transfăgărașan, transalpina, kirchenburgen und stadtbesichtigungen…

transfăgărașan, transalpina, kirchenburgen und stadtbesichtigungen waren unsere nächsten tourenziele. die heutige etappe führte uns von arpașu de sus über die transfogarascher hochstraße (transfăgărașan) nach curtea de argeș. also machten wir uns früh morgens auf den weg um den touristenströmen zu entgehen. die auffahrt von arpașu de sus war sehr schön, aber die abfahrt nach dem bâlea-see richtung bukarest war eine katastrophe. nicht nur viel verkehr sondern auch total schlechter fahrbahnbelag und wenig ausgeleuchtete tunnel, da sind wir in rumänien schon besseres gefahren.

auf dieser route liegt auch der bâlea-see, ein gletschersee in den südkarpaten im făgăraș-gebirge, auf 2034 m seehöhe.
das wetter war herrlich und so nahmen wir die gelegenheit zu einer ausführlichen wanderung um den see wahr.

… ja und da waren sie wieder, die ständig gefütterten „transfogarascher bettelbären“. leider gibt es zu viele verantwortungslose touristen, die die bären durch fütterung zu einem unnatürlichen verhalten erziehen.

unser nächster besuch galt dem „curtea domnească din curtea de argeș (freilichtmuseum) “ und der „biserica sfântul nicolae“. die fürstenkirche des heiligen nikolaus in curtea de argeș wurde 1352 fertiggestellt. die kirche ist eines der repräsentativsten denkmäler der mittelalterlichen rumänischen architektur und die älteste woiwodengründung in der walachei. die besonders wertvollen wandmalereien im inneren wurden in den jahren 1364-1369 angefertigt.

interessant fanden wir auch das naturschutzgebiet in trostesi, “ muzeul trovanților” (geologisches freilichtmuseum). am fuße einer sandgrube gelegen befinden sich hier zahlreiche geologische formationen, rätselhafte lebende “trovanten“, mit abmessungen von wenigen zentimetern bis zu einigen metern und unregelmäßigen, kugelförmigen oder ellipsoiden formen, die wachsen und sich bewegen. von außen ähneln die trovants gewöhnlichen steinen, während sie in ihrem inneren dem sand ähnlich sind, und wenn sie in zwei hälften gebrochen werden, hat der querschnitt ähnlichkeiten mit einem baumstamm, wegen der altersringe. obwohl sie nicht wirklich lebendig sind, weisen trovanten einige merkmale von etwas lebendigem auf, denn sie bewegen sich, wenn auch sehr langsam. diese steine / felsen nehmen bei regen sand aus der umgebung auf und schaffen sich dadurch selbst einen weg, der es ihnen ermöglicht, sich über längere zeiträume hinweg über kleine entfernungen zu bewegen. sehr spannend 😊

das kloster ostrov ist ein nonnenkloster, das der „geburt der mutter gottes“ geweiht ist und sich auf einer insel des stausees vom wasserkraftwerks călimănești am fluss olt befindet und mit dem kurort călimănești căciulata durch eine brücke verbunden ist. das kloster ist einen besuch wert.

mănăstirea turnu kloster turnu. ein stop hier ist absolut zu empfehlen. die alte klosteranlage versprüht den hauch ihrer jahrhundert langen geschichte und fasziniert.

wir haben an der klostermauer einen ruhigen schlafplatz gefunden.

weiter ging es mit den kirchenburgen, die es ja in großer anzahl in siebenbürgen gibt. diesmal war es die „kirchenburg heltau“ in cisnădie. in der heutigen kirche lassen sich noch die grundzüge der romanischen dreischiffigen basilika erkennen, die schon zur zeit ihrer errichtung einen sechsgeschossigen massiven westturm besaß. mit beginn der osmanischen angriffe ab 1430 wurde die kirche durch wehrtürme, eine zweite mauer und einen wassergraben weiter ausgebaut.

ja, und eine hatten wir noch an diesem tag, die kirche „des hl. michael in cisnădioara (auf deutsch michelsberg)“, ein historisches und architektonisches denkmal aus dem 13. jh., das älteste im rein romanischen stil in siebenbürgen. über einen 10 min. fußweg erreichten wir die kirche auf dem burgberg, umgeben von einer ringmauer. die höhe der wände beträgt zwischen 4 – 6 m an der außenseite und 2 – 3 m an der innenseite. im süden steht ein torturm und auf der nordseite befand sich ein zweiter turm, der einige meter außerhalb der umfassungsmauer lag. im inneren der anlage liegen runde felsbrocken, die sich um 1850 noch auf der umfassungsmauer befanden, damit sie auf feinde hinabgerollt werden konnten. dazu gibt es auch eine legende die besagt, dass jeder mann vor seiner hochzeit einen solchen felsbrocken zur festung tragen musste, um seine stärke zu demonstrieren. heute ist die wehrkirche leergeräumt und wenig zu besichtigen.

als nächstes schauten wir uns „das museum astra“ an, ein museum der traditionellen bäuerlichen kultur und eines der größten freilichtmuseen in europa. es liegt unmittelbar vor der stadt sibiu und beherbergt ausstellungen der traditionellen, vorindustriellen rumänischen volkszivilisation. die häuser, werkstätten und gebäudekomplexe liegen um einen see verstreut und immer wieder finden hier auch große musikveranstaltungen statt.

jetzt war wieder einmal eine stadtbesichtigung an der reihe. das „tourismusbüro in sibiu“ stellte uns freundlicher weise einen tourguide zur verfügung, und mit frau adela dadu machten wir uns auf den weg zu einem großen stadtrundgang. charmant und informativ zeigte sie uns viele interessante orte in ihrer stadt – catedrala ortodoxă „sfânta treime“ (orthodoxe dreifaltigkeit kathedrale), casa cu cariatide, biserica reformată, piata mare (großer platz), rathaus von sibiu, röm.-kath. dreifaltigkeitskirche, piața mică (kleiner platz), goldschmied passage, lügenbrücke, albert-huet-platz, evangelische marienkirche, samuel-von-brukenthal-gymnasium (älteste deutschsprachige schule rumäniens), treppenturm und stufenpassage (verbindet die „oberstadt“ mit der „unterstadt“), piața coroana (altstadtblick) und noch vieles mehr. etwas müde, aber sehr zufrieden, genossen wir unser traditionelles rumänisches abendessen. es war ein schöner tag in einer tollen stadt.

der „kirchenburg großau“ in cristian galt unser nächster besuch. sie stammt aus dem 13. jh. und das sehenswerteste ist der barock altar und die toll renovierte orgel. kern der anlage ist die romanische basilika mit westturm, von der die untergeschosse des glockenturms mit westempore und reste der seitenschiffe erhalten geblieben sind.

ein stück weiter besuchten wir das „muzeul preot zosim oancea (pater zosim oancea museum)“. das museum beherbergt über 600 hinterglasikonen und ist die größte glasikonenausstellung in siebenbürgen. eine pracht künstlerischer kreativität und religiöser inspiration, die aus dem reichtum der orthodoxen christlichen tradition und aus der außergewöhnlichen phantasie der rumänischen bauernmaler entspringt. sehenswert

besuch der bauernfestung von calnic, die im 13. jh. gebaut wurde und eine der bedeutungsvollsten bauten des mittelalters in siebenbürgen ist. die imposante festung mit hohen mauern und türmen widerstand den schwierigkeiten der geschichte über viele jahrhunderte hinweg. sie war mit einem hauptturm, einer verteidigungsmauer und einem wassergraben ausgestattet, der nur über eine zugbrücke zugänglich war. ende des 15. jh. wurde sie mit einer kleinen saalkirche mit apsis ausgestattet. in der mitte des 16. jh. wurde der graben aufgefüllt und die zugbrücke durch ein torhaus mit fallgitter ersetzt.

die „biserica evanghelică din sebeș“, kirchenburg von sebes (zu deutsch mühlbach), war auf dieser reise die letzte wehrhafte kirchenbefestigung die wir besichtigten. sächsische kolonisten begannen im 12. jh. mit einer romanischen basilika, die jedoch in den jahren 1241 – 1242 zerstört wurde. später wurde sie im gotischen stil wieder aufgebaut, befestigt und mit mauern versehen. einige romanische elemente sind jedoch erhalten geblieben. im inneren der kirche befindet sich ein wunderschöner altar aus der zeit um 1520.

in alba iulia, eine der ältesten siedlungen rumäniens, stand wieder ein ausgedehnter stadtrundgang auf unserem programm – alba-carolina-zitadelle (sternförmige festung, eine stadt in der stadt), parcul unirii & statue emmanuel de martonne (französischer geograph) & unions-denkmal, poarta regelui (haupttor zur kathedrale), orthodoxe kathedrale (krönungskathedrale), römisch-katholische kathedrale (st. stephans kathedrale), palast der siebenbürgischen fürsten & reiterdenkmal „michael der tapfere“ muzeul național al unirii, sala unirii (saal der einheit – ehemaliges militärcasino), poarta III, „weg der drei festungen“, south gate of the roman castrum, obelisk „horea, cloșca și crișan“ biblioteca bathyány (batthyaneum-bibliothek), palatul apor (apor palast) und, und … eine wirklich sehr sehenswerte stadt.

nach alba iulia machten wir noch einen kurzen fotostop bei der „eotonda sau capela romanică in geoagiu“ rotonda-kirche, oder „der rundbau“. einer der ältesten bestehenden und  bewahrten sakralbauten in rumänien. leider ist sie derzeit nicht von innen zu besichtigen.

weiter ging es nach geoagiu-băi, wo wir zuerst eine kleine 2 km lange lange wanderung zum „clocta-wasserfall“ unternahmen, dann weiter zu den dakisch-römischen bädern von geoagiu băi fuhren (über 2000 jahre alt, aus der zeit des römischen reiches – thermen „germisara“) und sich die grota haiducilor (grotte der gesetzlosen) ansahen. die höhle hat ihren namen von einer legende aus der zwischenkriegszeit, die auch von einem hier versteckten schatz erzählt, den wir leider nicht gefunden haben 😉.

den rest des tages relaxten wir im schwimmbad baile daco-romane.

am weg nach târgu jiu freuten wir uns schon auf das nächste erlebnis, denn in den rumänischen karpaten gibt es noch eine passstraße, die sogenannte „transalpina“. sie führt über den urdele-pass bis auf 2.145 m höhe und stellt damit den höchsten straßenpass der karpaten dar. 150 km lang ist die mittlerweile gänzlich asphaltierte straße und führt durch ein berg- und waldgebiet wo die natur noch großteils unberührt und wunderschön ist.  uns hat diese strecke wesentlich besser gefallen, als die deutlich bekanntere transfăgărășan.

als nächstes besichtigten wir die „dakische festungen des orastie-gebirges – sarmizegetusa regia“. diese anlage wurde im 1. jh. v. chr. und n. chr. unter dakischer herrschaft erbaut. die sechs verteidigungsanlagen, der kern des dakischen reiches, wurden zu beginn des 2. jh. n. chr. von den römern erobert und systmatisch zerstört. die höhepunkte dieser stätte sind der andesitenaltar, der große rundtempel und der kleine rundtempel, der aus mehreren pilastern und steinen besteht. es gibt auch die überreste von fünf kleineren viereckigen tempeln von denen nur noch die sockel übrig sind. der andesitenaltar, der wahrscheinlich zu opferzwecken genutzt wurde, hatte astronomische bedeutung und verwendungszwecke. all diese noch übrig gebliebenen steinelemente bieten dem besucher einen guten überblick über die einstige stätte des dakischen reiches.

in costești haben wir dann wie schon so oft einen schönen ruhigen stellplatz auf einer wiese beim fluss zum übernachten gefunden.

ein neuer tag, eine neue besichtiung. das „castelul corvinilor“ (festung hunedoara) wurde im jahr 1446 angelegt. die burg besteht aus drei großen bereichen: dem rittersaal, dem reichstagssaal und der wendeltreppe. im laufe des 17. jh. wurden neue anbauten aus ästhetischen und militärischen gründen vorgenommen. die heutige burg ist das ergebnis einer fantasievollen restaurierungskampagne, die nach einem verheerenden brand und vielen jahrzehnten völliger vernachlässigung durchgeführt wurde, von modernen architekten mit eigenen interpretationen wie eine große gotische burg aussehen sollte.

nach einer am parkplatz der terasa cheile turzii verbrachten nacht, machten wir uns am morgen auf zu einer sehr vielversprechenden wanderung durch die cheile turzii schlucht. mehr als 7 km wandern stand auf dem programm. wir gingen die runde entgegen dem uhrzeiger und hatten somit gleich den aufstieg richtung dealu sändului vor uns um dann am rückweg der runde durch die cheile turzii schlucht wieder zu unserem ausgangspunkt zurückzukehren. einfach toll diese wanderung.

zur belohnung kehrten wir dann im restaurant „terasa cheile turzii“ ein (N46°33’47.24″ E23°41’26.70″). maria, die chefin des restaurants, freute sich uns wohlbehalten wieder zu sehen, und wir konnten die hausspezialitäten – fisch & papanasii – und zum abschluss einen ordentlichen palinka genießen. danke maria, nicht nur für das gute essen sondern auch für die tipps zur wanderung.

in der weinkellerei „crama la salina“, in unmittelbarer nähe des salzbergwerks turda, durften wir – obwohl es sonntag war – mit ovidiu maxim und seinem bruder eine exklusive führung durch den weinkeller mit anschließender weinverkostung genießen. wir sahen und hörten viel über die geschichte des weingutes und die besondere art der erzeugung ihrer produkte. zum abschluss konnten wir sechs weine probieren – ausgezeichnet, und was nicht vor ort ausgetrunken wurde durften wir in unserem cleverchen einlagern 😉

bevor wir uns endgültig verabschiedeten fuhren wir die kurze strecke von der weinkellerei zu einem außergewöhnlichen tourismusprojekt – reitzentrum, restaurant, unterkunft und wellness. zu den bestehenden wohneinheiten soll demnächst ein 5* hotel & spa eröffnet werden und die reitanlage wird künftig die voraussetzungen für international ausgerichtete reitturniere haben. der uns vermittelte eindruck des konzepts sowie der noch teilw. in bau befindlichen anlage, alleine bei der stallführung, war umwerfend.

nach diesem ereignisreichen tag und mit einem gefüllten „weinkeller“ beschlossen wir abseits der hauptstraßen zu einem gemütlichen stellplatz zu fahren und einmal einen ganzen tag nichts zu tun, nur ausrasten und energie tanken – hat richtig gut getan.

geplant war ein ausgedehnter stadtrundgang in cluj-napoca. da sich das wetter aber verschlechtert hatte wurde er etwas kürzer. was haben wir uns angesehen – teatrul național „lucian blaga“,  (nationaltheater), turnul croitorilor (bastion der schneider – heute ein kulturzentrum), statuia sfântului gheorghe din cluj-napoca (st.-georgs-denkmal), biserica minoriţilor (verklärungs- oder minoriten-kathedrale), catedrala mitropolitană „adormirea maicii domnului” (theotokoskathedrale), biserica sfântul mihail (st. michaeliskirche), usw.

nach cluj-napoca fuhren wir weiter bis mănăstirea und jetzt wurde das wetter wirklich grauslich. als wir ankamen um unser nachtquartier beim castelul kornis aufzuschlagen hatte es wenigstens zu regnen aufgehört. leider läßt man castelul kornis verfallen – schade, wäre sicher eine schöne erhaltenswerte burg, aber wir hatten jedenfalls einen ruhigen übernachtungsplatz gefunden.

von mănăstirea sind wir nach ceahlău gefahren wo wir uns für zwei nächte beim „camping ursulet“ einquartierten, da wir unbedingt die tageswanderung im ceahlău-nationalpark zur cascada duruitoarea unternehmen wollten. ein gemütlicher campingplatz mit allem was man so braucht um einen angenehmen aufenthalt zu haben.

trotz leichten nieselregens machten wir uns auf den weg zur 9,2 km langen runde zur cascada duruitoarea. der regen hörte irgendwann auf, aber der boden blieb streckenweise sehr rutschig und dadurch wurden manche stellen des weges sehr speziell, auch wegen der nicht immer stehenden bäume 😉. alles in allem ein sehr schöner wandertag.

der nächste tag stand ganz im zeichen von klöstern – „kloster neamţ“ – „kapelle jerusalem-hozeva“ – das nonnenkloster „kloster agapia“ und  „kloster văratec“. nach den klöstern gab es noch einen besuch im „festungsmuseums neamț“. alles sehr beeindruckend, aber so konzentriert auch etwas anstrengend.

auch heute standen wieder klosterbesuche auf dem programm. Ja, rumänien hat viele klöster – das nonnenkloster „kloster probota“ und das „kloster dragomirna“.

dazwischen besichtigten wir auch noch die „festung suceava

und das „bukowinisches dorfmuseum“ in suceva

und so ging unser nächster klostertag zu ende.

für die nächsten tage planten wir uns das eier bemalen auf höchstem niveau anzusehen, den fröhlichen friedhof zu besuchen und noch einiges mehr, aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

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