manchmal muss man dinge tun…

manchmal muss man dinge tun, die außerhalb unseres alltages liegen, wie z.b. die einlösung eines vor längerer zeit gegebenen versprechens.

in diesem fall das meiner lieben frau, anläßlich ihres erfolgreichen doppelstudiums – „wenn ich das schaffe, dann gehe ich zu fuß nach mariazell“.

anfang september, es war während unseres frühstücks, kam die meldung meiner frau: „weißt du was, wir packen uns zusammen und gehen nach mariazell, ich möchte mein versprechen endlich einlösen“.

schock! es regnete seit tagen, und die wetterprognosen für die nächsten wochen sahen auch nicht ermutigend aus und …

meine frau: „wir müssen raus, also was brauchen wir, wie weit ist das überhaupt, wie lange gehen wir da, … ?“

die zeit war tatsächlich gekommen, um ihr versprechen endgültig einzulösen.

in den nächsten tagen arbeitete ich am pc eine strecke aus – prämisse, so wenig wie möglich die klassische 06er-wahlfahrtsroute gehen und wenige asphalt- (straßen-) kilometer einplanen. wir wollten uns auch genügend zeit nehmen, einfach so viel zeit wie wir brauchen.

als unser weg nach mariazell feststand waren es geplante 150 km, die wir in neun tages etappen und mit einem ruhetag gehen wollten.

was nehmen wir mit? so  w e n i g  als möglich, denn jeder kilo den man auf 150 km trägt wirkt sich in unserem alter wie gefühlte fünf kilo aus 😉 – also packliste anfertigen.

die nächste große frage war: „wo geben wir das zeug hinein?“ da wir schon länger keine großen wandertouren unternommen hatten, war in unserem bestand nur ein kleiner motorradrucksack zu finden.

so begann die rucksacksuche. ab in das nächste sportfachgeschäft, rauf in die berg- und wanderabteilung.

„guten tag, wir möchten eine 10-tageswanderung machen und suchen je einen passenden rucksack.“ verkäufer: „da vorne rechts hängen die rucksäcke, da können sie sich einen aussuchen.“ wir: „ok, welche größe würden sie uns empfehlen für so eine tour, und wo sind die unterschiede, denn die preise differenzieren erheblich?“ verkäufer: „die größe ist abhängig von den sachen die sie mitnehmen wollen. wenn sie mehr mitnehmen, müssen sie einen größeren nehmen, wenn sie weniger mitnehmen, können sie einen kleineren nehmen – und die preise sind abhängig welche marke sie möchten.“ wir: ????? – aber das ist scheinbar die logik eines sportfachverkäufers.

aha, dachten wir, da können wir auch gleich so ein ding aus dem internet versandhandel kaufen. flugs nach hause gekommen setzten wir uns zum pc und betrachteten das vielfältige angebot. sooooo viele Rucksäcke in allen möglichen größen und soooooo billig. nach kurzem hatten wir einen favoriten – no name, aber sehr günstig. 40,00 € für einen 45l rucksack. sieht auf den bildern toll aus und in der beschreibung hat das ding alles was wir glaubten zu brauchen.

zack, ein Klick, und schon kommt der rucksack in zwei tagen zu uns nach hause – na bitte, so einfach kann es gehen.

der rucksack kam wirklich am übernächsten tag, doch zu meinem erstaunen war das paket sehr klein. nach dem öffnen war alles klar – der rucksack war in der mitte zur hälfte gefaltet. wie stabil kann dann das rückengestell sein, wenn sich das ding falten lässt? bei näherem hinsehen stellten wir auch fest, dass das material sehr dünn war, wie bei einem kinderrucksack. auch die angegebene 45 l-größe war sehr klein, also kein rucksack mit dem wir losgehen wollten. was tun? weiter herumstöbern, informationen und kundenmeinungen sammeln. dabei stießen wir auf ein österreichisches produkt – ja so etwas gibt es auch – made in austria. ein rucksack der nicht 6000 km, nein nur 300 km von wien entfernt erzeugt wird. unser neuer favorit: der tourenrucksack tour bag 50 von outdoorer.

als stolze besitzer können wir sagen, das war eine sehr gute entscheidung.

die 50 l-größe für uns ideal. die mehrfachen anpassungsmöglichkeiten für ein komfortables, rückenschonendes tragen optimal -breite schultergurte und eine breite gut gepolsterte hüftflosse lassen sich auf jede körpergröße flexibel einstellen. viele taschen und fächer und vor allem das ding ist wirklich stabil und robust. ein weiterer toller nebeneffekt ist beim tour bag 50 die möglichkeit ihn als handgepäck ins flugzeug mit zu nehmen.

jetzt konnten wir unsere packliste – nein, die gegenstände der packliste – in unseren neuen rucksäcken verstauen. alles in allem, das gewicht unserer beider tour bag 50 – betrug 1 x 10,7 kg + 1 x 12,2 kg. ja, der leichtere war der meiner frau – frauen brauchen anscheinend doch nicht so viel mit ;-).

wir hatten alles beisammen, und am sonntag, 24.09.’17, um 08:00 uhr sperrten wir unsere wohnungstüre in hernals zu und marschierten los.

  1. etappe – sonntag, 24.09.2017

kongresspark – steinhof – dehnepark – lainzer tiergarten – breitenfurt – dorotheerwald – doktorberg – kaltenleutgeben

länge der etappe: 22 km

  1. etappe – montag, 25.09.2017

kaltenleutgeben – flösselberg – kugelwiese – seewiese – kreuzsattel – schloss wildegg – sittendorf – klosterberg – grabstätte von mary vetsera – stift heiligenkreuz

länge der etappe: 14,3 km

  1. etappe – dienstag, 26.09.2017

heiligenkreuz – mayerling – jagdschloss des kronprinzen rudolph – maria raisenmarkt – ruine arnstein – peilsteinhaus – schwarzensee – neuhaus – weißenbach a.d.triesting – furth a.d. triesting

länge der etappe: 17,4 km

  1. etappe – mittwoch, 27.09.2017

furth a.d. triesting – über den gipfel „auf der wurzen“ – steinwandklamm – türkenloch – thal

länge der etappe: 15,8 km

  1. etappe – donnerstag, 28.09.2017

thal – seegraben – etschenberg – gutenstein – christusgrotte – wurzelweg – mariahilfberg (servitenkloster mariahilfberg)

länge der etappe: 10,8 km

ruhetag – freitag, 29.09.2017

unser ruhetag begann mit der morgenandacht und anschließendem frühstück mit den patres und brüdern des servitenklosters. nach dem frühstück nahmen wir den tip an, auf den kreuzweg des klosters bis zum hl. grab zu gehen. ein ebener kurzer waldweg bei dem man am ende einen wunderschönen blick zum schneeberg hat. nach einem kleinen picknick kehrten wir am frühen nachmittag zum kloster zurück.

an dieser stelle möchten wir uns nochmals für die freundliche aufnahme, die interessanten gespräche und die besinnlichen gebete bei pater gerhard m. walder osm, seinen mitbrüdern und frau erika herzlich bedanken.

  1. etappe – samstag, 30.09.2017

servitenkloster mariahilfberg – längapiesting – öhlerkreuz – öhlerschutzhaus (1.027 m) – schoberalm – berggasthof mamauwiese

länge der etappe: 13,2 km

  1. etappe – sonntag, 01.10.2017

mamauwiese – dürre leiten – putzkapelle – vois – scheibenkogel – schwarzau i. gebirge – bacherlwirtin – preintal bis zum mitterhof

länge der etappe: 16,2 km

  1. etappe – montag, 02.10.2017

mitterhof im preintal – über das gscheid´l (1.132 m)- entlang der stillen mürz – freintal nach frein a.d. mürz (freinerhof) schon längst ist der freinerhof nicht nur unter den wallfahrern ein tip und das zu recht. freundliches personal, top-unterkünfte und ein erstklassiges essen.

länge der etappe: 17,1 km

  1. etappe – dienstag, 03.10.2017

freinerhof – oberfreinweg – gschwandt – schöneben (1.100 m) freingrabenweg – mooshuben – erzherzog johann weg – rieglerweg – gasthaus zur weinperle – kreuzberg – mariazell

länge der etappe: 20,2 km

mittwoch, 04.10.2017

nach einer erholsamen nacht im gasthof zum jägerwirt besuchten wir die vormittagsmesse in der basilika mariazell und genossen die herrliche herbstsonne auf der terasse des restaurant pirker am hauptplatz. am nachmittag brachte uns der postbus wieder zurück nach wien.

fazit:

10 tage sonnenschein und nur ein einziger tag mit wenig regen (damit wir wußten warum wir die regensachen mitschleppten).

für uns war es nach ca. 149 km fußmarsch – ohne eine einzige blase an den füssen – eine begegnung mit der schöpferischen vielfalt, eine auszeit und ein neustart einfach – UNSER WEG, UNSER GEMEINSAMES ZIEL.

vielen dank auch unseren kooperationspartnern:

 

 

 

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