…öland schöner als gotland?

…öland schöner als gotland? na ja nicht unbedingt, aber die kleinere der beiden inseln bietet eine große palette an sehenswürdigkeiten an, die von museen, ruinen über schlösser, landschaftsschutzgebieten bis zu den typischen leuchttürmen reicht und schon sehr sehenswert sind.

von kalmar aus machten wir uns auf den weg, über die längste brücke schwedens, direkt zu unserem ersten ziel auf öland, der faszinierenden und imposanten „schlossruine borgholm“.

bis zum 18. Jahrhundert war schloss borgholm ein strategisch wichtiger punkt, der die grenze zu dänemark sichern sollte. nachdem die grenze verlegt wurde, verließ man den stützpunkt auf öland und gab ihn auf. im jahr 1806 wurde es durch einen großbrand fast vollkommen zerstört. zum glück überstanden die dicken mauern und die massiven stiegenhäuser den brand.

heute ist die schlossruine eine gut besuchte touristen attraktion und man kann nach der aufwendigen restauration nicht nur die alten gemäuer besichtigen, sondern dank einer dauerausstellung in die mehr als 900 Jahre alte geschichte schwedens eintauchen. immer wieder finden im innenhof konzerte – wie das der band roxett (1989) – oder theateraufführungen statt.

eine nette kleine geschichte am rande eines besuches von kronprinzessin victoria. als man der kronprinzessin victoria, die mit ihrer tochter die schlossruine besichtigen wollte (der sommersitz der schwedischen königsfamilie, schloss solliden, befindet sich ganz in der nähe) den weg für einen freien eintritt frei machen wollte, lehnte diese mit der begründung ab: „ich bin heute als privatperson hier“ und stellte sich in die schlange der wartenden besucher und bezahlte auch ihr ticket. einfach toll, wie bürgernah diese frau ist.

den rest des tages verwendeten wir für einen besuch des „skedemosse museum“ in köpingsvik

und einer ganz gemütlichen fahrt entlang der westküste, auf einer strasse die so schmal war, dass wir oft dachten sie wäre für den verkehr gesperrt. war sie aber nicht.

für die nächsten zwei nächte mieteten wir eine gemütliche hütte im „hälluddens stugby, vandrarhem och kursgård“.

es war ein ruhetag geplant – *hahaha* – wer uns kennt weiss, dass unsere ruhetage selten etwas mit ruhen zu tun haben. also machten wir uns auf den weg zum „langen erik“. ein leuchtturm in schöner umgebung, die zum spazierengehen einladet.

nach einer großen runde um den „langen erik“, wo wir u.a. eine kreuzotter beobachten konnten, fuhren wir in das „naturschutzgebiet trollskogen“ mit seinem „trollwald“.

wir starteten unsere wanderung – es gibt drei gut beschilderte routen – durch den „zauberwald“ vom parkplatz – 57°20’33.53″N, 17°07’08.15″E.

hinter dem eingangsbereich erinnert eine installation von im wald gesammelten müll jeden besucher daran, hier nichts zurückzulassen. man kann es nicht glauben was menschen so alles in den wald werfen.

am anfang informierte uns auch ein schild über das aussehen und die eigenheiten der trolle. man sieht sie kaum, sie verstecken sich gut. sie lieben schnaps und tabak und waschen sich nicht. sie haben aber keine bösen absichten, sie verbergen sich nur gerne vor den besuchern. wir haben auch keinen gesehen, aber aufgepasst, vielleicht seht ihr ja einen, wenn ihr in den trollwald kommt.

der trollwald ist ein wilder, die fantasie anregender wald und ein strandgebiet mit knorrigen waldkiefern und alten eichen – die dickste ist die trolleken (trolleiche). sie ist eine der ältesten eichen ölands – die den namen trollwald alle ehre macht. überhaupt gibt es im trollwald viele mystisch-merkwürdig aussehende bäume. mehrere steingräber und steinsetzungen zeigen die ältesten menschlichen spuren in diesem gebiet.

an der ostküste des trollwaldes liegt einsam und verlassen ein schiffswrack des „schoners swiks“, das aber mitlerweilen sehr mitgenommen aussieht. 1926 geriet das schiff in ein starkes gewitter und lief auf eine sandbank vor der küste auf. die besatzung konnte sich retten, doch das wrack liegt seither am rande des trollwaldes.

 am rückweg zum parkplatz konnten wir nicht widerstehen und sammelten einen kübel voll mit schlehen. sie waren gerade reif und wir nahmen sie einfach mit um ihnen in wien den benötigten frost in unserer tiefkühltruhe zukommen zu lassen. zu hause habe ich die schlehen zu einem köstlichen likör verarbeitet der uns noch lange an schweden und den trollwald erinnern wird.

 den rest des tages bummelten wir mit unserem auto auf neben- und waldstrassen, sammelten wieder einmal pilze und genossen die einsamkeit der wälder. in unserer gemütlichen hütte angekommen wurde aus unser „beute“ ein leckeres abendmahl.

 am nächsten morgen als die sonne durch das fenster schien und uns weckte, ging es weiter. wir fuhren nochmals an die ostküste und diese entlang über die „gamla kyrka in källa und die „burg eketorps“ bis in die südlichste spitze von öland.

 dort erwartete uns eine tolle führung im naturschutzgebiet „naturum ottenby“ und im „bird observatory“. sehr sehenswert, sehr spannend und von sehr engagierten mitarbeitern toll erklärt.

die letzte nacht auf öland verbrachten wir in stora frö im „stora frögården“, einem ausgezeichneten bed & breakfast, das wir gerne weiterempfehlen können.

als nächstes ziel steht ein 15 km² großes privates naturschutzgebiet mit eigenem inselarchipel am programm, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin, alles liebe von den

hovi´s on tour

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