unsere lange heimreise, nachdem wir rumänien verlassen hatten, begann in tokaj. dort quartierten wir uns erst einmal auf dem campingplatz „tisza camping“ am rande der stadt ein und da zu dieser jahreszeit nicht mehr viel los war (es waren nur mehr die kleinen gästebungalows besetzt) bekamen wir einen stellplatz in der ersten reihe.
nachdem wir schon im bekanntesten weinbaugebiet von ungarn waren, nutzten wir die gelegenheit und besuchten das weingut „himesudvar“, ein familienbetrieb der von kata, péter & beáta gemanagt wird. wir fühlten uns gleich herzlich willkommen und verkosteten sechs ihrer weine: 2022 „furmint” dry – 2020 „szamorodni” dry – 2023 cuveé „foltos” semi-sweet – 2021 „szamorodni” sweet – 2021 „köverszölö” sweet und zu guter letzt den berühmten „aszú“ sweet jahrgang 2021. alle schmeckten ausgezeichnet und sind bedenkenlos weiter zu empfehlen.
eine kleine kellerführung, mit viel wissen um die weinerzeugung, rundete unseren besuch ab. ein sehr schöner event.
wir streiften noch ein wenig durch die stadt tokaj, ehe wir uns wieder zu unserem cleverchen begaben.
nach tokaj begann unsere eigentliche heimreise. wir wollten aber nicht direkt zurück nach wien fahren, sondern überlegten uns eine etwas ausgedehntere rückroute, auf der wir auch noch die möglichkeit zu einem bad im meer hatten.
und somit war es für uns der start einer chilligen heimreise und konnten die dinge wie camper putzen und wäsche waschen auch noch erledigen.
weiter ging es über szeged und kurz danach passierten wir die grenze nach serbien. in serbien ging es weiter nach mali zvornik und entlang der drina bis bajina bast, wo wir schließlich über den nationalpark tara zur grenze montenegro fuhren. nach der grenze fanden wir einen sehr netten stellplatz am borovičko see (auch wenn es am morgen etwas mystisch aussah 😉) und verbrachten hier unsere erste nacht in montenegro.
die route ging weiter über die die r4 und r5 rauf ins gebirge – zabljak – tunnel ivica – savnik durch den skadar-see-nationalpark und kurz vor der albanischen grenze wieder hinunter zum meer nach ulcinj. in ulcinj legeten wir einen längeren stop ein. das wetter war sehr wechselhaft und so wurde aus dem geplanten schwimmen im meer lange strandspaziergänge, auch schön. unser stellplatz lag im wald, im bereich einer aufgelassenen großen hotelanlage. niemand störte uns hier und wir konnten einige ruhige nächte unmittelbar am meer verbringen.
wer so wie wir viel in der freien natur übernachtet, dem kann es so wie uns ergehen. ein liebes tierchen hat sich für während der tage die wir in ulcinj gestanden sind, ein feines schlafplätzchen gebaut. jetzt ist die motorabdeckung etwas löchrig – na ja, hauptsache das tierchen hat sich wohlgefühlt bei uns 😉.
von ulcinj ging es die strada magistrale über budva und tivat nach kotor. nach unserer umrundung der bucht von kotor (die mit dem cleverchen aufgrund der sehr engen straße eine wirkliche herausforderung war) stießen wir wieder auf die strada magistrale ehe wir uns dem kleinen, kaum befahrenen grenzübergang vitaljina näherten.
wir waren in kroatien und bogen unmittelbar nach der grenze links ab um hier auf einer ganz engen straße zu unserem stellplatz zu gelangen. die immer wieder zu hörenden kratzgeräusche, die die büsche am cleverchen verursachten, taten zwar in der seele weh, aber der stellplatz lohnte sich. eine verlassene militäranlage mit schöner aussicht, wo einst ein radarsystem installiert war, das zur verfolgung von raketensystemen verwendet wurde, die in der nahegelegenen (ebenfalls verlassenen) prevlaka-kaserne getestet wurden.
vom plateau aus hat man einen schönen blick auf das offene meer und die halbinsel prevlaka. ein perfekter ort, um bei einem gläschen rotwein die sonne untergehen zu sehen.
unsere heimfahrt ging immer weiter auf der strada magistrale. hinter dubrovnik nahmen wir die neue umfahrung der bosnischen grenze auf der 674er, fuhren noch einmal die engen und steilen straßen hoch ins gebirge nach imotski und von dort wieder hinunter bis split. in split, genauer gesagt in strobrec, legten wir einige badetage am campingplatz ein. das wetter war gut, wir konnten herrlich chillen, und auch einen in europa selten vorkommenden oleander-schwärmer bekamen wir zu gesicht.
bei sibenik, sahen wir uns auf einem ehemaligen militärgelände den u-boot bunker im kanal von sibenik an. einen unterwassertunnel, genannt „hitlers auge“, der von der deutschen armee ende 1941 bis anfang 1943 in den fels nahe der höhle des heiligen antonius geschlagen wurde. der bunker führt im bogen zu einem 2. ausgang und diente neben der unterbringung von schnellbooten auch kleineren u-booten der „mala“ und „una“ klasse, die mit einer länge von ca. 20 m wesentlich kleiner sind als die u-boote, die wir sonst so kennen und bei einer wassertiefe von nur 10 meter platz fanden.
beim rundgang auf der halbinsel sahen wir auch einige der alten militärstellungen. die impossante festung st. nikolas, unweit der historischen stadt sibenik, wird derzeit renoviert sodass wir sie nur von außen besichtigen konnten.
von sibenik ging es wieder weiter über die strada magistrale, wo wir die auswirkungen der heftigen regenfälle der letzten stunden zu spüren bekamen.
nach zadar – posedarje – karlobag und senj gelangten wir nach sibinj, wo uns ein aufgelassener campingplatz als übernachtungsplatz diente.
leider war das wetter noch immer nicht stabil, wo wir doch noch gerne ein wenig baden und in der sonne liegen wollten. also wechselten wir auf die istrische seite und quartierten uns im residence del mar emotion in ližnjan ein.
ja, und wenn man als trüffelfan schon in istrien ist, ist ein besuch auf einer trüffelfarm pflicht. wir besuchten eine der besten, wenn nicht die beste, im kleinen dorf paladini, in der nähe von buzet. „die familie karlic“ und ihre trüffelsuchhunde sind spezialisten sondersgleichen.
nach einer kurzen einweisung von der juniorchefin „ivana karlic-ban“ über die geschichte der familie und den schwarzen und weißen trüffeln, begaben wir uns mit dem professionellen trüffelhunter benjamin in den wald, um zu sehen wie er mit seinen beiden hündinnen istra und gica arbeitet. sehr interessant.
das highlight war dann die verkostung von schwarzem und weißen trüffel in allen möglichen variationen, übrigens zu rührei passt der trüffel hervorragend. den trüffelgeschmack mag man oder mag man nicht. wir mögen ihn und daher war diese exkursion eine tolle erfahrung.
nach unserem trüffelerlebnis – gut, dass wir etwas mitgenommen haben – besuchten wir noch das „höhlensystem von skocjan„. es gehört zum unesco-weltkulturerbe und ist sloweniens zweitberühmteste höhle nach der höhle in postojna und europas größtes ausgegrabenes unterirdisches system.
von den höhlen führte uns der weg auf schmalen und nicht immer mit gutem straßenbelag versehenen, bergauf und bergab nach godovic, wo wir wieder eine ruhige nacht im cleverchen hatten. auf diesem stellplatz war dann doch einiges los, denn am morgen besuchte uns ein junger rotfuchs und am vorabend konnten wir einen feuersalamander beobachten. Herrlich, so in der natur zu stehen.
für einen kleinen fotoauftrag, wir sollten bilder für die „therme snovik“ machen, quartierten wir uns im thermenhotel ein – einen campingplatz gibt es auch neben dem hotel. ja, und baden durften wir auch in der therme. ein ort der sich auch für mehrere tage zum entspannen anbietet. sehr empfehlenswert.
ein schöner event, bei dem uns aber das wetter einen strich durch die rechnung machte, war der besuch vom „baumwipfelweg pohorje“, zwischen den baumwipfeln des pohorje-gebirges auf rogl. schade, dass das wetter nicht mitspielte.
auf nach österreich und siehe da, am nächsten tag hatte sich das wetter gebessert und wir konnten zwei wanderungen unternehmen.
die erste war der weg zum sulmwasserfall. nichts besonderes, ganz einfach und nur um sich ein wenig zu bewegen.
die zweite wanderung war da schon etwas anspruchsvoller. wir gingen die heiligengeistklamm. da viel wasser in der klamm war mussten wir öfters die seiten wechseln, was nicht ohne nasse füße abging. a bisser´l rutschig war der weg, was aber dem tollen wandererlebis keinen abbruch tat.
nach der wanderung fuhren wir zu unserem letzten punkt auf unserer reise. wir nahmen die steirische weinstraße unter cleverchens räder und machten einen stop bei der „buschenschank & weingut legat“ in leutschach an der weinstraße. die sonne schien und auf der sonnenterasse war auch gerade ein platz frei geworden. wunderschöne aussicht, sehr gutes bodenständiges essen und ausgezeichnete weine. besonders der „junge steirer“ – vorbote des jahrgangs 2024, ein cuvee aus den sorten gelber muskateller und sauvignon blanc – hatte es mir angetan. das weingut bietet auch die möglichkeit an mit dem camper auf dem parkplatz zu übernachten, und so haben wir die gelegenheit wahrgenommen und eine ruhige letzte nacht in wunderschöner umgebung verbracht. ein würdiger abschluss unserer heimreise von der mehrmonatige rumänien tour.
nächster stop wien, und dort angekommen bereiteten wir uns auch schon wieder auf unsere nächste reise vor. 2025 geht es sechs monate nach england – wales – irland und schottland.
aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin
alles liebe von den
hovi´s on tour

