41,5 liter wasser…

…41,5 liter wasser, 8 liter multivitaminsaft, 7 liter bier, 3 liter coca-cola.

das ist die menge an flüssigkeit die wir unserem körper als flüssigkeitsausgleich in den ersten 8 tagen zukommen ließen. die nächste 12er box mit 1 ½ liter wasserflaschen ist bereits in verwendung.

kein wunder bei temperaturen über 40° c.

essen ist bei der hitze auch so ein thema. wir essen in der regel frühstück und im laufe des tages nur eine warme mahlzeit – ausreichend – wir sind schon ganz dünn *hahahaha*.

für mich stellt sich auch ein problem beim essen dar, da die ghanesen überwiegend mit den fingern essen und natürlich die linke hand als „dirty hand“ ein absolutes no go ist, tue ich mir als linkshänder etwas schwer mein fufu oder den reis in den mund und nicht in die nase oder sonst wohin zu schieben – ihr könnt das gerne mal ausprobieren, nehmt einen semmelknödel formt damit ein kleines schälchen und schaufelt euch ein gulasch in den mund – na klar rechtshänder mit links und umgekehrt – na gut, ich übe noch. ingrid beherrscht das schon weitaus besser.

ingrid´s menü: fufu mit tilapia fisch in okra-suppe

ich habe red – red gegessen, eine art bohnengulasch mit zwiebeln und dazu gebratene Bananen

 

 

sonntag 19. märz

unser heutiges ziel ist karimenga. der weg dorthin führte uns nach wulugu zur zayaa moschee – eine fortähnliche residenz eines scheichs mit seinen zwei frauen – er hat für jede frau einen mangobaum gepflanz, herrlich wir konnten frische mangos direkt vom baum essen –  und gleichzeitig gebetshaus.

 

übernachtet wurde im karimenga green house mit welchem hier ein ökotourismusprojekt gestartet wurde.

ibrahim, der chef des hauses, erklärte uns gleich zu beginn – wir sind kein hotel und auch keine lodge, wir sind eine familie und sie sind nicht nur unser gast, sondern auch teil unserer wachsenden familie in diesem ökotourismusprojekt, und genau so war es auch.

stolz ließ er uns von seinem sohn die farm, den gemüseanbau, zeigen. auch sehr interessant – hier wird shea butter erzeugt –  ein immens aufwendiges verfahren. hier werden die nut´s noch mit der hand und einem stein zerkleinert und anschließend geröstet und gekocht bis eine zähe braune masse entsteht. aus dieser wird anschließend das öl raffiniert, das dabei eine weiße farbe annimmt. der gewinnungsprozess dauert mindestens zwei tage!!!

am abend konnten wir im kreise der familie abendessen, ibrahims tochter felizia kochte und ibrahim erzählte von seinem landwirtschaftsprojekt, seinen ausbauplänen und auch einige lustige geschichten über seine erste reise nach holland – so wie wir uns über fehlendes warmwasser und badezimmer im freien wunderten, wunderte sich ibrahim, dass es im hotel nur heißwasser oder kaltwasser gab. das system des einhandmischers war ihm einfach suspekt, so wie die fahrenden stufen (rolltreppen). er hat es so herrlich lustig erzählt und konnte über sich selbst lachen.

die nacht durften wir, weil es noch immer so heiß war, am dach einer hütte unter freiem himmel schlafen – woooow – wer einmal den sternenhimmel über afrika sah kann verstehen wovon ich schreibe – ein einmaliges erlebnis. dazu gab es zum besseren einschlafen eine trommel session. also ein bett im freien unter dem sternenhimmel und ghanas trommelklänge – einfach der hammer.

ja, noch ein wort zu ibrahim: felizia fragte mich, was ich denn gerne trinken möchte – kaltes bier bitte war meine schnelle antwort – ähhhhh bier habe ich leider nicht hier und das eis ist seit gestern auch schon geschmolzen – hmmmmm na gut schade. dann kam ibrahim – „you like beer?“ „cold beer?“ ich traute mich gar nicht ja zu sagen 😉 – „when you like cold beer, please give me 20 minutes“ sprachs und setzte sich in stockdunkler nacht auf sein moped und fuhr los. wer in afrika schon versucht hat in der nacht mit dem moped zu fahren der würde jetzt den kopf schütteln,

30 minuten später kam ibrahim mit breitem lächeln und eiskaltem bier zurück „beer for ingrid and albert“  –  is this afrika? NO this is ghana ;-)))

 

montag 20. märz

der morgen begann wie der abend endete, mit spaß und herzlichkeit, aber wir nehmen vom green house und ibrahims familie abschied und reisen weiter.

der weg führte uns ins tongo village, wo wir eine in ghana einzigartige felsformation die tengzug anhöhe mit dem tengzug schrein besuchten. da dieser schrein nur mit nacktem oberkörper besucht werden darf, war es für ingrid klar – „das muss ich nicht sehen“ – ich erklärte mich als artiger ehemann solidarisch mit meiner frau *ggggg*. als ersatz wurden wir zu einer audienz des village chiefs eingeladen – hoch auf seinem thron sitzend stellte er uns einige fragen. da wir diese sehr freundlich beantworteten, durften wir auch ein foto mit dem chief machen. anschließend zeigte uns ein sohn das haus – das „haus“ besteht aus vielen vielen hütten, in dem der ganze familienclan wohnt, so an die 200 familienmitglieder. mit wie vielen frauen der chief verheiratet ist, konnten wir nicht in erfahrung bringen, sein sohn hanson hatte jedenfalls vier frauen. in tongo ist es nämlich für das ansehen nicht wichtig wie reich man ist, sondern wie groß die familie ist – ja und diese familie geniesst sehr grosses ansehen.

auf der weiterfahrt zum mole nationalpark, wo wir für drei nächte unser lager aufschlagen, besuchten wir noch einen alten freund unseres guides ben in dem muslimischen dorf dungu. ben war jetzt schon fünf jahre nicht in dungu gewesen – war das ein herzliches wiedersehen, und wir durften daran teilhaben.

nun sind wir im nationalpark gelegenen mole motel eingetroffen. ungewohnter luxus – air condition, kühlschrank, badewanne, swimming pool, zimmer mit ausblick auf ein wasserloch in welchem elefanten baden, usw. – ein richtiger tourismusschock *hahahahaha* (ich bleibe aber trotzdem beim kalt duschen J).

….aber, als wir nach unserem frühstück unser zimmer betreten wollten wurden wir von eine horde affen daran gehindert. mit fletschenden zähnen wollten sie alles was wir in der hand hatten an sich reissen –  aber das ist eine andere geschichte über die wir noch schreiben werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

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