jetzt geht die reise also richtig los und von unserem ersten england-stellplatz in plymouth ging es direkt zum eden-projekt.
das „eden project“ in cornwall, ist eine beeindruckende mischung aus botanischem garten und architektonischem wunderwerk, das aus mehrfach miteinander verschnittenen durchsichtigen geodätischen kunststoffkuppeln besteht.
aus einer riesigen grube, in der früher tonerde abgebaut wurde, entstand eine fruchtbare rund 50 hektar große oase mit rund 100.000 pflanzen aus aller welt. während des rundgangs durch die einzelnen tropischen und mediterranen biome gelangt man in verschiedene klimazonen und es ist faszinierend diese vielfalt exotischer pflanzen sowie die nachgestaltung des regenwaldes zu sehen.
für uns war dieser besuch inspirierend und lehrreich zugleich und nicht nur etwas für ausgesprochene natur und architektur faszinierte. wir haben den vormittag richtig genossen.
nach dem besuch dieser einzigartigen pflanzenwelt besuchten wir den „landsitz lanhydrock“ in cornwall. dieses prächtige typisch englische herrenhaus, umgeben von 367 hektar garten und landschaftspark, versetzt einem sofort ins viktorianische zeitalter. beim rundgang durch die der öffentlichkeit zugänglich gemachten räume, bekommt man einen faszinierenden einblick in das damalige leben und macht eine kleine zeitreise. lanhydrock ist ein ort voller geschichte und atmosphäre. wenn man in cornwall unterwegs ist, sollte man einen besuch einplanen.
diesen ersten reisetag haben wir in croyde bay, bekannt für seine fantastischen surfmöglichkeiten, am „ocean pitch camping“ beendet. ein kleiner, feiner, toll gepflegter und sehr gut besuchter campingplatz,
direkt an einer sandigen bucht gelegen und auch ausgangspunkt für schöne küstenwanderungen, wie z.b. „baggy point“. unbedingt vorbuchen.
der nächste tag führte uns nach bodmin, wo ein etwas anderer besuch auf dem programm stand, das „bodmin jail“ am rande des bodmin moor – dunkle mauern, düstere geschichten. dieses gefängnis hat mehr geschichte in seinen alten steinen, als man auf den ersten blick vermuten würde, aber genau das macht den reiz aus. bodmin jail wurde anfang der 1770er jahre erbaut, mitten in einer zeit, in der england fleißig gefängnisse modernisierte – zumindest nach den maßstäben des 18. jahrhunderts. es war eines der ersten gefängnisse, das nach dem prinzip der „separaten zelle“ gebaut wurde, getrennte bereiche für männer und frauen, warmwasser sowie hellen und luftigen bereichen für die gefangenen. damals fast revolutionär, heute eher… gruselig. denn mal ehrlich: wenn man durch die kalten, dunklen gänge läuft, spürt man sofort, dass hier keine fröhlichen geschichten geschrieben wurden. über 50 öffentliche hinrichtungen fanden hier statt, und einige der damit einhergehenden geschichten werden im heutigen besucherzentrum ziemlich eindrucksvoll (und teils sehr dramatisch) erzählt. das museum verbindet geschichte mit erlebnis. man bekommt nicht nur trockene infos, sondern taucht wirklich in das leben (und sterben) der damaligen häftlinge ein. besonders die licht- und soundeffekte im neuen museumsteil haben es echt in sich. wer sich für die dunklen seiten der vergangenheit interessiert, ist hier genau richtig.
nach so viel dunkler geschichte besuchten wir „clovelly“ and der nordostküste devons. das historische dorf clovelly wurde auf einer klippe mit blick auf die bideford bay errichtet und ist ein malerisches postkarten-dorf, und das schon seit jahrhunderten. erste aufzeichnungen gehen bis ins 9. jahrhundert zurück. ein autofreies dorf – man stellt sein auto am parkplatz ab und geht die steile und enge kopfsteinpflasterstraße hinab in das dorf. güter des täglichen lebens werden entweder mittels esel oder hölzernen schlitten befördert. kleine weiße fischerhäuschen, ein paar boote im hafenbecken, gemütliche pubs mit kamin – alles in clovelly wirkt, als wäre die zeit stehen geblieben.
seit dem 18. jahrhundert ist das idyllische dorf clovelly in privatbesitz und wird bis heute liebevoll erhalten und gepflegt. dieser für uns lohnenswerte besuch war ein kleiner sprung in die vergangenheit.
als nächstes werden wir die kleinstadt ilfracombe an der nordküste der südwestenglischen grafschaft devon besuchen – aber was wir dort so alles erlebten, ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour

