eine nacht unter den wölfen…

eine nacht unter den wölfen – spannend, aufregend, einfach herrlich.

aber alles der reihe nach.

zuerst bewegten wir uns von piteå nach lycksele in das „ansia resort“ mit einer zwischenstation im „finnfors power plant museum“. eine besichtigung genau wie wir es gerne haben, ein guide und wir, da kann man sich etwas ansehen und erklären lassen. sehr interessant die alte power station überhaupt wenn man die gelegenheit hat auch durch die alten wasserzubringer / -rohre zu gehen 😉 danke, hakan marklund, für die umfangreiche und tolle führung.

die anfahrt war heute etwas herbstlich – dafür gab es die letzten rentiere im nebel

und im „ansia resort“ ein gemütliches trockenes zimmer mit kochgelegenheit.

im ansia resort legten wir einen ruhetag ein – na so ganz ruhig war er nicht, denn wir starteten einen ausflug nach kristineberg wo es europaweit die einzige unterirdische kirche gibt „unterirdische kirche st. anna – kristineberg“. hier werde noch messen, hochzeiten usw. abgehalten und das immerhin 90m unter tage. es ist schon ein ganz besonderes gefühl hier zu sitzen.

von lycksele führte uns der weg weiter nach burträsk, abseits der hauptstraßen mitten durch die schwedischen wälder – manchmal ein wenig eng aber es gab an der straße vieeeeele birkenpilze zu sammeln, die wir auf unserem „campingplatz burträsk“ verkochen konnten.

an dem bereits sehr leeren campingplatz merkt man, dass in schweden die schule begonnen hat – für uns super, da wir die nächsten drei nächte ein ruhiges platzerl haben. so wünscht man sich die campingplätze, alles für uns alleine – küche, dusche, sauna, wc, usw. herrlich, wie wild campieren.

von burträsk ging es weiter nach lövånger mit einem besuch der „skellefteå wilderness mine“ wo wir alleine und auf eigene faust in die alte mine kraxeln konnten – feucht, sehr kalt aber wunderschön glitzerte es von den wänden, als würden millionen von sternen leuchten.

einige stops mit pilzesammeln verschönten uns den weg nach lövånger.

in lövånger erwartet uns eine ganz besondere übernachtungsmöglichkeit. wir schliefen in einem leuchtturm – dem „bjuröklubbs fyr“, ein sehr romantischer ort. am abend machten wir unser zweites abendessen mit unseren gesammelten pilzen und mit pasta und tranken herrlichen italienischen grappa. ein wunderschöner abend in stiller einsamkeit.

vom leutturm nahmen wir schweren herzens abschied und fuhren weiter über umea nach nordmaling/olofsfors. wenn man schon in olofors ist, muss man auch das „olofsfors Ironworks bruksmuseum“ besichtigen. mit humor und historischem wissen wurden wir von fredrik bjärnesand herumgeführt.

den abend und die nacht verbrachten wir anschliessend im nebenan liegenden herrenhaus „olofsfors herrgård“. ein haus wieder einmal für uns ganz alleine und wir bereiteten unser drittes pilzgericht zu – diesmal gab es pilzgulasch mit pasta 😉 überhaupt war das abendessen sehr international – schwedische pilze, italienische pasta, deutsches bier und italienischen chardonay grappa – ja, so lasse ich mir die eu gefallen.

von olofsfors begaben wir uns nach ullånger, wo wir die nacht in einer kleinen hütte im „docksta vandrarhem & camping“ verbrachten. der campingplatz ist empfehlenswert, obwohl er nahe der e4 liegt. es gibt auch ein sehr gutes restaurant und einen beheizten kleinen pool. klare empfehlung.

weiter ging es von ullånger über nämforsens, wo wir uns das „nämforsens hällristningsmuseum“ mit den über zweitausend felszeichnungen ansahen. von direktor peter johansson wurden wir während seiner führung viele tausende jahre zurückversetzt. unheimlich spannend, was uns da geboten wurde.

genächtigt haben wir in sundmo im „christinagarden b&b“, ein sauberes und gemütliches haus mit einer liebenswerten besitzerin.

die nächste route war nämforsen bis sundsvall, knapp 200 km mit dem versuch so viele kleine nebenstrassen wie möchglich zu fahren – versuch gelungen. bei der gelegenheit konnten wir unsere fika in wunderbarer natur beim västanafallet geniessen.

genächtigt haben wir im „sidsjö hotell & konferens“. ein ehemaliges spital wurde zu einem modernen hotel umgebaut. verschiedene zimmerkategorien, vom einfachen zimmer bis zum appartment wird alles angeboten. wer mag, dem steht auch die möglichkeit selbst zu kochen zur verfügung – auch eine waschmaschine zur kostenlosen nutzung steht für die gäste bereit. ein großes plus ist auch das personal – freundlich, hilfsbereit und ein ‘nein das geht nicht‘ gibt es nicht. wenn sundsvall, dann ins „sidsjö hotell & konferens“, nach unserer erfahrung eine klare empfehlung.

sundsvall bis järvsö – na da haben wir wieder straßen gefunden – wald, wald, wald – kaum sind wir auf eine größere straße gekommen, sofort wieder runter und ab durch die büsche. leider begann es zu regnen, aber das konnte uns die freude auf unsere tägliche fika nicht nehmen. so musste halt wieder einmal ein shelter dafür herhalten.

in jarvsö hatten wir, wie eingangs erwähnt, ein zimmer im wolfshotel. direkt im bzw. mit blick ins wolfsgehege und die wölfe hatten grade acht welpen. du sitzt im zimmer und kannst ihnen beim herumtollen und beim streit um das beste stück futter zusehen – echt geil. das hotel ist das „varghotellet“ inmitten des wildparkes. am abend und zeitig am nächsten morgen machten wir einen rundgang durch den wildpark. und wenn man glück hat, bekommt man auch den wunderschönen luchs zu sehen. ein traumhaftes erlebnis.

als nächstes steht noch eine schnaps- und eine whiskybrennerei am programm, na und noch vieles vieles mehr, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

zu besuch beim weihnachtsmann…

zu besuch beim weihnachtsmann und viele weitere erlebnisse konnten wir in dieser woche erleben.

von inari fuhren wir die 322 km nach rovaniemi am schnellsten weg. als wir uns rovaniemi näherten, sahen wir viele renntiere auf der straße.

die ersten anzeichen, wir nähern uns dem weihnachtsmann. in rovaniemi checkten wir für die nächsten zwei tage im „arctic tree house hotel“ ein. toller schuppen auch wenn die lodges nicht in, sondern zwischen den bäumen gebaut sind. muss im winter wirklich eine tolle stimmung sein.

das wetter zeigte sich von der feuchtesten seite. dicke schwarze regenwolken mit blitz und donner begleiteten uns an beiden tagen in rovaniemi. diese unwetterfront war auch der spielverderber, als wir dem weihnachtsmann einen besuch abstatteten. nach 25 minuten im „santa park“ war es soweit. zwei, drei blitzeinschläge im nahbereich und die stromversorgung fiel im umkreis von einigen kilometern komplett aus – so auch im „santa park“, der aus sicherheitsgründen geräumt werden musste und für diesen tag seine türen frühzeitig schloss.

was tun, jetzt hatten wir keine fotos vom weihnachtsmann – da aber der weihnachtsmann alle wünsche erfüllt, kam er zu uns und brachte auch seine kleinen helferlein mit – ja und so kamen wir doch noch zu einem foto mit dem weihnachtsmann 😉

von rovaniemi ging es weiter nach övertorneå.

wir machten halt am deutschen soldatenfriedhof, ehe wir zu den „giant´s kettle sukulanrakka“ weiterfuhren.

an der grenze finnland / schweden konnten wir einem bad im grenzfluss,  torne älv, nicht widerstehen. der herrliche sandstrand und sonnenschein überzeugten uns in die fluten zu hüpfen.

nach dem bad fuhren wir zu unserem quartier in övertorneå –  der „norrsken lodge“ von max und yasmine. der gebürtige schweizer betreibt an einem seitenarm des torne älv ein kleines aber feines hotel sowie einen großzügig angelegten campingplatz mit angrenzendem museum. max zeigte sich als kompetenter hilfsbereiter „guide“ und führte uns in der umgebung von övertorneå an einige seiner lieblingsplätze, natürlich auch zum polarkreis – übrigens der rote punkt auf dem einen bild kennzeichnet unseren standpunkt auf der erdkugel – wo wir u.a. von der geschichte des ortes mehr erfuhren. danke max, für deine zeit die du dir für uns genommen hast.

und weiter ging die reise von övertorneå nach „kukkolaforsen“ nahe der ortschaft haparanda.

ein familienunternehmen der sechsten generation. wir konnten nicht nur das sauna- und das fiskemuseum besichtigen, wir durften auch das fischen vom langen holzsteg aus mit dem netz probieren. leider ohne erfolg,

aber als trost gab es einen stellplatz für unsere 5* fetzenvilla mit eigener sauna- und grillhütte, die wir am abend ausgiebig testeten. mehrere saunagänge mit abkühlung im fluß ließen uns in der nacht gut und tief schlafen, oder lag es doch am sekt. na, wer weiß das schon so genau.

der nächste tag führte uns von kukkolaforsen nach boden, auf kleinen und unbefestigten straßen, durch dichte birkenwälder mit allen möglichen waldbeeren.

bis plötzlich der ruf von ingrid kam „halt, ein stück zurück, da müssen wir zum see runter fahren“.  und dann waren wir am see und nach zwei minuten aus den kleidern und im see. eifach traumhaft, baden in einem see der nur uns gehörte *juhuuuuuuu*.

 

nach dem herrlichen bad, machten wir einen abstecher nach flakaberg und besuchten den waldsami „lars eriksson“. lars stellte uns zuerst seine rentiere vor, die auf sein rufen hin aus dem wald gekommen waren. anschließend lud er uns auf eine fika ein – wir schlürften unseren kokkaffe und aßen selbstgemachten moltebeerenkuchen und die traditionellen kanelbullar (zimtschnecken). lars erzählte uns aus seinem leben und was sich für die samis in den letzten jahren geändert hat. seine augen glänzten und ein bisschen wehmut nach der alten zeit schwang in seinen worten mit, aber keine bitterkeit.

der nachmittag ging viel zu schnell vorbei und wir machten uns auf den weg zu unserem nachtlager dem „hotell nivå“, wo wir mit einem abendessen empfangen wurden. eine kleine aber feine unterkunft in der stadt boden.

den tag darauf verliessen wir boden richtung vidsel/storforsen und schauten zur „festung boden –rödbergsfortet“. rödbergsfortet war jahrzehnte lang schwedens best gehütetstes geheimniss – eine festungsanlage die bis in die 90er jahre aktiv war und heute von einem verein, dessen mitglieder ehemalige offiziere sind, als museum betrieben wird. sehr zu empfehlen, auch wenn man sich für militärisches belangen nicht so sehr interessiert, aber was da in jahrzehnter langer arbeit in den felsen gehauen wurde – eine unterirdische stadt – ist schon sehenswert. vielen dank für die tolle privatführung.

unser heutiges endziel war der campingplatz „storforsen hotell & camping“ – nix besonderes, massenabfertigung und sehr teuer 33,00 euro und das warmwasser fürs duschen, sauna usw. muss alles extra bezahlt werden. na ja, sie liegen halt an einer grossen atraktion den „stromschnellen von storforsen“ und da kann man ja verlangen was man will L. am späten nachmittag machten wir einen langen spaziergang entlang der stromschnellen von storforsen. sehr beeindruckend aber nicht nur die stromschnellen, sondern auch die unmittelbare umgebung. sollte man einmal in natura gesehen haben.

von vidsel ging es nach piteå mit einem kleinen abstecher nach luleå wo wir der „luleå  gammelstad church town“ und dem „open-air museum hägnan“ einen besuch abstatteten.

von der kirchenstadt konnten wir dank unseres guides linda – die übrigens sehr gut deutsch sprach – in einer dreistündigen führung viel über das leben vor vielen jahren sowie der örtlichen geschichte bekommen. ein sonderzuckerl war der aufstieg auf den glockenturm. auf engen stufen, vorbei an den beiden schweren glocken und der turmuhr, hoch hinauf bis an die spitze – ein herrlicher ausblick nach allen vier himmelsrichtungen war der lohn.

so jetzt sind wir für zwei tage in „the pensionatet“ untergebracht und dürfen ein ganzes haus mit garten für uns alleine benutzen. sehr gemütlich eingerichtet mit allem komfort den man sich wünscht und wenn wir nicht selbst kochen wollen, die besitzerin betreibt 50 m entfernt eine sehr exclusive pizzeria mit schönem gastgarten. eine sehr empfehlenswerte unterkunft.

heute werden wir einen badetag an einem nahe gelegenen sandstrand am meer machen, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden.

bis dahin alles liebe von den

hovi´s on tour

ps: die grünen routenabschnitte sind wir bereits gefahren, die roten liegen noch vor uns, dann müssen wir leider wieder nach hause 😦

im randmeer des arktischen ozeans der barentssee…

im randmeer des arktischen ozeans der barentssee king crab fischen. ja, das war aber nicht das einzige erlebnis, das wir in der letzten woche erlebt haben.

also der reihe nach. von kiruna sind wir die 262 km auf direktem weg nach leppäjärvi in finnland gefahren und haben dort auf einem ruhigen sehr schön gelegenen campingplatz unser zelt aufgeschlagen – „kelotin rantamajat camping“.

weiter ging es von leppäjärvi 322 km nach norwegen zur nächtigung in das „stabbursdalen resort“ in indre billefjord. am weg dort hin besuchten wir die „die trolle von trollholmsund“.

der nächste tag führte uns nach kjøllefjord, wo wir für zwei nächte eine kleine hütte bei der „samifamilie ellinor guttorm utsi“ bezogen.

am weg nach kjøllefjord machten wir einen abstecher zum silfar canyon

und adamsfoss fjord, mit gemütlicher mittagspause und mit wunderbarem ausblick.

in kjøllefjord und umgebung standen zwei weitere besichtigungen auf dem programm – die alte fischfabrik „foldalbruket“, die heute als sehr interessantes museum dient,

und der besuch des „leuchtturm slettnes“ in gamvik, der uns mit seinen 138 stufen als verdauungsspaziergang diente ;-).

am abend durften wir etwas ganz besonderes erleben. ein dinner bei der „samifamilie utsi. ellinor und ihr mann ailu luden uns in ihr lavvu ein und wir konnten bei ausgezeichneten essen und trinken vieles über das leben der sami erfahren, das in keinem reiseführer steht. zeitig am morgen, als das feuer im lavvu bereits niedergebrannt war, verabschiedeten wir uns von ellinor und ailu. wer so etwas einmaliges erleben möchte, vernab vom touristen schnick-schnack, der sollte ellinor einfach anrufen oder ein mail schreiben.

die nächste route war von kjøllefjord bis ekkerøy. in ekkerøy bekamen wir beim vogelfelsen im naturschutzgebiet 25.000 !!! brütende dreizehen möven zusehen. ein schönes naturschauspiel, in ohrenbetäubender lautstärke.

anschliessend stärkten wir uns im kleinen hafenrestaurant „havhesten“ mit einer ausgezeichneten fischsuppe,

bevor wir auf unseren einsamen stellplatz in den stranddünen von ekkerøy unser zelt aufschlugen. vor dem schlafen gehen gab es noch einen gute nacht trunk am strand.

von ekkerøy fuhren wir auf die andere seite der bucht nach bugøynes

wo wir am nächsten morgen auf „king crab safari“ gingen. mit unserem kapitän „bjørn-tore ingilæ“ shipperten wir auf’s meer um die netze aus der barentssee mit den king crabs einzuholen. es wurden genügend king crabs direkt an bord gekocht und serviert. wir durften nach herzenslust so viel essen wie wir konnten.

als verdauungssport stand angeln am programm, und siehe da auch hier war uns das glück hold. nach acht stattlichen dorschen und zwei makrelen legten wir die angeln nieder und genossen die rückfahrt bei strahlend blauem himmel mit über 30°C.

an diesem tag fuhren wir weiter bis sevettijärvi in finnland, wo wir auf dem „peuralammen camping“ platz übernachteten. ein einfacher platz an einem sehr schönen kleinen see mit sandstrand – ingrid testete frühmorgens das wasser und fand „überhaupt nicht kalt“.

nach ingrids morgenbad sind wir von sevettijärvi bis inari gefahren wo wir uns im „traditional hotel kultahovi“ für die nächsten zwei nächte einquartierten. am späten nachmittag sahen wir uns noch im „sámi museum siida“ ein wenig um. von frau oda-liv koivisto fachkundig und anketodenreich herumgeführt erhielten wir wieder neue informationen und erkenntnisse über das leben der sami.

heute mittwoch war gleich nach dem frühstück eine wanderung zur „wildniskirche pielpajärvi“ angesagt. kein langer track – insgesamt 10 km hin und zurück – aber in schöner natur, quer durch die wälder und vorbei an vielen seen. ja und das schöne an so einer wanderung, man findet immer etwas essbares in der natur, heidelbeeren und das „süsse gold lapplands“ die moltebeere. also wer in inari station macht, rein in die wanderschuhe und rauf zur „wildniskirche pielpajärvi“.

übrigens heute 16:55 im hotelschatten 35 grad – und da soll noch jemand vom kühlen norden sprechen 😉

morgen geht es weiter nach rovaniemi zum weihnachtsmann, aber das ist eine andere geschichte über die wir noch berichten werden. bis dahin

alles liebe von den

hovi´s on tour