von mizen head bis feohanagh…

von mizen head bis feohanagh war unser nächster reiseabschnitt.
er begann gleich am morgen mit der kurzen nur 3 km langen „dunlough fort“ rundwanderung, und natürlich wieder einmal bei typisch irischem wetter. der weg dorthin führte über sanfte hügel, vorbei an grasenden schafen bis zur burgruine. das dunlough fort, auch bekannt als „three castles head“, zählt zu den ältesten normannischen burgruinen irlands und liegt spektakulär auf einer schmalen landzunge mit tollem blick auf den atlantik. sie stammt vermutlich aus dem 13. jh. und besteht aus drei miteinander verbundenen türmen, die hoch über dem meer thronen. auch wenn uns der wind ordentlich um die ohren pfiff, die aussicht auf die steilen klippen und das tosende meer war einfach atemberaubend und ließ uns die raue schönheit am äußersten nördlichen ende der mizen-halbinsel hautnah erleben.

nach dieser wanderung stand als nächstes ziel die sheep’s head halbinsel in der nähe von bantry auf unserem programm. die fahrt dorthin war ein erlebnis für sich, enge zum teil steile straßen schlängelten sich an der küste entlang. leider wurde das wetter immer schlechter und die sicht reduzierte sich bis auf wenige meter. eigentlich war auch in diesem wanderparadies eine wanderung zu einem kleinen leuchtturm inmitten von steilen klippen geplant, nur die sicht betrug keine 5 m mehr, sodass wir statt dessen bei „bernie’s cupán tae“ (“cup of tea” in irisch) einkehrten, ehe wir die rückfahrt antraten – schade wäre sicher ein erlebnis geworden.

wir setzten unsere reise fort und machten einen abstecher zum „bantry house & garden“. dieses schlossähnliche herrenhaus aus dem 18. jh. liegt oberhalb der bantry bay und beeindruckt nicht nur mit seiner eleganten architektur, sondern auch mit einem wundervollen, weitläufigen garten mit mehreren terrassen (ein wahrlich imposanter aufstieg entlang der einhundert stufen bis zur obersten terrasse). im inneren des hauses, es diente als stammsitz der familie white, den späteren earls of bantry, konnten wir einen blick auf prachtvolle säle mit antiken möbeln und wertvollen kunstwerken werfen, die die besitzer während ihrer zahlreichen reisen durch ganz europa zusammentragen haben. ein altehrwürdiges country haus, das trotz wechselhafter zeiten ein schmuckstück und absolutes highlight im südwesten irlands ist.

nun machten wir uns auf den weg zu garinish island, in der bantry bay. die überfahrt erfolgte mit der „harbour queen ferry„,

die uns vom hafen in glengarriff in knapp 20 min. bequem zur garteninsel brachte. während der kurzen fährfahrt bot sich uns ein herrlicher ausblick auf die bantry bay, und wir hatten das glück seehunde zu beobachten, die sich auf den felsen in der bucht sonnten.

auf der insel angekommen erkundeten wir die weitläufigen „gardens of ilnacullin“. diese wurden im 19. jh. von den einstigen eigentümern, der familie bryce, nach den plänen des landschaftsarchitekten harold ainsworth peto friba angelegt und es waren hierfür mehr als hundert männer beschäftigt.

die familie investierte viel leidenschaft und mühe in die gestaltung der weitläufigen gartenanlagen, die heute als eine der schönsten in irland gelten. sie umfassen verschiedene stile wie einen italienischen garten mit einem teich, einen ummauerten garten sowie einen griechischen garten und die reiche, üppige vielfalt an exotischen pflanzen und bäumen aus aller welt, entwickelt sich hier im geschützten mikroklima besonders gut.

nach der gartenbesichtigung nahmen wir an einer führung durch das „bryce house teil“, das auskunft über die geschichte des stilvollen scheiterns der familie bryce und das leben seiner bewohner im 20. jh. gibt. es war von der famile bryce eigentlich als zweistöckige cottage für die gärtner geplant (deshalb auch als „gardener´s cottage“ bekannt), denn das eigentliche wohnhaus, ein palastartiges, siebenstöckiges herrenhaus auf dem höchsten punkt der insel gelegen, wurde nie gebaut (die familie verspekulierte sich und verarmte).
violet annan bryce, die einstige salon-dame, lebte dann von 1923 bis zu ihrem tod im jahr 1939 zusammen mit ihrem sohn roland, dem schottischen gärtner murdo mackenzie und der hausdame maggie in sehr bescheidenen verhältnissen im gardener´s cottage. es blieben die pompösen pläne von einem der prächtigsten landsitze in irland, die nie gebaut wurden.

wir hielten noch bei dunboy castle. die ruine liegt direkt an der küste der halbinsel beara, stammt aus dem 15. jh. und galt als uneinnehmbar. berühmt wurde sie durch die zweiwöchige belagerung von 1602, bei der sich eine 5000 mann starke armee der englischen krone einer kleinen garnison von nur 143 mann unter dem rebellen o’sullivan bere, einem gälischen clanchef, gegenüber standen, was schließlich zu seiner zerstörung und zur brechung der macht von o’sullivan bere führte.

heute kann man nur noch durch die überreste schlendern und den blick über die bantry bay genießen – ein geschichtsträchtiger ort.

unmittelbar neben dunboy castle befindet sich auch die imposante „puxley’s mansion“, oft auch als „dunboy house“ bezeichnet. dieses herrschaftliche viktorianisch-gotische schlösschen wurde in den späten 1800er jahren für die wohlhabende puxley-familie errichtet, die durch den kupferbergbau in der region zu reichtum gelangte. das gebäude beeindruckt durch seine prächtige fassade und die lage mit blick auf die bantry bay. seit dem jahr 1921, nachdem ira-leute im unabhängigkeitskampf den ehemaligen puxley-landsitz angezündet und schwer beschädigt hatten, steht dieser als eine der größten ruhenden baustellen in irlands westen da. pläne von einem fünf-(sechs)-sterne-hotel existieren bereits seit jahren und es bleibt spannend, ob das unmögliche zu schaffen ist oder die tragödie von den ruinen eines hotels, das nie geöffnet wurde geschrieben wird.

neben der bauruine liegt das das wrack der „lauralena“ in der bantry bay, ein bekanntes relikt der maritimen geschichte west corks. es handelt sich dabei um das überbleibsel eines frachtschiffes, das in den 1980er jahren während eines schweren sturms vor der küste auf grund lief. heute ragt das rostige skelett bei ebbe gut sichtbar aus dem wasser und bildet einen faszinierenden kontrast zur natur der bucht. das schiffswrack ist nicht nur ein beliebtes fotomotiv, sondern erinnert auch eindrücklich an die gefahren der seefahrt in dieser region. ein weiteres schiffswrack liegt auch noch in der bucht, es ist aber nicht mehr erkennbar um welches schiff es sich handelt. sie sind stille zeugen vergangener zeiten in der bantry bay.

nach dem zwischenstopp an der bantry bay beschlossen wir noch ein besonderes highlight im äußersten südwesten irlands zu erleben: die berühmte seilbahn zu dursey island, eine der wenigen bewohnten inseln vor der südwestküste irlands. „dursey island cable car“ ist einzigartig in europa, denn sie ist die einzige seilbahn, die offenes meerwasser überquert. schon die anfahrt zur kleinen station am festland war abenteuerlich und führte uns vorbei an engen straßen und spektakulären ausblicken auf den atlantik. die bunte, nostalgische gondel schwebt etwa 370 m weit über den dursey sound und bietet dabei ein unvergleichliches panorama auf das wilde meer und die felsige küste. auf dursey island angekommen, erwartete uns die absolute ruhe, weite grüne wiesen, zahlreiche schafe und historische sehenswürdigkeiten, darunter die ruinen einer kirche, ein signalturm aus der napoleonischen zeit und reste einer von o’sullivan bere erbauten burg – perfekt für unsere kleine rundwanderung. ein ausflug, der uns noch lange in erinnerung bleiben wird.

zum übernachten haben wir wie so oft, einen schönen ruhigen stellplatz oberhalb der garnish beach gefunden.

nach einem ausgiebigen frühstück fuhren wir weiter richtung allihies, wo wir das „allihies copper mine museum“ besuchten. das kleine museum widmet sich der geschichte des kupferbergbaus, der diese region im 19. jh. stark geprägt hat. in den ausstellungsräumen erfuhren wir viel über die harte arbeit der bergleute, sahen einige der alten werkzeuge sowie fotos die einen eindruck vom damaligen alltag vermittelten.

der weg zu unserem heutigen tagesendziel – caherdaniel – führte uns durch so manch schöne landschaft auf interessanten straßen.

in caherdaniel angekommen schlugen wir unser nachtlager diesmal auf einem campinplatz auf, dem „wave crest caravan park“.  von den eigentümern, bríd moran & john o’shea, herzlich aufgenommen, fanden wir auf dem ausgebuchten cp noch ein nettes plätzchen. der caravan park liegt malerisch direkt an der küste und bietet einen herrlichen ausblick auf das meer. die gepflegte anlage verfügt über moderne sanitäranlagen und einen kleinen laden, in dem man sich mit dem nötigsten versorgen kann. beeindruckend ist die ruhige, familiäre atmosphäre, die es ermöglicht, den sonnenuntergang am wasser zu genießen und dem rauschen der wellen zu lauschen. wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

nach dem wir caherdaniel verließen, machten wir noch einen kurzen abstecher zum „darrynane beg ogham stone“ (auch bekannt als caherdaniel ogham-stein). dieser stein steht inmitten der grünen landschaft und ist mit alten ogham-inschriften versehen, die bis in die frühchristliche zeit irlands zurückreichen. ogham ist ein altes irisches alphabet und verwendet eine schrift aus linien, die auf, quer oder beidseits einer zentralen stammlinie geschnitten sind. ogham-inschriften wurden üblicherweise vertikal geschrieben und von unten nach oben gelesen.
die mysteriösen zeichen erzählen von der langen geschichte der region und lassen uns einen blick in die vergangenheit der keltischen kultur und geschichte werfen.

nach dem kurzen fotostop ging es weiter zum „daniel o’connell house-derrynane house“ (besser bekannt als derrynane house), ein bedeutendes historisches anwesen an der küste der iveragh-halbinsel. dieses war einst das wohnhaus von daniel o’connell, einem der wichtigsten irischen politiker des 19. jh., der als „the liberator“ für seinen einsatz für die katholische emanzipation berühmt wurde. heute ist das haus ein museum, in dem persönliche gegenstände, dokumente und erinnerungsstücke aus seinem leben ausgestellt sind.

 

wir setzten unsere reise mit einem halt am „ballinskelligs castle“ fort. die ruine thront direkt am strand von ballinskelligs auf der iveragh-halbinsel. das turmhaus (ein wohnturm der gleichzeitig als wehrturm diente) wurde im 16. jh. vom clan der mac carthy mór errichtet und diente einst als schutz gegen piraten und eindringlinge, die entlang der küste unterwegs waren. heute sind nur noch die äußeren mauerreste erhalten, doch die lage am meer verleiht dem ort eine besondere atmosphäre und spiegelt die bewegte geschichte der region wider.

in unmittelbarer nähe des castle befindet sich auch die „ballinskelligs abbey“, eine geschichtsträchtige kloster ruine. sie stammt aus dem 12. jh. und wurde einst von augustiner mönchen gegründet. zwischen alten grabsteinen und verwitterten mauern kann man wunderbar die stille genießen und in die vergangenheit eintauchen. markant sind die reich verzierten grabplatten, auf denen sich viele interessante details entdecken lassen. die ruinen der abbey sind ein stiller ort, der zur besinnung einlädt.

von den ruinen führte unser weg nach portmagee wo eine whiskey verkostung am programm stand. im zentrum des charmanten fischerdorfs portmagee, liegt die destillerie „portmagee whiskey“. sie verbindet das traditionsreiche irische handwerk mit modernen methoden der whiskey herstellung. wir bekamen eine führung bei der wir einblicke in die gesamte produktionskette erhielten – von der auswahl des getreides bis hin zur kunstvollen fasslagerung, die den charakter des whiskeys prägt.
einzigartig ist das aroma des portmagee whiskey, das von der salzigen meeresluft und dem rauen atlantik klima beeinflusst wird. feine noten von vanille und honig verbinden sich mit einem hauch von torf und einer leichten brise salz, die an die küste erinnert. bei der verkostung konnten wir diese geschmackliche vielfalt besonders gut erleben.

darüber hinaus wurden wir teil der „seine boat visitor experience“, die uns durch eine galerie mit bildern und filmmaterial führte – ein 360-grad-reality-erlebnis in einer dreistöckigen geodätischen kuppel. beim seine-boot-erlebnis wird die geschichte von portmagee erzählt, von den schmuggler-anfängen über die fischereitraditionen bis hin zur modernen, in denen noch immer mit traditionellen seine-booten in portmagee regatten ausgetragen werden – ein einzigartiger lokaler sport.
so wurde unser besuch zu einem erlebnis, das noch lange nachklingt – ebenso wie die feinen aromen, die ein glas portmagee whiskey hinterlässt.

nach so viel whiskey mussten wir noch etwas vom meer in den bauch bekommen – herrlich.

von portmagee bot sich die möglichkeit, eine bootstour zur berühmten insel „skellig michael“ zu unternehmen, auf denen eine der bedeutendsten und auch am schwersten zugänglichen mittelalterlichen klosteranlagen irlands errichtet wurden, die bis ins 6. jh. zurückreichen. also fuhren wir am morgen bei rauher see mit „skellig michael cruises“ auf das offene meer hinaus. während der fahrt erhält man einblicke in die spannende geschichte der mönche, die in kleinen zellen (spartanisch eingerichteten steinhütten) lebten, über die spektakuläre landschaft sowie die tierwelt – tausende von seevögeln wie papageientaucher und tölpel nisten auf der insel. die fahrt ist ein echtes abenteuer und wir haben irlands raue küstenlandschaft an diesem tag von ihrer spektakulären seite erlebt.

jetzt war wieder wandern angesagt. zwei etwas längere wanderungen standen auf unserem programm. die erste knapp 13 km wanderung führte uns zum „gap of dunloe“, einem der bekanntesten natur highlights im südwesten irlands. die strecke schlängelt sich durch eine eindrucksvolle gebirgslandschaft und folgt dem schmalen tal zwischen den „mac gillycuddy’s reeks“ und den „purple mountains“. wir starteten am morgen und waren froh, dass es diesmal nicht regnete. der weg ist gesäumt von kleinen seen, alten steinbrücken und saftig grünen wiesen, die eine schöne atmosphäre schafften.

während der wanderung begegneten wir immer wieder pferdekutschen, den traditionellen „jaunting cars“, die gehfaule 😉 touristen durch das tal fahren. wir genossen die stille und die natur in vollen zügen. besonders beeindruckend war der blick zurück auf die zerklüftete berglandschaft und hinunter zu den glitzernden seen. unser ziel war der beginn des „black valley“ auf 2014 m, wo wir eine kurze rast einlegten. diese wanderung durch den „gap of dunloe“ war ein echtes highlight – voller landschaftlicher schönheit und irischer natur.

die zweite wanderung war eine rundwanderung im „killarney nationalpark“ – alte brücke, muckross lake, torc wasserfall, muckross house usw. usw. die rundwanderung war zwar vom schlechten wetter begleitet, aber trotzdem schön. startpunkt war die alte brücke, von wo aus wir dem uferweg entlang des muckross lake folgten. schön war auch der „torc wasserfall“, dessen wassermassen tosend in die tiefe stürzten.

weiter ging es zum historischen „muckross house“, ein prächtiges viktorianisches herrenhaus, das inmitten der parklandschaft liegt.

der 1843 fertiggestellte bau wurde von aufeinanderfolgenden generationen der familie herbert über einen zeitraum von fast zweihundert jahren bewohnt. heute sind die haupträume im historischen stil eingerichtet und stellen den eleganten lebensstil der besitzer des 19. jh. dar. im untergeschoss, den arbeitsräumen, wird eindrucksvoll das geschäftige treiben der bediensteten, beim verrichten ihren täglichen aufgaben, nachgestellt.

die etwa 11 km lange strecke bot uns viele abwechslungsreiche eindrücke und einen einblick in die schönheit des killarney nationalparks.

der nächste tag begann wieder mit wandern im killarney nationalpark, diesmal mit der „ross island schleife“, mit dem berühmten „ross castle“. der rundweg führte uns entlang der uferwege, durch wälder und vorbei an moosbewachsenen felsen. immer wieder boten sich großartige blicke auf den „lough leane“ und die umliegenden berge.

dass „ross castle“ selbst, ist eine gut erhaltene festung aus dem 15. jh. und thront eindrucksvoll am seeufer. wir erkundeten die alten gemäuer und ließen uns von den geschichten über die o’donoghues und die belagerung des castles begeistern. die verbindung aus naturerlebnis und geschichte macht diese schleife zu einem schönen erlebnis.

wer viel wandert bekommt auch durst 😉 und so war unser nächster besuch der „killarney brewing & distilling company“ gewidmet, wo wir uns einer brewery & distillery tours anschlossen.
die tour war ein weiteres highlight unseres aufenthaltes. wir erhielten spannende einblicke in die kunst des bier- und whiskeybrauens. die modernen anlagen verbinden innovatives handwerk mit der langen tradition irischer braukunst. besonders beeindruckt waren wir von der vielfalt der gebrauten biere, die von klassischem ale bis hin zu kreativen spezialitäten reicht.

auch die whiskey produktion der destillerie wurde uns anschaulich erklärt, von der auswahl der zutaten bis zur reifung in ausgewählten fässern. bei der anschließenden verkostung konnten wir sowohl verschiedene biersorten als auch den charakteristischen killarney whiskey probieren – ein genuss für alle sinne. hier hat man uns die leidenschaft und liebe zum irischen handwerk spüren lassen. ein großartiges abendessen im hauseigenem restaurant machten den tag perfekt.

nach dem großartigen abendessen und den verkostungen haben wir eine ruhig nacht im „fossa caravan und camping park“ verbracht. der cp hat saubere sanitäreinrichtungen und geräumige stellplätze. empfehlenswert.

der nächste tag begann mit einem abstecher zur „killagha abbey“ in der nähe von milltown. diese ehemalige abtei wurde im 13. jh. von zisterzienser mönchen gegründet und ist heute eine beeindruckende ruinenanlage. zwischen den alten mauern und den überresten des einstigen kirchenschiffs spürt man die lange geschichte des ortes. sehenswert sind die noch erhaltenen spitzbogenfenster und die malerische lage mitten im grünen. die ruinen laden nicht nur zum fotografieren ein, sondern auch um innezuhalten und sich die zeit der mönche vorzustellen, die hier einst lebten und arbeiteten.

zu mittag ging es weiter nach dingle, wo wir uns auf eine der berühmten „dingle dolphin boat tours“ begaben. die bootstouren sind weit über die region hinaus bekannt, da jahrzehntelang der berühmte delfin „fungie“ in der bucht lebte und häufig die boote begleitete. auch wenn fungie mittlerweile nicht mehr zu sehen ist, bieten die touren ein großartiges erlebnis mit atlantikluft und glasklarem wasser. leider hatten wir nicht das glück einer begegnung mit wildlebenden delfinen. die crew erzählte spannende anekdoten über die tierwelt und das leben an der küste, und spielte auch das eine oder andere lied, während wir die aussicht genossen. auch ohne tiersichtungen war es eine schöne fahrt.

nachdem wir auf dem boots trip kaum tiere gesehen hatten, besuchten wir im anschluss das „oceanworld aquarium“ –  irland’s größtes und artenreichste aquarium. es bot einen faszinierenden einblick in irlands unterwasserwelt. wir beobachteten haie, rochen, tropische fische und pinguine, wobei die panorama tunnel und die touch-pools, die zum mitmachen einladen, besonders eindrucksvoll waren – ein empfehlenswerter stopp in dingle, gerade bei schlechtem wetter.

auf dem weg durch die schöne landschaft rund um dingle machten wir auch einen halt bei den sogenannten „slea head famine cottages“. diese historischen steinhäuser liegen etwas außerhalb von dingle und geben einen eindrucksvollen einblick in das leben der landbevölkerung während der während einer der schlimmsten hungersnöte in westeuropa – der großen hungersnot in irland zwischen 1845 und 1849. die cottages sind einfach eingerichtet und vermitteln, wie hart und entbehrungsreich der alltag damals war.

nach den cottages ging es weiter am berühmten „slea head drive“, einer der schönsten küstenstraßen irlands. wir machten halt am markanten kreuz von slea head. das steinerne kreuz, das hoch oben thront, ist ein platz zum innehalten, bevor die fahrt entlang der aussichtsreichen route weitergeht.

ein kurzer stopp am dunquin harbour pier und danach auch am coumeenoole beach, um uns die schroffen felsen dieses küstenabschnittes anzusehen,

ehe wir uns vom parkplatz der coumeenoole beach zu einer kleinen rundwanderung auf den weg machten.
wir wanderten zu einem der spektakulärsten orte der gegend – „dunmore head“, dem westlichsten punkt des europäischen festlands. die kurze wanderung dorthin belohnte uns mit atemberaubenden ausblicken auf den atlantik und die vorgelagerten blasket islands. die raue, zerklüftete küste und das tosende meer machen diesen ort zu einem besonderen erlebnis. auf dem gipfel angekommen, spürten wir die weite und wildheit der irischen landschaft ganz intensiv.

wieder auf tour besuchten wir das „blasket centre“ in dunquin. das besucherzentrum widmet sich der geschichte und kultur der blasket islands, einer kleinen inselgruppe vor der westküste irlands, die einst von einer eng verbundenen gemeinschaft bewohnt wurde. im modernen center erfuhren wir viel über das leben der inselbewohner, ihre ganz eigene sprache, literatur und die herausforderungen des alltags auf den abgelegenen inseln. von der aussichtsterrasse bot sich ein traumhafter blick auf die raue küstenlandschaft und die blasket islands.

nach dem besuch des blasket centre führte uns unser weg weiter zum „gallarus oratory“, einer der beeindruckendsten frühchristlichen sehenswürdigkeiten irlands. diese kleine steinerne kapelle, die vermutlich im 8. oder 9. jh. erbaut wurde, ist bekannt für ihre einzigartige, schiffsartige architektur und die perfekte trockenmauertechnik – kein mörtel hält die steine zusammen, und dennoch ist das oratory seit jahrhunderten wind- und wetterfest. der ort ist von grünen feldern und sanften hügeln umgeben, und der ausblick auf die landschaft verstärkt den historischen zauber dieses bauwerks.

die nacht haben wir anschließend etwas versteckt oberhalb vom „dooneen pier“ verbracht. gemütlicher, ruhiger stellplatz mit toller aussicht.

am nächsten tag ging es weiter richtung banagher, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

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