langsam geht auch diese reise zu ende…

… langsam geht auch diese reise zu ende und viel interessantes ist und war zu sehen.

früh morgens machten wir uns auf den weg die insel öland zu verlassen, um uns auf die letzten routen auf dem festland schwedens zu begeben.

unser erster spot am morgen – der sich noch auf öland befindet – war der etwas abseits der straße liegende „karlevi-stein“ (N56 36 24.9 E16 26 29.1).

einer der interessantesten runensteine schwedens. er enthält ein gedicht im sogenannten höfischen stil der wikinger-dichtung. das gedicht ist das einzige dieser art, das noch im original erhalten ist. es ist ein ruhmesgedicht und nachruf auf einen gefallenen wikinger-häuptling, namens sibbe. er wird im gedicht mit odin verglichen, dem höchsten gott! der runenstein ist ca. 1000 jahre alt. damals befand sich die zeit im umbruch zwischen asenglaube und christentum. auf dem stein kann man die wörter entziffern: „inonin… eh“, was eine einstellung von „in nomine ihesu“, also „in jesu namen“ ist. der karlevi-stein so klein und unscheinbar er auch in der landschaft steht, gehört zum schwedischen kulturerbe.

weiter geht es richtung kalmar und zur brücke, die uns wieder auf das festland führte.

gemütlich fuhren wir auf nebenstrassen

über alsjöholm – moshult – kuppramala björkelund – rottnen – hörda hagalund – über das gräberfeld bei ingelstad das„inglinge hög“. inglinge hög gilt zwar als smålands größtes hügelgrab, und liegt inmitten eines großen eisenzeitlichen gräberfeldes am rand der ortschaft ingelstad, aber wir fanden es nicht ganz so besonders interessant.

über tävelsas – kalvsvik – kurrebo (der schaugarten war leider geschlossen) und urshult fuhren wir zu unserem heutigen tagesziel „getnö gård – lake åsnen resort“.

welch ein außergewöhnlicher ort mit einer außergewöhnlichen geschichte und einer außergewöhnlichen besitzerin – ingrid olsson – die das erbe ihres vaters bereits seit ihrer frühesten jugend aktiv und mit einem ausgeprägtem umweltgedanken fortführt.

natur pur, ob auf dem fahrrad zu lande, bei einer fischertour, oder bei einer bootsfahrt mit ingrid olson, die uns jeden zentimeter ihres naturschutzgebietes erklären konnte – einfach perfekt.

drei tage lang durften wir dieses naturjuwel genießen und stellten am ende fest, dass diese tage ein absolutes highlight unserer vier monatigen schweden-finnland-norwegen tour waren.

viel zu schnell vergingen die tage auf „getnö gård im lake åsnen resort“ um schließlich unser nächstes ziel anzufahren – älmhult, die heimat von „ikea“.

als alter ikeafreund wollte ich, wenn ich schon mal in schweden bin, auch das „ikea-museum“ besuchen. gesagt, getan und… entäuscht.

warum entäuscht? ganz einfach weil ich dachte das ein weltkonzern seine zeitgeschichte doch etwas interessanter gestalten würde. schade.

nach kurzem aufenthalt fuhren wir an den see möckeln, wo wir ein ganz tolles hotel-restaurant-camping fanden das „sjöstugan“, direkt am böckhults badestrand. dort gibt es nicht nur zimmer zu moderaten preisen, auch ein sehr gutes restaurant gehört zur anlage. eine wohlfühlunterkunft in der wir gerne übernachteten.

von sjöstugan begaben wir uns auf unsere vorletzte tour, die uns mit einem kleinen abstecher zum schloss „bäckaskog“ nach kristianstad führte.

das schloss bäckaskog war nur von außen zu besichtigen und ist eher hotel und restaurationsbetrieb als ein schauschloss.

in kristianstad bezogen wir quartier im „hotel bishops arms“ – nichts besonderes, aber ein gutes pub mit kalten bier und warmen essen.

die letzte tour vor der anfahrt zur fähre führte uns nach äspö und da waren noch einige tolle highligts zu besichtigen.

unsere erste station war ahus – geschichtsträchtig und vielen bekannt da hier die produktionsstätte des berühmten „absolut wodka“ liegt. aber die stadt hat auch eine geschichte und die kann man auf einem schönen spaziergang unter anderem bei der  „sankta maria kyrka“, „sankt-anna-kapelle“ oder dem „sarkophag“ erzählt bekommen.

von ahus führte der weg weiter zu einem richtigen märchenschloss – „widtsköfle castle“. obwohl dieses schloss nur von aussen zu besichtigen ist – privatbesitz – lohnt sich der weg zu diesem vierflügeligen renaissanceschloss welches von einem wassergraben umgeben ist. ein rundweg führt durch den englischen garten.

nach der ruhepause fuhren wir an die küste. „ales stenar – sweden’s stonehenge”, ist mit 67 metern länge und 19 metern breite wahrscheinlich die größte erhaltenen schiffssetzung in schweden. nach dem besuch der schiffsetzung kann man im hafen eines der zahlreichen ausgezeichneten fischrestaurants besuchen. ein empfehlenswerter ausflug.

ehe wir unser kleines aber feines b&b für unsere letzte nacht in schweden ansteuerten blieben wir natürlich noch in ystad stehen. aus zeitgründen konnten wir nur eine kleine runde durch die altstadt drehen ehe wir in der unscheinbaren aber durch die romanfigur „kommissar wallander“ bekannt gewordenen „fridolfs konditori“ halt für zimtschnecken machten.

so der tag neigt sich zu ende, und wir fahren in unser quartier „äspögården b&b“. ein total nettes, von einem älteren ehepaar geführtes, b&b. liegt etwas ausserhalb vom fährhafen trelleborg und ist eine gute alternative zu den übernachtungspreisen in trelleborg.

am nächsten tag, noch vor dem sonnenaufgang, machten wir uns auf den weg zur fähre. palmäßig legte sie am frühen morgen ab und brachte uns wieder nach rostock.

jetzt steht nur mehr die heimfahrt nach wien auf dem programm.  

die tour schweden-finnland-norwegen ist gefahren – 126 reisetage, 9 regentage, 16.555 kilometer fahrstrecke, 2.045 l diesel, 114 tages routen, 372 besichtigungspunkte, 53 übernachtungen am campingplatz, 49 übernachtungen im hotel oder b&b, 23 übernachtungen im freien gelände,    

fazit: schweden-finnland-norwegen war absolut eine reise wert, denn der norden europas hat schon was faszinierendes. 

wir wissen schon wohin uns die nächste reise führt, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. 

bis dahin, alles liebe von den

hovi´s on tour

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