die hälfte unserer tour ist erreicht…

die hälfte unserer tour ist erreicht und wir sind in kiruna angekommen.

ja, was hat sich so seit dem letzten bericht alles getan. die route führte uns von nusnäs nach orsa, wo wir uns den bärenpark ansahen und weiter nach rämma – brunnsberg – äsen – trängslet (trängsletdam). wir wollten das caféhaus navardalen – N61 27 08.3 E13 52 32.0 besuchen, war aber leider geschlossen, also weiter nach älvdalen, wo wir die nacht auf einem campingplatz verbrachten.

von älvdalen ging die reise über särna

nach idre. das beste an idre ist das „sörälvens fiskecamping“ von sylvia & peter. sehr sehr gemütlich, blitz sauber und man kann sich am freitag auch von peter eine schöne lachsforelle grillen lassen. ebene stellplätze auf wiesenflächen und shelter direkt am fluss, in denen man gemütlich auch bei regen chillen kann. ja, und dort haben wir nicht nur um 06:00 uhr morgens die rentiere neben dem zelt zum fressen gehabt

– nein, da hat uns auch der regen erwischt. nicht lange aber dafür heftig.

dann weiter von idre nach frösön – östersund, wo wir dem „jamtli historieland“ einen besuch abstatteten. geführt von einer charmanten dame durchlebten wir die verschiedenen zeitepochen der schwedischen provinz östersund.

die nacht verbrachten wir in dorotea auf einem kleinen, aber gut ausgestatteten campingplatz „doro camp lapland“( sogar mit schwimmteich).

gut ausgerastet ging es auf kleinen nebenstrassen weiter über vilhelmina und storseleby nach storuman wo wir uns am „storumans bad & camping  ground“gründlich den staub der landstrasse von fahrzeug und körper waschen konnten.

nach einem kräftigen frühstück ging es über sorsele zu unserem nächsten besichtigungspunkt – die „husky farm von veijejaur“ von uschi und steffen. steffen hat sich zwar vom aktiven hundeschlittenrennsport zurückgezogen, aber die liebe zu den hunden – der grund warum sie vor 16 jahren von deutschland nach schweden gezogen sind – ist ungebrochen, und das merkt man auch. uschi zeigte uns die hunde und steffen erzählte uns aus seiner zeit der rennen mit einer demonstration was so ein hundeschlittenführer bei einem rennen alles dabei haben muss/soll ;-). heute bieten sie auf ihrer farm für besucher übernachtungs- und gespannfahrmöglichkeiten in form von tagestouren an. schade, dass wir im sommer zu besuch waren. es wäre sicher ein erlebnis gewesen, mit den beiden so eine hundeschlittentour zu fahren. na wer weiss, was wir im nächsten winter machen, vielleicht….

wir mussten uns von kuchen und kaffee losreissen, da wir noch das „silvermuseet in arjeplog“ besuchen wollten. nach einer sehr interessanten und anschaulichen privatführung konnten wir einen tollen einblick in das frühere und heutige leben der sami in arjeplog bekommen – absolut empfehlenswert.

zum nächtigen war wieder einmal ein hotel angesagt „hornavan hotell“.

auf der nächsten route von arjeplog bis jokkmokk überquerten wir den polarkreis, wo ich mich wieder an meine erste polarkreisüberquerungstaufe am hurtigrouten schiff zurück erinnerte.

bevor wir uns auf unser nachtquartier, das „arctic camp jokkmokk“, zurück zogen, statteten wir dem „äjtte samimuseum“ noch einen besuch ab. leider war es schon sehr spät und wir konnten nicht alles in der gewünschten zeit ansehen. gerne wären wir noch länger an diesem so interessanten ort geblieben – schade.

den tag darauf sind wir auf dem weg nach kiruna auf einen besuch beim alten „wasserkraftwerk porjus“ stehen geblieben. es ist immer wieder beeindruckend, wie so ein riesen ding gebaut wurde und vor allem mit welchen werkzeugen. schön so etwas anzusehen und erklärt zu bekommen.

weiter ging es über gällivare nach kiruna.

in kiruna bezogen wir für drei nächte ein zimmer im „SPiS hotel“. das SPiS hotel ist ein ausgezeichnetes hotel mit sehr guter ausstattung. ein restaurant oder wenn man selbst kochen wollte mit einer grossen küche im haus. auch unsere wäsche konnten wir kostenlos waschen – tolles service. die gute auslastung zeigte uns, dass nicht nur wir zufrieden waren, das SPiS hotel ist bei jung und alt beliebt.

in kiruna standen vier schwerpunkte auf dem programm:

1.       ein besuch von schwedens größter „eisenerz mine

man fährt mit dem bus ca. 500 m tief in die mine ein um dort unter tage in einem besucherzentrum über die mine informiert zu werden.

2.       kiruna storytelling – city transformation tour

eine rundfahrt und ein rundgang durch kiruna mit der ausführlichen information, welchen einfluss die minengesellschaft auf die stadt nimmt. diesen event mussten wir leider vorzeitig wegen schlechtwetter beenden – trotzdem danke an das tourismusbüro von kiruna.

3.    die Husky farm von mats pettersson  „kiruna sleddog tours

eine husky farm auf der Huskys für rennen trainiert und gezüchtet werden.

3.       das „icehotel“ in jukkasjärvi

organisiert von der media & pr managerin frau josefin lindberg, hatten wir die möglichkeit dieses aussergewöhnliche hotel zu besichtigen und ausreichend fotos zu machen – vielen dank. ein hotel, wo man einmal eine nacht in einem der eisigen themenzimmer verbringen sollte und einen drink aus den eisgläsern an der bar geniessen muss. aber auch wenn man keine nacht dort verbringt, es lohnt sich allemal dieses hotel zu besichtigen. top adresse.

es geht weiter nach finnland, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

kein strom, keine dusche und kein wlan ;-)…

kein strom, keine dusche und kein wlan 😉 kennzeichneten unsere letzten tage und siehe da – wir leben noch. erholt und gut gelaunt streifen wir durch die natur schwedens.

doch bevor wir uns in die einsamkeit begeben haben, gab es noch drei events über die wir euch unbedingt informieren möchten.

1.       der besuch in der „sala silver mine

pünktlich um 11:00 uhr, persönlich von der leiterin der guided tours frau christina watkinson in empfang genommen, konnten wir die nächsten vier stunden uns ein genaues bild davon machen, was vor vielen vielen jahren die bergarbeiter geleistet haben. nach einem rundgang mit frau christina watkinson durch das gesamte minenareal, mit vielen historischen und spannenden informationen, konnten wir nach einem kurzen lunch mit dem guide adam eine zeitreise durch die damalige arbeitswelt der minenarbeiter unternehmen. im anschluss ging es mit dem guide manfred hinunter in das bergwerk. 60m tief kann der besucher absteigen und staunen was mit ausschließlich feuer und meisel in und durch den berg gehämmert wurde, um an das kostbare silber zu kommen. wenn man die größe und dimensionen der stollen und räume/hallen sieht, ist es für uns unfassbar, welche arbeit die bergleute in einem 12 stunden tag, 6x die woche geleistet haben.

in der silbermine kann man auch das tiefst gelegene hotelzimmer der welt für eine nächtigung buchen. dazu fährt man 155m !!!!! in die grube ein.

es gäbe noch so viel über die silbermine zu erzählen, aber am besten ihr seht euch die webseite „sala silver mine“ an und plant einen besuch in sala.

2.       der besuch der „falu gruva“ schwedens einzigem kupferbergwerk

imposant und sehr sehr beeindruckend.

wir hatten das große glück – danke an frau johanna nybelius – eine privatführung zu bekommen. nicht nur die privatführung, sondern auch unser guide erik war extraklasse.

mit ungeheurer leidenschft und umfangreichen fachwissen führte er uns unter tag und sparte nicht mit erklärungen und tollen ankedoten.

zum beispiel von dem bergmann „fet-mats“ der 1719 ohne das wissen seiner vorgesetzten in die grube einstieg und prompt verunglückte. da niemand von seinem aufenthalt in der grube wusste wurde auch nicht nach ihm gesucht. seine verlobte glaubte er sei einfach nach amerika ausgewandert. 42 jahre nach seinem verschwinden !!! fanden bergleute „fet mats“ in einem stollen voll wasser. da in der grube der sauerstoffgehalt extrem niedrig war, war „fet mats“ so konserviert, wie wenn er erst vor stunden verunglückt wäre. man brachte ihn ans tageslicht und seine verlobte konnte ihren bräutigam nach 42 jahren indetifizieren. welch unglaubliche, aber wahre story.

erik zeigte uns so manchen platz wie es den bergarbeitern bei ihrer arbeit ergangen ist. vielen dank, dass du uns die führung so spannend gestaltet hast.

am besten nach falun fahren, eine tour buchen und hoffen erik als tourguide zu bekommen 😉

3.       der besuch der „werkstätte der dalapferdchen“ in nusnäs

grannas a olsson hemslöjd ab“ ist die traditionsreichste werkstätte für die erzeugung der berühmten dalapferdchen. bereits die 5. generation arbeitet in der produktion und die 6. sitzt schon im kinderwagen, wie uns die chefin, frau christina liljegren, bei einem rundgang durch die werkstätte erzählte. erst wenn man die neun produktionsschritte sieht weiss man, wieviel handarbeit darin steckt um von einem holzklotz ein schönes dalapferdchen in der hand zu halten. es war sehr interessant diesem entstehungsprozess zu zusehen.

so, jetzt geht es wieder in die einsamkeit schwedens. wir werden uns wieder melden sobald internet zur verfügung steht ;-). bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

und wieder ist eine erlebnisreiche woche vergangen…

und wieder ist eine erlebnisreiche woche vergangen. nachdem wir uns am sonntag noch für das „tortenschloss“ entschieden haben, besuchten wir am montag vormittag auch das königliche schloss gripsholm – „das royal court gripsholms slott“. schloss gripsholm ist bis heute eines der neun offiziellen königsschlösser schwedens und wurde 1383 als burg gebaut. 1525 beschloss gustav I. wasa die verlegung seines ständigen wohnsitzes nach gripsholm und ließ aus diesem grund das schloss ausbauen und zur festung aufrüsten. in den folgenden jahren wechselte das schloss seine besitzer mehrmals. heute beherbergt es eine der umfangreichsten sammlungen von porträtmalereien, mit mehr als 2000 gemälde. besonders beeindruckend ist das 1773 eingebaute theater. alles in allem ein lohnender besuch.

von mariefred ging es weiter nach strängnäs wo wir für die nächsten zwei nächte in einem sehr gemütlichen hotel, dem „låsta gårdshotell“ eincheckten. eine tolle übernachtungsmöglichkeit auf einer farm, in einer umgebauten ehemaligen scheune mit sehr viel komfort.

gemütliche spaziergänge, relaxen, ausspannen und mit der seele baumeln war angesagt.

und weiter ging es von strängnäs über eskilstuna bis strömsholm wo wir im b&b der „strömsholms marketenterie“, das gleich neben dem königlichen gestüt liegt, wohnten. ein abendspaziergang mit besichtigung des gestütes und der dazugehörigen rennbahn bei schloss strömsholm rundeten den tag ab.

die nächste tour führte von strömsholm nach koppaberg, wo wir unser zelt für zwei nächte im stromlosen und auch auf sonstigen komfort verzichtenden „wildernes camp“ aufschlugen. der erste tag war herrlich – schwimmen, wandern und die natur erleben.

am abend machten wir von 19:30 uhr bis 01:00 uhr morgens eine von „nordic discovery“ ausgerichtete und mit dem guide mike hervorragend gestaltete elch-safari. zu unserem glück waren wir an diesem tag nur zu viert unterwegs. wir durchstreiften die wälder auf der suche nach den sehr scheuen elchen und speisten an einem seeufer inmitten der wälder unsere abenration.


acht!!! elchsichtungen waren der erfolg. leider war zu diesem zeitpunkt das licht schon sehr schlecht so dass nur unbrauchbare verschwommene bilder entstanden sind. zum anderen fing es ab mitternacht stark zu regnen an.

als wir um 01:00 uhr zu unserem zelt kamen, nahm der regen monsunartige ausmaße an. gott sei dank blieb unser zelt bei seiner ersten wasserbegegnung innen trocken und dicht.
ein bisschen „besch….“ war es, als wir am frühen morgen, wir hatten einen termin in der silbermine in sala vereinbart, bei strömenden regen unser zelt zusammenklappen und nass verstauen mussten. mittlerweile waren wir völlig durchnässt, es war kalt, nur 12° und da wir die küche vom zeltanhänger nicht öffnen wollten gab es kein frühstück – sniffffffff. kaffeelos in den tag starten – viel schlimmer kann es nicht kommen.

die hoffnung in sala bei der silbermine endlich kaffee zu bekommen trieb uns die nächsten 110 km voran, aber das ist eine andere geschichte, über die wir noch schreiben werden. bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

königliches schloss- oder tortenschloss?…

königliches schloss oder tortenschloss? diese entscheidung stand heute sonntag auf dem programm.

wir haben uns natürlich für das „tortenschloss“ entschieden. das tortenschloss heißt eigentlich „schloss taxinge“ und ist berühmt für sein cafe´ mit dem größten kuchen- und tortenbuffet schwedens. aus diesem grunde heißt „schloss taxinge“ im volksmund nur „tortenschloss“ ;-).

das königliche schloss ist natürlich „schloss gripsholm“ in mariefred, oder wie es offiziell heißt „royal court gripsholms slott“ und ist im besitz der derzeitig regierenden königlichen familie. na ja, sicher auch sehr schön, aber es ist sonntag, die sonne lacht vom himmel und wer kann da schon kuchen und kaffee wiederstehen – wir nicht.

also, wie kommt man dort hin? natürlich mit der „nostalgischen museumsbahn des ösij“ (östliche södermanland-eisenbahn). eine 66cm schmalspurbahn, die über 11 km von mariefred nach taxinge-näsby fährt. mit so einem musealen dampfzug durch die natur zu bummeln ist ein herrliches erlebnis. 

am ziel in taxinge-näsby angekommen führte unser direkter weg zum schloss. 15 minuten gehweg vom bahnhof und da stand es, optisch nicht sehr aufregend, aber wir haben das tortenschloss mit gabel und gaumen gründlich besichtigt. ganz ohne guide fanden wir die leckeren attraktionen.

mit dicken bäuchen und ein wenig schlechtem gewissen bezüglich unserer zuckerzufuhr verließen wir den köstlichen ort, der übrigens von viiiiiiieeeeeelen leuten besucht wurde – klar – sonntag und diese köstlichkeiten, da kommen auch andere auf die selbe idee.

die rückfahrt traten wir am nachmittag mit dem nostalgischen dampfschiff „m/s mariefred“ an. so tuckerten wir rauchend aber sehr gemütlich in die nie untergehende abendsonne retour nach mariefred.

 

wie es weitergeht werden wir euch wieder mitteilen, bis dahin alles liebe von den

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