wales und schließlich bis zur fähre nach irland ist unser nächster reiseabschnitt. begonnen hat dieser mit einem sehr guten abendessen im restaurant „the woodman“ in swansea und einer vom restaurantbesitzer des woodman´s genehmigten ruhigen nacht auf seinem parkplatz. danke nochmals dafür.
den tag darauf starteten wir mit einem morgenspaziergang in den „clyne gardens“, die genau vor unserem schlafplatz lagen. ein echtes paradies für alle pflanzenliebhaber. diese wunderschöne anlage begeistert mit einer beeindruckenden sammlung exotischer bäume, riesigen rhododendren, kleinen teichen samt romantischen brücken und verschlungene pfade laden dazu ein, die ruhe der natur zu genießen. ein idealer ort, um dem stadttrubel zu entfliehen und die walisische gartenkunst zu entdecken.
weiter ging es nach gower, wo wir das „gower heritage centre“ besuchten. dies ist ein liebevoll gestaltetes freilichtmuseum, das besuchern die geschichte und das ländliche leben auf der gower-halbinsel näherbringt. im zentrum steht eine historische wassermühle aus dem 12. jh., die noch heute in betrieb ist.
der charme vergangener zeiten und einige kuriositäten, so z.b. das kleinste kino irlands, das „la charrette“ mit nur 23 sitzplätzen in einem umgebauten alten eisenbahnwagen, machen das zentrum zu einem lohnenswerten stopp.
gleich neben dem gower heritage center ist auch der ausgangspunkt für den „three cliffs bay walk“. der weg führt durch ein idyllisches tal mit einem kleinen bach, vorbei an der ruine des mittelalterlichen pennard castle, und endet an der beeindruckenden three cliffs bay. die markanten kalksteinspitzen, der weite sandstrand und die wilden dünen schaffen eine sehenswerte kulisse. die strecke ist etwa 4 bis 6 km lang (je nach route) und verläuft teils über sandige und unebene wege. bei ebbe lohnt sich ein abstecher auf den strand, der sich dann weit öffnet und den blick bis zur oxwich bay freigibt.
zum abschluss des tages gab es nochmals eine kurze wanderung und zwar die „port eynon headland schleife“ zur ruine des port eynon salt house. schöner abendspaziergang.
die nacht haben wir auf einem campingplatz verbracht, von wo aus wir auch den abendspaziergang gestartet haben. „skysea caravan and camping site“ ist ein und gemütlicher campingplatz. alle einrichtungen neu und blitzsauber. so sollten campingplätze aussehen. absolut zu empfehlen.
da das wetter anhaltend schön war gehörte auch der nächste tag wieder dem wandern. wir fuhren zur rhossili bay. sie gehört zu den spektakulärsten küstenlandschaften in wales und wurde schon mehrfach als einer der schönsten strände großbritanniens ausgezeichnet. der rund drei kilometer lange, goldene sandstrand wird von mächtigen klippen eingerahmt und bietet wunderschöne ausblicke über die bucht – ideal für einen ausgedehnten strandspaziergang und zum genießen der natur.
aber es gibt hier noch etwas sehr interessantes zu sehen und zu be- und erwandern – worm’s head. eine bizarre gezeiteninsel, die sich weit ins meer erstreckt. bei ebbe kann man worm’s head zu fuß erreichen, aber achtung!!! der zugang ist nur für ein paar stunden bei niedrigwasser möglich. eine genaue kontrolle der gezeiten ist unerlässlich, da der rückweg sonst von der einsetzenden flut abgeschnitten wird. wir mussten ca. eine halbe stunde warten bis das wasser so weit zurückgegangen war, dass wir zur gezeiteninsel losmarschieren konnten.
der weg ist steinig, rutschig und recht mühselig um auf die insel zu gelangen, aber es lohnt sich. die wanderung entlang der klippen bietet herrliche panoramablicke. wir hatten auch das glück und konnten robben beobachten, delphine waren leider nicht zu sehen – schade.
trotzdem war es lohnenswert. am rückweg konnten wir auch noch irish cob pferde streicheln 😉.
nach dieser schönen wanderung statteten wir noch dem „llanelli wetland centre“ einen besuch ab. leider war während unserer besuchszeit in der tierwelt nicht sehr viel los –
wahrscheinlich zum falschen zeitpunkt dort gewesen, schade hätte interessant sein können.
die nacht verbrachten wir auf einem mit viel liebe hergrichteten campingplatz in tenby, der „meadow farm tenby“. schön gelegen, gut ausgestattet und was uns immer wichtig ist, die dusch- und toilettanlagen sowie die küche waren sehr sauber. ein empfehlenswerter campingplatz. wir fanden etwas höher gelegen einen schönen stellplatz, fast wie ein freisteher 😉.
auch der nächste tag begann mit einer kleinen küstenwanderung, an einem teil des pembrokeshire coast path. immer an der küste entlang bis zum „king’s quoit cromlech“ ein etwa 5000 jahre altes portalgrab aus der jungsteinzeit, das typischerweise aus mehreren großen aufrechten steinen und einem deckstein errichtet wurde.
nach der küstenwanderung ging es nach pembrokeshire zum „lamphey bishop’s palace“. ein faszinierendes relikt aus dem mittelalter, das versteckt in der sanften landschaft von pembrokeshire liegt. einst ein rückzugsort für die bischöfe von st. davids, erzählt die heute eindrucksvolle ruine von einem leben zwischen macht, glaube und komfort. die gotischen fenster, überreste einer gewölbten großen halle, eines glockenturms, eines torhauses und eines mauerrings lassen erahnen, wie prachtvoll dieses anwesen einst gewesen sein muss. trotz seines ruhigen, fast vergessenen charakters strahlt das gelände eine besondere atmosphäre aus. ein rundgang durch das areal dauert nicht lange, hinterlässt aber einen bleibenden eindruck.

natürlich mussten wir auch zur bekannten „barafundle bay“ schauen. wirklich ein herrliches stück küste mit einem wunderschönen sandstrand.
am „the (old) point house paddock” campinplatz in angle haben wir uns für zwei nächte einquartiert. die etwas abschüssige wiese (keile sind hier von vorteil) hat acht stellplätze, von denen jeder einen fantastischen blick auf das wasser bietet. ein einfacher aber wirkllich sehr schön gelegener cp. zum entspannen und einen tag chillen gerade das richtige, und im „old point house“ selbst, einem historischen pub und gasthaus aus dem 16. jh., gibt es auch gleich gutes essen vor ort.
wieder ging genau vor unserem campingplatz der pembrokeshire coastl path vorbei, und so kamen wir auch an unserem chilltag nicht herum eine kleine runde zu drehen. das wetter war schön uns so absolvierten wir ganz entspannt eine 5 km lange rundwanderung.
von angle führte unsere route nach marloes.
der erste besuch war in pembroke und galt dem „pembroke castle“. hier erlebten wir eine reise durch die zeit. majestätisch thront pembroke castle in einer bucht über dem pembroke river – ein eindrucksvolles zeugnis mittelalterlicher baukunst und zugleich eine der bedeutendsten burgen in wales. die massive, normannische festung wurde 1093 von roger de montgomery errichtet und im laufe der jahrhunderte stetig erweitert. besonders markant ist der gewaltige rundturm, der mit über 23m höhe einen ausblick über das umland bietet. pembroke castle war nicht nur ein militärischer stützpunkt, sondern auch ein bedeutender geburtsort: heinrich VII., erster tudor-könig von england, wurde hier im jahr 1457 geboren. diese königliche verbindung verleiht der burg eine besondere historische bedeutung. ein rundgang durch die weitläufige anlage führt vorbei an beeindruckenden mauern, unterirdischen gängen, die einem auf eine faszinierende zeitreise mitnehmen – von den normannischen anfängen bis zu den wirren des englischen bürgerkriegs.
als nächstes wollten wir am am „wooltack point“ robben beobachten, leider waren zu dieser zeit keine in der bucht zu sehen. schade, so wurde es ein spaziergang mit herrlichem blick auf die inseln und die umliegende küste.
in unserer nächsten walesetappe, die von marloes nach pontfaen ging, gab es gleich am vormittag, wie schon so oft, eine küstenrundwanderung. start und ziel war am „broad haven“, einer schönen natürlichen bucht mit breitem von dünen gesäumtem sandstrand und sauberem meerwasser. wirklich ein stück paradies vor der pembrokeshire küste.
unser nächstel ziel war in st. davis, die „st. david’s cathedral“. am westlichsten zipfel von wales, eingebettet in die sanften hügel der kleinsten stadt großbritanniens, liegt die eindrucksvolle st. david’s cathedral – ein ort voller geschichte, spiritualität und architektonischer schönheit. bereits im 12. jh. erbaut, erhebt sich die kathedrale in einer senke unterhalb der stadt und beeindruckt durch ihre massive normannische bauweise und die ruhige, fast mystische atmosphäre. besonders eindrucksvoll sind das reich verzierte chorgestühl, die kunstvollen deckenmalereien und die grabstätte des heiligen st. david, dem schutzpatron von wales. ein rundgang durch das gotteshaus lässt einen tief in die vergangenheit eintauchen. trotz ihrer abgeschiedenen lage zieht die kathedrale, eine der wichtigsten religiösen stätten in wales, pilger und besucher aus aller welt an – und das zurecht.
den abend verbrachten wir in pontfaen, denn dort gibt es nämlich eine nicht allzugroße brauerei – die „gwaun valley brewery“, die ein hervorragendes bier braut. also rein in die brauerei und bier verkosten war unser motto 😉, und da der besitzer der brauerei, herr nigel smith, uns anbot unser cleverchen über nacht hier stehen zu lassen, wurde es eine schöne ruhige und gemütliche nacht, mit dem blick ins gwaun valley. vielen dank dafür.
am nächsten tag ging es richtung fishguard zu fähre nach irland. am weg dorthin besuchten wir noch einen ganz besonderen spot, die „dyfed shire horse farm“, ein stück lebendige pferdegeschichte. die dyfed shire horse farm in pembrokeshire ist ein echtes highlight für alle pferdefreunde. auf dem weitläufigen gelände bekommt man nicht nur die majestätischen shire horses, die sanften riesen, aus nächster nähe zu sehen, man erfährt auch viel über deren historische bedeutung in der walisischen landwirtschaft. neben täglichen führungen gibt es auch kutschfahrten und stallbesuche – hier wird geschichte lebendig erzählt. die atmosphäre ist familiär und herzlich, und die tiere werden mit viel liebe und respekt behandelt.
auch könig charles mit seiner frau war bei einem besuch von der ruhe und authentizität dieses ortes begeistert. seit 2008 wurden drei shire horses dieser farm in die renommierte household cavalry als drum horses nach london aufgenommen.
diese beeindruckenden erfolge spiegeln nicht nur die qualität ihrer zucht wider, sondern auch, wie eine kleine farm großen einfluss auf tradition und zeremonien mit königlichem charakter haben kann.
nach der pferdefarm unternahmen wir einen kleinen abstecher zur „st brynach’s church“ und „the nevern pilgrims‘ cross“. bei einem kurzen 1,2 km langen gemütlichen spaziergang sahen wir uns die kirche, den pilgerstein und das celtic cross an.
der letzte besuch an diesem tag war der wunderschöne „dyffryn fernant garden“ von christina shand in dinas. mit viel liebe gehegt und gepflegt gedeihen und blühen hier wunderschöne pflanzen aus aller welt. ein besuch lohnt sich zu jeder jahreszeit.
in fishguard verbrachten wir unsere letzte nacht in wales im hafen, um dann morgen mit der fähre nach irland überzusetzen
– aber was wir in irland so alles erlebten ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour
