die verlorene kultur der damaras …

die verlorene kultur der damaras war unsere erste anlaufstation unseres heutigen tagesausfluges.

im lebenden museum der damara wird zum ersten mal überhaupt die verlorene kultur der damaras rekonstruiert und wir hatten dort die möglichkeit, diese faszinierende traditionelle kultur kennen zu lernen. zusammen mit den buschleuten gelten die damaras als die „ureinwohner“ namibias. ihre ursprüngliche jahrhundertalte kultur war eine mischung von archaischer jäger- und sammlerkultur und der viehzucht von rindern, ziegen und schafen. wir erfuhren auch, dass die damaras schon sehr früh die schmiedekunst beherrschten und so viele gegenstände aus metall herstellen konnten. sehr interessant fand ich auch die erklärung und demonstration ihrer naturheilkunde (www.lcfn.info/de/damara/home).

nach den damaras ging unsere fahrt weiter nach twyfelfontain.

„twyfelfontain“ – der name bedeutet so viel wie „fontäne des zweifels“, da sich die weissen farmer, die sich hier niederliessen, nie ganz auf die quelle verlassen konnten. „twyfelfontain“ ist eine der wichtigsten fundstätten von felsbildern in namibia. die felsbilder sind heute nur in begleitung eines führers zu besichtigen, der uns in einer knapp zweistündigen wanderung hinauf zu den felsplatten führte.

unser nächstes ziel waren die „organ pipes“. bis zu fünf meter hohe basaltsäulen, die vor 120 millionen jahren durch eindringen von lavamasse in das schiefergestein entstanden.

von den „organ pipes“ machten wir einen abstecher zum 200m hohen „burnt mountain“ (verbrannter berg), der durch sein dunkles schiefer- und basaltgestein aussieht, als hätte hier ein heftiges feuer gewütet.

die rückkehr zu unserer unterkunft gestaltete sich aufgrund der sehr schlechten straße ziemlich holprig und staubig. so beschlossen wir uns den staub bei einem kitschig schönem sundowner aus den kehlen zu spülen.

morgen geht es dann weiter nach palmwag zur „grootberg lodge“. das aber ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

die „white lady“…

die „white lady“ – bevor wir heute nach khorixas zur „damara mopane lodge“ aufbrechen, wo wir die nächsten zwei tage verbringen werden, machten wir eine zweistündige wanderung, um uns die „white lady“ anzusehen.

die „white lady“ ist eine felszeichnung in der tsisab-schlucht des brandbergmassivs.

wie man heute trotz fehlender weiblicher formen annimmt, stellt die figur einen krieger oder eher noch einen schamanen dar. früher deutete man die gegenstände die „sie“ in händen hält als gefäss oder lotosblume. heute geht man davon aus, dass es sich bei den gegenständen um eine jagdausrüstung handelt und die figur daher männlich ist. die bezeichnung „white lady“ wurde aber bis heute beibehalten.

neben der „white lady“ sind zahlreiche weitere figuren mit speeren oder bögen zu sehen, die vom typischen jagdwild wie oryx und zebras umgeben sind. die zeichnungen werden auf zwei- bis viertausend jahre geschätzt. es wird angenommen, dass es sich um einen traumtanz eines schamanen – „white lady“ – handelt, der mit hilfe der geister in tiergestalt zum jagdglück beitragen soll. diese annahme ist aber bis dato nicht bewiesen.

durch den massentourismus wurden viele der malereien zerstört. auch von der „white lady“ sind nur noch vage überreste erhalten. dies ist auch der grund warum man die eineinhalb- bis zweistündige wanderung nur gegen eine gebühr mit einem lizenzierten guide des brandberg community tourist projects unternehmen kann.

alles in allem, eine schöne lohnende wanderung in herrlicher natur mit einer interessanten geschichte – die natürlich vom guide vieeeeeel ausführlicher und spannender erzählt wurde.

die anschliessende fahrt zu unserer unterkunft die „damara mopane lodge“  (http://www.gondwana-collection.com/the-damaraland-experience/accommodation/damara-mopane-lodge) in khorixas gestalteten wir gemütlich und die umgebung geniessend auf den kleinsten sandpisten die zu finden waren.

den morgigen tag werden wir zu einem längeren ausflug nutzen um uns die „damaras“ im „damara living museum“, die twyfelfontain usw. anzusehen. das aber ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

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62 kilometer im sandsturm …

62 kilometer im sandsturm, aber schön der reihe nach.

swakopmund verabschiedete uns mit dichtem nebel. keine seltenheit in diesem küstenstädtchen, aber als wir losfuhren, und kein bisschen sonne zu sehen war, ist unser stimmungsbarometer schon etwas gesunken.

unser heutiger tag ging entlang der küste zum „zella wrack“. nebel über nebel und auch das wrack lag im nebel. na ja, ein schiffswrackfoto

und weiter auf der c34 durch die trübe suppe. nach henties bay entschieden wir nicht weiter nach cape cross zu fahren – a) wegen des wetters, b) wir hatten schon genug robben gesehen und c) jeder hat uns davon abgeraten, da es dort wirklich erbärmlich stinkt. also ist uns die entscheidung nicht schwer gefallen und wir bogen in die c35 richtung brandberg ein.

langsam klarte der himmel auf und die sonne schien, wie es sich für afrika gehörte. nach einigen weiteren kilometern kam ein recht starker wind auf. na ja, die straße war breit, also taumelten wir durch die windböen, aber… der wind wurde zum sandsturm.

der sandsturm war zeitweise so heftig, dass wir stehen bleiben mussten, da die sicht 0 war. insgesamt zuckelten wir 62 kilometer mit einer geschwindigkeit zwischen 0 und 30 km/h brandberg entgegen. sehr anstrengend und auch gefährlich, da trotz eingeschalteter scheinwerfer, entgegenkommende fahrzeuge erst unmittelbar vor einem zu sehen waren. mit viel geduld erreichten wir schliesslich brandberg und quartierten uns in die „brandberg white lady lodge“ (www.brandbergwllodge.com) ein.

morgen weden wir eine wanderung zur „white lady“ machen und anschliessend unser nächstes ziel, die „damara mopane lodge“ ansteuern, wo wir die nächsten zwei tage verbringen werden.

das ist aber eine andere geschichte, über die wir berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

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die besten austern der welt …

die besten austern der welt kommen aus namibia. warum?

die gleichmäßige kühle temperatur des atlantiks und vieeeeeel plankton lassen die austern schnell wachsen und die planktonreiche ernährung sorgt für den besonderen ganz einzigartigen geschmack.

das war aber nicht der ausschließliche grund, warum wir bereits am frühen morgen eine katamaran fahrt duch die walvis bay unternahmen (www.namibiancharters.com). klar, die in aussicht gestellte austernverkostung mit champagner war schon ein anreiz, überhaupt wenn man austern so gerne isst wie ich.

pünktlich um 08:30 uhr legten wir ab. noch lag nebel über dem wasser und es war ganz schön kalt, aber das sollte sich im laufe des tages ändern. das programm war einfach, durch die walvis bay vorbei an den ankernden frachtschiffen und einer ehemaligen bohrinsel, die jetzt nur mehr für wartungsarbeiten an schiffen verwendet wird, direkt zu den sandbänken der robben und komorane.

kurz nach dem wegfahren bekamen wir besuch einer robben dame an board, die sich gerne zum fotoshooting überreden liess. ein zwei fische und die sache war erledigt *ggggg*. die spendierten fische lockten auch die dem schiff folgenden pelikane aufs deck. und, na klar, bekamen die auch ihren fischanteil.

mit der zeit hob sich der nebel und die sonne zeigte sich wieder von ihrer besten seite. bei den sandbänken angekommen, herrschte ein gewusel und gedränge – tausende komorane und hunderte robben mütter mit ihren jungen und dazwischen eine möve, die sich einen aal gefangen hatte, den ihr eine junge robbe wieder abnehmen wollte. doch keine chance, der aal gehörte der möve. ein erlebniss war es auch, als sich tausende komorane fast gleichzeitig in die luft erhoben und als schwarzer riesenschwarm davon zogen.

es war bereits mittag geworden, und die austernverkostung stand auf dem programm. die schiffscrew brachte ein tablet nach dem anderen auf den tisch. ganz frische austern, überbackene austern und für jene die diese dinger nicht essen, fleischbrötchen, gebackenen fisch und vieles mehr – ausreichend für alle gäste. die austern waren so frisch und gut, dass selbst ingrid, die austern bisher strikte ablehnte, drei stück mit genuß verspeiste. nach einigen gläsern champagner und dem guten essen kehrten wir in den hafen zurück.

ein herrlicher tag auf see, den wir gemütlich in swakopmund mit einem kurzen besuch des kleinen meeresaquariums und einem spaziergang auf dem langen steg – der jetty – ausklingen liessen.

morgen machen wir uns auf den weg richtung brandberg und twyfelfontein, wo unsere nächsten stopps sein werden. das ist aber eine andere geschichte, über die wir berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

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die wüste lebt …

die wüste lebt und wie sie lebt. davon konnten wir uns an unserem zweiten tag in swakopmund eindrucksvoll überzeugen.

mit „living desert tour“ (www.livingdesertnamibia.com) unternahmen wir am morgen eine knapp fünfstündige wüstentour. mit einem 4×4 und drei guides ging es in den dünengürtel, dem „dorob nationalpark“.

„chris“, einer der drei guides, erklärte uns zuerst auf amüsante aber auch sehr informative und einprägsame weise wie die wüste funktioniert. wie sich die sanddünen bilden, welchen winkel die wind abgewandte und jene die im wind stehende seite bilden, usw.

chris zeigte uns wie die nahrungskette der in der wüste lebenden tiere funktioniert. auf welcher seite der düne sich das, wie er es nannte, „müsli“ bildet. das „müsli“ ist die erste station der nahrungskette und bildet sich am fusse der düne aus gräsern, blüten, samen, etc. die durch den wind viele kilometer angetrieben werden. der rest ist einfach – der größere frisst den kleineren. bei dieser so spannenden demonstration wurde jedem wirklich bewusst, wie empfindlich und leicht unwiederbringlich zerstörbar die wüste ist. wagenspuren der ersten siedler vor über 150 jahren sind heute immer noch zu sehen, genau wie die reifenspuren der hobby-offroader, die glauben sich hier verwirklichen zu müssen. die annahme, der nächste sandsturm deckt wieder alles zu, ist falsch.

die wüste lebt. sie bietet, unterstützt duch den küstennebel (micro regen), einer vielfalt an pflanzen und tieren unterschlupf. man muss nur genau hinsehen, denn es lohnt sich auch die „little 5“ zu entdecken.

zur erfrischung gab es am nachmittag wieder ein grooooooßes leckeres eis *freuuuuuu* (weil es heute auch keinen sundowner gibt) und dann zur erholung faulenzen, faulenzen und ein bischen faulenzen.

den morgigen tag werden wir mit einer katamaran fahrt duch die walvis bay verbringen, das ist aber eine andere geschichte, über die wir berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

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die romantischste nacht…

die romantischste nacht. nachdem wir von der „gondwana namib desert lodge“ in das „namib dune star camp“ (www.gondwana-collection.com/the-namib-experience/accommodation/namib-dune-star-camp) gebracht wurden, waren die wolken am himmel noch etwas dunkel und es sah nach regen aus. oijehhh, doch unsere befürchtungen bestätigten sich nicht, denn der leichte wind trieb die wolken richtung berge. also raus auf die terasse und schnell noch einen guten kaffee genossen. vor dem abendessen konnten wir auch noch einen – ja richtig – tollen sundowner erleben. es war sehr lustig anzusehen, wie sich eine kleine gruppe chinesen lautstark über die untergehende sonne freute – so wie wir. nach dem obligaten gin tonic ging es zum abendessen.

total romantisch, mit mehreren tischfeuern und ganz toller deko eingedeckt, wurde uns speis und trank serviert. es entwickelten sich auch fröhliche tischgespräche mit den chinesen, die sich immer wieder entschuldigten, weil sie so viel und lautstark reden *hahahaha*. ausgezeichnetes essen und der sehr gute wein hoben unser wohlbefinden – ja das hört sich gespreitzt an, war aber so. während des essens ging eine der chinisischen frauen um den tisch und gab jeden aus der chinisischen gruppe aus einer grossen plastikbox etwas auf den teller. neugierig wie ich bin fragte ich, was denn die grünen dinger seien – „tschando“ war die lächelnde antwort. „tschando?“ noch nie gehört. ob ich es nicht auch probieren möchte – „ja, sehr gerne“ aber „ist das scharf?“ – „neiiiiiiiin, nicht scharf“ und genau das lachen und das lang gezogene „neiiiiiiiin“ hätten mich stutzig machen sollen. unter grossem johlen und applaus schob ich mir „tschando“ – es ist ja nur ein gemüse, so wie grüne fisolen – in den mund. 26 augenpaare schauten mich neugierig an. hölle tod und teufel, was verstehen die chinesen unter „neiiiin, nicht scharf?“ unter lautem lachen erklärten sie mir das dies eine gemüsespezialität aus der region sechuan sei. aber man(n) ist ja tapfer und so waren sie ganz erstaunt, als ich um einen nachschlag von „tschando“ bat. ja, so gewinnt man die herzen der chinesen *looool*.

nach dem abendessen zogen wir uns in unser kleines häuschen zurück. der wind hatte sich in der zwischenzeit komplett gelegt, die wolken hatten sich verzogen und der himmel zeigte uns alle seine sterne. also schnell unser bett auf die terasse gerollt und die romantischste nacht seit langem verbracht. als jugendlicher war ich oft mit dem zelt und schlafsack unterwegs und habe im freien geschlafen, aber noch niemals in einem 2x2m großen komfortbett die milchstraße, die venus, das kreuz des südens, usw. beobachtet. wir wollten gar nicht einschlafen, so schön war das, doch irgendwann sind uns die augen zugefallen und wir schliefen tief und fest unter freiem himmel.

am nächsten morgen stellte man uns kaffee zum wach werden vor das haus, bevor man uns anschliessend zu einem ausgiebigen frühstück in die „gondwana namib desert lodge“ brachte. nach dem frühstück machten wir uns auf den weg über den „gaubpass“ nach swakopmund

 

ehe wir zum quartier fuhren schauten wir uns die salzgewinnung bei der „walvis bay“ an und fuhren danach ein wenig zum sandfahren an einen einsamen strand. schade, dass der atlantik so kalt ist, denn hier wäre es sehr schön zum schwimmen gewesen. na ja, das meer und die wellen anschauen hat auch etwas für sich.

die nächsten drei nächte verbringen wir im „the delight hotel“, ein sehr neues hotel mit jeglichem komfort – sehr zu empfehlen. am programm der nächsten zwei tage steht eine wüstentour und eine bootsfahrt zu den robben (mit austernessen *mhhhhh*).

aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden.

in der zwischenzewit alles liebe von den

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düne45…

düne45, für jeden namibia-neuling ist das wie ein zauberwort. „düne45“, die wissenden nickten, die unwissenden stellten die ohren auf um noch mehr informationen zu bekommen. die „düne45“, da musst du rauf, die musst du gesehen haben, sonst warst du nicht in namibia.

ja und diese tatsache wird natürlich von jedem touristen – und in namibia sind sehr viele unterwegs (das land erlebt einen reiseboom, gepuscht von allen deutschen, chinesischen, französischen, usw. reiseveranstaltern) – wahrgenommen.

auch wir planten „unsere“ düne45 zu erklimmen. 04:30 uhr läutete der wecker. duschen und ab zum drei kilometer entfernten frühstück (unser camp hat ja keine verpflegung angeboten), schnell frühstücken und um 06:00 uhr standen wir vor dem einfahrtsgate. wir ahnungslosen namibia-neulinge dachten die ersten zu sein – hahahahaha – die wartende autoschlange war bereits schier endlos lang. so lange wie mein gesicht, angesichts der tatsache vieeeele touristen vor uns zu haben. „geduld lieber albert, geduld“ wahren die beruhigenden, aufmunternden worte meiner frau – ok was blieb mir übrig.

pünktlich um 06:00 uhr öffnete das gate und das rennen begann. im park sind 60km/h geschwindigkeitbegrenzung. ich fuhr 60km/h, jedoch als ich von einem auto nach dem anderen überholt wurde, steigerte ich zur unzufriedenheit meiner lieben gattin das tempo. 80km/h war jetzt meine reisegeschwindigkeit, doch auch dies reichte nicht aus um nicht immer wieder überholt zu werden.

so, die 60km zur düne waren geschafft und der parkplatz noch halbwegs leer. jetzt kam der schöne teil, der aufstieg auf die „düne45“. drei schritte vor und zwei zurück, das war die marschrichtung – immer an der kante entlang. wir stapften durch den sand, manche haben sich die schuhe ausgezogen und gingen barfuss, doch wir blieben mit unserem sand in den schuhen. immer weiter, steil bergauf die 20cm breite dünenkante entlang. mit jedem schritt wurde der ausblick schöner. trotz der frühen stunde brannte die sonne bereits auf uns nieder. blauer himmel und der rot-gelbe sand der immer wieder über die dünenkante wehte. geil, einfach geil. am letzten zipfel angekommen genossen wir das herrliche panorama.

für den abstieg wählten wir nicht den selben rückweg über die dünenkante – nein – wie die kleinen kinder hüpften und rutschten wir fast in der falllinie durch den wegspritzenden sand die düne hinab.

unten angekommen stellten wir fest – ja, es stimmt, auf der düne45 musst du gewesen sein.

jetzt konnten wir uns entspannt dem nächsten tagesziel widmen – sossusvlei und deadvlei. also rein ins auto und die wenigen kilometer weiter. vom ersten parkplatz, für alle 2×4, führt eine tiefe sandpiste zu einem weiteren parkplatz, doch die strecke ist nur mit einem 4×4 zu bewältigen – na ja, wir hatten ja einen, unseren „ford ranger“. vom end-parkplatz wanderten wir bis ins „deadvlei“. wer die wüste mag wird sehen, dass die wüste lebt und wird die zeit dort entspannt verbringen. wer sie nicht mag sieht nur sand und wird bald wieder gehen. wir mögen die wüste mit ihrer vielfalt an formen und farben.

da wir ausgiebig gefrühstückt hatten verzichteten wir auf ein mittagessen und machten uns auf den weg zum „sesriem canyon“. die 60km zurück zum eingangsgate und dann noch weitere 5km bis zum canyon waren rasch erledigt – obwohl ich deutlich langsamer gefahren bin als am morgen.

der „sesriem canyon“ ist natürlich nach der düne45, dem sossusvlei und dem deadvlei nicht ganz so impossant, aber er ist es wert hinabzusteigen und durch das ausgetrocknete flussbett zu wandern.

da ausreichend steine vorhanden waren, und wir gerade an unsere beiden enkelkinder dachten, baute ich die enkelkinder, tochter und schwiegersohn mit steinen nach. na ja, so kann man auch an seine lieben denken *ggg*.

nach der canyonwanderung machten wir uns auf den weg zu unserer unterkunft für die nächste nacht, der „gondwana namib desert lodge“ (www.gondwana-collection.com/the-namib-experience/accommodation/namib-desert-lodge), wo nicht nur wieder reisebusse, sondern auch der von mir bereits vermisste sundowner stattfand – endlich wieder gin tonic  *loooooool*.

der anschliessende tag war zur entspannung vorgesehen – einfach relaxen, am pool einen kleinen powernap machen, kaffeetrinken usw. wirklich einmal nichts tun – hahahaha – das sind wir gar nicht mehr gewohnt. am nachmittag wurden wir in das zur „gondwana namib desert lodge“ gehörende „namib dune star camp“ (www.gondwana-collection.com/the-namib-experience/accommodation/namib-dune-star-camp) gebracht, wo wir die romantischste nacht seit urzeiten verbracht haben.

aber das ist eine andere geschichte, über die wir das nächste mal schreiben werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

eine ganz abgelegene ranch…

die ganz abgelegene ranch koiimasis mit ihrer farm-lodge „fest inn fels“ war unser nächstes ziel.

von aus ging es in die tiras berge

über staubstraßen und schotterpisten – aber, die einsamkeit namibias, über die so oft in reisebeschreibungen und reiseführern berichtet wird, finden wir hier im südlichen teil namibias nicht. vielleicht sind für manche der reisenden, die alle fünf minuten staubfahnen hinterherziehenden offroadfahrzeuge, suv´s und touristenbuse wenig verkehr – für mich halt nicht.
dieser umstand konnte uns die laune aber nicht verderben…

…denn 20km vor unserem ziel zweigte eine kleine privatstraße zu unserer farm-lodge ab. also raus aus dem wagen, ingrid, auf das gatter, und los geht‘s mit der genüsslichen fahrt, alleine auf der kleinen schmalen sandpiste und entlang der roten granitfelsen – so macht das spass.

nach mehr als 20 km erreichten wir die farm-lodge „fest inn fels“ (www.namibia-farm-lodge.com/). wooooooow welch eine lodge. nur vier häuser (also max. 8 personen) und rundherum natur pur. das ist es, was wir uns für uns als unterkunft vorstellen und suchen – nicht die touristenbus-lodges.

ausgezeichnete küche, verwöhnpersonal und super tolle chalets mit „dem schönsten wc afrikas“ *loool*.

am nachmittag unternahmen wir mit thomas, dem sohn der familie izko, die die farm bereits in fünfter generation betreibt, eine erkundungstour über das farmgelände. thomas zeigte uns mit sehr viel leidenschaft „sein“ zu hause. den farmbetrieb, der sich aus mehreren standbeinen zusammensetzt – rinderzucht, pferdezucht, federviehzucht und seit neuestem auch eine emuzucht. die mutter von thomas verwaltet den großen gemüsegarten und die campingstellplätze. dann war thomas in seinem element – er fuhr mit uns in die berge und zeigte uns eine schlucht, in der in früheren zeiten buschmänner gelebt haben. zahlreiche funde wie pfeilspitzen, kochstellen, werkzeugteile und wandmalereien dokumentieren die anwesenheit der buschmänner. eine ganz tolle und hoch interessante erkundungstour – und – natürlich mit anschliessendem sundowner *hahahaha*, ich kann nicht genug davon bekommen.

der nachmittag und abend ist viel zu schnell vergangen, schade das wir nicht noch einen tag anhängen konnten, denn z.b. ein ausritt mit thomas über das farmgelände hätte sicher sehr viel spass gemacht – na ja, man kann eben nicht alles haben.

nach einem guten und ausgiebigen frühstück machten wir uns auf den weg in das „desert quiver camp“ (www.desertquivercamp.com).

die unterkunft selbst ist nicht schlecht, aber die information, dass wir drei kilometer hin und wieder drei zurück jeweils zum abendessen und frühstücken in die sossusvlei lodge fahren mussten, war herb. nach langen fahrtagen extra für das leibliche wohl wieder ins auto steigen müssen, wieder über holprige schotterpisten und im stockdunklen fahren, ist nicht was man für einen gemütlichen tagesausklang braucht, aber uns kann auch das nicht die laune vermiesen.

den ganzen tag über war sonnenschein, also wurde in der „sossusvlei lodge“ für das abendessen im freien aufgedeckt. als wir jedoch bei unserem cider-sundowner mit gut gekühltem savanna light saßen – heute gibt es, man glaubt es kaum, keine sundowner fahrt, zog ein heftiges gewitter auf und es schüttete wie aus kübeln. das abendessen im freien wurde abgesagt. armes personal, mit plastiktüten über den kopf räumten sie die bereits schön gedeckten tische wieder ab. gut, dass es nach einiger zeit wieder zur regnen aufhörte, denn die drei grillstaionen waren fix im freien und konnten nicht indoor verlegt werden.

nach dem sehr guten abendessen zogen wir uns in unsere entfernte unterkunft zurück um zeitig schlafen zu gehen, denn für morgen steht die „düne45“, „sossusvlei“, „deadvlei“ und der „sesriem canyon“ auf dem programm.

aber das ist eine andere geschichte, über die wir das nächste mal schreiben.

in der zwischenzeit alles liebe von den

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namibia, der dritte teil unserer afrika reise hat begonnen…

namibia, der dritte teil unserer afrika reise hat begonnen. nachdem wir von johannesburg nach windhoek geflogen sind, war gleich in windhoek unsere erste station in einem kleinen aber sehr guten b&b – “the elegant guesthouse“ (www.the-elegant-guesthouse.de).

der erste eindruck von namibia, oder besser gesagt von windhoek, versetzte uns in erstaunen. wir wollten um ca. 19:00 uhr in das nur wenige minuten von unserer unterkunft gelegene „joe´s beerhoese“ (www.joesbeerhouse.com) gehen – ein muss, hat man uns gesagt. na gut, doch als wir uns auf den weg machen wollten, erklärte uns die dame an der rezeption, dass a) es hat leicht zu regenen begonnen und b) es ist bereits dunkel. diese zwei komponenten reichten aus uns dringend von einem fußmarsch abzuraten – „bitte nehmen sie sich ein taxi, die straßen sind bei diesen verhältnissen und um diese uhrzeit nicht sicher“ na gut, also ein taxi. nach drei minuten fahrt waren wir im „joe´s beerhouse“ angekommen. tolles ambiente, sehr gut gezapfte biere und ein gutes essen.

der abend war gerettet und auf der 3-minütigen taxi heimfahrt ist uns auch nichts passiert.

am nächsten tag machten wir uns auf den weg richtung süden.

unser erstes ziel war die „gondwana kalahari anib lodge“ (www.gondwana-collection.com/the-kalahari-experience/accommodation/kalahari-anib-lodge) in der nähe von mariental. wir fuhren die paralell zur b1 laufende c15 gravel road über stampriet, um den teerstraßen zu entkommen.

am abend gab es einen sunset drive mit einigen tiersichtungen und einem soooo schön kitschigen sonnenuntergang – ich liebe es, mit einem glas gin tonic der sonne beim untergehen zuzusehen *lol*.

 

der zweite fahrtag führte uns weiter südlich zum fish river canyon.

zwei nächte verbrachten wir in der „gondwana canon village lodge“ (www.gondwana-collection.com/the-fish-river-canyon-experience/accommodation/canyon-village) und am abend – na klar – sundowner fahrt mit gin tonic *hahaha*. ich glaube, wenn das so weiter geht, werde ich zum alkoholiker, aber es ist immer so schön, den tag auf diese art ausklingen zu lassen.

 

im fish river canyon stand eine 3-stündige fahrt zum canyon auf dem programm, der von der lodge organisiert wurde. gottseidank nur mit zwei weiteren gästen und nicht mit einer der unzähligen reisegruppen, die in den gondwana unterküften untergebracht sind. ein herrlicher ausflug mit der besichtigung des weltweit zweitgrößten canyons.

…und am abend? na ich trau´s mich gar nicht zu schreiben, eine ……fahrt mit……

vom fish river canyon ging‘s weiter nach aus in die nächste gondwana lodge „klein aus vista lodge“ (www.gondwana-collection.com/the-aus-mountain-experience/accommodation/desert-horse-inn).

unser programm – nachmittagsruhe und vorbereitung auf den, ja richtig, auf den sundowner. diesmal ohne gin, denn der wird in dieser lodge nicht serviert, zumindest nicht als kostenloses sundowner getränk – na ja, ein bier brachte die sonne auch zum verschwinden.

den nächsten tag begannen wir mit einem tankstop bei einem kuriosen roadhouse und mit dem besuch eines viewing points, bei dem es wildpferde zu besichtigen gibt – leider zeigte sich nur ein einziges wildpferd, aber ok, immerhin haben wir ein wildpferd gesehen. den abend werden wir auf einer ganz abgelegenen ranch verbringen.

aber das ist eine andere geschichte, über die wir das nächste mal schreiben.

in der zwischenzeit alles liebe von den

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wir verlassen südafrika…

wir verlassen südafrika. auf dem weg zu unserer letzten nacht, ca. 100 km vor johannesburg, besuchten wir noch das von der österreichischen organisation „vier pfoten“ ins leben gerufene großkatzenschutzprojekt „lions rock“, in der nähe von betlehem.

wir durften die sehr große und sichere anlage besichtigen und uns davon überzeugen, dass hier die aufgenommenen tiere wirklich eine zweite chance für ein gutes (zweites) leben erhalten. artgerechte haltung, in sehr sehr großen gehegen, mit einer perfekten medizinischen betreuung. die tiere wirken entspannt und zufrieden, froh ihrem bisherigen leben entkommen zu sein. hier kann man sehen, wie spendengelder gut und zweckgebunden angelegt sind. näheres sollte man sich auf der webseite von vier pfoten oder lions rock ansehen (www.vier-pfoten.at/projekte/grosskatzen/lionsrock).

am nächsten tag machten wir uns zeitig auf den weg nach johannesburg zum flughafen. bereits 50km vor johannesburg konnten wir die riesige smogglocke, die über der stadt hing, sehen. etwas nachdenklich stimmten uns auch die zwei riesigen atomkraftwerke mit je sechs!!! mailern, die in unmittelbarer nähe der großstadt stehen.

am flughafen angekommen gönnten wir uns vor dem abflug nach namibia noch ein ausgiebiges frühstück. ganz toll und sehr schmackhaft – aber warum geben sie plastikbesteck dazu? reicht es nicht mit der ganzen müllszene?

resümee von südafrika und swaziland

  • am besten gefallen hat uns – swaziland
  • die meisten tiere sahen wir – stone camp in mkhaya game reserve in swaziland
  • am beeindruckensten war – rhinos die bis auf einen halben meter an unseren wagen kamen
  • am berührensten war – tauchen mit der großen delphin schule
  • die besten unterkünfte waren – stone camp (mkhaya game reserve), the elephant guesthouse,
  • das beste essen hatten wir – rhino post tendet camp, fischrestaurant „the galley beach bar“
  • am meisten willkommen fühlten wir uns – shewula mountain camp
  • das lustigste ereignis war – mit den dorfbewohnern von shewula ihr selbstgebrautes bier zu verkosten
  • unglaublich war – die prognosen der beiden unabhängigen heiler (sangomars)
  • erstaunt waren wir – als wir in st. lucia die hippos am abend mitten in der stadt sahen
  • so gar nicht gefallen haben uns – die riesigen atomkraftwerke unmittelbaur vor johannesburg
  • zu käpfen hatten wir – mit den 1000enden pothols auf südafrikas straßen

alles in allem war swaziland zu 100% und südafrika zum großteil eine reise wert.

bis zum nächsten mal, alles liebe von den

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sechs stunden bergwandern auf 3080m höhe …

sechs stunden bergwandern auf 3080m höhe zum amphitheatre und zu den tugela falls – dem zweit höchsten wasserfall (948m) afrikas.

zunächst sind wir von den südlichen drakensbergen – underberg – in einer schönen aber ereignislosen fahrt in die nördlichen drakensberge in die „witsieshoek mountain lodge“ (www.witsieshoek.co.za) gefahren.

am späten nachmittag angekommen und der feststellung – selbst in diesem teuren schuppen funktioniert das internet nur fallweise und dann auch noch schlecht, machten wir einen bergführer ausfindig, den wir für den nächsten tag buchten.

ab 18:00 uhr gab es abendessen und man erklärte uns – „heute gibt es nur buffet“. ok – „zum preis von 175,00 zar“. für südafrika eine sehr teure angelegenheit, aber du hast keine möglichkeit, denn die lodge liegt einsamst am fusse des gebirges. na gut, wir nehmen das buffet. voller erwartung was man uns da alles auftischen wird nahmen wir platz. „zum trinken?“ ja, nehmen wir halt ein großes bier. „nein, wir haben nur kleine flaschen und auch kein offenes bier“. na dann halt eine kleine flasche – „preis: 40,00 zar“. upps, in den besten lokalen und lodges zahlten wir 23,00-30,00 zar. na ja, wie gesagt du hast keine alternative. so jetzt ran ans buffet – drei salate (rote rüben-, kraut- und griechischer salat) standen bereit, eine pilzsuppe und als hauptspeise lammragout und trockener gebackener fisch.

also kurz auf den punkt gebracht – das hotel kann man unter nicht schlecht einreihen, aber wenn man in die „witsieshoek mountain lodge“ fährt, nehmt essen und trinken mit, dann kann das durchaus positiv werden.

am nächsten morgen regnete es leicht und der nebel war so dicht, dass wir kaum etwas sahen. können oder sollen wir bei diesem wetter auf den berg? die antwort nahm uns der gut gelaunte bergführer, samson, ab. „oben wird es sicher schön, wir gehen“. rein ins auto und ab zum ausgangspunkt der wanderung.

und wirklich wahr, als wir am ausgangspunkt ankamen, schaute die sonne bereits hinter den wolken hervor. das hob schlagartig die laune – ähhhh, wie lange wird die tour dauern? „sechs stunden oder ein bisserl mehr“ – na, meine gute laune über das wetter verflog angesichts eines für mich bevorstehenden „bergmarathons“. aber es gab kein zurück. samson, ingrid und drei andere liefen bereits los – ich hinterher. der weg ständig bergauf und nur 30-50cm breit. geröll, steine, wurzeln und andere hindernisse erleichterten mir das fluchen über den gedanken, warum bin ich da überhaupt mitgegangen. stetig bergauf, über schräge glatte felswände, aussetzungen und immer neben mir der tiefer werdende abgrund. für bergsteiger oder bergwanderer kein problem, aber für mich absolut nicht schwindelfreien menschen, der schon höhenangst bekommt wenn er auf einem stuhl steht, der horror. „schau doch albert, wie schön und gewaltig die aussicht ist“ – grrrrrrrr – „na geh, geniesse es doch“. ja, ja weiter schritt für schritt und immer zum berg gelehnt. als ich keuchend und verschwitzt zur gruppe aufschloss, sah ich erst was jetzt auf mich zukam – 40 meter eisenleitern die wackelig am den felsen befestigt waren, mussten senkrecht bestiegen werden. na gut, an mut fehlte es mir ja nicht, aber die angst vor der höhe liess meinen magen krampfen, dass mir kotzübel wurde. na gut, mehr als abstürzen konnte ich ja nicht, also rauf auf die leitern. schweissnass kam ich oben an – geschafft – ein bisserl stolz war ich auch auf mich, und als ich ingrid strahlen sah, weil ich es geschafft hatte, kam ich mir fast wie ein held vor. aber ich war nicht der einzige, der sich fast in die hose gepisst hätte *lol*.

die wanderung am plateu zum amphitheatre war ein so schönes gefühl, jetzt konnte ich die tour erst geniessen. nach einer kurze mittagsrast, mit traumhaftem ausblick, drängte unser guide zum rückmarsch, denn das wetter begann schlechter zu werden. im schnell aufkommenden nebel wanderten wir wieder zu den eisenleitern. oh gott, runter musste ich ja auch, aber das klappte ganz gut und von stufe zu stufe wurde ich lockerer. geschafft, jetzt war der rückweg ein kinderspiel.

das wetter änderte sich im minutentakt – sonne, nebel, sonne usw. – nach etwas mehr als sechs stunden standen wir wieder am parkplatz unseres ausgangspunktes. müde, aber so froh, dass mich meine liebe frau zu dieser traumhaften tour überredet hatte. ich möchgte dieses erlebnis auf gar keinen fall missen.

alles liebe bis zum nächsten mal von den

hovi´s on tour

kein wetterglück am sani pass …

kein wetterglück am sani pass. wir fuhren zum vereinbarten treffpunkt, zur sani pass lodge, dem ausgangspunkt für unsere 4×4 „sani pass tour“.

pünktlich um 09:00 uhr ging es los. fünf erwartungsvolle „touristen“, ein guide „stuart“ und ein alter defender. noch schien die morgensonne und die stimmung war gut. stuart erklärte uns die verschiedenen pflanzen und tiere entlang des weges – stuart ist vogel- und pflanzenexperte und führt auch eigene touren in diesem sinne durch. die straße wurde zunehmend schlechter, wie das wetter auch. tiefe auswaschungen, geröll und schotter machten die fahrt zur schaukel(tor)tour. teilweise nur im ersten gang kämpfte sich der defender kurve um kurve durch die immer steiler werdende piste. die zunehmende bewölkung tat aber der guten stimmung keinen abbruch. noch waren wir uns alle einig, dass wird noch, die sonne wird schon zurück kommen. aber wir irrten, am sani pass angekommen keine wetterbesserung.

der grenzübergang nach lesotho war problemlos. auf der lesotho seite war nichts mehr vom schlechten straßenzustand zu sehen, feinster asphalt war jetzt unter den gummis. geplant war ein mittagspicknik nahe dem höchsten punkt in 3240 m höhe. doch jetzt war der liebe gott ein spielverderber. schwerer regen, gefolgt von sturmböen und nebel bis in kopfhöhe machten ein picknik im freien unmöglich. na gut, da haben wir halt unser essen im auto genossen und kopfschüttelnd das wetter beobachtet – hatte auch seinen charme. leid tat mir nur der hirte, der im freien seine schafe hüten musste.

nach dem indoor mittagstisch machten wir uns auf den rückweg. wir hielten noch in einem lesotho dorf an, wo uns der guide aus dem zweiten defender eine stunde mit herrlichen geschichten aus seinem dorf und der lebensweise der lesothoer erzählte. wir durften wieder selbst gebrautes bier trinken (schmeckt wie das in swaziland) und selbst gebackenes brot verkosten. interessant fand ich auch die geschichte, dass die männer ihr baby erst nach d r e i !!! monaten sehen dürfen. so kam es, dass der guide nach der geburt nur ein bild von seinem sohn per whatsapp erhalten hat und nun drei monate das handybild geküsst hat, immer in der hoffnung, dass es wirklich sein sohn ist und nicht irgend ein (kuckucks) kind – nach drei monaten waren die zweifel ausgeräumt, es war sein sohn.

als wir uns von den leuten aus dem dorf verabschiedeten, hatte es zu regnen aufgehört, und als wir beim höchst gelegenen pub in afrika, der sani mountain lodge auf 2874 m eintrafen, schien wieder die sonne. so konnten wir doch noch einige bilder machen und unser bierchen geniessen.

nach einer spektakuleren abfahrt kehrten wir wieder in unsere schöne unterkunft zurück. ein bisserl wehmütig wegen dem schlechten wetter, aber auch freudig und zufrieden über den tollen ausflug.

morgen werden wir in die nördlichen drakensberge in die „witsieshoek mountain lodge“ fahren, wo ein aufstieg zum amphitheatre in 3080 m höhe am programm steht.

aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden.

bis zum nächsten mal alles liebe von den

hovi´s on tour

ab in den südlichen teil der drakensberge …

ab in den südlichen teil der drakensberge, und da der weg nach underberg, unserem eigentlichen ziel, recht lang ist, legten wir vorher noch einen stop in ballito ein. sozusagen um endgültig abschied vom indischen ocean zu nehmen.

in ballito fanden wir eine nette und sehr freundlich geführte unterkunft im arabisch-afrikanischem stil, das „al marrakesh guesthouse“ (www.ballitoguesthouse.com). da wir relativ spät ankamen wollten wir nur mehr abendessen, und dann ab ins bett. wir erhielten den tip für ein fischrestaurant direkt am meer, ja und der war einfach ein traum.

direkt am meer gelegen, mit einer ausgezeichnet guten küche und so günstigen preisen, dass wir dachten, die hätten etwas vergessen zu verrechnen. also wenn ihr jemals in balitto seid, dann besucht das „the galley beach bar“ restaurant.

am nächsten tag ging es weg von der küste richtung underberg. ganz wie es sich für unsere routenwahl gehört, fuhren wir natürlich nicht die main tar road. nein, wir hüpften und schüttelten uns auf nebenstraßen über schotter, steine und durch überschwemmungen, da es in der nacht davor ein sehr schweres unwetter in dieser region gegeben hatte. wir durchfuhren dörfer die so entlegen waren, dass sie das wasser für den täglichen gebrauch aus einem tankwagen beziehen. die wege wurden enger und schließlich gab es kein weiterkommen mehr. unser kleiner fiesta war an seine grenzen gekommen. also umrouten und hoffen, dass es diesmal besser wird. tatsächlich wurde es besser, asphalt war zwar keiner weit und breit zu sehen, aber die gravel road war wieder „befahrbar“.

nach einigen stunden erreichten wir unbeschadet underberg. für zwei nächte hatten wir unsere unterkunft gebucht. als wir im „cedar garden b&b“ (www.cedargarden.co.za) eintrafen war unsere freude groß. ein wunderschönes landhaus in einem englischen garten, schöne große romantische zimmer, offener kamin usw. einfach ein ort an dem man ausspannen und geniessen kann. ja, hier lässt es sich leben. weil es so schön war wollten wir gar nicht in ein restaurant essen gehen, wir besorgten uns einfach gutes kaltes essen, eine flasche wein und als nachtisch eine kleine flasche amarula *hahaha*. so ausgerüstet setzten wir uns in den gepflegten garten des guesthouses und genossen den abend.

am nächsten tag stand ein ausflug auf den „sani pass“, dem höchsten pass in südafrika, auf dem programm, aber das ist eine andere geschichte.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

vom busch an den indischen ocean…

vom busch an den indischen ocean, wobei die anfahrt zur „tonga beach lodge“ (www.isibindi.co.za) ohne ein 4 x 4 fahrzeug nicht zu bewältigen ist, keine chance für unser ford fiesta hupferl.

also ließen wir dieses auf einem gesicherten parkplatz stehen und nahmen den shuttle in anspruch. es ging bergauf und bergab durch auswaschungen und tiefen sand. der toyota landcruiser quälte sich eine gute stunde durch das gelände, bis wir bei der lodge angekommen waren. so eine hotelzufahrt habe ich auch noch nie mitgemacht *hahahaha*.

die tonga beach lodge, direkt am indischen ocean, mit einem endlos langen sandstrand und mächtigen 5 – 6 meter hohen wellen. bei flut ist sogar das schwimmen wegen der starken strömung untersagt – rauh, aber warm wie eine badewanne. sehr exclusiv mit sehr gutem service und natürlich – damit unsere bäuche rund bleiben – ausgezeichnetem essen.

das für mich aber aufregendste erlebnis – und einen halben meter neben einem rhino zu stehen war schon aufregend – war, dass wir die gelegenheit und das glück hatten mit einer großen (14 – 16 tiere) delphin schule zu schnorcheln. ihnen so nahe zu sein, mit ihnen zu spielen, da fiel es schon besonders schwer nicht die hand auszustrecken, um sie zu berühren.

die wahnsinnsfahrt mit dem zodiac schlauchboot zu den delphinen über die riesigen wellen, die wir erst im zweiten anlauf schafften, und die rückfahrt mit landung direkt am sandstrand war zwar fun pur, aber konnte mit der delphinbegegnung nicht mithalten. selbst beim abendessen hatten die acht anderen teilnehmer und wir noch das grinsen über die begegnung im gesicht.

den weiteren aufenthalt nutzten wir zur entspannung und zum kraft tanken für die noch kommenden touren. lange schlafen, gut essen, in den wellen baden und eine sundowner fahrt – ganz romantisch nur wir beide und ein guide, der für getränke und snacks sorgte. ja da haben wir es uns gut gehen lassen *lol*.

nach drei erholsamen tagen ging die reise weiter nach st. lucia. eine ganz entzückende kleine stadt am indischen ocean.

in st. lucia gibt es sehr viele b&b, motels, backpackers, etc. für die nächsten drei nächte war das „elephant coast guesthouse“ (www.elephantcoastguesthouse.com) unser zu hause und das im sinne des wortes. hier fühlst du dich vom ersten moment an willkommen und gut aufgehoben. die besitzer, albert und cisca, lassen keinen wunsch offen.

am nachmittag machten wir einen besuch im „khula village“ einem zuludorf. dort konnten wir uns über die sitten und gebräuche der zulus informieren. auch ein sangoma besuch war angesagt. neugierig was sie (diesmal eine weibliche heilerin und seherin) diagnostizieren wird – wir hatten ja den vergleich mit dem sangomar aus swaziland – betraten wir ihre hütte. nach der begrüßungszeremonie nahm sie kontakt zu den ahnen und ihrer geisterwelt auf – spannend – und dann begann sie zu sprechen: erst über ingrid und dann über mich. jetzt kommt der hammer, ihre diagnose deckte sich mit der des swazi sangomar zu 95% – ja, da bleibt einem der mund offen und man wird etwas nachdenklich.

uns fielen in st. lucia immer wieder warnschilder auf „achtung hippos“ – na ja, aber mitten in der stadt? – und dann hatten wir folgendes erlebnis.

es war 20:00 uhr und bereits dunkel. wir gingen vor unser guesthouse und stellten uns an die straßenecke, da wir zur nachtsafari abgeholt werden sollten. ingrid kam das doch nicht so geheuer vor und sie meinte „stellen wir uns doch bitte in die beleuchtete parkplatzeinfahrt unseres guesthouses“ – warum? „na wegen der hippos“. ich lächelte und dachte „ein bisserl ängstlich ist sie schon“ – ok, wir gingen also von der straßenecke zur beleuchteten parkplatzeinfahrt. nachdem uns der guide mit landcruiser abholte und bis zur nächsten straßenecke fuhr – zack – stand da auf einmal ein dickes fettes hippo und graste seelenruhig im vorgarten eines hauses – ähhh, mir blieb etwas der mund offen, denn keine 100 m von hier standen wir auf der straße. naja, und eine straße weiter – zack – stand da das nächste. also jetzt glaube ich es, in st. lucia kann ein nachtspaziergang unter umständen tödlich sein, die „dicken“ gehen wirklich durch die stadt und grasen in den vorgärten.

lustiger und ungefährlicher war es am nächsten tag, sie bei einer flussfahrt – bei der wir zu unserer freude das schweizer pärchen, das wir aus dem mkhaya np bereits kannten, wieder trafen – aus nächster nähe im wasser zu sehen.

den „iSimangaliso-wetland-park“ (1999 in die liste des weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen) besuchten wir einmal während des tages und einmal während einer nachtfahrt. beide fahrten waren ganz toll – wir haben uns für „heritage tours and safaris“(www.heritagetoursandsafaris.com) entschieden. warum? – einfach persönlich, sehr informativ und ganz auf die bedürfnisse des gastes abgestimmt.

nach drei tagen mussten wir st. lucia schweren herzens verlassen. danke nochmals der ganzen crew vom „elephant coast guesthouse“ für den angenehmen aufenthalt und auch ein dankeschön an unsere beiden guides von „heritage tours and safaris“ für die informative betreuung.

heute sind wir in unserer letzten unterkunft entlang des indischen oceans in ballito gelandet, aber das ist eine andere geschichte, die wir demnächst erzählen.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

swaziland, mehr als nur zuckerrohrfelder…

… swaziland, mehr als nur zuckerrohrfelder

nach den wirklich aufregenden tagen in den lodges der privaten game concessions im kruger park machten wir uns auf den weg richtung swaziland.

die durch- und ausfahrt aus dem kruger park war für uns eine herbe enttäuschung. keine ahnung was  daran interessant ist, wenn besucher zu hunderten auf einer asphaltierten straße fahren und wenn tiere gesichtet werden, stehen zig autos drum herum und man sieht nichts. das ist massentourismus pur. am schlimmsten sind die autobusse der reiseveranstalter – na ja, einmal kruger park und nie wieder, und wenn, dann nur in privat game reserves, denn dort begegnest du keinen autobussen und meidest autokolonnen.

am weg nach swaziland legten wir noch eine übernachtung in komatipoort ein. die „river hill lodge“ (www.riverhilllodge.co.za),  eine top übernachtungsadresse. große und gut ausgestattete chalets, swimmingpool mit toller aussicht, gutes essen und richard, ein ganz cooler besitzer, der tolle geschichten und informationen über die region, land und leute auf lager hat. übrigens für fischer ein super spot, denn richard bietet in komatipoort und umgebung fishingtouren an – manchmal mit krokodil begegnungen, d.h. für spannung ist gesorgt ;-)))))).

am nächsten tag war es so weit, ohne erwartungshaltung und auf der suche nach  m e i n e m  afrika ging es nach swaziland. wir wählten nicht die westliche touristenroute mit der hauptstadt und dem königssitz, nein, wir nahmen die östliche route und schlugen unser erstes quartier im shewula mountain camp auf (www.shewulacamp.org/thecamp.php). nach einer ruhigen fahrt wurde es auf den letzten 20 km vor dem camp wieder sehr afrikanisch J. tiefe auswaschungen auf der roten staubpiste brachten unseren bescheidenen ford fiesta an seine grenzen. 1 stunde und 16 minuten für 20 km – hahahaha – ja, das war nicht schlecht, aber die fahrt lohnte sich. entlang der straße freundliche menschen die sich freuten, dass wir ihre community besuchten.

im mountain camp angekommen gab es zwei überraschungen – 1. wir waren für diese nacht die einzigen gäste, 2. trotzdem stand die ganze crew zur verfügung.

sofort war eine fröhliche und herzliche stimmung zu spüren und wir konnten unsere rundhütte, die wieder einmal ohne elektrischen strom und mit einer dusche im freien ausgestattet war, beziehen.

bei einem rundgang durch das village lernten wir einige dorfbewohner kennen und hatten das glück, dass gerade an diesem tag im village bier, jawohl bier, gebraut wurde.

cindy, die verwalterin vom shewula mountain camp die uns begleitete, fragte, ob wir auch bier trinken wollten – „na klar“, war meine spontane antwort. also rein in die bar – eine kleine runde hütte in der ca. 10 personen bereits anwesend waren. upps, da stand der braukessel – eine große schwarze plastiktonne. bier der anderen art, ähnlich wie es im 16. – 17. jahrhundert in europa von den mönchen gebraut wurde.

ok, jetzt gab es kein zurück mehr – ingrid zückte die geldtasche und lud gleich das ganze dorf zu einer runde freibier ein. die freude war groß und ich bekam ein leeres nescafeglas randvoll mit bier.

nach großem zuprosten kam der erste schluck – süßlich, nach hefe schmeckend, nicht gefiltert – ja, da schwammen einige dinge darin herum, wahrscheinlich die maische, oder… na ist doch egal – prost und runter damit. huch, es ist doch ein wenig stärker als unser bier so ungefähr 18 – 20° und natürlich brauwarm. ich hab‘s überlebt, und als dankeschön begann ein mädchen und zwei männer aus dem dorf zu tanzen. ein toller nachmittag, der aber noch nicht vorbei war.

zu allen ehren durfte ich mit dem dorfältesten einen amarula teilen – eine richtige zeremonie. die frauen müssen abseits auf den strohmatten sitzen und nur ich durfte auf einem stuhl neben dem dorfältesten sitzen. wer jetzt meint „oh, amarula kenn ich doch, ein lecker likör“ der irrt. dieser amarula ist nur aus der amarulafrucht mit zucker und wasser vergoren. na ja, schmeckt wie ein flüssiger hefeteig, süss und stark.

als wir wieder im camp eintrafen war ich ziemlich locker drauf.

beim abendessen, bei dem wir assistieren durften, überraschte uns cindy mit einer tanzgruppe junger dorfbewohner, die einen traditionellen swazitanz für uns tanzten.

am darauf folgenden tag – ohne kopfschmerzen aufgewacht – gab es zum frühstück unter anderem „incwancwa“ ein soft porridge aus der sorghum pflanze. schmeckt mit zucker und milch einfach köstlich.

nach dem frühstück stand ein besuch eines sangomar (heiler, der mittels traditioneller afrikanischer medizin heilt) auf dem programm. der sangomar ist ein wichtiger bestandteil der komune, da ein (schulmedizinisches) spital mehr als 50 km entfernt ist.

nach einem strengen ritual durften wir vor dem sangomar platz nehmen und ihm unsere fragen stellen. ingrid hatte mit cindy ausgemacht, dass er speziell für mich eine persönliche beratung (diagnose) macht.

so und jetzt kann jeder denken wie er will – der sangomar, der mich noch nie gesehen hat und noch nie mit mir gesprochen hat nahm einen sack, schüttelte ihn und leerte den inhalt auf die strohmatte. steine, muscheln, holzstücke etc, etc. verteilten sich auf der matte. er legte die hand auf seine stirne, murmelte immer wieder etwas, verschob dies und jenes und dann sah er mich an und sagte:

„dein problem liegt im blut“ dann schaute er wieder auf seine matte und sagte weiter „es git auch ein problem mit den ohren (die ja bekanntlich für den gleichgewichtssinn mitverantwortlich sind), und ich sollte ein spital aufsuchen und mir medizin geben lassen, dann wird es sich bessern, aber nicht ausheilen“ sonst sähe er nichts und damit könne ich alt werden.

wenn ich etwas erstaunt, aber auch respektvoll, den sangomar ansah lag es daran, dass seine diagnose tatsächlich mein gesundheitlsbild  spiegelt. nicht schlecht, was der sangomar heraus lesen konnte.

so, die nächste station war der mkhaya nationalpark, mit übernachtung im „stone camp“ (https://biggameparks.org/properties/mkhaya-game-reserve-3). sensationell, fast eine stunde anfahrt vom vereinbarten treffpunkt. unsere unterkunft – nicht viel mehr als ein strohdach über dem kopf und sonst komplett im freien. petroleum lampen, also kein strom, gästekommunikation, z.b. wenn eine safari beginnt oder das essen fertig ist, mittels buschtrommeln, aber fünf* ausstattung und am abend ein 5-gang dinner bei kerzenschein. das muss man erlebt haben.

in den mkhaya nationalpark fährt man wegen der black und white rhinos, und die sieht man hautnah. der guide stieg mit uns aus dem wagen als die rhinos ca. 10 meter vor uns standen – wooooow. ich habe aber noch nie so schnell vier leute in das auto einsteigen gesehen, als sich die tiere in bewegung setzten. zwei meter nach vorne mit dem auto, die rhinos schauten uns nach und entschlossen sich uns einfach zu folgen – nicht aggressiv, aber mit flottem, lockerem schritt. wahnsinns begegnung mit diesen kolossen. auf der restlichen pirschfahrt konnten wir auch noch giraffen, zebras und hippos – die aber nicht aus dem wasser kamen (leider, nein gott sei dank J) sehen.

alles in allem drei aufregende tage in swaziland, wo wir wieder  u n s e r  afrika fanden.

nach swaziland gings wieder weiter in südafrika, an den indischen ozean – aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch schreiben werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

adrenalin pur…

adrenalin pur…

…driving safari am nachmittag, wir fahren mit dem 4×4 durch den busch. hier ein schöner vogel, dort eine herde impalas. elefanten kreuzten unseren weg, und giraffen streckten ihre langen hälse in die hohen büsche mit den saftigsten blättern. entspannt saßen wir im fahrzeug und dennoch, obwohl wir tiere in ihrem natürlichen lebensraum beobachten konnten, lag spannung in der luft.

den kaliforniern john, dave & cindy und den australiern dave & sarah, die mit uns im jeep saßen, ging es genau so wie uns. wir wollten keine „kaffeekränzchen fahrt“ für touristen, wir wollten auch keine tiere auf den von autoschlangen gespickten asphalt des krüger np sehen – nein – wir waren uns alle einig, wir wollen die tiere sehen wo und wie sie leben.

…eine brücke über einen fluß – hippos im wasser – toll, aber was war es, das uns so in spannung hielt?

…weiter in den busch, es wurde schon leicht dämmrig. plötzlich kam das komando unserer beiden bewaffneten ranger – „aussteigen“, wir gehen zu fuß weiter. kein weg mitten durch das brusthohe gras – ich wollte nicht daran denken „was“ alles in diesem gras verborgen sein könnte.

…immer weiter und weiter, weg vom schützenden auto. an der jetzt nochmals erhöhten aufmerksamkeit unserer beiden guides und der haltung ihrer gewehre konnten wir erahnen, dass ist hier kein safaripark.

…und plötzlich das kommando „stopp“.

…wir trauten uns kaum zu atmen, vor uns stand eine herde von 8 rhinos.

…dies war der moment, als das adrenalin in den adern zu fließen begann, dies war der moment auf den wir alle gewartet hatten. kein nachdenken kamera in den anschlag gebracht – scheiße, das licht ist schon so schlecht, egal, du stehst vor einem riesigen kleinäugigen koloss – er kann dich kaum sehen aber er riecht dich sehr gut. dieses riesige ding bewacht die herde, rollt mit den ohren und pfaucht – jetzt kannst du ermessen wie unerwünscht du bist – klick, klick, klick…. dieses auslösergeräusch schmeckte ihm so gar nicht und er kam einige schritte auf uns zu. obwohl wir ca. 50 bis 80 meter weg waren, kam sofort das kommando „zurück“, wir ziehen uns sofort zurück.

am weg durch das buschgras sprach niemand ein wort, jedoch am fahrzeug angekommen gings los – jeder war so beeindruckt, und erst jetzt konnten wir die begegnung so richtig geniessen. unsere beiden guides beschlossen den sundowner jetzt zu servieren – kühles bier und der gänsehauteffekt unserer begegnung mit dem „kleinäugigen“.

alles liebe von den schwer beeindruckten

hovi´s on tour

gelandet in südafrika…

gelandet in südafrika…

…welch ein unterschied zu ghana.

„sue“ die gastgeberin von walt‘s place (www.walts.co.za) hat uns mit ihrem tollen guesthouse

den wiedereinstieg in die „normale“ welt zwar verschönert (badewanne, klimaanlage, warmwasser, kühlschrank, etc.) – nochmals ein herzliches dankeschön sue – jedoch stellt sich für uns nach den ersten 400 km die wir von walt‘s place/benoni in richtung sabie gefahren sind die frage „ist das afrika?“ klar, aber ist das „das“ afrika, das wir uns unter afrika vorgestellt haben? – nein.

südafrika ist wunderschön aber es ist für uns nicht „afrika“ – sorry allen südafrikafans.

damit kein falscher eindruck entsteht, wir haben bisher tolle landschaften gesehen, waren in der höchst gelegenen brauerei südafrikas – hops hollow brewpub, wo mehrere sorten ausgezeichnetes bier gebraut werden – süffig, würzig und mit 4% alkohol nicht zu schwer.

haben die wasserfälle „lone creek falls“ und „bridal veil falls“ besucht, ehe wir in sabie im „the woodsmann b&b“ (www.thewoodsman.co.za) aufschlugen. eine super übernachtungsmöglichkeit in sabie, eine mischung aus irischem bierbub und griechischem restaurant – einmalig 😉

am nächsten tag gings von sabie über die „panorama route“ zu den „echo caves“. zahlreiche viewing-points kreuzten unseren weg. „mac mac pools“, „mac mac falls“, „robbers pass“, die alte goldgräberstadt „pilgrim‘s rest“. weiter durch „graskop“ zu „the pinacle rock“, god´s window“ den beeindruckenden „bourke´s luck portholes“, dem „blyde river canyon“ und den drei gupferl´n von den „three rondavels“. hört sich nach stress an, war es aber nicht.

am nachmittag trafen wir bei den „echo caves“ ein, die wir natürlich sofort besuchen mussten. keine touristen, nur wir beide mit einem guide, der sich dafür eine menge zeit nahm. die „echo caves“, eine mehrere km lange höhle mit stalagtiten und stalagmiten, die in ur-zeiten aber auch von unterschiedlichen afrikanischen stämmen bewohnt war, was zahlreiche funde dokumentieren.

da wir die einzigen gäste waren haben die gastgeber-damen keine mühe gescheut uns auch kulinarisch zu verwöhnen. „echo-cave lodge“ (www.echocaves.co.za) sehr zu empfehlen, sollte unbedingt vorbestellt werden, da öfter große reisegruppen die ganze unterkunft reservieren.

 

am nächsten tag ging es nach einem sehr ausgiebigen und deftigen frühstück – ich wurde gefragt ob ich zu den eiern und speck auch eine „wuscht“ möchte – hmmm? auch ingrid konnte mit dem wort nichts anfangen. nachdem sie unsere erstaunten und unwissenden gesichter gesehen hatte, startete sie lachend in die küche und brachte uns einen berg von bratwürsten – „wuscht“, „wuscht“ sagte sie lachend. ich nickte und zehn minuten später lagen auf meinem teller neben speck und eier, auch eine dicke lange „wuscht“ – die übrigens ausgezeichnet schmeckte. weiter in den kruger nationalpark.

für die nächsten drei tage waren wir in einem privaten game drive „rhino walking safaris“ (www.rws.co.za) .

die erste nacht in der „rhino post safari lodge“, die zweite und dritte nacht im „plains camp“ – mitten im dichtesten busch – ein zeltcamp. wenn aber jetzt jemand glaubt – zelt camp, phaaa – dann täuscht er sich. das zelt war mit jedem komfort ausgestattet und mitten im busch gab‘s für uns fünf gäste einen eigenen koch. er hatte zwar nur ein haarnetz auf, aber kochte wie ein drei hauben koch.

vorspeise thunfischsalat, hauptspeise afrikanischer eintopf „bobotie“ mit straußenfleisch und als nachspeise mousse au chocolate.

am nächsten tag – vorspeise eine köstliche suppe (ich habe mir den namen nicht gemerkt – sorry), hauptspeise springbock in rotweinsauce mit kartoffelpürre, grünen bohnen und selbst gemachte fladen aus reismehl, korn und käse – der hammer. haben zum ersten mal springbock gegessen, aber das fleisch ist sensationell – butterweich und herrlich im geschmack – daumen hoch für william unseren koch.

am programm standen täglich um 05:30 uhr drei stunden walking safari und am nachmittag 16:00- 20:00 uhr driving safari.

es ist schon ein eigenes gefühl, wenn du nur mit zwei rangern durch die freie wildbahn gehst und siehst, wo die tiere ihre spuren hinterlassen haben. über elefantenpfade und hüft- bis brusthohes gras und der ranger erklärt dir „das sind spuren und die pubs von „hyänen“, „rhinos“, „büffeln“, „schlangen“, „elefanten“, etc. etc.

es ist auch unbeschreiblich, wenn du in der nacht im zelt liegst und hörst, wie löwen brüllen oder hyänen schreien. geil, einfach geil und geschlafen haben wir trotzdem wie die murmeltiere 😉

alles liebe von den

hovi´s on tour

42° c zum abschied…

42°c zum abschied bescherte uns ghana am letzten tag unserer tour.

aber womit ist der wiener schon zufrieden? bei unserer abreise, vor fast drei wochen, betrug die temperatur in wien so um die 10°c – „sch…. kälte“, kann es nicht schon warm werden. jetzt ist es warm und ich stöhne „so heiß“, könnte es nicht ein wenig kälter werden. *hahahaha*, da kennt sich nicht einmal der liebe gott aus, was ich mir denn so wünsche.

wir müssen leider abschied von ghana nehmen. heute haben wir vor der fahrt nach accra noch das sklavenfort in elmina besichtigt. na da stehen dir die augen einen halben meter aus dem kopf, wenn du hörst wie die sklaven 300 jahre behandelt wurden. unmenschlich ist eine verharmlosung, doch die „gutmenschen“ wie portugiesen (die haben das noch unter der flagge des christentums gemacht) oder die holländer und engländer schreiben in ihren geschichtsbüchern wie ruhmhaft sie sich benommen haben. alles vergessen, keine wiedergutmachung für 300 jahre sklaverei und barbarisches verhalten. ich möchte die ns-zeit nicht wegleugnen oder verdrängen, aber warum spricht man davon bis heute – das ausbeuten und der menschenhandel, das wird in europa verdrängt. da sollte man sich doch einige gedanken dazu machen, warum man diesen ländern nicht schuldgefühle einpflanzt. ok, das ist halt meine ganz persönliche meinung und gehört vielleicht nicht in einen reiseblog, aber ich mußte es einfach mal loswerden.

eine kurze runde über den fischmarkt von elmina gedreht und dann gings ab richtung accra.

auf dem weg zeigte uns ben noch eine sargtischlerei. na das ist ja interessant. die ghanesen lieben es in ganz auf ihre tätigkeit oder liebhabereien zu lebenszeit, bestattet zu werden. da gibt es särge in form von autos, maiskolben, tieren, schuhe, kochtöpfe, häuser, getränkedosen, bierflaschen, usw.

in accra konnten wir in „james town“ mit seinem lighthouse den stadt ursprung accras besichtigen.

unsere letzte nacht werden wir in einem gemütlichen hostel dem „somewhere nice“ verbringen. geführt von jungen leuten und schon gibt es schnelles wlan – komisch nicht *loooool*.

also was hat uns an ghana…

…besonders gefallen?  die unterschiedlichen landschaftsformen – savanne, busch, küsten

…was hat uns am meisten beeindruckt?  die offene und herzliche art der menschen

…was hat uns überrascht? die extreme hitze, meist über 40°c

…was hat uns emotional am stärksten bewegt? das hand in hand projekt und ibrahim´s green house projekt

…was fanden wir am lustigsten? die frecheit der beim frühstück stehlenden affen im mole nationalpark

…was würden wir nicht machen? ohne einen ghanesischen guide unterwegs sein – als „bruni“ bist du alleine aufgeschmissen

…wo würden wir nicht mehr nächtigen? in elmina im „elmina bridge house“ direkt am fischhafen – laut, laut, laut und beim abendessen und frühstück ständiger fischgeruch, da schmeckt der marmelade toast nicht wirklich *ggg*

…was hat uns überhaupt nicht gefallen? millionen von plastibags in der landschaft

fazit:  ghana ist allemal eine reise wert, darum danke an johannes söder von akwaba travel in deutschland, der uns zu ghana überredete – es war noch besser als im reiseschedule angeführt.

auch ein herzliches danke an cindy und apollo von jolinaiko ecotourisem in accra.

und natürlich danke, danke an unseren guide „ben“, der unsere ghana tour zum erlebnis werden lies

 

auf wiedersehen ghana

bis zum nächsten blogeintrag aus südafrika alles liebe von den

hovi´s on tour