auf nach wien…

auf nach wien, da für heuer die letzte „GNV-Grand Navi Veloce“ fähre von sardinien nach genua am 04.10.‘20  von porto torres ablegte. somit war unsere sommerverlängerung auf sardinien entgültig zu ende und wir überlegten uns eine route für die heimfahrt nach wien.

ursprünglich planten wir über die schweiz zu fahren, da wir in der nähe von sion eine tolle wanderung zur „notre dame du torrent neuf“ machen wollten. aber aufgrund der coronavirus-situation entschieden wir uns dagegen.

es wurde die italienisch/österreichische routenvariante, d.h. auf kleinen straßen quer durch italien und österreich bis wien zu fahren.

am sonntag den 04.10.‘20 gingen wir mit unserem cleverchen abends an bord. mit von der partie waren auch viele motorrad teilnehmer der am 27.09. zu ende gegangenen enduro wm in spoleto auf sardinien.

wir bekamen von der „GNV-Grand Navi Veloce“ wieder eine familiensuite zugewiesen und so konnten wir die überfahrt sehr bequem verbringen.

pünktlich um 19:30 uhr – wir waren gerade im restaurant bei einem sehr sehr gutem abendessen – legte die fähre ab.

entgegen den wettervorhersagen blieb der für die überfahrt angesagte sturm aus und so ließen wir uns in den schlaf schaukeln um am nächsten morgen mit einem frühstück in der kabine geweckt zu werden. alles war sehr gut organisiert. wir konnten bis zum anlegen im hafen in den kabinen bleiben und wurden in kleinen gruppen zu unseren fahrzeugen gelassen. so war der kontakt auf ein minimum beschränkt.

die ausschiffung ging zügig voran, sodaß wir bald auf unserer ersten etappe waren. von genua ging es immer der küste entlang, durch kleine dörfer, manchmal rauf und dann wieder runter.

kurz nach trigoso konnten wir am strand noch die nachwehen der rauhen see betrachten,

ehe wir auf der „strada detta delle gallerie“ die engen tunnel durchfuhren.

durch den „parco nationale delle cinque terre“

steuerten wir unser nächstes ziel an – porto venere

– dort wollten wir die kirche „chiesa di san pietro“ besichtigen.

eigentlich wollten wir im anschluss an porto venere in la spezia unser geliebtes fischrestaurant aufsuchen, doch leider hat dieses immer montags ruhetag. da es noch nicht allzu spät war, und la spezia nicht eines unserer bevorzugten übernachtungsziele ist, ging es weiter in richtung parma. da wir ja sehr flexibel mit den übernachtungsplätzen sind war unser vorhaben „schaun wir mal wie weit wir kommen bis es dunkel wird. also ging es die sp10, ss330 auf die sp70 entlang. dort wollten wir über die „ponte di albiano magra“ über den fluß auf die ss62 fahren – nur, da hatten wir die rechnung ohne den wirt gemacht, denn am 08. april ‚20 war die brücke eingestürzt und leider war 6 monate nach dem einsturz der geplante bau einer rampe und eines anschlusses an die nahegelegene autobahn a15 offensichtlich noch immer in weiter ferne. etwas betroffen standen wir vor der straßensperre zückten unsere straßenkarten und suchten eine möglichkeit um ans andere ufer zu kommen. wir fanden eine, aber leider war die kürzeste strecke, um die  260m!!! lange eingestürzte brücke zu umfahren, sage und schreibe 48 km.

in der zwischenzeit hatte es wieder zu regnen begonnen und es wurde auch schnell dunkel. wir sind dann noch die schmale und verkehrsreiche ss62 bis aulla gefahren, dann hatte ich für den heutigen tag genug. wir stellten uns in der kleinen stadt in eine nebenstraße nahe einer aufgelassenen schule und verbrachten die nacht dort.

ausgeruht und nach einem ausgiebigen frühstück starteten wir am morgen unser cleverchen. wir blieben auf der ss62 bis berceto und wechselten dann auf die sehr schöne kleine sp15 die uns durch die berge, dann an einem fluß entlang durch calestano richtung parma führte. parma umfuhren wir großräumig.
bei pegognaga legten wir eine pause von den nebenstraßen ein, bogen auf die a22 und fuhren diese bis verona, weiter die a4 vorbei an padua, mestre und anschließend die a23 über udine bis gemona.
während der monotonen autobahnfahrt hat sich ingrid im internet informiert wo wir heute übernachten könnten und sie hat ein schönes tagesendziel entdeckt. also runter von der autobahn und der ss512 entlang über den tagliamento bis zum „lago di cavacco“. am lago di cavacco gibt es zwar theoretisch zwei nette campingplätze, aber beide hatten zu dieser jahreszeit bereits geschlossen. also blieb uns nichts andere über, als direkt am ufer unser nachtquartier einzurichten. ein herrliches plätzchen. wir machten nach dieser längeren tagesfahrt noch einen ausgiebigen abendspaziergang und fanden die gegend so schön, dass wir sie in unser „wir werden wiederkommen“ buch eingetragen haben.

wir wollten noch etwas länger in italien bleiben, und so ging es am nächsten tag einmal rund um den lago di cavacco, rüber nach vencone und die ss13 hoch bis raccolana. dort bogen wir auf die sp76 ab

und fuhren wie schon einige male zuvor mit dem motorrad über die „sella nevea“ und dann weiter zum „lago di predil“. immer wieder ein toller anblick diese seelandschaft.

obwohl wir schon so oft in dieser gegend waren fand ingrid wieder einmal ein für uns noch unbekanntes tagesziel – „conca di fusine“. zu diesem zweck mussten wir  die ss54 hochfahren, an tarviso vorbei und bei N46°29‘45.3“  E13°39‘33.4“ bogen wir in die via dei laghi ein. von dort waren es nur wenige kilometer bis zu unserem tagesziel, den beiden seen „lago inferiore“ und „lago superiore“. in der hauptsaison ist die straße die zu den beiden seen führt mautpflichtig, aber jetzt im oktober werden maut- und parkplatzgebühren nur an den wochenenden eingehoben. da wir an einem mittwoch vor ort waren, konnten wir eine weitere kostenlose nacht direkt am „lago superiore“ in beeindruckender natur verbringen.

bei nur +6°C am morgen nahmen wir an diesem tag abschied von italien um weiter nach österreich zu fahren. entspannt fuhren wir durch unterkärnten, genossen die niedrigen benzinpreise *hahaha* und konnten nicht widerstehen bei maria elend ein ehemaliges waldbad zu besuchen um unsere noch vorher gekauften grillhenderl zu verspeisen. was für ein herrlicher herbsttag.

auf kärntens kleineren landesstraßen ging es weiter – feistritz im rosental – ferlach – auf der l103 über zell pfarre, vorbei am freibacher stausee und schließlich bis zu einem unserer lieblingscampingplätze – „camping breznik“ am turnersee. wir waren heuer im sommer schon einmal auf diesem tollen platz, aber jetzt zu saisonende wollten wir die ruhe und den komfort noch einmal genießen – immer wieder eine empfehlung wert.

unser letzter heimreisetag war ein mix aus bundesstraßen, autobahn und am ende noch eine von uns gern gefahrene motorradstrecke bis wien.

wir haben unsere reisegewohnheiten der coronavirus-situation angepasst. größere städte, menschenansammlungen und ähnliche situationen vermieden. restaurantbesuche und lebensmittelbesorgungen auf ein minimum beschränkt und wenn, dann auch mit dem nötigen sicherheitsvorkehrungen.

für 2021 haben wir mit unseren reiseplanungen auch schon begonnen. tschechien – polen – litauen – lettland – estland – finnland – kaliningrad wollen wir für ca. 7 monate bereisen.
ob wir diese reise tatsächlich antreten können hängt ganz von der entwicklung der coronavirus-situation ab. wir bleiben jedenfalls optimistisch.
was wir auf dieser reise erleben werden ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin

alle liebe von den hovi´s on tour

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