sechs stunden bergwandern auf 3080m höhe …

sechs stunden bergwandern auf 3080m höhe zum amphitheatre und zu den tugela falls – dem zweit höchsten wasserfall (948m) afrikas.

zunächst sind wir von den südlichen drakensbergen – underberg – in einer schönen aber ereignislosen fahrt in die nördlichen drakensberge in die „witsieshoek mountain lodge“ (www.witsieshoek.co.za) gefahren.

am späten nachmittag angekommen und der feststellung – selbst in diesem teuren schuppen funktioniert das internet nur fallweise und dann auch noch schlecht, machten wir einen bergführer ausfindig, den wir für den nächsten tag buchten.

ab 18:00 uhr gab es abendessen und man erklärte uns – „heute gibt es nur buffet“. ok – „zum preis von 175,00 zar“. für südafrika eine sehr teure angelegenheit, aber du hast keine möglichkeit, denn die lodge liegt einsamst am fusse des gebirges. na gut, wir nehmen das buffet. voller erwartung was man uns da alles auftischen wird nahmen wir platz. „zum trinken?“ ja, nehmen wir halt ein großes bier. „nein, wir haben nur kleine flaschen und auch kein offenes bier“. na dann halt eine kleine flasche – „preis: 40,00 zar“. upps, in den besten lokalen und lodges zahlten wir 23,00-30,00 zar. na ja, wie gesagt du hast keine alternative. so jetzt ran ans buffet – drei salate (rote rüben-, kraut- und griechischer salat) standen bereit, eine pilzsuppe und als hauptspeise lammragout und trockener gebackener fisch.

also kurz auf den punkt gebracht – das hotel kann man unter nicht schlecht einreihen, aber wenn man in die „witsieshoek mountain lodge“ fährt, nehmt essen und trinken mit, dann kann das durchaus positiv werden.

am nächsten morgen regnete es leicht und der nebel war so dicht, dass wir kaum etwas sahen. können oder sollen wir bei diesem wetter auf den berg? die antwort nahm uns der gut gelaunte bergführer, samson, ab. „oben wird es sicher schön, wir gehen“. rein ins auto und ab zum ausgangspunkt der wanderung.

und wirklich wahr, als wir am ausgangspunkt ankamen, schaute die sonne bereits hinter den wolken hervor. das hob schlagartig die laune – ähhhh, wie lange wird die tour dauern? „sechs stunden oder ein bisserl mehr“ – na, meine gute laune über das wetter verflog angesichts eines für mich bevorstehenden „bergmarathons“. aber es gab kein zurück. samson, ingrid und drei andere liefen bereits los – ich hinterher. der weg ständig bergauf und nur 30-50cm breit. geröll, steine, wurzeln und andere hindernisse erleichterten mir das fluchen über den gedanken, warum bin ich da überhaupt mitgegangen. stetig bergauf, über schräge glatte felswände, aussetzungen und immer neben mir der tiefer werdende abgrund. für bergsteiger oder bergwanderer kein problem, aber für mich absolut nicht schwindelfreien menschen, der schon höhenangst bekommt wenn er auf einem stuhl steht, der horror. „schau doch albert, wie schön und gewaltig die aussicht ist“ – grrrrrrrr – „na geh, geniesse es doch“. ja, ja weiter schritt für schritt und immer zum berg gelehnt. als ich keuchend und verschwitzt zur gruppe aufschloss, sah ich erst was jetzt auf mich zukam – 40 meter eisenleitern die wackelig am den felsen befestigt waren, mussten senkrecht bestiegen werden. na gut, an mut fehlte es mir ja nicht, aber die angst vor der höhe liess meinen magen krampfen, dass mir kotzübel wurde. na gut, mehr als abstürzen konnte ich ja nicht, also rauf auf die leitern. schweissnass kam ich oben an – geschafft – ein bisserl stolz war ich auch auf mich, und als ich ingrid strahlen sah, weil ich es geschafft hatte, kam ich mir fast wie ein held vor. aber ich war nicht der einzige, der sich fast in die hose gepisst hätte *lol*.

die wanderung am plateu zum amphitheatre war ein so schönes gefühl, jetzt konnte ich die tour erst geniessen. nach einer kurze mittagsrast, mit traumhaftem ausblick, drängte unser guide zum rückmarsch, denn das wetter begann schlechter zu werden. im schnell aufkommenden nebel wanderten wir wieder zu den eisenleitern. oh gott, runter musste ich ja auch, aber das klappte ganz gut und von stufe zu stufe wurde ich lockerer. geschafft, jetzt war der rückweg ein kinderspiel.

das wetter änderte sich im minutentakt – sonne, nebel, sonne usw. – nach etwas mehr als sechs stunden standen wir wieder am parkplatz unseres ausgangspunktes. müde, aber so froh, dass mich meine liebe frau zu dieser traumhaften tour überredet hatte. ich möchgte dieses erlebnis auf gar keinen fall missen.

alles liebe bis zum nächsten mal von den

hovi´s on tour

kein wetterglück am sani pass …

kein wetterglück am sani pass. wir fuhren zum vereinbarten treffpunkt, zur sani pass lodge, dem ausgangspunkt für unsere 4×4 „sani pass tour“.

pünktlich um 09:00 uhr ging es los. fünf erwartungsvolle „touristen“, ein guide „stuart“ und ein alter defender. noch schien die morgensonne und die stimmung war gut. stuart erklärte uns die verschiedenen pflanzen und tiere entlang des weges – stuart ist vogel- und pflanzenexperte und führt auch eigene touren in diesem sinne durch. die straße wurde zunehmend schlechter, wie das wetter auch. tiefe auswaschungen, geröll und schotter machten die fahrt zur schaukel(tor)tour. teilweise nur im ersten gang kämpfte sich der defender kurve um kurve durch die immer steiler werdende piste. die zunehmende bewölkung tat aber der guten stimmung keinen abbruch. noch waren wir uns alle einig, dass wird noch, die sonne wird schon zurück kommen. aber wir irrten, am sani pass angekommen keine wetterbesserung.

der grenzübergang nach lesotho war problemlos. auf der lesotho seite war nichts mehr vom schlechten straßenzustand zu sehen, feinster asphalt war jetzt unter den gummis. geplant war ein mittagspicknik nahe dem höchsten punkt in 3240 m höhe. doch jetzt war der liebe gott ein spielverderber. schwerer regen, gefolgt von sturmböen und nebel bis in kopfhöhe machten ein picknik im freien unmöglich. na gut, da haben wir halt unser essen im auto genossen und kopfschüttelnd das wetter beobachtet – hatte auch seinen charme. leid tat mir nur der hirte, der im freien seine schafe hüten musste.

nach dem indoor mittagstisch machten wir uns auf den rückweg. wir hielten noch in einem lesotho dorf an, wo uns der guide aus dem zweiten defender eine stunde mit herrlichen geschichten aus seinem dorf und der lebensweise der lesothoer erzählte. wir durften wieder selbst gebrautes bier trinken (schmeckt wie das in swaziland) und selbst gebackenes brot verkosten. interessant fand ich auch die geschichte, dass die männer ihr baby erst nach d r e i !!! monaten sehen dürfen. so kam es, dass der guide nach der geburt nur ein bild von seinem sohn per whatsapp erhalten hat und nun drei monate das handybild geküsst hat, immer in der hoffnung, dass es wirklich sein sohn ist und nicht irgend ein (kuckucks) kind – nach drei monaten waren die zweifel ausgeräumt, es war sein sohn.

als wir uns von den leuten aus dem dorf verabschiedeten, hatte es zu regnen aufgehört, und als wir beim höchst gelegenen pub in afrika, der sani mountain lodge auf 2874 m eintrafen, schien wieder die sonne. so konnten wir doch noch einige bilder machen und unser bierchen geniessen.

nach einer spektakuleren abfahrt kehrten wir wieder in unsere schöne unterkunft zurück. ein bisserl wehmütig wegen dem schlechten wetter, aber auch freudig und zufrieden über den tollen ausflug.

morgen werden wir in die nördlichen drakensberge in die „witsieshoek mountain lodge“ fahren, wo ein aufstieg zum amphitheatre in 3080 m höhe am programm steht.

aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden.

bis zum nächsten mal alles liebe von den

hovi´s on tour

ab in den südlichen teil der drakensberge …

ab in den südlichen teil der drakensberge, und da der weg nach underberg, unserem eigentlichen ziel, recht lang ist, legten wir vorher noch einen stop in ballito ein. sozusagen um endgültig abschied vom indischen ocean zu nehmen.

in ballito fanden wir eine nette und sehr freundlich geführte unterkunft im arabisch-afrikanischem stil, das „al marrakesh guesthouse“ (www.ballitoguesthouse.com). da wir relativ spät ankamen wollten wir nur mehr abendessen, und dann ab ins bett. wir erhielten den tip für ein fischrestaurant direkt am meer, ja und der war einfach ein traum.

direkt am meer gelegen, mit einer ausgezeichnet guten küche und so günstigen preisen, dass wir dachten, die hätten etwas vergessen zu verrechnen. also wenn ihr jemals in balitto seid, dann besucht das „the galley beach bar“ restaurant.

am nächsten tag ging es weg von der küste richtung underberg. ganz wie es sich für unsere routenwahl gehört, fuhren wir natürlich nicht die main tar road. nein, wir hüpften und schüttelten uns auf nebenstraßen über schotter, steine und durch überschwemmungen, da es in der nacht davor ein sehr schweres unwetter in dieser region gegeben hatte. wir durchfuhren dörfer die so entlegen waren, dass sie das wasser für den täglichen gebrauch aus einem tankwagen beziehen. die wege wurden enger und schließlich gab es kein weiterkommen mehr. unser kleiner fiesta war an seine grenzen gekommen. also umrouten und hoffen, dass es diesmal besser wird. tatsächlich wurde es besser, asphalt war zwar keiner weit und breit zu sehen, aber die gravel road war wieder „befahrbar“.

nach einigen stunden erreichten wir unbeschadet underberg. für zwei nächte hatten wir unsere unterkunft gebucht. als wir im „cedar garden b&b“ (www.cedargarden.co.za) eintrafen war unsere freude groß. ein wunderschönes landhaus in einem englischen garten, schöne große romantische zimmer, offener kamin usw. einfach ein ort an dem man ausspannen und geniessen kann. ja, hier lässt es sich leben. weil es so schön war wollten wir gar nicht in ein restaurant essen gehen, wir besorgten uns einfach gutes kaltes essen, eine flasche wein und als nachtisch eine kleine flasche amarula *hahaha*. so ausgerüstet setzten wir uns in den gepflegten garten des guesthouses und genossen den abend.

am nächsten tag stand ein ausflug auf den „sani pass“, dem höchsten pass in südafrika, auf dem programm, aber das ist eine andere geschichte.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

vom busch an den indischen ocean…

vom busch an den indischen ocean, wobei die anfahrt zur „tonga beach lodge“ (www.isibindi.co.za) ohne ein 4 x 4 fahrzeug nicht zu bewältigen ist, keine chance für unser ford fiesta hupferl.

also ließen wir dieses auf einem gesicherten parkplatz stehen und nahmen den shuttle in anspruch. es ging bergauf und bergab durch auswaschungen und tiefen sand. der toyota landcruiser quälte sich eine gute stunde durch das gelände, bis wir bei der lodge angekommen waren. so eine hotelzufahrt habe ich auch noch nie mitgemacht *hahahaha*.

die tonga beach lodge, direkt am indischen ocean, mit einem endlos langen sandstrand und mächtigen 5 – 6 meter hohen wellen. bei flut ist sogar das schwimmen wegen der starken strömung untersagt – rauh, aber warm wie eine badewanne. sehr exclusiv mit sehr gutem service und natürlich – damit unsere bäuche rund bleiben – ausgezeichnetem essen.

das für mich aber aufregendste erlebnis – und einen halben meter neben einem rhino zu stehen war schon aufregend – war, dass wir die gelegenheit und das glück hatten mit einer großen (14 – 16 tiere) delphin schule zu schnorcheln. ihnen so nahe zu sein, mit ihnen zu spielen, da fiel es schon besonders schwer nicht die hand auszustrecken, um sie zu berühren.

die wahnsinnsfahrt mit dem zodiac schlauchboot zu den delphinen über die riesigen wellen, die wir erst im zweiten anlauf schafften, und die rückfahrt mit landung direkt am sandstrand war zwar fun pur, aber konnte mit der delphinbegegnung nicht mithalten. selbst beim abendessen hatten die acht anderen teilnehmer und wir noch das grinsen über die begegnung im gesicht.

den weiteren aufenthalt nutzten wir zur entspannung und zum kraft tanken für die noch kommenden touren. lange schlafen, gut essen, in den wellen baden und eine sundowner fahrt – ganz romantisch nur wir beide und ein guide, der für getränke und snacks sorgte. ja da haben wir es uns gut gehen lassen *lol*.

nach drei erholsamen tagen ging die reise weiter nach st. lucia. eine ganz entzückende kleine stadt am indischen ocean.

in st. lucia gibt es sehr viele b&b, motels, backpackers, etc. für die nächsten drei nächte war das „elephant coast guesthouse“ (www.elephantcoastguesthouse.com) unser zu hause und das im sinne des wortes. hier fühlst du dich vom ersten moment an willkommen und gut aufgehoben. die besitzer, albert und cisca, lassen keinen wunsch offen.

am nachmittag machten wir einen besuch im „khula village“ einem zuludorf. dort konnten wir uns über die sitten und gebräuche der zulus informieren. auch ein sangoma besuch war angesagt. neugierig was sie (diesmal eine weibliche heilerin und seherin) diagnostizieren wird – wir hatten ja den vergleich mit dem sangomar aus swaziland – betraten wir ihre hütte. nach der begrüßungszeremonie nahm sie kontakt zu den ahnen und ihrer geisterwelt auf – spannend – und dann begann sie zu sprechen: erst über ingrid und dann über mich. jetzt kommt der hammer, ihre diagnose deckte sich mit der des swazi sangomar zu 95% – ja, da bleibt einem der mund offen und man wird etwas nachdenklich.

uns fielen in st. lucia immer wieder warnschilder auf „achtung hippos“ – na ja, aber mitten in der stadt? – und dann hatten wir folgendes erlebnis.

es war 20:00 uhr und bereits dunkel. wir gingen vor unser guesthouse und stellten uns an die straßenecke, da wir zur nachtsafari abgeholt werden sollten. ingrid kam das doch nicht so geheuer vor und sie meinte „stellen wir uns doch bitte in die beleuchtete parkplatzeinfahrt unseres guesthouses“ – warum? „na wegen der hippos“. ich lächelte und dachte „ein bisserl ängstlich ist sie schon“ – ok, wir gingen also von der straßenecke zur beleuchteten parkplatzeinfahrt. nachdem uns der guide mit landcruiser abholte und bis zur nächsten straßenecke fuhr – zack – stand da auf einmal ein dickes fettes hippo und graste seelenruhig im vorgarten eines hauses – ähhh, mir blieb etwas der mund offen, denn keine 100 m von hier standen wir auf der straße. naja, und eine straße weiter – zack – stand da das nächste. also jetzt glaube ich es, in st. lucia kann ein nachtspaziergang unter umständen tödlich sein, die „dicken“ gehen wirklich durch die stadt und grasen in den vorgärten.

lustiger und ungefährlicher war es am nächsten tag, sie bei einer flussfahrt – bei der wir zu unserer freude das schweizer pärchen, das wir aus dem mkhaya np bereits kannten, wieder trafen – aus nächster nähe im wasser zu sehen.

den „iSimangaliso-wetland-park“ (1999 in die liste des weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen) besuchten wir einmal während des tages und einmal während einer nachtfahrt. beide fahrten waren ganz toll – wir haben uns für „heritage tours and safaris“(www.heritagetoursandsafaris.com) entschieden. warum? – einfach persönlich, sehr informativ und ganz auf die bedürfnisse des gastes abgestimmt.

nach drei tagen mussten wir st. lucia schweren herzens verlassen. danke nochmals der ganzen crew vom „elephant coast guesthouse“ für den angenehmen aufenthalt und auch ein dankeschön an unsere beiden guides von „heritage tours and safaris“ für die informative betreuung.

heute sind wir in unserer letzten unterkunft entlang des indischen oceans in ballito gelandet, aber das ist eine andere geschichte, die wir demnächst erzählen.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

swaziland, mehr als nur zuckerrohrfelder…

… swaziland, mehr als nur zuckerrohrfelder

nach den wirklich aufregenden tagen in den lodges der privaten game concessions im kruger park machten wir uns auf den weg richtung swaziland.

die durch- und ausfahrt aus dem kruger park war für uns eine herbe enttäuschung. keine ahnung was  daran interessant ist, wenn besucher zu hunderten auf einer asphaltierten straße fahren und wenn tiere gesichtet werden, stehen zig autos drum herum und man sieht nichts. das ist massentourismus pur. am schlimmsten sind die autobusse der reiseveranstalter – na ja, einmal kruger park und nie wieder, und wenn, dann nur in privat game reserves, denn dort begegnest du keinen autobussen und meidest autokolonnen.

am weg nach swaziland legten wir noch eine übernachtung in komatipoort ein. die „river hill lodge“ (www.riverhilllodge.co.za),  eine top übernachtungsadresse. große und gut ausgestattete chalets, swimmingpool mit toller aussicht, gutes essen und richard, ein ganz cooler besitzer, der tolle geschichten und informationen über die region, land und leute auf lager hat. übrigens für fischer ein super spot, denn richard bietet in komatipoort und umgebung fishingtouren an – manchmal mit krokodil begegnungen, d.h. für spannung ist gesorgt ;-)))))).

am nächsten tag war es so weit, ohne erwartungshaltung und auf der suche nach  m e i n e m  afrika ging es nach swaziland. wir wählten nicht die westliche touristenroute mit der hauptstadt und dem königssitz, nein, wir nahmen die östliche route und schlugen unser erstes quartier im shewula mountain camp auf (www.shewulacamp.org/thecamp.php). nach einer ruhigen fahrt wurde es auf den letzten 20 km vor dem camp wieder sehr afrikanisch J. tiefe auswaschungen auf der roten staubpiste brachten unseren bescheidenen ford fiesta an seine grenzen. 1 stunde und 16 minuten für 20 km – hahahaha – ja, das war nicht schlecht, aber die fahrt lohnte sich. entlang der straße freundliche menschen die sich freuten, dass wir ihre community besuchten.

im mountain camp angekommen gab es zwei überraschungen – 1. wir waren für diese nacht die einzigen gäste, 2. trotzdem stand die ganze crew zur verfügung.

sofort war eine fröhliche und herzliche stimmung zu spüren und wir konnten unsere rundhütte, die wieder einmal ohne elektrischen strom und mit einer dusche im freien ausgestattet war, beziehen.

bei einem rundgang durch das village lernten wir einige dorfbewohner kennen und hatten das glück, dass gerade an diesem tag im village bier, jawohl bier, gebraut wurde.

cindy, die verwalterin vom shewula mountain camp die uns begleitete, fragte, ob wir auch bier trinken wollten – „na klar“, war meine spontane antwort. also rein in die bar – eine kleine runde hütte in der ca. 10 personen bereits anwesend waren. upps, da stand der braukessel – eine große schwarze plastiktonne. bier der anderen art, ähnlich wie es im 16. – 17. jahrhundert in europa von den mönchen gebraut wurde.

ok, jetzt gab es kein zurück mehr – ingrid zückte die geldtasche und lud gleich das ganze dorf zu einer runde freibier ein. die freude war groß und ich bekam ein leeres nescafeglas randvoll mit bier.

nach großem zuprosten kam der erste schluck – süßlich, nach hefe schmeckend, nicht gefiltert – ja, da schwammen einige dinge darin herum, wahrscheinlich die maische, oder… na ist doch egal – prost und runter damit. huch, es ist doch ein wenig stärker als unser bier so ungefähr 18 – 20° und natürlich brauwarm. ich hab‘s überlebt, und als dankeschön begann ein mädchen und zwei männer aus dem dorf zu tanzen. ein toller nachmittag, der aber noch nicht vorbei war.

zu allen ehren durfte ich mit dem dorfältesten einen amarula teilen – eine richtige zeremonie. die frauen müssen abseits auf den strohmatten sitzen und nur ich durfte auf einem stuhl neben dem dorfältesten sitzen. wer jetzt meint „oh, amarula kenn ich doch, ein lecker likör“ der irrt. dieser amarula ist nur aus der amarulafrucht mit zucker und wasser vergoren. na ja, schmeckt wie ein flüssiger hefeteig, süss und stark.

als wir wieder im camp eintrafen war ich ziemlich locker drauf.

beim abendessen, bei dem wir assistieren durften, überraschte uns cindy mit einer tanzgruppe junger dorfbewohner, die einen traditionellen swazitanz für uns tanzten.

am darauf folgenden tag – ohne kopfschmerzen aufgewacht – gab es zum frühstück unter anderem „incwancwa“ ein soft porridge aus der sorghum pflanze. schmeckt mit zucker und milch einfach köstlich.

nach dem frühstück stand ein besuch eines sangomar (heiler, der mittels traditioneller afrikanischer medizin heilt) auf dem programm. der sangomar ist ein wichtiger bestandteil der komune, da ein (schulmedizinisches) spital mehr als 50 km entfernt ist.

nach einem strengen ritual durften wir vor dem sangomar platz nehmen und ihm unsere fragen stellen. ingrid hatte mit cindy ausgemacht, dass er speziell für mich eine persönliche beratung (diagnose) macht.

so und jetzt kann jeder denken wie er will – der sangomar, der mich noch nie gesehen hat und noch nie mit mir gesprochen hat nahm einen sack, schüttelte ihn und leerte den inhalt auf die strohmatte. steine, muscheln, holzstücke etc, etc. verteilten sich auf der matte. er legte die hand auf seine stirne, murmelte immer wieder etwas, verschob dies und jenes und dann sah er mich an und sagte:

„dein problem liegt im blut“ dann schaute er wieder auf seine matte und sagte weiter „es git auch ein problem mit den ohren (die ja bekanntlich für den gleichgewichtssinn mitverantwortlich sind), und ich sollte ein spital aufsuchen und mir medizin geben lassen, dann wird es sich bessern, aber nicht ausheilen“ sonst sähe er nichts und damit könne ich alt werden.

wenn ich etwas erstaunt, aber auch respektvoll, den sangomar ansah lag es daran, dass seine diagnose tatsächlich mein gesundheitlsbild  spiegelt. nicht schlecht, was der sangomar heraus lesen konnte.

so, die nächste station war der mkhaya nationalpark, mit übernachtung im „stone camp“ (https://biggameparks.org/properties/mkhaya-game-reserve-3). sensationell, fast eine stunde anfahrt vom vereinbarten treffpunkt. unsere unterkunft – nicht viel mehr als ein strohdach über dem kopf und sonst komplett im freien. petroleum lampen, also kein strom, gästekommunikation, z.b. wenn eine safari beginnt oder das essen fertig ist, mittels buschtrommeln, aber fünf* ausstattung und am abend ein 5-gang dinner bei kerzenschein. das muss man erlebt haben.

in den mkhaya nationalpark fährt man wegen der black und white rhinos, und die sieht man hautnah. der guide stieg mit uns aus dem wagen als die rhinos ca. 10 meter vor uns standen – wooooow. ich habe aber noch nie so schnell vier leute in das auto einsteigen gesehen, als sich die tiere in bewegung setzten. zwei meter nach vorne mit dem auto, die rhinos schauten uns nach und entschlossen sich uns einfach zu folgen – nicht aggressiv, aber mit flottem, lockerem schritt. wahnsinns begegnung mit diesen kolossen. auf der restlichen pirschfahrt konnten wir auch noch giraffen, zebras und hippos – die aber nicht aus dem wasser kamen (leider, nein gott sei dank J) sehen.

alles in allem drei aufregende tage in swaziland, wo wir wieder  u n s e r  afrika fanden.

nach swaziland gings wieder weiter in südafrika, an den indischen ozean – aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch schreiben werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

adrenalin pur…

adrenalin pur…

…driving safari am nachmittag, wir fahren mit dem 4×4 durch den busch. hier ein schöner vogel, dort eine herde impalas. elefanten kreuzten unseren weg, und giraffen streckten ihre langen hälse in die hohen büsche mit den saftigsten blättern. entspannt saßen wir im fahrzeug und dennoch, obwohl wir tiere in ihrem natürlichen lebensraum beobachten konnten, lag spannung in der luft.

den kaliforniern john, dave & cindy und den australiern dave & sarah, die mit uns im jeep saßen, ging es genau so wie uns. wir wollten keine „kaffeekränzchen fahrt“ für touristen, wir wollten auch keine tiere auf den von autoschlangen gespickten asphalt des krüger np sehen – nein – wir waren uns alle einig, wir wollen die tiere sehen wo und wie sie leben.

…eine brücke über einen fluß – hippos im wasser – toll, aber was war es, das uns so in spannung hielt?

…weiter in den busch, es wurde schon leicht dämmrig. plötzlich kam das komando unserer beiden bewaffneten ranger – „aussteigen“, wir gehen zu fuß weiter. kein weg mitten durch das brusthohe gras – ich wollte nicht daran denken „was“ alles in diesem gras verborgen sein könnte.

…immer weiter und weiter, weg vom schützenden auto. an der jetzt nochmals erhöhten aufmerksamkeit unserer beiden guides und der haltung ihrer gewehre konnten wir erahnen, dass ist hier kein safaripark.

…und plötzlich das kommando „stopp“.

…wir trauten uns kaum zu atmen, vor uns stand eine herde von 8 rhinos.

…dies war der moment, als das adrenalin in den adern zu fließen begann, dies war der moment auf den wir alle gewartet hatten. kein nachdenken kamera in den anschlag gebracht – scheiße, das licht ist schon so schlecht, egal, du stehst vor einem riesigen kleinäugigen koloss – er kann dich kaum sehen aber er riecht dich sehr gut. dieses riesige ding bewacht die herde, rollt mit den ohren und pfaucht – jetzt kannst du ermessen wie unerwünscht du bist – klick, klick, klick…. dieses auslösergeräusch schmeckte ihm so gar nicht und er kam einige schritte auf uns zu. obwohl wir ca. 50 bis 80 meter weg waren, kam sofort das kommando „zurück“, wir ziehen uns sofort zurück.

am weg durch das buschgras sprach niemand ein wort, jedoch am fahrzeug angekommen gings los – jeder war so beeindruckt, und erst jetzt konnten wir die begegnung so richtig geniessen. unsere beiden guides beschlossen den sundowner jetzt zu servieren – kühles bier und der gänsehauteffekt unserer begegnung mit dem „kleinäugigen“.

alles liebe von den schwer beeindruckten

hovi´s on tour

gelandet in südafrika…

gelandet in südafrika…

…welch ein unterschied zu ghana.

„sue“ die gastgeberin von walt‘s place (www.walts.co.za) hat uns mit ihrem tollen guesthouse

den wiedereinstieg in die „normale“ welt zwar verschönert (badewanne, klimaanlage, warmwasser, kühlschrank, etc.) – nochmals ein herzliches dankeschön sue – jedoch stellt sich für uns nach den ersten 400 km die wir von walt‘s place/benoni in richtung sabie gefahren sind die frage „ist das afrika?“ klar, aber ist das „das“ afrika, das wir uns unter afrika vorgestellt haben? – nein.

südafrika ist wunderschön aber es ist für uns nicht „afrika“ – sorry allen südafrikafans.

damit kein falscher eindruck entsteht, wir haben bisher tolle landschaften gesehen, waren in der höchst gelegenen brauerei südafrikas – hops hollow brewpub, wo mehrere sorten ausgezeichnetes bier gebraut werden – süffig, würzig und mit 4% alkohol nicht zu schwer.

haben die wasserfälle „lone creek falls“ und „bridal veil falls“ besucht, ehe wir in sabie im „the woodsmann b&b“ (www.thewoodsman.co.za) aufschlugen. eine super übernachtungsmöglichkeit in sabie, eine mischung aus irischem bierbub und griechischem restaurant – einmalig 😉

am nächsten tag gings von sabie über die „panorama route“ zu den „echo caves“. zahlreiche viewing-points kreuzten unseren weg. „mac mac pools“, „mac mac falls“, „robbers pass“, die alte goldgräberstadt „pilgrim‘s rest“. weiter durch „graskop“ zu „the pinacle rock“, god´s window“ den beeindruckenden „bourke´s luck portholes“, dem „blyde river canyon“ und den drei gupferl´n von den „three rondavels“. hört sich nach stress an, war es aber nicht.

am nachmittag trafen wir bei den „echo caves“ ein, die wir natürlich sofort besuchen mussten. keine touristen, nur wir beide mit einem guide, der sich dafür eine menge zeit nahm. die „echo caves“, eine mehrere km lange höhle mit stalagtiten und stalagmiten, die in ur-zeiten aber auch von unterschiedlichen afrikanischen stämmen bewohnt war, was zahlreiche funde dokumentieren.

da wir die einzigen gäste waren haben die gastgeber-damen keine mühe gescheut uns auch kulinarisch zu verwöhnen. „echo-cave lodge“ (www.echocaves.co.za) sehr zu empfehlen, sollte unbedingt vorbestellt werden, da öfter große reisegruppen die ganze unterkunft reservieren.

 

am nächsten tag ging es nach einem sehr ausgiebigen und deftigen frühstück – ich wurde gefragt ob ich zu den eiern und speck auch eine „wuscht“ möchte – hmmm? auch ingrid konnte mit dem wort nichts anfangen. nachdem sie unsere erstaunten und unwissenden gesichter gesehen hatte, startete sie lachend in die küche und brachte uns einen berg von bratwürsten – „wuscht“, „wuscht“ sagte sie lachend. ich nickte und zehn minuten später lagen auf meinem teller neben speck und eier, auch eine dicke lange „wuscht“ – die übrigens ausgezeichnet schmeckte. weiter in den kruger nationalpark.

für die nächsten drei tage waren wir in einem privaten game drive „rhino walking safaris“ (www.rws.co.za) .

die erste nacht in der „rhino post safari lodge“, die zweite und dritte nacht im „plains camp“ – mitten im dichtesten busch – ein zeltcamp. wenn aber jetzt jemand glaubt – zelt camp, phaaa – dann täuscht er sich. das zelt war mit jedem komfort ausgestattet und mitten im busch gab‘s für uns fünf gäste einen eigenen koch. er hatte zwar nur ein haarnetz auf, aber kochte wie ein drei hauben koch.

vorspeise thunfischsalat, hauptspeise afrikanischer eintopf „bobotie“ mit straußenfleisch und als nachspeise mousse au chocolate.

am nächsten tag – vorspeise eine köstliche suppe (ich habe mir den namen nicht gemerkt – sorry), hauptspeise springbock in rotweinsauce mit kartoffelpürre, grünen bohnen und selbst gemachte fladen aus reismehl, korn und käse – der hammer. haben zum ersten mal springbock gegessen, aber das fleisch ist sensationell – butterweich und herrlich im geschmack – daumen hoch für william unseren koch.

am programm standen täglich um 05:30 uhr drei stunden walking safari und am nachmittag 16:00- 20:00 uhr driving safari.

es ist schon ein eigenes gefühl, wenn du nur mit zwei rangern durch die freie wildbahn gehst und siehst, wo die tiere ihre spuren hinterlassen haben. über elefantenpfade und hüft- bis brusthohes gras und der ranger erklärt dir „das sind spuren und die pubs von „hyänen“, „rhinos“, „büffeln“, „schlangen“, „elefanten“, etc. etc.

es ist auch unbeschreiblich, wenn du in der nacht im zelt liegst und hörst, wie löwen brüllen oder hyänen schreien. geil, einfach geil und geschlafen haben wir trotzdem wie die murmeltiere 😉

alles liebe von den

hovi´s on tour

42° c zum abschied…

42°c zum abschied bescherte uns ghana am letzten tag unserer tour.

aber womit ist der wiener schon zufrieden? bei unserer abreise, vor fast drei wochen, betrug die temperatur in wien so um die 10°c – „sch…. kälte“, kann es nicht schon warm werden. jetzt ist es warm und ich stöhne „so heiß“, könnte es nicht ein wenig kälter werden. *hahahaha*, da kennt sich nicht einmal der liebe gott aus, was ich mir denn so wünsche.

wir müssen leider abschied von ghana nehmen. heute haben wir vor der fahrt nach accra noch das sklavenfort in elmina besichtigt. na da stehen dir die augen einen halben meter aus dem kopf, wenn du hörst wie die sklaven 300 jahre behandelt wurden. unmenschlich ist eine verharmlosung, doch die „gutmenschen“ wie portugiesen (die haben das noch unter der flagge des christentums gemacht) oder die holländer und engländer schreiben in ihren geschichtsbüchern wie ruhmhaft sie sich benommen haben. alles vergessen, keine wiedergutmachung für 300 jahre sklaverei und barbarisches verhalten. ich möchte die ns-zeit nicht wegleugnen oder verdrängen, aber warum spricht man davon bis heute – das ausbeuten und der menschenhandel, das wird in europa verdrängt. da sollte man sich doch einige gedanken dazu machen, warum man diesen ländern nicht schuldgefühle einpflanzt. ok, das ist halt meine ganz persönliche meinung und gehört vielleicht nicht in einen reiseblog, aber ich mußte es einfach mal loswerden.

eine kurze runde über den fischmarkt von elmina gedreht und dann gings ab richtung accra.

auf dem weg zeigte uns ben noch eine sargtischlerei. na das ist ja interessant. die ghanesen lieben es in ganz auf ihre tätigkeit oder liebhabereien zu lebenszeit, bestattet zu werden. da gibt es särge in form von autos, maiskolben, tieren, schuhe, kochtöpfe, häuser, getränkedosen, bierflaschen, usw.

in accra konnten wir in „james town“ mit seinem lighthouse den stadt ursprung accras besichtigen.

unsere letzte nacht werden wir in einem gemütlichen hostel dem „somewhere nice“ verbringen. geführt von jungen leuten und schon gibt es schnelles wlan – komisch nicht *loooool*.

also was hat uns an ghana…

…besonders gefallen?  die unterschiedlichen landschaftsformen – savanne, busch, küsten

…was hat uns am meisten beeindruckt?  die offene und herzliche art der menschen

…was hat uns überrascht? die extreme hitze, meist über 40°c

…was hat uns emotional am stärksten bewegt? das hand in hand projekt und ibrahim´s green house projekt

…was fanden wir am lustigsten? die frecheit der beim frühstück stehlenden affen im mole nationalpark

…was würden wir nicht machen? ohne einen ghanesischen guide unterwegs sein – als „bruni“ bist du alleine aufgeschmissen

…wo würden wir nicht mehr nächtigen? in elmina im „elmina bridge house“ direkt am fischhafen – laut, laut, laut und beim abendessen und frühstück ständiger fischgeruch, da schmeckt der marmelade toast nicht wirklich *ggg*

…was hat uns überhaupt nicht gefallen? millionen von plastibags in der landschaft

fazit:  ghana ist allemal eine reise wert, darum danke an johannes söder von akwaba travel in deutschland, der uns zu ghana überredete – es war noch besser als im reiseschedule angeführt.

auch ein herzliches danke an cindy und apollo von jolinaiko ecotourisem in accra.

und natürlich danke, danke an unseren guide „ben“, der unsere ghana tour zum erlebnis werden lies

 

auf wiedersehen ghana

bis zum nächsten blogeintrag aus südafrika alles liebe von den

hovi´s on tour

langsam naht das ende…

…langsam naht das ende unserer ghana-tour.

nachdem wir die kinder in nkoranza im „hand in hand“ verlassen haben, ging die reise weiter nach kumasi.

unterwegs blieben wir bei peter stehen, um uns in seinem familienunternehmen die herstellung schwarzer stempelfarbe für textildruck anzusehen. in diesem stempeldruckverfahren werden alte adinkra symbole auf kente-webbahnen aufgebracht. ein mühsames verfahren, doch ist die farbe einmal aufgestempelt, lässt sie sich nicht mehr auswaschen und bleibt trotz x-maligen waschens schwarz.

kumasi – ein pflichtbesuch ist der „manhyia palast“ der offizielle sitz des ashanti königs. mir hat nicht nur die bewegte geschichte des ashanti-volkes und seiner könige gefallen, sondern auch ein detail am rande des besuches – als wir von dem museumsführer in einem der räume gebracht wurden, teile er mit stolzer stimme mit „dieser kühlschrank steht schon seit 1952 hier an diesem platz – und… er funktioniert noch immer“ schwupps riss er die kühlschranktüre auf und zeigte uns den total vereisten aber funktionierenden kühlschrank. da drehte ich mich zu ingrid um und sagte „ich stehe schon seit 1949 herum und funktioniere auch noch *ggggggggg*.

zum abschluss des tages fuhr ben mit uns, weil ich ja soooo gerne menschen sehe und fotografiere, durch den „kejetia markt“ in kumasi, dem größten offenen markt in westafrika.

müde und geschlaucht von der hitze checkten wir am abend im „kumasi catering resthouse“ ein. irgendwie war unsere reservierung „verschwunden“ – doch ben schaffte es doch noch in dem ausgebuchten hotel ein zimmer mit klima für uns zu bekommen. zwei worte zum catering resthouse: schönes großes zimmer, unfreundliches und verschlafenes personal und beim frühstück der nepp schlechthin. ein kleiner plastikbecher 1/8 l orangensaft (natürlich nicht in so einem großen hotel im frühstück inkludiert) 10,00 cedi – sind zwar nur 2,00 euronen, aber im vergleich bezahlten wir in anderen hotels z.b. im mole nationalpark für 1,0 liter!!!!! 9,00 cedi – na ja – irgendwie hat sich der kellner ein taschengeld gemacht, denn auf meine bitte um eine rechnung, habe ich ihn nicht mehr gesehen. ist nicht richtig, ärgert mich, bringt mich aber nicht um ;-).

das positive beispiel war aber am vorabend. ingrid gings nicht so besonders und ich wollte noch bananen essen. also machte ich mich auf die socken bananen zu kaufen. finster wars und als ich die gesicherte hotelanlage verliess, schlug ich den weg richtung mainstreet ein. als ich nach zehn minuten von allen möglichen ghanesen bestaunt wurde, kamen mir fünf frauen mit schwerer last am kopf entgegen. mein blick suchte in ihren schüsseln nach bananen – nichts. die vier schauten mich mit großen augen an – was ein „bruni (weisser)“ um diese zeit hier macht. „what you doing here?“ – i need bananas – „what you need?“ bananas – nach ihrem schallenden gelächter und dem hinweis, wenn ich bananen möchte müsste ich noch 20 minuten richting downtown gehen, was sie aber strikte ablehenen müssen, schnappten sie mich und brachten mich sicher und heil wieder zum hoteleingang zurück. is this afrika? no – this is ghana ;-).

nach dem frühstück mit dem vergoldeten orangensaft stand ein besuch des „prempeh II jubilee museum“ auf dem programm. ein kleines aber feines museum, mit weiteren artifakten und geschichten der ashanti könige.

jetzt verlassen wir kumasi und hatten gelegenheit zur besichtigung eines alten traditionellen village schreins (ca. 18. jh), wo bis heute – am vortag unseres besuches war gerade ein ritual – rituale durchgeführt werden.

endziel für samstag ist der „lake bosumtwi“, wo wir mittags unser quartier im „cocoa village“ bezogen.

ehe wir im see badeten und uns ein wenig in die hängematte warfen, bot sich die seltene gelegenheit in einem nachbardorf einer trauerzeremonie nach der erdbestattung beizuwohnen. unser ben machte möglich, dass wir der familie und dem dorf chief vorgestellt wurden.

das läuft so ab: ben fand ein mitglied der trauerfamilie, dieser ging zum dorfältesten und trug unseren wunsch der trauerzeremonie beizuwohnen vor, dieser genehmigte dies und so mussten wir an der familie und dem dorfrat vobeigehen und jedem die hand schütteln, ca 30 enge familienmitglieder und ca. 20 vom dorfrat begrüßen, anschließend bekamen wir zwei sitze angeboten. jetzt wo wir saßen kamen alle die wir zuvor begrüßten zu uns und begrüßten uns von ihrer seite – herzlich und berührend. wir erfuhren auch, dass auf der feier gesungen, gelacht und getanzt wird – man feiert hier halt anders als in unserem kulturkreis. ein wenig glück und ein sehr guter tourguide und schon kann man ganz besondere erlebnisse geniessen.

im quartier wieder angekommen ging es schnurgerade in den 26°c warmen see, und dann ab in die hängematte bis zum abendessen.

sonntagmorgen auf der fahrt von der „cocoa village“ nach elmina besuchten wir auch einen gottesdienst der ccc catholic church. ein sehr erfreuter pastor mit seiner familie und seine ganze kirchengemeinschaft waren überrascht, als wir im house of lord einmaschierten – der empfang war aber so herzlich und wir durften mitsingen und klatschen und tanzen – ich bin der meinung mit solcher gestaltung der messe wären auch unsere kirchen voller.

nach gottes segen legten wir auch im dorf „anssin-manso“ am sogenannten „slave river“ einen stop ein.

dieser für so manche „gutmenschen nation“ nicht so rühmliche ort war jener platz an dem die sklaven – nach dem sie 2000 meilen zu fuß mit kaum verpflegung gelaufen sind –  ihr letztes bad erhalten haben und anschließend in bambusverschlägen auf ihre käufer warteten. wenn dann die engländer, hölländer, franzosen etc. kamen und die sklaven kauften – der preis war u.a. gin und tabak – wurden sie noch schnell mit dem brandzeichen des neuen „eigentümers“ versehen, ehe dieser sie nach elmina zum verschiffen wegbrachte. schlecht könnte einem werden, wenn man darüber nachdenkt, dass dieser handel über 300 jahre betrieben wurde.

um vieles erfreulicher wurde es anschließend im „nationalpark kakum“, wo wir natüüüürlich den „canopy walk“, ein in sechs zusammenhängenden wackelnden und schwingenden seilhängebrückensystem über den baumkronen des afrikanischen busch mit dem höchsten punkt in 70m höhe, erlebt haben.

das tagesende war in elmina „bridege house“  – einen kleinen abendspaziergang, abendessen, blog schreiben und ab ins bett, denn morgen müssen wir zeitig aufstehen – ein besuch des morgentlichen fischmarktes und die besichtigung des sklavenforts in elmina ist angesagt.

danach brechen wir auf nach accra, wo wir unsere letzte nacht in ghana vebringen werden.

am dienstag den 28. märz geht es dann mit dem flugzeug nach johannesburg – start der südafrika tour.

also, bis zum nächsten wlan-empfang alles liebe von den

hovis´s on tour

tränen in nkoranza…

tränen in nkoranza, aber davon etwas später.

zuerst  besuchten wir, nach unserer abreise aus dem mole nationalpark, in larabanga eine der ältesten moscheen (1421, sudanesicher baustil) in westafrika und gleichzeitig die älteste architektur in ghana.  nash, einer der guides, führte uns herum und erläuterte den geschichtlichen hintergrund. zum abschluss gab es noch eine lustige fotosession mit nash und einem teacher, der auch die spendengelder verwaltet und die dorfprojekte betreut, denn das gespendete geld kommt ausschliesslich der dorfgemeinschaft zu gute.

…tränen in nkoranza! ja, es gibt projekte die mich an die grenzen meiner emotinalen ebene bringen.

unser gestriges tagesziel war das hand in hand guesthouse, in dem wir nicht nur nächtigten, sondern uns auch die e i n z i g e und bereits seit 25 jahren bestehende betreuungsstätte in ganz ghana für kinder und jugendliche mit mehrfachbehinderung ansehen durften.

hier werden kinder betreut, die von ihren eltern auf grund ihrer behinderung abgelehnt und z.b. einfach am marktplatz in einer stillen ecke ausgesetzt und ihrem weiteren schicksal überlassen werden.

diese kinder bekommen im hand in hand guesthouse nicht nur 3x täglich warmes essen, einen schlafplatz, medizinische und physikalische therapien, sondern auch ein fixes tagesprogramm mit unterricht, kursen, spielen und freizeitspaß geboten – aber das wichtigste ist, sie bekommen eine familie, geborgenheit und die ihnen gebührende liebe.

wie schreibt johannes söder von akwaba-travel so schön – ghana auf augenhöhe.

heute sind wir richtung kumasi aufgebrochen und waren u.a. am kejetia markt – unvorstellbar und nur für afrika-kenner ein begriff – aber das schreibe ich das nächste mal.

für heute alles liebe von den

hovi´s on tour

 

 

african bush elephants…

african bush elephants, westafrikanische krokodile, kappengeier, husarenaffen, warzenschweine, grüne paviane, rotflankenducker, kuhantilopen, afrikanische büffel, pferdeantilopen.

alle diese tiere konnten wir auf unserer gestrigen driving-safari und unserer heutigen morgentlichen walking-safari beobachten.

es ist schon ein wahnsinns gefühl wenn man den tieren nicht im zoo, sondern in der freien wildbahn begegnet. da kommt sofort respekt auf, wenn so ein riesen elefant aus dem busch herausbricht und die strasse quert.

einfach toll.

nach unserer walking-safari sind wir noch in das nahegelegene dorf – mognori – gefahren.

hier wird unter anderem auch absolout naturreine sheabutter erzeugt, pures öl ohne irgendwelche zusatzstoffe – wir konnten auch den herstellungsvorgang beobachten. die haltbarkeit dieses produktes berträgt 3-4 jahre – bei uns in europa gekaufte sheabutter ist mit zusatzstoffen versetzt, auch wenn reines naturprodukt draufsteht und hält sich 1-2 monate. ingrid musste sich natürlich gleich einen topf davon mitnehmen, jetzt schleppen wir die sheabutter 2 ½ monate quer durch afrika – aber ihre babyhaut ist gesichert *ggggggg*.

wir hatten auch die möglichkeit im dorf mognori uns mit dem medizinmann länger zu unterhalten. sehr spannend, wie er uns die anwendung seiner kräuter, wurzelmixturen, pflanzenpulver, aber auch fetischamuletts erklärte, die nach wie vor im dorf bei diversen verletzungen und krankheiten angewendet werden.

für mich besonders interessant, da ich tcm und die asiatische schamanische heillehre sehr befürworte – und bevor die schulmediziner jetzt über mich herfallen, ja auch die schulmedizin hat seine berechtigung 😉

….ach ja die geschichte mit den affen.

wir haben den letzten bungalow in der reihe mit blick auf das wasserloch und dieser steht unmittelbar vor den lieblingsbäumen einer affenbande.

nachdem diese ingrid beim frühstück ja den toast direkt aus der hand geklaut hatten, fanden wir das ja noch zum lachen. als wir uns aber unserem bungalow näherten, erwartete uns die bande und ging auf uns recht aggresiv los – mit einem husch, husch weg da, waren die nicht zu vertreiben, im gegenteil sie fletschten die zähne und wollten uns einfach alles abnehmen was wir in der hand hielten – da verging uns das lachen. wir zogen uns wieder zurück und konnten erst nach einiger zeit unseren bungalow betreten.

kaum waren wir drinnen, sprangen sie auf die gott sei dank vergitterten fenster und versuchten in den bungalow zu kommen. gut, irgendwann verzogen sie sich. als wir am nachmittag aus dem bungalow rauswollten, waren paviane – größer, bedrohlicher und noch aggresiver – vor unserer bungalow türe und unseren fenstern. so waren wir bis am späten nachmittag „gefangene“ in unserem bungalow – uns war wirklich nicht mehr zum lachen.

für die ranger, auf dieses problem angesprochen, war die erklärung einfach – vor schwarzer haut haben sie angst, weisse haut signalisiert touristen und bedeutet diese leute haben immer futter, also alle mann auf sie. sie riechen auch wenn du lebensmittel oder obst am zimmer hast, daher wollen sie mit allen mitteln rein. kurz die türe aufgemacht, ohne vorher nachzusehen, und schwupps sind sie im zimmer und plündern und zerlegen alles.

wir gucken daher jetzt immer vorher aus den fenstern und nur wenn sie nicht da sind verlassen oder betreten wir unseren bungalow – ja so ist es, die leben hier und wir sind ja nur zu besuch 😉

also, alles liebe von den

hovi´s on tour

41,5 liter wasser…

…41,5 liter wasser, 8 liter multivitaminsaft, 7 liter bier, 3 liter coca-cola.

das ist die menge an flüssigkeit die wir unserem körper als flüssigkeitsausgleich in den ersten 8 tagen zukommen ließen. die nächste 12er box mit 1 ½ liter wasserflaschen ist bereits in verwendung.

kein wunder bei temperaturen über 40° c.

essen ist bei der hitze auch so ein thema. wir essen in der regel frühstück und im laufe des tages nur eine warme mahlzeit – ausreichend – wir sind schon ganz dünn *hahahaha*.

für mich stellt sich auch ein problem beim essen dar, da die ghanesen überwiegend mit den fingern essen und natürlich die linke hand als „dirty hand“ ein absolutes no go ist, tue ich mir als linkshänder etwas schwer mein fufu oder den reis in den mund und nicht in die nase oder sonst wohin zu schieben – ihr könnt das gerne mal ausprobieren, nehmt einen semmelknödel formt damit ein kleines schälchen und schaufelt euch ein gulasch in den mund – na klar rechtshänder mit links und umgekehrt – na gut, ich übe noch. ingrid beherrscht das schon weitaus besser.

ingrid´s menü: fufu mit tilapia fisch in okra-suppe

ich habe red – red gegessen, eine art bohnengulasch mit zwiebeln und dazu gebratene Bananen

 

 

sonntag 19. märz

unser heutiges ziel ist karimenga. der weg dorthin führte uns nach wulugu zur zayaa moschee – eine fortähnliche residenz eines scheichs mit seinen zwei frauen – er hat für jede frau einen mangobaum gepflanz, herrlich wir konnten frische mangos direkt vom baum essen –  und gleichzeitig gebetshaus.

 

übernachtet wurde im karimenga green house mit welchem hier ein ökotourismusprojekt gestartet wurde.

ibrahim, der chef des hauses, erklärte uns gleich zu beginn – wir sind kein hotel und auch keine lodge, wir sind eine familie und sie sind nicht nur unser gast, sondern auch teil unserer wachsenden familie in diesem ökotourismusprojekt, und genau so war es auch.

stolz ließ er uns von seinem sohn die farm, den gemüseanbau, zeigen. auch sehr interessant – hier wird shea butter erzeugt –  ein immens aufwendiges verfahren. hier werden die nut´s noch mit der hand und einem stein zerkleinert und anschließend geröstet und gekocht bis eine zähe braune masse entsteht. aus dieser wird anschließend das öl raffiniert, das dabei eine weiße farbe annimmt. der gewinnungsprozess dauert mindestens zwei tage!!!

am abend konnten wir im kreise der familie abendessen, ibrahims tochter felizia kochte und ibrahim erzählte von seinem landwirtschaftsprojekt, seinen ausbauplänen und auch einige lustige geschichten über seine erste reise nach holland – so wie wir uns über fehlendes warmwasser und badezimmer im freien wunderten, wunderte sich ibrahim, dass es im hotel nur heißwasser oder kaltwasser gab. das system des einhandmischers war ihm einfach suspekt, so wie die fahrenden stufen (rolltreppen). er hat es so herrlich lustig erzählt und konnte über sich selbst lachen.

die nacht durften wir, weil es noch immer so heiß war, am dach einer hütte unter freiem himmel schlafen – woooow – wer einmal den sternenhimmel über afrika sah kann verstehen wovon ich schreibe – ein einmaliges erlebnis. dazu gab es zum besseren einschlafen eine trommel session. also ein bett im freien unter dem sternenhimmel und ghanas trommelklänge – einfach der hammer.

ja, noch ein wort zu ibrahim: felizia fragte mich, was ich denn gerne trinken möchte – kaltes bier bitte war meine schnelle antwort – ähhhhh bier habe ich leider nicht hier und das eis ist seit gestern auch schon geschmolzen – hmmmmm na gut schade. dann kam ibrahim – „you like beer?“ „cold beer?“ ich traute mich gar nicht ja zu sagen 😉 – „when you like cold beer, please give me 20 minutes“ sprachs und setzte sich in stockdunkler nacht auf sein moped und fuhr los. wer in afrika schon versucht hat in der nacht mit dem moped zu fahren der würde jetzt den kopf schütteln,

30 minuten später kam ibrahim mit breitem lächeln und eiskaltem bier zurück „beer for ingrid and albert“  –  is this afrika? NO this is ghana ;-)))

 

montag 20. märz

der morgen begann wie der abend endete, mit spaß und herzlichkeit, aber wir nehmen vom green house und ibrahims familie abschied und reisen weiter.

der weg führte uns ins tongo village, wo wir eine in ghana einzigartige felsformation die tengzug anhöhe mit dem tengzug schrein besuchten. da dieser schrein nur mit nacktem oberkörper besucht werden darf, war es für ingrid klar – „das muss ich nicht sehen“ – ich erklärte mich als artiger ehemann solidarisch mit meiner frau *ggggg*. als ersatz wurden wir zu einer audienz des village chiefs eingeladen – hoch auf seinem thron sitzend stellte er uns einige fragen. da wir diese sehr freundlich beantworteten, durften wir auch ein foto mit dem chief machen. anschließend zeigte uns ein sohn das haus – das „haus“ besteht aus vielen vielen hütten, in dem der ganze familienclan wohnt, so an die 200 familienmitglieder. mit wie vielen frauen der chief verheiratet ist, konnten wir nicht in erfahrung bringen, sein sohn hanson hatte jedenfalls vier frauen. in tongo ist es nämlich für das ansehen nicht wichtig wie reich man ist, sondern wie groß die familie ist – ja und diese familie geniesst sehr grosses ansehen.

auf der weiterfahrt zum mole nationalpark, wo wir für drei nächte unser lager aufschlagen, besuchten wir noch einen alten freund unseres guides ben in dem muslimischen dorf dungu. ben war jetzt schon fünf jahre nicht in dungu gewesen – war das ein herzliches wiedersehen, und wir durften daran teilhaben.

nun sind wir im nationalpark gelegenen mole motel eingetroffen. ungewohnter luxus – air condition, kühlschrank, badewanne, swimming pool, zimmer mit ausblick auf ein wasserloch in welchem elefanten baden, usw. – ein richtiger tourismusschock *hahahahaha* (ich bleibe aber trotzdem beim kalt duschen J).

….aber, als wir nach unserem frühstück unser zimmer betreten wollten wurden wir von eine horde affen daran gehindert. mit fletschenden zähnen wollten sie alles was wir in der hand hatten an sich reissen –  aber das ist eine andere geschichte über die wir noch schreiben werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

endlich ein lebenszeichen…

…endlich ein lebenszeichen, ja wir leben noch und sind von unseren ersten sechs tagen in ghana schwer begeistert.

sechs tage ohne internet, sechs tage ohne fernsehen, sechs tage duschen ohne warmes wasser *gggggg*.

nach der ersten nacht in der sunbird lodge starteten wir mit unserem giude „ben“ richtung osten und übernachteten in der cashew village lodge – duschen im freien und an stelle der brause, ganz ghanesisch mit kübel und küber‘l – d.h. mit küberl nass machen, einseifen und mit dem großen kübel abspülen – also über den kopf stülpen *hahahaha* klingt zwar nicht sehr continental, macht aber ungeheuren spaß, reinigt und erfrischt. ja und wer braucht schon bei abend- und morgentemperaturen von 35°c etwas anderes.

übrigens ein wort zu den temperaturen – höllisch – am tage etwas über 40°c. das im fahrzeug mitgeführte wasser ist so warm wie frisch gebrühter tee.

wir haben in den ersten sechs tagen bereits so viel erlebt, dass ich seitenweise schreiben könnte.

wir haben…

…bei unserem besuch im village atsiekpoe ein sehr langes und tolles gespräch mit dem spirituellen chief – togbe dzakoe – sowie einem der dorfältesten – adawu tamakloe – führen können und erfuhren eine menge vom dorfleben des ca. 800 einwohner-dorfes. unser begleiter durch die dörfer ist gideon dodea, der uns mit den menschen bekannt macht und uns sehr viel über das leben auf dem lande erzählt.

…am nächsten morgen kurzfristig die geplante route abgeändert und sind mit gideon durch zwei weitere dörfer gezogen, dann wieder mit einer kanufähre über den volta fluss gefahren und besuchten anschließend den wochenmarkt in battor – ein erlebniss der sonderklasse – welch ein leben, welch ein treiben. wir haben auch einige für uns neue speisen probiert – einfach klasse.

…uns weiter nach keta begeben, wo wir das um 1784 erbaute sklavenfort „prinzenstein“ besichtigten und kopfschüttelnd die geschichte des sklavenhandels verfolgten.

…die küste verlassen und sind in die berge nach amedzofe gefahren, wo wir mit einem guide bis zum gipfelkreuz des mt. gemi (knapp über 700 m) wanderten und den friedhof mit zahlreichen gräbern von deutschen missionaren besuchten. amedzofe ist das höchst gelegene village ghanas. die nacht verbrachten wir im arberica hospitalities hotel – keinesfalls zu empfehlen – von aussen betrachtet toll und auch die aussicht, aber die zimmer mussten wir tauschen, da in unserem vorgesehenen zimmer sehr starke schimmelbildung an den zimmerwänden war – na ja, dafür gab es kein duschküberl sondern eine kaltwasserbrause 😉

…uns im village tapi abuipe – eine ausschliesslich auf handweberei spezalisierte kommune – die webkunst zeigen lassen.

…in der tafi atome monkey sanctuary die als heilig verehrten affenfamilien besucht und bei einem spaziergang durch ihren dschungel immer wieder füttern können.

…eine wanderung zu dem höchsten wasserfall westafrikas „agumatsa wasserfall“ unternommen und im becken des unteren falls baden können (ich nicht – zu kalt – ingrid schon 😉 )

…bei einer besichtigung am nachmittag mich dann ein wenig überfordert. wir durchstiegen die „lipke caves“ ein sechsteiliges nicht miteinander verbundenes höhlensystem, welches nur durch schwierige kletterpassagen zu bewältigen ist.

…auch die nächste nacht in der wli waterfall lodge verbracht – herrliches kühles bier, tolles service, gutes essen aber ein wenig laut durch die nähe zum village.

…heute, den 18. märz, als reinen fahrtag von wli nach tamale verbracht – ca. 9 stunden auf fast ausschließlich ungeteerten straßen.

…als belohnung konnten wir bei einer livemusik zu ehren eines „village bürgermeisters“ mittanzen und einige nette bilder von den menschen machen. ja und in unserem heutigen hotel „african dream hotel“ gibt es endlich internet *looooool*.

so, diesmal war es etwas mehr zusammengefasster text, aber wenn wir in zukunft öfter internetanschluss haben sollten, können wir auch ausfühlicher über das tagesgeschehen berichten.

ein wort zum schluss – ghana besucht man nicht wegen der tiere – ghana besucht man wegen der menschen. solch liebenswerte meschen wird man auf der ganzen welt selten treffen – is this afrika? no, this is ghana.

alles liebe, bis zum nächsten mal von den

hovi´s on tour

erfolgreich in wien gestartet, aber dann….

erfolgreich in wien gestartet, aber dann….

…nach einem schönen flug mit sonnenuntergang landeten wir planmäßig in münchen.

der schock kam als wir das boarding nach johannesburg machen wollten – flug gestrichen!!! – hmmm?

ja, der flieger geht erst morgen vormittag.

nach einer stunde bei der lufthansa anstellen wurden unsere flüge – denn der anschlussflug von johannesburg nach accra war ja auch nicht zu erwischen – auf morgen umgebucht – wir sollen um 07:00 am flughafen sein und werden dann erfahren ob wir über amsterdam oder johannesburg nach accra fliegen – fakt ist, wir kommen um ein eckhaus später in accra an – na ja – der erste reisetag ist immer der schlimmste 😉

ich hoffe unser gepäck landet mit uns in accra – sonst muss sich die ingrid und der albert auf saa kosten neu einkleiden *lol*

nun jetzt hat man uns in einem sehr lässigen hotel untergebracht und lässt uns auch noch ein abendessen konsumieren – so findet der tag doch noch einen netten ausklang.

schaun wir mal was der zweite tag bringt

allles liebe von den hovi´s on tour

die to-do listen werden kürzer…

die to-do listen werden kürzer, die einpacklisten länger.

jetzt sind es nur mehr 5 tage bis zum reisebeginn und die spannung macht sich in uns spürbar breit.

…haben wir alles mit? …ist das navi mit den richtigen routen und koordinaten bestückt? …was ist wenn, hunderte fragen die wir uns aber nicht alle vor der reise beantworten können. wir trösten uns mit – es wird schon alles gut sein 😉

heute sind auch die letzten medikamente für unsere reiseapotheke eingetroffen. die malariaprophylaxe. wir haben uns auf grund der nebenwirkungen bei lariam, für malarone entschieden.

apropos malerone – wir müssen auf unserer reise, gemeinsam 13 packungen á 12 tabletten nehmen. also ab in die apotheke meines vertrauen – „wie hoch ist der preis für eine packung?“ – 68,00 euronen – ähhh 68,00 x 13 = 884,00 € !!! ein stolzer preis, aber die gesundheit geht vor.

also ab ins internet und nach langem suchen fand ich eine packung zu 52,00 € – noch immer sehr teuer – und dann kamen die holländer – ja, da kostet eine packung 32,00 € – kaum zu glauben aber wahr, das gleiche medikament um mehr als die hälfte billiger – ganz die gleiche ware – nicht abgelaufen, alles regulär und ok. 13 packungen á 12 stk = 416,00 €. unsere ersparnis liegt bei 468,00 € !!!!  und da frage ich mich, warum ich im ort kaufen soll. auch wenn einige sagen, das internet ruiniert die einheimische wirtschaft – nein – die wirtschft ruiniert mich, bei doppelt so teuren produkten.

ja so sieht unsere reiseapotheke aus
reiseapotheke-afrika_2017malarone – nobite für die kleidung – nobite für die haut – steri pen zum wasser entkeimen – nasenspray – electrolyt pulver – betaisodona – parkemed für die schmerzen – augentropfen – lutschtabletten gegen halsweh – pflaster – blasenpflaster – hirschtalg – molaxole für stuhlverstopfung – kohletabletten, imodium und colidimin für´s gegenteil 😉

hört sich viel an, schaut auch nach viel aus, aber man kann ja nicht wissen was uns so alles begegnet.

so, das nächste mal melden wir uns wieder direkt aus accra in ghana unserer ersten etappe.

alles liebe von den hovi´s on tour

 

18 tage und 8000 kilometer…

…trennen uns noch von unserer afrikareise, die wir in ghana starten werden.

immer wieder gehen wir unsere checklisten durch – haben wir etwas vergessen; müssen wir noch etwas erledigen, mitnehmen? jetzt merken wir, dass auch die spannung bei uns steigt.

den geldwechsel konnten wir auch von unserer checkliste abhacken. fünf verschiedene afrika währungen müssen wir verwalten, na da werden wir aufpassen müssen damit wir nicht durcheinander kommen.

africa_1885_2
bis zum nächsten mal alles liebe
albert

 

afrika rückt näher – noch 33 tage bis zum take off …

… und wieder sind to do´s als erledigt abzuhacken.

die ghanesische botschaft hat uns heute endlich unsere reispässe mit einem gültigen ghana-visum zugesendet.

ghana_visum_ontour

 

die impfungen für die afrika reise sind jetzt auch alle in unserem köper – war gar nicht so wenig –

gelbfieber
3 x tollwut
tetanus
diphterie
keuchhusten
polio
typhus
hepatitis A + B

…na jetzt sollte doch nichts mehr passieren 😉  ach ja, malaria prophylaxe müssen wir ja auch noch schlucken
und billig ist der gesundheitsschutz auch nicht gerade – impfungen knapp € 500,– und malaria für drei monate auch ca. 550,– – natürlich pro person!
aber das geld ist sicher gut investiert.

impfungen_ontour

 

wir haben auch begonnen eine mitnehmliste zu erstellen, upppps die zwanzig kilogramm sind aber schon verdammt wenig für einen dreimonatigen aufenthalt.

jetzt kommen die diskussionen mit meiner frau ob ich unterhosen und rasierapparat oder fotoequipment zu hause lassen soll –
für mich ja eine klare sache, für meine frau aber nicht –
ich denke frauen und männer sind doch anders ;-)))))

bis zum nächsten mal
alles liebe

 

der countdown läuft…

…heute in zwei monaten, am 11. märz, starten wir unsere große afrika reise.

wir werden von wien über münchen nach johannesburg und dann weiter zu unserem ersten ziel nach accra fliegen.

nach einer ausgiebigen rundreise durch ghana fliegen wir wieder nach johannesburg und starten von dort eine rundreise durch südafrika und swasiland.

wieder zurück in johannesburg geht es auf unsere dritte etappe – namibia und botswana.

nach einem drei monatigen afrika aufenthalt werden wir wieder nach wien zurückkehren.

die bilder zeigen unsere geplanten routen.

ghana-route_21

sa-route_21namibia-route_21

bei dieser gelegenheit möchten wir uns herzlich bei allen bedanken die uns bei der realisierung dieses projektes geholfen haben.

ganz besonders bei den firmen:

ventertours-logo-colour2x  herrn caspar venter und frau ulrike rolff

akwaba

 

 

herrn johannes söder

 

leider…

…mussten wir den reisebericht unserer toskana reise wegen technischer probleme abbrechen. jetzt sind diese probleme gelöst und wir können wieder unserem blog weiterführen. noch ein wort zur toskana reise, die war leider wettermäßig nicht so wie wir es gebraucht hätten, … Weiterlesen

die regenanzüge hatten einen urlaubstag…

…die regenanzüge hatten heute einen urlaubstag. kaum zu glauben, aber heute sind wir den ganzen tag bei sonnenschein und 27° gefahren 😆 256km lang nur sonnenschein, das tat der geschundenen bikerseele soooooooo gut.

wir waren so mißtrauisch, dass unser blick immer wieder zum himmel ging, aber es war nicht die kleinste regenwolke zu sehen.

von pallavicino nach manta ein abenteuerlicher ritt über die wohl kleinsten straßen liguriens.

berg auf und bergab, spitzkehre um spitzkehre. begleitet von einem herrlichen duft der blumen, wälder und felder. der frühling / frühsommer ist hier sehr farbenfroh.

eine landschaft die so weit erscheint, und in der man immer wieder versteckte bergdörfer durchfährt, von denen anfangs nur die kirchturmspitzen aus den wäldern ragen. bergdörfer in denen die durchfahrtsstraßen so schmal sind, dass wir uns immer wieder fragten, ob man hier überhaupt fahren darf – einfach geil – richtig geschaffen für uns schmalstraßenbiker 😊😊😊

…habe ich schon erwähnt, dass die sonne den ganzen tag schien? *hahahaha*

hier in manta haben wir eine traumhafte unterkunft gefunden – argriturismo il baco da seta – etwas am berg gelegen und nur über eine ganz schmale straße zu erreichen. wenn man aber oben ist, ist es sehr schön romantisch – die zimmer, das kaminzimmer, die terasse mit dem rosengarten, usw.

so ist ein tag zu ende gegangen, der für leib und seele eine richtige wohltat war.

morgen geht es richtung frankreich in die berge, schaun wir mal, was dort der wettergott mit uns vor hat.

alles liebe – albert

 

 

was heute gut begann..

…was heute gut begann, setzte sich auf dauer nicht durch.

nach unserem sonntägigen ruhetag in la spezia, wo wir von der sonne verwöhnt wurden, einen chilligen tag verbringen konnten und mit ganz leckerem essen in einem kleinen fischrestaurant (wo die leute von 19:00 bis 22:00 schlange standen) am hafen hunger und seele befriedigten.

heute fuhren wir weiter 225 km in ein kleines verschlafenes bergdorf in den ligurischen bergen – pallavicino.

wieder einmal viel regen, der zwar stellenweise aufhörte oder sich mit nebel ablößte, aber kein wetter bei dem es spaß macht am moped zu sitzen. eine hangabrutschung, die uns zudem noch viele kilometer umweg bescherte, kam auch noch dazu. an ordentliche bilder zu machen, wie wir es eigentlich vorhatten, war nicht zu denken. da fiel gar nicht auf, dass ingrids fotoapparat nicht mehr funktionierte.

das tagesziel war erreicht und wieder einmal schien die sonne. da unser hotel einen pool hatte war schwimmen angesagt. ingrid schmiß sich sogleich ins becken – ich probierte es mit der großen zehe und kam auch gleich wieder davon ab – nichts für warmduscher wie mich – das wasser hatte 13° 😨😨😨.

ja, und so hatte der tag wenigstens noch einen schönen ausklang, den wir mit einem hoffentlich sehr guten abendessen beenden werden.

alles liebe – albert

ist der schiefe turm von pisa…

…noch schief?

keine ahnung, denn der heutige fahrtag von riotorto nach la spezia war nur eine flucht vor dem regen und wir hatten überhaupt keine lust bei diesem wetter pisa zu besuchen.

zu allem übel überlebte die kamera von ingrid, mit der sie bilder während der fahrt macht, diese regentour nicht. elektrik streikt, kein display, kamera schaltet aus und ein wann sie will usw. an fotografieren nicht mehr zu denken 😢😢😢😢😢

so fuhren wir die knapp 200 km nach la spezia ohne viel nach links oder rechts zu sehen.

wie es der liebe gott so will, kaum waren wir in la spezia scheint doch wie zum hohn wieder die sonne.

wir konnten daher einen spaziergang durch den hafen machen, essen bunkern und uns mit den leckeren dingen auf unsere terrasse setzen.

fazit nach der hälfte der toskanatour – wahnsinnsgegend, natur bis zum abwinken, viel interessantes zu besichtigen einfach toll.

leider konnten wir aufgrund des wetters nicht alles besichtigen was wir geplant haben – schade, auch die bildausbeute wird sehr mäßig werden.

negatives: so schlechte straßen wie in der toskana und umbrien – speziell in den naturparks – habe ich in meinem leben noch nicht gesehen, eine einzige katastrophe.

morgen sonntag legen wir einen ruhetag ein und dann geht es in die alpen – wenn ich aber die wetterprognosen ansehe – val-d’isere 5° und regenschauer, bourg saint-bernard 3° gewitter, dann graußt es mir schon heute und ich würde am liebsten heimfahren, aber da ist es ja auch nicht besser.

na schaun wir mal, ob die höheren pässe überhaupt geöffnet sind.

liebe freunde motorradfahren ist ein freiluftsport, aber halt manchmal kein lustiger 😂😂😂

schlechtwetter trieb uns unter die erde…

…das anhaltende schlechtwetter hat uns auf der freitagsetappe von campiglia d‘ orcia nach riotorto die strecke von 225 auf 145km verkürzen lassen.

geplant war ein bad in der cascata von bagni san filippo –  einer heißen thermalquelle mit naturbecken – mussten wir leider ausfallen lassen und nach der nebelbergfahrt über den monte amiato, beschlossen wir die route zu kürzen und am schnellsten weg zu unserem nächsten termin, den archäologischen bergbaupark von san silvestro zu fahren.

die wanderung zu der aus dem 10.jahrhundert stammenden burg – rocca di san silvestro – fiel dem regen zum opfer, also beschränkten wir uns auf die besichtigung des bergwerkstollens temperino in dem schon die etrusker verschiedenste erze abgebaut hatten und eine zugsfahrt durch den stollen diretta lanzi-temperino. unter tage konnte uns der regen ja nichts anhaben 😊.

nach dieser besichtigung hatte der regen auch aufgehört – welch ein wunder – und wir konnten trockenen fußes das letzte stück nach riotorto, wo wir ein quartier direkt am meer hatten, zurücklegen.

ein strandspaziergang mit anschliessendem muschelessen machte das schlechte wetter wieder vergessen.

posten konnte ich den freitag leider nicht umgehend, da w-lan im hotel gestern nicht funktionierte.

trotzdem alles liebe – albert

wie viele variationen…

…von regen gibt es in der toskana – viele.

heute zeigte uns die toskana die ganze vielfalt an verschiedenen möglichkeiten des regnens.

der ganz zarte regen – so wie, eigentlich regnet es gar nicht und das am visier ist ja nicht der rede wert.

der sprühregen – ist nicht so heftig, macht dich aber sehr schnell naß

der schütterer – eimal kurz das case aufgemacht und schon schwimmt alles.

der platzregen – kurz aber so heftig, dass du kaum noch die straße siehst.

der windgepeitschte regen – ist besonders geschmeidig, du legst das moped eh schon mit kaum sicht in die kurve und die windböe stellt es wieder auf – hurra das liebe ich besonders.

ja liebe freunde, all diese arten von regen durften wir heute erleben – zu unserem glück gab es aber auch sonnenschein auf den heutigen 170km von montemerano über die saturnia terme, castell azzara, san casciano dei bagni und den monte amiata nach campiglia d‘ orcia.

campiglia d‘ orcia, eine kleine alte stadt, die 2004 zum unesco kulturerbe ernannt wurde.

da es bei unserer ankunft nicht regnete, brachten wir schnell unsere sachen aufs zimmer und gönnten uns einen zweistündigen spaziergang der uns für alle regenschlachten entschädigte.

ende gut alles gut

alles liebe – albert

irgendwie…

…war heute ein komischer tag. bei der abfahrt von leonessa war es grau in grau, dann sind wir dem regen davongefahren. die sonne meldete sich zu wort. nach einer sehr schönen und entpannenden fahrt über zwei passstraßen mit natur pur änderte sich meine laune.

dicke regenwolken zogen auf und eine schotterstraße kostete mich viel nerven. kaum hatten wir diese hinter uns, erwischte uns ein wolkenbruch. so schnell konnten wir das regenzeug gar nicht aus dem case nehmen waren wir schon pitschnass. nichts zum unterstellen, also zogen wir uns das zeug im strömenden regen an – wer dies schon einmal machen musste, weiß, wie wir uns gefühlt haben – mein visier war innen nasser als außen, brille angelaufen und vorbeifahrende autos die noch mächtig gas gaben damit sie uns schön anspritzen konnten – ja biken ist ein freiluftsport – nur meine lust und laune war zum kotzen. zudem känkelt ingrid, fühlt sich nicht wohl und wollte nur ins bett – machen wir, sind ja nur mehr 160km bis zum quartier – bei dem wetter gute 3 stunden – fu…

der liebe gott hatte aber erbarmen und nach einer halben stunde hörte es wieder zu regnen auf, hob aber die laune und freude am biken nicht mehr.

selbst so tolle städte wie serano, marciano, poderi oder montemerano besuchten wir schnell und lustlos, schade.

im quartier angekommen machte ich den fehler und schaute mir die wetterprognosen für die weiteren tage an – regen, regen, schnefall in den französischen und schweizer alpen und so war ich frustriert und ging gleich schlafen, nix essen frust wegschlafen.

vielleicht ist es morgen besser und ingrid fühlt sich vielleicht auch wieder wohl, also gute nacht – ein etwas frustiger albert

 

sonnenschein und schlaglochtango…

…heute war mit 318 km von assisi nach leonessa der längste fahrtag unserer tour.

die dominierenden farben waren heute – das rot der mohnblumen, olivgrün der olivenbäume und in den bergen das leuchtende gelb der ginstersträuche.

die strecke führte uns durch den parco nationale dei monti sibillini und den parco nationale del gran sasso. wahnsinnsgegend, natur pur da kommt man aus dem schwärmen nicht mehr raus. die temperatur  fiel auf 1300m bis auf 12° und ein flotter wind sorgte für leichtes frösteln bei ingrid. trotzdem, das panorama der umliegenden berge mit ihren schneebedeckten gipfeln lassen alles vergessen.

einzigartig waren auch die meisten bergstraßen in den nationalparks – schlagloch über schlagloch bis zur totalen auflösung der straße und wir tanzten den schlaglochtango bergauf und bergab – mein gott, was hätte ich für eine enduro gegeben, mit unserer „chromprinzessin“ war es schwerstarbeit.

in leonessa angekommen suchten wir verzweifelt  unser b&b. die koordinaten die auf boocking.com angegeben waren, waren so etwas von falsch, daß es falscher nicht geht. also im b&b angerufen – super, dort spricht niemand englisch oder deutsch, selbst mit meinem chinesisch, japanisch oder russisch kamen wir nicht weiter, denn italienisch können wir nur mit händen und füßen und das geht beim telefonieren sehr schwer – nach langem herumfragen (in den bergdörfern macht auch nicht jeder die türe auf) landeten wir um 18:30 in unserem quartier.

ingrid meinte nach diesem anstrengenden tag habe ich mir ein gutes abendessen verdient.

das problem, weit und breit kein lokal, kein supermarkt. also gingen wir auf die suche und siehe da nach 2,5 km fußmarsch lag einsam und verlassen ein cafehaus mit pizzeria vor uns. nicht sehr vertrauenerweckend aber wir hatten hunger, also rein mit uns.

jetzt kam die überraschung, das essen hatte nichts mit der optik des lokales zu tun. papa andrea kochte und monica servierte: einen gemischten vorspeisenteller klassisch, spaghetti al tartufo u d petto si pollo con panne e tartufo. dazu rotwein und grappa.

für jemanden der trüffel mag und wir mögen trüffel, besonders ingid, war es unwahrscheinlich yammi.

so abgefüllt fiel uns der 2,5 km lang heimweg nicht schwer. aber jetzt haben wir uns ein bett verdient – gute nacht und alles liebe – albert