auf richtung süden, zum start der panamericana…

auf richtung süden, zum start der panamericana. nachdem unser cleverchen heil aus dem hafen kam, konnten wir zum campingplatz nach san antonio de areco fahren. der erste fahrtag war sehr kurz (65 km), aber eine gute gelegenheit um sich an argentinische straßen bzw. das örtliche fahrverhalten zu gewöhnen. hier waren dann auch unsere ersten beiden nächtigungen.

wir konnten das cleverchen betriebsbereit machen – die ganze verpackung unserer möbel entfernen, fahrzeug volltanken, wasser auffüllen und am campingplatz das fahrzeug erst einmal soweit aufräumen, dass wir die erste nacht überhaupt darin schlafen konnten. ein tag mit herumwuseln – auspacken, umpacken, neu organisieren und sich mit den anderen mitfahrenden austauschen, was denn wer so hat, tut, kann, macht und braucht.
nachdem die gasflaschenbefüllung erst für den nächsten tag vorgesehen war, und daher kochen am eigenen herd ausfiel, gönnten wir uns ein abendessen im ort und probierten als schlummertrunk argentinisches bier – patagonia 24.7.
der „gasmann“ kam direkt auf den campingplatz und hat alle fahrzeuge voll betankt (gasflaschen und auch unseren neuen „alugas-gastank“. anfangs wollte trotz komplett voller flasche unser herd nicht brennen, aber nach mehreren versuchen hat es dann doch geklappt. wir können uns künftig wieder selbst bekochen 🙂

am abend das erste briefing mit der gesamten gruppe und offizielle „hola a todos“. wir bekamen wein und chips, waren gut gelaunt und frank (hauptguide), natalia (seine gattin) und michaela meisterten den ersten ansturm an fragen souverän. wir besprachen die nächste tagesetappe und man fühlte, dass alle den eigentlichen tourenstart kaum mehr erwarten können – auf geht’s zu unseren gemeinsamen rund 33.000 km durch 14 länder.

auf der nächsten tour war unser erster anfahrtspunkt „luján“. wir nutzten die gelegenheit zur besichtigung des größten und wichtigsten bauwerks der stadt, die „basilika nuestra señora del pilar“ (wahlfahrtskirche im neogotischen stil nach dem vorbild europäischer kathedralen, erbaut zwischen 1887 und 1935 und 1930 eingeweiht).

anschließend erledigten wir auch gleich unseren ersten größeren einkauf im carrefour hipermercado in luján.
die fahrt führte durch landwirtschaftliches gebiet. das land ist flach und die weideflächen die hier den rindern, pferden und schafen zur verfügung stehen sind riesig.

fahrt nach „monte hermoso“. auch heute fuhren wir durch landwirtschaftliches gebiet. abgesehen von einem kurzen tankstopp erreichten wir am frühen nachmittag „monte hermoso“. dem wetter geschuldet (nieselregen) war der stadtbummel sehr kurz gehalten und wir fuhren direkt zum stellplatz, der etwas außerhalb direkt am atlantik lag. bei unserer ankunft war dann große vorsicht geboten. drei oder vier fahrzeuge hatten sich im tiefen sand festgefahren und die fahrzeugbergungen waren bereits voll im gang.
vom nieselregen zu sturm und starkregen. das meer war aufgewühlt und hatte viele weiße schaumkronen. argentinien zeigte uns, dass es auch hier im frühling nicht immer nur sonnenschein gibt, aber auch, dass das wetter sehr schnell wieder umschlägt – sonnenschein am morgen, nach einer stürmischen nacht.

auf unserer anfahrt nach „viedma / balneario el cóndor“ verließen wir die provinz buenos aires und erreichten die provinz „río negro“ im südlichen argentinien und damit auch die ausgedehnte argentinische region „patagonia“. die landschaft ist hier durch trockene steppen und graslandschaften geprägt und bietet wenig abwechslung. 2x wurde unsere fahrt beim wechsel von einer in die andere provinz kurz unterbrochen – erste lebensmittelkontrolle (kein frisches obst und gemüse), man bekämpft die fruchtfliege und eine zweite lebensmittelkontrolle (kein frisches Fleisch, wurst, eier, milch, etc.), man will damit die maul- und klauenseuche verhindern.

am weg zu unserem stellplatz steht der „faro del río negro“, der älteste leuchtturm argentiniens

, auf einer senkrecht aufragenden felswand. in dieser felswand leben papageien/felsensittiche (loros patagónicos). trotz ihrer geringen körpergröße machten die großen schwärme außergewöhnlich viel lärm, aber zum glück sind die vögel nur tagaktiv.

bevor wir endgültig unseren platz für die nacht bezogen machten wir einen abstecher in das „punta bermeja naturreservat“, das 1971 gegründet wurde und eine fläche von 1.900 hektar umfasst.

es gibt ein besucherzentrum mit einem kleinen museum. das naturreservat ist die heimat einer großen ca. 7000 tiere kolonie von seelöwen. die tiere können von mehreren aussichtspunkten von der steilküste aus beobachtet werden – näher möchte man aber auch nicht heran kommen, denn der gestank ist gewaltig.

tags darauf erreichten wir nach einem wirklich langen fahrtag, unterbrochen von einem tankstopp und einem einkauf für die nächsten tage „puerto pirámides / valdés“.

wir sahen die ersten „guanakos“ (sie gehören zur familie der kamele). sie sind hier heimisch und leben in kleinen herden zusammen.

die etwa 3625 km² große halbinsel valdés liegt an der atlantikküste. sie ist ein naturreservat. eine besondere bedeutung kommt der halbinsel aufgrund der meeressäugetiere zu, den seelöwen, see-elefanten und der südkaper (bartenwalart) zu.

der nächste tag brachte ausschlafen, reise-blog schreiben, camper aufräumen bzw. putzen und so wurde es nachmittag, bis wir schließlich zum treffpunkt im ort spazierten. wir fuhren mit einem zodiac zu einer whalewatching-tour. es passte einfach alles – sonne, wolkenloser blauer himmel, windstill, ruhiges meer und vier walsichtungen. leider kamen sie nicht sehr weit aus dem wasser.

kein abendliches briefing, dafür legte das betreuerteam mit unterstützung von franks argentinischen freunden mächtig etwas auf den grill.

unser erster gemeinsamer grillabend – toll.
ja, und wie es uns jetzt weiter ergeht uns was wir noch auf der fahrt zur südlichsten stadt der welt erleben ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour

den stein, der uns vom herzen fiel…

den stein, der uns vom herzen fiel konnte man kilometerweit hören, als wir unser cleverchen im hafen von zarate aus der zollzone auf uns zukommen sahen.

aber eines nach dem andern.

nach langem und anfangs sehr turbulentem flug von wien – frankfurt – buenos aires sind wir freitag um 08:00 uhr ortszeit (-4 std. zur mez) in buenos aires gelandet.

der tipp mit dem uber-taxi in die stadt zu unserem apartment zu fahren scheiterte daran, dass uber den intenationalen flughafen nicht anfahren darf. also gleich einmal das experiment mit einem herrn der uns fragte, ob wir in die stadt möchten – wir: „ja, was kostet das?“ fixpreis 35,– euro. na gut dann los.
genau hingesehen, dass er auch unsere koffer in das auto und nicht daneben stellt, kennzeichen fotografiert und ab die post. als er dann wegen eines staus in gegenden fuhr wo er uns noch erklärte dass das die gefährlichsten von bunos aires sind, waren wir etwas sensibilisiert – aber, ende gut alles gut, ein ehrlicher privatfahrer der sich etwas dazu verdient.
als dann auch  noch unser apartment groß, sauber und mit allem wie beschrieben ausgestattet war, und der hauseingang sogar 24h bewacht wurde, war unser start gut gelungen.

samstag trafen wir uns mit einem argentinischen greeter „der global greeter association“, der uns die ersten eindrücke von buneos aires zeigte.

durch zufall war gerade an diesem tag die „gay pride parade“. ein ganz tolles spektakel mit vielen schrillen gut gelaunten menschen und super musik.

zum abschluß unserer führung brachte uns „alberto grünewald“, so der name unseres greeters, zur „plaza dorrego“. ein bekannter platz in bunos aires, wo wir unter bäumen im schatten tangotänzern zusehen konnten. ein wirklich tolles erlebnis – danke alberto.

 

unser abendessen nahmen wir an einem der vielen straßenstände ein, natürlich musste es eine nationale speise sein. „choripán“, eine art sandwich mit einer chorizo-wurst und mit der berühmten salsa sauce „tschimitschuri“ – einfach perfekt.

sonntag machten wir noch auf eigene faust einen stadtbummel – das neue hafenviertel

und die markthalle „mercado san telmo“,

ehe wir dann zu unserer panamericana-reisegruppe stießen, mit der wir den südamerikateil unserer reise machen. ja, und mit unseren drei panamtour-guides – frank, natalia und michaela – gab es die nächsten drei tage auch noch volles programm in buenos aires.
tangoshow mit sehr gutem abendessen im „palacio tango“ – tolle show.

 

busfahrt durch die stadt, auch durch den bezirk der sich als eigene repuplik sieht „repuplica de la boca.

eine fußwanderung durch die stadt

zum berühmten friedhof „la recoleta“ auf dem unter anderem evita peron ihre letzte ruhestätte fand.

als tagesabschluss gab es ein feudales dinnerbuffet im „5* alvear palace hotel“ wunderschön, daran könnte man sich gewöhnen 😉

so endete unser kurzbesuch von buenos aires. schön, aber nachdem wir die stadt jetzt einmal gesehen haben genügt uns persönlich das auch.

am donnerstag den 10. november stieg die spannung nochmals an, wir fuhren zum hafen in zarate um unser cleverchen abzuholen. alle tourteilnehmer waren sehr nervös – ist etwas beschädigt? ist etwas gestohlen worden? usw.
nach einer längeren wartezeit, die papiere mussten geprüft werden, die eintrittsgenehmigung in das hafengelände erstellt werden, war es dann endlich soweit. unser cleverchen rollte aus der zollzone direkt auf uns zu – nichts war beschädigt und nichts fehlte. plums, der stein war von unseren herzen gefallen und die freude riesengroß, denn jetzt konnte die reise so wirklich erst beginnen.

an dieser stelle bedanken wir uns nochmals bei „robert v. straten“ von camper shipping. alles hat bei der verschiffung perfekt geklappt, tolles service, immer nachgefragt wie es uns geht. einfach ein kundenservice wie man es sich wünscht – danke robert.

ja, und wie es uns jetzt weiter ergeht ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden, bis dahin

alles liebe von den
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