feohanagh bis banagher…

feohanagh bis banagher. nachdem wir feohanagh verlassen hatten, war unser nächstes ziel blennerville wo wir uns die „blennerville windmühle“ – irlands größte funktionierende windmühle ansahen. sie ist ein beeindruckendes wahrzeichen und ein zeugnis der irischen ingenieurs kunst aus dem 19. jh.. sie wurde liebevoll restauriert und kann heute besichtigt werden. es gab eine ausstellungen über die geschichte der müllerei, blennervilles rolle als auswanderungshafen für hungersnöte

und eine modelleisenbahn ausstellung!.

nach der windmühle machten wir uns auf den weg nach ardfert, wo wir das kloster und die cathedrale besichtigten.

dass „kloster von ardfert“ ist ein bedeutendes historisches bauwerk, das auf eine lange geschichte zurückblickt. es wurde ursprünglich im 6. jh. gegründet und war über jahrhunderte ein wichtiger religiöser mittelpunkt in der region. besonders eindrucksvoll sind die gut erhaltenen details, die von der kunstvollen gestaltung zeugen.

die gleich nebenan liegende „kathedrale von ardfert“ beeindruckt durch ihre imposanten überreste und die besondere atmosphäre. sehenswert sind die kunstvoll gearbeiteten fensterbögen und das filigrane mauerwerk, das selbst nach jahrhunderten noch von der einstigen pracht zeugt. im inneren der ruine entdeckt man zahlreiche grabplatten und inschriften, die spannende geschichten aus der vergangenheit erzählen. ein lohnender besuch.

als tagesabschluss machten wir noch einen abstecher zur ruine des „carrigafoyle castle“.carrigafoyle castle ist eine eindrucksvolle burgruine aus dem 15. jh. direkt an der shannon-mündung. sie spielte einst eine wichtige rolle in den irischen kriegen.

als nächste stand etwas ganz besonderes auf unserem programm, dass „foynes flying boat & maritime museum“ in foynes. kaum betritt man das museum, fühlt man sich, als hätte man die tür zu einer vergangenen ära geöffnet – in jene goldene zeit, als das fliegen noch ein abenteuer und ein kleines stück luxus war.
in den 1930er- und 1940er-jahren war foynes das tor europas zur neuen welt. damals landeten hier die großen flugboote von pan american airways und boac – elegante maschinen wie die boeing 314 „clipper“, die den atlantik überquerten, lange bevor düsenflugzeuge diese rolle übernahmen.

 

das museum erzählt diese faszinierende zeit. ein highlight ist der vollmaßstäbliche nachbau einer boeing 314 clipper, in dem wir durch die luxuriösen kabinen der damaligen passagiere spazieren konnten.

ein weiterer grund, warum foynes weltberühmt ist: hier wurde der „irish coffee“ erfunden!
die storie: es war eine stürmische nacht im Jahr 1943, als ein flug wetterbedingt zurückkehren musste. durchgefroren und enttäuscht kamen die passagiere in foynes an. um sie aufzuwärmen, servierte der koch „joe sheridan“ ihnen kaffee – verfeinert mit irischem whiskey, zucker und einer sahnehaube. „ist das brasilianischer kaffee?“ fragte jemand. sheridan soll gelächelt und geantwortet haben: „nein, das ist irish coffee.“ – der rest ist legende. also mußten wir natürlich auch gleich einen bestellen – wie immer köstlich 😉.

nächster stop – das „adare heritage center“ von wo aus wir einen kleinen rundgang den „adare river bank walk“ unternahmen. bei diesem rundgang kamen wir unter anderem beim „adare castle“ auch bekannt als desmond castle, der augustinian friary (st. nicholas church), der trinitarian abbey und am adare courthouse vorbei.

gleich am flussufer der maigue erblickten wir die beeindruckende ruine des andare (desmond castle), eine mittelalterliche festung normannischen ursprungs. erbaut um 1200, diente sie einst als strategisch wichtiger stützpunkt und gehörte lange zeit den mächtigen earls of kildare, bevor sie in die hände der desmonds überging. heute ist die ruine ein magischer ort, der die phantasie anregt.

die trinitarian abbey, eine kirche mit einer faszinierenden geschichte. sie wurde um 1230 als einzige abtei des trinitarier-ordens in ganz irland gegründet. die trinitarier, auch „weiße mönche“ genannt, widmeten sich der freilassung christlicher gefangener und leisteten soziale arbeit in ihren gemeinden. obwohl die abtei im 16. jh. unter heinrich VIII. aufgelöst wurde und zur ruine verfiel, erstrahlt sie heute wieder in neuem glanz. im 19. jh. wurde sie liebevoll restauriert und dient heute als römisch-katholische pfarrkirche. ihre architektur, die elemente aus dem 13. jh. bewahrt hat, ist eine besichtigung wert.

dass „adare courthouse“ in irland ist ein historisches gerichtsgebäude aus dem jahr 1863, das zu einem pub und einem museum umgebaut wurde. im erdgeschoss befindet sich jetzt eine bar, während im obergeschoss das ehemalige gerichtszimmer besichtigt werden kann.

unser nächster halt war der „grange stone circle“ er ist mit einem durchmesser von etwa 46 metern und 113 steinen der größte steinkreis irlands und liegt in der nähe des lough gur in der grafschaft limerick, und ist rund 4.000 bis 5.000 jahre alt.
die steine stehen dicht beieinander und werden von einem erdwall gestützt. der auffälligste stein ist der „rannach chruim duibh“, der über 40 tonnen wiegt. der eingang des steinkreises ist auf den sonnenaufgang zur sommersonnenwende ausgerichtet.

archäologische funde wie töpferwaren und tierknochen deuten auf eine rituelle nutzung des ortes hin, der vermutlich als versammlungs- und zeremonialstätte diente. der ort hat auch heute noch eine spirituelle bedeutung, und während der sommersonnenwende finden dort bis heute versammlungen statt.

 

aufgrund seiner präzisen bauweise und astronomischen ausrichtung ranken sich viele mythen und legenden um den kreis. der grange stone circle ist nicht nur ein beeindruckendes archäologisches denkmal, sondern auch ein spirituell bedeutsamer ort, der einen einblick in die glaubenswelt der prähistorischen iren bietet.

nur wenige kilometer vom grange stone circle entfernt liegt der „lough gur lakeshore park“, ein ort mit sanften hügeln, grünen wiesen und dem geheimnisvollen see lough gur. die landschaft rund um den see gilt als eine der ältesten siedlungsstätten irlands und fasziniert mit archäologischen funden, mystischen legenden und einer ganz besonderen atmosphäre.

ein weiteres beeindruckendes bauwerk in der region ist das „king john’s castle“ in limerick. die mittelalterliche festung wurde zwischen 1200 und 1210 unter der herrschaft von könig johann von england erbaut und thront majestätisch am ufer des shannon. faszinierend sind auch die interaktiven ausstellungen im inneren, die einen lebendigen einblick in die turbulente geschichte der burg geben – von belagerungen und kämpfen bis hin zum alltagsleben im mittelalter. die dicken mauern, der mächtige turm und die ausgrabungen im innenhof machten unseren besuch zu einer spannenden zeitreise.

nach dem castle machten wir noch einen rundgang durch limerick und besuchten auch das älteste gebäude in limerick das noch regelmäßig besucht wird – „die st. mary’s cathedral“. sie wurde 1168 gegründet die kathedrale beeindruckt mit ihrer mischung aus romanischen und gotischen elementen und beherbergt zahlreiche kunstvolle details, darunter einen prachtvollen hochaltar und historische grabmäler. ein ort, der nicht nur spirituelle, sondern auch architektonische bedeutung für limerick hat.

da das „hunt museum“ auch auf unserem weg lag, statteten wir ihm einen kurzen besuch ab. es beherbergt eine beeindruckende sammlung von kunst- und kulturgegenständen aus verschiedenen epochen. das museum ist nach john und gertrude hunt benannt, deren privatsammlung den grundstock bildete. beim durchstreifen der räume entdeckten wir keltische schmuckstücke, mittelalterliche kunstwerke sowie internationale kostbarkeiten. die ausstellung ist vielfältig und lädt zum staunen über die handwerkskunst und geschichte verschiedener zeiten ein. wer sich für kultur und kunst interessiert, sollte dem hunt museum unbedingt einen besuch abstatten.

der nächste tag begann gleich am morgen mit einem ausführlichen besuch im „bunratty castle & folkpark“. schon von außen beeindruckte uns das bunratty castle mit seiner imposanten erscheinung und der liebevoll gestalteten umgebung. das schloss selbst, dessen ursprünge bis ins 15. jh. zurückreichen, ist gut restauriert und erlaubte uns einblicke in das leben auf einer mittelalterlichen burg. in den historischen räumen konnten wir detailgetreu eingerichtete säle, schlafgemächer und die mächtige große halle bestaunen, die mit alten möbeln und wandteppichen eine ganz besondere atmosphäre verströmte.

doch nicht nur das schloss war einen besuch wert – auch der angrenzende folkpark führte uns auf eine reise in das irische landleben vergangener zeiten. auf dem gelände fanden wir originalgetreu nachgebaute bauernhäuser, werkstätten und dorfläden, die das alltagsleben im 19. jh. lebendig werden ließen.

den besuchstag beendeten wir mit einem besuch des „kloster ennis“. das kloster ennis, auch bekannt als „ennis friary“, ist eines der bedeutendsten franziskanischen klöster irlands und wurde im frühen 13. jh. gegründet. die imposante ruine im herzen von ennis beeindruckt mit kunstvoll gemeißelten grabplatten, einem prachtvollen chor und einzigartigen reliefs, die szenen aus der bibel darstellen. sehenswert sind die historischen fenster und die filigranen steinmetzarbeiten, die vom reichen kulturellen erbe des ortes zeugen. heute lädt das kloster zu einer reise in die geschichte der franziskaner ein und ist ein ort der ruhe und besinnung.

ein weiterer geheimnisvoller ort in der region ist das „grave of the yellow man“, ein prähistorisches grabmal nahe dem lough gur. die legende erzählt von einem rätselhaften mann mit auffallend gelber haut, dessen ruhestätte seit jahrhunderten die fantasie der menschen beflügelt. archäologische untersuchungen haben ergeben, dass das grab aus der bronzezeit stammt und teil der alten kulturlandschaft rund um lough gur ist. bis heute ranken sich viele mythen und geschichten um den „yellow man“, und man spürt beim betreten der stätte eine besondere, mystische atmosphäre. wir haben beim yellow man eine ruhige nacht in unserem cleverchen verbracht.

der nächste tag begann mit einem besuch im „loop head lighthouse“. es liegt an der spitze der loop head halbinsel bei kilbaha und bietet einen spektakulären ausblick auf die wilde atlantikküste. das 1854 erbaute leuchtfeuer thront auf hohen klippen und markiert den westlichsten punkt der grafschaft clare. nach unserem aufstieg auf den leuchtturm wurden wir mit einem 360-grad-panoramablick über den endlosen ozean, die mündung des shannon und die zerklüfteten klippen belohnt – bei klarer sicht könnte man sogar delfine und wale erspähen nur das wetter spielte nicht so ganz mit 😉.

nach dem besuch des loop head lighthouse stand eine kleine wanderung zu den „bridges of ross“ auf dem programm. die bridges of ross sind natürliche felsbögen an der rauen atlantikküste, die früher aus mehreren felsbrücken bestanden, von denen heute noch eine erhalten ist. der kurze wanderweg führt entlang der klippen, mit ständigem blick auf das tosende meer.

nach diesem beeindruckenden naturerlebnis machten wir uns auf den weg zu den „kilkee cliffs“. diese steilküste an der westküste irlands ist noch ein echter geheimtipp und weit weniger überlaufen als die berühmten cliffs of moher. die klippen erstrecken sich über mehrere kilometer und bieten atemberaubende ausblicke auf den wilden atlantik, schroffe felsformationen und das tosende meer. die unberührte natur und die ruhe abseits der großen touristenströme machten diesen ort für uns zu einem echten highlight.

jetzt wir auch einen Abstecher zur „doolin cave“. die höhle ist bekannt für ihre spektakuläre tropfsteine, in der sich einer der größten freihängenden stalaktiten europas befindet. die führung durch die unterirdischen gänge war für uns spannend und gab faszinierende einblicke in die geologischen besonderheiten der gegend.

am nächsten tag quartierten wir uns für einige tage am campingplatz „nagles camping & caravan park“ in doolin ein, um ausreichend zeit für einige besichtigungen zu haben.

los ging es mit der „doolin ferry“ um auf aran islands zu gelangen. auf der insel angekommen charteten wir uns einen bus um die insel zu erkunden.
die aran islands empfingen uns mit einer eindrucksvollen mischung aus rauer natur und keltischer geschichte. auf der rundfahrt, die uns zu den wichtigsten sehenswürdigkeiten führte. besuchten wir unter anderem – dún aonghasa, eine prähistorischen steinfestung

hoch oben auf den klippen, von der aus wir den blick über den atlantik genießen konnten.

die seven churches,

machten auch einen halt am seal colony viewpoint und noch vieles mehr. die einzigartige landschaft, geprägt von endlosen steinmauern, grünen wiesen und wilden küsten, hinterließ bei uns bleibende eindrücke. am späten nachmittag brachte uns die fähre wieder zurück aufs festland, voll neuer eindrücke und mit dem gefühl, einen ganz besonderen ort irlands kennengelernt zu haben.

natürlich durfte ein besuch bei den berühmten „cliffs of moher“ auf unserer reise nicht fehlen. mit einem shuttlebus fuhren wir vom campingplatz zum besucherzentrum. dass besucherzentrum, das interessante informationen zur geologie, flora und fauna der klippen bereithält war für uns eigentlich das beste an dem ausflug. möglicherweise spielte auch das wetter mit das wir von den „so“ berühmten klippen entäuscht waren. der spektakulären blick auf den atlantik haben wir an anderen orten spektakulärer empfunden. hunderte touristen drängten sich an dem nicht sehr breit ausgebautem wanderweg entlang der klippen. es war fast unmöglich die verschiedenen aussichtspunkte in ruhe zu erkunden. unserer meinung nach sind die cliffs of moher einfach überbewertet.

von doolin ging unsere reise weiter nach portumna. am weg dorthin legten wir noch einen kurzen fotostop bei der „the mousehouse toll bridge“ ein. sie ist eine charmante kleine brücke, die ihren namen einer alten mautstation verdankt, die einst von einheimischen liebevoll „mousehouse“ genannt wurde. sie bietet nicht nur eine praktische überquerung, sondern auch ein schönes fotomotiv auf dem weg nach portumna.

einen weiteren kurzer stop machten wir bei den „portumna friary ruins“. es sind die überreste eines im 15. jh. gegründeten franziskanerklosters, das am stadtrand von portumna liegt. die ruinen zeugen noch heute von der einstigen bedeutung des ortes.  beeindruckend sind die noch erhaltenen spitzbogenfenster und das ruhige, von bäumen umgebene gelände. der abstecher zu den ruinen lohnte sich da wir in irland gerne versteckte, atmosphärische orte entdecken möchten.

im anschluss an unseren besuch der portumna friary ruins führte unser weg zum nahegelegenen „portumna castle & gardens“. das schloss aus dem 17. jh. beeindruckt mit seiner architektur, die elemente der renaissance und des frühen barock vereint. ein rundgang durch das schloss bietet einblicke in die geschichte der region sowie das leben der einstigen adelsfamilien.

der nächste tag begann mit einem interessanten, aber auch traurigen besuch im „irish workhouse centre“ in portumna. es war die am meisten gefürchtete und gehasste institution, die jemals in irland gegründet wurde. hier wurde uns die geschichte der armen im arbeitshaus erzählt. die führung durch das ehemalige arbeitshaus war sehr eindrücklich und bewegend. wir erfuhren, wie menschen in zeiten großer not unter strengsten bedingungen lebten und arbeiteten, getrennt von ihren familien. die ausstellung zeigt originalräume, persönliche gegenstände und erzählt anhand von schicksalen, wie schrecklich das leben der bewohner damals war. beeindruckend ist das engagement des zentrums, das andenken an die bewohner zu bewahren und die geschichte dieses dunklen kapitels der irischen vergangenheit lebendig zu halten.

der nächste besuch war die „st. francis’ church in meelick“. sie zählt zu den ältesten noch ununterbrochen genutzten katholischen kirchen irlands und wurde um 1414 von franziskanern gegründet. sie beeindruckt mit schlichter gotischer architektur und ihrer ruhigen lage am shannon.

weiter geht unsere reise durch irland mit einer besonderen schiffsreise am shannon-river, aber was wir da noch so alles erlebten ist eine andere geschichte, über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den
hovi´s on tour

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