über ungarn und quer durch ganz rumänien werden wir in rund 63 etappen von wien aus das östliche europa bereisen.
die erste tour führte uns in die historische kleinstadt pápa, wo uns ein ganz toller campingplatz „thermalcamping pápa“mit dem unmittelbar angrenzenden modernen „heil- und thermalbad pápa“ erwartete. kurz zum campingplatz selbst, denn was wir hier vorfanden muss wirklich hervorgehoben und poitiv erwähnt werden. selten einen so sauberen, ordentlichen und modernen cp gesehen. nicht umsonst ist es der einzige 5***** cp in ungarn, dessen parzellierung durch hecken und bäume nicht nur für schatten sondern auch angenehme privatsphäre sorgt. im camping-restaurant oazis, mit gemütlicher und schattiger terrasse, werden von montag bis freitag zweigängige ungarische und internationale mittagsmenüs wirklich kostengünstig angeboten (wir hatten am ersten tag tomatensuppe und gebackenen wels mit reis), bei denen man locker satt wird.
des weiteren werden auch gemütliche holz-chalets und private mietbäder angeboten, obwohl der ausreichend groß konzipierte moderne sanitärblock für die rund 196 stellplätze auch ausreichend ist.
und noch etwas, der eintritt in das thermalbad mit verschieden temperierten schwimmbecken im außen- und innenbereich ist im campingpreis bereits inbegriffen (die nutzung der saunaeinrichtungen sowie etwaige therapieanwendungen sind extra zu bezahlen).
von uns eine ganz klare empfehlung.
wenn man schon in der barockstadt pápa ist, sollte man sich auch das „esterházy-kastély“ (schloss esterházy) ansehen.
ein netter rundgang durch das schloss, wobei nicht allzu viele räume besichtigt werden können. jedenfalls erfährt man viel über die geschichte und den (um-)bau des schlosses nach plänen des wiener architekten franz anton pilgram, über die mitglieder des hochadels der familie esterházy, erlebt eine kurzaufführung des marionettentheaters und kann die edlen barock gewandeten schlossdamen bei einer musikalischen kostprobe und einem teeschwätzchen bewundern.
ein besuch im „blaufärbermuseum“( blaufärberei der familie kluge). unter blaufärberei wird im engeren sinn das verfahren verstanden, bei dem zur bemusterung der weißen leinenware eine deckmasse aufgetragen wurde, wodurch die weiße grundfarbe der textilien vor der blauen färbung geschützt wurde. der reduzierte blaue indigo färbte dann den leinwandstoff nach mehrmaligen eintauchen in die färberküpen blau. nach dem färben wurde die deckmasse in einem salzsäure- schwefelsäure-bad abgelöst und die weiße grundfarbe kam zum vorschein. ein langwieriger und arbeitsintensiver prozess der bis ende der 50er jahre vor ort noch betrieben wurde.
weiter nach pannonhalma, wo wir vor dem besuch der benediktinerabtei noch zum baumwipfelpfad & aussichtsturm boldog mór wanderten.
zwei events standen auf unserer sightseeing liste – „die benediktinerabtei pannonhalma“, ungarns größtes und ältestes kloster (über 1000 jahre) liegt markant auf dem martinsberg und ist schon von weitem sichtbar.
martinsberg deshalb, weil hier laut überlieferung im frühen 4. jahrhundert der heilige martin, der schutzheilige des klosters, geboren wurde. die abtei wurde im jahr 996 vom fürsten géza als erstes benediktiner-kloster ungarns und ungarisches zentrum des benediktiner-ordens gegründet. zu sehen sind die basilika mit krypta, historischem kreuzgang, glockenturm und fresken,
wobei für uns das highlight der besichtigung die klassizistische bibliothek mit ihrem ovalen bibliotheksanbau war. hier befinden sich über 400.000 bücher und handschriften.
die erzabtei pannonhalma ist bis heute von benediktinern bewohnt und bewirtschaftet und beherbergt das benediktinergymnasium und die fachmittelschule für kirchenmusik mit über 300 internationalen schülern. seit 1996 gehört sie zum unesco-welterbe.
zweiter tagesevent, das „abteiweingut pannonhalma“, wo wir an einer kellereibesichtigung mit anschließender weinverkostung teilnahmen. der ganz neu gebaute weinkeller wird nach dem freien fall prinzip betrieben, das ein besonders schonendes keltern ermöglicht. über vier stockwerke erstreckt sich die produktion – von der sortierung der trauben, über die pressung bis zur fermentierung. verkostet haben wir drei verschiedene weine – einen rose tricollis, einen weißwein riesling und einen roten cuvee aus merlot und sauvignon franc. der rote hat uns persönlich am besten geschmeckt. auf der verkostungsterrasse sitzend genossen wir den spätnachmittag, den blick über die ungarische ebene und natürlich den edlen wein.
weiter ging es richtung tata und zu den donauschwaben. was wir dort alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour
