zuerst zu den weißen pferden, dann weiter richtung venedig – so war unser plan. früh am morgen, gleich nach unserem frühstück, starteten wir unsere wanderung durch das „isonzo mouth regional nature reserve“, einem rund 2.400 ha großen naturschutzgebiet, mit der “insel cona“ im zentrum des feuchtgebietes.
es liegt im nordosten italiens, nahe der mündung des flusses isonzo. ein paradies für alle naturliebhaber, das für seine reiche flora und fauna bekannt ist und zahlreiche möglichkeiten zur vogelbeobachtung bietet (über 300 verschiedene vogelarten, je nach jahreszeit).
eine weitere attraktion sind die hier frei lebenden „deltapferde“, die ursprünglich von den „camargue-pferden“ abstammen.
zur zeit unseres besuches konnten wir nicht alle wege in den einzelnen landschaftsteilen mit feuchtgebieten, salzwiesen und flussarmen durchwandern, trotzdem ein schöner morgenspaziergang und unser ziel, die „camargue-pferde“ zu sehen und zu fotografieren, haben wir jedenfalls erreicht.
unser nächster stopp führte uns nach aquileia. diese stadt hat eine beeindruckende geschichte und zählt zu den bedeutendsten archäologischen stätten italiens.
am bekanntesten ist die prachtvolle „patriarchalische basilika“ (der dom der patriarchen von aquileia) mit ihren gut erhaltenen, einzigartigen bodenmosaiken, die einblick in die frühe christliche kunst bieten und mit dem frühen 4. jh. datiert werden.
bei unserem spaziergang durch die antiken ruinen, entlang des forums und während der besichtigung des „domus des tito macro“ (vermutlich ein reicher kaufmann, der es sich leisten konnte gegen ende des 1. jh. v. chr. nebeneinanader liegende grundstücke zu kaufen und darauf ein 1.500 m² großes haus zu errichten – eines der größten römischen stadthäuser, das in norditalien bekannt ist) spürten wir das flair vergangener zeiten und konnten die atmosphäre des einstigen römischen, weitreichenden handelszentrums gut nachempfinden.
eigentlich wollten wir nach portogruaro, um den immer an einem donnerstag stattfindenden wochenmarkt zu besuchen. da es aber den ganzen abend zuvor und die ganze nacht geregnet hatte, waren nur sehr wenige stände aufgebaut. schade, aber gut, denn somit blieb uns mehr zeit für einen stadtrundgang. portogruaro ist eine charmante kleinstadt in venetien, die besonders für ihr mittelalterliches ambiente und die malerischen gassen bekannt ist. die stadt wurde im 12. jh. gegründet und entwickelte sich rasch zu einem wichtigen handelszentrum, was sich noch heute in den prachtvollen palazzi entlang des flusses lemene widerspiegelt.
beim spaziergang durch die altstadt, entlang der historischen arkaden, gab ja viel zu sehen – die piazza della repubblica mit dem reiterstandbild und den kranich-brunnen; den duomo di sant’andrea; die mühle mit wasserrad am fluss lemene und die kleine, hölzerne marien-kapelle „oratorio della madonna della pescheria“; die brücke mit dem markus-löwen; das alte stadttor „porta san gottardo“ usw.
eine wirklich sehenswerte stadt.
unsere letzte nacht vor venedig verbrachten wir in cavallino-treporti auf einem stellplatz quasi vis-à-vis von venedig, um endlich direkt ans meer zu kommen, einen ersten strandspaziergang zu machen
und uns von dort den sonnenuntergang anzusehen. wie immer, wunderschön.
nun war es soweit. wir checkten für vier nächte auf dem campingplatz „camping fusina“ ein, um wieder einmal venedig zu besichtigen, denn die fähre geht unmittelbar vor dem campingplatz in nur 20 min. direkt nach venedig – praktisch. auch war ein wenig auszuspannen, wäsche waschen und einfach einmal nichts tun geplant.
einen ganzen tag hatten wir für unseren venedig-bummel eingeplant und ja, was soll man über venedig schreiben, was nicht schon geschrieben worden ist…. einfach venedig, dass von seinem charme und zauber nichts eingebüßt hat – es war ein wunderschöner tag 😉
unsere nächsten routen sind entlang der ostküste, also der adriaküste, immer weiter richtung süden geplant, aber was wir da noch so alles erleben werden, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovisontour

