whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr…

whiskey brennerei, mine tour, sheep farm und einiges mehr stand als nächstes auf unserem programm, aber alles der reihe nach. wir verließen banagher in richtung birr, wo wir uns das „birr castle demesne“ ansahen. beeindruckt waren wir von seiner weitläufigen parkanlage, den prachtvollen gärten und dem historischen schloss.

interessant war auch das berühmte große teleskop, dass im 19. jh. als das größte der welt galt.

wir schlenderten gemütlich durch die gepflegten anlagen und erfuhren bei der guided castle tour viel über die geschichte der familie parsons, die das anwesen seit jahrhunderten bewohnt.

die nacht verbrachten wir an einem see gelegenen stellplatz, nahe des lough boora sculpture park‘s.

der nächste tag begann nach dem frühstück mit einer wanderung durch den „lough boora sculpture park“. wir spazierten zwischen den kunstwerken und genossen die ruhige atmosphäre der weitläufigen moorlandschaft. die unterschiedlichen skulpturen fügten sich harmonisch in die natur ein und boten interessante ansichten. unsere wanderung war eine angenehme mischung aus kunst und natur, bei der wir immer wieder neues entdecken konnten.

nach unserer entspannung in der natur ging es zu einem weiteren highlight, in die „tullamore distillery“ zur “behind the scenes” guided tour. zum einstieg gab es „irish coffe“

und danach erhielten wir einblicke in den herstellungsprozess dieses bekannten irischen whiskeys – angefangen bei der auswahl der besten zutaten, über das maischen und brennen, bis hin zur reifung in sorgfältig ausgewählten fässern. wir erfuhren viel über die lange geschichte der destillerie und wie traditionelle handwerkskunst mit moderner technik verbunden wird. beeindruckend war die atmosphäre in den lagerhäusern, wo der duft nach holz und whiskey in der luft lag.

natürlich konnten wir auch verschiedene whiskeysorten verkosten und die feinen unterschiede im geschmack erleben. ich persönlich habe auch einen neuen lieblings whiskey gefunden, den „tullamore d.e.w. aged 12 years“, aber damit stehe ich sicher nicht alleine da 😉.

als nächster programmpunkt stand das „belvedere house, gardens & park“ auf unserer route. idyllisch am ufer des lough ennell gelegen, beeindruckte uns die anlage aus dem 18. jh mit weitläufigen, sorgfältig gepflegten gärten. kurios ist auch die berühmte „jealous wall“, diese scheinruine wurde 1760 vom 1. earl of belvedere, robert rochfort, erbaut, nachdem es zu einem streit mit seinem bruder george gekommen war, der im nahegelegenen tudenham house lebte. robert war eifersüchtig auf georges haus, dass größer als das haus belvedere war, weshalb er die mauer baute, um seine sicht auf tudenham zu versperren.
wir genossen die ruhe des parks, und erkundeten die unterschiedlichen themengärten.

nach einer ruhigen nacht im public car park, bei der old rail trail greenway in streamstown, machten wir uns auf den weg zum „dún na sí amenity & heritage park“. überall spürte man die geschichte der region sowie die der irischen kultur, die mit ihren alten mythen unser interesse am kulturellen volkserbe bei uns weckte.

auch der folgende besuch im „derryglad folk and heritage museum“ versetzte uns in eine vergangene zeit, mit einer von charlie & bridie finneran liebevoll zusammengetragenen ausstellung über das alltagsleben vergangener jahrzehnte. in zahlreichen räumen und scheunen bestaunten wir die beeindruckende sammlung von alltagsgegenständen und erinnerungsstücken, die das leben in irland anschaulich dokumentieren. durch charlie finneran‘s spannende geschichten, über die ausgestellten exponate, wurde die vergangenheit lebendig und lustig erläutert und verdeutlicht – vielen dank.

nächste station „glengowla mines“, nahe oughterard. diese historische mine, die ursprünglich im 19. jh. zur förderung von silber und blei genutzt wurde, beeindruckt mit ihren tiefen stollen und erlaubt faszinierende einblicke in die harte arbeit der damaligen bergleute. wir tauchten ein in die welt des bergbaus, erfuhren mehr über die entstehung der mine, die geologischen besonderheiten und die harten lebensbedingungen der arbeiter.

im anschluss gab es vom besitzer, keith geoghegan, eine sheep dog demonstration. diese war zwar vom strömenden regen etwas beeinträchtigt, aber trotzdem sehr interessant.

auf schmalen wegen ging es nach errisbeg west, in der grafschaft galway, wo wir es uns auf dem „gurteen bay caravan & camping park“ gemütlich machten. auf einem schönen stellplatz mit blick aufs meer konnten wir alle annehmlichkeiten des camping platzes nutzen.

am nächsten tag stand ein besuch auf unserem programm, auf den wir uns schon lange gefreut hatten – dass „connemara smokehouse“. dieses ist eines der ältesten und traditionsreichsten räuchereien im westen irlands und liegt direkt an der atlantikküste bei der kleinstadt clifden. hier spürt man gleich die besondere atmosphäre eines familiengeführten betriebs. während einer spannenden führung bekamen wir einen einblick in die traditionelle kunst des räucherns und erfuhren viel über die herkunft und qualität der verwendeten fische. wir sahen, wie die frischen lachs- und makrelenfilets von hand gesalzen und anschließend über torf und buchenholz langsam geräuchert werden und die verkostung war ein hammer. der zarte, rauchige geschmack des lachses war unvergleichlich – kein vergleich zu industriell hergestellten produkten. der inhaber graham roberts erzählte mit viel leidenschaft von der familiengeschichte und dem nachhaltigen umgang mit den ressourcen des atlantiks. ein rundum gelungener besuch, der uns nicht nur kulinarisch, sondern auch mit den präsentierten werten und idealen kulturell begeistert hat.

danach machten wir noch einen kurzen zwischenstopp am berühmten „coral strand“ bei carraroe. dieser besondere strand besteht nicht aus sand, sondern aus winzigen, weißen kalkalgen, die wie korallen wirken und ihm seinen namen geben. die farbe des strandes, das türkisfarbene wasser und die küstenlandschaft sorgen für eine außergewöhnliche atmosphäre.

anschließend begaben wir uns auf eine rundwanderung um das „hochmoor derrigimlagh“. eine wunderschöne hochmoorlandschaft mit seen und weitläufigen torffeldern sowie seltenen pflanzen. beeindruckend war auch, dass hier zwei kapitel unserer technischen weltgeschichte geschrieben wurden –
1907 baute der italienische erfinder guglielmo marconi eine der ersten transatlantischen funkstationen der welt mitten im derrigimlagh moor und sendete die ersten morsezeichen über den nordatlantik bis nach neufundland.
1919 die legendäre fluglandung mit einem doppeldecker der britischen piloten john alcock und arthur whitten brown nach der ersten atlantiküberquerung im nonstopflug.

der nächste tag begann mit einem 3 km morgenspaziergang am „lower diamond hill“. der gut ausgebaute wanderweg schlängelt sich durch die beeindruckende landschaft des connemara nationalparks und bietet immer wieder ausblicke auf die umliegenden hügel und das meer.

ein besonderer ort auf unserer reise war „kylemore abbey & victorian walled garden“. die majestätische benediktinerabtei liegt malerisch am ufer eines sees und ist von einer atemberaubenden berglandschaft umgeben. kylemore abbey gilt als eines der meistfotografierten motive irlands.die geschichte der kylemore abbey ist eng mit mitchell henry verbunden, der das schloss ende des 19. jh. erbauen ließ. ursprünglich als romantischer rückzugsort für seine frau margaret gedacht, wurde das anwesen nach ihrem frühen tod zu einem ort der erinnerung. das innere der abtei bietet einblicke in die wechselvolle geschichte des hauses.

beeindruckend sind die liebevoll restaurierten räume, die neugotische kirche (wurde gerade renoviert) sowie das mausoleum, die als symbol der liebe und trauer erbaut wurde.

ein spaziergang durch die weitläufigen gärten und entlang des seeufers vermittelten einen bleibenden eindruck von der schönheit und erhabenheit dieses außergewöhnlichen ortes.

später übernahmen benediktinerinnen das anwesen und gründeten ein kloster sowie eine schule, welche über viele jahrzehnte ein bedeutender teil des irischen bildungswesens war.

am nachmittag ging es dann weiter auf die „killary sheep farm“. die farm liegt malerisch an den hängen des killary fjords und ist ein echter geheimtipp, um das traditionelle leben auf einer irischen schaffarm hautnah zu erleben.wir wurden herzlich von tom nee empfangen, der uns mit viel leidenschaft und fachwissen durch den nachmittag begleitete. beeindruckt hat uns die vorführung der sheepdog-arbeit. der gut trainierte border collie reagierte auch über eine große entfernung auf jedes kommando und zeigte eindrucksvoll, wie hund und mensch als team zusammenarbeiten um die herde zu lenken.

tom zeigte uns auch noch wie gekonnt ein schaf mit geübten handgriffen geschoren wird. ein toller, beeindruckender nachmittag.

nach der tollen sheepdog-arbeit machten wir einen halt beim „connemara sheep and wool centre“ in leenane. das besucherzentrum bietet faszinierende einblicke in die regionale geschichte der schafzucht und wollverarbeitung.

während einer anschaulichen vorführung konnten wir miterleben, wie aus geschorener schafwolle mit traditionellen geräten wie spinnrädern und webstühlen garne und hochwertige stoffe hergestellt werden. besonders spannend war es, als ingrid selbst die alten handwerkstechniken ausprobieren durfte.

unsere tour setzen wir bis zu den „aasleagh falls“ fort. die wasserfälle liegen idyllisch an der grenze zwischen galway und mayo. umgeben von grünen wiesen und sanften hügeln lädt die landschaft rund um die aasleagh falls für eine kurze pause und ein erinnerungsfoto ein.

von den aasleagh falls setzten wir unsere fahrt durch die spektakuläre landschaft des „doo lough pass fort. diese eindrucksvolle passstraße schlängelt sich zwischen majestätischen bergen hindurch und bietet atemberaubende ausblicke auf den tiefblauen doo lough see und die umliegenden täler – sofern es nicht gerade nebelig ist, wie bei unserer fahrt. die stille und weite der natur ist hier beeindruckend.

ein besonders bewegender punkt am pass ist das „doo lough famine memorial“. das schlichte denkmal erinnert an die tragische geschichte des „famine walk“ im jahr 1849, als zahlreiche menschen während der großen hungersnot auf der suche nach hilfe über den pass wanderten – es wird vermutet, dass mehr als 400 menschen am doo lough ums leben kamen. ein zwischenstopp, der uns zum nachdenken anregte.

nachdem wir in westport auf einem ruhigen parkplatz genächtigt hatten, machten wir nach dem frühstück einen kleinen bummel durch die stadt. wir besuchten unter anderem: the clock (1947 erbaut und ist irlands einzige stadtuhr im art-déco-stil; trägt auch den spitznamen „der viergesichtige lügner“, da sie oft die falsche Zeit angibt) – the octagon (glendenning monument – westports berühmtestes wahrzeichen – st. patrick steht an der spitze) – doris brothers’ bridge (wunderschöne steinbrücke) – holy trinity westport church of ireland – the mall (entlang des flusses und vorbei an der marienkirche) – bridge str. (viele bunte gebäude) – newport railway viaduct – seven arches bridge – hielten ein schwätzchen mit princess grace 😉– st. patrick’s church und noch vieles mehr.

wir verließen westport in richtung newport und legten einen fotostopp bei der „burrishoole abbey“ ein. die klosterruine liegt idyllisch am ufer eines kleinen flusses und strahlt eine besondere ruhe aus. 1470 gegründet, zeugen die erhaltenen mauern und spitzbogenfenster noch heute von der bewegten geschichte dieses ortes.

unsere route führte uns weiter über achill island – grace o’malley’s castle – white cliffs of ashleam – keem beach

bis nach dugort, wo wir am „seal caves caravan & camping park“, auf der obersten terasse eine nacht mit blick auf die bucht verbringen durften.

am nächsten morgen starteten wir mit der „tóchar daithí bán rundwanderung“, einem etwa zwei kilometer langen rundweg, der uns mitten durch das grüne herz von achill island führte. vom campingplatz aus schlängelte sich der pfad durch sanfte wiesen, vorbei an kleinen hügeln und eröffnete immer wieder ausblicke auf das meer und die umliegenden berge. eine friedliche stimmung und ein wunderbarer start in den tag.

bevor wir uns auf den weg zu unserem nächsten ziel machten, legten wir noch einen besonderen halt bei „st. dairbhile’s holy well“ ein. der ort liegt abgeschieden an der spitze der mullet peninsula und ist seit jahrhunderten ein ziel für pilger und besucher, die heilung und segen suchen. es heißt, dass das wasser des brunnens heilende kräfte besitzt, besonders für augenleiden.

ganz in der nähe des heiligen brunnens liegt auch „deirbhile’s twist“, ein moderner steinkreis, der 1993 von lokalen künstlern errichtet wurde. die zwölf aufrecht stehenden steine sind spiralförmig angeordnet und erinnern an die uralte keltische tradition der steinkreise, die in irland vielerorts zu finden sind.

ein besuch des „blacksod lighthouse“ bildete den abschluss unseres tages. der leuchtturm, der seit 1864 an der südwestlichen spitze der mullet peninsula steht, besticht durch seine robuste granitbauweise und die lage direkt am atlantik. neben seiner wichtigen rolle für die schifffahrt ist der blacksod leuchtturm auch historisch bedeutsam: von hier aus wurde am 3. Juni 1944 der wetterbericht übermittelt, der entscheidend für den start des d-day war. ein ort voller geschichte, der uns mit seiner rauen schönheit beeindruckt hat.

nach unserem abstecher zum blacksod leuchtturm führte uns unsere reise zu den „céide fields und dem dazugehörigen besucherzentrum“. die céide fields gelten als das älteste bekannte feldsystem der welt und stammen aus einer zeit vor fast 6.000 jahren. die anlage, malerisch auf hohen klippen mit weitem blick über den atlantik gelegen, beherbergt reste von steinmauern, häusern und gräbern, die über jahrtausende von moor und torf bedeckt wurden. das besucherzentrum bietet ausstellungen über das leben der frühen bauern und die geschichte dieser einzigartigen landschaft. der spaziergang durch die felder und das eintauchen in die welt der jungsteinzeitlichen siedler wurde vom anhaltenden regen beeinträchtigt, aber uns wurde bewusst, wie erfinderisch und anpassungsfähig die menschen damals schon waren.

wir kamen auch an der „rathfran abbey“ vorbei. eine abtei, die im 13. jh. von dominikanern gegründet wurde, liegt etwas abseits der hauptstraße inmitten grüner felder und strahlt eine stille würde aus. obwohl heute nur noch ruinen erhalten sind, lassen sich an den mauern und fensterbögen die einstige bedeutung des klosters erahnen. leider war das wetter nicht geeignet sich die ruine näher anzusehen.

nächstes ziel ist sligo am wild atlantic way – aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

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