.b. auch ein landsmann von uns hier inhaftiert war und bei einem fluchtversuch getötet wurde – joseph bowers aus rohrbach in oberösterreich.

 

das spektakulärste ereignis war aber sicher der gefängnisausbruch in der nacht zum 11. juni 1962, der weltweit für aufsehen gesorgt hat. eine flucht von der als ausbruchsicherst geltenden gefängnisinsel – alcatraz.
frank lee morris und die anglin-brüder john und clarence hatten ihre flucht monatelang geplant und vorbereitet. mit gestohlenen löffeln aus der gefängniskantine und einer selbstgebastelten bohrmaschine, bestehend aus einem alten staubsaugermotor, hatten sie nächtelang das loch ihrer zellenlüftung gerade soweit vergrößert um durchschlüpfen zu können. um nicht vorzeitig entdeckt zu werden, stopften sie die löcher tagsüber mit einer paste aus klopapier und dem abgetragenen beton aus den zellenwänden wieder zu.
es gelang ihnen entlang von rohren auf das dach der anstalt zu klettern. von dort stiegen die drei dann unentdeckt von den scharfschützen wieder hinab und flüchteten über die bucht richtung festland.  dafür hatten sie sich aus mehr als 50 regenjacken ein floß gebaut.
die wärter, die bei ihrem nächtlichen rundgang auch die abgedunkelten zellen kontrollierten, bemerkten nichts. erst am nächsten morgen fanden sie in den betten kopfattrappen, die die drei aus papier, farbe und echtem haar zusammengebastelt hatten.

bis heute fehlt von frank morris und den anglin brüdern jede spur.

gemütlich war alcatraz nicht 1,52 x 2,74 meter misst jede zelle. eine pritsche, ein klo, ein kleiner stuhl. mehr passte nicht rein. verlassen durften die insassen ihre zellen nur zum duschen und essen. der speisesaal hieß bei ihnen übrigens gaskammer, weil von der decke kanister mit tränengas hingen, für den fall einer meuterei. der speisesaal ist mit dem zellenblock durch einen korridor verbunden, der als „times square“ bezeichnet wurde, da dieser unter einer großen uhr hindurchführt.

bei unserem rundgang konnten wir noch viel mehr unheimliche geschichten, fakten und legenden über die berühmten – al „scarface“ capone und george „machine gun kelly“ barnes, robert stroud, bekannt als „the birdman“ und alvin „creepy“ karvis, aber auch weniger berühmten häftlinge erfahren, sowie über das leben der gefängniswärter und ihrer familien, die ja auch auf der insel untergebracht waren. 1963 wurde alcatraz geschlossen. alles in allem ein interessanater und  lohnender ausflug in die vergangenheit.

als nächstes machten wir mit „chinatown & north beach food walking tour“, geführt von unserem fachkundigen guide cynthia,einen kulinarischen spaziergang durch san francisco’s chinatown. gespickt mit vielen informationen, humorvoll interprediert und trotzdem äußerst fachkundig, hörten wir über die historie dieses viertes und machten immer wieder lokalstops zum verkosten – u.a. bei einer glückskeksfabrik,

einer pralinen erzeugung,

einem teeladen

usw. eine tour, die man sich gönnen sollte.

anschließend bummelten wir noch alleine durch chinatown,

wo wir weitere kuriositäten

und viele murals entdeckten.

wer in san francisco ist sollte sich nicht die berühmte straßenbahn entgehen lassen. alles was man dazu braucht ist viel geduld, denn die warteschlange zum mitfahren ist lang. die begehrtesten plätze sind natürlich die stehplätze am trittbrett. schon abenteuerlich auf welchen steilen straßen das ding fährt.

am nächsten tag schlenderten wir gemütlich gemäß dem straßenverlauf bergauf und bergab zum hafen

und stürzten uns in das getümmel am pier 39, fisherman’s wharf. abgesehen von der am pier 39 auf pontons lebenden seelöwenkolonie

gibt es hier wirklich nur tourismus pur. man trifft menschen aus allen teilen der erde, die über die holzstege flanieren. einheimische sind hier gnadenlos in der unterzahl und meiden tagsüber den ort. pier 39 ist mit über 10 millionen besuchern pro jahr der zweit-meistbesuchte ort kaliforniens.

aber ja, auch das mus man gesehen haben. über 110 geschäfte, 11 restaurants (eines davon haben wir besucht: seafood all you can eat, war einfach der hammer) und zahlreiche attraktionen, wie zum beispiel „the flyer / san francisco’s flying theater experience“, mit dem man unbedingt einmal mitfliegen sollte, bieten den besuchern ausreichend möglichkeiten einen netten tag zu verbringen.

san francisco ist definitiv eine stadt in der man auch etwas mehr zeit verbringen könnte, ohne das langeweile aufkommt. wir aber mussten, nein wollten, weiter und wie es dann genau weiter ging und was wir noch alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

von seattle nach san francisco…

von seattle nach san francisco, ein routenabschnitt für die nächsten tage, und auf unserem weg lagen noch einige sehenswerte punkte, die wir unbedingt sehen wollten. wie zum beispiel das „museum of glass“ in tacoma.

hier waren wir nicht nur sehr schöne und interessante exponate ausgestellt,

sondern es gab auch die möglichkeit den glasbläsern bei ihrer arbeit zuzusehen.

wirklich beeindruckend was alles aus glas gefertigt werden kann. ein toller vormittag.

als nächstes bekamen wir von einem mitarbeiter einer tankstelle den tip, dass sich hier ganz in der nähe eine brücke befindet, die high steel bridge bei sheldon. diese war auch schon drehort in einigen filmen und wir sollten sie uns unbedingt ansehen. also machten wir uns auf den weg zur brücke.

sie  ist tatsächlich die höchste eisenbahnbrücke, die jemals in den usa gebaut wurde. sie liegt 112 m über dem fluss und wurde in den 50er oder 60er jahren in eine straßenbrücke umgewandelt. von der brücke hat man eine schwindelerregende aussicht hinunter in den canyon und zur traurigen berühmtheit gelang diese brücke nachdem bereits eine hohe anzahl von menschen ihrem leben hier ein ende setzte.

ehe wir in forks unseren schlafplatz erreichten wanderten wir noch schnell zwei trails ab – den spruce nature trail und den hall of mosses loop trail – natur pur so wie wir es lieben.

auf schmalen wegen ging unsere reise weiter und wieder war unser fokus auf wandern ausgelegt. diesmal entschieden wir uns für den maple glade rain forest trail.

genächtigt haben wir anschließend wie schon so oft auf einem ruhigen plätzchen am straßenrand in hoquiam am airport way. nichts aufregendes aber ruhig und kostengünstig 😉

am nächsten tag ging unsere fahrt nach rockaway beach. davor fuhren wir über die astoria-megler-brücke – eine straßenbrücke über den an dieser stelle 6 km breiten und die grenze zwischen den us-bundesstaaten oregon und washington bildenden columbia river.

wir schauten uns das wrack des segelschiffs „peter iredale“ an

und genoßen anschließend den blick auf das tillamook rock lighthouse,

ehe wir zu einem strandspaziergang am cannon beach trail aufbrachen. übrigens auch ein beliebter spot für filmaufnahmen, wie z.b. für den kindergarten cop.

zum übernachten suchten wir uns diesmal den „barview jetty county campground“ aus. ein empfehlenswerter natur cp mit allem komfort – strandzugang zur tillamook bay.

wir wanderten ein stück entlang des oregon coast trails und erfreuten uns an dem herrlichen ausblick auf die boiler bay. danach folgte die besichtigung des „oregon coast aquariums“. viele tolle tiere

– besonders süß fanden wir die puffins, die wir während unserer langen reise bereits in ihrem natürlichen lebensraum beobachtet haben. trotzdem ein lohnenswerter aquariumbesuch.

genächtigt haben wir mit romantischem sonnenuntergang entlang der straße beim don & ann davis park in newport.

etwas länger geschlafen und gemütlich die küste entlang gefahren, nur knapp 100 km bis zu unserer nächsten übernachtung im seal rock state park. hier legten wir einen längeren stop ein um die landschaft mit ihren herrlichen stränden zu genießen

und tiere zu beobachten.

es folgte wieder ein sehr kurzer fahrtag bis zum umpqua river lighthouse in der winchester bay.

der obligatorische sonnenuntergang durfte natürlich nicht fehlen (bei der gelegenheit konnte ich feststellen, dass unser cleverchen wieder einmal gründlich gewaschen werden sollte)

und nächtens konnten wir die tolle lichtshow des leuchtturmes beobachten, die aufgrund der rotierenden, achteckigen, rot-weißen linse zu stande kommt.

einen schönen guten morgen und der abwasch war auch schon erledigt. weiter, immer an der küste entlang – bandon beach – face rock state scenic viewpoint – port orford, mit blick auf die bucht

und kurzem mittagssnack im „the crazy norwegian’s fish & chips“ (war ausgezeichnet) – kurzer strandspaziergang entlang meyers creek beach.

das ende dieses reisetages war dann in cresent city, wo wir nach einem abendspaziergang am lighthouse jetty einen ruhigen schlafplatz mit blick auf das battery lighthouse fanden.

die nächste etappe führte uns von crescent city nach eureka. einen ausgiebigen stop legten wir im prairie creek redwoods state park ein, wo es imposante riesige alte mammutbäume zu sehen gab, u.a. den corkscrew tree, big tree wayside und atlas grove.

in eureka machten wir eine hafenrundfahrt in der humboldt bucht mit „madaket harbor cruise“. ein informativer und sehr entspannter nachmittag.

im anschluss an die bootsfahrt schauten wir uns noch das kleine table bluff lighthouse und carson mansion an (dieses viktorianische herrenhaus gehörte dem bauholz-baron william carson),

ehe wir der versuchung erlagen die örtlichen dungeness crab (kalifornischer taschenkrebs) im jack´s seafood restaurant zu probieren – richtige entscheidung es war köstlich.

der schmucke schlafplatz war am parkplatz der eureka public marina.

aufgrund des etwas trüben wetters am meer fuhren wir eine ganz kleine straße hoch, die uns schließlich über die wolkendecke brachte, und siehe da, die sonne schien wieder 😊.

es ging dann aber doch auch wieder runter auf den lost coast scenic drive und den gould grove nature loop trail.

in fort bragg besuchten wir das museum der „mendocino coast model railroad & historical society“.

ein für „große buben“ sehr interessantes museum, in dem sogar mein handy eisenbahn fahren durfte😉.

genug minatur, wir stiegen selbst um auf die bahn und unternahmen mit dem skunk train, dem „pudding creek express“,

eine schöne zugsfahrt von fort bragg durch urwüchsige, uralte redwoods (küstenmammutbaumwälder). zurück sind wir dann gewandert, um einfach die natur noch mehr genießen zu können.

 

über die glass beach

ging es weiter bis wir schließlich in der hippen künstlerkolonie mendocino unsere tagesetappe beendeten – schlafplatz, klassisch am straßenrand. vor dem endgültigen tagesende haben wir noch den „mendocino coast botanical garden“ besucht.

wer heute durch mendocino spaziert kann immer noch das flair vergangener zeiten erleben. 60er musik aus fast allen läden und menschen die bis heute die dazu entsprechende kleidung der 60er nicht abgelegt haben.

von mendocino sind wir weiter der küste entlang direkt nach san francisco gefahren. da wir beide trotz unserer vielen reisen noch nie in san francisco waren, freuten wir uns besonders auf diese stadt und darauf, mit dem cleverchen über die legendäre golden gate bridge zu rollen. ja und dann war es so weit, bei strahlendem sonnenschein sind wir über dieses wahrzeichen von san francisco gerollt.

was wir in san francisco alles erlebten, und wie dann unsere reise weiter ging, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
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